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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-04 · Heft 1201 (4.6.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1201 (4.6.1922)
Date
1922-06-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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a , < Lr,»m, «onnrag >»» >>» mm mm i..~—■ ..... - . ■■. -1 ■ , ----- Eisrrers Dokumente. (Vön unserem Berliner! Berichterstatter.)' ' j. B e r l t n. 30. Mai- Die ReparationKkommissionhat das.Ml. Juni ab-: gelauftne Moratorium an Deutschland bis züm Ende dieses' Jahres verlängert und damit eine sehr fühlbare Entlastung r der weltpolitischen Sitrration herbeigeführt. Der augeyblick-.' lich sichtbare Erfolg ist der, Lüh Detttschlaädfürdle -Zahlung von 370 Millionen Goldmark, die es jetzt hätte leisten müssen und für deren Eintreibung die französischen Generäle bereits ihre Paradeuniformen vorbereitet hatten, ein halbes Hahr. Zeit erhalt, innerhalb deren' die Reform der Steuergesetzgebung erfolgen kann. Die Entscheidung ist durch den Anleiheaüsschuß der Großbanken beeinflußt worden, in welchem Frankreich' keine dominierende' Stellung besitzt. Die ftanzösische Presse klagt auch schon, Lüh dieser Ausschuß, der von Morgan beherrscht wich, auf dem Umweg über die internationale Anleihe eine stille Revsi sion der Reparationsbedingungen durchführt/ Diese Entwicklung, die im Zuge der Zeit liegt und durch die Vorgänge in Genua beschleunigt wird, findet aber außer ln Fmnkreich auch noch in Deutschland mißgestimmte Gemüter, die sich in dem alldeutschen WetterwirM gesammelt haben, und sich zu einer Generalattacke auf die Regierung Wirth rüsten. Sie haben wieder einmal die. bequeme und für ihr jugendliches Publikum aus Pfadfindern- Jungstürmern und Couleurstudenten so paffende- Parole von der Würde des Reiches ausgegeben. Da man nicht immer. Pazifisten' ermorden, Juden anspucken und - schwarz-rotgoldene Fahnen verbrennen kanN, .so. muß hin und wieder auch in anderer Weise die Vergewaltigung Deutschlands erwiesen und ausgebeutet werden. Die Möglichkeit einer internationalen Kontrolle des von den- Helferich und Genoffen sabotierten Steuerbudgets ist in die Nähe-gerückt und schon die Aussicht läßt alle gut nationalen deutschen Männer von Freude strahlen. Es kann wieder gehetzt und gefälscht werden. Sie sind ohnehin jetzt in gehobener Stimmung. Ein Münchner Schöffengericht hat in dem Prozeß Fechenbach kontra Coßmann sozusagen aktemnäßig festgeftellt, daß Deutschland den Krieg nicht gewollt hat. Kurt Eisner, der aus Berliner Dokumenten ein Buch gemacht hat, das aller Welt die Niederträchtigkeiten der preußischen Säbelpolitikv M die Ohren schrie, ist ein elender FAscher. Man hat nach ' laygmu Suchen drei Briefe gefunden, aus denen angeblich wichtige. Stellen gestrichen worden waren. Daraus, ergibt sich für . das Gericht, erstens, daß alle Eisnerschen Publikationen falsch waren, zweitens, daß Deutschland. keine Schuld am Kriege trifft und drittens, daß demnach der Versailler Friedensvertrag hinfällig sei. Es ist zwar durch die Beweisaufnahme, die nicht unerhebliche' Tatsache festgestellt worden, daß man in Berlin das Berchtoldsche Ultimatum an Serbien noch vor deMn .Absenkung gekannt hat. Bisher war Lies. eKeWM'äbHelMnet ^ördesi^ünd man.hatte aus dieser Ableugnung di« Berechtigung gezogen, sich als das von den verdammten Wienern verführte. Unschuldseuglein in die Brust zst werfen. Die Wiener und Budapester Faust-auf-den-Tisch-Hauer haben sicherlich düs ihre getan, die Welt anzuzünden,' aber die Zeugenschaft rmd Mitwrsserschast ihrer Berliner Auftraggeber ist heute über jeden Zweifel hinaus erwiesen. Das verschweigt man gerne in der von Jubelfanfaren durchschmetterten Symphonie, der Rache. Wer selbst, wenn Kurt Eisner, der als ethischer Mensch, als Politiker und als Psycholog turmhoch über der Sippschaft des Immer feste druff steht, gefälscht hätte — wer dementiert die Reden Wilhelms, die Reden seiner Paladine, die Rüstungen, die' Ftottenbauten, wer das „perfide Mion", den „gallischen Erbfeind", all die durch vierzig Jahre immer wieder-abgespielten Walzen von der schwertgegürteten Herrlichkeit? Nie hat England gegen das deutsche Volk so gesprochen, als man es in Deutschland an den hohen unL niederen Schulen gelehrt hat. Und wenn alles das verschwindet, wer räumt die „französischen Flieger über Nürnberg", den Einmarsch in Belgien aus der .Erinnerung? Wobei man in Parenthese noch daran erinnern muß, daß an diesem Einmarsch auch österreichische Truppen vor der Kriegserklärung an Belgien teilgenommen haben. Nein, sie sind alle nicht schuld an dem Krieg. Sie haben nicht die Annexion Belgiens, Nordfrankreichs, der - russischen Randgebiete als Ziele der deutschen Kriegspoütik bezeichnet und imnrer wieder die Friedensversuche Englands niedergebrüllt. Sie haben auch nicht die „Lusitania" torpediert, obzwar Amerika ein solches Vorgehen als Kriegsfall bezeichnet hatte. Sie haben gar nichts getan, sind überfallen und geknechtet worden. Und/sie sind jetzt so friedfertig,^ daß sitz nur durch geheime Banden im 'Baltikum haben plündern lassen, in Oberschlesien immer wieder Unruhen erregten, bis Herr Korfanty das er-, wartete Stichwort fand. Sie sind so deutsch und treu, daß sie im Burgentand au der Seite magyarischer Raubmörder auf österreichische Gendarmen schossen, daß sie sich in der Angoratürkei von den Freunden der Sowjets gegen die griechischen Christen andingen lassen; sie sind überhaupt Edelmenschen, die nur Gott und die Juden fürchten. Denn das Symptomatische an der Weltausfässung dieser Sorte von Mitteleuropäern ist ihr fanatischer, durch nichts erklärlicher Antisemitismus. Es ist das die Angst vor den weißen Mausen, diesem Delirium eignet, Ueberall sehen sie Juden und ihre ganze Einstellung zu dem Problem des Friedens wird nur verständlich,. w'eny man an ihrtz antisemitische Brille denkt. Auch die Gegenwehr gegen die Eisnerschen Enthüllungen, die selbst^in ihren Auswüchsen vom Standpunkt der tatsächlich schwer leidenden deutschen Menschheit zü begreifen und zu rechtfertigen Ware, trägt die antiseMWe Marke. Eisner WWMdM^'xeM'W \ i i <v * * „ ' i i -i V, ' 1 '%4äot WT * 'T ■ <>•! w 1 , v; ' Ml»M«spräch mit dech Mt»Oer Dy. ÄMtzvOger. Einemunserer MtärVeiter/gegenüber^ der Miürstcr dH Myßcrn DD G^unM -machte.-' .,.lf_ /erg er,. die folUnden Aenßerungen Wr die AußWolitikt V des KMnettsLr // ' - /' . " /■ ' ■ - -'s . : Ich brauche njcht-besonders zu betonen» Laß pie Politik derwirtschaftlichen. Annäherung, wie sie sich-von selbst als Notwendigkeit für alle Nachfolgestaaten ergeben hat, auch vön - der gegenwärtigen Negierung - weitergeführt wirv.'. Die einzelnem-Etappen auf diesem Wege sind nur zu bekannt, cüs daß ich ihre Bedeutung neuerlich erörtern müßte. Es ist mit ihnen aber der Weg .noch nicht ab geschlossen..Die Wichtigkeitdieser Politik haben gerade die jüngsten Vorgänge ans dem ApprovlsioNierungSmarkte Wiens bewiesen. Wäre Hier,schonein< abgeschlossenes Netz; von Verträgen,: das alle -Partner wirtschaftlich pindtzt> so hätte-sich die Kalamität in.der Fleischv'ersorgung Oesterreichs nicht ereignen können. Es sind damals wohl sofort . Besprechungen mit Rumänien ekngeleitet worden, die auch zn Resultaten geführt' haben. Ihre Realisierung konnte aber nicht so rasch' vor sich gehen, .als daß'-nicht empfindliche - Preiserhöhungen und'damit eine starke durch Not erzwWgene' Einschränkung des KoNsNNrs •' stattgefunden hätte. Oesterreich sieht im Begriffe, die Verhandlungen mit Ungarn ■ ' " ' ■ den Fehler' der Undankbarkeit'zu Verfällen, und üher'die Lat», sache hinivegggehen' zu wölken, daß -D'-sknapp '-nach.dem - Jv«. fam'MMH der Westmächte, vor Mem aber der* Ber e'i n i g t e n 'StÄät en - möglich - Wat, die Be* völkerung vor denr Hungertods zü retten,^Wutz ich, doch feststellen, daß die Unterstützung, die dcizü bestimmt ist,' deck -SpaH-tqpie- Pasis .Mschaffen,.- gR b e n ist, und weNn OestKreich seine Kreditpolitik weiter zü verfolgen gezwungen''ist, so handelt es nur in A^Nseqüenz'LeS Friedensvertrages,- unr seine -staatliche1 Selbständigkeit wahren zu können. Bundeskanzler M a y,r hat vor Jahresfrist in Lon- ' don die BeHynplünhen' gefsthrt^ MzWMMünMüW der gegenwärtigen ' ». . Kreditpolitik. . : bildeten, Und an denen-ich selbst tsilgenommen. habe. Die ein» zelnen Phasenhistorisch festzuhalten, siele beinahe heute schon schwer, und obwohl, ich gerade infolge der Länge des. Zeitablaufes es Menschlich, begreifen kann, wenn manche Kresse unserer Bevölkerung dem.ganzen Kreditproblem schon mit einem gewissen Mißtrauen gegenüberstehen, so beweisen doch.gerade die letzten Tatsachen, daß wir. vor ernsten Entschlicßvngen der maßgebenden Geldmächte des Westens stehen. Die nahe Ankunft .der Experten d?r nächste Moche neuerlich mffzunbmen. Mch die Verhandlungen. Mit Jugoslawien werden -Wohl in /twüs ' rascherem Tempo fortgesetzt werden müssen. Die Besprechungen über den Äbschlüß ' eines Handelsvertrages mit Po l.e n werdtzn in. der ersten HiiPe 'Jüni'.einsetz«;,.MndeS -'ist-- mit Sicherhejt^zü erwarten, Läß analoge Besprechungen auch mit. Rumänien! ausgenommen werden. Dieses Wirtschaftsprograrnm mnd Oesterreichs Außenpolitik ist nach wie vor in erster Linie durch seine wirtschaftlichen Note diktiert» und beweist klar, Laß alle Besorgnisse Liber eine Aonderung 8er auswärtigen Politik Oesterreichs, wie sie im Umlaufe sind, der Begründung entbehren.' Der Friedensvertrag hat Oesterreich als - selbständigem Stuat konstituiert. Die Mantelnote hat/zn gleicher Zeit diesem Stgate weitgehende materielle Uütersintzüng zugesagt. Ohne nun in Morgan-Gruppe in Wien ist mir hierfür Beweis, wobei ich-von der Tatsache der Oesterreich. schon bewilligten, respektive zugesicherten Borschüsse absehen, will. Denn hätten nicht auch die Weststaaten das Vtttbänen in' ihre Realität der konimenden' Kredite für Oesterreich, so würden sie es sich wohl überlegt haben, auf die kommende Kredithilfe Oesterreich Vorschüsse zu gewähren, Wenn Sie von mir Auskunft darüber verlangen, ob M o rg a n - Kredit und Völker b u n d -K r e d i% einander 'ausschließen, ob die' beiden Begriffe in sich zusammenfallen, so kann ich nur auf die von offiziöser englischer und amewkanischer Seite kommenden Nachrichten verweisen» die beide -Möglichkeiten offen lassen, wobei für die weitere Entwicklung der Kreditaküon in dieser Beziehung wohl die Höhe der' Oester-, reich zu bewilligeüden Summe maßgebend sein wird. ...., n Mjj n,,■ —iiiijamtwu,i j. j.r\.r^L hübt. Wer selbst,. wenn e.r gefehlt oder gar gefälscht Tjätic nie wäre die Hetze in. solche Formen geraten, wäre er nicht jüdischen StümMes. Wie sich in den alldeutschen Gehirnen die Welt malt und was. sie heute zuv> .Rettung Deutschlands Anternehüren, Las zeigt die - folgende Entschließung, Lie LL^-^eÜiMe/'Höpperschafi -- des MlldeütfHdu Äerbündes' am 28. Hüt^" * V “ ">' >>"f „Der.geschästsMrendelAüsschrltz' des ÄlldMschen Verbandes ist überzeugt,, daß jetzt der Augeul'lick gekommen ist. indem jeder 'UrtellsfähigL'-in Deutschland die -Fortsetzung der .selbstmörderischen ErfüllnNgspylitik als unrnö^lich erkannt Hai und weiß, daß nur. solche für. deren Weitersüyrung eint'reten .können, die das Vaterland planmäßig nürtschaftllch und-politisch - zugrunde richten wollen.' Deshalb erklärt der Ausschuß es für, geboten, jede Erfüllüngssorderung der Feinde auf jede Gefahr hin äbzulehnen:/— .selbst/auf-diejenige des werteren Einmarsches.!' Das Ergebnis' des fo'genannten „Eisner-Prozesses" in München sieht-der geschäftsfuhrendc Ausschuß des Alldeutschen Verbandes als so bedeutsam an, daß er alle seine Gliederungen auffordert,- mit nachdrncklichstent Eifer vei der Auf- ' klärungsarbeit über die „heutsilse Sckmldlüge" nntzuwirken und dabei' die Ergebninedes' Eisncr-Pro,festes ausgiebig;rr -benützen. Er verweist vaber auf die Tatsache, daß der Urheber jener gerichtlich, festgestellten und gebrandmarkten Fälschung e i n I a n d f re mL.e r I u d e war, der durch seine Schandtat die Blutschuld seiner. Rastegerwsjcn am deutschen Volke und an 'Deutschland ins Ungernessene gesteigert hat. Der. Ausschuß hält'es, da die Ert>ebuk:q Deutschlands ohne Losung der Iudenfrage umnogliä) ist, für geboten, am Per- Wiel Eis.ner-Kosmcnowskis die Schlllo des Iudcillums.. am Zusammenbruch Deutschlands, am Umsturz und der Niederlage darzutun und die deutsche Oeffenflichkeit zu belehren, das; dev jLd rsch'e Einfluß auf allen Gebieten des deutschen 'Gememlebens -gebrochen werdeu nurß, w e n n. das V a t e r- - l a n d a e r e t t e t w er d e n s.oll. Endlich erachtet es der . Ausschuß für geb.otxn, auf/die Mitverantworilichkeithinzu- ' weisen, die alle Relchsregittunsieit seit dem Umsturz belastet, indem sie die Fälschung Eisüers gekannt und trotzdem nichts /getan haben, nur sie aüfzudecken und damit die verhängnis. : - voWe' Unterlage -der „Schuldlüge" zu beseitigen.-' , , , . -Das ist eben das Entscheidende für die Beurteilung der Dinge in Deutschland, die. jetzt geschehen und die sich vorbereiten, — daß die Uebel-nicht erkannt und. nicht aus der verfehlten politischeir Erziehung, aus den -Fehlern der Üeberindustrialisiernng, des militLristisch-weltfremden Denkens abgeleitet, sondern den Juden in die Schuhe geschoben werden. Auch diese neueste Phase' in dev Entwicklung Deutschlands, die aus, der Angst, der Schwerindustrie vor. einer Pefferuntz, hetz.. MLHk...fich>h!LrHreibt, wird aitf diese Weise verdreht und aüf> das Kortto der,sozial ausge- Lluteten deutschen Judenschaft gebücht. .... Ei« Apostel Ser Dolchstotz- 'Der deutsche General v. Wrisberg ist einer jener Federhelden, die in ihren Kriegsernrnerungoen' die Legende vom. „Dolchstoß von-hinten" mit ausführlicher Breite ays- MMen,'einer 'jenet deutschen Reaktionäre a la - Ludendörff, deren System unvollständig wäre/ wenn darin die Hetze/gegen Vas Judentum fehlte, welches an dein deutschen Zusüstlmenbrüchdie Hauptschuld tragest soll. Herr v. Wrtsberg Macht auch in der'Oeffentlichkeit stärk'in AtttiseMiliZ- MPl uisd [ein ÄÄ'Mxx und M anA darum unliebsame Beachtung erregt, weil darin zum erstenNrüI die berüchtigte Judeststaüftik des preußischen - Kriegs- Ministeriums offiziell veröffentlicht -ist. Prof. Franz Oppenheimer hat in einem. Borkrag, dessen - Inhalt unseren Lesern Mannt ist, zu dieser Methode kritffch Stellung, genommen. In.einer' Polemik gegen 'eine/KrM fGes Werkes," die ' MpeüheiKer-' in vchr'/Frankfurter Zeitung" veröffentlicht h-at und-welche diese als die-stärkste Zumutung erklärt/die man sich denken könne, erklärt de'r wackere General unter anderem: - „Das.Judentüm — wober ich» natürlich manche Angehörige dieser/Rasse ausnehme — hat unser Volk schon vor und dann während des Krieges vergiftet und verseucht. Ich kämpfe nicht gegen das Judentum als solches sondern nur gegen seine ungerechtfertigte Aebethqbung, seine maßlose Herrschsucht, mit der es jedes Volk, das ihm Gastrecht gewährt hat, sich zu unterwerfen strebt. Weil im zaristischen Rußland der Jude kurz gehalten wurde, wurde in der gesamten jüdischen Presse der Welt, vor allem in der unter jüdischer Führung stehenden. Sozialdemokratie,. der Haß gegen das Zarentuur geschürt. Als dieses gestürzt und an seine Stelle die jüdische Sowjetregierung getreten war, verlangte dieselbe Sozialdemokratie - ja auch sofort'den Frieden mit Rußland, und zwar unter Bedingungendie Deutschland jede Frucht feines Sieges.nahmen." Oppenheimer leitet feine Erwiderung an gleichet. Stelle Mit den folgenden Worten ein : „In den Bemerkungen des Herrn General v. Wrisbertz - vermisse ich eine loyale Erklärung' zu der I u d.tz N * statistik des Preußischen Kriegsmin.t-. st e r i'u m s, für die er allein jetzt der OeffentliWit verantwortlich'-istnachdem er sie! in seinem Buche offiziell zuerst veröffentlicht hat.. Ich habe den Nachweis geführt, daß es sich hier um das lächerlichste und skandalöseste Machwerk handelt, das jemals eine' leitende Behörde eines großen Staates mit ihrem Namen gedeckt hat. Herr V: Wrisberg hat bis heute meines Wissens noch nicht einmal jene fabelhafte Ziffer richtiggestellt,- die durch das Verrutschen eines Kommas nach rechts zu einem . schweren „Anklagepunkt" gegen die deutschen Juden geworden ist. Ich hoffe und erwarte noch immer, daß Herr v. Wrisberg, nachdem, er sich Lei Männern, die bon Statistik etwas verstehen, die Richtigkeit meiner Gründe hat bestätigen lassen, mit dem bolleu Freimut des. Gentleman das Seme tun wird, um das von ihm angerichtete Anhesi so. viel wie möglich wieder gup zu machen."/-. , ' :; /"!• ' Herrn v. Wrisberg wird es natürlich nicht im mindesten einfallen, etwas richstgzustellen;. er wird weiter hetzen und vom- Podium den Haß gegen die Juden schüren,. gegen, die „bösen jüdischen Bolschewiken" wie Toller und den.schmählich gemordeten Landauer losziehen, den „Landesverräter" Eisner alß galizischen Juden entlarven und -am Ausbau jener Gemüts-. und- Denkart arbeiten,- welche -jedem Per--! ständigungswiÜen/init dem früheren Feinde aUsweicht^ wie der Pest. ' -!/- -ny Wann wird man den Generälen einer verschwundenen Glorie'in Deutschland beibringen, daß es für sie zeitgemäßer wöre^ abzutretirn-' / ' ''' / •' > /■' „

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