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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-27 · Heft 1223 (27.6.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1223 (27.6.1922)
Date
1922-06-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2123 Wien, Dienstag S. Juli d. I. mit ihren Dokumenten melden. Im Falke des Nichterscheinens werden die betreffenden Nummern für ungültig erklärt und biclon keinen Anspruch auf Einreihung in den Heimkehrertranspyrt. * DegrMrrisse cm heutigen Tage. Alter Friedhof: 1i Uhr PisK Kerrr.ann. — Neuer Fried- Hof:. 9 llhr Fuchs Albert, 10 Uhr Lohn Konrad, 10 llhr 30 Min. Zucker Anna, 11 Uhr F a st Juda Leib. * Die Bolschcwikenangst vor dem Hebräischen. Der Leiter des Vildungsdepartements beim jüdischen Kommissariat in Sowjetrußland bereitet in einem Artikel im „E m e s" darauf vor, dos; angesichts des „neuen politischen Kurses" in Sowjetrnßlan'o das generelle Verbot gegen Hebräisch nicht mehr aufrechtznerhaltcn sc:. Die jüdische „Bourgeoisie" bemühe sich schon jetzt, um die Erlaubnis zur Wiedereröffnung hebräischer Schulen und Theaterkurse. Das jüdische Kommissariat wird diese E rlauönis erteilen müssen, da es nicht angeht, irgendeine lustige Operette in russischer Sprache zuzulassen und gleichzeitig ein von Ernst und künstlerischen Bestrebungen ge-' iragenes Theater nur aus dem Grunde zu verbieten, weil es-» hebräisch ist. Allerdings wird diese Erlaubnis nur unter bestimmten Bedingungen gegeben werden können, die die Gewähr bieten, daß damit lediglich sprachliche und künstlerische, nicht aber klerikale und nationalistische Tendenzen verfolgt werden. Demgemäß müssen jüdische Kinder unter 13 Jahren auch fernerhin vom hebräischen Unterricht ausgeschlossen bleiben, da nur Erwachsene mit unnützen Unterrichtsgegenständen belästigt werden dürfen. UeberdicS wird in den hebräischen Sprachkursen weder jüdische Geschichte noch hebräische Literaturgeschichte oder jüdische Kulturgeschichte unterrichtet werden dürfen, sondern einzig und allein Hebräisch als Sprachgcgenstand, wobei den Svwjetbehörden ein genauer Lehrplan einschließlich der zu benützenden Lehrbücher vorzulegen sein wird. Ebenso werden Geldsammlungen für diese Institutionen verboten sein. Die Konzessionen werden nur an Privatpersonen oder an legalisierte Gesellschaften verliehen werden, keinesfalls aber an die religiösen jüdischen Gemeinden, denen die Errichtung oder die Erhaltung solcher profaner Institutionen durchaus verboten bleiben soll. Zur Leitung und Verwaltung dieser Kurse werden bloß solche Personen zugelassen werden, die der Räteregierung und ihrer Bildungspolitik zumindest loyal gegenüberstehen, da Garantien notwendig seien, daß diese Institutionen nicht als Basis für den Z i o n i s m u s gebaut werden. (I. C. B.) * Wa8 will der Keren Hajessod? Zwei interessante Publikationen veröffentlicht soeben die Abteilung für Zentraleuropa des Keren Hajessod in Berlin. Die genannte Broschüre ist eine Propagandabroschüre, wie sie für die Keren Hajessod- Arbeit seit langem gewünschtwurde. Sie enthält alle Angaben, die in der Aktion für den Keren Hajessod von Belang sind, eine Darstellung der Grundlagen" der jüdischen Palästina-Arbeit, ihrer finanziellen Notwendigkeiten, der Bedeutung und der Struktur des Keren Hajessod und der Leistungen dieses Fonds, sowie Abhandlungen über die Bedeutung des jüdischen Siedlungswerkes in Palästina, über die Politik der Mandatsmacht, die AraÜerfrage usw. Die Broschüre gibt eine lückenlose Aufklärung über den ganzen Komplex des Keren Hajessod und ist zweifellos geeignet, die Propaganda für den Keren Hajessod wesentlich zu vertiefen. Die zweite Broschüre, „Anleitung zur Keren Hajessod-Arbeit", ist eine Jnstruktionsbroschüre und enthält eine systematische Darstellung der Technik der Aktion für den Keren Hajessod. Sie stellt einen neuen Typ von Propagandabroschüren dar, eine Art Abc-Buch der Arbeit, wie es die Keren Hajessod-Arbeiter schon lange vermißt haben. Beide Broschüren zeichnen sich durch gute Ausstattung aus. Den Umschlag hat Josef B u d k o entworfen. *Der Druckfehlerteufel. In unserer Sonntagsnummer hat. sich der Druckfehlerteufel einen recht hübschen Scherz erlaubt. In dem Artikel „Der Friedenspalast im Haag" wird auch von einem dortselbst befindlichen Stuhl mit dem Wappen der alten Donaumonarchie gesprochen, welcher das bekannte Motto „indivisibiliter et inseparabiliter" trägt. Der Druckfehlerteufel hat sich nun nicht damit begnügt, das erste der zu zungentechnischen Studien einladenden lateinischen Worte zu entstellen, er hat ein Uebriges getan und die nicht mehr zeitgemäße Uebersetzung „unteilbar' durch „unheilbar" ersetzt, welche allerdings aktueller anmutet. * Ausstestungen im amerikanischen Senat. Im amerikanischen Senat hat man zu dem Mittel der Ausstellungen gegriffen, um gewissere Anträgen einen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. So gab es neulich eine Exposition von Frauenröcken, damit die Senatoren über die Notwendigkeit ihrer Verkürzung .oder die Beibehaltung ihrer Länge urteilen können. In der vorigen Woche wurde der Senat durch eine Schaustellung von Importartikeln aller Art, wie Scheren, Rasiermesser, Spielzeuge, u. dgl. überrascht. Die Ausstellung sollte beweisen, daß die amerikanischen Produkte die Konkurrenz mit den billigen Auslandsartikeln nicht aushalten können und stand im Zusammenhang mit einem Antrag des Senators Mac Cumber gegen die Zolltarife. Mae Cumber behauptet, daß die großen amerikanischen Warenhäuser fast ausschließlich "'uslandswaren unter den billigen Artikeln führen. - * Ter abgeführte Bernhard Shaw. Bernhard Shaw, das Enfant terrible der korrekten englischen Gesellschaft, läßt sich bekannilich keinerlei Fessel auserlegen und ist bekannt durch die Rücksichtslosigkeit, mit der er seine Meinung offen heraussagt. Vor kurzem wurde er nun, wie „Daily Mail" erzählt, von einer Dame der englischen hohen Gesellschaft zu Mittag eingeladen, auf welche Einladung der Schriftsteller mit dem folgendem Telegramm reagierte: Keine Spur! Was habe ich begangen, um einen solchen Angriff auf meine bekannten Gewohnheiten zu provozieren? Darauf erfolgte prompt die folgende telegraphische Antwort: Ich kenne Ihre Gewohnheiten nicht; aber ich hoffe, daß sie nicht so schlecht sind wie Ihre Manieren! Und der bekannte Humorist konnte nichts anderes tun, als die schlagfertige Antwort anZuerkennen. Wrsrrev MortzenzsArms. MM An die geehrten AbsrmenLsrr , . «yd, Leser der Wiener TagesZsiLurrgLK! Dis in Ssr letzten Zeit neuerlich eingstreLene enorme Werterrerüng aller zur KvrftsLrmg Ssr TageszMwLsrr notWenSigsu AshittarerrsHskr, insürsorrvsrs Sie dsösutSNds Erhöhung Ser PgNisrprsife sowie Sie forlgsseUe SLeiFsrang Ser Gshatte rrnS Löhne zwingen Sie Wiener TageszeMmgen, Sie Mvnnernerrtsrmö Derschzechprsife ahermals zu. erhöhen» um öen Fsrtbesrcnö SsrselLen «och zu ermSgÜcheri. Dis geferligZs BsreiniMND hvM, Satz Sie geehrten Leser ösr Wiener Tageszeirnngen Sie zwlttgenösrr rrnü mrabwersLaren Gründefür Sie Erhöhung Ser SlSonne- ’mmls* rmS VerfchleitzUreise würdigen werden» «nö giL! Ser Erwarrrmg Llnsörurlr- Sag Sie gsehrlen ALonnsnien uns Leser ihrer gewohnten Lageslekküee trotz Ser §s!mösr?en AsrhiMnifse ihre AnlMglichkett bewahren werösn. Kschüchkrmgsvsll Die Vsre'migimg der öfterVoichschen Lageszeitlmgen. # * DemZAfolge betragen die neuen Bezugspreise Ser „Wiener MorgenzeUung" ab 1. Z«N 1922:^ Abormerrrertt für Wien (zrrm Abholers im Gxpeöi! ober in Sen WsrsHlerWetten) Monatlich. K. 2900*— Oesterreich monaMch ..K. 2909*— Lfchechy-Slowaksi monatlich .... tschech. K. 20*— Polen monatlich.......... pol«. Mark 880*— JNZostaWisrr «wncUich ......... Dinar 28*— DsnifchisnS monatlich.Mark 69*— AumKnier; monatlich.. . Lei 48*— Kvllemö monatlich. . ..holl. fl. 1*50 Italien mvnMich .......... . .Lire 6*— Schweiz mvrrrrMch ...... fchwsiz. Fsanke« 3.— Frankreich monatlich ......... Francs 6 — DelgisN monatlich.. belg. Francs 6*— England monatlich. Schilling 3*— Amerika monatlich . . . . .... . . Dollar —*80 BerschLeißpreife ab Montag- M.Zimi: Einzelnummer an Wochenrmd Sonnlagen . Ä. 108*— Monlagsnummer . .... K. 80*— ZührfteLeL: . Oesterreichischss Postfparkassenkonko 150.693. Tschecho-flvwakischss YsstsparÄsssenkvnio (Prag) 89.351. - Polnisches Postsparkastenkonko (Warschau) 130.227. Deulsches Postscherkkonto (Berlin M 7) 108.722. Rumänien (Tzernowitz): Allgemeine Depositenbank Ezernowitz. Schweiz; Schweizer Wolksbank in St. Gallen. Jugoslawien r PostsAarLafsenkonko (Zagreb) 40.088. Italien: Soziela Si CreSils Eommerciale Triefte» Via Mazzini 80. Die Verwattung Ser „Wieaer MorgenzeLLurrg" Msn, IS.» LaborsLratze 1—3. Telephon 44.033» 43.219. 'ArifjV c’.y rf * Wiedereröffnung des Genesungsheims der Wiener Kaufmannschaft in Gietzhübl bei Mödling. Das vom Gremium der Wiener Kaufmannschaft vor dem Kriege betriebene Genesungsheim in GießhM bei Mödling wird anfangs Juli, nach durchgeführter Renovierung, . seinem, ursprünglichen Zwecke wiedergegeben. Es soll dorzüglichevweise zu? Aufnahme. von erholungsbedürftigen Kaufleuten und Angestellten und Angehörigen von solchen dienen. * Tod einer jüdischen Philanthropin. - Aus Philadelphia kouunt die Nachricht vom plötzlichen Ableben der in Lemberg gebürtigen und dort seit -Jahren wohnhaft gewesenen jüdischen Wohltäterin Frau Auguste Weber, einer Schwester' des bekannten jüdischen Dramaturgen Richter. Die Verstorbene Hatz kurz.nach"'den Pogromen ein jüdisches Frauenkomitee organisiert, mit dessen Hilfe sie eine sehr segensreiche Aktion zugunsten der Kriegswaisen in Galizien und der Ukraine entfaltete. Das Komitee hat, wiederholt größere Summen zuhanden eines Lemberger Fünfer-Ausschusses überwiesen. ' Der Tod dieser jüdischen Philanthropin, welche eine Reihe großzügiger Aktionen planie, bedeutet einen schweren Verlust für die jüdischen Kriegswaisen. * Ausweisung eines .Horthh-Agenten aus der Tschecho- Slowakei. Der Chefredakteur des neuen ungarischen Tagolattcs „Vraga Magyar Hirlap", Bela' Henryk, wurde wegen staatsfemdlicher Propaganda aus der Tschecho-Slöwakei ausgewiesen. *10 Millionen Dollar für Preßburg. Wie die Korr. Her-> zog meldet, hat die amerckanische Finanzarilppe Rockefmeroer Stadt Preßburg eine Anleihe von 10 Mmionen Dollar angeboten. *Die Erhöhung der Spielävgave. Am 1. Juli tritt die Verordnung des Bund^LniIn : eriuws'sür soziale Verwaltung über, die neue Sp i e l a b g a b e ü r d n u n gin .Kraft. , Die für den Eßnpfana der Spielabgabe verantwortlichen Personen des Gast-und Schankgewerbes Haben dre neuen Kontröllvlo'cks bis längstens 30. d. in den Rechnungsabteilungen der magistratischen Bezirksämter zu-beschaffen und ab 1 Juli zu verwenden^ . - ■ 27. Juni 1922 Seite 5 * Preistreiberei im Flelschverkauf. Am 12. April d. I. verkaufte der Fleischhauer Karl Pöltl, Döblinger Hauptstraße Nr. 18, 11 Dekagramm Kalbsschlögelfleisch ohne Knochen und einen begegebenen eingehackten anderswoher stammenden Kalbsknochen im Gewichte von 9 Dekagramm zum Preise von 800 K. Da die Zuwage von 9 Dekagramm Knochen zmn Gewichte von 11 Dekagramm Schlögelfleisch "eine krasse Benachteiligung dos Käufers und daher eine Preistreiberei darstellt, wurde Pöltl vom Kriegswncheramte dem.zuständigen Gerichte angezeigt. * Palästina-Amt Wien (Fürsotgefonds für Palästina- Emigranten). Der im Spendenansweis Nr. 6 am 28. d. irrtümlich angeführte Betrag von 6000'K. läutet richtig: „bei Dr. Leopold M e i s e l erlegte Busse 60.000 K.". * Aamhosts SpeuSs« Sie «oklsiöenSs« SkuSenks« irr Oestereeich. Zur Lindeiung der Not der jüdischen Studenten in Oesterreich überwiesen dem Jüdischen Kochschulausschuß, IX., Zimniennannplaß 8. Julius Ä o s e n b l a t t, New Porß. 775.000K.,KerenKajessod-Komiteein Nowe-Zamßi, Slowakei, durck Dr. L. Weiß 300 tschech. K.. Michael Gott e i n L E o.. Ernestine I o ü l je 60.000 K., Georg K ö n i g L B r u d s r in Wien als Kranzablöfe für K. W v x a \ e {*., Amststten, S. F. D e m b i tz e r, Chicago, Pauline W o y l ie 25.000 K., Eduard Korowih Reffen 20.000 K., Louise B a r d. B. T r a g e r, Ludwig Klempner. Sammlung Dir. Eduard Kuh. Dr. Fonas Borak, FvllesL V o r s ch 1 r m, K irschmann LCo., Norbert Lammen-, f c ld, Michael B en ie s. Nathan L i p s ch ü tz je 10.000 K. * Oesfönttiche Syuagogenkonzsvle. Der Vorstand der Synagoge Königsteinerstratze in Frankfurt a. M. hat es unternommen, öffentliche Synagogenkonzerte zu veranstalten, um auf solche Weise das Interesse für die jüdisch-religiöse Musik zu verbreiten. «K)Wachvegams» fchrvsv evzreybarr KinSsv. Spezial» wst'.iut E m i n g er, XVIII., Schulgasse 45. * Oesfenttichss Rsformrealgymnaftum für Mädchen ll., Kollandstraße 4, staatl. subventioniert. Vereine, VortrZge und Bersan-Mkungen. Z i o n i st i s ch e Sektion W i e d e N'- M a r g a» reten. Keuie um V-9 Uhr im Sitzungssaal des Margaretentempels dringende Ausschuß sitzung. — Der Verband der städtischen A n g e ft e l l t e n, hat für heute eine Versammlung aller städtischen Angestellten» soweit sie in der Organisaiion zusämmengefaßt sind, um 6 Uhr. abends in W e i g l s D r e h e.r p a r k einberufen. Tagesordnung: Kundgebung der gewerkschaftlichen Einigkeit in der Organisation. — Delegierte »Versammlung der Lehrer» selltion desVerbandes der An ge stellten derStadtWienam Freitag den 30. d. um 5 Uhr nach»» mittags im Sosefssaale des Lehrerhauses» VIII., Josefsgasse 12. Urania. Keule 5 Uhr (Großer Saat): Unser Freund, der Kund: — Marionettenkrieg. — V5S Ahr (Großer Saal): Schriftstellerin Elfrtede F ü r ft6 n f'e l d: Der Böhmerwold. Adalbert Stifters unerlöfte Keimll. — Vr3 Uhr (Kleiner Saal) : Universitätsprofessor Dr. Franz Werner: Die Tierwelt Oesterreichs. M. — V»8 Uhr (Kurssaal) - Oberrechnungsrat Robert B all e r: Einführung in dis photographische Praxis. IV.— Vg8 Uhr (Klubsaal): Dr. Richard Korn: Charakter und 9n> ielligenz. M. — Die eigenartige Schönheit des Ennstales wird akademischer Maler S ch a f f r a n morgen */°8 Uhr im Kl-inen Saale der Urania in Wort und Bild schildern." Ernährung. Die LeSensMiLLelmLrkLe- Auf den Lebensmittelmärkten herrschte gestern, w:s gewöhnlich am Montag, ein sehr schwacher Verkehr. Es zeigte sich weder an Fleisch noch an Gemüse Knappheit, da sich der Konsum infolge der hohen Preise in äußerst bescheidenen Grenzen hielt. Nur an frischer Milch machte sich Mangel fühlbar, da die Transporte infolge des Streiks nicht rechtzeitig erngetroffen waren. Auf dem Zentralviehmarkte verhandelte gestern vormittags der amtsführende Stadtrat Ko kr da mit den Vertretern des Gremiums der Viehhändler und der Genossenschaft der Fleischhauer sowie mit den Großschlächtern der Großwarkthalle. Er legte ihnen nahe, es trotz der geringeren Beschickung zu keiner Steigerung der Preise kommen zu lassen. Die Vertreter der Großschlächter erklärten, daß eine Steigerung der Viehpreise nicht Platz greifen werde, weil die Marktlage ungemein flau sei. Eine weniger zustimmende Haltung nahmen jedoch die Vertreter der Genossenschaft der kleinen F l e i s ch- Hauer ein/ Die Vertreter des Gremiums der V i e hh an dl er erklärten, daß es zu keinen nennenswerten Steigerungen kommen werde, wenn die Fleischhauermeister nicht selbst die Preise überbieten. 'Die Vorstehung der Genossenschaft der Fleischhauer sicherte eine entsprechende Einflußnahme bezüglich der Unterlassung überstürzter Käufe zu. Ueber Wunsch des Gremiums der Viehhändler ließ Stadtrat Kokrda sämtliche am Markte anwesende Kommissionäre und Händler zu sich bitten und legte ihnen nahe, von jeder Preis st eigerung gegenwärtig Abstand zu nehmen. Das Ergebnis der Intervention war, daß die Viehhändler und Kommissionäre erklärten, daß. sie sich im allgemeinen an die Preise der vergangenen Woche halten werden. Stadtrat Kokrda konnte sodann feststellen, daß die Nachftage keine überstürzte' war, . und tatsächlich die Preise sich im allgemeinen an die der vergangenen Woche anpatzten. Stadtrat Kokrda besichtigte sodann den Naschmarkt, um die Wirkungen des Eisenbahnerstreiks aus die Versorgung mit Obst und. Gemüse festzustellen. Die Versorgung war vollkommen normal, da die Eisenbahner ihre Zusage, daß Waren leicht verderblicher Art befördert werden, e i n g e h a l t e n hatten. Aus dem Burgenland war die Ware mit Automobilen nach'Wien, gebracht worden. . wucmö&zflm HIRSCHEN11! Hirschenhaus INI en und Damen 140 cm imKmlxd

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