Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1233 (7.7.1922)
- Date
- 1922-07-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Lieber. Werihammer, Fanka Löw.'nslein je 5000, Osias Rosenkranz 3000, Max Kuner, S. Blüth, Abner Küner, Steigmann, Rubin Kckigek je 2000. Isidor Rosenkranz, N. Rosenkranz, Mendt, Befer, Sbneider, Mayer. Eisermann, Druckmann. Ehaim Siernberg je 1000. Lachs, Süßkind, Adler, Grünberg, Männer jr 500, 21. Klüger 100o, Div. loO; 16. Bezirk: Beih. XVI. 2500; 18. Bezirk: David Wdowinski a.N. Fanny Meergrün anl. Promotion 10.050; 19. Bezirk: Ignatz Thumim 1711; 21. Bezirk: P. Politzer 500, E. Segenrcich 516, Olga Menczer 1000; I. Kobl'tz 623j M. Schratsir 2506, L. Brainin 500, Arnold Kapperl 1217, D. Getreu 500, Alois Frankl 10CO, Grünwald 1000. 21. Politzer 5237, Ernst Mandl 900, Michael Karten 1010, Div. 3007*60; Kilachduth: Schlosser ICOo, Nederspende d. Kerzberg: Si'ger 2500, M. KÜner 598, M. W. Engelberg 7551, Div. 743; Moses Rath 2520; Krems: d. A. Neuner: I. M. V. Makkabäa 15.500;Z. M. V. Kyrkcmia als Dank für Gastfreundschaft 1000, Norbert Sachs 860, B. Glab 500, I. M. V. Makkabäa 600, Div 2740; Kalten-' teutgeben: d. A. Meerooich: Mme. Albogli 6000, Mme. I. Goldstein. F. Goldslein je 10.000. EmähruNg. Die LebensmMeLMärkLe. Der Wucher der Gemüse-Bauern. Auf dem Fleischmarkte ist auch gestern keine Entspannung xu verzeichnen. Die Detailpreise in 'der Großmarkthalle blieben bei sehr schwachem Verkehr zwar unverändert, doch haben sich im Großhandel Fleischschweine weiter um 100 K., Fettschweine um 300 K. und Schweinefleisch um 100 K. Pro Kilogramm der- . teuert. Mit der Bahn sind neun Waggonladungen mit verschiedenen Floischgattungen eingetroffen, und zwar fünf Waggons aus Steiermark, drei aus dem Burgenland und ein Waggon aus dem Lagerhaus. Auf den Grünwarenmärkten herrschte lebhafter Verkehr. Die Zufuhren waren sehr gut ausgefallen, trotzdem sind Erhöhungen im einzelnen Artikeln eingetreten. Grüner Kohl in guten O-ualität'en verteuerte sich um 500 K. pro Naget, feldmäßig gebaute Fisolen, die erst gestern um 100 K. teurer geworden ivaren, stiegen heute von 1200 K. auf 1-500 K. pro Kilogramm. Diese Preissteigerungen werden als durchaus ungerechtfertigt bezeichnet und beweisen, wie wenig die ländlichen Produzenten Neigung zeigen, endlich mit dem Abbau der Preise zu beginnen. Sonst blieben die Preise für Gemüse, Butter und Eier im allgemeinen unverändert. > Bühne und Kunst. Der 7V. Geburtstag ALfred Grüufelds. Prof. Alfred Grünfeld, dem auch die Stadt Wien anläßlich feines 70. Geburtstages ihre höchste Auszeichnung verliehen hat, war anläßlich seines Festtages Gegenstand lebhafter Ovationen aus Nah und Fern. Den Festabend verbrachte der Gefeierte im Kreise seiner Familie, wo sich auch sein Bruder, Prof. Heinrich Grünfeld aus Berlin, eingefunden hatte. Der B u nd e s p r ä s id en t richtete an den Jubilar folgendes Schreiben: Sehr geehrter Herr Professor! b.ist mir ein tvahres Herzensbedürfnis, Ihnen zur Feier Ihres 70. Geburtstages meine aufrichtigsten Glückwünsche auszusprechen. Wir Oestereicher find auf Sie, sehr geehrter Herr Professor, sowohl als K ü n st l e r wie als Mensch, a ü f r i ch t i g st o l z. Ms Künstler haben Sie durch Ihre einzigartige Begabung und Technik den edelsten Teil der Wiener Musik weit über die Grenzen Oesterreichs zur Verbreitung und Anerkennung zn bringen gewußt. Sie haben aber auch durch Ihre zahlreichen eigenen Kompositionen sehr wesentlich beigetragen, den Ruf Wiens ckls Musikstadt weiter zu befestigen und auszrdbreiten. Ihre künstlerische Höhe findet nur in Ihrer wahrhaft echten Menschlichkeit ein würdiges Gegenstück. Denn Sie haben sich stets die Not vieler Mitmenschen vor Augen gehalten und wenn es irgendwo galt, etwas zu veranstalten, was den Notleidenden wirkliche Hilfe bringen könnte, dann waren Sie der erste, der seine unvergleichliche Fähigkeit und seine allseitige Beliebtheit in den Dienst der guten Sache stellte, Unzählige Avm-c und Notleidende jeder Art danken Ihrer Kunst eine lweftgcheirde Linderung Ihrer Leiden. Ich möchte mich zum Dolmetsch dieser zahllosen Unbekannten, denen Sie zu Hilfe kamen, »lachen und auch deren Glückwünsche an Ihrem Ehrentage in »Win Schreiben miteinschließen. Mögen Ihnen, sehr geehrter Herr Professor, noch viele, viele Jahre voller Rüstigkeit und unbetrnbten Wirkens beschieden sein! Harnisch. Auch der Bundeskanzler Dr. Seipel sandte einen Glückwunsch, in dem es n. a. heißt: „Unser Vaterland ist arm an materiellen Gütern gewdrden. Mit umso größerem Stolz blickt Oesterreich auf'die Hüter seines Besitzes an ideell e n Werfen und grüßt Sie darum an Ihrem Ehrentage als den ^.unerreichten Meister in der Wiedergabe heimischer Muiik mit verzlichster Dankbarkeit." __' Mor^errzertung. Der M i n i st e r f ü r I n n eres und Unterricht, Doktor Schneide r, sowie Bürgermeister R e u m a n n richteten Briefe an den beliebten Jubilar, in denen sie seine besondere Begabung hervorhoben und seine großen Erfolge auf humanitärem Gebiete betonten. Einige Prominente. Seitdem sich die Schauspielerschast zu ' wirtschaftlichen Zwecken organisiert hat, kam das Wort „Die Prominenten" auf. Es hateinen üblen Beigeschmackdenn es sind jene , Bühnenkünstler damit gemeint, welche vermöge ihrer Fähigkeiten und ihres Rufes eine Ausnahmsstellung beanspruchen. Nun gibt es tatsächlich Hervorragende, es wäre traurig, wenn es keine gäbe, und es ist bewundernswert, daß es in dem unglückseligen Wien überhaupt noch welche gibt. Denn es gehört nicht nur große Begabung, sondern auch Knnstbegeisterung, eiserne Selbstzucht und Opserfähigkeit dazu, unter den schwierigen, entmutigend schwierigen Wiener Lokalverhältnissen als Schauspieler Hervorragendes zu leisten. Die Prominenten, wie wir sie meinen, sind nun nicht die Bühnensterne, die anerkannten Stars, auch nicht diejenigen, die bereits in Mode sind, ob sie es nun verdienen oder nicht. Es ist wohl Dankespflicht, auch von jenen zu sprechen, die als ringende, schaffende Darsteller hervorragen und sich oft mit kargem Lob begnügen müssen," ohne jene Anerkennung und , Verwendung zu finden, die sie verdienen. Einige wollen wir erwähnen, ohne daß unsere Aufstellung ' Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Von Burgtheaterkünstlern gehören unserer Meinung nach Maria Maier und Lili Marberg zu den großen Schauspielerinnen, die manchen reisenden Gastspivlstern überragen. Fräulein Maier, eine der edelsten, schlichtesten Künstlerinnen, wird jetzt häufiger beschäftigt, aber doch noch lange nicht ihrer Bedeutung entsprechend. Bewundernswert, wie diese Tragödin, die berufene zukünftige Erbin der Frau Bleibtreu, sich außerordentliche Wirkungen in Rollen abzuringen weiß, die ihrem Wesen wohl ferne liegen. So jüngst erst in dem französischen Drama - „Hochzeitstage" und früher in Shaws „Haus Herzenstod". Fräulein Marberg bleiht unvergeßlich als schuldbeladene Büßerirr in „Frau Gittas -Sühne", in den „Troerinnen" und zuletzt in „Madame Legros". Auch für Frau P ü n k ö s d y, die im „Schiff Tenacity" entzückte, wäre ein reicheres Betätigungsfeld zu wünschen. Mißbraucht scheint uns — um von den anderen Bühnen zu sprechen — die geistreiche, wirklich hervorragende Frau Emmy Förster zu sein. Man sollte sie nicht, wie das auf Provinzbühnen Mich ist, für alles verwenden. So ist sie nur immer gut, während sie ausgezeichnet sein könnte. Höchst zu bedauern ferner, daß Hedwig Keller, die unvergleichliche Wiener Schauspielerin, so selten zu hören ist. Und doch zählt sie zu den wenigen, welche auch in der kleinsten ihrer Eigenart entsprechenden Rolle die Bühne beherrscht, sobald sie auf der Szene steht. Auch die feine Lili Karo ly wird, ähnlich wie Frau Förster, durch zu häufige und vielseitige Beschäftigung um wirklich bedeutende Erfolge gebracht, die ihr blühen müßten, wenn sie Zeit zur Sammlung-und Arbeit hätte. Unter den männlichen Künstlern möchten wir auf den. stetig wachsenden Herrn Werner Schott vom Burgtheater Hinweisen, der eine sympathische, herbe Verschlossenheit überwinden mutzte, jetzt aber aus dem Weg zur Vollendung ist. Sein junger Liebhaber im „Schiff Tenacith" hat es am erfreulichsten gezeigt. Eine der stärksten Individualitäten an den Wiener Bühnen, Herr Werner-Kahle vom Deutschen. Volkstheater, ist jetzt überarbeitet und es besteht Gefahr, daß er in unfruchtbare Routine verfällt. Ein Hervorragender, noch immer Verkannter' ist er auch jetzt, trotz manches Starerfolgs. Zu den bedeutenden Bühnenkünstlern, die man wenig nennt, zählen wir ferner Herrn Wurms er von der Neuen Wiener Bühne, den Episodenspieler Strasni vom Buvgcheater und den über alle Maßen mißbrauchten, der Sammlung dringend bedürftigen Herrn Lack ner, der bei richtiger Verwendung lieberragendes leisten könnte, während er jetzt nur billiges Amüsement vermittelt. Zählen wir von den Mitgliedern der einzelnen Theater die anerkannten und trotzdem zum Glück stetig wachsenden Damen St eins: eck und Wagner hinzu (von Frau Bleib treu gar nicht zu reden, die eme Klasse für sich ist), und von den männlichen Künstlern den siegreichen und trotzdem trefflich gedeihenden Herrn Hans Thimig, so ist eine immerhin reiche Auslese zusarnrnengestellt, die trotz Oberflächlichkeit zeigt, daß auch das Wiener Theater viel reicher an erstklassigen Kräften ist, als gemeiniglich zugegeben wird. Ans de» Theatern. In der Volksoper gastieren heute in „Rigoletto" Herr Anton Ludwig vom Münchener National-Theater als Herzog, Frl. Friedl Böhm vom Prager Landestheater als Hilde, und Herr Sigismondo' S a l e s ch t als Rigoletto. Montag um halb 2 Uhr nachmittags wird zu Ehren der dänischen Kinder Humpcrdincks „Hansel und Gretel" gegeben: Im Wiener Bürgertheater werden heute „Die Glocken von Corneville,. morgen „Der Bettelstudent" (Gastspiel Toni Wod) und Sonntag „Orpheus in der Unterwelt" gegeben. In den Kammersvielen spielt Frau' Traute Carlsen ab heute in! der Nachtvorstellung wieder die von ihr kreierten Rollen in „Spelunke" und „Lauf doch nicht immer nackt herum!" : Im Johann Strauß-Theater begümt die heute stattfindende Erstaufführung der Operette „Ihre Hoheit — die Tänzerin" um halb 8 Uhr. Dramatische pnd musikalische Produktionen im antiken Theater VE Fiesole. Aus Florenz wird berichtet, daß sich dort über. Anregung Baccio B a e e i s eine Gesellschaft' gebildet habe, die im cmtiken Theater von Fiesole je einen Monat im Frühjahr und im Herbst alljährlich dramatische und musikalische Aufführungeu veranstalten will. Gabriele d'Annunzio hat das Protektorat übernommen. Die Vorstellungen solle»: im September dieses,JahveS beginnen. Zur Aufführung sind ein antikes Drama, dann ,,La Citta morta" von d'Annunzio und!)as Melodrama „Orfeo" von Montevede bestimmt, - - 7. Juli. 1922 , Seite b GerichLssrmL. We^n marr zuviel Steuer bezahlt. Der Rechtsanwalt Dr. Maxinnlian Krenn hatte irv tümlich um 13.246 K. zu viel Steuer gezahlt. Er stellte dahe» an das Bilndesministerium für Finanzenbas Ersuchen, an di,e Steueradministration für' den 1. Bezirk die Weü sung ergehen zu lassen, den von ihm irrtümlich zu viel gezahlten Betrag an ihn zurück zu überweisen. Das Bundesminü stcrium entsprach jedoch diesem Ansuchen nicht, weil eine Rück' Vergütung der Vorauszahlungen ans' die Verurögensabgabe nicht vorgesehen sei und erst die Bemeffung abgewartei. werden müsse, ehe festgestellt werden könne, daß eine Ueberzahlung vorliegt. Dr. Krenn wollte jedoch nicht so lange warten — die Bemessung dauert bekanntlich sehr lange — und brachte aus prinzipiellen Gründen, weil er die Ansicht vertrat daß rin irrtümlich zn viel bezahlter Betrag sofort zumckgegevec werden könne und müsse, beim Berfassungsgerichtshof gegen di» Republik Oesterreich Händen des Bundesministeriums für Finanzen, eine Klage auf Rückersatz einer irrtümlich geleisteten Nichffchuld von 13.264 K. ein. Er berief sich in der Klage ans die Bestimmungen des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches, wonach bei irrtümlicher Zahlung einer Nichtschuld dem Ge^ schädigten ein N ü ck f o r d e r u n gs r e ch t des zN viel Gezahlten znstcht. Nicht eine Vorauszahlung kommt hier in Frage, sondern eine Ueberzahlu'ng. Dem gegenüber vertrat das Ministerium die Anschauung, daß, solange die Abgabeschuld durch die zuständige Steuerbehörde noch nicht vorgeschrieben ist, es noch nicht feststehe, ob eine Ueberzahlung der Abgabe vorliegt oder nicht. Dieser Ansicht schloß sich auch der Verfasfnngsgerichtshof an, indem er die Klage derzeit abw'ies. . Der Mordprozetz von Orgopavy, Das Budapester Militärgericht setzte gestern die Verhand» litttg gegen die sechs verhafteten Mörder von I z s a k und O rgo'vany fort. Es kam zum Verhör der Tochter des Ernrordeten Alexander Beck, die erklärte, daß bei der Mordtat nicht nur Feldwebel Z b o n a und die übrigen Angeklagten anwesend waren, sondern auch ein Oberleutnant, dessen Namen sie nicht nennen möchte. (Der Oberleutnant war einer, der Gebrüder Hejjäs.) „Die Mörder schlugen vorher meinen Vater und meine Mutter mit einer Peitsche ins Gesicht, bis sie zufammenfielen. Nachher brachen sieunsere Wertheim- Kasse auf, nahmen Geld und Kleidungsstücke an sich und schossen meinen Vater nieder. Da er aber noch nicht tot wa4 warf sie ihn in einen Wagen, schleppten ihn fort und knüpften ihn an einem Bannre auf. Wir liefen zur Gendarmerie, um Hilfe bittend, die Gendarmerie weigerte sich jedoch, einzuschreiten." Nachher wird Gendarmeriehauptmann Emmerich M ak a y, der Adjutant - des Ivan Hejjas, verhört. Er sagte aus : „Ich habe den Auftrag erhalten, im Gebiete zwischen der Donau und Theiß eine Sonderabteilung zu werben, welchem Befehl ich folgte. Also kam das „Detachement Hejjas" unter meiner Mitwirkung zustande." Verhandlungsleiter: Wollen Sie uns sa'gen,^ aus welchem Grunde diese Leute in einer derart bestialischen Weise vorgingen. Hauptmann Mackay: Der Grund sind die Inden. Ich wundere mich darüber^daß meine Leute überhaupt d i e I uden nicht bis auf den letzten Mann ausgerottet haben! V e r h a n d l u n g s l e i t e r: Sie meinen damit, daß ihre Leute keine genügende Beurteilung besaßen? Hauptmann Makay: Nein, ich wollte nur erklären, daß die Leute die Juden dort gepackt haben, wo sie sie gerade fanden und nicht viele Umstände mit ihnen machten. Genau so verhält es sich mit dem sogenannten Rauben. Verhandlungsleiter: Sie wissen also etwas über dieses Rauben? * Hauptmann Makay: Nein, ich weiß nichts darüber. Verteidiger Dr. Cziaky: Mer hat in Jzsak die Gegen revolntion geführt? Verteidiger: Zu welchen Gesellschastsschichten g» hörten die Hingerichteten? - Hauptmann Makay: Es waren ausnahmslos Juden. V e r h a n d l u n g s l e i t e r: Was reden Sie hier von „Gesellschaftsschichten?" Ich erlaube solche Aeußevungcn nicht. -Hier verhandeln wir über Leben und Tod, nicht über Hinrichtungen, sondern über Mordtaten und ich sehe mich genötigt, festzustelten, daß es bisher keinen Angeklagten gab, der zn seiner Verteidigung das vorgebracht hätte, was aus den Aeußcrungen des Herrn Zeugen hervorzngehen scheint: daß nämlich die Angeklagten ihren Gefühlen als „Erwachende" folgend oder aus Patriotismus gehandelt haben. Trotz dieser Erklärung des Verhandlungsleiters würde der Adjutant Ivan Hejjas' auf seine Aussage beeidigt. . Der nächste Zeuge, Martin Beck,' ein Budapester Großhändler, Bruder des Ermordeten, erklärt: „Von Jzsak haben diese Leute alle Jüdeu, die etwas besaßen, weggeschleppt. Es ist nicht wahr, daß die Ermordeten Gemeinschaft mit den Rumänen oder mit den Kommunisten gehabt haben; im Gegenteil, sie waren alle g e g e n r e v o l utionär gesinnt und opferten große Geldsummen für dis Zwecke der gegenrevolutionären Regierung. Die Genreindeverwaltrlirg gab ihnen ein amtliches Zeugnis über ihre patriotische Opserwilligkeit und bei dein Begräbnis der Ermordeten erschien die gesamte Bevölkerung der Gegend, trotzdem es heftig regnete, mehr als 20.000 Leute, die Mitleid mit uns hatten." Die als Zeugin einvernominens Emnia L e b o v i e z ein junges Mädchen, das die kritische Nacht bei der Familie PaUczel verbracht hatte, erklärte, in dem Angeklagten Zbona einen der Männer zu erkennen, die eingebrochcn seien i und von Panczel Geld verlangt-hätten. Der von her Verteidi-