Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-06-19 · Heft 1215 (19.6.1922) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1215 (19.6.1922)
Date
1922-06-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980295--11450-2997903
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

< ' * ':% ” ■ ' '. ’ - y" "•Hl,' I X Ä' Men, Mvnrag - »> .1 fl! 1 i■-'---" " ■■ ■ Tagesbericht. Das Defizit der StaaLstheater. ^. ' Wie die »Sonn- und Montags-Zeitung* erfährt, steht ein neuer Bericht der Er« lp a r u n g S k o m nt i \ f t a n bevor, der sich unter an« derem mit. den EtaalStheatern beschäftigen wird. Trotz der riesigen Einnahmen im Operntheater und der großen' Annahmen im Burgtheater will der GebarungSabgang ivicht weichen. Die meisten Vorstellungen in den genannten sTheatern hatten Kasseneingänge von mehreren Milliynen pro Abend zu verzeichnen und der Defisit« teufe! geht nach wie ror um. Im Monate März wurde ein Fehlbetrag von hundertdreißig Millionen konstatiert k Die Ersparungskommisston wird, Me es heißt.. auf. Ordnung dringen und Vorschläge zur Herabminderung der ins Ungemessene wachsenden Aus« .gaben verlangen. Er hat sich herausgestelkt, daß eS in den Staatsibeatern an einem genauen In» veniar fehl11 Milliaxdenwertean Kostümen, Requisiten, Dekorationen und anderen kostbare» AnsstattungSgegeN'' Müden sind in den Magazinen aufgestapelt, die nicht entsprechend inventarisiert sind. Diesem Zustande soll ein Ende bereitet werdet;. Weitere Reformen -dürsten folgen. Dem Vernehmen nach wird in Künstlerkreisen ein Anschluß der Direktionen für Burg, ittib Operntheater an de» Verband derTheaterdirektoren Oesterreichs gewünscht, um de» Bühnena«gehörigen der Staatstheater dieselben materiellen Vorteile zu sichern, deren die Mitg l i e d e r d e r P r i v a t L h e a t e r seit langem teilhastig sind. Jetzt sind', hie Mitglieder des Burg, und OpernjheaterS schlechter gestellt als ihre Kollegen von den andere« Bübnen, Auch hierin soll sich eine Wandlung .vollziehen. Das nächste Spieljahr wird im Zeichen eines «ruen Kollektivvertrages stehen. Das bisherige Uebereinkommen geht am 31. August zu Ende. Man <darf auf den neuen Kollektivvertrag gespannt sein. / Panik. / Niemand vermag nachher zu sagen, wann, wo oder wie;fte begonnen, niemand kann sich Rechenschaft darüber geben, welches Ereignis, welcher Zwischenfall sie ausgelöst hall. War eS das Geigen der Fleischpreise, war es die Ankündigung, daß das Brot fortan um ein''paar hundert Kronen mehr kosten sollte — niemand weiß es. Hellauf lodert mit einem Male die Verzweiflung. DaS beklemmende, dumpfe Gefühl unbestimmter Befürchtungen weicht dem Fieber wilder Angst. Einer rüttelt den anderen auf, einer jagt den anderen in die Raserei hinein. An einem Tag. gibt eS im ganzen Bezirke kein Ei, am nächsten fehlt , das Brot, am dritten der Zucker. Und wenn ein Nahrungsmittel sich wieder einstellt, ist kein Preis zu toll, zu wahnwitzig, daß er nicht gefordert, bezahlt und gegebenenfalls — überboten würde. Menschen, die ihr Leben lang am Pfenning geklebt haben, die dereinst „jeden Kreuzer zweimal umgedreht, hoben", kennen nur einen Wunsch: ihr Geld los zu werden, mit den Iapierzetteln aufzuräumen, für die man heute noch ei» winziges Bruchteilchen realer Werte bekommt und die morgen vielleicht nur mehr Brennfwff find. Niemand überlegt die Folgen feines Tuns für die Gesamtheit, vernünftige Darlegung ist zwecklos — mit der Beharrlichkeit des Wahnwitzigen ficht jeder nur den kleinen Nutzen vor sich, strebt auf das eine Ziel zu: Besitz. Es ist nicht so/wichtig, was man für das Geld erwirbt, nur Sachgüter sollen es sein, Greifbares, Werte, die man betasten und Umfassen kann Binnen zwei Tagen ist alles, was sich an haltbaren Lebensmitteln in den Laden befindet, aufgekauft, in Kisten wird Zucker, Teigware, Kaffee, Marmelowe weggeschleppt. Ist die Barrikade gegen den Hunger errichtet, so stürmt man die Schuhwarengeschäfte, hamstert Stoffe» schafft Wäsche an Ein Hemd kostet 15, 20, 25 Tausend, eine Kravatte 5, 6, 8 Tausend — nur her damit. Nur etwas in Händen fühlen, die Kälte» die Not, daS Elend zu bannen, nur eine Waffe zu haben, die Man im großen Zusammenbruch brauchen kann, in der großen, grenzenlosen, unvorstellbaren Verzweiflung, die kommen mutz. Den Kaufleuten wird bange vor dieser Flut von Geld, die große Angst erfaßt auch sie. Sie wollen ihre Ware nicht hergeben, wollen sie hüten als das einzige, dessen Wert bleibend, unantastbär ist. Große Warenhäuser schließen ihre Tore. Geschäfte, die Grundpfeiler des Wiener Alltagslebens sind, halten den Laden nur für kurze Zeit geöffnet. Und mit jeder dieser Nachrichten steigt die Angst in den Straßen, wachst die fiÄernde Ungeduld nach dem Einkauf, die Gier nach Sachgütern.. Wohlbedachte Hausfrauen kaufen sinnlos alles auf, was sich ihnen bietet, Tönnchen mit marinierten Heringen, Weichkäse, Brot, Gurken, Lackfarben, Stickwolle, Gläser. Da wird der letzte Sparpfenning aus dem Soften genommen, jedes Schächtelchen und Beutelchen ausgeleert — das Geld muß aus dem HauS. Vor den Banken, von der größten bis zur winzigen Kleinbank, die in drei Zimmern untergebracht ist, steht man „Anstell"-Sch!angen wie in den seligen Kriegszeiten. Dort warten die Männer in zitternder Ungeduld, um fremde Valuten zu . kaufen, oder »wenn die vergriffen sind, Papiere, Devisen — was immer. Keiner fragt: was wird morgen sein, keiner fürchtet sich mit klarem Begreifen vor dem morgen. Nur eine dumpfe Angst vor dem Kommenden ist in allen, eine Angst, die sie vorwärts jagt, ins Verhängnis. Die Angstwelle der ersten Dezembertage scheint ein Kinderspiel im Vergleiche zu dem Fieber, daS jetzt did Stadt schüttelt. Wer die'letzten Tage in Wien erlebt, als erwachsener Mensch erlebt hat, wird'sie niemals vergessen können. Wir haben — f"-n wir es ehrlich — in unserer Stadt allzuviel vom Krieg verspürt. Wir sahen Verwundete, lasen Schlacht« bericht, hörten Trauerkunden und lernten; den Mangel kennen 7— den lenaenden.Atem des^Krjeaes. haben wir nie Wiener MoVgenzyfiMS» empfunden, wir haben den Schlachtendönner nie gehört, haben unsere Köpfe nie unter dem Sausen der Fliegerbomben geduckt. Aber-was uns der Krieg an'Schrecknissen erspart hat, erdulden wir in diesen Tagen durch die Schrecknisse der Geldpanik, D)e'-Städte und Gebiete, über die der Krieg hinweggerast, haben ein furchtbares, ein unermeßlich furchtbares Erlebnis durchlftten,. Der Jammer des Alltages ist stiller, ist sanfter, ist.milder, Aber da bricht eine Frau beim Einkauf plötzlich in Tränen auS> Hort lassen bei estiern Men die Nerven nach, ein Beamter schreit auf in wilder Angst^vor dem morgen. — wir dürfen mitsprechen von den Gräueln des Krieges. Die Tage der Panik haben uns daS Recht gegeben. ' . Klara Mautner. * Dekans Wahl an der philosophischen Fakultät. In der Samstag abends stattgefundenen Sitzung des Professorenkollegiums l w philosophischen Fakultät an der Wiener Universität wurde der ordentliche Professor der Aegyptologie Dr. Hermann Junker zum Dekan der' philosophischen Fakultät firr das Studienjahr 1922—1928 gewählt. Als Prodekan wird — da der derzeitige Dekan Hofrat Professor Dr. Hans Molisch auf zwei' Jahre in Japan wissenschaftlich verbunden ist -- der Professor der englischen Sprache und Literatur Dr, Karl Lutck fun« ' gieren. * Massensturm auf die Tabaktrafiken. Mit Rücksicht auf die in der letzten Zeit veröffentlichten Mitteilungen, daß die Rauchmaterialien seitens der Monopolverwaltung demnächst neuerlich eine Preiserhöhung erfahren werden, hatten die Tabaktrasikanten seit drei Tagen einen derartigen Massenansturm seitens des Publikums und gewisser Hamstererkreise aufzuweisen, daß die vorhandenen Vorräte binnen kurzer Zeit in den Trafiken ausverkauft.waren und infolgedessen auch vielfache Beschwerden der Raucher über Richterhaltens von Rauchwaren auf die Raucherkartß zu verzeichnen si:.d. * Feierliche Eroffmig der neuen lÄrglniafabrN fet Stein. Wie uns berichtet wird, findet heute im Beisein des BundeSministers für Finanzen und des Vertreters der österreichischen Tabatregie sowie der Arbeiterschaft 'in Stein an der Donau die feierliche Eröffnung der daselbst neuerrichteten Tabakfabrik — welche Hauptsache h die Erzeugung der Virginiazigarren durchführen wird — statt. Seelenfans der Missionäre unter de» jüdische» Emigranten. Die in oen letzten Jahren in Danzig, eröffnet« Abteilung der Hamburger Missionären-Loge versucht in der letzten Zeit ihren Seelenfang unter den unwissenden jüdischen Emigranten aus Osteuropa zu betreiben. In den Straßen von Danzig, sowie in den Cnugrantenlagern werden massenhaft Broschüren und Belehrungen, sowie schriftliche Zusagen auf materielle Hilfe verbreitet. Die jüdischen Institutionen Danzigs haben einen intensiven Aufklärungsdienst gegen diese Missionnäre-Kcnnpagne emgeleitet. (I. C. B.) * Ein pvl.isches Gymnasium avf einem jüdische» Friedhof. Aus Wars ch an, 15.- d., meldet das I. E. B.: Das Mini- , sterium des Innern hat über energische Intervention des jüdischen Sejmdeputierten Grünbaum die Lokalbehörden in Luzk telegraphisch angewiesen, den begonnenen, Bau eines polnischen Gymnasiums auf dem alten, jüdischen Friedhof sofort einzustellen uüo das dortinzwischen angebrachte Kreuz unverzüglich zu entfernen. Im weiteren Teile des Telegrammes wird den Luzker Lokalbehörden eine scharfe Rüge erteilt, daß sie eine frühere, denselben Gegenstand betreffende Depesche des Ministeriums mißachtet haben. * Ein angeblicher Bombenattentäter. Bor einiger Zeit erschien in mehreren Wiener Tageszeitungen unter dem Titel „Selbstbcschuldigung" eine Notiz, wonach der 21jährige Anarchist Ernst Virag, der sich in Wien zur Täterschaft an der Ausübung eines Bombenattentates in Mailand vom 29. März 1921 selbst bekannt hat, „flüchtig geworden sei" und „sich angeblich mit einem Palästmatransporte nach Jaffa begeben hat". — Demgegenüber stellt das Wien e r P a l ästina-Amt fest, daß ein Mann namens Ernst Betrag mit einem Transporte der von Wien aus nach Palästina von diesem Palästina-Amte instradiert wurde, nicht ab gefertigt worden ist. Ein Ernst Virag oder Blum, wie sich dieser Dlann, laut Miteilung der maßgebenden, Stellen, auch zu ' nennen pflegte, figuriert überhaupt nicht in den Verzeichnissen des Wiener Palästina-Amtes, die über diejenigen Personen geführt werden, die in irgend einer Hinsicht als Palästinawanderer oder als Borgemerkte für die beabsichtigte Auswanderung nach Palästina mit dem Palästinaamte in Berührung kommen. Ein Mann dieses Namens ist dem Wiener Palästina-Amte völlig unbekannt. Briefkasten der RedaMoü. Unwissend. Keren Hajessod, ist der Palästina-Wiederaufbausowd. — Junger Jude. „Hakoah" bedeutet Krafft — Bankbeamter. Wir verweisen Sie auf den Aufruf in unserer letzten '- Samstag-Nummer. — Ukrainischer Staatsbürger. Selbstverständlich sind die bezeichnten Dokumente ohne Optionsbescheid nicht ausreichend. — S. F. Die Untermieter-, steuer ist vom Untermieter selbst zu entrichten. — Ein Leser. Es handelt sich natürlich nur um einen Druckfehler. TrotzkhS Kandidatur (vergl. Nr. 1212 vom 16. Juni) wird bekämpft, weil er jüdischer Abstammung ist, Der Hausarzt, Redigiert von Dr. Sanel Beer. Die Ernährung des Kleinkindes. , . - Der Ernährung des Säuglings wird von Seiten der Mütter stets große Aufmerksamkeit gewidmet, sei es, daß , es natürlich an, rer Mutterbrust gestült oder künstlich ernährt wird. Hat das Kind einmal das erste Lebensjahr überschritten, tritt das Interesse für die Ernährung des kleinen KrndeS meist . in den Hintergrund, denn es nimmt ja daS Kind regelmäßig an den Mahlzeiten der Erwachsenen teil. Und doch sollte die Art und die Zubereitung der Nahrung für das Kleinkinderalter vom zweiten bis zum fünften Lebensjahre mit mehr Verständnis durchgeführt werden. Ist das Kind schon in den letzten Monaten des erftert Jahres nicht mehr auf ipe Milch allein angewiesen — vielmehr sollen ihm - schon Sri-ven und Gemüse verabreicht werden —7 fo muß jetzt. / -19. mt ' eine abwechslungsreichere Kost erfolgen, die auf denstijtigsiä - verbessernden Verdauungsapparat Rücksicht nimmt. Im Lause.-des zweiten Lebensjahres, vervollständigt sich das' Gebiß, daS im Beginne nur acht Schneidezähne aufweist Magen und Darm sind noch empfindlich und leicht reizbar, ei. stellen sich leicht Nährschäden bei Verabreichung von zu derber Kost ein. Auch ist daS Kauvermögen des Kindes noch nicht aus der Höhe. 1 Dazu kommt der allmählich erwachende Spieltrieb, der die! Kraft verbraucht, die durch die Nahrung ersetzt werden muß, Andererseits soll sie so, reichlich sein, um den WachstümSansah zu gewährleisten, ohne Ueberfütterung herbeizüsühren. Als Nährstoffe kommen wie beim Erwachsenen Eiweiß Kohlenhydrate, Fest, Mineralsalze und die neuerdings ' viel«, umstritttenen Ergänzungsstofse in Betracht. Gerade die letzte Gruppe spielt bei der Kinderernährung eine bedeutende Rolle. Denn diese Vitamine sind leicht zerstöre bar, gehen beim Erhitzen od"r bei langer Lagerung zugrunde — weshalb sie de» verschiedenen Konserven fehlen — und sind nur in pflanzlicher Nahrung enthalten. Daher ist Milch' von Kühen, die sich auf Weideplätzen füttern, reich an diesen Ergän-unssstoffev. Die im Winter auftretenden. Störungen des. Knochenshstems bei Säuglingen führt man auf die unzureichende Ernährung mit Milch von Kühen, die eben nur mit Abfallstoffen, altem Heu und dergleichen genährt werden und arm ay Vitamine» sind, zurück. Das Eiweiß, das ein wichtiger Baustein für den wachsenden Organismus ist, kommt im Fleisch, im Ei und in der Milch vor. . Auch die Kohlenhydrate, die für die Stuhlbildung notwendig sind, geben das Brennmaterial für die verschwenderische Arbeitsleistung des Kindes ab. DaS wertvollste Fett für das Kind sind -er Lebertran, die Butter und das Fett des Eigelbes. , - In welcher Form sollen diese Nährstoffe dem kleinen Kinde verabreicht werden? Die meisten Mütter halten auch vom zweiten Lebensjahre ab die Nerabreichung von Milch für das Wichtigste. Wie die Frischmilch für den Säugling' die ausschließlichste Nahrung bilden soll, so leicht ist sie eigentlich für das ältere Kind entbehrlich. Und es ist sicher, daß die Üntexernährung unserer kleinen Kinder während und nach dem Kriege fälschlich dem Milchmangel zugeschrieben wird. Ein Kind vom zweiten Lebensjahre hat mit höchstens einem halben Liter Milch täglich genug, die man am besten für das Frühstück und die Jause anfterlt. Wird daS Kind von unverständigen Müttern zur Bewältigung von einem bis einundeinhalb Liter D^ilch und noch-mehr gezwungen, so geschieht dies auf Kosten der anderen dem Kinde noch notwendigeren Nährmittel, wie Gemüse, weil die Aufnahmsfähigkeit des kindlichen Magens auch eine begrenzte ist. Die übermäßige Milchzusuhr soll nicht allein die Erregbarkeit steigern, sondern verschuldet oft die Blässe der Kinder. Damit soll nicht.gesagtsein,^,daß man demKinde etwa im Sowmer einen größeren Milchgenuß vorenHaMn soll, wenn gerade gute, kuhwarme Milch zur Verfügung steht. - Während man mit Eiern bei den zwei- bis vierjährigen Kindern recht vorsichtig sein wich — ton: gestatten meist ein bis zwei Eier wöchentlich —, wird man schon eimmdeirchalbjährrgen Kindern feingewiegtes Fleisch, feinen Leberbrei, Kafbshirn, einen Kaffeelöffel voll anfangs, verabreichen können. Als Gebäck sind Zwieback, CakeS und die weiße Semmel eigentlich nicht besonders geeignet, da sie kleiearm sind und tvenig Mineralsalze und ErganMgSnährstoffe enthalten, weshalb zum Frühstück und zur Jause sich am besten Brotrinde mit Honig und Marmelade oder in rohem, süßem Fruchtsaft eingebrockt, eignet. , . Einen viel breiteren Raum in der Ernährung der kleinen Kinder sollen Gemüse, Kartoffeln und Obst einnchmem Diese Nährmittel bringen dem Körper Alkalien, Eisen, Kalk und die Vitamine. Durch die schlechte Zubereitung werden aber die Ergänzungsswffe zerstört. D»e Gemüse, dürfen nicht abgebrüht und daS Brühwasser nicht sortqegossen werden, ebenso steht eS bei der Kartoffel, bei der das Kartoffelw^fer mitgenosseu werden soll. Neben Honig und Marmelade sollen den Kindern reichlich rohe Früchte, möglichst mit der Schale, gegeben werden. Auch RalieSchen, geriebener Rettich n it Z rcker, rohe Gurken, cchs Karotten sind wichtig, hingegen erlasse man den Kindern die Suppen, mit denen viele El-ern die Kle nca guölen. Das Fett wird in Form der Butterstotl"» zum Frühstück oder des Abends mit weißem Käse gern genommen. *, An mehr als fünf Mahlzeiten soll man die Kinder nicht gewöhnen und insbesondere das Naschen von Süßigkeiten in den Zwischenzeiten strenge untersagen. Durch die Näschereien allein wird meist die Appetitlosigkeit der Kleinen verursacht. Die Vermeidung aller erregenden Genußmittel, wie Kaffee, Tee, Alkohol, ist selbstverständlich. Unter diesen Gesichtspunkten soll sich die Ernährung der zwei- bis ‘ün jährigen Kinder vollzuhen. Das ist gerade die Zeit, in,der die Krankheitsbereitschaft die größte Rolle spielt, weshalb der heranreifende junge Körper der besten Pflege bedarf, um die auf ihn einstürmenden 'Widerstände zu besiegen Aerztlicher Fragekaften. Langjähriger Abonnent. 1. Wir bedauern, Namen von Aerzten nicht angeben zu können. 2. Ueber die Art der Salben- Verwendung kann mir der Arzt Auskunft erteilen, der das Medikament,verschrieben hat. — B. B. Wvhin die lungenkranke Schwester zu bringen ist, wird der behandelnde Arzt besser beurteilen können. — Kind, zwei Monate. Dreistündige Ernährung ist zu empfehlen. — Haarausfall, Versuchen Sie es mit. der Quarzlichtbehazidlung» die bisweilen gute Erfolge bringt. —. Aüochenkrank. Kur in Bad Hall dürfte nicht so teuer sei». — Brille. Der Bindehäutkatarrh dürfte mit Skrciphulose KNsammenbängen. Landaufenthalt.wäre gut» »

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.