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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-08 · Heft 1204 (8.6.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1204 (8.6.1922)
Date
1922-06-08
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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s Nr. IM Meff,'Donnerstag I»——-r-— ■■■.■■vt*— * -y--v^—.'/v,-~v—!—■—:————r-—-••• Stiller Morgen. ^.[•^. ■ämi^^t^^.SGtorntUtQgi^Titufe. man 'im Straßenbähn- IvMn zum. Zentralfriedhof uni einen Platz kämpfen, am frHen. Morgensährt man ganz bequem mit ein paar ArvLitern, btef in, bife Fabrik wollen, und ein paar.Weiblein, 8j?.ja einet ,Mmenleich" gehen. Die graue Simmeringer . Hauptstra^ sieht Hcht ganz so trostkos aus wie sonst, weil sie von Menschen belebt ist, die zur Arbeit, gehen, von geschäftjgen Haüsfraüep und spielfrohen Kindern. Draußen clberH'stgclnz still und feierlich. Eine alte, Frau murrt zwar erbntört/als sie das Tor links geschlossen findet, das füm „gemischten" Gang führt (links schlafen Christen, rechts Juden, friedlich nebeMnander). Ja, wentt's 'it für die Juden beqnem ist,,wir Christen müssen uns alles gefallen lassen!" Aber sonst ist alles Frieden und. Ruhe. - Nicht einmal die Blumenverkäufer sind erschienen, und kein SchaugeprängeeirM „großen" -Leichenbegängnisses stört die Stille s Sommermorgens. Ein Paar Amseln spazieren zwischen den Grabsteinen herum, ein Fink zwitschert in ^inem Fliederbusch sein jubelndes Lied vom ewigen Glück. Ein Friedhof ist sicherlich niemals ein fröhlicher Ort, aber jetzt zeigt der jüdische Friedhof. Verfall und Verwahrlosung, die erschütternd wirken. .Umgestürzte Grabsteine, Gräber, aus denen Gras und Unkraut wuchert, Steine mitverlöschter Schrift, vergessene Kin'dergrä.bcr.. .Auch hier spricht das.Elend des Krieges, der Jcirnmer unseres Daseins. mit lauter Stimme. Mas mus, ein Volk erduldet haben, ehe es die Grabstätten seiner Toten vernachlässigt! Kein Vorwurf kann das fein, nur . eine Klage. Es ist ja so weit in die Stadt der Toten, die 'Fährt so teuer, die -Pflege eines Grabes für» die meisten unerschwinglich. Die Friedhofsverwastung tut, was sie kann. Die Wege sind reinlich geharkt, die kleinen Pfade im Gräberfeld frei gehalten die Fürsorge für die Ruhestätten ftlbst muß den Angehörigen überlassen bleiben. Und die haben jetzt leider häufig Nicht das Geld, nicht die Zeit, auch nicht die Sorgenfreiheit, bte: Grabstätten zu betreuen. Ein zerbrochener Steinliegt auf der Erde, man kann die Schrift noch erkennen: ein Name und eine galizische Stadt. .Gestorben in der Fremde, „ein Flüchtling". Und niemand da, der der letzten. Ruhestätte gedenkt, verweht die Spur von der Erde — Flüchtlingslos-. Menschenlos.,Ein paar Gräber von. jungen, blutjungen Menschen.. Sie starben „den Heldentod fürs' Vaterland". Und alle vaterländischen Schriften widerhallen vom Schmahlied über den „jüdischen Drückeberger". - Hier vor diesen Gräbern sollten die Maulhelden, die das Märlein erdacht,-es. erzählen, vor dem einen Grab/ auf dem geschrieben steht: Hier ruht unsere Hoffnung und.unser Stölzl unser Einziger gefalley bei-Görz.7— -r*~ / Ganz still ist es. Leise wiegen sich Gräser und Zweige km Sömmerwind. Vor einem kleinen grauen Grabstein, der die segnenden Priesterhände zeigt, steht eine Frau. Der fälsche Scheitel Unter dem schwarzen . Spitzentuch soll keine Jugend vortauschen. Es ist eine ülte Ostjüdin. Sie nimmt Abschied, Abschied für immer. Ungefragt erzählt sie ihre Geschichte. Der Mann nach einem schweren, langen, quäl- - vollen Leiden gestorben, der Sohn von einem unheilbaren Nervenleiden befallen — Kopfschuß. Er siecht in einer Heilanstalt dahin, erkennt keinen Menschen, nicht einmal die Mutter. Die alte Frau will „heim". Sie weiß nicht, ob sie noch jemanden in der Heimat findet, der sie. keimen will, aber sie will fort von der fremden, der feindseligen Stadt. Sie langt in die Tasche und legt mit hausmütlerlichfürsorglicher Gebärde einen runden Stein auf das Grab —^ ein letzter Grüß. Und geht ganz füll mit kleinen Schritten fort, ohne Träne, ohne Klage, im Leid erstarrt. . -, In der Straßenbahn wird sie gleich von einer jün--. geren Ostjüdin angesprochen, die voll.zitternder Aufregung ist. Auch sie hat ein Grab besuchen wollen, beim „dritten T.or". Und da sie um nenn Uhr im Bureau sein muß, ist sie so zeitlich.gekommen. Da war gerade eine. Armenleiche — kein Mensch im Gefolge. Die Frau konnte es nicht mitansehen. Sie verfaß ihrer Pietätspflicht und ging hinter dem Sarg der Fremdendreiü, warf ihr die drei Schaufeln Erde aufs Grab - und hastete zurück. Denn nun war es zu spät geworden, ihr.es. Vaters Grab zu besuchen, und die Frau fühlte Gewissensbisse. Aberdie Alte beruhigt sie: es War eine -Mizwah" und die wird angerechnet. Die Beamtin lächelt, dankt, und husch! ist sie ausgestiegen. Jetzt ist .etz an der Alten, sich aüfzüregen — wie soll sie nur in die Stefaniestraße kommen? Sie ftaat den Schaffner, der ihr kurz antwortet, er werde es ihr schon sagen, fragt alles, Wa8an 8'udeir in ihre. Nähe, kommt und wagt schließlich noch eine zweite Frage an den Schaffner. Der herrscht sie an:. „Haben S' keine Aügst, daß ich Sie zu weit fahren lasse! Ich bin froh, wenn ich Sie los werd'!", und murrt eine unverständliche Liebenswürdigkeit. Die alte Frau sinkt auf. ' ihrem Sitz zusammen. Ihre Augen wandern in die Runde.. Wird niemand ein Wort für sie sprechen? Die Leute weichen ihrem Blick aus. Alles schweigt.: Die Ostjüdin zieht. das Tuch tiefer ins Gesicht. Sie. war reich, sie war geschätzt, sie: hatte einen Mann, Kinder, eine Heimat. Jetzt ist sie ein . Flüchtling, ein einsamer, verachteter Flüchtling, mit dem iyan nicht einmal'Rücksicht hat, wenn er von der. letzten Ruhestätte der Toten kommt. Was wird die Alte wohl daheim vom goldenen Wienerherzen zu erzählen wissen? .? ' ■ - - ' K?M. ............ . ... ... ..... , Wener M-kMzMutz Zionist. Bezirksaekiion Leopoldstadt .. Mifctwooh den 14. Juni a.c., hall) 8 Wr abends, findet im eigenen Lokal, ZLrkusgassc 38, eine , auiseror deutliche - \ TAGESORDNUNG: 1: Tätigkeitsbericht; Qbmarin Dr. Leopold Plaschkes 2. Pecbargc 3. Ne Uranien 4. Referat: Die Lage im Zionismus und in Palästina (Dr. N. Gelber) b. E(7entuaHa . . . 9574 Das Neueste ist .. ./Das Neueste ist nämlich, daß. ein Ei 200 K. kostet. Das' heißt: ganz genau genommen kostet eS ja „nur" 185, aber der kleine Abstand ist nur eine Frage von Tagen oder Stundest, und bis die. Klage des' Kater Murr in die OeffentliHktzit bringt, sind wir sicherlich schon so weit. Die Ansicht der Sachverständigen geht dahin, daß diese Steigerung e'inMnd ausschließlich zurückzuführen ist:', erstens^oiuf "die.'/Freigabe "des Milchverkehrs, zweitens auf die bolschewikische Gesinnung der Hennen, die sich weigern, zum gewohnten Lohn Eier zu produzieren, drittens auf die Jirdm (die bekanntlich den überwiegenden Teil der-österreichischen Bauernschaft bilden), viertens auf sechs Dutzend andere allein bestimmende Ursachen. Wem diese Erläuterungen nicht genüg Befriedigung bieten, dem kann einanderer süßer Trost gesagt werden: Das Fleisch, die Butter, diel Margarine, das Gemüse> die Kohle usw., usw., usw. sind genau und gewissenhaft im selben Verhältnis gestiegen: Kenner der Verhältnisse behaupten, das alles . käme daher, weil , das englische Pfund bis auf.Weiteres auf 50.000 K. steht und bekanntlich, die Landarbeiter nur englische Valuta gelten lassen. Die Hausfrau betrachtet mit Wehmut die. leeren Gurkengläser, Zeugen einer schöneren Vergangenheit,- in-der die. Frauenwelt im Jstni in zwei Läger gespalten spar: in. die Kalkeinleger mnd in die'Modernen, die ein Konservierungsmittel nnt einem griechischen, römischen, oder germanischen Götternamen verwendeten. Aus dem Nebel der Erinnerung tauchen auch die liebenswürdigen Gesichtszüge der Eiernockerln, der Eierspeisen, des Salat mit Eiern und der Ochsenzungen. Ein Ei zweihundert Kronen — die Eierspeise ist uns gründlich versalzen. Kater Murr. * Die Tätigkeit des kontinentalen jüdischen Emigrationsbureaus. Die Berliner Abtejlüngdes zentralen kontinentalen Bureans des Vereinigten jüdischen Emigrationskomitees teilt 1 mit/ daß die..AtztlNGo^r MWbm-LMrOUpKadtchen R aki schki. anderthalb Deßjat.inen Land gekauft hat, wo Barst ckest-für die jüdischen' Emigranten aus Rußland, die durch Litauen-kommen, errichtet Wersten. Die Baracken werden für 300 Personen eingerichtet sein und mit Bad, Hospital, Desinfektionsraum versehen sein. Mit dem Bau der - Baracken wurde bereits begonnen. (I. C. B.) * Jüdischen Flüchtlingen die Rückkehr nach Rußland gestattet. Einem Bericht' aus' Moskau zufolge wurde/ den in Polen und Rumänien befindlichen jüdischen Flüchtlingen, die vor den Pogromen aus Rußland geflohen sind, die Rückkehr nach Rußland gestattet. Die Sowjetmissionen im Ausländ sowie - die militärischen Grenzbehörden wurden angewiesen,-der Heimkehr dieser Flüchtlinge keinerlei Hindernisse in den Weg zu legen. (I. C. B.) * Jüdische Waisentransporte nach Palästina. Auf Grund einer besonderen Verfügung der englischen Regierung erteilte das britische Konsulat in Warschau 150 jüdischen Waisenkindern aus der Ukraine taxfreie Visen zur Ueberfahrt'nach Palä-stina. Der Transport wird, von Israel Belkin.d, der die ganze'Mion leitete, nach Palästina begleitet werden. (I. C. B.) * Ein zionistischer Bortrag durch das Radiophon. Aus N e w - N 0 r k wird uns berichtet: Heber Einladung der Westinghouse Electric Company hielt vor einigen Tagen Verschon Agr 0 ns ky vom Jüdischen Korrespondenzbureau vermittels des Von der. genannten Gesellschaft konstruierten Radiophos einen Vortrag.über Zionismus. Der Vortrag wurde zu gleicher Zeit in - verschiedenen Städten-Amerikas,, in denen Aufnahmsstationen waren, gehört. Der Vortrag dauerte eine halbe Stunde. . * Die neue Festsestung dev Lebensmsttrlzuschüsse. Amtlich wird verlcvitbarl: Rach einem Besch'utte der parltt tischen Kommission beträ't ab 11.- Juni der Lebensmitletzuschuß wöchentlich - für Scinverar beiter >673 K.. für Normasarbeiier 1155 K. Die Lebensmiltelzuschüsft für Arbeitnehmer im Kollekttvvrrtraq bleiben unve>ändert wie in der vorigen Abbauperwde. Die Kinder aller Ardeiwehmer, also auch jener, die im Kolleklivvertrage stehen, erbitten den gleichen Zischuh wie die Norm.larbeii-r. nämlich 1155 Kronen; dieser Zuschuß gilt auch in. jenen Fällen, in denen Lebensmiltelzuschuß zusammen-mit den Leinunqen der Sozialversicherung autzgezatlt wird. Der Lebensmülelzuschuß wird also betraeen.: Für A'beitrehmex ohne Kolleknyvsiirog: Schwerarbeiter wöchentlich 1673 K.. täqlich 279 KNormalarbeüer sowi» ihre Ehegattinnen (Wi»tlcha>t«fLhrerinnen)und die Kinder aller Arbeitnehmer wöchenttich 1155 K.. täglich 192 K. Für Arbeitnehmer tm/-Monatsbezug -. für die Ze/t vom 1i. bis 20. Juni 1922 3500 K. (Schwerarbeiter 4780 6.). Für Arbeitnehmer im KollektivverlragCtijfcerarbeifcr wöa cntiich 703, K.. täxiijch. 117 K.; . Pormalardeiter ünd Eheaatiinnen (Wirts l afisführerinnen) oller Arbeilnehmer wöchcntisch 475 K-, täglich £9 &; für die Kinder nöiertlicb 1155 K., töqijch I92 1. Für 8: Kuni 1922 ‘ Seite- § .Arbeilnehmer^. d<e im Mpnalc-bezuae, sleß-m, üir 'die Zeit vom 11. bis .50. ftu' i 1333 K. -k-Zchwe'rstrbettet'- 5006.! Kinder 3300 K. Personen IN liueitt Fürsorgeverhälimsse oder beihtlfebedürftige Personen wkchenllich 1155 K-. tägüch 165 K. * Vegrütnrrsse om hcüligest Tstge.^ Z e n trä b i r i e d b 0 f: 6 Uhr . Kumtwrger. Zohenna.- ■ 9 Uhr 45 Min, Singer Karolme, 12 Udr 30 ÄUir. Lanaer David —Neuer Friedhof: 10 Uhr Därday Else, 10 Uhr 30 Min. Schramek Louise. 11 Uhr Schnitzer Fanm. ' * Dom Keren Äalssfvd. Keute, 8 Uhr/ Sitzung der' Vertrauenskvmmission der Sektion II. Keule,. V,8 Uhr, Sitzung der Kommission, der Manufahlurbranche. Beide iM. Burau, II., Taborstratze 20 s. — Die Kommissäre der Berufs- und Branchenkomitees werden ersucht, vor Antritt ihres Urlaubes die Berrech-. nustgeu durchzüsühren ünd uns ihren Slellverireter bekanntzugeben. ' * Ein Fabrikunk verhafkek. Der Fabrikant Karl G. T. wurde gestern unser der Anklage der. Verwendung einer falschen Ausfuhrbewilligung verhajtet. * Ein vermißier Kaufmann.' Seit zirka drei Wochen wird der 31jährige Modewarenhändler Alexander G a n s l ver-1 mißt. Kerr Gansl 'halten seiner Frau in derletzten Zeit wiederholt davon Mitteilung .gemacht, daß ihm ein-Mann den Betrag von 1'/, Millionen Kronen schulde, die er nicht einkassieren könne. Ueber? den Namen und 'die Sldrcsse des Schuldners konnte, d'e Frau nichts Näheres erfahren. Am 17. v. M. nun .nahm Kerr Gant-l von feiner Fraumnd feinem Kinde Abschied - und erklärte, daß. er wenigstens einen Teil. des .Betrages.vön dem Schuldner einkassieren gehe. Seit diesem Tag fehlt jede Spur von ihm'. * Speditionen und Kommissionen, rnlernalionale Transporte alter Art» Verzollungen» Einlagerungen» Streifungen sowie alle. sxediiivnsqeschästlichen Transaktionen besorgen Sie'am besten durch die bekannte kulante Speditions- und Kommtisionsfirma „M a a w i r i m", Transport A.-«L., Zentrale Wien» 1., Bauernmarkt 24 (Telephon Nr. 62-3-40): Das Unternehmen würde in der letzten Zeit reorgänisteri und den Erfordernissen der Neuzeit in jeder KinsiÄt an gepaßt. .Die „Maawirim", welche sich schon über ganz Europa ausyedehnt hat. nahm bereits Fühlung mit Äuh'and, jo daß demnächst auch nach dieser . Relation Speditionen zur Ausnahme gelängen werden. Das Unternehmen gewährt auf W u i< sch Ware nb e v 0 r s ch u s f u' n g e n! Für ''den Orient und Balkan unierhätt das Unternehmen seit Fahren einen beslsunktiometenden Spezialverkehr. _^_ Vereine, Vorträge und Versammlunge«. Z i 0 n i sti sch 1 S e'ft i i 0 n L a n d st r ach'Keule, V,8 lU)t abends» vor der Tischgesellschaft dringende Ausschußsihung im Cafe -»Garlenbau<. Daselbst allch endgültige Schekel- Verrechnung. Es wird ersucht, pünktlich zu erscheinen und die Schedelbloms milzubringen. ' : Urania. Keule Donnerslag, 5 Uhr (Großer Saal)s Wild-Asrika. '/-6 Udr (Kleiner <-saai) LandesMumspektor Doz. Dr. Robert Sauet: Beru'sberaiung. l/»6 Uht .(Kurssaal): Oberrechnungsrat Robert Baller: Einfüvrung indie photographische Praxis. ,j/26 Uhr (Klubsaay: Dw August Oskar L 'o e h r: Entwicklung des Geldwesens.' ^8 sthr (Großer Saal): Keiteres Quartett des Wiener Männcrgesangvereines^ '/ß Uhr (Kurssoal): Werksdireklvr Öng. Robert K e Ile r: Was iü seuergefährlich und wie hat man sich bei Feueraüsbruch zu verhalten? %8 Mr (Älubfaal)Dw Keinrich Keller:' Das netvÄse.' Kind und" leine Erziehung: t>. -1/,8 Uhr (Lelirsäal U): Made-' mlscher Maler Emmench S ch 0 f f r a n : Perchtoldsdorf. ... . ' —————— - l. Die ErnLhrüngskaLKstrophe. Ein Kilogramm Rindfleisch um 800 bis 900 K. teurer. . " Die sprunghaften Erhöhungen aus dem R.inderrnarkte ist St. Marx hatten gestern eine weitere katastrophale Erhöhungder Fleischpreise zur Folge.. In der Großmarkthalle Verteuerten sich im Großhandel Rindfleisch um 600 bis 700 K., Kalbfleisch und Selchfteisch um 100 . K., Fettschweine, Kälber und Speck um 200 K., Ziegen um 360 K., Fleischschweine um 4001K., - Pferdefleisch um 600 K. per Kilogramm, Im Detailverkehr stellten sich Rindfleisch um 800 bis 900 K., Bratenfleisch'um den gleichen Betrag, Kalbfleisch um 200 K., Schweinefleisd) um 400 K. per Kilogramm teuerer als vorgestern. Da der größte Teil der am Dienstag aus den Markt, gekommenen Rinder aus dem Inland stammte, ist es klar, daß die Landwirte die-Ware so langst zurückb eh alten, bis die Konjunktur ihnen noch günstiger'ist. Gestern waren überdies sämtliche Zufuhren von auswärts ausgeblieben. Der Verkehr hielt sich begreiflicherweise in den allerengsten Grenzen. Auch Gefrierrindfleisch, das etwas lebhafter gefragt war, war gestern in der Großmarkthalle noch nicht zu haben. . In der Großmarkthalle notierten im Detai'lverkehr per Kilogramm: Rindfleisch mit Zuwage 3300 bis 6400-K., Bratenfleisch, (das pur ohne Zuwage verkauft werden^ darf) . 4000 K. bis 6400 K., Kalbfleisch 3600 bis 6200 K., Schnitzelfleisch bis- 6200 K. Schweinefleisch 4200 bis 6400 K., Speck 4500 bis 6000 K., Filz 6600 K-, Selchfleisch 4400 bis-5200 K. . . - Die Grünwarenrnärkte sind gut. beschickt, die Preise gehen nur für einzelne Artikel zögernd zurück. Häuptelsalat verbilligte sich gegen Dienstag um 100 K. pro Nagel, Kohl und Kohlrabi wurden-um 300 bis' 400 K. pro Nagel billiger. Dagegen verteuerte sich Spinat weiter um 100 bis 150 K. pro Kilogramm. Burgenländische grüne Erbsen. kosteten auf dem Naschmarkt pro Kilogramm 1300 K., hiesige Gärtnererbsen 1400 bis,1600 K. im Großhandel. Kirschen waren ans Italien und aus dem Inland eingetroffen. Erstere notierten im Großhandel ans dem Naschmarkt mit 1500 K., burgenländische mit 800 K. pro^Kilogrmnm. Ananaserdbeeren ans dem Burgenland kamen auf .2200 bis 2300' K. pro Kilogramm zu stehen. Die Eierpreise verfolgen weiter steigende Tendenz. Steirische und burgenländische Eier, kosteten gestern im Detailverkauf .bereits 190 bis 195 K. pro Stück, während ungarische 205 K. kosteten. Brucheier wurden zmn Preise von 185 K. pro Stück verkauft. s engl, Stoffe, Hercen-tind Dam 311ly £sthe,feinen-und Strickwaren, alles erstk assig und billigst bei II., Tabvrstraße 48 Telephon 47-1 -78 EM gros r En detail

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