Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1234 (8.7.1922)
- Date
- 1922-07-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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y,VN " '*f V»* * ’!'? ", f>' V j»f »f .; . ” fvr- - V:: iveNe 6 Men, Samstag Wiener: Morgenzeitung. 6. Jltti 192L Nr. 1234 MerS zu erwärmen. Zur Erwärmung eines Kubikmeters sind demgemäß IVO Kalorien erforderlich. Ein Gefäß von 10 Meter Länge, 10 Meter Breite und 10 Nieter Höhe errthäkt 1000 Kubikmeter, zur Erwärmung seines. WasseruchÄteS um 1 Grad sind demnach eine Million Kalorien erforderlich. Eine Billion Kalorien ist notwendig, um einen Wasserwürfel von 1 Kilometer Länge, 1 Kilometer Breite und 1 Kilometer Höhe um 1 Grad zu erwärmen. Urtter Zugrundelegung dieser enormen Zahl als Einheitsmaß nimmt ArrheniuS die Wärmestrahlung der Sonne mit 3 Trillionen Billionen Kalorien an. Die Energie des fließenden Wassers berechnet er mit 55.000 Billionen Kalorien, die.Energie der Lnftströme mit 33 Millionen, dir der Wassertröpfchen in den Wolken mit 28 Millionen Billionen, die Energie, die in, den Pflanzen aufgespeichert ist, mit 160.000, die des gesamten Erdöls mit 100.000, die Energie der Kohlen insgesamt mit 44 Millionen Billionen Kalorien. Von der Gesamtstrahlung der Sonne kommt nur der 2,25milliardste Teil zur Erde und hiervon gehen noch zwei Drittel durch den die Strahlung hinderlichen Luftmantel verloren. Es gelangen also nur 0,53 Milliarden Billionen Kalorien wirklich auf der Erdoberfläche zur Wirkung. Die verhältnismäßig großen Energie- . mengen der Wafserverdunstuug von Meer und Luft sowie die Energie der Wolken sind nicht ausnutzbar. Die Ausnutzung der gewaltigen Energiemengen in den Luftströmungen scheitert an der Unregelmäßigkeit, der Winde und der Schwierigkeit des Auffpeicherns während der Windstille. Die für uns wichtigste Energiequelle sind die Kohlenvorräte, die bei gleichbleibendem Verbrauch erst in etwa 7000 Jahren erschöpft wären. Da aber der größte Teil der Kohlen für die gegenwärtige Technik nicht gewinnbar ist, so mutz mit ihrer Erschöpfung in tund 2000 Jahren gerechnet werden. In Wirklichkeit nnmnt die Kohlenförderung aber stetig "zu, so daß der Erschöpfungszustand weit eher erreicht werden dürfte. Als Ersatz für die Kohlen reicht der Energiegehalt der ausnutzbaren fließenden Gewässer bei weitem Nicht aus, denn es stehen nur 400 Billionen Kalorien zur Verfügung. Deutschlcnrd, England und Rußland sind mit 0,02 Pferdestärken auf den Kopf der Bevölkerung bei der Verteilung der Wasserkräfte auf der aut schlechtesten bedacht. Island mit 22,01 Pferdestärken am besten, dann Norwegen rmt 5,3 Pferdestärken Die Menschheit hat also allere Anlaß, mit den Energiekrästen sparsam umzugehen und besonders der jetzt noch herrschenden Vergeudung von Kohle vorzuibeugen. Sie ist ans Gedeih und Verderb an die Energiekräfte gebunden, ulkd Arrhenins hält, wenn nicht neue Energiequellen erschlossen werden, eine Zukunft für möglich, in der die Völler wieder wie im Anfang der Kultur um das Mittelländische Meer znsammenströmen werden, wo die Sonne qKs letzte unmittelbare Quelle Licht und Wärme spendet. * Die Errichtung der. Journalistenkammern. Aus dem Naiionalrat wird berichtet: Der Unterausschuß zur Beratung des Antrages> der Abg. Fischer, Pcmtttsch und Genossen betreffend die Errichtung von I o u r n a l i st e n k ä m >m e r n wählte den Abg. Spalowsky zum Obmann. Nach den Ausführun gen des Berichterstatters Fischer wurde eine Generaldebatte' abgeführt, an der sich sämtliche Mitglieder des Unterausschusses beteiligten. Es wurde der Beschluß gefaßt, die Regierung zu ersuchen, ihre endgültige Stellungnahme zum Gesetzentwürfe über die Errichtung von Journalistenkammern zu präzisieren, sowie in der nächsten Sitzung des Unterausschusses am Diens tag den 11. d. fünf Zeitungsherausgeber und f ü n f I o n r n a l i st e n als. Experten zu vernehmen. Die Länderpresse Wird unter diesen entsprechend vertreten sein. * Ende des Bergarbeiterstreiks in Steiermark. Ans Graz wird uns gemeldet: Bei den Verhandlungen zwischen den streikenden Bergarbeitern und den Bergwerksbefttzern ist eine Einigung zustaick>egetmmnen. Die Vertreter der Arbeiter schuft beschlossen mit allen gegen drei Stimmen, den Streik in den west- und oststeirischen Kohlengruben zu beenden utkd die Arbeit unverzüglich auszunehmen. * Sterbefall. In Mondsee ist vor einigen Tagen Frau Maria Fanta, Schwiegermutter des Operettensängers Louis. Treumann, gestorben. Die Leiche wurde auf dem . Mondseer Friedhof beerdigt. * Besuch des Basler Musikvereins in Wim. Sonntag den 9. d. werden die Basier Musiker und die sie begleitenden Vereinsmitglieder mit dem D-Zug um 6 Uhr 50 Min. früh im Westbahnhöf eintreffen, wo sie von den Vertretern der Schweizer Kolonie in Wien begrüßt werden. Die Musiker ziehen dann in ihrer Uniform mit klingendem Spiel durch die Mariahilferstraße vor das Rathaus, wo sie gegen 10 Uhr eintreffen dürsten. Montag den 10. d. wird der Verein durch den Bürgermeister der Stadt Wien im Rathaus empfangen werden. Am Dienstag und Ddnnerstag finden dann die bereits ange-! kündigten zwei Wohltätrgkeitskonzerte zugunsten der Wiener ^Freiwilligen Rettungsgesellschaft und der Erholungsstätte für tuberkulös veranlagte. Kinder statt. * Vankheamtenfireik in Budapest. Das Deamtenpersonal der Bndapester Filiale des Wiener Bankvereins ist wegen Lohndifferenzen in den Streik getreten. * Die Chaluz-Bewegrmg in Rußland. Nach langwieriger Reise und nach Uebevwindung unendlicher SchwieriMten ist sin Kowno eine Gruppe von 16 Chaluzün aus Rußland eingestroffen. Die 5kownoer Regierung gab ihnen die Erlaubnis, sich so lange in . Litauen anfzuhalten, bis sie die Weiterreise nach Palästina antreten können.. Nach den Erzählungen der Ehaluzim macht sich die Hechaluz-Bewegung im aesamten iüdrichen Leben in Rußland und in dev Ukraine fühlbar. Die Ehalunim teilen ferner mit, daß die Hechasuz-Organssationen keinelegalisierten Körperschaften seien, daß aber die Sowjetrememng sie nicht versorge, m gewissen Fällen sie sogar, unterstütze. Große Strecken Ackerlandes sind von der Regierung .Iden Chaluzim zur Kultivierung Übergaben worden. ES. bestehen 'in Rußland und in der Ukraine ungefähr 3S0 landwirtschaftliche Gruppen mit zusammen etwa 10.000 gut organisierten und di^iplinierten Chalnzim. Die Sowjetregierung stellt ihrer Betätigung keine Hindernisse in den Weg. Nunmehr bestehe 'gar die Möglichkeit, daß die Hechaluz-Bewegung in Rußland MM .(L, K, sW Mitteilungen ans dem Publikum. stächet Schuber loset jlberhach Ovordriec Xolomea empfehlen sich als Verlobte Wien, im Juli 1922 Herr und Frau *SAK TRACHTENBERQ Herr ^und Frau HERSCH GRIFFEL beehren sieb, Sie zu der am 9. Juli 1922, halb 4 Uhr nachmittag* > hn Leopoldctädtcr Tempel, 2. Bezirk, Lcopoldsgasse, stattfindenden TRAUUNG ihres Sohnes ihrer Tochter JACOB JULIE mit Fräulein Jolle Griffel mit Herrn Jacob Trachtenberg höfliclist einzuladen. Wien, im Juli 1922 '6615 Statt' Einladunge.n Spediteur Leo Wang lind Frau laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten zu der am Sonntag den 9. Juli, 9 Uhr vorm., im eigenen Hause UI., Salmgasse 13, stattfindenden n^D N'12 _ ihres neugeborenen Sbhnes ein. Wien, im Juli 1922. Telephon f relepboa »Ms pi-iSSB D'Jl'Stt I Knisbadier & Windschauer, Win, I., Miau. 6 I D’n,btä3s?'T,,f ijiu "viSan 5 ' Export naeh allen Staaten 8964 Meta 11 wäre nfabrik L) Etteiireichgaese 3 offeriert. so den kulantesten Bedingungen 697 Haus« Eixtd Eüchensferäte aller Art, besonder* Spezinlerzeugung von elektrischen Koch-, Heiz- und Biigelapparaten i Verlangen 8 i « P r o s p e 7c t / * Wetterbericht. Der Wetterumschwung begann in Oesterreich mit plötzlichem Windwechsel gestern Mitternacht. Der eintretende Westwind erreichte-in Wien Lwischrn-8 und 3 Uhr früh Sturmstärk e. Eine, fühlbare Abkühlung trat aber nur m den westlichen Alpenländern ein, im Osten hielt die abfließende warm?-Lust die Temperatur noch über 20 Grad. Vormittags breitete sich die/Wolkendecke, dre morgens schon über Tirol und Salzburg lag, auch Wer das übrige Oesterreich aus und nachmittags erfolgte im Wiener Becken , das Einströmen der kalten Luft, die Temperatur sank auf 15 Grad. Gleichzeitig setzte stärkerer Regen ein. Voraussage: Nunmehr ' mutz mit einige Tage kühlerem^ starker bewölktem Wetter, aber wahrscheinlich bald nachlasfendsm Niederschlag gerechnetwerden. X * Das Hakenkreuz in der Republik. Es wird uns mitaeteilt, däß einzelne.Beamten zahlreicher Zentralstellen der Republik seit dem Tage der Ermordung Rothenaus demonstra-. tiv mit'dem Hakenkreuz im Knopfloch zum Dienst, oder was sie so nemien, erscheinen. Mr fordern die sofortige' Abstellung dieser Frechheit. Das fehlte noch, daß die jüdischen Steuerzahler auch noch auf solche Weise provoziert werden. * Der Streik in den Gemeinschaftsküche«. Nach den S ch w a r z w a l d - Küchen ' hat nun auch 'die 2Mt e l l a mit 16 Küchen und 140 Angestellten die Forderungen des Personals bewilligt und den Betrieb wieder ausgenommen. Bei den übrigen Küchenleitungen macht sich Widerstand gegen den Anschaffungsbeitrag und die Kinderzulageu geltend. Sie verlangen, daß das Alimentationsprinzip : fallen , gelassen wird und nur die, bisherigen Bezüge reguliert werden^.sollen. Heute finden die Verhandlungen beim Einigungsamt statt. Man hofft auf baldige Beilegung des Streiks, sicher ist aber bisher nur das eine, oaß ein Mittaamahl mit Fleisch unter 1400 K. bis 1600 K. nicht mehr hergestellt werden kann. * Fahrräder mit Hilfsmotoren find auch Kraftfahrzeuge. Der Gebrauch von Fahrrädern mit eingebauten Hilfsmotoren findet in letzter Zeit in ausgedehntem Maße Eingang in den' Straßenverkehr, Aus diesem Anlasse wird darauf aufmerksam Gemacht, daß solche Fahrräder als Kraftfahrzeuge im Sinne er Automobilverordnung anzusehen sind und auch den Bestimmungen dieser Verordnung unterliegen. Jedes solche Fahrzeug muß bhöMich genehmigt (Typenschein) und mit einem amtlichen im Verkehrsamte der Polizeidirektion, 1. Bez., Deutschmeisterplatz 3, erhältlichen vorderen Kennzeichen versehen sein. Personen unter. 18 Jahren sind von der Lenkung' solcher Fahrräder ausgeschlossen. * Sonderung nach Leipzig. Günstige Rei-segelegenheit für Reichsdeutsche ut die Heimat (auch Oesterreicher können sich hieran beteiligen) bietet sich am Dienstagden; 18. d. nachz. mittags gegen 6 Uhr ab Westbahn mit einem Sonderzug näch Leipzig zu ermäßigten Preisen. Sofortige Anmeldung und Auskunft über Einzelheiten beim Bum der Reichsdeutschen, Wien, 1. Bez., Johannesgasse 3. * Klassenlotterie. Der Erneuerungstermin zur Meilen Klasse endet am Abend des 10. d. Die Zichung der zweiten Klasse findet Dienstag den 18. und Donnerstag den 20. d. im Ziehungslokale, Men, 3. Bez^ Marxergasse 1, Parterre, statt; der Beginn ist an beiden Tagen für 8 Uhr früh festgesetzt. Am Dienstag den 18. d. werden vor Beginn der Ziehung die 375Y Röllchen mit den spielplanmäßigen Gswrnnibeträgen der zweiten Klasse in das GowinnvoÄ öffentlich eingeschüttet werden. * Äosrher-Delchwaren. Schönstli>. Fellner L Lo^ II., Kaidgasse 5, täglich frisch. Chaluzim Rabatt. - * Telephonverkehr Wien—Alberndorf. Bei dem Postamte in Alberndorf (O.-Oe.) Wurde der Telephondienst ausgenommen. Die dort errichtete öffentliche Sprechstelle ist auch zur Ans- und Abgabe von Telegrammen am Telephon ermächtigt. Die Gebühr 'für die Einheit des gewöhnlichen Gespräches zwischen Wien und Albernoorf beträgt-900 K. * Sonntagsruhe und Ladenschluß im Lebensmittelhandel. Auf Grund einer. im Rathaus abgeyaltenen Enquete werden durch Verordnung des, Landeshauptinannes von Wien folgende Neuerungen getroffen: 1.! Bolle 'ganzjährige Sonntagsruhe im Bäckergewevbe. 2. Lebensmittelkleinhandel gestattet an Sonntagen von 8 bis 10 Uhr vormittags, ausgenommen beim Verschleiß von Fleisch und tierischen Fettwaren; Arbeitnehmer dürfen beim gestatteten Lebensmittelyandel nicht verwendet werden. 3. .Ladenschluß im Lebensmitteltteinhandel vom 16. September bis 14. Mai um 7 Uhr abends, vom 16. Mai bis 15. September um 8 Uhr abends. Ein Kollektivvertrag wird dakür in der Zeit vom 16. Mai' bis 15. September die Indienststellung des Personals erst um 9 Uhr vormittags sicherstellen. 4. Ladenschluß im Warenverschleiß des Zuckerbäcker-, Küchenbäcker-, Mandoletttbäcker- und Lebzeltergewerbes und im Kleinhandel mit Zuckerbäcker- und Zuckerwaren ganzjährig um 8 Uhr abends. 6. Feilbieten von Lebensmittel auf der Straße vorn 16. September. bis 14.' Mai bis 8 Uhr, in der übrigen Zeit Äs 9-Uhr abends. * Jrrtümer mit Banknoten. Dem Verkehrsamte der Polizeidirektion haben Auiotaxichauffeure angezeigt^ daß einem von ihnen am 22. Mai eine 10.000 Kronennote, ernem anderen. am 6. Juni eine 10:o00 Kronennote, einem dritten am 14. Juni eine 60.000 Kronennote irrtümlich von seiten der Fahrgäste statt niederer Noten ausbeKahlt worden sind, Beschädigte hatten sich im Verkehrsamte, 1. Bez., Deutschmeisterplatz 3, zu melden. * Aktton „Lehrlinge aufs Land". Bei dieser Äktton habe» sich in diesem Jahre bis Ende Mai 3200 Lehrlingeangemeldet. In die Heime sind bisher insgesamt 1697 Lchrlinge abgegang'en. DrgEn sind aus den Heimen 893 Lchrlinge und 288 Lchvmädchen mit zusammen 33.416 Verpflegstagen, ent-' lassen wochem Zu den Leoens-mÄteln steuerten bei: die Schwedische Hilfsaktton des Röten Kreuzes, die Amerikanische Kinderbilssaktton, die Getvertschaftskommission Oesterreichs, verschiedene^ SpeMr' und die Zentrale Wien. Die Krankenkassen ‘ haben bisher K. 6,023.602, die Pfleglinge K. 11,667.771 bezahlt. Die Kranherikassen leisten K. 500, die Pfleglinge K. 400 bis 600 täglich. Zuschriften um Aufnahme sind zu richten an die Lehrftngsfürsome-Miön beim BündesMinisteriüm für.soziale/Berwaltung,'Wien, 1. Bezi, Hofgartengasse 3. . * Ervmmerfest in Böslem. Im Monate Juli findet im Döslauer Kurpark, ein gtoßangelegtes Sommerfest zugunsten . studentischer Wohlfahrtseinrichtungen und der Ortsarmen statt. An.der Spitze des veranstaitendeu Komitees, das schon rm Vorjahre eine eifrige Fürsorgetätigkeit entfaltete, steht wieder als, Präsident Dr. E. He ch t, als Vizepräsident fungiert. Prokurist I Lachs, als Kasseverwalter Großindustrieller F iss chNlNid Gemahlin, als Schriftführer Industrieller B r ü ck l, als Kontrollor Prokurist A. Kohn. Die Böslauer KurgeM- ' schast bringt dery Parktest das größte Interesse entgegen. Der unetttgeltliche jüdische Arbeitsnachweis in , Wien. Zu den wichtigsten Institutionen, die gegenwärtig von de^ zionistischen Parset geführt werden, gehört unstreitig der unentgeltliche Arb e i t r n a ch w e i s, der seit dem Fahre 1899 seine segensreiche Tätigkeit entfaltet «nd in dieser Zeit 17.000 Arbeitslosen Stellen vermittelt hat. Wie alle nicht cmf Gewinn berechnete Insttiutionen kämpft auch der unentgeltliche Arbeitsnachweis schwer um sei« Dasein, und es muß an alle, die sich noch ein Kerz für ihre bedürftigen Mitmenfchen bewahrt haben, der dringende Appell gerichtet werden, diese Institution aus das kräftigste zu rinteistützen. Sollte dieser Appell ungehört verhallen, dann können die tristen ZeitoerhäÜ'' nisse leicht dazu führen, daß der unentgeMtche Arbeitsnachweis' aufgelöst werden ckutz, was im Intereste der vielen Arbeitslosen, denen er Brot verschaffen kann, aus das tiefste zu bedauem wäre. ' Don besonderem Jntereffe ist der nachstehende Tätigkeitsbericht des unentgeltlichen Atbeiisnachweises für den Monat Juni 1 92 2, der die schwere Arbeiterkklse brachte. . Der ParkeienverKehr betrug .... . . 2161 Personen die Zahl der Anmeldungen von Arbeitgebern. 177. ' „ und die der Arbeitnehmer ....... 138 „ Trotz der Schwierigkeit der Verhältniffe wurden 113 Stellen vermittelt. Ungefähr 20.000 Arbeitslose befinden sich in Vormerkung. ' . Freundliche Spenden wären an den Verein» H., Taborstraße Nr. 59, zu senden. a Vereine, Vorträge und Bersantrnlungeu. V e r e i n E r e z I s r a e l. ll., Zirkusgaffe 33. Keule. '/,5 Uhr nachmittags, Semesterfchlüßseier. Die Mitglieder oller dre: KebrSischkurfe werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Anschließend Mitgltederoersammlung. — L e s e° ü n d R e d e h a l t e j ü d i sch e r K o ch s ch ü l e r. Keule, V,8 Uhr abends, Abschiedskonzert. — Sagralah. Die iititfite Kagralah findet heute im hebräischen Klub, II., Tabortraße 1» 8 Uhr abends, statt. — Iüdisch-akademicher Kutturverbaud Iabne. Leute,. Samstag, 8 Uhr abends. IX.. Türkenstraße 9. Mitgliederversammlung. — Der e i n A h a w a t h Z i o n, II., Kleine Zufahrtsstraße 160. Leute, 6 Uhr abends. Ausfchußsihung. Montag 8 Uhr Sitzung der Kuliurkommifston. — Zionist U ch e Bezirks» sektton W i e de n - M a r p ar eien. Dienstag den 11. d.. Uhr. im Sitzungssaal des Margaretener Pmpels, Ausschußsthung. Tagesordnung: Lerzl-Feier, Schekel. — Zionistiiche S u ge n d gruppe i3u 11ut f e ft 11 o n) XX.,flart Meißlstratze S. Keule. 3 Uhr nachmittags, Mitgliederversammlung. Sonntag den 16. d.» '/»8 Uhr abends, findet in der Tötznbeehaüe,' XX.. Denisgasse.. 33, eine Kerzl-Feier statt. Näheres stehe Inseratenteil. — F tt rs o r g e verern für die j ü d ts ch e. nicht volls innige Jugend. HI., Iuchgaffe 22 (Taubstummeninstitut). .. Montag den 10. d., 7 Uhr abends, im Turnsaal dcs ifraelilischen Taubstümmeninstitutes. M.» Luchgaffe 22, ordMiche Generalversammlung.