Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1228 (2.7.1922)
- Date
- 1922-07-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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(Rette 6 Wer», Sonntag i^er Bundesregierung in Angriff genommenen Preisabbau-!aktion zusammenfiel, in derenZug -eme.Berbilligung des ' Kohlenpreises «m IW K. per Kilogramm«vetcht würde, - 'lehnte der Magistrat eine DttiferWung für den gegen- IwLrtigen Zeitpunkt ab, appellierte vielmehr an die Fuhr-., fwerksunterrvehmer — wie ja auch von der Regierung an 'viel weniger leistungsfähige BevAkerungSkreise, z. B. die 'öffentlichen Angestellten, appelliert wurde — ihre ForLejrungen ganz kurze Zeit zurückzufiellen, um so den Prozeß »der KostenDevwalzung zu. unterbrechen und der Bevolke- Srung wenigstens eine Atempause zu gewähren. Der Appell. slvar wirkungslos, die Genossenschaften wandten sich!mtt einem RÄurs an das BnndesminisLerium für Handel -und Gewerbe, Industrie und Bauten, welches den der- -zettigerr Maximaltarif um 90 Pr^ent erhöhte. Durch diese ^Maßnahme wird das Kilogramm Kohle in den den Nord» ibcchähof zunächst gelegenen Bezirken um rund 3,80 K., inj hm entfernteren Banken um rund 5,10 K. und in den Äußeren Stadtteilen aber um Betrüge bis rund 6W K. i verteuert. Pie vor einigen Tagen erreichte Verbilligung der' jKrchle um 1,80 Ä. pro Kilogramm'ist also nicht nur weitgemacht, sondern sogar noch beträchtlich überholt. Die. Frchvwerckergenoffßnschast gehört, seit Luegers Zeiten zu den stäMen Säulen des christtichen Sozialismus und des brÄenständjgen, Patriotismus. Daher finket-ihre Forderung auch bei der jetzigen Regierung so viel Verständnis. Uw-; tzckchrt wäre es freilich besser: wenn näullich auch die 'christtichsozialen GeuoffeirschLster für das Programm des HrWichsozialen Regierun^chefs Verständnis zeigen äoürden! Sie AemLer raufe« sich um srerwerdende Wohnungen! Das BundeSmimstermm für Volksernährung, das seit Astern liquidiert, verfügt in dem Privathaus, 7. Bez., Mariahilferstraße 88, über 150 Kanzleiräume. Wie die Rathaus- Korrespondenz berichtet, will die Bmidesgebäudeverwaltung diese Räume, die nunmehr ftei werden, privaten Geschäftsleuten überlassen. Das Wohnungsamt der Stadt Wien hat aber diese fteiwerdenden Bureauräume angefordert, um dort das Patentamt unterzubringen, das jetzt in vier Privathäuseru untergebracht ist und insgesamt 46 frühere Wohnungen in Beschlag legt. Diese Wohnungen sollen ihrem natürlichen Zweck zurückgegeben werden und wurden gleichfalls vom Wohnungsamt augefordert. Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft B u ch i nger, dem auch das Dolksernahrungsamt. unterstellt ist, hat . jedoch gegen de« Ansvrderungsbescheid des Wohnungsamtes Einspruch Leun Mietsenat erhob«!, so daß es erst von dem Ausgang dieses Prozesses abhängt, ob auch wirklich die große Zahl von Räumen Wohnzwecken zugeführt werden kann. Unsere diversen Aemter «ü-, puppen sich immer mehr i» allen dringenden Fragen der BoKs- . Wohlfahrt gls rcckikale — Berzögermrgsinstanzenl - Keren Kajemeth l'Afrael, jüdischer Nattvnalsonds, I!.. Taborstratze SS. Lrlephon Dr. 40-8-16. Fortsetzung zu Ausweis Nr. 8/7 vom 80. bis 85. Sunt 1922. 10./11. Bezirk: Nathan u. Sophie Rosenkranzgarten: a. N. Viktor u. Laura Knie ans. d. silb. Kochzeit 15.000: 12./15. Bezirk: Dr. Wizzi Dader 1800: 18./19. Bezirk: d. 9. Thumim: Fakob Felsen 1060: 20. Bezirk: L. Färber 500, Britz v. Aniche Dath w. Zeded: Pinkas Seiden 2000, 9. Feinstem 500, Div. 700; Kitachduih: d. M. Dawid: E. Robinsohn 615.86, Div. 276: AK. Z'vn d. Rosegg: Silberherz 500, Dw. 850; Dr. Klara Fränkel 3500; Innsbruck: d. Edith Fuchs: Ernst Schwarz 2000, Markus Naftl 3000, Löwensohn 1000. K Sckwarz. Suse Schwarz, B. Geüert je 500, Div. 200» fßr Bar-Mizwah Adolf Schwarz. Rob. Popper u. .Diamant «legt Siegst. Sraubart 10.000; a. N. Adolf Berger: S. Graubart 700. S. Keber 500, 9ng. R. Klein 500, 9ng. Leo Neumann 1000, A. Sternberg loco, 9ng. Adler 500, Dtp. 800: Kaltenleutgebenr S. Atbagli 10,000. A. Meerovitch f. S. Lagnado 10.000; d. A. Meerowitch: Gold. Büch einst, a. N. Menasse den twi Meerowitch von seiner?■ ami'ie lOO.OC'O; Salzburg: d. Rudolf Ornflem: Dora Schwarz 10.000-, Div. 358, Schwarz 10.000; Richtigstellung zu Ausw." 7/9: Unter Angern: d. Fr. Selma Wichs: N. N. 864. * Ein neues hebräisches Lehrbuch. Noch, immer besteht ein Mangel an modernen WräiKen Lehrbücher» für die ersten Schuljahre, welche den pädagogische« Anforderungen entsprechen und dem zarten Kindesalter das Erlernen des Hebräischen erleichtern können. GS ist daher das soeben in dem bekannt«! Verlag .Achiasaf", Warschau, LeSznostraße 64, erschienene Lehrbuch „Scha ar" (144 Seilen, Oktav) vyn Eh, Bregmann, dem Autor des bekannten in Bialiks Verlag „Mori-ch" vor dom Kriege erschienenen Lehrbuches „Sfach ftladim" lebhaft begrüßen. In seinem neuen Buche hat Bregman« seine Aufgabe bestens gelöst, seine Methode ist überaus leicht für dar KindeSalter und durchaus faßlich. Die Illustration!«!, welche der bekannte Maler Jechüdah. G o mb erg. geleert hat, sind durchaus dem Geiste des Kindes angepäßt und die Ausstattung deS Werkes ' läßt nichts zu wünschen, übrig. Gleichzeitig mit dem erste» Teil deS „Schaar" ist eine kurze Methodik zu dem Buche erschienen, welche der Verlag gratis auSlieftrt. (Preis des etsten Teils, erster Abschnitt geb. 586 poln. Mk., zweiter Abschnitt gelb. 380 poln. Mk.; der zweite Teil, für dar zweite Schuljahr, soll demnächst erscheinen.) * Prof. Streiutz gchorhe«. Gestern ist inGraz der ordent- «che Professor für Phhftk an dir,'dortigen.technlschei!t Hochschule Dr. Franz S t r e i n tz im Alt er-von 66 .Hcchr'en «jrem 'Schlag-! anjM. ttiym: < f yt* * 5 ” i V^V '' ■* * 1 r ä *( ' «f . . * ' ' * ' . ' \ . - ' > ‘ Mettev MorgenzekLmns« MiltHmigen nnsdemMblikinii. Ois«! Basseches : Emil Trauoi empfehlen sich als Verlobte Wien, im Juni 1922 $495 . Feine . 6i9 Wohnungseinrichtungen. Blei,?i!„ SMeaüsMisse 1—3 (Ecke Karl Schweighofergasse) TEPPICHHAUS NOCH £ Co. va., NSss-rskttSsr-Lt^sL« 7S . 159 Stets grBBtes Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie, echte Knttpi. und- Smyrna-Tepplphe. nwtiyi»Mi.^iin»ii-ji:inMn».nn«nniHi.wrirKoi»Miwi .wiwn—iwi-nr—»■irr» 11 n.r HacheII k« und EnodcTia« traa W W» L MusÄL» «tle^aK«©sp Wölsssimg®» 134 ALSuM.mm. & ««.. WIgr, I,, SeBerstStie Nr. 3 (PsIbSs Coburs) Telephon 15-5-35 Telephon 15-5-35 Kaistocber SWindsthauer, Wien,!. iw;( Export nach>«en Staaten Parfümerie- und @nmmiwaren Julius Spiegel jim., Wien, Hi, GlooLsyxs.sse 14 Telephon 42-1-63. Seicbes tagor ln sämtlichen ISavhensrtilceln. 412 OBEL arme IL, ZMMksISgSM R ■ Telephon 39rl-08 «ana GRÖSSTE! AUSWAHL IN LUXUS- | UND STIL¬ MÖBELN Sgebogene SESSEL MÄSSIGE PREISE __ 440 y&eniir. Lager feinster Schuhe — Mässtg\te Preise HYGIENISCHE snierik. 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August vollkommen eingeftelü. * Üsberlastuns dsr StadlbalM^Die Bundesbahndirektion Wien-West tritt mit: Mit Rücksicht auf die Einstellung des Straßenbahnverkehrs und jdis hiermit verbundene übermäßige LNansplUchnahme des Lokal-. Stadt- und Berbindungsbahnverkehrs-ersucht die BunLesbahntztrektion Wien-West das Publikum.! dt- SMteu auf diesen Linien namentlich diesen Sonnsag auf das allemotwechi-ye Mb «tnzüschrSnKen, docku die Sicherheit der!R«senden nicht gefährdtt werde. Hilfskomitee für Wluzim in Lemb«!g.. Aus. Lemberg . wird uns geschrieben:: Mtgtilizien - im allgemeinen. und die Stadt Lemberg insbesondere, wurden ob ihrer Grenz- V jtodA ofm. . RMM .Md ä»1 .MLrgguaWoMn ■ S. gllti tgP «r1«8 ■ Violen PalMna-Emigtanten und Chaluzim. welche a«! ukrainischen Flüchtlingen . sich zusammensetzen. ' Gchlagt unj gefoltert flüchten die besten unserer Jugend, beseelt von den Gedanken, .alsbald in Palästina, zu sein.' Auch in Galiziei selbst ist die M-aluzim-Bewegung in der letzten Zeit^ gewachsen Im Laufe der letzten anderchalb 'Jahre paflierien Lembers ungefähr je 1000 Chaluzim aus Rußland und Ostgalizien, vor denen die Majorität sich bereits in Erez Israel befindet.' Deri zeit befinden sich in Ostgalizien ziSa 1600 Chaluzim, und auck der Emigrationsstrom aus Rußland, wächst von'Tag zu Ta; und von Stunde zu Stunde. Größtenteils kommen hierher diese jugendlichen Chaluzim ganz mittellos und fast ohne Be^ kleidung. Es ist daher dringend notwendig, diese jungen Leut» zu produktiver Arbeit, zum Ackerbau und Handwerk vorzio 'bereiten oder sie in einem beliebigen anderen Fache auszm bilden, zumal sie infolge Einschränkung der Palästiua-Gmigra-' tion gezwungen sind, eine längere Zeit in Ostgalizien, bis zu ihrer Weiterreise, zü verweilen. Die 'Gründung von verschiedenen Schulen für Handwerk, Feldarbeit, für schwere physische Arbeit beim Eisenbahnbau u. dgl. ist notwendig. Aus diesen Gründen ist fin Lemberg ein besonderes Komitee: „Fürsorge für Chaluzim und Palästina-Emigranten beim ' Palästina-Amt in Lemberg" gegründet worden, in welchem sechs zionistische Organisationen und Vereine vertreten sind. Zum Vorsitzenden wurde Herr Sch. Kölker und zur Schatzmeisterin Frau Berta Axelrad gewählt. Das Komitee ersucht alle Zionisten um kräftige finanzielle Mithilfe. Geldsendungen sind an Frau Berta Axelrad, Lemberg, Zolkivwska 86, zu richten. *Gütervttkehr «ach Jugosiawkrn. Die Beförderung von Sendungen nach und über Sissak ist wieder ohne Einsü)ränkung zugelasten. ■— Der Gesamtverkehr nach Stationen der Strecke Humlj un--Drenovae wurde wegen Überschwemmung eingestellt. Rollende Sendungen sind anzuhalten und den Absendenr zur Verfügung zu stellen. Rach Sarajewo dürfen Sendungen, die dort zu verzollen sind, nicht angenomnten werden. Von dieser Spere werden auch Hangartransporte ans der Tschecho-Slowakei betroffen. * Die jüdische Schulsrage in Jugoslawien. Die jüdische Kultusgemeinde in Novisad (Neusatz) hat 'infolge des Umstandes, daß die Erhaltung der bisherigen konfessionellen Schulen infolge der geltenden Gesetze unmöglich geworden ist, dem Drängen von jüdisch-nationaler Seite Folge gebend, den Beschluß gefaßt, die Errichtung einer jüdischen staatlichen Schule mit serbischer. und hc6täischer Unterrichtssprache zu verlangen. * Telephon im polnischen Oberschlesien. Am 29. Juni wurde der unbeschränkte Fernsprechverkehr zwischen Wien und den in polnische Verwaltung übergegangenen Orten Oberschlesiens Kättowitz, Tarnowitz, MhSl-owitz und Königs Hütte im Leitwege über Bielitz ausgenommen. Von diesem Tage an werden die Sprechgebühren in den genannten Beziehungen nach dem für die 4. Zone irn österreichisch-polnischen Verkehr jeweils festgesetzten Betrage berechnet. Ob man auch sprechen können wird, sagt diese Kundmachung nicht, * Wetterbericht. Das Wetter ist in Oesterreich vorwiegend heiter. Ein Tief im Nordwesten hat die Westströmnng nach links abgelenkt. Die Temperaturen am Festlande sind gestiegen, Voraussage: Vormittags. heiter mit leichten Federwolken, nachmittags zunehmende Bewölkung in hohen Schichten, Temperatnrzunahme, schwache Luftbewegung. * Sitzungen im Rathaus. Der Stadtsenat hält Dienstag vormittags eine Sitzung ab. — Der Gemeinderat tritt Freitag um 4 Uhr nachmtttagS z» einer Sitzung zusammen. * Städtischer Jugendfürforgekms. Auch im kommenden Studienjahre wird ein erster Jahrgang des städtischen Jngendfürsorgekurses eröffnet. Zu seinem Besuche kann eine beschränke Anzahl von privaten Hörerinnen zugelassen werden. Anmeldungen hierzu sind bis Ende des Monats Juli an die Magistralsabteilung 7, städtisches Jugendamt, 1. Bez., Rathausstraße 9, 8. Stock, zu richten. * Die Tätigkett des polizeilichen Sittenamtes. Im Juni l. I. haben Organe des polizeilichen Sittenamtes insgesamt 197 Mädchen aufgegriffen, von denen 59 (29 Prozent) als geschlechtskrank -an die. Krankenanstalt Klosterneuburg abgegeben wurden. Unter den Angehaltenen waren 34 (57 Prozent) Jugendliche, von denen 12 (35 Prozent) als geschlechtsk.rank befunden und in Spitalspflege gegeben wurden. Wegen Kuppelei wurden zwei Amtshandlungen mit Erfolg durchgeführt. * Urania-Sternwarte. Die Urania-Sternwarte ist bei stemklarem Himmel im I u l i Montag,' Donnerstag und Samstag abends 9 Uhr deöffnet, vom 1. August an Freitag ausgenommen, täglich, und war bis zum 15. August um halb 9 Uhr und um dreiviertel 10 Uhr abends, vom 16. August bis Eyde September um 8 Uhr und um halb 10 Uhr abends. ' * Personalnachriätst. Die Kanzlei des' Rechisan'wl! -' Dr Wilhelm Eichel befindet sich nunmehr in Men, l., Zelwl'agaffe 12, Te ephon Nr. 65-4-27, Klappe 10. * Hermann BlumenthalS neuer Roman „Die Avt r ü n n i g e n" ist soeben im. Verlage Max H i ck l, W ien- Brünn, erschienen, , * LsraeMische AUianz. Spendeueingänge für mssifch- und ukrainische hunüernde Anden, ll. Verzeichnis : Michel Benies Wie«, 500.600 A.', Dskar Rochier, Wien, 100.000 Jüdische«' Realgymnasiums Drühtgasse 4, 49.000 A., ÄethünZ-Bereiti „Betk Lirael" 28.800 K., Dr. Wilhelm Sladler. Chem. Fabrltz. Liesing 10.000 K. Ungenannt durch die Kultusgemeinde Wien lO.eoO K, Bethaus-Berein hes XV, Bezirkes SM K., Ed.-Singer-Siebrech. 450 A.. Küllusgemeinde Körte iSämmluna) tz0 tfchech. A. Weiien i Spenden werden durch die Postsparkasse Wien. Konto Nr. 8152 jvder durch den Wtener-Bank-Berein. Wien, und die Böhmischl Union-Pank, Prag, aut.Konto »Ssraeltlische Allianz" erbeten. Große Auswahl von Luxus- und Stilmöbem» gebogenen Sestett -in gediegenster Ausführung. , ÄoltMtoü» AÄ-Ü. " y-; '” 4