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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-06 · Heft 1232 (6.7.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1232 (6.7.1922)
Date
1922-07-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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“ - . —--——-——-—-—-- Die Dienststrafgewalt über die Sicher- ' Ghertswach- und Kriminalbeamten. .,E Wie bereits gemeldet, hat der Wiener Stadtffenat als Landesregierung beim Verfassungsgerichtshos den Antrag gestellt, die Verordnung des Bundesministeriums für ^Inneres und Unterricht betreffend die Handhabung der Dienststrafgewalt über die Sicherheitswach- und Kriminalbeamten deS Bundes, -ihrem ganzen Inhalt nach als gesetzwidrig zu erklären. Auf Grund dieses Antrages fand am 28. Juni die mündliche Verhandlung beim Verfassungsge^ ichtsh o f statt, bei der die Wiener Landesregierung durch Obermagistratsrat Dr. Sag me ist er vertreten war. In dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshoses, das Montag publiziert wurde, wurde nunmehr'dem Antrag Folge gegeben und die Verordnung des Bundesministeriums für Inneres und Unterricht ihrem ganzen Inhalte nach als gesetzwidrig aufgehoben. In der Begründung wird im wesentlichen ausgeführt, daß die Regelung des Dienstrcchtrs einschließlich des Disziplinarrechtes für Angestellte des Bundes, die behördliche Aufgaben besorgen, nur durch ein Bund es ge setz erfolgen könne. Der Weg einer Verordnung darf in diesen Angelegenheiten derzeit ..nicht beschritten werden. Das Buudesmimfterium für Inneres, und Unterricht wurde sohin verpflichtet, die Aufhebuna der Verordnung unverzüglich kundzumachen, Horatto Bottomley. ~ ' Aus London wird . uns gemeldet: Die. Berufung des Parlamentsmitgliedes Horatio Bottomley der wegen Veruntreuung von' Geldern zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ist vom Appellationsgericht verworfen worden. — Bottomley war Herausgeber und Chefredakteur des extrem chauvinistischen und antisemitischen Blattes „John Bull". .. Selbstmord Grotzrnanns. Berlin, 5. Juli. (Tel.-Kömp.) Der Frauenmörder Gr o ß- «ann hat sich heute, nacht? ' in feiner Zelle erhängt. — Großmann stand unter der Anklage, zwölf Frauen ermordet «nd zerstückelt zu haben. Der Prozeß war eben noch im Gang. Volkswirt. Gestempelte Krone — —.02% Centimes. Auszahlung Wien ----- — .V2Va Centimes. In Zürich notierte sie Österreichische Kronr . . ' —.02'/, (—.02'/, am 4.. Juli) die ösferr. gestempelte Krone. —.02'/. (—.02'/« am- 4. Juli) die tschechische Lxone 10.10 (10.10 am 4. Juli). die Mark 1.20'/, ( 1.18'/, am 4. Juli) Agraia1.60 - (1.62 am .4. Suli). Sofia 3-40 ( 3.45 am . 4. Juli) Budapest-^.45 (-.4/'/, am 4.. Juli). . —.11 (—.11 am .4. Juli . - v*-/‘ - zwangsanleihe und Kronenkurs. Die innere Anleihe ist mit allen Merkmalen einer Zwangs-; Anleihe cmsgestattet und daher haften ihr-alle Mängel an, die - -ei der Konstruktion einer Zwangsruleihe vorzukommen pflegen. Zu diesen Mängeln gehört die Ungerechtigkeit, daß die Zwangsanleihe nur das -in Oesterreich befindliche Anlagevermögen trifft, während sie die Ersparniff c nur zum geringen Teil zu erfassen trachtet, was allerdings nicht vom Willen des Gesetzgebers abhängt, sondern darin begründet ist, - daß diese Ersparnisse zum großen Teile im Auslande veranlagt sind. Denn Auslandsveranlagung ist auch gegeben, wenn Ersparnisse in tschecho-slowakischen und ungarischen Effekten angelegt sind oder wenn sie Devisen- und Valutenbestände enthalten. Diese Ersparnisse, die sich am stärksten den Wirkungen der inneren Anleihe zu entziehen vermögen, kann die Regierung schwer erfassen. Ter Legitimationszwang für Effektenkäufe sst aufgehoben und Devisenguthaben lassen sich auch abseits vom Wiener Platz konstruieren. Die Regierung wäre ganz und gar auf Fas-sionen angewiesen, die begreiflicherweise alles eher denn «in wahrheitsgetreues Kolorit ergeben würden, sie ist daher darauf angewiesen, aus sichtbare Anlagekapitalien zu greifen, und dazu gehören vor allem die Besitzungen der Bauernschaft - -und die Vermögen, der Aktiengesellschaften. Diese beiden Formen des Besitzes werden auch den größten Teil der inneren Anleihe aufzubieten haben, deren Gesamtergebnis auf. 400 Milliarden geschätzt wird. Man geht nicht fehl, wenn man ännimmt, daß Gesellfchaftstapital und landwirtschaftlicher Besitz von den 400 Milliarden 350 beizustellen Hatzen werden;, der Rest entfällt auf den städtischen Hausbesitz, auf .die Erwerbsteuersubjekte und auf die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die Regierung will einen Druck auf den Geldmarkt ausiiben und den Zwang zur /Kronenkommassierung steigern und daher setzte sie für die Bezahlung der inneren Anleihe kurzfristige Raten fest. Das mobile Kapital muß die erste Rate schon am 16. September flüssig machen, das immobile Kapital am 16. Oktober, infolgedessen werden die Aktiengesellfchaften. am-16. September-ungefähr 75 Milliarden, die Bauern am 16. Oktober 100. Milliarden aufzubringen haben. Der Notenumlauf dürfte sich bis dahirr um ungefähr 250 Milliarden steigern, diese Steigerung soll also durch die innere'Anleihe mit 175 Milliarden bis auf einen Rest von 76 Milliarden aufgezchrt werden. Ob dies gelingen wird, ist sehr die Frage. Man rechnet damit, daß nur jene Gesellschaften, die ihr Aktienkapital vernrehren und zum Teil im Ausland unterbringen können, ihren Tribut, entrichten werden, ohne daß dadurch ritze Vermehrung der .Inflation chexbeigeführt.würde. Me - Bauern. werdew/aber -durch Preiszuschläge -,zu -Bich .und Getreide die Last zn.uberwälze.n trachten. Diese Ueberwälzungen wird ^cb den ZwanaÄnder steigern^ was wieder eine Meh rpro- Mkdtter Mvrgenzettung. 6. ..Mt 1925 skr. 1232; duktion der Noten presse.exzwingen wird. Die kleinen. Gesellschaften und selbständigen Unternehmungen werden sich irgendwie Kronenkredite selbst, unter den; drückendsten Opfern besorgen, Kronenkredit'e, die wiedernur durch Inanspruchnahme der Oesterreichisch-nngarischen.Bank ihre endgültige Festlegung' erfahren können. - Wieviel vpn den 175 Milliarden die Notenpresse liefern wird, das ist natürlich schwer zu taxieren. Wenn nur 100 Milliarden in Devisenform einströmen oder durch den Verkauf von Devisen flüssig gemacht werden, kann sich allerdings eine Entspannung auf dem Devisenmärkte vollziehen., Man darf aber auf die innere Anleihe wohl keine allzu großen Hoffnungen setzen, da die Antastung der Goldreserven nur zu einer Verlangsamung, nicht aber zu einer Stillegung des Notendruckes führen kann. Eine wesentliche Besserung der Krone ist infolge der inflationistischen Nebenerscheinungen der inneren Anleihe nicht zu erwarten, wohl aber könnte sie sich bei ihrem jetzigen Stande behaupten und sogar um eine Klcinigkeit erhöhen. Die Devisenkurse- Ln Zürich sind gestern sowohl die gestempelte Krone. wie die Auszahlung Wien unverändert auf dem Stande von 0-02*/«, beziehungsweise 0-02‘/, Franken für ICO Kronen gebliebeni Die M ar k hat sich um 2'/, Centimes auf 1'20'/, Franken, gebessert; diese Erholung hatte in Berlin eine.Milderung der. stürmischen Devisenhausse zur Folge. In W i e n wurden gestern im freien Verkehr niedrigere .Kursichahungen genannt. M. de Mones, Kontrollor für die Verwendung des französischen Kredits. Die französische Regierung hat den Liquidator der Oesterreichisch-ungarischen Bank M. de Mones zum Kontrollor für ihren an Oesterreich bewilligten Kredit ernannt. Diese Kontrolle soll jedoch nur darin bestehen, daß M. de Mones der französischen Regierung von Zeit zu Zeit Mitteilungen über die Verwendung des Kredits zu machen haben wird. Wenn die österreichische Regierung yn der Veriwirklichung ihrer Absicht, den französischen Kredit als Deviseneinlage zur Fun-dierung der Kronennoten in die neue Notenbank einzutzringen, nicht gehindert wird, so wird die Arbeit des Kontrollors eine sehr leichte sein. Abänderung der Vorschriften für die Wechselstempel. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt mit: Für Wechsel, bei denen die Gebühr den Betrag von 2500 K. nicht übersteigt, ist eine wichtige Erleichterung geschaffen worden: die amtliche Obiiterierung entfällt nunmehr, die Gebühr wird für diese Wechsel durch Verwendung amtlicher Wechselblankette oder durch Verwendung von Stempelmarken entrichtet. Soweit der Betrag der Stempelgebühr, auf den das Blankett lautet, nicht den vollen Gebührenbetrag , deckt,, ist er durch Stempelmarken zu ergänzen. Diese Ergänzung darf jedoch nur bis zu einem Gebührenbetrag von 2500 K. vorgenommen werden. Bei Wechselgebühren, die diesen Betrag übersteigen, ist die ^Abstattung durch amfliche Blanketie odi^ StMpelmarken nichtHestattet, vielmehr muß die Gebühr in diesem. FaÜe direkt beim Taxamt oder einem Steueramt entrichtet, werden. Werden Stempelmarken verwendet,' so find sie auf^der Rückseite des Wechsels, unmittelbar am Rande der linken schmalen Seite anzubringen, in ihrem' oberen - Teil mitdem Tag,. Monat und Jahr der Verwendung zu überschreiben (zu stampiglieren). -v Monatsbezeichnungen müssen in Buchstaben erfolgen. Ueberdies sind die Stempelmarken durch zwei sich kreuzende Striche' zu entwerten. Bei Verwendung mehrerer Stempelmarken muß bas volle Datum auf jede einzelne Marke kommen. Lemberger Ostmesse. Wie das Handelsmufeum mitteilt, hat die Leitung der Lemberger Ostmesse, die vom 6. bis 15'. September d. I. abgehalten wird, den Anmeldetenn in für österreichische Aussteller bis 16. d. erstreckt. Die Anmeldungen sind im Handelsmuseum, Wien, 9. Bez., Berggasse 16, einzureichen, wo auch alle Auskünfte erteilt werden. . Berliner Börse. Berlin, 5. Juli. Der im allgemeinen-ruhige Verlauf der gestrigen Demonstration bewirkte am Devisenmarkt Realisierungen. Unter Schwankungen stellten sich die Kurse etwas niedriger. Im Einklang mit der gewaltigen Markcntwertung kam bei Beginn des Verkehrs ein starker Andrang hum Ausdruck und führte zu. ganz - bedeutenden - Kurssteigerungen, namentlich 'auf dem Montanmarkt. Kirchner-, Bochumer-, Niebeck- und Rheinstahl-Äktien erzielten 200prozentige Besserungen. Auch Elektrizüätswerte und Mäschinenfabriksaktien stiegen beträchtlich. Der Verkehr gestaltete, sich im Verlaufe etwas ruhiger, jedoch blieben die Besserungen im* allgemeinen behauptet. Auslandsrenten besserten sich gleichfalls. Valutapapiere wurden höher bezahlt, jedoch war die Kauflust dafür vorsichtiger wegen des Rücmanges der Devisenkurse. Deutsche Anleihen blieben ungefähr behauptet. Schlußkurse: Türkische Lose 3800.—, Oeslerr. Staatsbahn 1495.-, Nordd. Lloyd 326.-, Ver. Elbeschiff, fahrt 840, Berliner Kandelsgesellschast 460.—. Kommerz. .Privatbank 298, Dormstädler Dank 284.—. 'Deutsche Bank 505.—, Diskonto-Könimandit 398.—, Dresdner Bank 294.—, National, bunk für. Deutschland 284,—. Oeslerr. Kreillt 73.—, Oesterr. Länderbank 168.—, Deichebank 213'—, Wiener Bankverein 60.25, Wiener Anivnbank 59—, Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft 790.—, Bochumer Giitzstahl 1255.—, Da'mler-Motoren 455.—, Deutsch-Luxemburger 1175.—, Deutsche Waffen u. Munition 1600.-. Dynamit Nobel 715.—, Felten & Guilleaume 875.—, Gelsenktrchener Berg. 1290.—» . Th.. jSvldschmidf 960.—. Karpener Berg. 2300.—, Kitsch Kupfer 828.—. Köchster Farben 760'—, Kohenloke-Werke 895.—, Läurcchliile 2200.—. Mannesmannröhren 1110.—, VHSuix Bergbäu - 1340.—, Scdurkrrt & Co. 71V.—, Siemens L Kcilske 11ü0.—. Telephon Berliner 504.-. Vudapfistep Börse. Budcchest, 5. Juli. Trotz der niedrigeren Züricher Ktonen'nötierüng eröffneten besonders die Westvaluten flau. Aüch Soköls, Lei und Dinar waren zu Beginn niedriger notiert. Deutsche Mark, obhöhttzn sich bis 278,-gingen Woch. in der zweiten Böxsenhäjsie,' zurück; während' die. Wöstvaluteü ihre Vssrluste' größtenteils wieoer . h.Lreinvringen konnten- und teils soaar über das Eröffnüng^niveän stiegen. Die Stimmüng^des Effektenmarktes war anfangs zuversichtlich und fest, später leoock infolae der heutigen Regulierung still und ruhig. Besonders die Kulisse ftvnrde nnt Ausnahyce von.. Salgy?, Rima«! und Straßenbahn-Aktien geschäftslos. Salgo-Akien erreichten, . den Kurs von 13.000, gingen später aber um 100 Punkte ' zurück. Besonders fest tendierten Rimä-Aktien/ die sich int : Verlaufe bis 3300 erhöhten. Ganz-Danubius-Aktien erzielten - anfangs, den Höchstkurs von.100,000, gaben im weiteren. Verlaufe bis 93.000 nach, vermochten aber zum Schluß den.' größten Teil ihrer Verluste wieder hereinzubringen. Sonst ' vermochten nur die favorisierten' Werte die Kurse zu halten.- S ch l u.tz.k.u r s eUug. Kredit 2680—, Oestelr. Kredit 500.—, Bkitisch-Ung. Bank 750.—. Salqo Kohlen 14.800.—, Rimamuranyer 3300.—, Südbahn 3325.—, Staalebahn 15.800.—^ Gran-S.wszvarer 6500.—. Oberw'g. Kohlen 10700.—, Dräsche Z'eael 6500.—. Unq. Allg. Kokten 21.500 —, Urikany Kohlen 12.650.-, Adria 13.700.-, Clolilde chem. Fabrik 3900.-. Uno. Essenbaimverkehr 28:0.—. Anolvbank LiOo.—, Verein. Kolz 328.—, Koburg 2950.—, Epodtum 1880. - Drager Börse. ' Prag, 5. Juli. Nach dem zweitägigen Sinken der Kurse stellte sich an der heutigen Börse eine Befestigung ein, doch waren die Besserungen durchwegs keine durchgreifenden. Atzschwächunoen traten nur vereinzelt auf. Auf dein Anlagemarkt gaben Prämienanleihe und Mährische Hypotheken etwas nach, Buschtiehraddr Prioritäten und Mährische Svarkasse wurden billiger augeboten. Türken'lose machten den Verlust der vergangenen Woche weit. Bon Bautpapiereu zogen Jndustrialbanr- und Bodenbauk-Akticn im Kurse an, die meisten übrigen erlitten jedoch eine Abschwächung. Auf dem Jndustrieaktieümarkt waren nur Westböhm. .Lkohlett-, Papier- und Alpine- Aktien fester, demgegenüber wiesen Böhmische Zucker-, Kunstdünger-, Bergmann-, Oesterr. Hütten-, RinghoMr-, Böhyc. Handels-, Eisen- und.Danek-Aktien eine Befestigung auf.- Auf das Sinken des Dinars w:crden 'Kroakische Zucker-Aktien erfolglos angebo en. Bon Bcrketzrswerten ~ schwächten sich Büschtiehrader B um 12 und Aussig-Tepliher um 20 Punkte^ ab. Auf dem Exotercmarkt wiesen Chemische utzd Schöller- Aktien Besserungen auf. Die Schllcßtendenz war^ abgeschwächt. Der Devisemnarkt lag durchaus schwächer. Westdevisen gingen insgesamt zurück. Im fteien Verkehr gab Budapest im Kurse nach, während die übrigen anzogen.; S ch 1 u f; k u r s e: Türk. Ciienbahn-Anleibe 400 Franken 435.—, Böhm. Ilnionbank 419.—, .Böbm. Eskoytvtebank 59s,—, : Böhm. Jndustrialbank 454.—, Zivnoslenskä Banka 413.50; Änglobank 70.—, Oesterr. Kredit 29.—, Osst-'rr.-Ungar. Bank' —, Wiener Unionbank —, W'ener Bankverein' 26.-—. Büschtiehrader Eisenbayn Lit. ^.940.—, Lit. fl 388.—. Ferdinands Nordbahn —. Prag°Duxer 200.—, Äussig-Tvplitzer. Eisenbahn 925.—, Nestomiher Zuckerindustrie —. Verein ' Elektrizität Wien 61.-, BroscheKoliner Spirilus Königshvfer Zement 697.—, Breitfeld-Danek 360.—, Ninghvsser 720.—, Simmeringrr —» Dotkosteletzer Textit 350l—, Alpine Montan 357.—, Poldihütte 365.-, Prager Ellen 855.—, Skoda . 433.50, Oesterr. Berg u. Kütten 975.—, Jnwald 970.—. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die gestrige Holzbörse stand bereits im Zeichen der lit«: ' laubszeit,. äußerst schwacher Besuch und ebenso schwaches Angebot. Besonders Schnittmaterialien wurden nur wenig, und . nur in sehr geringen Mengen ausgeboten.. Das Geschäft Ion* , zentrierte sich mehr auf Brennholz, von welchem Büschenscheiter hart und trocken mit 48 K. 'pro Kilogramm ab Niederösterreich, ferner zwei.Waggons Buchenscheiter, gemischt' mit Prügel (D.eckungskauf), zu 40 K. pro Kilogramm -ab... Aggsbach verkauft wurden. Auch ein Schluß auf Holzkohle , w.urde mit . 190 K. pro Kilogramm getätigt. Die Warenbesitzer beobachten j allgemein ziemliche Zurückhaltung. Die Tendenz ist fest. Man j spricht in den Kreisen tze,r^ Börsenbesucher-bereits'heute von einer ganz enormen Verteuerung des Brennholzes; im heurigen Winter. Bemerkenswert ist auch, 'daß einzelne Landwirte bereits heute nur mehr Zahlung' in.Goldsrankeni verlangen, die ihnen natürlich verweigert wird.. , . V v , Börse fnr landwirtschaftliche Produkte.^ , (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Der Markt verkehrte gestern in sehr fester Tendenz, doch!' befriedigte der Umsatz nur in Mais und Mehlen, während' Brotftüchte, Hafer und Gerste relativ vernachlässigt blieben, j . Das Transitogeschäft hat durch den Umstand, daß'-Rumänien! angesichts der Dollarhausse in Deutschland'wieder nach Deutsch-- , land tendiert, eine Belebung erfahren. In der letzten.^Woche^ konnten ziemlich belangreiche Mengen verschlossen werden? Auchi Werßbohnen fanden zu günstigen Preisen, vornehmlich in garischen Provenienzen, zu 37 bis 38 nng. K. Absatz für;' deutsche Rechnung. In Mehlen war auch gestern sehr lebhaftes ' Geschäft zu verzeichnen. Bevorzugt wurden naturgemäß dvppel«' griffige Qualitäten, die zu 4.10 bis 4.15 tschech. K. erhältlich waren, aber auch einfachgriffige Ware tvurde gern in der Preislage von 78.50 ois 79.50 ung. K. aufgeirommen. O>esterreichisches Backmehl wertet 1300 bis 1650 K. Roggengleichmehl ist zu 66 ung. K., Roggenmehl einser zu'58 ung. K. und Roggeumehl Nuller zu 60 ung. K. erhältlich. In Nauhfutter ist die Bedarfsversorgung dadurch erleichtert, daß neues Heu in., genügendem Umfang zu Markte kommt. Die Preise stellen sich für altes Heu 600 bis 650 K., für neues 476 bis 600 K. ab Stationen und für Stroh auf 160 bis 180 K. ab Wien. Die Devisenkurse. Zürich. 5. Juli. (Devisenkurse. — Aiilgeleilt von Schweizerischen Kredilanstalt.) Berlin 1.20'/, (1.18'ft), Holland 203.- (203.-). Nrw Aork '524.25 (526.50), London 23.33 (23.28), Paris 43 15 (43.60), Mailand 24.05 (24.37), Brüssel 40.80 (41 30). Kopenbagen 113.25 (113.-), Stockholm 136.75 (133.75), Elmstiania 87.— (87.75), Madrid 82.- (82.10), Buenos Aires 188.50 (188.—), Drag 10.10 (10.10), Budapest-.45 (—.47'/..). Agram 1.60 (1.62), Sofia 3.40 (3.4b), Warschau —.11 (—.11). Wien Geld —.02'/z (—.02'/,). Wien Ware —.— (—.—). Oesterr. gest. Kronen Geld —.02^ (—.02"/^), Ocslcrr. gest. Kronen Ware —(—•—)• Scrlitt, 5. Juki. (Devisenkurse.) Wien altes(—.—)» Wien obgessempclt 195'/.. (2 05'/,) Prag 832.95 (828.95). Budapest 36.75 (39.20). Berlin» 5. Irrii. (Kurse der Devssenzenträle.) Noten: Dollar 425.55 (416.55), Pfund 1890.- (1.24.-), Jlalienische 1977.— (1953.-). Potnllcl.e 8.72 (8.18), Tschechossowakische 827.50 (833.-), Alte Lsterreichi,che —.— (-.-). Oesterr. gestempelte 1.92'/, (2.15). Prag» 5. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeloilt vom Bank amte des tschecho-s'owakischen Finanzministeriums.) Berlin 11.65 (11.62*/*), Zürrcb 985.50 (988.50), Belgrad 61.50 (60.50), Bukarest —(—.—), Wien 0.21,37 (0.21), Warschau -1.00'/, (- .99'/,). Agram -.-(-.-), Budapest 4.87'/, (4.30), Jugoslawische 61.50 (61.50), Oesterreichische gestempelte Krone 0.23'/, (0.23'/.), Bolnilche -IW'/, (-.99'/»). Ilngarische (4.301»- •wi

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