Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1210 (14.6.1922)
- Date
- 1922-06-14
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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... tiiiM tuiiiK'r min 'u ny^1 TT^T>1'?' Seite S Wien- Mittwoch -gtte sie zwei Kabinen ans -einem nach Mexiko fahrenden Schiffe bestellt. Seither sitzt sie mit ihrer Tochter in Untersuchungshaft. Ihr Verteidiger ist der Anwalt Laudrus, Moro Giafferi: Es sind 69 Zeugen verhört worden. Frau Bessarabo, tzie, ihr früheres Geständnis, ihren Manu umgebracht zu haben, widerrufen hat, rechnet offenbar ans eine Freisprechung; denn sie hat ihre Wohnung nicht ausgegeben und die Miete regelmäßig bezahlt. Der Prozeß dürste acht bis zehn Sitzungen in Anspruch nehmen. Ein Vergleich mit dem Prozeß Landru, der noch in aller Erinnerung ist, drängt sich auf. Ein in seiner Graucnhaftigkeit ähnliches Delikt kommt zur Verhandlung. Der gleiche Gerichtspräsident Gilbert führt den Prozeß, während die Geschwornen, meistens brave Handwerker oder kleine Kaufleute, schweigsam von ihrer Tribüne zuhören. Sehr verschieden sind die Räumlichkeiten; statt in dem-etwas primitiven Gerichtsgebäude in Versailles befinden wir uns im prächtigen Gerichtspalast auf der Seineinsel, wo einst der Palast der ersten Könige von Frankreich stand. Drakonische Maßregeln verwehren den weiblichen Neugierigen den Zutritt. Nur hinten auf den Stehplätzen machen sich einige bemerkbar.' Aber sonst erblickt man nur Frauen unter den Zeugen, unter den Journalisten und einige Advokatinnen mit Talar und Baefschen. lfm so bemerkbarer macht sich das weibliche Element auf der Anklagebank. Mutter und Tochter lenken alle Aufmerksamkeit auf sich. Frau Bessarabo ist 53 Jahre alt, sie erscheint in blauem Mantel und männlich einfachem Hute, der sie als Intellektuelle kennzeichnet. Aus ihren Zügen spricht Härte; sic hat etwas hon einem alten Papagei,, dem man nicht gern zu nahe kömmt. Die Tochter sieht 'entsprechend ihren 24 Jahren und ihrer etwas eleganteren, .Kleidung schöner, freundlicher und harmloser aus. Frau Pesscrraho trieft förmlich vor Edelmut: Sie hat ihr Lebenlang sich für andere aufgeopfert. Nie hat düs Geld eine Rolle gespielt,,nie hPte sie heftige Anwandlungen, nie hatte sie ein außereheliches Verhältnis, von geistigen Freundschaften abgesehen, sondern im Gegenteil, die Reinheit der Geschlechter gepredigt.' Sie hat für ihren ersten und zweiten Mann sowie für ihre zwei Kinder gearbeitet und gelitten. Einer' altehrbaren Familie'— einer ihrer Vorfahren nahm an einem Kreuzzug teil — entstammend, wurde sie mit sechseinhalb.Jahren in eine Klosterschule geschickt. Einer ihrer Schulaüssätze war so gut, daß man ihn abdruckte. Später verkehrte sie mit den größten Dichtern, wie Henri Bataille. Filmschulen. Die Verhandlung; gegen Feßler und Zambaner Wurde auf Antrag des Verteidigers Dr. Edmund Schlesinger vertagt und der Akt an den Untersuchungsrichter rückgeleitet> Dem Feßler soll die Gelegenheit gegeben werden, an der Bücher und Belege nachzuweisen, daß die von ihm übernommenen Geldbeträge ausschließlich für das Unternehmen und die Erzeugung und Verbesterung der Reklameapparate verwendet wurden. Außerdem soll noch eine Reihe weiterer, .von der Verteidigung geführten Zeugen über die Entwicklung des Unternehmens vernommen werden. Die Ermorvrmg Erzbergers. Die Mörder ausgelost. Ofsenburg, 12. Juni. (Wolfs.) Im Prozeß Killin ge r wurden einige Mitglieder der Organisation C als Zeugen vernommen, darunter der Brüder des Angeklagten Karl Killinger, der von dem Rechte der Zeugnisverweigerung im allgemeinen Gebrauch machte. Der ehemalige'Leutnant und Angehörige der Organisation C Liedeg bek6mt sich als Verfasser jenes Beitrages für das Erinnerungsbuch der Sturmkompagnie, worin von Erzberger als einer Fratze und einem Volksverräter gesprochen wird. Der Zeuge erklärt, Killinger habe zu diesem Buche die Einleitung und das Schlußwort geschrieben. Der Zeuge Kautter, der mit Killinger zusammen wohnte und in Offenburg verhaftet worden war, erklärte, er habe vor dem Mord von einem Plan zu demselben nichts gewußt. Auch der ehemalige Kapitänleutnant Alfred Hofmann verneinte die Frage des Vorsitzenden, ob ihm über einen Plan' zur Tat i etwas bekannt gewesen sen Er erklärt, in der Organisation C' sei viel über Erzberger geschimpft worden. In der Nachmittagssitzung erklärte der Zeuge Friedlein, Ti Hessen habe ihm nach der Ermordung Erzbergers in einer Unterhaltung in Ulm die Beweggründe der Tat beizubringen versucht, um die Tat selbst zu entschuldigen. Ueber die Täter sei nichts gesprochen worden. Tillessen habe ihm gar nichts anvertraut. Im Gegensatz zu dieser Aussage steht die des Zeugen Röhlin ge r, der unter anderem erklärt hatte, daß ihm im Dezember vorigen Jahres in Stuttgart Friedlein erzählt habe, Tillessen hätte sich ihm gegenüber in Ulm als Mörder bekannt. Der Zeuge stellt die Sache weiter so dar, als ob der Mord an Erzberger auf Grund einer Auslosung im Freikorps Oberland zustandegekommen sei.'-Dem Zeugen wird vorgehahien, daß gegenwärtig gegen ihn '.in neues Strafverfahren wegen Betruges anhängig sei. Er ist auch schon wegen Betruges vorbestraft. Auf die Vernehmung der Frau Erzberg.er wurde dom Gericht verzichtet. Weiters wurde beschlossen, die heute als Zeugen vernommenen Angehörigen dör Organisation mit einer Ausnahme nicht zu vereidigen, da sie in das Verfahren wegen G e h e i m b ü n d e l e i verwickelt sind. Killinger freigesprochen und enthaftet. Offenburg, 13. Juni. (Wolfs.) In dem Vrozeß gegen Kapitänleutnant a. D. v. Killinger verneinten die Geschwornen nach kurzer Beratung die beiden Schuldfragen, die dahin lauten, ob der Angeklagte den Mördern des Abgeordreten Erzberger Beistand geleistet habe, um sie der Straf e zu 'Ntzichen, ünd ob er den'Tätern^diesen Beistand vor Begehung der Tat zugesagt habe. Der Angeklagte wurde daraufhin s r e iqelprochen und sofort auf freien Fuß gesetzt. Wiener Morgenzeitung Gestempelte Krone — —.023s Centimes Auszahlung Wien -~023/s (Scnfi:»c3. Zn Zürich notierte die östelreichifche Aron.' . . . -.02% (-.03 am 12. ZunN die östcrr. gestempelte Krone. -.02% (-.03', am 12. Juni) die tschechische Krone . . . . 10,02% l 10.07% am 12. Zuni) die Mark.. 1.65 ( 1.64 am 12 Zw'il Agram. 1.84 (1.88 am 12. Zuni) Sofia .. 3.70 ( 3 52 am 12. Zun>> —.53 (-.59 am 12 Juni) Marschau ...... .1 . —.13 (-.13 am 12. Zuni) Gemeinsame Aufbauarbeit des Joint und der Jca in Polen. . Von unserem New-Zjorker Korrespondenten.' Dieser Tage ist zwischen dem American Joint Distribution Committee und der I e w i s h C o l o n i s ation Association (Jca) ein für die Wiederaufbautätigkeit in Polen äußerst wichtiges Abkommen geschlossen. worden. Das Wesentliche dieses Üebcreinkommens liegt in der Bestimmung des Vertrages, daß die Jca sozusagen als Wohltätigkeltsgeseltschafterin mit .dem'Joint. gemeinsam und im' gleichen Ausmaße den jüdischen K r editgenosserisch aste moderen Errichtung in Polen im Zuge ist, die ererforderlichen Kapitalien zur Verfügung stellt. Auf diese Weise wird das vom^Joint ursprünglich in Aussicht genommene Kreditkapital verdoppelt, da die Jca sich verpflichtet, jeder Kreditgenossenschaft ein Kapital in derselben Höhe zur Verfügung zu stellen wie der amerikanische Joint. Bekanntlich wurde im abgclausenen Jahre der Plan einer Zentralanstalt ansgearbeitet, deren Aufgabe die Durchführung der ganzen wirtschaftlichen Wiederaufbauarbcit unter den Juden in Polen gewesen wäre. Im Sinne dieses Projektes hätte diese Zentralanstalt von den Juden Polens selbst gegründet werden sotten, während dem Joint die Mehrheit der Anteile gesichert bleibt, wofür er die erforderlichen Geldmittel für die Kreditinstitute und - Arbeiterkooperativgenossenschaften : zu besorgen hätte. Für ,diesen Zweck het der Joint eine Million Dollar bestimmt, von welcher Summe 700.000 Dollar an die Leih kaffen und 300.000 Dollar an die Arbeitergenossenschaften hätten überwiesen werden sollen. Dieser R«onstruktionsplan teilt Polen in sieben Kreise ein, von denen jeder eine zentrale Leihkasse besitzt, welche die einzelnen Institute in den Städten des betreffenden Kreises versorgt und die Kontrolle über die Verwaltung der Institute führt. Während des abgelaufenen Jahres. hat jedoch die polnische Regierung aus verschiedenen Gründen abgelehnt, eine im Sinne dieses Planes zu errichtende zentrale Wiederaufbaugesellschaft zu legalisieren. Auch die Verhandlungen wegen Erwerbung und Reorganisiierung einer bereits bestehenden Bank, entsprechend dem Wiederaufbauplane, \ sind g escheitert. Aus diesem Grunde mußte der ursprüngliche Plan abgeändert werden und die Wiederausbauarbeit wurde in umgekehrter Reihenfolge durch die Errichtung von Rayonskassen in Angriff genommen. Zwei ^solcher Rayonskassen, und zwar je eine in Warschau und Bialhstok, denen der. Joint je 30.000 Dollar Kapital zugewiesen hat, sind bereits in Tätigkeit. Auch in den übrigen Rayons ist die Organisationsarbeit in vollem Zuge. In diesem Stadium hat nun die, Jca den Wunsch ausgedrückt, an'der Wiederausbauarbeit in Polen genieinsam mit dem. Joint teilzunehmen. Laut dem nunmehr zustande gekommenen Abkommen wird jede Rayonsleihkasse von der Jca einen Kredit in derselben Höhe, wie er vom Joint bewilligt wurde, erhalten. Während der Dauer dieser Kredite werden sowohl der Joint als auch die Jcä in den Verwaltungen der Leihkassen durch ihre Delegierten vertreten sein, während die übrigen Berwaltungsräte von den Genossenschaftern selbst gewählt werden, so daß die Verwaltung dieser Leihkassen eigentlich in den Händen der Genossenschafter liegt und nur unter der Kontrolle der beiden kreditgebenden Hilfsorganisationen steht. Dieses Abkommen ist für die Dauer eines Jahres abgeschlossen worden und beiden Organisationen steht das Rdcht zu, das Abkommen drei Monate vor Ablauf des Jahres zu.kündigen. Der Joint, hat sich überdies das Recht gesichert, auch innerhalb dieses Jahres jüdische Kreditinstitutionen selbständig zu unterstützen, ohne Rücksicht darauf,' ob die Jca mittut oder nicht. Der Joint hat noch immer nicht die Hoffnung uyd die Bemühung aufgegeben, um den ursprünglichen Plan der Errichtung einer großen jüdischen Aüfbaugeselffchaft in Warschau zu verwirklichen. . Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft. Laut der in der „Wiener Zeitung" vom 12. d. erschienenen Kundmachung ist das Bezugsrecht aus die jungen Aktien der Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft in'der Zeit vom 12. d. bis einschließlich 3. Juli L. J.-auszüüben. Auf drei alte entfällt eine junge Aktie. Der Bezugspreis beträgt 350 jugvsl. Kronen tel quel pro Stück, respektive in Oesterreich deren Gegenwert umgerechnet zum Tageskurs in österreichische Kronen. Verband österreichischer Spielwareninteressentr«. Am Donnerstag den 8. d. fand eine von der Handelskammer einberufene Versammlung von Interessenten an der Erzeugung und dem Handel mit Spielwaren statt. Es wurden verschiedene Maßnahmen zuk Förderung der österreichischen Spielwarenindustrie und des Spielwarenhandels, namentlich auch die Einführung von Kursen zur Unterweisung in verschiedenen handwerklichen Fertigkeiten, welche zur Herstellung von Spielwaren erforderlich siind, beschlossen. Ueberemstimmend wurde die An-. sicht vertreten, daß die Herstellung von Spielwaren einen Erwerbszweig notleidender Mittelstandskreise zu bilden berufen sei. Zum Sekretär des Verbandes wurde Kammerfachkonsulent Artur Jan 1a, 1. Bez., Stubenring 8, gewählt, an welchen Anfragen und Beitrittsänmeldungen zu richten sind . > 14. Juni 1922 Nr. 121Ö? --1---i_;_____ Wareneinftcht nach Frankreich mit der Briefpost. I)ie Handelskammer gibt bekannt, das; die französische Postverwaltung von einer Verbotbestimmung im' Weltpostvertrag von Madrid Abstand genommen und Briefsendungen mit zolftrflichtigcm Inhalt unter folgenden Bedingungen zugdlassen hat: Zollpflichtige Gegenstände können als Warenproben offen nach Frankreich versendet werden, wenn sie mit einem auffallenden Zettel von grünet Farbe versehen sind, der die Aufschrift „Ä soumettre'a iila donane ou apx contributions indirectes" und außerdem die im französischen Dienstgebrauch .geübte Warenbenennung sowie die Angabe des Ursprungs (Origine Autriche), des Gewichtes und des Wertes der Ware trägt. In verschlossenen Briefen sind zollpflichtige Waren-nach Frankreich nur dann zugelassen, wenn der Empfänger eine Bewilligung vorweisen kann, die auf sein Ansuchen noch Vor der Absenkung der Ware von der französischen General-Zolldirektion erteilt worden ist. Derartige Bewilligungen ' -rden nur für Briefe erteilt, die nach Orten bestimmt sind, an denen sich ein Zollamt befindet. Die Briefe sind mit dem gleichen Zettel zu versehen, doch ist darauf nur die Nummer und das Datum der Bewilligung zu vermerken. Sendungen, die diesen BestimMun- > gen nicht entsprechen, werden beschlagnahmt. Herbstausstellung im Oesterreichischen Museum/ Am 1. September d. "I. wird im Oesterreichiscr,en Museum '■ für Kunst und Industrie auf Veranlassung der dem Haüptverband der Industrie angehörenden Mobelindustriellen, aber nicht ans diese beschränkt, abermals eine I n t e r i u r a u s st ellung stattsinden. Außer sogenannten vornehmen Raumen sollen cklich einfache-bürgerliche Interieurs vorgeführt werden, auch ist Vorsorge getroffen, daß im Mittelraum herv)tragende Erzeugnisse aller übrigen Zweige des h e i m i s ch e u K n n it H a n dwerks (Keramik, Glas, Metall, Leder, Textilien, Schnitzereienusw.) sowie Einzelmöbel Aufnahme finden können. Oie -künstlerische Leitung dieser Ausstellung hat Architekt Fritz Zeymer übernommen. Erhöhung des Verkaufspreises von Truckiorlen des Posisparkassenamtcs. Vom 14. d. angefangen losten: ein Erlagschein 14 K., ein Scheckheft (»0 Blatt) 1500 K s ein Bnnr Gesamtscheckverzeichnisse 1200 K., 25 Erlagscheinverzcichmsse 250 K. und 5l) Briefumschläge zur Einsendung der Schecks 400 K. Die beim Postsparkassenamt vor dem 14. d. eingelang'.en Bestellungen werden noch zu den alten Preisen äusgesühr. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) An der gestrigen Warenbörse gestaltete sich der Verkehr ziemlich lebhaft, es gab stattliches Ausgebot sowie auch gute Kauflust. D«e Tendenz trug infolge der unsiteren Lage auf den Valutenmärlttkn ei»en irregulären Charakter. Für ewige Gattungen Chemikalien bestand Interesse, und zwar für Antichlor. Glaubersalz kalziniert und kristallisiert. Eisenvitriol, Weinsteinsäure. Glätte. Minium. Soda die., Antichlor. Bleizucker, Macw. usta. Alabastergips, Slearin, Terpentinöl upd verzolltes Paraffin Wien. A u s g e b o t e n wurden: Aeßkali 88/92 zu 38 Mark transit Posiau. Alaun in Stücken zu i4 Mark transit Passau. Ameisensäure technisch 80 bis 85% zu 72 Mark, Bittersalz zu 5 Mark transit Passau. Bleiglätte Bleiberger zu 1800 Mark- Wien, Bleiweitz Hamburger zu 1300 K. * Wien, Borax in Stücken zu 44 Mark transit Passau. Chlorkalk 110/115 zu 45o Ä. ob Wien, Chrom- Kali zu 64 Mark transit Wien. Cyromnatron zu 68 Mark, transit Wien, Glaubersalz kalz. in Stücken zu 3.90 Mark ab Wien inklusive Faß, Glyzerin chemisch rein 30 Grad zu N0 Mark transit Wien. Karz ,nländi,ch dünkel zu 750 §i. ab niederöster» reichtscher Station. Knochenleim Rannersdorser zu 3500 K. Wien. Natriumbisulfitt zu 26 Mark transit Wien. Natron gelbbläusaures zu ' 9000 K. Wien, Natronlauge 30/32 zu 300. K. Wien. Oxalsäure zu 75 Mark, Salalcali pulo risiert zu 2450 K. ab niederösierreichischer Fabrik, Salmiak «Salz zu 40 Mark ab Wien, Schwefel in Slongen zu 0,92 Lire Wien. Eckwefelnatrium 60/62 ZU 30.50 Mark ad Wien, Terpeni möt Wr.-Äeüsiadt zu 6000 K.. (Geld gelegt wurde 5400 K.) ab niederösierreichischer Station, Japan Wachs zu 7500 K » transit Wien, Wernjleinsäure kr'stalliüert zu 9000 K. -VonOeten und Fetten wurden au § g eboten:- Holländisches Leinöl zu 0.58 holländischen Gulden, RicinuAl I. Pressung zu 0.65 holländischen Gittden, xasiineriertes Äüböl' zu (.61 holländischen Gulden» Speiseöl zu 5800 K. inländisches Pflanzenspeiseselt zu 3800 K. Nähr-, Lebensmittel undKolon ialwaren verzeichneten feste Tendenz. Zum Ausgebote gelaugten: Kaffee Santvs superior (pro 50 Kg.) zu 73 Schilling Kost und Fracht Triest» Niv VI. zu 56 Schilling Kost, und Fracht Triest, Kakaopulvi-r l. holländisch zu 5400 K. — Gewürze: Cafsia lignea zu 6500 K. Psesier Singapore schwarz zu 4900 K. Wien. Aeis: Burma ll. neue Ernte zu 14/6 Schilling p-o 50 Kg. woggonfrei Hamburg, Kristallzucker -Java superior Nr. 25 zu 6.10 tschech. K. in Ganzwaggvns Wien transit unverzollt unversteuert. - ' Zum öffentlichen Verkaufe gelangten taut Artikel 343 des H.-G.-B. 1908 Kg. Singapore Psesier zu 3.75 Lire transit Budapest. Oesientliche Verkäufe finden statt: Heute am 14. d. um Uf>r Quargel, am 16. d. um 10 .Uhr Pserdeslriegel und um %1 Uhr Dextrin. Diehmärkte in St» Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Borstenviehmarkt. Angemeldet wurden 1834Stück. Zu Beginn wurden bloß 625 Fleisch- und 194 Fettschweiue aufgetrieben. Ein Großteil der angemeldetcn Schweine, zirka ' 900 Stück, ist noch im Laufe des Bormitta.gs ein^elangt. Angesichts des unzulänglichen Angebotes sind die Preise ireuerllch sprunghaft in die Höbe gegangen. Fleischschweine ' sind um 700 K. und Fettschweine um 1400 K. pro Kilogramm gestiegen. Es notierten Fettschweine 6000 K. und Fleischschweine 4300 bis 4900 K. pro Kilogramm Lebendgewicht.— Pkerdemarkt. Zum gestrigen Markte wurden 52 Schlächter- und 478 Gebrauchspferde gebracht, Verkehr ruhig, Preise . für Schlacht- Pferde konstant steigend. Man zahlte: Zugpferde, leichte, 380.000 bis 500.000 K., schwere 700.000 bis 1,200.000 K.. Kutschpferde 500.000 bis 800^000 K.; Pferde für Schlachtzwecke 900 bis 1860 K. pro Lebendgewicht. Prager Börse. Prag» 13. Juni. Der Einsluf; der gestrigen Börse machte sich heute in Arbitragew-'rlen gellend, jedoch nicht in dem Maße, daß dre Parität ausgeglichen worden wäre. Die Kurse einiger Merle, bilden sich ganz selbständig und erlitten nur vorübergehend mäßige Einbußen. Einem großen Drück waren infolge von Arbilrageoerkäufen anfangs Ällpine-, Skoda-, und Ämgboffer-Aktlen austzefeßt. konnten aber gegen Schluß den größten Terl der erlittenen Verluste wieder wettmachen. Auf dem Anlagemarkte besserten sich Freiheitsanleihe und Kassenscheine, Prämienanleihe lag dagegen schwächer. Türkenlose wurden mit emem Verluste von 4v Kronen gehandelt. Auf dem Bank-Mtienmarkte gaben Agrar-, Lnsuslrtal-, Mährische Tskompte-, 'Anglo-, Kr?dil-Bank- und Vankvereln-Atttien nach. Auf dem Zndustrie- Akti-nmarkte zogen Aothkoilelttzer- und SimMeunzer-Aktien im. "A L"/ .v ../'V ■ der /chrtaen