Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1208 (12.6.1922)
- Date
- 1922-06-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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) H-jte 9 Wien, Montag Wiedereinführung der Rationierung einzelner Nahrungsmittel re. Währungsanschluß an Deutschland. Der Kreisakbciterrat erklärt, jede Verantwortung für die unvermeidlichen Folgen abzulchnen, wenn nickt endlich wirksame Maßregeln gegen die Geldentwertung gttrofjen werden. Schließlich fordert er die proletarischen Parteien auf. im Falle des Scheiterns der gegenwärtigen Kreditverhandlungen den Kampf um den wirtschaftliche« Anschluß an Deutschland wiederaufzunehmen. ___ Tagesbericht. Morde in Wien. Uhrmacher Franz HrdliLka ist in der. Nacht Zum Sonntag feinen Verletzungen erlegen. Der Mörder der Hausbesorgerin Rosalia Rath ist in den gestrigen Morgenstunden in der Person des 25jährigen Schuhmachergehilfen Johann Laß, Kannegasse 7, zu Frauenkirchen im Burgenlande geboren und dahin zuständig, verhaftet worden. Er leugnete anfangs hartnäck g, entschloß sich aber in den Mittagsstunden des Sonntag zu einem Geständnis, das allerdings noch nicht ganz vollständig zu sein scheint. Er gestand ein, die Tat ausgeführt zu haben und erklärte, daß er bei der Hausbesorgerin einen Einbruch verüben wollte und dabei von der zurückkehrenden Frau ertappt worden sei. ES kam zu einem Kampf zwischen beiden, in dessen Verlauf die Frau das Uhrgewicht abriß nnd ihm einen Schlag gegen den linken Arm damit versetzte. Er entwand ihr nun das Eisenstück und versetzte ihr die todbringenden Schläge auf den Kopf. Sie wehrte sich wie verzweifelt und biß ihn in einen Finger. Dann steckte er ihr, um zu verhindern, daß sie um Hilfe rufe, einen Knebel in den Mund und verschnürte ihr noch obendrein die Kehle mit einem Tuch. An Beute will er nur einen Betrag von 940 Kronen erlangt haben. Laß, dessen.Angaben noch sehr lückenhaft sind, wird noch weiteren Verhören unterzogen werden. Der Än-bau der zweiten Hochqneüenleitung Wiens. Wie wir erfahren, werden im Rathause sbie Pläne zum Ausbaue der zweiten Lochquellenleitung fertiggestellt. Es wird die Brunngrabenquelle einbezogen, die zur Entlastung der nicht immer verläßlichen Kläfferbrünne dienen soll. Schon demnächst werden tzie betreffenden Arbeiten in Angriff genommen. Man wird in der Bevölkerung diese wichtige Nachricht mit großer Befriedigung aufnehmen. Das Wiener Hochquellenwasser bedeutet einen Schatz für die Stadt und deren Bewohner und jeder Schritt zu seiner Gewinnung. und Vermehrung verdient volle Anerkennung. _____ •* , dlaset. Im Zustansr des schwer er krankten Komikers Blüm ist gesteifl keine Brrändenmg emgetrettn. Der Krüstevertall schreitet fort. Rückücht auf das Kobe Att-r des Paüemen gibt deffen Befinden zu dm enrstksten B sorgmffeu Anlaß. * Dekan-Wahlen a» der Universität. Vom Professorenkollegium der juridischen Fakultät an der Wiener Universität wurde der ordentliche Professor des römischen Rechtes und Präses der rechtshistorischen Staatsprüfungskommission Hofrat Dr. Moritz W l a s s a.k um Dekan für das Studienjahr 192Z bis 1923 gewählt. Hofrat Wlassalf hatte diese akademische Würde einige Male bekleidet. Als Prodekan wird Hofrat Professor Dr. Ernst Schwind fungieren. — Das Professorenkollegium der theologischen Fakultät an der Wiener Universität hat den ordentlichen Professor der spez. Dogmatik Dr. Josef Lehn er zum Dekan dieser Fakultät für das Studienjahr IM bis MB gewählt. Auch Professor Lehner hatte dieses akademische Ehrenamt bereits inne. Als Prodekan wird Hofrst Professor Dr. Johann Doller fungieren. * SüiShrlggs FirbiMum -er Firma S. Schein. Gestern feierte die bekannte Teppickflrwa S. Schein ihr 59jährige- Geschäftsjubiläum. Die F e»or ist auch aus dem Grunde bemerkenswert weil auf dem gleichen Tage auch das 70jährige GeburtMt des Flrmenirchabers Samuel Schein fällt. Der weilen Oeffentlichkett .tit der Lubilar auch durch seine Tätigke.t als Sachverständiger und gerichtlich beeideter Schätzmeister sowie als Funkt onor einer Reihe wittichalllicher Korporationen bekannt. Dieses Subsiöum bildete den Anlaß zahlreicher Ehrungen sowohl seitens öffentlicher Korporationen und Geschäftsfreunde wie auch eiiens des Personals. * Selbstmord einer SSjiihrigen Frau. Am 8. d. hat sich dis 82sthrioe Kand'tenverjchleißenn B'iti M a t u l o, VI., Äirschengaffe 7, an einer Zimmerlampe erhängt. Schon vor einem Monat hat die Frau wrem Sohne gegenüber Lebensüberdruß geäußert. * Die Kampagne gegen die jüdische Religion in Sowjetrußland. Das Kommissariat für Nationalitäten in Minsk verfügte mittelst Dekrets die Schließung aller jüdischen Privatschulden (Chedarim) in Weißrußland. Ferner wurden jedweder judälstische Unterricht strengstens verboten. Die Synagogenvorstände in Minsk mußten eine schriftliche Bsrpfli.chtnng unterfertigen, daß die Synagogen ausschließlich zur Gebetstunde geöffnet bleiben werden. (I. C. B.) * Organisation der jüdischen Veteranen in Amerika. Der in Philadelphia statiaefundene Kongreß der Organisation jüdischer Ex-Solvaten und jüdischer Petercmenveremigungen aus New-Aork, Philadelphia, Boston, Cleveland und Baltimore beschloß die Begründung einer nationalen Organisation mit der Aufgabe, die jüdischen Rechte zu schützen, an der Kolonisierung Palästinas mitzuwirken und jüdisches Empfinden unter den demobilisierten jüdischen Soldaten zu pflegen. Die neue Organisation führt den Namen „Jüdisch-amerikanische Legion". (I. C. B.) * Die BerufSvorbereitung der Chaluzim in Deutschland. &j\t praktische Chaluzarbeit in Deutschland wird durA den landwirtlckaülicken Praktikantenbund und. durch das technische Wiener MorgenzenrmA . -,T-.—T-r—-TT-"■ ... ■ . ---- Mitteilungen aus dem Publikum. JwtiM&tiatfnt ■t-m 'Chaluzsekretariat besorgt. Der randwirtschaftliche Praktikanten- Lund zählt gegenwärtig ungefähr 350 Mitglieder, von denen 70 bereits nach Palästina gegangen sind, Die Zahl der handwerklichen Praktikanten des technischen Chaluzsekretariats wird auf 200 geschätzt. Die meisten handwerklichen Chaluzim sind in einzelnen Betrieben untergebracht. Sehr oft sind sie an einem Orte tätig, und finden sich außerhalb ihrer Arbeit in Fachkursen oder beim Hebrätschkurs zusammen. Solche Gruppen, gibt erin ' Berlin, Hamburg, Nürnberg und an mehreren anderen Orten. In Frankfurt a. M. besteht ein Fachkurs, an dem ly Chaluzim die als Bautechniker, Installateure usw. in einzelnen Betrieben untergebracht sind, arbeiten. Der interessanteste Versuch sind Wohl die Maurerkurse in Dortmund, welche die,,Haawodah", eine Gesellschaft russischer und deutscher Zionisten für die Ausbildung von Handwerkern' für Palästina finanziert. Gegenwärtig wird dort ein kleines Zweifamilienhaus von fünf Arbeitern errichtet, das für eine Siedlung bestimmt ist. Die Arbeitskräfte sind aus der großen Zahl ostjüdlscher Arbeiter ausgesucht, die in Westfalen seit mehreren Jahren in den Bergwerken tätig sind. Der Mangel an gute,» Lehrkräften macht sich stark fühlbar, weshalb die Arbeiter vielfach in deutschen Betrieben untergeoracht werden müssen. In nächster Zeit sollen besonders Bauhandwerker, Maurer und Zimmerleute ausgebildet werden.' Das technische Chaluzsekretariat versucht, alle handwerklichen Chaluzim in Deutschland zu organiseren, korrespondiert mit ihnen, verschickt vor allem monatlich Rundschreiben mit Aufsätzen über Fachausbildung. Palgstinanotitzen u. g-, vermittelt auch im gewissen Umfang gute Ausbildnngsstellen und sucht dabei zugleich den Gedanken, daß wir handwerkliche Chaluzim in Palästina benötigen, in die weitesten Kreise der jüdischen Jugend' zu tragen. * Das Martyrium -er jüdischen Flüchtlinge. Wie der Korrespondent des New-Aorker „Vorwärts" meldet, betreiben Agenten baltischer und amerikanische? Schiffahrtsgesellschaften eine betrügerische Tätigkeit unter den unglücklichen jüdischen Flüchtlingen Sowjetrußlands. Diese versprechen den Emigranten, sie nach Amerika zu bringen und sind ihnen heim heimlichen Ueberschreiten der Grenze behilflich. Die verzweifelten Emigranten verkaufen ihr ganzes Hao und Gut und riskieren sogar ihr Leben. Die.Grenzbehörden der Randstqaten verhaften in der Regel diese Flüchtlinge, di.o ohne Erlaubnis den Grenzübertrltt bewerkstelligten, so daß derzeit hunderte jüdische Emigranten in den Gefängnissen von Estland und Lettland schmachten. ‘ Bühne MÄ Kunst. Aus den Dheater«. Fm Josef sttssd ter Theater beginnen ob heute die Vorstellungen u m 7,8 ll d r. Zur Darstellung gelangt allabendlich in der ganzen Woche die fraiMsche Schwanknovlkät „K i k i" von Andre Picard mit Käthe Dorsch als Gast. Briefkasten der Redaktion. „Toledo." Diesbezüglich können wir Zbnen keinerlei Auskunft geben. Fragen Sie vielleicht hsi der spanischen Vertretung in Prag nach! — „Iischuiv rnirrjan." Einen -er. artigen Nachdruck können wir nicht bringen. Außerdem kaben wir über die gleiche Frage erst einen Aussatz gebracht. Besten Dank! Steirer-Fragekasten. K. D, Von Gehaltszoh ungen für die Zeit bls 3i. Mai ist der Steui>Mbzug nach den allen Tabelb n »u berechnen. Vom 1. d. an gelten die neuen Abzugstabsllen. nach denen von Monatsbezügm zwischen S3.I4S uns 200.011 K. ter Abzug 1% beträgt. - Alpha. Das Reimaunqsasid unterliegt nur dann der Houszinsstouer, wenn es vom Hauseigentümer bedungen und eingchobm wird. — Pvozeh. Wenn Fhr Gegner zum Ersah der ganzen Proieickosten an Sie verurteilt wurde, dann muß er auch die Ürteileaebühr allem bezahlen. Würde er nur zu teil» weisem Koslenersotz verurteilt, dann hat er auch 'die Ürleilsgebühr im gleicten Verhältnis zu zahlen. — Czurtthvf. Sie lönnen die normalen Abtreibungen auch dann von Fhi'em Einkommen abrechnen, wenn Sw keine Bücher führen. Doch müssen die Wettoermmderungen schätzbar sein und aus Verlangen anderweitig glaubhaft gemacht werdrn. — S. Singer. H. Wenn Sie die Berufung daraus geilükt haben, daß der Sleuerersah 5% des Reinerlräges überstsioi, dann müssen Sie der Steuerbehörde über Aufforderung die 0 ü hereinsicht gestatten. — Erez. Die vier Aenienste'erraten sind am 1. März, 1. Funi. 1. September und i. Dc.zeinber voretnzuzahlem — Berta. F. Nur wenn Sie die Papiere zur Zeu des Verkaufes schon volle zwei Jahre besessen hätten, wäre das von Einfluß auf die. Einkommensteuer. Fn ShrcM Fall ist also der ganze Veräutzerungsgewinn stkuerpfttchlig. Zu beachten ist jedoch, daß Sie statt des wirklichen Aniä affungsweries den Steuerwert nach dem Sleuetkursblalt für die Vermögensabgabe zugründe legen können, wenn dieser höher ist. . Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Ganel Beer. Ueber Lungenblutungen. Eine Blutung aus dem Munde wird immer sehr ernst genommen ' und bringt meist große Aufregung in das HauS. Beim Laien gilt als selbstverständlich, daß das Blut auS der Lunge stammt, während eS in Wirklichkeit noch viele andere Quellen gibt, aus denen ein solcher blutiger AuSwurf kommt. Auch ist die Furcht vor einer Verblutung im allgemeinen viel zu groß, sie ereignet sich sehr selten und ist fast nie eine fortgeschrittene Lungentuberkulose die Schuld, sondern es liegt, darin meist eine Blutung , aus einer erweiterten Schlagader vor. Wichtig ist, die Quelle der Blutung sestzustellen, was aber nicht so leicht für den Arzt ist, wie,es dem Uneingeweihten erscheint. ES kann nicht allein selbst ein Kaffeelöffel voll Blut aus dem Zahnfleisck entstammen, sondern ein geborstenes Blut- » 12. Funk 1922 , Nr. LM / gefätz im Rachen bei chronischem Katarrh kann' gleichfalls Schrecken verursachen. Bei Nasenbluten Wird es Mk osi 'Mf dem Wege deK 'Hinteren Nasenrachenraumes .durch den , Mund, ausgespuckt. •. 'i*1' ' ' Daß eind LvnMverletzung zu einer'Blutung führen kann, ist klar, wie wir eS ja im Kriege bei Limgonschüssen oft zu sehen Gelegenheit hatten. Auch manche. Jnfektifinskrancheitesi gehen mit- Blutspucken einher.'.svie dje Lungenentzündung und die in den letzten Jahren beyhqchtets Grippe. - Immer sind ejb' dann nEHrjM Mengen Plüteß,,. die keinerlei Gefahren für den Kranken bedingen,: Sei ausgedehntem Zerfall, des Lungengewebes, oder bei Btzfallensein größerer Lungengofähe führt die--tuberkulös« Erkrankung zu kopiöser Blutung, die bisweilen mit Ohymachtsanwandlung einhergehen kann. .„ Es steigt dann das Blut ganz leicht, oft ohne besondere Hustenanstrengung, auS dem Halft — zum Schrechen des Patienten — auf. ES erscheint hellrot, schaumig, wenn es aus - der Lnnge kommt, indes das Blut aus dem Magen unter Brechreiz sehr dunkel gefärbt herausquillt. Immer soll daS Erbrochene aufgehoben werden, um e8 dem bald hexbeigerufenen Arzte, zu zeigen. Schon die Angaben des Patienten und der Umgebung übe? die Me'uge des Blutverlustes sind stets übertrieben. Bei einer Lungsnblutung folgen noch kleinere Attacken nach und es dauret gewöhnlich einige Tage, bis die Blutspuren aus dem Auswurf geschwunden sind. Die LungenblutDttz kann in jeder Phase der Erkrankung Vorkommen, man findet sie aber auch schon bei ganz beginnenden Formen als'alarmierendes Ereignis gewissermaßen. Diese Fälle sind für eine Dauerhellung meist besonders günstig, wenn frühzeitig mit der entsprechenden Behandlung eingesetzt wird. Ja, so mancher Mensch, ter schon lange nur an einem Lungenspitzenkatarrh gelitten Hai, wird durch ein solches unvorhergesehenes Ereignis verwarnt und beginnt endlich seiin Erkrankung ernst zu uchmen. > Es wurde schon angedeutet, daß es nicht immer so leib; Fi, den Ort der Blutung sestzustellen, dazu bedarf es oft einer kürzeren oder längeren Beobachtung durch den Arzt, der sich bewußt ist, welche einschneidende Maßnahmen für das Familienleben und die soziale Stellung des Kranken eine gesicherte Diagnose zur Folge haben muß. , , Wie hat sich der Patient und dis Umgebung bei einer Lungenblutung zu verhalten?. Die oberste Bedingung ist körperliche und geistige Ruhe für den Kranken. Dem wird fast nie Rechnung getragen, andern meist schart sich die ganze Umgebung um den Kranken, n.mmt ihn noch das Bißchen frische Luft, die der ohnehin Lufthungernde bedarf. Jeder gibt seinen Ratschlag, kurz, der Kranke wird in einen noch größeren Erregungszustand versetzt. Man lege also den Patienwn zu Bette, lasse ihn ruhig die Wutmassen herauShrechen und bmdtre ihn nicht daran, denn sie könnten nur zur Verbreitung ter Lungenerkrankung bei- ' tragen. Den Hustenreiz wird man also mildern, ober nichts völlig ausheben, weShalb man jetzt nicht mehr die Morphiumspritze zur Hand nimmt, sondern sich mit etwas Codein und d« gleichen begnügt. Man legt, einen Eisbeutel auf die kranke Lungenseite oder auf die. Herzgegend und gibt in der ersten Zeit weder Getränke noch Speisen, Ein sehr gutes Hausmittel ist die Verabreichung von einem Eßlöffel Kochsalz in einem Glase Hasser, wodurch ein moderner Weg der Behandlung eingeschlagen wird, nämlich die Uebersslzung des Blutes. Bei bedrohlichem Zustande wird eins Kochsalzlösung direkt in, Me Blnthahn eingespritzr. In jüngster Zeit verwendet.man auch Kalkpräparate. Durch Verabreichung von Gelatine und Puddings sucht man die Gerinnungsfähigkeit des Blutes zu beeinflußen, ebenso in schweren Mm durch Mbindm der Beins von dm Zehen aufwärts in der Dauer von mehreren Stunden. Vorsichtig wird am nächsten Tage mit flüssig-breiiger Nahrung begonnen, jedes Sprechen vermieten, weshalb Besuche strengstens zu entfernen sind. Auch der Alkohol ist verpönt. Je nach dem körperlichen Befinden wird man dem Kranken nach sechs bis acht Tagen das Bett zu verlassen erlauben. Nach Abklingen des aufregenden Zwischenfalles wird man zu Rate gehen, war mit dem Kranken zu geschehen hat, welche Maßnahmen zur Heilung der angegriffenen Lunge erfolgen müssen, Kropf bei Säuglingen. In letzter Zeit wird viel über die Zunahme des Kr>-PfeS gesprochen. Professor Hamburger^erinnert darin, daß sich Kröpfe schon bei Neugeborenen finden und daß das Auftreten der Schilddrüsenvergrößerung im Sstuglingsalter in Steiermark gar nicht selten ist. Bei solchen Kindern stellt sich ein röchrlndes Geräusch ein, dessen Ursprung meist falsch gedeutet wird. Besonders beim Vorwärtsbeugen des Kopfes verstärkt sich das Röcheln. Infolge der mangelhaften Atmung kann eS zur Verbildung des Brustkorbes in Form der Hühner- und Trichterbrust kommen, weshglb .auch ^ei solchen Fällen früzeitige 'Erkennung und Behandlung richn^ckst,', Aerzllicher Frngeknften. Sport. Wenn Sie die Antworten im Fragekasten fleißig verfolgten, finden Sie Ihre Frage, schyn wiederholt beantwortet. Die übermäßige Behaarung lnüssen Sie schon als sekundäres männliches Charakteristikum in^ Kauf nehmen. Mutter K. Am besten in Ruhe lassen. Besorgt. Drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts zu trinken geben, Fußende des Bettes, etwas erhöhen, mehrmals das Kind aus dem Schlafe wecken, hartes Lager, keine Flaumendöcken, sonst suggestive Behandlung gegen das Bettnässen. Responsum gratüm. Cs liegt wohl ein neurasthenischer Reizzustand vor, den der Ätzt nit Kalzium ganz richtig bekämpfen will. Die Ursache dürften d'- angeboxene Disposition, die Lebensverhältnisse ujw, geben. . >s,'» fr11iHiiMMM—