Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1234 (8.7.1922)
- Date
- 1922-07-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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^4*8* Gien, SawStag m-s Besorgnisse wegen des Mark- Kurzes- Lotchch, 7. Juli. (WM) Beim Empfang eia« Deputation von Baumwollspinnevn äußerte Lloyd George gestern schwere Bedenken über den Sturz der Mark in Dautschland. ^)a "die deutschen' Arbeiter um 60 Prozent geringere Löhne erhalten als die englischen feien gefe^^« geberische Maßnahmen in Großbritannien gegen die verhmrgnisvolle Konkurrenz notwendig. Das Sowjetbudget im Haag. Haag, 7. Juli. (Havas.) Die Unterkommission für die Schulden hat die Budgetvoranschläge Sowjetrußlands geprüft und festgestellt, daß es schwierig sei, eine ernste Meinung über die vorgelegten Ziffern zu äußern.Nanlentlich wurde bezüglich des Post-, Telegvapheir- und Telephonwesens betontdaß das russische Budget Einnahmen tarn 296 Millionen Rubel für eine Rechnungsperiode von neun Monaten vorsehe. Unter Zugrundelegung der Einnahmen der ersten drei Monate könne jedoch die Gesamtsumme der Einnahmen 25 Millionen nicht übersteigen. Die Schaid am Kriege. Die französische Kammer hat eine zwei Tage lang' dauernde Debatte über die Schuld am Weltkrieg durchgeführt. Die Debatte war von kommunistischer Seite begonnen worden, die in den Angriffen auf Poineare so weE ging, daß es diesem leicht war, unter Anrufung des Pariotismus alle Schuld von sich abzuwälzen. Die Debatte endigte bannt, daß die Äannner mit 532 gegen 65 Stimmen der Regierung das Vertrauen votierte. Tagesbericht. Der Patriotiswus der „Bode«- ständigen". Im gestrigen „Rerchspost"-Feuilleton werden als Beweis, mit'welchem. Ueberschwang der Urwiener einst dem Ueberschwange seines stolzen Heimatsgefühls Ansdruck gab, die Verse zitiert: „Daß i stirt möcht' von Wien — kummt mir niemals in Sinn." Köstlichevweise ist dieser Urwiener, der sich mit den zitierten Versen das Wohlgefallen des chtfftlichsozialen Organs erwarb, der — Jude Krakauer, der eine ganze Menge einst in Wien lsehr populärer Couplets gedichtet und in Musik gesetzt hat.. Sie gehören zu den Perlen der Wiener Volksmusik und haben als solche auch Aufnahme in die unter Doktor > L u e g e r von der Gemeinde Wien herausgegebene Sammlung gefunden. Sie atmen alle den glühendsten Wiener >Lo!alpatriotismus. — Ein ganz anderes Lied hört man von den im Sinke der antisemitischen' Raffentheorie in Oesterreich einzig und allein „Bodenständigen". So bringt die „Linzer Tagespost" vom 30. Juni aus Mauerkirchen I Jnnvrertel folgende erhebende Schilderung: Gestern fand beim Spitzwirt einPreistanzen statt, zu dem sich 19 bäuerliche Zechgesellschaften aus den umliegenden Pfarreien emgofnnden hatten. Die „Butzen" hatten auch ihre Holden bei sich, so daß über 500 Personen zum.Tänzen, kamen. Es wurden Landlertänze aufgesAhrt. Die Mänghamer Zeche aus der Pfarre Weng erhielt den ersten Preis. Die rötlichen Preise holten sich die Harhamer und.die'Mobsbacher Zeche. Trotzdem der Wirt den Liter Bier mn 700 K. ausschenkte, konnten er und seine Bedienung nicht genug auftraaen. Auch die Leitung des Preistanzes machte ein gutes Geschäft, indem sie für jedes Bändchen 300 K. bekam. Bei dieser Tanzerei schneuzte sich ein:bäuerlicher Teilnehmer in drei Tausendkronennoten und warf diese dann auf die Straße.'Ein anderer Bursche, angeblich ans der Treubacher Gegend, zerriß eine Zehntause^dkronermote in - Diese charakteristischen Vorgänge zeigen, wozu die christlichen Bauern das Geld, das sie der christlichen Regierung beharrlich verweigern, eigentlich brauchen. Weniger deutlich erhellt aus ihnen die läuternde Wirkung des Arierparagraphen, der im Jnnviertel gegen Sommerfrischler und Touristen besonders radikal angewendet totefc.. Verein „Jüdische Kinderfrennde". Der Kampf, den auch dieser Verein infolge der allgemeinen Verhältnisse um seine Existenz zu führen hat, gestaltet von Woche zu Woche schwieriger, und trotz aller Mühen tzuid Sorgen, die sich die Vereinsleitung gibt, trotz mancher »Entsagungen, die sich eine opferbereite. Lehrer- und Helserschaft äuferlegt, schien in den letzten Monaten mehr als einmal die Mtastrophe unabwendbar. Jnnner wieder waren es einzelne Gönner — clllen voran stets Herr Ob er rab b in er Dr. Chajes — die im letzten Moment das Aeußerste abfvenbeten. Die gwße Wiener jüdische Mgemeinheit 'hat.' ihre Pflicht gegenüber ihrer größten jüdischen Erzichungsinstiiutio^ nur äußerst mangelhaft erfüllt, die in sieben Tageshetmstatten, ,wei Kindergärten und einem Mädchenabendheim 1200 bis' 400 jüdische Kinder der Verrohung und den Gefahren er Straße entzieht und jüdischer Erziehung, gesunder Erholung und-Ernährung teilhaftig werden läßt. Die Wiener Judenschast könnte von/den amerikanischen Vrüdern ckern^ll Wieder war es ein' jüdischer Kinderfreund. mr Amerika, Herr Ber.nard Goldman ans Cincinatti, »er, nach eingehender Besichtigung des ' Hemrstättenüetriebes >er jüdischen Kinderfteunde, entzückt von dem tüchtigen Stück irdischer Erziehungsarbeit, die sich ihm da offenbarte, vor einer Abreise der Leitung den Betrag von 150 Dollar als Resultat Geister Sammlung unter amerikanischen Kmderreuuden'Übergab, und zwar Vernarb Goldman 60 Dollar, Mstla G o ldm an 36, I. L eitz el 25, S. G ut tst er sind bro. 26. Mrs. Mumie Gold bürg 86, Leöpold Joseph Wiener: Morgenzeitung. Letzte Uachrichten. Eine Niederlage des Kabinetts TliWinskr. Rücktritt der Regierung. Warschau- 7. Juli. (Priv.) Im Sejm wurde heute die Debatte über die Regierungserklärung zu Ende geführt. Der Antrag der Rechtsparteien, die E rkläLungen des Ministerpräsidenten Sliwinski nicht zur Kenntnis zu nehmen und der Regierung das B e r trauen n i ch t au s z u s p r e ch e n, wurde mit 201 gegen 195 Stimmen angenommen. Die Regierung hat demissioniert. Als eventuellen neuest Ministerpräsidenten nennen die Abendblätter den ehemaligen Minister Kucharz e w s k i. 10, I.. L a z a r u s 10, S. A. S u n s h i n e 10 und E. H. S U n s h i n c 10 Dollar. Die restlichen 60 Dollar' wendete Herr Goldman dem orthodoxen jüdischen Waisenhaus in Baden zu. Möge diese Hilfsbereitschaft amerikanischer Brüder auch unseren wohlhabenden Mischen Mitbürgern ein Ansporn sein, des Vereins Jüdische Kinderfreunde, 2.* Bez., Obere Doncmstraße 91, zu gedenken. Unsere. Administration ist gern bereit, Spenden zu übernehmen. Bankier Kahn für die österreichischen Kleinrentner. Eine Spende von zehn Millionen Kronen. Bundeskanzler Dr. Seipel erhielt von Mr. Otto H. Kahn, dem bekannten amerikanischen Financier, der kürzlich in unserer Stadt getveilt hat, den Betrag voll zehn Millionen Kronen Mr eine Wohltätigkeitsaktion zugunsten hilfsbedürftiger Kleinrentner zur Verfügung gestellt. Der Bundeskanzler überwies diesen Betrag an das Bundesministerimn für soziale Verwaltung zur, Durchführung der Hilfsaktion. Bundes minister Schmitz verständigte sich heute mit dem parlamentarischen Komitee', das sich vor einiger Zeit zur Unterstützung der Kleinrentne'x aus Vertretern aller parlamentarischen Parteien gebildet hat. Im Einvernehmen - mit diesem parlamentarischen Komitee wurde ein Verteilungsschlüssel sestgelegt. Bundesminister Schnritz hat. die nötigen Anordnungen getroffen, daruit die hochherzige Spende den hilfsbedürftigen Klemrentnern unverzüglich zugänglich gemacht wird. Nene Kohlenpreise. Ad 8. d. gellen Mr oberschlesische Kohle und Koks nachfolgende Preise ab Wien-Nordbahnhos: Grobkohle per 100 Kilogramm in Fuhren 14.580 K (bisher 10.926 K.), Kohle in Säcken per 100 Kilogramm.15.436 & (bisher 11.632 K.). Koks per 100 Kilogramm in Fuhren 25.077 (bisher 17.8H4 K.), Koks per 100 Kilogrammin Säcken 25.932 (bisher 18.470 K.). Zu diesen Preisen kommen (gültig bis 30. November d. L.) 1167 K. per 100 Kilogramm Zuführspesen, so daß sich 1 Kilogramm Kohle auf 166 K.» 1 Kilogramm Koks a uf 2 71 K. stellt. , i 3m Detail wird sich ein Kilogramm Kohle auf 168 bis 170 K. stellen. Als Grunde für'die steuerliche wesentliche Verteuerung Der Kohle und des Koks wird die Erhöhung der .Köhlenkonventionspreise^ die LSprozentige Erhöhung der deutschen 'Vorsracht bis Oderberg und das rapide Kmauffchnellen des Kurses der. tschechischen Krone bezÄchnet. Gr ist klar, daß der» artige Kohlenpreise aus die Tarife auf den Bundesbahnen, der elektrischen Straßenbahn, des elektrischen Stromes, des Safes (wofür im besonderen Ostrauer Gaskohle benötigt wird), auf alle Zweige unserer Industrie usw. in der empfindlichsten Weise rückwirken 'müssen. . Frrw Kapitel FrarrenstndiUM. Von Dr. m-ed. Olly Manheimer (Frankfurt a. M.) - - Es ist leicht ff« oberflächlich Urteilende, die Frau auf ihr naturbestimmtes Gebiet, Ehe und Mutterschaft, zstrückzuwersen, und es ist wahr, daß sie dort ihre besten Sttäste entfaltest kann. Keine Frau wird das leugnen "und keine Frau wird abstreiten," daß ihr tiefster Wunsch diesem Ziele zusteuert. Aber die Frauen wissen, wie furchtbar es ist, einonr Manne zu folgen, der ihr Wesen nicht fast, sie wissen um. da? Quälende der Abhängigkeit bon. einem Manne, den sie nicht voll und ganz bejahen, sie ahnen das Vermchtende eines 'Nebeneinanderlebens zweier Menschen, denen das gegenseitige innere Verständnis fehlt. Sie haben gelernt, kritisch zu sehen und zu handeln. Sie haben nicht verlernt, zu lieben, aber ihre Liebe ist nicht mehr blind, sie ist tiefer begründet und deshalb schwerer erweckbar. Sie suchen und finden schwer. Solche Frauen sind heute nicht vereinzelt, die Zahl dieser Frauen steigt mehr und, mehr, u«b damit der Prozentsatz der Frauen, denen die Ehe aus diesen innersten Gründen verschlossen bleibt, die aber ei-n Uebermatz fruchtbarer Energien in sich tragen, die irgendwie ausfließen und. besiiedrgt werden muffen. And je größer die Zahl der unter der quälenden Unbefriedigthert leidender Frauen ist, desto bewußter kämpfen sie gemeinsam, unt Betätigungsfelder für .ihre innere,, in ihnen ruhende Äktivität. Sie verkünden die Erkenntnis, daß. ihre geistige Fähigkeit.hen Zwecken der Natur entsprechend wohl anders, aber nicht weniger wertig sein kann wie die des Mannes. Es wird niemand bestreiten, daß die Frau, die sich körperlich ganz anders und zu ganz anderer Bestimmung entwickelt wie der Mayn, auch , psychisch verschieden sein muß, denn Körper und Seeke stehen in. einer naturnotwendigen Wechselwirkung. Ist. mm die Bestimmung und Bedeutung der Frau die Mutterschaft,; so muß ihr ganzes Jnstinktlebeu auf dieses ZiÄ gerichtet sein. Eine mütterliche Seele ist, da die Natur sie zur Ueberwachung der beginnenden Entwicklung eines Menschen eingesetzt Hat- .groß ,' rm Erfassen geistiger Bewegung. Und vWeicht liegt gerade darin die Bedeuttlng der studierenden Frau für die Allgemeinheit, daß sie weniger systematisch in logischer Weise verbindend, sorchern instinktmäßig erfaßt und verarbeitet. . - Es ist' naheliegend, daß Frauen, denen'. ihre Ustaüßgefülltheit mü» Leere bewußt sind, durch intellektuelle Studien gelockt werdew am. stärksten durch ästhetische und literarische. Ja, hätten die Frauen sich aus die pädagogischen und schöngeistigen 8. Juli 1922 , nte o ---—-.. ■ — ---V Zweige der Wissenschaft beschränkt, dann wäre die Opposition. gegen das Frauenstudium auch sicher nicht so stark und hartnäckig geworden. Hier aber komtnen wir zu dein wunden Punkt in der Frage: All diese'Studien sind größtenteils brotlos. Die materielle Unabhängigkeit und die Not der'Zeit aber zwingen die Frau zu Konzessionen in der Wahl ihres Studiums, die materielle Möglichkeit wird der bestimmende Faktor, und so ist durch den Zwang der sozial ökonomischen Verhältnisse die in sich selbst begründete und von einzelnen tief innerlich erfaßte Idee der Emanzipation entstellt und von der Masse ausgegrifsen, verflacht worden. Sie ist fast ganz zu einer Ernährungs- und damit Konkurrenzfrage geworden.- Darüber vergessen so viele, daß anfangs und im wesentlichen die Emanzipation und das.Frauenstudinm eine rein menschlich begründete, über den zeitlich veränderlichen Lebensverhältnissen stehende Lebensbehanptung ist: die Erkenntnis, daß die Frau das Recht hat, sich zu einenr bewußten und kritikfähigen Menschen . zu erziehen, damit nicht auch weiterhin schöpferische Kräfte in der Frau unterdrückt werden, die der Befreiung wört sind. WieKer GeMeiAderat. (S i tz n n g a m 7. I n l i.) Der erhöhte Stratzenbayntarif angenommen. — Ab 12. Juki eine Stratzenbahnsahrt 260 Kronen. Eine sogenannte „interessante" Sitzung, das zeigt die gut besuchte Galerie, die sich von solchen Sitzungen immer eine „Unterhaltung" erhofft. In dieser Erwartung wurde aber die Galerie enttäuscht, obwohl als wichtigster Gegenstand auf der Tagesovdtmng die Erhöhung des Straßen bah ntarifes, der neue Kollektivvertrag mit derr Straßenbahnern standen und selbstverständlich der beendete Straßenbahnevstreik einen breiten Raum im Rahmen der Beratung einnahm. Stadtrat Speiser , erstattete in dieser Frage ein umfaffendes Referat, in dem er die Vorgeschichte der Entstehung des Streiks und die VerhaMungen mit den Bediensteten schildert und die Bestrebungen der Gemeinde nach Abbau von Personal und Jntensivierlmg der Arbeit, ivelche während des Streiks von uns wiederholt besprochen wurden, darstellt. Er erörtert die Zugeständnisse der. Genreinde an die Äraßenbahner einerseits und andererseits wieder die Vorteile, tvelche der Gemeinde aus dem neuen-Vertrage erlvachsen. Ganz besonders groß sei der Vorteil bezüglich, des Abbaues des Personals, bemt er betrage 23 Prozent. Allerdings, eine Erhöhung des Tarifs von 150 K, a a f 260 K. war nicht zu umgehenda die materiellen Zugeständniffe an die Straßenbahner dies Notwendig machen, denn der Wochenlohn des Straß'enbahnschaffners und -Motorführers betrage bei Ausnützung der achtstündigem Arbeitszeit 63.000 Kronen. . . In der Debatte erklärte der^ Chrrstlichfoziale K u nf ch a k, die Behauptung, daß. die Christlichsozialen den Streik unterstützt hätten,, für glatt erfunden. Sie hätten pur „Gewehr bei Fuß" gestcnrden und der Entwicklung des Streiks zugeschen. Schließlich versüeg sich Künschak zu der ungeheuerlichen Behauptung, daß es sich der Gemeinde Wien bei dem Streik gar nicht um die Jntensipirung der Arbeit gehandelt habe. . Die Gemeinde habe die. Oeffentlichkeit getäuscht, weim sie behauptet, daß die Bediensteten gegen die Jntensiviemug seien. Denr Christlichsozialen erwiderte der Sekretär des Verbandes der Handels- und Transportarbeiter Gemeinderat Weigl, der aus den demagogischen Charakter dckr Kunschakfchen Ausführungen hinwies. Die Christlichsozialen hätten sich zu früh gefrtzut, zu früh frohlockt, das werden die nächsten Wochen schon' zeigen, die Organisation sei nicht zusammengebroche.n, wie Kunschak schadenftoh behauptet, "sie stehe f e ft e r d e n n j e. In seinem Schlußworte widerlegte Speiser unter großem Beffall der Majorität alle Anwürse der Christlichsozialen. Hierauf referierte Vizebürgermeister Emnrerling über die Erhöhung des Fahrpreises auf den Straßenbahnen auf 260 K., die als ein Folge deS neuen Kollektivvertrages mit den Straßenbahnern sich ergibt. Der ReftreNt begründet eingehend die Erhöhung und bittet schließlich um die Bewilligung. Gemeinderat R u mm e l h a r d t übt scharfe KrM an dem Referat und bezweifelt die Richtigkeit der Kalkulatton. Schließlich wird die Erhöhung des Straßenbahntarifes auf 260 K. nnt, den Stimmen .der Majorität angenommen. Hierauf gelangte ein Antrag betreffend den Bankkredit Mr die Land- und forstwirtschaftliche Betriebsgesellschgst — die Gemeinde übernimmt die Haftung bis zu 85 Millionen Kronen — zur Annahme, ebenso jener betreffend die Herstellung und Benützung von Dachboden w o h n u n g en, ' worauf die' Sitzung. geschlossen wird. ... / ' Die EnergieporrKLe der Erde. Die Untersuchungen Svante Archenius. Der berühmte Gelehrte Sv ante ArrheniuS» der sich eingehend mit den Energiefragen. der Welt be« schästigt hat, fällte kürzlich ein . ziemlich peffünfftisches Urteil üher die Energievorräte, die unserer Erde zur Verfügung stehen. Me Heinrich Lux in den „Sozialistischen Monatsheften" berichtet,, ging er von den Zustrurmerchängen der einzelnen Energieformen mit der Sonnenemrgie aus. Bei diesen Äufftellungen ist natürlich mit ungeheuren Zahlen zu rechnen, und Archenius. setzte daher als Einheit eine Billion Kalorien. Bon dieser Größe kann man sich folgeichermaßen eine Vorstellung machen. . Eime Kalorie ist diejenige Wärmemenge, die aufgewandt werden muß, um l Liter Waller m, 1 Grad des. IWeMen TüßMo-