Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1201 (4.6.1922)
- Date
- 1922-06-04
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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? , * i. Sette 8 AZken. Dynnkag' 7P t» * *’ - . a '• •; ..,4 . n anderen Sphären-heimisch ist.,,Die Früchte der Arbeit geließen die ^Frauen zwar nur allzu gern^,aber sie. laflemckeine Gelegeicheit verstreichen, zu betonen, daß ihr Jnteressenkreisrrcherswo liegt und sie für die untergeordnete Tätigkeit des!)eldverdienens eine leichte Geringschätzung empfinden. In ielen, allzu vielen jüdischen Familien, ertönt das Leitmotiv — 3ater versteht das nicht. * Unruhen ans der Insel Macao. Aus Hongkong wird gemeldet: Auf der Portugiesischen Insel Macao ist es -wischen der afrikanischen Portugiesischen Polizei und den chinesischen Einwohnern zu schweren Unruhen gekommen. -Ö Tote und 100 Verwundete sind zu beklagen. Es mußte >>er Belagerungszustand verhängt werden. * Ein vergeßlicher Diplomat. Der neue Botschafter des 'Deutschen Reiches in den Vereinigten. Staaten, Otto von Wiedtfeld, wollte alsbald nach seinem Eintreffen in Washington dem Präsidenten Harding sein Beglaubigungsschreiben überreichen, was ihm aber nicht möglich war, da der Herr Botschafter das hochwichtige Aktenstück in Berlin liegen gelassan hatte. Er kabelte eiligst nach Berlin, man möchte ihm das Schreiben umgehend züschicken. Mso nicht nur die Herren Professoren sind vergeßlich! * Landwirtschaftliche Zlnsiedlung von Juden in der Ukraine., Einem Berichte aus Zitomir zufolge hat das dornige „Jdgeskom" (jüdische gesellschaftliche Komitee) eine Aktion »ur landwirtschaftlichen Ansiedlung von Inden unternommen. Zu diesem Zwecke wurden 160 Desjatin Boden in Pacht genommen und - landwirtschaftliche Geräte im Werte von 2 Milliarden Rubel erworben. Es sollen auch spezielle Instrukteure den zur Landwirtschaft übergehendm Juden zur Seite stehen, .um ihnen die nötige landwirtschaftliche Vorbildung beizubringen. (I. C. B.) * Der Kampf gegerr^-die jüdische Religion in. Rußland, 't Das Zentralorgan der jüdischen Kommunisten „Em e s"be^ klagt an, leitender Stelle das völlige . Mißlingen der Kampagne, diedie Mischen Kommunisten durch zwei Jahre gegen die jüdische Religion geführt haben. Das Blatt führt das Fehlschlagen dieser Kampagne auf den Starrsinn dar jüdischen Frauen zurück, die ihrem Glauben.unbedingt, treubleiben wollen. (I. C. B.) * Jüdisches Elend. Von verläßlicher Sette werden wir gebeten, die Aufmerksamkeit unserer Leser aus ein bedauernswertes Kriegsopfer zu lenken. Ein junges Mädchen aus angesehenem'Hause, das infolge der Kriegsgreuel beider Eltern und ihrer Habe beraubt, und selbst durch langwierige Krankheit halb gelähmt ist, bittet edle Menschenfreunde, ihr die Fortsetzung ihrer Kur zu ermöglichen, damit sie ihre sonst geschickten Hände wieder ^zu nutzbringender Arbeit gbrauchen . könne. Hoffentlich wird man ihr das Schicksal ersparen können, daß sie vorzeitig ans der Anstalt delogiert werde, in der sie sich .gegenwärtig befindet. (Wir sind gerne bereit, Spenden ent« gegenzunehmen. Unter Chiffre 20 „in treuem Gedenken meines verewigten KindeS" erhielten wir für diesen Zweck 10.0 00 K.) Mitteilungen aus dem Publikum. ReginaSchöiifeld Israel keiner BerhÖmeÖr (Bukowina) Siniferopol (Krim) empfehlen sichalsVerlobte . Wien, ira Juni 1922 ' ' Br. Verlobte Wien, im Mal 1932 Anlässlich der Verlobung unserer Mitglieder Frl. JOHANNA STREIT und Herrn JOSEF BARBASCH gratulieren wir herzlichst und wünschen Maseltof. Wien, im Siran 1922. JQd. Volksbibliothek „Zion“. Max und Erna Soldselunidt zeigen die am 31. Mai l. J. erfolgte Geburt eines gesunden Töchterchens an. Wien, im Juni 1922. J- 619 Feine Woh nungseinrichtungen. M. U.WMMM 1—3 (Ecke Karl Schweighofergasse) TEPPICHHflüS BRACH & Co. Vf., MarlahilferstraQe 79 159 Stets größtes Lager ln Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, ^Bettvorleger^sowie^epht^JK£üptr^ip^^niyrna^r^ppich|e. Telephon 15-5-35 Telephon 15^*38 Knisbacher & Windschauer, mied. 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Auch ist eine Reihe von Veranstaltungen in 'Aussicht genommen, die dem Komitee neue.Geldmittel zuführen sollen. Es ist dringend erwünscht, daß nünn^ehr üuch alle Provinzstäde die Geldsammlungen in intensiver Weise brächt wurde. An der Spitze des hiesigen Arbeitskömit'ees stehen die Herren Karl Buber, Prof. Hausner und Bürger^ Frau Boruchin und Frau Prof. Schorr, das Sekretariat versieht Herr Joachim Wähl. -,v ,■ * Die antisemitische Agitation des „Ri^woj" in Polen. Aus Lemberg schreibt man uns: Die berüchtigte „Rozwoj"- Organisation macht sich täglich auf den verschi^vensten Gebieten des öffentlichen Lebens geltend. Gelegentlich einer am- 28. Mai hier stattgefundenen akademischen. Versammlung verlas -dev Hochschüler Strouski eine von Ausfällen gegen die Juden strotzende Erklärung im Namen der Hochschulsektion o e s o z w o j", die von der Rechten mit Beifallsrufen begrüßt wurde. Gegen diese AuMhrungen legte der demokratische Flügel der Versammlung Verwahrung ein. Die hiesige „CH w i l a" wendet sich mit einer, Beschwerde an den Leiter der Pöstdirekt-ion im Hinblick auf die'Tatsache, daß sin .den letzten Tagen Briefträger mitsamt den bestMen Postsendungen Propagandaschriste-n des „Rozwoj" verbreiten. - - - * Finanzielle SchwieriMten der jüdisch-kommunistischen Presse. Finanzieller Schwierigkeiten halber mußte eine Reihe jüdischer kommunistischer Tageszeitungen -in Sowjetrußlayd und der Ukraine teils ihr Erscheinen ganz einstellen, teils .als Wochen-, bezw. Monätsblätter erscheinen. Das einzige auf dem Gebiete Sowjetrußlands und. der Ukraine jetzt erscheinende Tagblatt ist der „E m e s^ der jedoch ebenfalls eine schwere materielle Krise durchmacht. Das Blatt veröffentlicht , einen* Hilfsaüfimf ’ an'die. jüdischen I Kommunisten. (I. C- B.)- . . - Die. Valutenkmse notieren täglich höher) und von Tag - zu Tag erhöhen sich die Warenpreise. Schwere Sorgen erwachsen aus dieser Situation, insbesondere den Fixbesoldeten und all jenen, oie infolge unzureichenden Einkommens nicht in der- Lage waren, rechtzeitig ihre schadhafte Garderobe zu erneuern, beziehungsweise den unzureichenden Wäschebestand zu ergänzen. Die schönen Grundsätze: „Eile mit Weile" und „Harre und spare^ haben sich leider als unzeitgemäß erwiesen. Jede neue Teuerungswelle macht alle Spar- und Rechenkünste zuschanden. Der einzige Ausweg ist — rasch'das Notwendigste kaufen, bevor» es noch teurer wird, und nur bei Firmen, die infolge kleiner ' Regien, alter'Warenbestände und Befolgung des Prinzips: „Großer Umsatz' — kleiner Nutzen", in Preis und Qualität konkurrenzlos sind. Durch kulante Geschäftspraxis und außerordentliche Billigkeit hat sich das Warenhaus Brüder S ch i f fm a n n, Wien, 2. Bez., Tabor'straße 48, einen großen und treuen . Kundenkreis erworben, und empfiehlt es sich für jeden, bei Bedarf an Kleiderstoffen, Herren- und Damenwäsche, Regenmänteln^ Leinen- und Strickwaren usw. das reichhaltige Lager dieser Firma zu>besichtigen. * Organisation der jüdischen öffentlichen Angestellten. Die Organisation der Mischen Angestellten in öffentlichen Diensten Oesterreichs stellt sich den Zusamenschluß aller jüdischen Bediensteten in öffentlichen Diensten Oesterreichs (auch Gemeindedienst) in persönlichen,, beruflichen und wirtschaftlichen Fragen zum Ziele. Die Anmeldung kann schriftlich etfolgen. Die'Organisation ist in ihr neues-Heim, 2. Bez., Obere Donaustraße 65, übersiedelt. ' Die Mitglieder, in deren Adressen oder Stand eine Aenderung eingetreten ist, werden ersucht, dies an die neue Adresse schriftlich mittetten zu wollen. * Die Spaltung in der Technischen Union. Die bisher iit den Betriebs- und Verwaltungsgruppen der- Technischen Union zusammengefaßi gewesenen Telegraphen-' und Telephoubeamten haben, um ihrer Majorisierung durch die manuellen Staatsarbeiter zu entgehen, eine eigene unpolitische Gewerkschaft gegründet, die etwa 6000 Mitglieder zählt. * * Der deutsche Studententag. Der Verfassungsausschuß des deutschen Studententages in Honnef hat einen Verfassungsentwurf ausgearbeitet, welcher, völkische Prinzip ausschaltet und auch Oesterreichern ünv Sudetenländlern die Möglichkeit der Mitarbeit einräumt. Von den vertretenen 32 Hochschulen stimmte-keine gegen den neuen Entwürfe * Galizische Flüchtlinge, die heimkehren wollen. M haheu sich zu melden: Dienstag den 6. d., halb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags Nr. 321 bis 350; Mittwoch den 7. b., \)atb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags».Nr. 861 bis 380; Donnerstag den 8. d., halb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags Nr. 381 bis 410; Freitag den 9. d., halb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags Nr-411 ms 440. Sämtliche.Personaldokumente, Wie Meldezettel Gebürtsschein, ÄeimatschÄn, TraüüMchein, OptionsMel usw.» ferner zwei Photographien pro Person sind unbedingt mitzübringen. . * Keren Kaiemeth l'Jftael (Jüdischer. Nationalfonds). Dienstag den 6. Juni um 6 Uhr abends gewöhnliche Sitzung der Landeskomission im Bnreau/ 2.. Bez., Taborstraße 59. — Donnerstags den .8.! d., '6 Besprechung der' ws. F.-Kommisäre. — Freitag den 9. d., .5 Uhr, Besprechung >der Vertreter erZ/M.B. - in Fanamslölnon, Kiaullruvk, Zettzeug, - Voll- und Dirndlstoffen, Herren- und Qamenwfocho sowie sömtl. Wlrkwara» im Utfäs'efaeSiaüs leset-Berget» JaohtenSle;. bitte, Ale Stummer I Rlosterneuburgerstrasse Ar. S Bfla-o-hte^8l0' biUe‘ ^^-.+/C