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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-07 · Heft 1233 (7.7.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1233 (7.7.1922)
Date
1922-07-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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erene * cyert, ^abakfabrikate durch msuche Trafikanten. Diese unerquicklichen Verhältnisse, welche begreifliche Mißstimmung der Raucher hervorzurufen geeignet sind, kann die Tabakmonopolverwaltung so lange nicht verhindern, als jede Tabakpreisetchöhung von langer Hand vorbereitet werden mutz. Gegen allzu arge Auswüchse der Tabakhamstcrei kann sich aber das Publikum selbst zur Wehre setzen, weil jede Trafik derart beliefert ist, datz sie jedem Stammkunden — er mag noch im Besitze der Raucherkarte sein oder nicht — die ihm gebührende Wochenmenge (6 Virginier und 30 Zigaretten oder 6 andere Zigarren und 86 Zigaretten oder 69 Zigaretten oder 2 -Päckchen Zigarettentabak oder 100 Gramm Pfeifentabak) und außerdem eine Zubuße von 25 Stück Zigaretten in jeder Woche geben kann. Erhält der Stammkunde diese Wochenmenge nicht, dann soll er sich sofort bei der Finanzbezirksdirektion oder bei einem Steueraussichtsamte (Finanzwache) unter Angabe seines Namens und der Trafik beschweren, um der Behörde die Möglichkeit zu geben, gegen die unzulässige Benachteiligung des Publikums einzuschreiten. Für Personen, welche nicht in der Liste der Stammkunden einer Trafik eingetragen sind, erhält diese Trafik derzeit allerdings keine Tabakfabrikate. Es ist auch vorgekommeu, daß Tabakverschleitzer höhere die vorgeschriebenen Preise für Tabakfabrikate eingehoben haben. Insbesondere wurden für gewöhnliche Aeghptische Zigaretten 3, Sorte (82 K. pro Stück) die für Export-Aegyptische Zigaretten 3. Sorte (mit Goldäufdruck) festgesetzten Preise (50 K. pro Stück) gefordert. Auch solche Fälle sollen soforj angezeigj werden, um den Behörden ein Einschreiten.gegen den betreffenden Verschleißer zu ermöglichen. Der Schimpanse als Menscherrverjünger. Das von Prof. Steinach in Angriff genommene Problem der menschlichen Verjüngung beschäftigt auch in Paris die Aerztewelt und die große Oeffentlichkeit. Vor kurzem hat sich in Paris der bekannte amerikanische Finanzmann Mac Cormick einer interessanten Operation unterzogen: Es wurden ihm nämlich Drüsen eines anderen Menschen eingeimpft, welcher von ihm die entsprechende Entschädigung erhalten hatte und die Aerzte verbreiten die Nachricht, daß sich Mac Cormick des besten Wohlbefindens erfreut und bald das Spital verlassen können wird. Der bekannte russische Gelehrte Dr. Woronoff äußert sich bei dieser Gelegenheit, einem Vertreter der Pariser Presse gegenüber, über die von ihm seit einigen Jahren vorgenommenen Drüsenpfropfungen dahin, daß der volle Erfolg solcher Operationen sich erst nach drei Jahren einstellen könne und dies sei auch der Grund, weshalb er gezögert habe, der französischen chirurgischen Gesellschaft seinen Bericht vorzulegen. Dies soll nunmehr im Oktober erfolgen und bei dieser Gelegenheit soll eine derartige Operation vor dem Mitgliedern der Gesellschaft vorgenommen und ihnen eine Anzahl von verjüngten Patienten sowie verschiedene Photographien vorgeführt werden. Dr. Woronoff verwendet gegenwärtig, wie er sagt, verschiedene Arten von Drüsen, welche er Schimpansen entnimmt, die er aus Afrika erhält. Der Erfolg seiner Operationen habe ihn überzeugt, daß die Organe des Schimpansen völlig in den menschlichen Körper verpflanzt werden können und er unternehme gegenwärtig verschiedene Experimente in dieser Richtung. Der Schimpanse ist die einzige Affenart, die für diese Operationen verwendet werden kann, weil er in seiner Konftil-utitm dem Menschen ungeheuer ähnlich ist.-Seine Organe find denen des Menschen beinahe gleich und das menschliche Blut kann von dem des Schimpansen nur schwer unterschieden werden. Leider aber kostet ein junger, gesunder Schimpanse einige tausend Franken, welche Lasten der Forscher allein trägt. „Ich habe niemals Anspruch darauf erhoben," meint Dr. Woronoff, „einen Greisin einen Jüngling zu verwandeln, welcher auf Bäume klettern und Tango tanzen kann." Sein Streben sei darauf gerichtet, daß das Leben eines Alten um 20 oder 30 Jahre verlängert und sein Organismus gekräftigt werde. Der Mangel an Schimpansen beschränke leider die Zahl seiner Operationen, da er dieses Material schneller verbrauche als es rbm dir Afrikaner nachliefern können. Eine aMeriks«isch-jüSische Stsrdrerr- KSMMMsn für Errrspa. Dss American Jewlsh Relief Committee entsendet eine aus führenden, jüdischen Persönlichkeiten bestehende Studienkommission nach Europa, um sich von den Ergebnissen des amerikanisch-jüdischen Hilfs Werks in Europa persönlich zu überzeugen, da für dieses Hilsswerk bisher 60 Millionen Dollar verausgabt wurden. Die Kommission wirdauch die weiteren Bedürfnisse der Waisen und Flüchtlinge untersuchen. Die Entsendung dieser Kommission erschien um so notwendiger, als die Berichte der „Joint"-Bertreter in Europa übereinstimmend eine entschiedene Verbesserung der jüdischen Lage in Polen, Rumänien, Litauen und Lettland konstatieren, während die vier Millionen Juden in Rußland und der U k r a i n e in äußerster Not leben und dringender Hilfe bedürfen. Der Kommission gehören an: Der Vizepräsident der Metropolitan-Lebensversicherungsgesellschaft Doktor Frankel, der Vorsitzende der soeben abgeschlossenen 17 Millionen-Drives für den „Joint" Mr. David Brown, der Professor für Medizin an der Harvard-Universität Dr. Milton Rosenau, der Leiter der New Uorker „Joint"-Sammelkampagne David Breßler, der bekannte Philadelphiaer Staatsanwalt Mr. Morris Wolf und der New Aorker Bankier Herbert Lehmann, der dem Wiederaüfbaukomitee des „Joint" vorsteht. (I. L. B.) Et«? Schießerei in B»dapeft. Budapest, 6. Juli. (U. T.-K.-B.) Der Whist Mriel Kotro geriet gestern abends in einer Vorstadtgässe mit mehreren L o h n f u h r l e u t e n, die sich weigerten, ihre Lnnpen anzuzünden^ iy einen.Wo,rtstreit^ der alsbay» .in ^_Wiener MorsenzeIkUM._ artete. Die Fuhrleute brachten dem, Polizisten sowie einem ihm zu Hilfe herbeigeeilten Kameraden mehrere Stich w u n-d c n bei. Da sich die Polizisten mit der blanken Waffe nicht mehr verteidigen fonrttqu, gaben sie mehrere Schüsse ab, wodurch ein Fuhrmann auf der Stelle tot liegen blieb und zwei andere verletzt wurden. Die' Verletzungen der beiden Polizisten, die je sieben Stichwunden erlitten, find lobcnsgefährlich. Die jüdische Spitalsfrage irr Karpathorußland. Die Munkacfer Joint-Abteilung dementiert die Blättermeldungen über einen neuen Joint-Krodit zum Aufbau jüdischer Spitäler. Es sei bloß ein solcher Vorschlag an die Joint-Zmtrale in New Aork abgegangen, doch sei darüber noch keinerlei Verfügung von dort eingetroffen. (I. C. B.) * Tschitscherin in Innsbruck. W ie verlautet, hat Tschit s ch e r i n, der bekanntlich beabsichtigte, einen Erholungsurlaub in der Nähe Berlins zu verbringen, nach dem Attentat auf Nathenau diesen Plan fallen gelassen. Tschitscherin hat sich von Berlin nach Innsbruck begeben, wo er gegenwärtig mit. zwei Sekretären weilt.... * Die Ledensmiltslzufchüfse in -er erste» Julihiilfke. MitBunde'saes'hvom2ä.Fu>si,w"rde die Wirksamkeit des Abbau gesetzes bis 15. d. verlängert. Don feiten der Arbeitgeber sowie von secken der Trägel/der Sozialversicherung, weiche Lebensmiilelzufchüsfe auszuzahlen haben, find an den amllichen Stellen zahlreiche Anfragen eingelangt. in welcher Höhe die Lebensrnittel pifchiisse nunmehr auszüzahlen sind. Von amtlicher Seile wird nun darauf aufmerksam gemacht, datz die Lebensmtttelzuschüste für die Woche und für den Tag unverändert bleiben, sohin dieselben Wochen- und TageszuWsse ausznzah.Ien sind, wse in der Zeit vom li. bis 80. Juni. Personen, die im Monaisbezuge stehen und daycr ihren Lebensmittelzuschutz für die ganz; restliche. Zeit der Wirksamkeit des Abbaugesehes auf einmal ausgezahlt erhallen, haben für die Zeit vom 1. bis 15. d. d?n Anspruch von 2l,'7 Wochenzufchüsse. Es haben daher diese Arbeitnehmer zu erhalten: Arbeitnehmer ohne Kollektivverlrag: Normalorbeiker 2476 K., Schwerarbeiter 5585 K.; Arbeitnehmer mit ÄolleKI'vverlrag, soweit nicht im einzelnen KolleKiivoerlrag eine besondere Regelung erfolgt: Normalardeiter 1018 .si., Schwerarbeiter 1506 K. Für die Kinder aller Abnehmer betragen die Lebensmitlelzuschiisse in dem genannten Zeiiraum 2475 K. * Die Gemeinschaftsküchen. Um unrichtigen Auffassungen zu begegnen, wird vom Rathaus festgestellt, datz die Gemeinschaftsküche im neuen Amtsgeoäude des Rathauses, ^ie rund 1200 Personen verköstigt, mit der Gemeindeverwaltung nicht . das geringste zu tun hat. Diese Kirche wird vom Verbände bet städtischen Angestellten geführt, der auch die Aufnahme und die Bezahlung des Personals besorgt. — Der Streik bei den Gemeinschaftsküchen soll in einer morgen stattsindenden Verhandlung des EinigungSamtes bcigelegt werden. * Versuchte Verleitung zu KrApP-Aktien-Fälschnngen. Die Wiener Polizeidirektion hat ermittelt, daß sich zwei Männer, die sich Krißhaber und Müller genannt haben, an einen hiesigen Lithographen mit dem Ansinnen gewendet hätten, sich an der Herstellung^ wl sch e r Krupp-Aktien zu beteiligen. Das Sicherheitsbureau, ging der Sache nach und es wurde in Erfahrung gebracht, daß der Lithograph auf den Vorschlag zum Scheine eingegangen lvar, worauf ihm der angebliche Müller eine echte Krupp-Aktie als Muster und erst 30.000 K., dann 45.00o K. als Vorschüsse gegeben! bähe. Es war von den beiden vorläufig die Erzeugung von 500 falscheil Aktien geplant. Als Gewinn'waren hundert Millionen Kronen berechnet worden, die unter den drei Beteiligten und mit einem Buchdrucker, der auch hätte gefunden werden müssen, geteilt werden sollten. Beide wurden verhaftet. -* Razzia am Franz Josess-Kai. In den gestrigen Vormittagsstunden veranstaltete das Kriegswucheramt in den Anlagen aus dem Fra'nz Jcjcfs-Kat eine Streifung nach bedenklichen Personen. Aus diesem Anlaß wurden 21 Personen dem Amte überstellt und unter Mitwirkung von Steuerbeamten einer eingehenden Petlusirlerur g unterzogen. Den Angehaltenen wurden mehrere SPUl-.inicn in österreichischen und ausländischen Zahl.utgsmrt.cl für Steuersicherstellungszwecke , beschlagnahmt. Gegen erntete von ihnen ist gegenwärng noch sie Amtshandlung wegen Vcrdachies bedenklicher Geschäfte im Zuge- * Dänischer Kinderklub. Gestern mittags fand die Besichtigung der vollständig adaptierten Räume des Josefs-Stöckls im Augarten statt, in welchem, bekanntlich der. dänische Kinderklub untergebracht ist. Wie der Leiter des Klubs, Obermedizinalrat Dr. Loew enstein, ansführte, ist der Klub eine Fortsetzung der dänischen Kinderaktiön, welche bisher 18.000 Kinder nach Dänemark gebracht haben. Das dänische Volk hat beschlossen, hier eine Stätte zu schaffen, in welcher die Kinder, welche sich in Dänemark befunden haben, hier weiter dänische-Kultur betreiben und die dänische Sprache pflegen können, wozu insbesondere eine.reichhaltige Bibliothek dient, welche von der pädagogischen Leiterin des Klubs, Fräulein Müller, mustergültig eingerichtet wurde. Mit einem Anfwande von 70 Millionen bsterretchischen Kronen wurde das Haus instand gesetzt, um 4000 Kindern, in Partien zu 600 Kindern Aufenthalt und.eine kräftigende Jause zu bieten. Es stehen den Kindern M-usikzimmer, Spielzimmer, Lese- und Unterrichtsräume, ein Speisezimmer rrsw., sowie an schönen Tagen ein Spielplatz im Freien zur Verfügung. * Die englische Staatsbürgerschaft. Aus London wird gemeldet: Das Unterhaus hat in zweiter Lesung ein Gesetz angenommen, wonach im Auslände geboreneKind e r von im Auslande lebenden englischen Eltem als Engländer zu behandeln sind, wofern die Anzeige ihrer Geburt beim englischen Konsul gemacht wird und das betreffende Kind nach Erlangttug-der Großjährigkeit sich zur britischen Staatsbürgerschaft bekennt. * * Telephonverkehr Wien—Buchkirchen. Beim Postamte B u ch k i r ch e n in Obervsterreich wurde der Telephondienst ausgenommen. Die dort errichtete öffentliche Spechstelle ist auch zur telephonischen Auf- und Abgabe von Telegrammen ermächtigt. Die Gebühr für die Einheit des gewöhnlichen Gespräches zwischen Wien und Buch-., kirchen betragt 900 K. . * Hebräische Kurse per israelitischen Kultusgttueiude. Am 8. d. fand im 20. 'Bezirk, 'Othmärga^e 46, die Schlüßprüsuütz der über Anregung des Herrn Obervabbiners Dr. Chajes . im. Erbst w I. Vau, her. -jraMMen AuWMeMMd 7.-AM 1982 . Nf.1S.8S suchsweise eröffnten hebräischen Sprachkurse - für Kinder der ersten bis dritten Klasse-der Volksschule unter zahlreicher Beteiligung der Eltern statt. Nach einer Anterrichtsdauer von tricht mehr als siebenundeinhalb Monaten waren die Kinder imstande, nicht mtr die Erzählungen ans dem Lesebuch verständnisvoll zu lesen und wiederzugeben, sondern auch auf die an sie gestellten Fragen in hebräischer Sprache korrekte Antworten zu gehen sowie kurze. Sätze an die Tafel zu schreiben. Herr Jnsp. Wiesner hatte für die Leistungen des Kur-- leiters Herrn H e r z b e r g Worte der Anerkennung und hob hervor, daß die Kinder bei einem derartigen lebendigen Unterricht das Hebräische mit Lust und Liebe lernen. Auch Professor Dr. Rosenfeld, der in Vertretung des am Erscheinen der- - hinderten Oberraböiners der Prüfung beiwohnte, äußerte seine volle Befriedigung über den empfangenen Eindruck. Stolz auf die erhaltenen hebräischen Zeugnisse verließen die Kinder nach dem Absingen einiger hebräischer Lieder die Schule. * Fortbildungskurse für Handwerker (Meister und Gehilfen). Das staatliche Gcwerbeförderungsamt, Wien, 9. Bcz., Severingasse 9, veranstaltet in den kommenden Herbst- und Wintermonaten Fortbildungskurse für Schuhmacher, Bau- und Möbeltischler,^ Wagner, Buchbinder, Schlosser, Blecharbeiter (Blechzuschneiden, Blechpressen mit Zink- und Bleistanzen, Hart- und Aluminiumlöten, Mctalldrücken), dann für Angehörige jener Gewerbe, in denen die Galvanotechnik Verwendung finden kann, und allgemeine Kurse über die Wartung von Elektromotoren für Gewerbetreibende. Diese Kurse werden in der Mehrzahl während der Nachmittags- und Abendstunden abgehaltert. Kurse mit Tagesunterricht gelangen vorläufig nur für Bau- und Möbeltischler und für Wagen- (Kasteü-)bauer zur Dltrchführung. Auskünfte über Aufnahmsbedingungen und Anmeldung können beim Gewerbeförderungsamt persönlich (an Wochentagen zwischen 9 und 4 .Uhr) oder schriftlich eingeholt werden. * Eine jüdische Monatsschrift in Südafrika. In nächster Zeit beginnt in Johannesburg eine Monatsschrift in jüdischer Sprache unter dem Titel „Südafrika" zu erscheinen. Das Blatt - wird hauptsächlich der Belletristik gewidmet sein. (I. C. B.) * Große Spende. Die Erben nach dem verstorbenen früheren Präsidenten des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft Leop. Pollack-Parnegg, haben dem Gremium der Wiener Kaufmannschaft einen Betrag von 5 Millionen Kronen übermittelt, dessen Zinsen zur Unterstütztznug von aus .dem Krankenhause der Wiener Kaufmannschaft entlassene bedürftige Personen bestimmt sind. * Ein Hcimkehrertransport in die Bukowina. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der Bukowiuaer Zerrtvalverband in Wien hat bei der im Bundesministerium für Verkehr abgchaltcnen gemeinsamen Enquete in Anwesenheit der Vertreter der österreichischen Bundesregierung und der in Betracht kommenden Gesandtschaften durchges-etzt, daß ein kompletter H e i nt« kehrcrzug dem Verbände zwecks Beförderung von Bukowinaern nach chrer Heimat bereitgestellt werde und daß alle notwendigen Mtsreisemöglichkeiten uftv. gegeben werden. Zn diesem Zwecke sind für die/Heimkehrer, welche erwerbs- und brotlos sind, Geldmittel oringend notwendig. Der Bukowinäer Zentralverband ersucht daher, Geldmittel tunlichst rasch der Geschäftsstelle der österr.-rumänischen Kammer, 3. Bez., Marxergasse 2 (ehemaliges Marineministerium), im-Hofe links, 1. Stock, Zimmer 80, täglich von 8 bis 4 Uhr, Samstag von 8 bis 1 Uhr, entweder persönlich oder per Post znkommen lassen, zu wollen. * Amtlicher Weiterbericht. Auch gestern blieb es in ganz Mitteleuropa wolkenlos und sehr heiß. Die Tetnperatur stieg in Oesterreich überall über 30 Grad (Wien 32). Dabei weht nmßig stacker Südwind, dessen Wirkung sich besonders in Nvrddeutschland zeigte. In Berlin stieg die Temperatur gegen vorgestern von 28 bis ans 35 Grad. Auch Prag und Danzig batten Tentperntttren von 35 Grad. Nunmehr steht aber das Ende der Hitzeperiode nntui'.le^bar bevor. Westfrankreich hat bereits Tagcstemperaturen unter 15 Grad. Im Hochgebirge wird ein Weterstur; erfolgen. Voraussage: Rasche Trübung, Windsprnng nach Westen, besonder s im Donautal, starke Westwinde, Regen, Teinperatulsturz. > * Ein Schnellzug in Flammen. Zwei Waggons des am 4. d. von Lemberg nach Bukarest abgelassenen, stark besetzten Schnellzuegs gerieten ln der Nähe der Station M a rkowee in Flammen. Die Ursache des Feuers waren Funken, die von der Lokomotive auf die mit Pappe gedeckten rumänischen Waggons gefallen waren. Der Zug ivurde angehalten und nach einer Viertelstunde gelang es dem Zugspersonal, das Feuer 51t lokalisieren. Menschenopfer sind glücklicherweise nicht zu beklagen. . _ Vereine, VortrLge uttb Versammlungen. - B u k 0 rv i n e r Z e n t r a l v e r b ä n d. Diskussionen jeden Sonntag, 9 Ahr vormiilags, im Cafä Edison. Franz Zosefs-Quai. l. Stock, und jeden Miltwoch, punkt 7 Uhr abends. Ebendorlfelbsi auch Neuaufnahmen. V 0 l k s b i l d u n g i m T e ch n i s ch e n M tt s e u m. Samstag den 8. d., 3 Uhr nachmittags, Führung Nikolaus Bororvic: „Dampfer,-eugimg." Sonntag den 9. d, 10 Ahr vormittags. im Großen Körsaal Lichibtldoroortrag „Städtebau" von OberbaUrat Pros. Arch. Ing. Ä. Sole y. K e r z l - F e i e r n. Die zionistische Bezlrkssektion IX. Alsergrund, oeranslaltet Samsiag den 8. d., um 8 Ahr abends in der Vezirksveriretung, IX., Währingerstratze 43. Feftfaal, ein» Lerzl-Feier. Samstag den 15. d.. 8 Ahr abends, findet eine cherzl-Trauerasidacht im Mvllner-Tempel, IX.. Grüne Torgasie, statt. Zionisten erscheint vollzählig, damit diese Feier zu einer imposanten Kundgebung werde. Vereinigung jüdischer Akademiker, ll., Fm Werd 13. Morgen. V»3 Ahr nachmittags. Kurs. Gegenstand: Kusari. Voriragender: Rabbiner Wundermann. Ottakringer Dolksheim (XVI.. Koflerpark 7). Leute. 7 Ahr abends, findet-im Ottakringer Volksheim eine autzerordentliche Hauptversammlung des Vereines Volksheim siait. Tagesordnung: Fesifehung des Mitgliedsbeiirages für 1922/1923. Urania. Keule. */*6 Uhr (Großer Saal): Beherrscher der Lüfte. 8 Ahr (Großer Saal): Zum ersten Mal: Durch den Wesi-SUdan. 7«8 Uhr (Lehrsaal II): Aniv.-Asststent Dr. Leonhard F ranz;Aus Niederösterreichs Vorzeit. Morgen V#6Uhr (Großer Saal): Unser Freund, der Kund. Marionettenkrieg. 8 Ahr (Großer Saal),: Durch den Wesi-SudaN. ,;l/88 Ahr (Aurssaal' : Uniö. Vrof. Dr. Leopold Kob Bau und Bild OellerrMs... ~

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