Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1221 (25.6.1922)
- Date
- 1922-06-25
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980301--11516-2997975- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 14 Wien, Sonntag CONTiNENTALE BANK Wien, 1., Marc Aureisiraße 5-7 uiimiiimtiiiittiiinmiiiiiiiiiiiTiimiiuu Tel. Nr. 20-4-S6. 20-5-S1, 20-6-48, 22-5-78 Telegramm » Adresse: Contlnentalbank 133 Wechselstube, N, Bösendorferstrasse Ne«. 4 Wechselstube, ll.tTaborstr. 46a. Tel. 48-4-38 Bank und Wechselhaus WippBIngerstraße I. WIppIlngerstraBe 1. Telephon 14-3-78, 12-5-09 BfllllllllllBIIIIBIBBUllBBBIHIBBBBBIIlB Die Konferenz zur Hebung der Arbeitsproduktivität. Der Bundesminister für soziale Verwaltung Schmitz hat in seinem Expose am 7. d. im Nationalrat namens der Regierung mitgeteilt, daß er zur Besprechung der Schritte, die einzuleiten sind, um die Arbeitsproduktivität zu steigern, eine Konferenz der beteiligten wirtschaftlichen Kreise und Vörtretungskörper einberufen werde. Diese Konferenz war für den 26. d. geplant. Mit Rücksicht auf die seit einigen Tagen schwierigen Kollektivverhandlungen zwischen einem bedeutenden Teile der Industrie und den Gewerkschaften tvurde aus den Kreisen der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer der Wunsch geäußert, die erwähnte Konferenz noch nicht am 26. d. abznhalten, Der Bundesminister für soziale Verwaltung hat diesem Wunsche Rechnung getragen. Die Konferenz wird daher später stattfinden. Amtliche Kurstabellen der Wiener Börsekammer für April 1922. In Fortsetzung ihrer mit März 1922 begonnenen Veröffentlichung läßt die Wiener Börsekammer nunmehr die Kurstabellen für April 1922 erscheinen. Diese Tabellen, welche außer den während des betreffenden Monats festgestellten Tageskursen der amtlich notierten Effekten auch die Clearing- (Geld-) Kurse der Devisenzentrale sowie die von der Kammer ermittelten Schätzwerte für das Monatsende enthalten, werden vom Bundesministerium für Finanzen als Gundlage für die Gebührenbemessung anerkannt. Der „Bienenkorb". Ein Konsortium, au dessen Spitze die Reichenberger Firma Liebig u. Co. steht, geht, wie das „Prager Tagblatt" meldet, daran, die Wiener Porzellanm a n n f a k t ur, die 1864 aufgelöst wurde, zu neuem Leben Zu erwecken. Mit einem Kapital von mehreren hundert Millionen Kronen soll im Weichgebiet Wiens unter dem Namen „Wiener Porzellanfabrik A.-G., vormals staatliche Porzellanmannfaktur", ein Unternehmen gegründet werden, das, an die Traditionen der bestandenen Fabrik anknüpfend, Luxusgegenstände Herstellen soll, die den feinsten Erzeugnissen von Meißen und Nymphenbnrg ebenbürtig sein sollen. Auch die berühmte alte Marke, der sogenannte Bindenschild, im Volksmunde „Bienenkorb" genannt, soll wieder erstehen, der von der Verstaatlichung der Wiener Manufaktur 1744 bis zu ihrem Ende 1864 im Gebrauche war. Die Negierung bringt dem Projekt das größte Interesse entgegen und beabsichtigt, dessen Ausführung dadurch zu erleichtern, .daß sie der Gesellschaft ein staatliches Gebäiwe für die Fabrikszwecke zur Verfügung stellt. Eine neue Viehexportunternehmung in Bukarest. Wie uns aus Bukarest gemeldet wird, gründete sich dort unter dem Namen Zoon eine neue große Aktiengesellschaft mit .einem Aktienkapital von fünf Millionen Lei, welches auf zehntausend Aktien aufgeteilt ist. Das Unternehmen wurde für den Biehexport gegründet, wobei hauptsächlich das Vieh vom Banat und aus Siebenbürgen in Betracht kommt. Für den Viehexport aus Siebenbürgen und dem Banat wurde in Temesvar eine Filiale errichtet. In der Direktion der neuen Aktiengesellschaft fitzen unter anderen Fürst Barbu Stirb ei Und der gewesene Agrarminister Garoflied. Die Statuten des neuen Unternehmens find bereits im Amtsblatt erschienen. Kapitalserhöhung der Bank- und Wechselstuben-Aktien- * gesellschaft „Mercur" (Mereurbank). Auf Grund früheren Generalversammlnngsbeschlusses bietet die Bank- und Wechselstuben-Aktiengesellfchafr „Mercur" den bisherigen Aktionären 875.000 Stück neue, ab 1. Jänner 1922 dividendenberechtigte Aktien im Verhältnis von drei alten zu einer neuen Aktie zum Kurse von 4000 K. zuzüglich 5 Prozent Zinsen vom Bezugskurs ab 1. Jänner 1922 in der Zeit vom 26. d. bis 3. Juli znm Bezüge an. Nach Durchführung dieser Erhöhung wird sich das Eigenkapital (Aktienkapital und ausgewiesene Reserven) auf rund 3,4 Milliarden Kronen belaufen. Internationale Handelsbank in Wien. In der am 23. d. stattgefunoenen fünften ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Internationalen Handelsbank, die unter dem Vorsitz des Präsidenten Sektionschefs a. D. Dr. Adolf Müller abgehalten wurde, erfolgte die Annahme-sämtlicher Anträge der Verwaltung einstimmig. Es gelangt der Coupon von 140, respektive 70 K. pro Aktie ab 26. d. zur Einlösung. . Dem vorliegenden Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß sich dir Internationale Handelsbank im abgelaufenen Geschäftsjahre an der Gründung der Austro-Holländischen Bank, an der Bankkommanditgesellschaft Dr. Kindler u. Ko., an der Eisenstädter Bezirkssparkasse beteiligt hat und daß die Erweiterung des letztgenannten Instituts zu der Bank für das Burgenland durchgeführt werden soll. Die Ost-Bank A.-G. in ' Czernowitz nimmt eine weitere erfreuliche Entwicklung; die Erhöhung des derzeit 15. Millionen Lei betragenden Aktienkapitals aus 25 Millionen Lei ist beabsichtigt. Die älteren Beteiligungen an industriellen Unternehmungen entwickeln sich alle ausnahmslos in durchaus zufriedenstellender Weise. Der Bericht hebt unter anderem hervor, die „Abadie", die Zettlitzer Kaolinwerke A.-G., die'„Kaolina" Karlsbader Kaolinindustrie-A.-G., die „Epiag" Erste Böhmische Porzellanindustrie-A.-G. in Karlsbad, die „Dutag" Dampfziegelei und Tonwarenfabrik-A.-G., die „Jriag" Internationale Roholindustrie-A.-G., die „Mondial" Internationale Filmindustrie- A.-G., die Pulverfabrik Skodawerke. Wetzler A.-G. u. a. Wiener MorgettZe^mrg. Cosmanos, Vereinigte Textil- und Druckfabriken. Von den auf Grund des Beschlusses der ordentlichen Generalversammlung vom 24^ Jänner d. I. neu zur Ausgabe gelangenden, ab 1. Oktober 1921 dividendcnberechtigten Aktien der Cosm a n o s, Vereinigten Textil- und Druckfabriken, werden 22.500 Stück denbisherigen Aktionären zum Preise von 600 tsch. K. (Zahlung Prag) tel quel per Stück derart zum Bezüge angeboten, daß auf je acht alte Aktien drei neue Aktien bezogen werden können.- Das Bezugsrecht ist bei sonstigem Verfall in der Zeit vom 23. Juni bis einschließlich 1. Juli d. I. in Prag bei der Zivnostenska banka v Praze und in Wien bei der Allgemeinen österreichischen Bodenkreditanstalt oder deren Stadtbureau (1. Bez., Kärntnerstratze 49) ausznüben. Liquidierung des tschechischen Zuckershndikats. Prag, 24. Juni. Wie das „Prager Tagblatt" meldet, ist die Liquidierung des Zuckersyndikats in einer gestern abgehaltenen Sitzung der Znckerexportgesellschaft, und. des Syndikats beschlossen worden, da die Exportabschlüsse mit dem Ausland vollständig eingestellt werden und die noch verbleibenden Bestände für den inländischen Konsum bestimmt sind. In der Kampagne 1921—22 wurden insgesamt 3,156.000 Meterzentner Zucker verkauft. Ausfuhr von Geflügeleiern aus Polen. Wie das Handelsmufeum mitteilt, wurde die Ausfuhrgebühr für Geslügeleier in Polen, die bis jetzt 10 poln. Mark pro Stück betrug, mit Verordnung des polnischen Finanzministers vom 30. Mai 'd. I. mit 60 Prozent vom Ausfuhrgewinn festgesetzt. Stempelgebühren für Spielkarten in Italien. Wie das Handelsmuseum mitteilt, wurde das im November 1916 in Italien geschaffene Verkaufsmonopol für Spielkarten durch eine Stempelgebühr ersetzt, welche ab 1. Juli d. I. eingehoben wird. Die Stempelgebühr betrügt für gewöhnliche Spielkarten 1.50 Lire, für Lüxusspielkarten 3 Lire für jedes Paket. Die aus dem Ausland eingeführten Spielkarten werden hinsichtlich der Gebührenbemessung den in Italien erzeugten gleichgehalten. Nähere Auskünfte erteilt die Zollabteilnng des Handelsmufeums, Wien, 9. Bez., Berggasse IG.* Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung") Trotz der geänderten Börsestunden zeigte der gestrige Markt starke Frequenz, doch machte sich der frühere Schluß des Verkehres in geschäftsstörender Weife bemerkbar, nachdem fremde Interessenten, die mit den Morgenzügen hier anlangen, kaum in der Lage sind, ihre Geschäftsabschlüsse zu perfektuieren. Vir. vm Eine Hinausschiebung der Sperre wäre für den Geschäftsver« kehr von sehr nachhaltiger Wirkung. Der gestrige Markt ver. kehrte in sehr fester Tendenz, verursacht in erster Reihe durch dir Steigerung ausländischer Val'uten. Das Importgeschäft ist unter diesen Umständen gänzlich ins Stocken geraten, do die in Händen hiesiger Eigner befindlichen Waren billiger erhältlich sind als die Markipreise im Auslande. Das Angebot zeigte ziemlich kleinen Umfang, aber auch die Kauflust war nicht hervorragend lebhaft und Abschlüsse, die über Deckung dringendsten Bedarfes hinausgingen, wurden abgelehnt.. Im ländischer Weizen wird mit K. 926 bis 950, Roggen mit K. 820 bis 825, Gerste mit K. 700 und Hafer mit K. 760 bewertet. Gehandelt wurden Spalterbsen zu K. 1000 bis 1100, Weißbohnen zu tsch. K. '2, slowakische Gerste zu tsch. K. 2.50 bis 2.60 Wien, Kaschauer zu tsch, K. 2.46, Roggen zu K. 812.50 Wien, ungarischer Roggen zu K. 860 Wien, Backmehl zu 1300 bis 1360 Wien, Beczkereker Nuller zu K. 1320 Wien, doppelgriffiges ungarisches Nuller zu tsch. K. 4.36 und griffiges zu tsch. K. 4.15 Wien. Amerikanisches first clear Falcone (exekutiv) zu K. 1270 ab Lager Wien. In jugoslavischem Nuller lagen Offerte zu fug. K. 24 vor, doch gelangten Mschlüsse nicht zu unserer Kenntnis. Reis ist unverändert zu 14 Schilling 6 Pence waggonfrei Hamburg erhältlich. Rauhfutter ist bei schwachem Ansgeb«ä steigend. Die Devisenkurse.. Zürich. 24. Juni. (Devisenkurse. — Milgeteitt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 1,55 (1.60), Holland 202.60 (203.25), N.'w York 52875 (527*75), London 23.27 (23.32). Paris 44.65 (45.10), Mailand 24.65 (25.25), Brüssel 42.60 (42.85), Kopenhagen 112.50 (112.25), Stockholm 135.10 (135.25), Christiama 87.10 (87.50), Madrid 81.60 (82.-), Buenos Aires 188.50 (188.-). *-raq l0.10l10.07VJ, Budapest—.53 V,(—-53). Agram 1.70 (1.72»/,). Sofia 3.47 (3.50). Warschau—.11»/. (—.11V.)» Wien Geld —.03 (—.03 V»), Wien Ware (—.—), Oesterr. gest. Kronen Geld .03°/g (—.03°/.), Oesterr. gest. Kronen 'Ware (---). Berlin» §4. Juni. (Devisenkurse.) Wien alles ), Wien abaestempslt 1.88 (2.03). Prag 654.15 (632.70), Budapest 34.25 (34.05). Berlin, 24. Juni. (Kurse der Devisenzentrale.) Roten: Dollar 347.15 (329.65), Pfund 15,6.25 (1460—3, Italienische 1648.25 (1580.25), Polnische 7.50 (7.37»/,). Tschechoslowakische 655.50 (634.25). Alte österreichische —(—.—), Oesterr. gestempelte 2.— (2.05). Amsterdam» 24. Sunt. (Devisenkurse.) London 11.50 (11.48V,), Berlin 0.77 (0.78%), Barts 22.05 (22.22'/,), Schweiz 49 30 (49.25), Wien 0.01.45 (0.01.55), Kopenhagen 55.50 (55 55), Stockholm 66.50(66.60), Christiania 43.- (43:25), New York 261.— (260.25). Brüssel 21.- (21.07V,). Madrid 40.45 (40.50), Italien 12.40 (12*50), Budapest 0.25 Sportprogramm für heute. Fvtzball. Kakeah—Wacker (M.).Wacker-Plah ... 6 Uhr Rapid—Audolsshügel(M.) . . . Rapid-Plah ... 6 „ W. A. F.—Amateure (M.) . . . Amateur-Platz . . 6 „ Simmering—F. A. C. (M.) . . . Simmerwger-Plah 6 „ Kadimah—Vindobona (M.) . . . Jedlersdorfer-Plah »/»I I „ Borochow—Borussia F.) .... OslmarK-Piatz . . 10 „ Kawir—B. D. V. (F.).Bewegung XX-P?ah 9 S. F. C—Liberias (§.).Red Star-Platz . »/,11 „ Achim—Kaiiermüblen-Sen (F). . Kmiermühlen-Platz 9 „ Gideon—Concordia X (F.) . . . Lainzer-Plch ... 6 , Deutsche Kampsspiele. Tennis: Die Wiener geschlagen. — Fußball: Süddeutschland und Westdeutschland in der Entscheidung. Aus der Fülle der interessanten Tennisspiele ragten gestern die beiden Damenkämpfe in der Vorschlußrunde hervor. Dr. Friedleben hatte einen schweren Dreisatzkampf gegen die Wienerin Fr. Redlich zu bestehen, die das Spiel 3:6, 6:1, 6:4 verlor. Das andere Vorschlußrundespiel führte Fr. Neppach Und Fr. Kaeber zusammen, von denen letztere wider Erwarten Frl. Weihermann 6:0, 6:3 vorher geschlagen hatte. Im Spiel gegen Fr. Neppach zeigte Fr. Kaeber blendende Schläge und vermochte den zweiten Satz 6:0 zu gewinnen. Anscheinend hatte sie sich dabei etwas ausgegeben, denn sie verlor den lehren Satz 6:3, ein Ergebnis, das Fr. Neppach auch im ersten Satz erringen konnte. Den Endkampf bestreiten Fr. Neppach und Fr. Friedleben. Von den Herren-Einzelspielen ist der Sieg von Kupsch über den Wiener Relly 4:6, 6:3 zu erwähnen, ferner von Moldenhauer über Schomburgk 6:1, 6:3 und von Gr.n»-)h, Wer Uhl 4:6, 6:2, 6:3. In den Doppelspielen siegten Klemschroth-Rahe Wer Sporberg-Z-mder 6:3, 6:3 und das Ehepaar Schomburgk über das Wiener Paar Fr. Ncdlich-Araf Salm 9:7, 6:1. Bei ausgezeichnetem Wetter und starkem Besuch wurde gestern im Stadion die Zwischenrunde um den Fußbällpokal ausgespielt. Im ersten Zwischenspiel erlebte die Berliner Mannschaft eine böse Ueberraschung, va sie von Westdeutschland mit 2:0 abgefertigt wurde. Die Westdeutschen traten bis auf den Halblinken Claus Oehler, an dessen Stelle Friederen 1 (Duisburger Spielverein) tätig war, in der angekündigten Ausstellung an. Berlin mußte auf die Dienste feines besten Spielers, Tewes, der erkrankt ist, verzichten. Für ihn versah Wiegand (N. N. W.) den Posten des Mittelläufers. Die Westdeutschen gaben überraschenderweise ein schönes, flaches Zusamenspiel zum besten und waren im Gegensatz zu den Berlinern viel schneller am Ball. Die Berliner Stürmer spielten mehr als matt. Der Halbrechte Sobeck vergab die besten Gelegenheiten. Wolter lvielte zu selbstsüchtig, und Rolack ohne rechte Angriffslust. So kam es denn, daß die Rheinländer, obwohl Berlin weit mehr Torchancen hatte, dem Spiel schon vor der Pause eine entscheidende Wendung geben konnten. Der mit gutem Schnßvermögen begabte Halbrechte Lücke (Juru- Düsseldorf) erzielte in der 23. und 26. Minute zwei wunderschöne Tore, davon das zweite im Alleingang. Kurz vor der Pause schied Mohns vorübergehend aus und wurde von Hein vertreten. Mit vier Stürmern gelang es natürlich erst recht nicht, sich erfolgreich durchzufetzen. Halbzeit 2:0 für Westdentschland, Ecken 4:1 für Berlin. Beim Wiederanstoß stellte sich der Berliner Sturm — der Verteidiger Mohns war wieder erschienen — in veränderter Aufstellung. Das Stürmerspiel wurde zwar besser, das Tor der Westdeutschen kam oft in Gefahr, doch fehlte es im entscheidenden Moment oft an dem berühmten Bruchteil einer Sekunde. Die Westdeutschen verteidigten gut. und glücklich, ohne ihrerseits noch einen Erfolg zu erzielen. In dem zweiten Zwischenrundenspiel standen sich danach Süddeutschlaud und Norddeutschland gegenWer. Der Süden gewann mit 1:0 (Pause 1:0). Beide Mannschaften zeigten hohes Können. In der ersten Hälfte glänzte der von Jäger hohes Können. In der ersten Hälfte glänzte der von: Jäger geführte Sturm der Norddeutschen in besonderem Maße, aber das Glück war gegen ihn, so daß es für die Mannschaft zu keinem zählbaren Erfolg kam. Für die wie immer famos kombinierenden Süddeutschen dagegen konnte der Mittelstürmer Seiderer (Spielvereinigung Fürth) in der 35. Minute ein Tor erzielen, das das einzige des Spiels bleiben sollte. Nach Halbzeit ließ das größere Stehvermögen der Süddeutschen die Gegner nicht mehr aufkommen, so daß es bei dem Resultat 1:0 blieb. . , Fußball. Jüdischer Sportverband. Da in letzter Zeit alle Leitungsmitglieder erkrankt oder verhindert waren, blieben zahlreiche Agenden unerledigt. Das Versäumte muß jetzt mit doppelter Kraft eingeholt werden, insbesondere harren eine Reihe gemeinsamer Fragen der jüdischen Sportvereine einer raschen Erledigung. Daher werden folgende Vereine dringend aufgefordert, zu der Montag den 26. d., pünktlich um 8 Uhr abends, im Hakoah-Klubheim stattfindenden Vorstandssitzung Delegierte zu entsenden: Hakoah, Kadima, Hazair, I. A. C., Hechawer, Hasmonea, I. F. C., Art, Bar Kochba, Menorah, Achduth, Hakoah Baumgarten, Cheruth, Hagibor, Achwah. Ebenso wäre es erwünscht, wenn die neugegründeten jüdischen Spotklubs Jugend und Gideon Vertreter entsenden würden. — Vor der Vorstandssitzung findet Pünktlich um 7 Uhr eine außerordentlich wichtige Konferenz des Präsidiums statt, dessen Mitglieder unbedinat und vollzählig erscheinen müssen» /