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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-08 · Heft 1234 (8.7.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1234 (8.7.1922)
Date
1922-07-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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TZ&Si Men, ^amsmg Wiener Morgenzeitimg. 8. Juli 192Z Seite 7 Die LeLerrsMiLLelÄt8vKte. Der Verkehr irt der Großmark'thalle bleibt infolge der anhaltend hohen Fleischpreise weiter schwach. Die Detailpreise blieben unverändert, nn Großhünbel haben sich Fettschweine um 100 K.. Kitze um 400 K.pro Kilogramm verteuert. Vön < auswärts sind gesterll. 10 Wagtzons mit Kälbern und Schweinen angekommen, von denen ein Teil aus Steiermark, ein anderer aus Jugoslavien stammt Auch amerikanisches Gefrier-Rindfleisch ist wieder eingetroffen. * Die GrünNmrennlärkte wiesen gestern gleichfalls schwa-. chen Besuch auf. Die Preise blieben nn grötzcn und ganzen auf der Höhe des Vortages, einzelne Artikel zeigen aber «sch weiter steigende Tendenz. Häuptelsalat und Fisolen habm im Vr<ne weiter angszogen, für KM mußten die Preise infolge des schwachen Absatzes im Großhandel von 3000 aus 1800 K. heruntl.1 gesetzt werden.. - Eier sind in genügenden Mengen angeboten, die Butterzufuhren haben etwas nächgelnsftn. Bühne mckOrmst. Wiener StadLtl-eater. Gastspiel Ferdinand Onno. Das französische Schauspiel' „D i e C r o b e r e r" von Charles Me re ist handfestes, grobschlächtiges Theater aus der Schule Bernsteins. Materialismus Und Idealismus werden gegeneinander losgelassen und der Idealismus siegt. Der Eroberer ist ein . im Kriege reich gewordener . Flugtechniker, dev rücksichtslos vorwärts str'ebert und rings alle Häuser aufkauft, um seine Fabrikanlage nach Wunsch zu erweiternd Ein verschuldeter Gras,,den Ferdinand Onno so fein und" vornehm spielt, daß man den furchtbar kitschigen Text überhört, den er zu sprechen hat, gibt sein altes, vom Urgroßvater ererbtes Palais nicht her. Dazu will ihn nun die expansinsbedürfte Flügzeugfirma mit brutalen Mitteln zwingen, .und die Sohne des Eroberers,. die ihren Vater an Skrupellosigkeit und kalten, Geschäftsgeist noch ' überragen, wissen. den Grafen beinahe kirne - zu machen. Wie dies schon r« solchen Dramen zu geschehen Pflegt, findet der Gehetzte jitft in der Tochter des Eroberers, der Schwester seiner saube- , ren Söhne, eine lichte, heldenhafte Helferin. Sie wird seine Geliebte und Gattin und weiß genteinsam mit ihm, da die Not am höchsten, den Väter zu bezwingen. Er gibt den beiden seinen Segen. / . Das Drama spielt nach dem Kriege und .schildert die gierige Plusmacherei, die über Leichen geht und rücksichtslos alle Kulturtverte zerstampft mit jener billigen,, aber.sinnfälligen Deutlichkeit, die das Tendenzstück als Erziehungsmittel für Borstadtbühneu immerhin geeignet macht. Freilich gehöre^ auch solche barbarisch schlechte Stücke zu den traurigen Folgen deS Krieges. Daß das Schauspiel in Paris einen, großen Erfolg gehabt haben soll,, ist auch keine sympathische Nachkriegserscheinung. — -Den Eroberer spielte Herr V. H. F'üch.s- Jelenski mit girier Charakteristik und' löblicher' Zurückhaltung, und sein^ ans der Art geschlagene Tochter Fran Laura- Zeller recht verdienstlich. Den beiden Edelsohneu (die Herren F u ch s und H o f b a u e r) wären schärfere..Konturen vorteilhaft gewesen. DaS'Publikum spendete starken Beifall. , O. A. ÄuS de» Theatsrn. . Irr der Volksoper gelaugt heute „E i >r e Nach: kn Venedig" mit den Gäfwn Fritz Schönhoff, I. Gnttmann und Franz Ionisch mrd in der' übrigen . Premierenbesetzung zur-Wiederholung. Beginn 7 Ühr. Im N a i m u n d - T h e a te r geht allabendlich, halb 8 Uhr, „D i e L i.eb e g eh t n m" mit Franz G lawats ch. und Pepi Glöckner in den Hauptrollen in Szene. . Spielplan der Bolksoper: Sonntag, halb 8, Uhr: „Cavalleria rusti.eana" — „Der Bajazzo". Tur-, ridu und Canio Herr Kammersänger Karl Jörn von der Metropolitanoper in New Aork als Gast, Honio Herr Sigrsinondo S a l e s ch i. — Montag, halb 8 Uhr: „H o f f m a n n s E r z ä h l u n g e n." Hoffmann Herr Anton L u d w i g vom Natlynalcheater. in München als Gast. — Dienstag, halb 8 Uhr:- „Nt a d a m e B u t t e r s l y." Linkerton Herr. Anton Ludwig vom Nationaltheater in München. — Mittwoch, 7 Uhr: „Aida," Radames Herr Kammersänger Karl Jörn von der Metropolitanoper in New Bork. \ Hagenbnnd. Der Künstlerbund Hagen schließt Samstag den 15. d. um 6 Uhr abends seine Frühiahrsaussteltung. . GerichLssaKL. Der „Volksstrrrm" freirfesprochen. Vor dem Schwurgericht wurde, gestern der dritte, politische Preßprozeß gegen den verantwortlichen Redakteur des Blattes „Volkssturm" Josef Germ durchgesührt. Den Vorsitz führte, wie in den früheren Verhandlungen, Vizepräsident Hofrat Dr. Habietinek,- die Anklage vertrat Hof», rat Formanek, die Verteidigung des Angeklagten führte Dr. Hans Kaufmann. Der „Volkssturm" ist wie die Anklageschrift sagt'— ein auf deut sch christlichan tisemitisch - nl o n a r ch i st i s ch e r Grundlage geführtes Blatt, das in leidenschaftlicher Form nicht nur die anderen politischen Parteien, sondern auch die gegenwärtige republikanische Staatsform bekämpft. In der Nummer vom 10. November 1921 erschien in dem monatlich dreimal erscheinenden Blatt anläßlich des dritten Jahrestages der Errichtüng. der Republik ein Aussatz, betitelt: „Oesterreichs Hoffnungstag", in dem ausgefnhrt War, daß „gesinnungsseste Altösterreicher diesen Jahrestag mit einer gewissen Befriedigung begehen können, denn, schändlicher hätte das Werk der hochver-rät krischen Juden und Ententemächte nicht abwirtschaften können, als eS geschehen ist". Wenn wir auch körperlich und seelisch, kulturell und wirtschaftlich unter.den „Folgen des Verbrechens vom 12. November" schwer leiden, das'wissen wir, daß unser Leid mnd unseres Volkes Leid nicht vergeblich ist^daß arrs ihnen die Erkenntnis, und. die Tatkraft herausreist, vor .denen däs .Trügwerk vom 12. Novemberzusammenbrecheu wlrdv Dann - wird. - die Republik, als „ein absurdes Machwerk von Verbrechern und Dummköpsen" bezeichnet, das an sich selbst zugrunde gehen maß. Im letzten. Absatz wendet sich der, Artikel gegen die „r e b e l l i s ch e n Ungar n", die ihren König, den Repräsentanten des Donaubundes, fremden j Leuten äusliesern. Damit wolle das Blatt aus: die . kurz vorj hergegangenen Ereignisse in Ungarn,auf die Gefangennahme des /Exkönigs Karl, durch ungarische Truppen ansprelen. Dieser Teil des Aufsatzes trug die Ueberschrift: „Das Bettlerjubiläum j der. Hungerrepublik". Die Anklage lautete auf Aufreizung Nach ' 8 65 a.' j Der Angeklagte erklärte sich in der gestrigen . Verhandlung für nichtschuldig, da er. den beanständeten Artikel nicht gelesen habe. Er wurde demgemäß freigesp'.-rochen. Der Äeseh; des Ivatt Hejjfss. Die Budaprster Prozeßkomödie. - Aus Budapest wird berichtet: <. Jin Laufe der vorgestrigen. Verhandlung gegen die Orgovanyer Mörder erklärte der Verhandlungsleiter, Majorauditor Dr. G y ö r s f y, - daß -der Gerichtshof insgesamt' 23 Zeugen vorgeladen habe, außerdem werden die schriftlichen Aussagen des Massenmörders Francia-Kis (derrechten -Hand - des Ivan Hejjas') und die des Ivan Hejjas verlesen werden. „Den letzteren," sagt? der Vorsitzende, „brauchen wir nicht weiter mit einer. persönlichen Vorladung zu b e l 8 st i g e n, da' er genügende . Aufklärungen in seinem schriftlichen Bericht erteilt hat." Trotzdem-sich, jeder Angeklagte auf die Mürdbefehle des Ivan Hejjas berief, hielt es'Weder der Staatsanwalt noch der Vertreter der Familien.der' Erckvrdeten,. Rechtsanwalt Doktor Dombovary, für notwendig, - die persönliche Vorladung des 'Räuberhauptmannes zu beantragen. Es war Nämlich, schon zu Beginn, der Verhandlung bekannt, daß die Angeklagten, das Gericht und Ivan Hejjas vereinbart Habens Ivan. Hejjas habe die Verantwortung für die Morde als B e f e h l s h a b o r aus sich zu nehmen, so daß die Angeklagten von der ^Anklage des Mordes t e tg e.f^ro^) c tt uttb: ..mtv wegen ,7lkebertretung. eins erhaltenen Äefehles" verurteilt werden können. Die, persönliche Verantwortung des Ivan Hejjas. bedeutet, das; die Massenmorde von Jzsak und Orgoväny nicht bestraft werden. Dieses Bewußtsein'ist auch im Ton des Briefes des Hejjas unverkennbar, der seine-Befehle zu entschüMgen überhaupt nicht für nöftg hält. Dieses Merkwürdige Schriftstück, ein geschichtliches Dokummt des neuesten Ungarns, lautet wörtlich folgendermaßen: ' . „Es dünktMir, daß. ich eimM Won Zbona eine Meldung, erhalten habe,, derzufolge die'Juden mit den.Rumänen verhandelt haben. Mein patriotisches Gefühl entrüstete sich dagegen. Ich befahl also Zbona und' Danr.cs, die, Juden KU verhaften und.hinzurichtdn. Zum Raub habe ich leinen, Befehl erteilt, im Gegenteil, meine Offiziere können es bezeugen, daß ich immer dagegen war, ungeschützten Bürgern ihr.Vermögengewaltsam wegzunehmen. Von rechtswidrigen , Handlungen weiß ich. gar .nichts, von EiEef'erUstg gMiMr.Corpora delicti auch michts. -. ' '' - . v a n H e j j a s." -' Der letzte.Satz^des BerichtLs.'Widerspricht zwar den Aussagen der. Angeklagten, trotzdem haben sie bei der.Verlesung des Hejjas-Briefes keine Bemerkung, kein'Wort fallen lassen, denn der Brief wirkte für sie als die Erlösung vom Todesurteil. Die Komödie der dreitägigen Verhandlung ist damit im wesentlichen beendigt-. Das Urteil kann' lauten, wie der Gerichtshof es zu' verfassen wünscht, ,den Mördern wird kein Haar gekrümmt werden. Dafür, sorgt Hejjas, der die Verantwortung stolz aus sich -nimmt, und wenn Hejjas dafür sorgt, .wird'auch sein Freund, Horthy, entsprechend handeln. . Der Prszeß gegem Äe« Gngliinder * ' . BevM. . Die Verhandlung gegen den in Wien verhafteten englischen Versicherungsgesellschafts-Direktor-und Leiter der Börsenfirma Ellis und KoMP., Gerard Leo Bevan, der durch betrügerische Manipulationen beide Institute um drei Millionen Pstmd geschädigt hatte, findet kommenden Mittwoch vor dem Strafgerichte - statt. Bevan Hai sich in Wien wegen Falschmeldung und Gewalttätigkeit gegen Polizeiorgane, die er niederznboxen suchte, zu verantworten und wird stach verbüßter Strafe an die englischen Behörden ansgeliefert werdest. Volkswirt. ÄesLömpelts Grotte - Äuszahlttng Wien - Ksrrssrmz -er Zn Zürich notiertediö österreichische Kronr . . . — ' die österr. gestempelte Krone. —. die ischechitchr. Krone . . . . 10 die Mark . . . . .. . . . . 1 Agram. ... . . 1 Sosia »«»»,««» » » 3 Budapest. .. .. . Warschau < ..... . . - C'ettLlmes. - ^-.02^2 Centimes. Aetchsmark.' 22.894 K. (gegen 21.594 K. am IS. Juni), Pf««» 102.675 K. (gegen 97.175 K.), Schweiz e r Franker. 4390 K. (gegen 4123 K.), ^tschechische Krone« 484.65 K.' (gesten 419 KI. Diejenigen Zahlungsmittel, welche gestern, in Zürich schwächer warm, vor allem Reichs-. mark, polnische Mark, französische Franken, Lire, ungaL Kronen und Lei waren zwar gegenüber dem Stande vom Donnerstag höher, doch haben sie den Stand vom 12. Jun? nicht erreicht. Die österreichische Krone selbft blieb in Zürich unberändert, die Hausse der WestdevisM zeigte jedoch, wie sehr das Schicksal der österreichischen Krone von dem der Mark abhängt. ' Bei der gestrigen Hausse ttahm die tschechische Krone eine Sonderstellung ein, die dadurch bedingt würde, datz die Devise Prag, die einzige war, welche in Zürich höher bewertet wurde und um 40 Punkte auf 10.50 gestiegen ist, Die internationale Spekulation scheint sich im Hinblick auf die kürzlich verössentlichte günstige tschecho-slowakische Handelsbilanz sÜr die tschechische Krone z« interessieren, woraus sich die gestrige Kurssteigerung der tschechischen Krone in Zürich erklärt. Die Rückwirkung auf den Wiener Platz konnte unter solchen Umständen nicht aüsvleibew Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Veröktent!iettun§ cter Devisenzentrale : vom 7. Juli 1922. ‘ Zahlungen) Antstc^dam 1. 1 .holl. Gulden Agram 1 jug. Kfoneu . . » Belgrad 1 Dinar . . . . * Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei . . . . . . Chrlstiania 1 norweg. Kronen im Zlrisfuß 6eld Kurs v. 6. Jafif Ware Geld .War» . 4'/, 6947.50 8952.50' 8147.50 8152.50 . 6 66.77 66.73- 62.97 63.03 . 6 266.38 266.62 251.88 252.12 . 5 44.20 44.30 46.70 46.8C . 4'/. 1734^30 1735.50 1629.50. löSOioC . N 17.945 18X05 , 17.97 18.03 28Y1.— 3474.—! 3476.- -- . ü'/j, 3849. Kopenhagen 1 dänische Krönor . 5 4848.75 4851.25 4448.75 4451.25 London 1 Pfund Sterling . . , 3V. .102.675 102 725 ' 93.375 93.425 - “ 5Vä 3498.75 3501.25 3273.75 3276.21 . 6 1016.70 1017.30 959.70 ' 950.30 . 4 23.044 5 . 5 OVä 144.95 Madrid 1 Pesetas Mailend 1 Lire . . New York 1 Dollar . ♦ , Paris 1 Francs ' . . . . . Prag 1 tschccho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa 23.056 21.094 21.165 1839.50' 1840.50 1719.50 1720.50 .484.90 -485.10 421.90 422.10 145.05 137.95 133.05 Stockholm 1 schwedischeKronor . 5 5948.50 5951.50 5423.50 5426.50 4.47 - 4.36: 4.40 Warschau 1 polnische Alark cv , 7 '4.43 .... _ _ Zürich 1 schweizerische Francs . 3V» 4398.75 4401.25 3M8.75 4C01.25 Noten 22894.— 22906.- 20944.-' 20956.- 22794.- 22806.- 20844.- ' 20856.- 1724.50 1725.50 1614.50 1615.50 143.95 144.05 ' 135.45 135.55 132.95 133.05 4828175 483L25 4403.75 44C6*25 93.175 93.225 1829^50 183ö!50 ITIöIöO 1720^50 8897-50 8902.50 8097.50 8102.50 1004.70 1005.30 949.70 950.30 ,285.38 266! 12 251*38 23^62 . 251.03 -251.27 . 3811.— 3439.— 3441.- .40 4.44 4.315 4.355 •027s.(—.02s/a am 6; 9uli) 02s/4 (-.087, am 6. 3uli) .50 - (10.10 am 6. Juli) 0>V4.( 1.20 dm 6. Öuli) .58Vs (1.62‘/8 am 6. Sulij .45 ( 3.40 am 6. Juli) .41 (—.45 am 6. Juli) .ioy, (-.11 am 6' Juli) Reüerttche SLeigerung der - HMten- - t Kurse. - - i.' Der neuerliche Stürz der Wchsmark, die gestern ui Zürich aus den Tiefstand von 1,v2.5 gefunken ist, ver-i lieh dem Verkehr öüf drin hiesigen Valutenmarkt das Gepräge. Schon bei der Crösfnung Men große Kausaufträge für deutsche Rechnung vor, was eine enorme Steigerung der We sitze Visen und der tschrchischen Krone hervorries^ zuwal deL Pachsratze nur geringG' Arigevot gegenttberstand, so daß die Ware nur unter erheblichen Prekskonzessionen zu erlangen war. Das Geschäft gestattete sich bei steigenden . Kursen dennoch tNhig. In Westdevisen und in tschechischen Zahlungsmitteln sind die HMtkurie vom L Lnni überschritten worden. Dollar Amerika».-Noten v.' 5 Dollar aufw, „ M kleinere ... Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva < « .. 100 . w : n - kleinere . . . Dänische Noten 1Ö0 Kröner . , Deutsche Noten zu 1000 Mark. . . * .* 100 . . ,- v „ kleinere.. . . . Engl. Nöten von 5 Livrest. au!w. „ „ kleinelje ... . , Französische Noten 100 Francs . I-Ic'.l.ndiSClie Nöten 100 Guldeh . Italien isclie Noten v. 100 Lire aufw. ff ff kleinere . . . lugosl. Notenungesti zu 1000 Dinar » ' » n » 100 ff ■ „ kleinere . . Nonveglsche Noten lOÖ Kfoiier . ■ 3809. Polnische Noten v. 500 Mark auiw. 4. ■ kleinere-.- . . . , . —^ .. —.-7- PumünischeNoten zu 1000 u. 500Lei 132.94 133.06 124.44 124.56 •„ kleihere . — i- — Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel — » ■ » " n n 100 a —»— “•'7" . . kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . 5888.50 5851,50 5398.50 5401.50 Schweizerische Noten 100 Francs 4383:75 4385.25 3973*75 3976*25 Spanische Noten 100 Pesetas . . - 3233.75 3236.25 Tschecho-slow, Not. v. 1000 aufw. 484.65 484.85 421.90 422.10 . ■ ’ . kleinere . . 484.50 484.70 — Ungar, Noten (neue Eni.) zu 1000 Kr, 18.22 ' 18.28 „ zu'10.000 Kr. » . . — » , kleinere . .... Wiener Börse. Nordbahn 2,300.000. Ausgehend vom Valutenmarkt waren valutarrsche Pa» Piere rege gefragt und höher. Im Mittelpunkte, des Verkehres standen Süd bahn-Prioritäten, die trotz der Versorgung wahrend-der ganzen Börsezeit zu steigenden Kursen ausgenommen wurden und nachbörslich sprunghaft aus 148.000 hinäufgegancsen sind. Die starke Nachfrage hatte ihren Grund in Mit aller Bestimmtheit anftastchenden Gerüchten, wonach in Venedig ein Uebereinkommen über die Südbahn unterzeichnet worden ist, und zwar derart, daß eine Garantie von 110 G üdkroaen mir einer äprezentigen Verzinsung vorgesehen sei. Rima- und Salgo-Kohlen wurden abermals für ungäriiche R--chmmg aus dem Markte genommen, tschechischen Effekten kam die Steigerung der tschechischen Krone zugute. In der Kulisse stiegen u. a. Zivnostenska um 30.000 K., StaatsbaPt um 10.010 K., Poldihütte um 26.400 K., Skoda um 31.000 K. und Timber lim 5500 K. Im Schranken besserten sich die Aktien der Oesterk.- ung'ar. Bank um 4000 K>, Böhm. Unionbank um 31.000 K., Adria um 35.000 K., Aussig-Teplitzer um 59.000 K., Buschtiehrader lu. A um ir'Ü.QOO K., Königshofer um 41.000 K., Pilsner Brau um 100.000 K., Aussig chemische um 40.000 K., Helios um 39.000 K., Berg und Hütten und Prager Eisen um se 50.000 K., CoLnmvos um 70.000 K., ^Tarbouches um 98.000 K., Denes und Friedmann um 13.000 K. und Schüller Zucker um 155.000 K. Oesterreichische Werte waren vernachlässigt und teilweise. Mvacher. Aus dem Rentenmarkte stieg die Februar-Reüt^ um 270, dagegen verloren österr. Goldrente . 2000, österr. Kroneü-Rente 40, Uüg^r.GoU-Rente 1150 und Ungar. Köei cn- Rente 200 Prozent. Kriegsanleihen wurden billiger, abgegeben. Auf dem Exoten.markte waren: Armaturen 9000 bis 10.000, Chemosan 2700 bis 3000,. Mrasnica 10.000 bis 10.200/ Steirische Kohle 2700 bis 8Ö00, Steirische Magnesit 17.500 bis 18.200,. Vaterländische Bau 3100 bis 3300 und Bereinigte Spiritus 86.000 bis 98.000. - Bankenvertreter beim Finanzminister. HM« voknüttags begibt sich ein« Deiegaiio» des Bnbaudes der Banken und Kommisswnsfirmen zum Finanzmimster Segur, um chm ihre Wünsche hinsichtlich der Zeichnungen auf die Wien der neuen Notenbank und die Zwangsanleche vorzubringen. Wie wir ans bester Quelle erfahren, besteht keine Aussicht daß 50 Prozent dör'-Zeichnüngen für

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