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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-23 · Heft 1219 (23.6.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1219 (23.6.1922)
Date
1922-06-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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gftit 4 W'est, Freiiag_ sstzung der GcburtZaristokratie durch W Geistesadel. Es wird die Abschaffung der erblichen Pairswürde mit Ausnahme der Mitglieder des Königshauses vorgeschlagen. Vei der. Wahl-der .Mitglieder sollen nur deren persönliche Verdienste maßgebend sein. Michael Friedsams Europareise. Im Aufträge des Präsidenten Harbin g. Aus New-Dork wird uns berichtet: Präsident Harting beauftragte den Obersten Michael Friedsam, Lhef der Gesellschaft B. Altmann u. Co., eine Studienreise nach Europa zu unternehmen, um dort die gegenwärtigen Geschäftsverhältnisse, die Möglichkeiten für die nächste Zukunft und die Aussichten neuer, größerer Geschäftsverbindungen zwischen Amerika und Europa zu studieren. Oberst Friedsam, der auch Revident des Exekutivkomitees der großen Warenausstellung, welche in den ersten drei Wochen des August abgehalten werden soll, ist, hat bereits am 3. Juni auf der ,MymPic" die Reise angetretckn. Interessant sind die Erklärungen Friedsams vor seiner Abreise. Die Berichte mancher Delegierten, welche in den letzten Jahren von chren Studienreisen in Europa zurück- ■ kehrten, hatten den großen und unangenehmen Fehler, daß sie auf Grund der ersten Eindrücke abgefaßt wurden. In vielen Fällen wurden diese Eindrücke von Männern empfangen und geformt, die bei ihrer Ankunft in Europa halb krank waren. „Ich lege das Hauptgewicht darauf, in Europa in der besten physischen Verfassung zu landen, so daß meine Beobachtungen nicht durch meinen geschwächten Gesundheitszustand beeinflußt werden". Oberst Friedsam scheint jedenfalls ein guter Beobachter zu sein, denn manches Moment in der Haltung Amerikas Europa gegerrüber scheint tatsächlich daraus hinzuweisen, daß sie Berichten zuzuschreiben ist, die von Delegierten stammten, welche „halb krank" nach Europa kamen. Im übrigen wird dem Oberen Friedsam allseits das Zeugnis ausgestellt, daß er infolge seiner weitverzweigten Handelsbeziehungen sowie seiner hervorragenden Beobachtungsgabe und Urteilskraft die geeignete. Person ist, seinen Landsleuten ein wirklich getreues Bild über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa zu liefern. Oberst Friedsam wird mehrere Monate in Europa weilen. ' Lösrmg des eRgrifch-franKsfische« Ks«?Uktss. Revision des Angora-Vertrages? Paris, 22. Juni. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".). Eine Londoner Meldung des „Echo National" bestätigt, daß Poineare sich am Montag in London grundsätzlich zur Revision.des Abkommens von Angora bereit erklärt hat. Herde legt im heutigen Leitartikel der „Vietoire" eingehend dar, w'" der Umsturz der französischen Orientpolitik, den er gestern in dem inspirierten Leitartikel des „Petit Parisien" angekündigt hat, zu verstehen ist. Herde führt aus, alle Welt,sei sich darüber klar, daß in den englisch-fxa.nzösischen Beziehungen ein Wechsel eintreten müsse. Zu diesem Zwecke sei vor allem eine Einigungen den beiden wichtigsten Streitfragen, nämlich in der Qrientfrage und in der Wiedergutmachungsfrage, zu erstreben. Frankreich müsse im Orient England sekundieren, falls England am Rhein Frankreich. sekundiert. Dieser Entschluß sei für Frankreich sehr schwer, da er den Verzicht auf eine hundertjährige Politik bedeute. Aber Frankreich habe keine andere Wahl. Es könne seine Lebensinteressen am Rhein nicht für seine Sympathien und Interessen im Orient opfern. „L'homme lrore" billigt gleichfalls diese einzige Lösung des englisch-französischen Problems, der „Eclair" desgleichen. Diese Politik wird aber nicht nur von der Presse^ sondern auch von den verantwortlichen Politikern unterstützt. So hat der Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Senator Doumergue, mitgeteilt, Poineare habe in London festgestellt, daß auch die englische Regierung keine Herabsetzung der deutschen Schuld meh^ wünsche, dagegen die Durchführung der Finanzkontrolle fordere. Dies ist natürlich subjektiv ausgedrückt; die englische Regierung hat sich nur bereit erklärt, bis zur Bändigung der neuen Untersuchung, bis zur Kontrollkommission und bis zu der im Juli stattsindenden Zusammenkunft der Regierungschefs die Frage unverändert ruhen zu lassen. Dournergue versucht da nur, der englischen Regierung eine Konzession für den angebotenen Orient?- verzicht Frankreichs nahezulegen, zugleich aber auch noch eine zweite Konzession, die Frankreich fordert. Er sagt, es seien Verhandlungen über die Anerkennung der französischen These im Gange, daß die Nheinbesetznngsfrist wegen der Vertragsnichtcrsüllung Deutschlands noch immer nicht zu laufen begonnen habe. Ei« Anfrrrf der MssLemer Verteidiger Frankfurt a. Main. 22. Mai. (Wolfs.) Wie die „Frankfurter Zeitung" aus Riga meldet, sind dort gestern die Verteidiger der russischen Revolutionäre, Vandervelde,, Tr. Theodor Liebknecht und Dr. Kurt Rosenfeld aus Moskau eingetrofsen. Mit Zustimmung der Angeklagten haben sie die Verteidgung ausgegeben. Sie erließen an die Arbeiterschaft der ganzen Welt folgenden Aufruf: Nachdem wir den Boden Rußlands verlassen haben, stellen wir vor dem gesamten Proletariat folgendes fest: 1. Das Oberste rusiische Tributionstribnnal ignoriert dis Berliner Zusicherungen. 2. Die Vertreter der Sotvjetreglerung erklären die Berliner Abmachungen für nicht lüubeub. 3. Bucharin, der Vertreter der Dritten Internationale, behauptet, der Berliner Vertrag seiZerrissen.< Das Leben der angeklagten Sozialrevolutionäre! H gefährdet. Wir appellieren an die Arbeiterparteien aller Lastder und aller Richtungen. Qf.u! mm fßrnti’if oea?n ißbß Todesstrafe! Wiener MsrgeWettnng. Mitteilungen aus demPudlilum. \ Xw $&&&£'Stimmt Die Wahlen iu Irland. Dublin, 22. Inn:. (Reuter) Bisher sind 118 Wahlresultate bekannt. Es erscheinen gewählt: 55 Anhänger des englisch-irischen Vertrages, 33 Republikaner, 15 Arbeitsparteiler, 10 Unabhängige, 5 Mitglieder der Landwirtepartei. Zehn Wahlergebnisse stehen noch aus. Dublin, 21: Juni. (Havas.) De Valera erklärte bezüglich der Wahlniederlage der Republikaner, Irland habe unter dem Eindrücke der Kriegsdrohung abgestimmt, wie es England gewünscht habe, aber die Stimmung Irlands habe sich nicht geändert. Ei« Waffe«!ager der Valtilrumer. Berlin, 22. Juni. Durch Berliner Kriminalbeamte wurde, wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, in der Nacht zum 21. d. in Jüterbog ein großes Waffenlager entdeckt.. Ein den Baltikum-Truppen angehörender Oberleutnant, Deutscher, hatte versucht, das Jüterboger Waffenlag^e in Berlin an den Mann zu bringen. Er wurde, veMstet und das Wassenlager ausgehoben. Es handelt sich um zwei vollständige schwere Maschinengewehre, 206 Gewehre, 160 Handgranaten und mehrere Hunderttausend Stück Munition für Gewehre und Maschinengewehre. üsint Schweizer Volksabstimmung über die Ansländerfrage. Aus Bafel wird uns geschrieben: In der Schweiz fand dieser Tage eine Volksabstimmung über die sogenannte Ausländerinitiative statt. Mehr als 60.000 stimmberechtigte Bürger der Eidgenossenschaft hatten die Volksabstimmung begehrt, die gleichzeitig mit der Abstimmung über einen Antrag, die Ausweisungsbesugnisse des Bundes zu erweitern, vorgenommen wurde. Die Ausländerinitiative bezweckte eine starke Erfchwemng der Einbürgerung von Ausländern in der Schweiz. Nach dem zur Abstimmung gelangten Anträge sollten die Ausländer vor Einreichung ihres Einbürgerungsgesuches mindestens zwölf Jahre in der Schweiz gewohnt haben müssen und eingebürgerte Ausländer, die von ihrem fünften Lebensjahre bis zur Mündigkeit nicht in der Schweiz gelebt, also keine Schweizer Schule besucht haben, kein politisches Amt bekleiden dürfen. Man sieht, der Antrag bezweckte nebst einer starken Erschwerung der Einbürgerung auch einen Ausschluß der Eingebürgerten vom passiven Wahlrecht. Die Volksabstimmung hat — und das sei zur Ehre des demokratischen Geistes des Schweizer Volkes betont — das Begehren mit großer Mehrheit verworfen, und auch die andere Initiative konnte keine Mehrheit erlangen. Vor dem Kriege waren 14.7 Prozent der Schweizer Bürger eingebürgerte Ausländer. Während des Krieges aber ging das. Verhältnis auf 10 Prozent zurück. Nun befürchteten viele, daß wieder zahlreiche Fremde sich in der Schweiz ansiedeln und binnen kurzem das Bürgerrecht erwerben könnten. Die Warteftist für Neubürger beträgt derzeit sechs Jahre. Das der Volksabstimmung unterbreitete Begehren wollte eine zwölftährige Warteftist festgesetzt sehen, wie sie nirgends in der Welt von Neubürgern verlangt wird. Der Bundesrat verwarf den Antrag, die freisinnigen und demo, kratischen Parteien agitierten gegen feine Annahme. Dem Begehren nach Volksabstimmung mußte zwar, da es von 60.000 Bürgern gestellt war, Folge geleistet werden, doch war vorauszusehen, daß die Anträge verworfen werden, da ssie dem schweizerischen Volksgeiste widersprechen. Tagesbericht. Der Verzicht des Holländers. Eine Heimatstaxe von 61 Millionen Kronen. -» Die zurückgewiesene Aufnahme in den Wiener Heimstsverband. Wir haben vor einiger Zeit gemeldet, daß ein holländischer Antiquitätenhändler um das Hennatsrecht in der Gemeinde angesucht hat. Der gemeinderätliche Ausschuß, der in dieser Frage zu entscheiden hatte, hat das Ansuchen in zustimmendem Sinne erledigt und die Taxe kür die Aufnahme in den Wiener Heimatsverband aus Grund des vom Gesuchsteller selbst mit 90.000 holländischen Gulden fixierten 'jährlichen Einkommens nach dem damaligen Kursstand mit 61 Millionen Kronen festgesetzt. Nun wurde dem Gesuchsteller mit der Erledigung des Gesuches zugleich der Zahlungsauftrag zugestellt, der auf ihn wie ein kalter Wasserstrahl gewirkt und seine Liebe für die „Wiener Heimat" außerordentlich, abgekühlt hat. Der früher für Wien so schwärmende Holländer hat nämlich mit Rücksicht aus die „exorbitante" Höhe der Taxe dem Wiener Magistrat mitgeteilt, daß er sein Gesuch zurück ziehe und auf die Aufnahme in den Wiener Heimatsverband verzichte. Es ist also nichts mit der 61 Millionen-Taxe und der Jubel ob dieses seltenen Falles war verfrüht. ' Der in seiner Mehrheit christlichsoziale Stadtvorständ vpri Mödling hat in seiner Sitzung vom 18. d. die Ausschreibung der Stelle eines' -,Stadtamtvorstandes" beschlossen. Natürlich Laben die, Herren nickt vergessen, neben der deutschösterreichi- V 78WM _28. Juni 1022 Nr. 1210 scheu Staatsbürgerschaft die deutsch-arische Ab st amm u n g als Bedingung für die Aufnahme auszustellen. Ein An-, trag der sozialdemokratischen Fraktion, diesen Punkt zu streichen, wurde von der „bürgerlichen" Mehrheit abgelehnt. ES sind dies dieselben Leute, die in Mödling beständig darauf Hinweisen, daß wir in einem „Rechtsstaat" leben. Diese Rechtsstaatschwärmer, darunter etliche Advokaten, sind aber jederzeit' bereit, die Staatsgesetze zu mißachten, wenn es sich um Juden handelt. Daß die Juden gleichberechtigt sind, daran erinnern sich die Herren nur, wenn es gilt, für irgend welche Zwecke Geldsammlungen einzuleiten, bei denen man die in solchen Fällen gleichberechtigten Juden nie vergißt. Man sieht, die Koalition der Waber-Leute mit den Christlichsozialen trägt auch in Mödling ihre Früchte! Die Mindestbezüge im Handelsgewerbt im Monat Juni 1922. . Die paritätische Kommission des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft hat die Verteuerung in der* Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juni mit 71°/, errechne?. Die Mindestbezügr der A ngestellten 'im Monate Luni l.J. betragen demnach: noch der Freisprechung während der ersten sechs Monate d r Praxis 36.338 K. für das zweite Kalbjahr der "Praxis 39.971 K., nach einjähriger Praxis 43.605 K., nach zweijähriger Praxis 49.056 K., nach dreijähriger Praxis 54.506 K. nach vier. . öhriger Praxis 59.658 K., nach einer längeren als fünsjährigen Praxis 65.408 §., für Angestellte (Anfänger) nach Absolvierung einer zweijährigen Kandelslehranstalt für die ersten drei Monate hrer praktischen Betätigung' 32.704" K. Die Mindestlöhire der ikande lsarbeiler betragen ab 26. d.: für Arbeiler und Arbeiterinnen bis zum vollendeten 17. Lebensjahre 18.680 £., für männliche Arbeiter bis zum vollendeten 22. Lebensjahre 22.230 &, für männliche Arbeiter nach dem vollendeten 22. Lebensjahre 32.490 K., für zeitliche Arbeiter bis zum vollendeten 22. Lebensjahre 17.100 K., für weibliche Arbeiter nach dem vollendeten 22. Lebensjahre 22.230 &, Zehrgeld 855 K. Auch ei« Verbrecher. Das vorgestrige „Äeichsposl"-M»ndblakt wartete feinen Lesern mit einer artigen Sensation auf: „Der Ostjude als Straßenbahnschaffner". Dieser Titel weckt natürlich die übelsten Er- Wartungen und soll es auch. Der antisemitische Leser ist gespannt und erwartet irgend einen pikanten Kitzel seiner aus Judenhaß eingestellten Instinkte. Also, was hat der Lud' angestellt? Man höre: er ist blutig geschlagen worden, und zwar, weil er in Ausübung seines Dienstes pflichtgemäß einen Fahrgast vom Abspringen adhalten wollte. Wir sind neugierig, ob die arischen StraßenbahnfHaffner die Erfüllung einer dienstlichen Vorschrist als eins spezifisch jüdische Eigenschaft gelten lassen werden. Die „Betchspost" tut dies offenkundig und ist sehr entrüstet. Worüber? Daß der Mann deshalb mißhandelt worden ist? Weit gefehlt! Das fromme Blatt, das sonst gar. nicht genug über die Verrohung der Sitten und das Schwinden jeder Autorität jammern kann, empfindet die Ve^-- prügetung dieses Amlsorgans, das — mau denke! — in Galizien geboren und mosaisch ist, als einzigen Ltchipunkt in der Affäre. Dagegen ist es sehr entrüstet, weil der Mißhandelte geklagt und obendrein Schmerzensgeld verlangt hat, hauptsächlich weil er sich überhaupt sein Brot als Stratzenbahnschaffner verdient. Damit hat er freilich das cmirfemitlfche Geblödel von der Arbeitsscheu der Ostjudetr und ihrer Abneigung gegen ehrliche, wenn auch anstrengendeAeruse grausam Lugen gesirast. Aber daß er deshalb als ein Auswurf der Menschheit zu werten ist, der selbst Prügel schweigend einstecken mutz, wird außer da extrem christlich-germanischen Eüelmenschen wohl niemand begwifen. Die LeberrsMiLteLmärkte. Die Hamsterer unter dem Schutze der PreistreiLereiverordnung« Auf den Lebensmittelmärkten sind keine nennenswerten Preisveränderungen im allgemeinen zu verzeichnen, die eine Erleichterung der Lebensführung darstelleu würden. Einzelne Artikel steigen sögar weiter tm Preise, unbekümmert um die Aktionen der Regierung. In der Großmarkthalle blieben die Preise für Rindfleisch unverändert^ Kälber haben sich um 450 K. verteuert, dagegen ermäßigten sich Schweinefleisch uuv 100 .K, Schafe um 200 K. und Speck um 400 K. pro Kilogramm. Die größte Nachfrage herrschte angesichts der unerschwinglichen Preise nach dem verhältnismäßig billigerem Gesrierrindsleisch, obwohl sich dieses gestern weiter im Preise er« - höhte. Das von der amtlichen Stelle ausgegebene Gefrierfleisch kostete pro Kilogramm 8220 K. (vorderes), 8460 K. (hinteres), und 3900 K. (Dratensleisch). Bemerkenswert ist. daß sich das von privater Seite aus den Markt gebrachte Geftierrinidfleisch, das gleichfalls in der Großmarkthalle zur Ausgabe gelangt, etwas billiger stellte. Die Preisdifferenz Mvug pro Kilogramm 100 K. Der Verkehr wickelte sich int allgemeinen schleppend ab, der Absatz ist außerordentlich gering. Von auswärts waren heute 10 Waggons eingetrossen, und zwar drei Wagqonladungen mit amerikanischen gefrorenen Schweinen, ein Waggon Gefrierrindfleisch, vier Waggons mit Schweinen und Kälbern aus Steiermark unb zwei Waggons mit Schweinefleisch aus Jugoslawien. '»Auf den Grünwarenmärkten sind die Preise gleichfalls im allgemeinen unverändert, die Beteiligung der Käufer gering. Aus dem Naschmarkt haben sich heute Kohl und Kohlrabi im Großhandel um 200 K. pro 30 Stück im Preis ermäßigt, dagegen haben sich Schlangengurken und Salatgurken um 100 K pro Stück, verteuert. Auch Salatrüben haben im Preise angezogen. Die Preise für Obst und Eier blieben unverändert auf der Höhe des Vortages.^ Als eine der wichtigsten Ursachen dafiic, daß die Preis« trotz der günstigen Witterung für Gemüse, Obst, Eier, Buttei usw. nicht,' wie man erwarten durfte, zuvückgehen, Wird von in. formierter Seite.der.Umstand angeführt, daß die Produzenten kein Interesse haben, den weiten Weg auf den Markt zu

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