Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1221 (25.6.1922)
- Date
- 1922-06-25
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1281 Wien, Sonntag Wseirev MorgenzMirrrft. L5. Junt im “ Seite 1! hat keine Kenntnis davon, daß jüdische Hochschüler aus Rumänien einen neuen Verband gegründet haben. Nach den vom Jüdischen HochschulauSschusz eingezogenen Informativen handelt^ sich mn eine kleine Gruppe ungarischer Studenten aus Siebenbürgen, die den in Rede stehenden Verband gegründet haben. * Kongreß der jüdischen Wohlfahrtsvereine in Wien. Zur Orientierung der Oesfentlichkeit über den in den letzten Tagen wiederholt angekündigten Kongreß jüdischer Wohlfahrtsvereine in Wien werden wir ersucht zu konstatieren, das; bereits' seit Jahren eine Organisation der Wiener jiidischen Wohlfahrtsvereine in der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, besteht. Eine ihrer wesentlichsten Aufgaben ist darin gelegen, ein einheitliches Zusammenarbeiten der nach gleichen Richtungen tätigen Vereine und Institutionen herbeizuführen, wodurch eine rationelle und zweckdienliche Betätigung der Wohlfahrtspflege auf den einzelnen Fürsorgegebieten ermöglicht wurde. Mit dem augckündigten Kongreß, dessen Einberufung ohne vorherige Fühlungnahme mit der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge erfolgt ist, sowie mit der geplanten Gründung eines jüdischen Hilfswerkes, das sich die gleichen Ziele wie die Zentralstelle für jüdische Fürsorge setzt, steht die letztere in keinerlei Verbindung. — Diese uns zuaekommeue Mitteilung bezieht sich auf eine vor einigen Tagen in einem Teil der Wiener Presse erschienene Verlautbarung, wonach eine Tagung der jüdischen Wohlfahrtsvereine von Wien am 25. und 28. b. im Augarten stattfinden soll. Wie wir erfahren, handelt es sich hier um eine der bekannten Eigenbrödeleicn der Wiener Agudas Jisroel, welche einen „Kongreß" einberuft, ohne c3 auch nur für notwendig zu halten, sich mit der bei der Kultusgemeinde bestehenden Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge oder mit den übrigen jüdischen Institutionen ins Einvernehmen zu setzen. * Die Juden in Litauen und die Sonntagsruhe. Eine Spezialkommission des litauischen Sejms, der mehrere jüdische Vertreter unter der Führung des jüdischen Ministers Dr. S 0 l 0 w e j t s ch i k angehörten, erörterte eingehende die Frage der Sonntagsruhe in bezug auf die jüdische Bevölkerung im Lande. Die Kommission gelangte zum cinvernehmlichen Beschluß, daß die darauf bezüglichen Bedingungen in SHctucu denen in 'den Westländern unähnlich sind, da die jüdische Bevölkerung Litauens das Land in dichten Massen bewohnt, in den S t ä d t e n die M e h rh c i t bildet, und aus diesem Grunde nicht gezwungen werden könne, zwei Tage in der Woche ihre Geschäfte geschlossen zu halten. Die Kommission kam daher überein, den Juden zu erlauben, ihre Geschäftsläden am Sonntag durch s e ch s S t u n d e n 0 f f e n h a l i e n zu dürfen. Einem großen Teil der jüdischen Handwerker und Arbeiter wird es gleichfalls gestattet werden, in den Werkstätten am Sonntag zu arbeiten. Die endgültige Erledigung dieser Frage wird demnächst im Sejm erfolgen. Mitteilmgeil aus dem PnMuM. ßetti Jurati Isidor Grünhaat empfehlen sich als Verlobte Wien, im Juni 1922 «64 Adele Lantmaim Isg. Isaak Steindliag Siob. Banilla (Rumänien) Wien, IX. Verlobte 6t7i Wien, Im Juni 1922 Speien? Leo fang und Joseflne zeigen die Geburt eines kräftigen Knaben an Wien, III., Salragasse 13, im Juni 1922 aevc Herrn Jos. Haber und Frau gratulieren anlässlich der Geburt eines Sohnes Emil Deligtisch Nathan Deligtisch Krakau. ___New York Möbelfabrik ]. Spira Feine M M. til., ÄWÄWM 1—3 Wohnungseinrichtungen. (Ecke Karl Sclnveighofergasse) TEPPICHHAUS DRACH & Co. VS., MsrEahUfGE'S'ira^e 79 15g Stets größtes Lager In Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Knüpf- und Sinyrna-Teppiche. -mES-FBBMK Telephon Telephon 15-5-35 Knisbachar & Windstftauer, Mn, I.. Hsigisse 6 . c-n’bajp-nv ui« Export »och ollen Staaten S®R*ianw®rkä&af Heu irofiet! Schuhhaus „Zum SiraBenhof* Wien, 18.» Ifeborstr- 24 a Herren-, Dsmen-, kinder-ffi a «, SW und Qesel8s«haüts-^fSislaiffivfH in erstklassiger Ausführung ßssr zu' koftkuprenzSoseft e»f©S5©bb TW' A.n t-l fc a u n c3 rca o d e'p n e' > -m. m £■ jsm. 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Die jüdische Kolonie C h e d e r a h, welche auf sumpfigem Boden erbaut wurde, und viel unter der Malaria -zu leiden haite, wurde durch die Eukalhptuspflanzungen malanasrei gemacht. Bezeichnend ist, daß die Eingeborenen den Eukalyptus „den Judenbaum" nennen. Im abgelanfenen Jahr ist die Zahl der Eukalyptusbäume um 612.509 neue Pflanzungen vermehrt worden. * Die jüdische Bevölkerung in Südafrika. Der Leiter der letzten südafrikanischen Volkszählung vom Jahre 1918 gibt bekannt, daß die Zahl der Juden in der K a n - P r 0 v i n z 20..431 beträgt, von denen 18.281 Einwohner der Städte sind. In Transvaal sind 81.598 Inden ansässig, von denen 29.809 in den Städten wohnen.. Die jüdische Bevölkerung des Oranje-Freistaates beträgt 4.300, von denen 3.523 in den Städten wohnen. Die Provinz Natal zählt eine jüdische Einwohnerschaft von 4412. Das größte Zentrum der jüdischen Bevölkerung ist I 0 h a n n i s b u r g mit 2 0.0 85 Jude u. Die Gesamtzahl der Juden in1 ber südafrikanischen Union beträgt rund 60.0 0 0. (I. C .B.) * Asiatische Cholera in Rowno. In N 0 w n 0 wurde vor einigen Tagen ein Fall der asiatischen Cholera festgestellt. Bon den Ortsbehörden wurden bereits Maßnahmen zur Verhütung der Verbreitung getroffen. * Diebstähle. Der wegen Diebstahls vorbestrafte Geschäftsdiener Franz P a st n eh a wurde am 24. d. dem Landcsgerichte eingeliefert, weil er seinem Arbeitsgeber, dem Krawatteilfabrikanten Johann T a u s s i g, 1. Be;., Gonzagagasse 9, innerhalb der letzten acht Tage vier Dutzend Seidenkrawatten im Werte von 800.000 K. entwendet hat. Ein Teil der gestohlenen Waren wurde zustande gebracht. — Gestern wurde der 16jährige Praktikant Matthias Haupt dem Landesgerichte eingeliefert, weil er in den letzten.sechs Wochen per Firma B. Feiler u. Komp., Seitzergasse 6, Textilwaren im Werte von zirka einer Million Kronen entwendet hat. Der größte Teil der Waren wurde zustande gebracht . * Die Beute eines Einbrechers? Der wiederholt vorbestrafte 24jährige Hilfsarbeiter Karl Busche!, Effingergasse 25 wohnhaft, wurde am 22. b. in der Pramergasfe mit einem Bündel Kleider , Wäsche und Eßbesteck angehalten, das zweifellos von einem Wohnungseinbruch herrührte. Er behauptete, die Sachen von einem Unbekannten zu tragen übernommen zu haben. Busche!. wurde dem Landesgerichte eingeliefert. Geschädigte werden ersucht, sich beim Polizeikommissariat Alsergrund, Bolltzmanngasse 20, zu melden. tüten/, IF. jfa&i/SJr* hager feinster Schuhe — Mässig te Preise /.tlek.unter dem Fabrikspreis^von 1 bis 20.PS Gleichstrom u. Prefistrom, ferner Tö PS Einfasenstrom, 105 Volt.. Friedrich Kohn, XV., Mariahilferstr. 162. 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Auf dem Grunde seines „An: Hofacker" bei Aflenz befindlichen Sanatoriums für Lungenkranke hat das Gremium der Wiener Kaufmannschaft eine Heilstätte für tuberkulöse Kinder errichtet, in welcher insbesondere die Knochentuberkulose durch Behandlueng mit natürlichem Sonnenlicht bekämpft wird. Die verfügbaren Plätze sind in erster Linie für Kinder von Kaufleuten, deren Angehörigen, und Angestellten bestimmt. Es finden jedoch auch nach Maßgabe der verfügbaren Plätze Kinder anderer Personen Ausnahme. Der Betrieb erfolgt ausschließlich zü Wohlfahrtszwecken ohne jede geartete Gewinnabsicht. * Eukalyptuspflanzungen in Palästina. Nach dem jüngsten Berichte des landwirtschaftlichen Kolonisationsdepartements der zionistischen Exekutive in Palästina wurden im Jahre 1921 mehr als drei Viertel Millionen Bäume im Lande gepflanzt. Der größte Teil bestand aus Eukalyptuspflanzungen, welche, aus Australien eingeführt, von außerordentlicher Bedeutung sowohl für den wirtschaftlichen Aufschwung, noch mehr aber für bie Ver- * Der Revolver. Der 36jährige Hilfsarbeiter Franz Fröhlich wurde verhaftet, weil er auf seine Gattin Rosine aus einem sechsläufigen Revolver in mörderischer Absicht einen Schuß abgegeben hatte, ohne die Frau zu tre^feu. Nach der Tat flüchtete Fröhlich, wurde jedoch bei. einer Streifung von Wochorganen verhaftet. Im Polizeiarrest versuchte sich Fröhlich zu erhängen. ^Schwachbegabte, schwer erzishdare Kinder. Spezialinftitut Em i n g er, XVIII., Schulgasss 45. * Clio Vraufs-Mmvrm-ö» das beste allbekannte, bekömmlichste Erfrischungsgeiränk. — Beim Einkauf achten Sie auf den Namen Clio und weisen minderwerlige Nal'» ahmungen zurück. Cito-Werke, I.. Rotenlumstraße 5. * Für Ihre Landrvohnung.^ Bettvorleger, reine Ware, 3900 §., Zimmerleypiche 38.000 bis 58.000 Ä.. 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Keute. 10 Uhr vormittags, Ausschußsihung in der Äestaurarion B a y e r. Jüdisch-akademischer Kultur» e r b a n d Za b u e. Kenle. %ll Uhr vormittags Plenarversammlung, Pünktliches Erscheinen Pflicht. — Zionistische B e z i r k s s e k t i 0 n 9. Alsergrund. Montag den 26. Juni A 11 s s ch u s; s i ß u n g. Tagesordnung: Kerzl-Feier, Schekel Eventuelles^ O e st e r r e i ch i s ch e s M u s e u m. Keule» pünktlich •'jlt Uhr' Führungsvortrag: Gobelins, erläutert an Obj-'littn des Museums. D r'nmmlung: L, Stubenring 6 In Pänamalehtun, ßfaudrurik, ßöliseiiij,' Woil- und DirndistöfletV Hrrrcn- und Damenwäsche cowi* sänitl. V/irkwaren im si#äsGlse^aa&as Josef Berget* Klosterufixabur^erstrasae Nr. S