Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1224 (28.6.1922)
- Date
- 1922-06-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980304--11539-2998001- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
w. "SÄt-.ISWVsg' Die antierrglische Agitation in Irland. London, 26. Juni. (Wolfs.) Unterhaus. DaS Haus ist dicht besetzt in ©rtotrtomg der angekündigtcu Debatte über Irland, die sich bei der Beratung des irischen Budgets entspinnen soll. Churchill gibt eine ausführliche Darstellung der gegenwärtigen Lage und erklärt, von seiten de Valeras sei alles geschehen, um die vorläufige irische Regierung zu schwächen und. den Süden von Irland in Verwicklung mit Ulster zu bringen. Lie nordische Regierung werde von der britischen Regierung um jeden Preis gegenüber allen Versuchen, sie zur Unterwerfung unter den Süden zu zwingen, unterstützt werden. Mit Bezug ans die Vergeltungsmaßnahmen in Nordirland sagt Churchill, er freue sich, zu sehen, daß die Regierung von Ulster sich in den letzten Wochen eine um vieles tatkräftigere Kontrolle der Verhältnisse gesichert habe, was durch die Tatsache bezeugt werde, daß die Ermordung Marsch all Wilsons keinerlei Gewalttaten im Gefolge gehabt habe. Jetzt aber, da die Regierung von Ulster sich in hohem Maße gekrästigt habe, sei cs ihre Pflicht, ungesetzliche Vergeltungsmaßnahmen zu verhüten und der katholischen Minderheit einen tatkräftigen Schutz zu sichern. -Churchill weist mit Nachdruck auf das Wahlergebnis in Irland als einen Beweis für die überwältigende Unterstützung hin, die der Vertrag finde. Die vorläufige Regierung sei jetzt sehr gekrästigt und demgemäß sei es ihre Pflicht, dem Vertrage in Wort und Geist Wirkung zu verleihen. Es müsse hinfort eine weit strengere Abrech n u n g gehalten werden. Die zweideutige Haltung der sogenannten irischen republikanischen Armee schlage dem Vertrage ins Gesicht. Die Tatsache, daß es in Dublin in vier großen Vierteln eine Bande von Zerrten gebe, die sich sebbst Vollzugsausschuß des republikanischen Hauptquartiers nennen, sei eine Verhöhnung des Vertrages. Von dieser Stätte der Anarchie aus würden Gewalttaten angestiftet. Von diesem Mittelpunkt aus sei eine Organisation in Bildung begriffen, die ihre Zweige in Ulster, Schottland und England habe und deren erklärte Ziele die seien, den Vertrag mit den niedrigsten Methoden menschlicher Niedertracht zunichte zu machen. Churchill schließt: Die Zeit ist gekomen, wo es weder unfair noch voreilig ist, die vorläufige Regierung und das neue irische Parlament dringend zu ersuchen, diesen Dingen ein Ende zu machen. Wird chnen nicht ein Ende, so wird es meine heilige Pflicht sein, im Namen der britischen Regierung zu erklären, daß wir den Vertrag als formell verletzt anschen, daß wir keinerlei Schritte zu seiner Ausführung oder dazu tun werden, um ihm in seinen weiteren Stadien Rechtskraft zu verleihen und daß wir unsere volle Handlungsfreiheit in jeder Richtung und in welchem Umfange es auch nötig sein mag, wieder gewonnen haben, um die uns anvcrtrauten Interessen des Reiches zu wahren. Die Sowjetdelegatiorr itst Haag. Haag, 26. Juni. (Havas.) Die Delegierten der Sowjetftgteruitg Litwinow, Krestinski^ So ko ln i ko tv und Pascal sind'in Schevenmgen angekömmen,' - Die Wahlen in. Irland. Dublin, 26. Juni. (Reuter.) Nach den nunmehr vollständig vorliegenden Ergebnissen der Wahlen in Irland sind 58 vertragsfreundliche Kandidaten der Koalition, 36 Republikaner (Gegner des Vertrages), , 17 Arbeitsparteiler und 17 unabhängige Agrarier, zumeist Vertragsfreunde, gewählt worden. Auruhen in Gleiwitz. Gleiwitz, 24. Juni. (Havas.) Bei einem Zusammenstoß zwischen französischen Soldaten und Z i v i l i st e n kam es zu einem Feuergefecht, in dessen Verlaus zwei Zivilisten schwer verwundet wurden. Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund. Paris» 27. Juni. (Tel.-Komp.) Der „Temps" ist über vie gestrige Rede Lloyd Georges, in der er den Antrag auf Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund stellte, sehr beunruhigt. Das Blatt erblickt in der Wohl des Tages — Lloyd George hielt die Rede am Tage n a ch d e r Ermordung Rathenaus einen' geschickten Schachzug des englischen Premierministers, der anscheinend die Absicht habe, die Demokratische Partei in Deutschland' zu stärken, indem er. die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund in Aussicht stellte. Der „Temps" gibt daher den Rat, man solle vorläufig alles beim alten lassen und abwarten, bis man in Deutschland vernünftig geworden sei. Jetzt sei es jedenfalls unklug, diese Frage aufzuwerjen. Tagesbericht. Iisnistisches Landeskomitee. Das Initiativkomitee und die Bezirksvertreterinnen der Zionistischen Frauenorganisationen versammeln sich heute, halb 7 Uhr abends, im Sitzungssaals des Zionistischen Landeskomitees. Tagesordnung: Bericht. Schekel-Aktion. Sämtliche Damen werden gebeten, zuversichtlich zu erscheinen und ihre Berichte sowie Schekel-Hefte mitzubringen. Das Friedenswerk des Roten Kreuzes. Der Präsident des italienischen Roten Kreuzes Senator Giovanni Ciraolo hat der Konferenz von Genua die Grünvung eines großen allweltlichen Werkes für die gegenseitige Versicherung der Völker gegen Unglücksfälle vorgeschlagen. Sämtliche Staaten sollen nach diesem Vorschläge dieser künftigen 'ntcrnationalen Kasse ihre Beiträge leisten, welche durch die Anwendung der Versicherungsmethoden vermehrt, eine entsprechende öäte erreichen will um im Lallü. der Not eine Ügrke Lviener MorgenzeiruirK. Heilsarmee zu stellen, die mit alle» Materialien und Geldreserven, mit Aerzten und Krankenpflegern versehen sein soll, um in irgendeinem Lande hilfreich eingreifenzu können. Der Vorschlag ist von den Vertretern sämtlicher Roten Kreuz-Vereinigungen angenommen worden. Auch die Konferenz von Genua nahm den Vorschlag wohlwollend auf und die Kommission, welche sich mit dieser Frage befaßte, beschloß, das Probienl'und dessen technische Durchführung dem Völkerbund zum Studium und zur Entscheidung zu überweisen. Dieses internationale Hilfswerk des Roten Kreuzes, welches damit seiner Tätigkeit während des Krieges ein gleich großzügiges - und für den Frieden berechnetes Hilfswerk angliedern würde, könnte in der Lage sein, in allen Fällen der Not, bei Erdbeben, Epidemien und Ueberschwemmungen rasch und hilfreich einzugreifen. Der Schöpfer des Gedmankens denkt daran, daß zu einem solchen Werk nichtnur die Staaten durch feststehende Beiträge, sondern auch die Staatsoberhäupter und die übrige Menschheit beisteuern müßten. Die Angelegenheit wurde in diesem Sinne, wie der gewesene italienische Ministerpräsident Luigl Luzzatti im „Corriere della Sera" schreibt, auf der' feierlichen Tagung der Roten Kreuz-Vereinigungen in Genf behandelt, über welche der Vertreter des Roten Kreuzes von Chile und gleichzeitig Mitglied des Völkerbundes Humeeus unter allgemeinem Beifall berichtete. Luzzatti schließt seinen Artikel mit der Aufforderung an den italienischen Ministerpräsidenten, die Angelegenheit durch sämtliche italienischen Auslandsvertreter allen Staaten empfehlen zu lassen. * Klub der jüdischen Mandatare. Heute um 7 Uhr abends findet im Lokal, 2. Bez., Taborstraße 20 a, eine wichtige Sitzung statt. * Max Feilchenfeld gestorben. Der langjährige Präsident der Niederösterreichischen Eskomptegesellschaft, Herr Max. Feilchenfeld, ist gestern früh nach mehrtägigem Leiden — er hatte vor kurzen: auch einen Unfall erlitten — und vorausgegangener schwerer Krankheit, kurz vor Erreichen des 70. Lebensjahres, perschieden. Präsident Feilchenfeld hat seine finanzielle Laufbahn in Böhmen, in Teplitz bei der Böhmischen Eskomptobank, begonnen. Aus ihn reicht die enge Verbindung dieses Instituts mit der Montanindustrie zurück. An der Organisation der österreichischen. Eisenindustrie hat er, vereint mit Karl Witgenstein, leitenden Anteil genommen und in dieser Richtung Entscheidendes im Bereiche ihrer finanziellen Sicherung durch Herstellung engster Verbindung dieser Industrie mit der Böhmischen Eskomptebank und der Niederöfterreichischen Eskomptegesellschaft erreicht. Er war als Jude geboren und ließ sich dann taufen. * Professor De. Diener Vektor -er Wiener AniversttSt. Bei der gestern an der Wiener. Universität unter der Leitung des derzeitigen Rektors Kofwi Professor Dr. Gustav Riehl, von den seitens der vier Fakultäten entsendeten Wahlmannern vorgeno nmenen Wahl des neuen Rektors . .wurde der neue Rektor der Wiener Universität dem bisherigen Turnus - entsprechend diesmal aus den Reihen der Professoren der Philo-, sophischen Falkultät entnommen und der ordentliche Professor für Paläontologie und Vorständ des Paläoniologifchen Znslitutss an der Wiener Universität. Kosrat vr. Karl Diener, zum Rektor für das Studienjahr 1922/23 gewählt. Das neu* gewählte Oberhaupt der Universität rouiDe am 11. Dezember 1863 in Wien geboren, studierte an der Wiener Universität Philosophie, woselbst er 1883 zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Er habilitierte sich 1886 für Geographie und später für Geologie und wevdeie sich der Paläontologie zu. * Esperanto und Völkerbund. Vor einem zahlreichen Publikum sprach' int Ingenieur- und Architektenverein auf Einladung der Völkerbundliga der Kanzleichefs d:s Generalsekretärs des Völkerbundes Dr. Tschikao Fujisawa über Wesen und Organisation des Völkerbundes und gedachte in warmen Worten Oesterreichs und Wiens, der Stadt Mozarts unh Schuberts. Der japanische Gast hielt nach einer kurzen französischen Ansprache an ■ die offiziellen Kreise seinen Vortrag in fließendem Esperanto. Die Uebersetzung ins Deutsche bewrgte mustergültig Professor Otto Simon. Im Damen der Wiener Esperaniovereine dankte in Esperanto Professor Dr. Kugo Sohl für die bisherige Förderung dev Esperaniodewegung seitens des Völkerbundes und bat den Vortragenden, er möge beim Völkerbund dahin wirken, daß Oesterreich in dieser kritischen Zeit tatkräftig unterstützt werde. ■ * Cln Opfer seines Berufes. Der kürzlich verstorbene Dakieriologr der Prager deutschen Universität, Prof. W e i 1, ist, wie Prof. Klava in einer Sitzung der tschechischen Aerzte in Prag betonte, ein O p f e r der W i s s e n s ch a f t geworden. .Bei seinen Untersuchungen-über den Flecktyphus spritzte ihm das Blut einer flecktyphuskranken Laus ins Auge und führte so seine Erkrankung herbe'. * Die Gesundheitsverhältnisse in Oesterreich. Das Volkssundheitsamt teilt mit, daß in der Woche vom 11. bis 17. d. an Blattern, Cholera und Flecktyphus in Oesterreich keine Neuerkrankung erfolgt ist. * Die Bundeslehrerbildungsanstalt in Wien. Die Einschreibung in die Vorbereitungsklasse (für 14jährige) und - in den ersten Jahrgang (für 15jährige) an der Bundeslehrerbildungsanstalt in Wien, 3. Bez., Kundmamigasse 20,. finden am Samstag den 2. Juli von 8 bis 10 Uhr, die Äufnahmsprüfungen am 3. und 4. Juli statt. Näheres ist an der Ankündigungstasel im Anstalsgebäude zu erfahren. * Wetterbericht. Voraussage: Vorwiegend trüb, Neigung zu Gewittern, sehr kühl, zunächst südwestliche, später norwestliche Winde. * Ein Sittlichkeitsverbrecher. Im dritten Bezirk trieb sich in den letzten Wochen ein junger Bursche herum, der aus der Straße junge Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren überfiel, sich ihnen gegenüber'Unsittlichkeiten zuschulden kommen ließ und sie durch Stiche mit einem kleinen Messer, meist am Bein, nicht unbedeutend verletzte. Am 19. d. allein wurden von. dem unheimlichen Menschen vier Mädchen in dieser Weise angefallen. Das Treiben des Mannes erregte unter, den Kin». dern und bei den Eltern im-Bezirk allgemeine Beunruhigung. Gestern gelang es den Kriminalbeamten' des Kommissariats Landstraße, des Mannes habhaft zu werden. Er ist der 20jährige Monteur Otto Z. Der Verhaftete, den gewisse psychische Abnormitäten zu seinem, gefährlichen. Benehmen getrieben haben dürften, war bei seiner Einvernahme vollkommen geständig. Er wurde wegen schwerer Körperverletzung und Sntlichmtsdelikte dem Landesgericht eingeliefert. . * Bahndiebstahl. Am 26. d. wurde' auf dem Transport vom Südbahnhof nach Vöslau ein Ballen Rindsledersohlen, 90 Kilogramm schwer, im Werte von anderthalb. Millionen Kronau von uukückLmttLU Tätern aeltobleM 28. Juni 1922 ' ‘ Nr? 1L24 * Ein verwegener Kasseneinbruch am Neubau. In M Nacht zmn 24. d. wurde bei einer Exportfirma in der Zolle« gasse ein verwegener Kasseneinbruch in den Bureauraume» verübt. Die Täter haben die eiserne- Kasse -kunstgerecht ,ev brachen und daraus 100.000 österreichische Kronen in verschiede,, neu Banknoten ,18.500 Lei zu 500 Lei-Noten und 5000 tsche chische Kronen entwendet. * Koscher-Selchwaren. Schönfeld. Fellner & Co.. *L Kaidgasse 5. täglich frisch. Chaluzim Rabatt. Vereine, Vorträge und Versammlungen S e n i o r e n v e r b a n d d. Z. M. V. Sämtliche Koks porationen haben zu der Versammlung des Jüdischen Mittel, schülerbundes im Zugendbeim. IX.. Berggasse 7, 7,8 Ilhr, voll zählig zu erscheinen. Anschließend S. C. — 3 üdifche Mtttelschülerbund. Keule, präzise 7-8 Uhr abends int Zugenheim. IX., Berggasse 7, Vortrag des Kenn Dr. Chainr Tartakower über „Das neue Leben im jüdische» Palästina". Am . bestimmtes und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Das V o l k s b i l d u n g s h a u s Wiener Urania fetzt auch Heuer seine Tätigkeit den ganzest Sommer hindurch fort, und zwar täglich nachmittags und abends in Großen Vortragssaale. Das Programm wird von 14 zi! 14 Tagen, ausgegeben. Vom 5. bis zum 18. Juli gelangen zw Vorführung die neuen Urania-Filme »Beherrscher der Lüfte Flieger und Flugzeugs und „Cchomburgks Fahrt durch der, Westsudan", die erfolgreichen Urania-Filme „Shackletons Süd- - polexpedilion", „Wildasrika", „Zn den Felswänden Tirols" und ' ..Unser Freund» der Kund"; ferner der neueste musikalische Wiederholungsvorlrag »Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik". Ernährung. Der Marktbericht. Die Fleischpreise steigen. Die Unterbindung der Märkte infolge des Eiseubahnevstreiks trat gestern in Preiserhöhungen für einzelne Artikel in Erscheinung. Von auswärts waren keine Zufuhren eingetroffen, doch reichten die Vorräte infolge des geringen Absatzes vollkommen für den Bedarf aus. Im Engroshanoel verteuerten. sich Fettschweine und Schweinefleisch um 50 K., Fleischschweine um 200 K., Rindfleisch um 300 K., Kälber um; den gleichen Betrag, Speck um 400 K. pro Kilogramm. Jur Detarlverkauf blieben die Preise noch unverändert, doch muß mit einer Steigerung der Preise auch hier nach den bisher gemachten Erfahrungen gerechnet werden, falls nicht durch geeignete Maßnahmen der Markt mit billigerer Ware belebt uno Konkurrenz im allerweitesten Sinne geschaffen wird. Der Verkehr hielt sich in engsten Grenzen, was wohl auch durch das nahe Monatsende bedingt ist. Die Grünwarenmärkte waren mit Gemüse reichlich beschickt. Trotzdem bleiben die Preise unverändert. Auf dem Obstmarkt waren Birnen aus Italien angekommen, die . sich auf 1400 K. pro Kilogramm stellten. Burgenländische und niederösterreichische Kirschen waren bedarfdeckend auf den Märkten. Da die Kirschen infolge des Streiks mit Automobilen, zu Markt gebracht wurden, erhöhten sich die Preise durchschnittlich um 100 K. pro Kilogramm. Inländische Eier notierten gestern auf dem Naschmarkt mit 265 bis 270 K. im Detail. Zionistische Ortsgmppe in Baden Grosser Kurhaussaal in Baden bei Wien, Donnerstag den 29. Juni 1922, halb 8 Uhr abends SmtoiMeiizertr“' Dirigent Prof. 8. Braslawsky. Mitwirkend: Oberkantor O. Margulies PROGRAMM 1. Mendelssohn, Hebriden-Ouverture 2. Braslawsky, Jüd. Volkslieder mit Orchester sssi 3. Mendelssohn, Symphonie Nr. 8 Zugunsten des Keren Kajemeth Tlsrael Bühne und Kunst. Neue Wiener Bühne. Der übermütige Schwank „Hotel zum Freihafen*' von Georges F e Y d e a u ist jetzt in der Neuen Wiener Bühne aufgetaucht und tut, wie einst, seine Wirkung. Insbesondere der zweite Akt mit seinen tollen Verwechslungen entfesselt wahre Lachstürme. Dieses Stück ist bester Pariser Import und wird noch lange willkommen'sein. Vorzüglich Herr Farkas, der auch für flottes Zusammenspiel sorgt, in der Rolle des Notars Mathieu, einer der ergötzlichsten Pariser Schwanksiguren, voll Verdienst die Herren Lessen und Smytt sowie die Damen Pauli, Forst und Puch er (letztere in einer Rolle, die nach Frau Werbeziel schreit). Herr Wurmser wird der männlichen Hauptfigur, die ihm nicht gerade liegt, nach Kräften gerecht. Das Publikum war überaus beifallsfreudig. - " . . . ' Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Bunbürh" gespielt. Im Operntheater gelangt morgen „Coppelia', „Die Prinzessin von Tragant" und „Di< Puppenfee" zur Aufführung. In der Volksoper geht heute „Die Boheme" mit Fr. Kammersängerin Charlotte Brunner von der Staatsoper . m München als Gast als Mimi in Szene. Dirigent Herr de Stermich. Beginn halb 8. Uhr..—/Morgen gelangt statt „Heitere Kunst" „Tiefland" zur Aufführung. Es ist der Direktion gelungen, Herrn Kammersänger Richard Schubert für diesen Abend als'Pedro zu gewinnen. Die. bereits für Donnerstag gelösten Karten behauen für „Tiefland" ihre Gültigkeit. ,-; Im Deutschen Volkstheater beginnt die heutige Erstaufführung von Sophokles' „König Oedipus", nnt Alexander Moissi in der Titelrolle, pünktlich um halb 8'Uhr. Im I o h a n n Strauß-Theater gelangt Freitag den 7. Juli „Ich re Hoheit — die Tänze.rin, Operette in drei Akten von Oskar Felix mtb Richard Bars, Musik van , Walter W. Gäbe. rur ErttauüübruuLr