Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1191 (25.5.1922)
- Date
- 1922-05-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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& s T | i i 1 ) * y P i ' * V 4^k j »V** }}\ * ' - i> J; f! Kr. llöl '; ' Wiest.. Donners tag " .*•—r,v \ Wiener MoMenMung rvi ^7 rsi ,'+, 25. Mai 1S22 Seite 6 lAMNti MN dich zu suchen, um dich um Rat zu fragen»-- so [fittbct; matt dich am Boden liegen wie ein kleines Kind. —! Sitze nicht, wenn ein anderer steht, dev älter ist als du oder ^eS in'seinem Amt weiter gebracht hat. -.Vermehre das. Brot, >.daS du deiner-Mutter gibst, und trage sie» wie sie dich trug, 'denn'sie hatte viel Last an btt» — Iß nicht Brot, wenn ein 'anderer daher steht, ohne daß du ihm auch von dem Brote an-!bietest."- . _. Rückfahrt der Kriegsflüchtlinge nach, Galizien. Auf einemeinsamen- -Tell des .Bahnhofes, der sonst, ivon Reisenden nicht betreteil wird, kauern abgehärmte, jüdische Gestalten still bei ihrem Handgepäck. Me, graubärtige Männer mit Seitenlocken und Kaftan, jüngere Menschen mit meist vorzeitig verfallenem Gesicht.in zerschlissener Großstädtkleidung, unterernährte Kinder, . die, bedrückt durch das Ungewohnte der Umgebung, ihr Spiel- LedürfniS vergessen. Die Mienen aller sind gefaßt, bic Augen nicht irre blickend wie damals,, als. man vor dem Kugelregen,.- vor judemnordenden Banden aus brennendem Hause floh. Die Rückfahrt ist ,,freiwillig". Jahrelang-wurden die Flüchtlinge durch beschränkende Ausnahmsgesetze gequält uttb in ihren Handlungen eingeengt. In ihrer Freizügigkeit gehemmt, wurden sie als das Prototyp aller Laster aitsgeschrieil, werln sie dann, gezwungen durch Hunger, ilach einem ihnen.einzig noch möglichen Erwerb griffen. Nicht alle hatten Gelegenheit, trotz des sie umgebenden Hasses, eine Anstellung, zu erreichen, nicht alle waren, wie die drei Männer einer Gruppe, körperlich dazu geeignet, Hilfsarbeiter in einer Fabrik zu werden. Und nun sind all diese Leute, die zusammengepfercht in ärmlichen Wohnungen hausten, nicht in der Lage, den Mietzins, den hohen Brotpreis zu bezahlen, und fast alle ausgewiesen, delogiert. Da sitzen kranke, alte Menschen, die sich kaum zu tühren vermögen, da ein älterer Blinder. Er sieht nicht Len Weg, den er fährt. Aber auch die anderen sehen und wissen meist nicht, welchen Weg sie eben antreten. Geographisch ist ihr Ziel wohl bestimmt: Brody, Buczacz, Lemberg, Stanrslau, Kolomea, Kuth, Podhajce., und Burstyn heißen die Städte, aus denen sie stammen. Aber den wenigsten ist dort die Möglichkeit einer Existenz vorbereitet. Freiwillig fahren sie. Freiwillig, wie das Wandern der Juden immer, war: von herbster Rot gepeitscht. , Dienstag den 23. d. ging, mit zwei Zügen nur ein: Transport von 46 Familien, bestehend aus 146 Personen, ad. Doch nicht weniger als 1160 Familien haben bereits ihre Rückfahrt angemeldet. Diese große,:aus Geldmitteln des amerikanisch en Jornt bestrittene Mion wird von dev „Delegation des jüdischen Nationalrates für Ostgali- . z i e n" aufs vortrefflichste organisiert. Beim? Nachmittagstransport ergaben sich Dienstag wohl noch einige Mängel, doch schon Lei dem Machtzuge waren diese wettgemacht? Die M Rückfahrenden, deren Wohnungseinrichtungen 'bereitals Fracht vorausgegangen waren, befanden sich bereits in den beiden reservierten geräumigen Bahnwagen dritter Klasse, als die Begleitenden den Perron betreten durften, Nun gab es ein lebhaftes Grußaustauschen und Abschiednehmen. Der Transportführer, selbst;em armer. Rückreisender, sprach einige Dankesworte für die große. Fürsorge, welche die „Delegation" jederzeit den Flüchtlingen hat. zuteil werden lassen. Inzwischen gingen Damen und Herren der „Sozialen Hilfsgemeinschaft" durch die' CoupE, gaben jedem einen Wecken Weißbrot, Kindern und Greifen außerdem je eine Dose Kondensmilch auf den Weg. Diese Gaben, die, wie sich herausstellte, fast Lei allen dringend notwendig waren, konnten als Abschiedsgruß der Frau Anitta Müller gelten, deren Name den Flüchtlingen vor, Jahren als erster hilfeverheißender Gruß entgegenscholl.. Abfahrtszeichen. Laute, gegenseitig ausgetauschte Segenswünsche und Grüße. Lebhaftes Tücherschwenken, bis der Zug entschwindet. ' Ermüdet Meben die Herren der „Delegation" als letzte auf dem Perron zurück, die iw diesen Tagen eine wahrhaft gewaltige Arbeit zu leisten hatten. Initiativkomitee der zionistischen Franenorganisatio«. In der letzten Sitzung des Initiativkomitees mit den ' Bezirksvertreterinnen 'wurde beschlossen, von Ende Mai bis Ende. Juni sich ausschließlich, der Schekel-Aktion zu widmen; ferner die Anglrederung an dm zionistischen-Frauenweltbund, und für jedes Mitglied jährlich len Beitrag von K. 160 zu entrichten. Alle. Vertreterinnen der. einzelnen Frauengruppen haben daher bis längstens 15. Jum ein Berezichnis der or-. ganisierten Frauen mit dem festgesetzten Vertrag zu übergeben, Uebernahme bei Frau Paßweg, 9. Bez., Schlickgasse 5, Sprechstunden: DiWtag und Freitag von 2 M6 Uhr. nachmittags. laxen. In der nächsten GemeinderatSsitzung soll ein Antrag auf Abänderung , der seit dem 16. Juli v, I. bestehenden Heimatrechtstaxen für österreichische Staatsbürgex gestellt werden. Die Heimatrechtstaxen werden neu bestimmt' und sollen bei einem Einkommen dort 160.000 K. beginnen. Bei diesem Einkommen wurden bisher bezahlt: Bis zn<6 Jahren Unfenthalt K. 6000, pon- 6 biS 10 Jahren $..'4000, vön 10 bis 15 Jahren K. 3000, von 15 bis 20 Jahren K. 2000 und 'vonüber' Ä Jahren K. 1000..Jetzt werden vorgeschlagen: Bei einem Einkommen von 100.000 Kronen bei einem Aufenthalt. bis 6 Jahren im 1K"biS'20 Jayren K. 6WWu'd, bei einem Aufenthalt von'mehr vkü.ry Jühron K. M ' ' Bet einem Einkommen von 1 Million waren bisher zu entrichten; bei einem Aufenthalt 018 v Jahren K. 80.000, bei 5 bis' 10 Jahren 10 bis 15 Jahren K. 4Si000, 16 bis 20 Jahren K. 32.000, über 20 Jahren K. 20.000. Fortab soll bei dieser Einkommensstufe .entrichtet werden: bis zu S Jahren K. 28.600, bis 10 Jahren K. 23.000, bis 15 Jahren K. 19.000, bis 20 Jahren K 11:600 Und bei einem Aufenthalt vor: mehr als..20 .Jahren, O.,1.7600.. -" Bei einem Einkommen von über 8 Millionen sind bei fünfjährigem Aufenthalt 6 Prozent, bei 10 Jahren 4,8 Prözent» .bet 16 Jahren 4 Prozent, bet 20 Jahren 2,4 Proz^ntulldbei übcr -80 Jahren 1,6 Prozent des jährlichen Einkomme^ als Taxe zu bezahlen. Personen, die die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzen, zahlen jeweils die doppelte Taxe. Ein pazifistisches Kriegerdenkmal. Die „Republikanische Presse/, das Korrespondenzblatt dev „Liga Junge Republik",' erhält, wie das „B. berichtet, aus einem kleinen Orte der Pfalz die. nachstehende Zuschrift: „ÄuS Anttweiler, einen: 'Kreisstädtchen der Pfalz, war vor länger Zeit ein Herr Loewe nach Amerika ausgewandert. Seit mehreren Jahren'bedenkt er seine Heimatstadt mit großzügigen Stiftungen für die verschiedensten Wohltätigkeitszivecke," jo daß - ihm die Stadt das Ehrenbürgerrecht verlieh. Nun hat Herr Loewe eine weitere Spende von 70.000 Mark gemacht, die der Herstellnstg eines Denkmals ftir' die Annweilerschen Opfeh des Weltkrieges dienen soll. Auf Wunsch des Spenders beschloß man, auf dem Denkmal die Inschrift:: „Nie wieder Krieg" anzstbringen. Die Gesamtinschrist sollte sein: Den Opfern 1914—1918 „Nie wieder Krieg!" Gestiftet von Herrn H. Loewe. Diese Inschrift verdroß den Besitzer eines Armweilsrschen Emaillierwerkes, den Kommerzienrat Ullrich. Er teilte also dem Stadtrat mit, daß er und sein Schwiegersohn einen größeren Betrag stzr das Denkmal zu zeichnen beabsichtigten, wenn von der ominösen Inschrift abgesehen'wurde. Bliebe es bei dem alten Plan, so würde er „nicht nur von einer Zeichnung absehen", sondern auch ' ersuchen müssen, den Namen seines gefallenen Sohnes , von. dem Denkmal wegzulassen." . Der 'Stadtrat nahm erfreulicherweise keine. Veranlassung, den Wünschen des Kommerzienrats stattzngeben, und es bleibt bei der Inschrift: ,Mie wieder Krieg!" , Versonalnach'icht.'Frl. D o r a Stau d Töchter des! Kaufmannes Josef. is:^nö, hat sich Ludwig Dick st ein, Sohn des Bezirksrates Siegmund . Dickster n Brigittenau), verlobt. . . * Vom Keren Kajemeth ^Israel "IJüdi'cher Nationalfonds). Freitag den 26. Mai um 6 .Uhr. nachmittags findet in. Unserem Bureau, 2. Bez., Taborstraße' 59, Mezzanin, eine Besprechung der Vertreter der zionistischen Mittelschulverbin-, düngen statt. ' - : * 5Büti bet jüdische« Volttvibliothek Zion. Im Mönate Wril -war folgende Bücherbewegüng zu verzeichnen: Es wurden 137 hebräische,. 83 jüdische und 83 deutsche Werke entlehnt und 200bebräische, 143 jüdische-und 60 demsche Bücheü zurückf stellt! Besonders zu. erwähnen ist, daß diese Bibliothek den örern des Wiener jüdischen Pädagogiums wichtige Lernbehelfe betstellt. Nur hier finden die Hörer dieser Anstalt besiimmte hebräische Literaturwerke,, die sie zu den Prüfungen studieren'müssen. — Aus. diesem Anlasse sei die Wische OeffeNtlichkeit' nochmals angeregt, dieses wichtige Killturinstitut, das sich dank der Begeisterung und der Opferfteudig- Hü eines kleinen Kreises entwickelt hat, mit Geld- und Bücherspenden reichlich zu unterstützen.. ■ ..' -... . > t! 'Die diesjährigen Benrkslehrerkonferenzen. Die dies gerschullehrerko Ufer engen der Bürgerschullehrkrafte werden am Mittwoch den 21. Juni stattfinden.. An borden Tagen wird der Unterricht an den städtischen Schulen entfallen.... Maskir-Andacht am Schewuoth-Feste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemerndetempeln zur- „tzaskarah" wird VW Vorstand der israelitischen Kultusgemernde Wien— wie. alljährlich — auch am diesjährigen Schewuoth! feste -)(SüMstag den 3. Juni. 1-922) um dreivierel 9 Uhrfrüh rm'Saale, des Hotel „Post", 1. Bez., Fleischmarkt 24, .anlatzlich ■ der Maskirä-Ändacht ein feierlicher Göttesdienst abgehquen, Der.Eintritt ist frer. Karten werden nicht ausgegeben. ' ', /"Todesfall. Dienstag ist hier Herr Heinrich Fuchs, Väter dös Oberfinanzrates Dr. Siegmund Fuchs,, 'gestorben. Der Verstorbene war ein aufrechter, selbstbewußter Jude,-dev wegen seines lauteren Charakters die Wertschätzung Mer,., die ihn kännten, genoß. Das Leichenbegängnis findet, heute M 11 Uhr. vormittags am Zenträlfriedhofe (3! Tor) statt.,-f. Ein Brief des Lord-Mahor an den Zaren Nikolaus de» Zweiten. Aus L o.n d o n wird uns. berichtet: Die jüdischhistorische Gesellschaft hat vor kurzem einen interessanten Brief an! den, ermordeten Zaren Nikolaus den Zweiten in Angelegenheit der -russischen Juden .erhalten. Im Dezember -1690 ' fand m'der'Gild'Hal in London eine große Demonstrationsversammlung zum Protest gegen die Unterdrückung der russischen Juden statt. Der damalige Lord-Mayor, Sir Josef Sogory, führte bei dieser Demonstrationsversammlung den Vorsitz. Ueoex ^Wunsch der Versammelten schickte - er an-den Zaren einen Brief mit der auf dem Meetmg gefaßten Resolution! in der her.Zar ersucht wurde, sich seiner jüdischen. Unterianen zu erbarmen. Der Brief deS Lord-Mayor würde vön der russischen Gesandtschaft, in London ungeöffnet mit dem Bemerken' zuxüagestellt, daß der Lörd-Mayor seine eigenen Geschäfte hüten möge. Der Lord-Mayor behielt nun diesen Brief btt sich? Nach fernem im vorigen Jahre 'erfolgten Tode übermittelte seine Frau, die Lädy Sogory, diesen Brief -der jübischeü historischen^ Gesellschaft, Hie. W ihrem 'Archiv -ernvett;IciTöt hat, : ...w" ' - - ' ' ’ 5 AÄchiabüng eines jü-ffchen Schrislftellsrs aus 5WUDO m -Wllna-GreM ENuiWr l DLr MW Schrift-; steMI AlM AU:z üs n y. ^oMtz hier Samstag einen-Dorltag rül^EMrMchrs^Mlüa Mttzr; ^.er^Mtzde '.iedo'cd..)jW,jm Bezirßshaupkmaimschaft zwet^Lage vor dem Dorlrag nach Warschau abgeschoben. Kazisny, der als.'Bürger Wilnas dorthin zuständlg iH bat, da Wilna vor der Annexion von den Warschauer Behörden aifj sepaiMs Gebiet befrachtet wurde» in Warschau»' wo er seit Jahren wohnt, als Fr.nnder einr Aufenthaltsbewilligung' haben' MÜM.' Sn Wilna wurde ihm vbn den Behörden erklSk^ daß er als- Besitzer einer . Warschauer Aüfenihallsbewilligung dem Recht habe, in Wilna zu - verbleiben« Trotz der Snierveniionen führender jüdischer Persönlichkeiten, wurde ihm der. .Vötbleid in Wilna bis über Samstaq nicht gestattet, obwohl Äazinsy regelrechte Dokumente vorwieSi daß er! Wilnaer Bürger ,ft und als. polnischer Bürger keiner speziellem Erlaubnis zu einer Reise nach Wilna bedurft habe. Als Aazisny erklärle, daß er nur der Gewalt weichen werde, wurd er verhaftet und unter Bewachung nach Warschau geschickt.! Dieser Vorfall, der an die guten alten zaristischen Zeiten! erinnert, hat'in der hiesigen Fudenschaft große Erregung hervor-' gerufen. - „ * Polizeiaktion gegen bas Lase „Residenz"., Die Polizei hat gestern wieder einmal eine ihrer bellebten Akttonen gegen Kasfeebausbesucher durchgeführt und im Lase „Residenz'^ zahlreiche Gäste „perlustriert" und ihnen das gesamte Bargeld abgenommen. Die Polizei meldet in einem Siegesbullelin, sie. habe 180 Leuten 25 Millionen Kronen konfisziert, um so die - österreichische Valuta z» retten. ■' * Konferenz jüdischer Arbeiter in Rußland. Lm August findet hier eine atlrusstschc. überparteiliche, unparteiische Konseren) der jüdischen Arbeiter statt. Es verlautet, daß jede Arbettergruppe ohne Rücksicht auf ihre Parteizügehörjgkeit das Recht haben wird, ihre Delegierten zur Konferenz zu entsenden.^ * Degrübnisse am heutigen Tage. Z e n 11 a l-> f r i e d h o f: 9 Uhr Feimann Verthold. 9 Uhr 45tin.: Spitz Isidor. — Neuer Friedhof: 9 Uhr. Bauer Deborah. 9 Uhr 30 Min. Grünberger Bruno. 10 Uhr 30 Min. Wert Sarah, 11 Uhr Fuchs Keinrich. 11 Uhr 30 Min. Weißen-! stein Eleonore. . i. " Was in Ungarn möglich ist. Aüs Budapest wird unS gemeldete In der ungärisch-'rumänisKen Grenzstation Bihar- Keresztes wurde ein großer Silberschmuggel bei -Untersuchungeiner angeblichen Benzinsendung aus Rumänien . entdeckt. Ein Fas; enthielt ungarische Silbermünzen im Wertevon vielen. Millionen. Silber sollte durch Ungarn nach /dev Tschechü-Slowakei geschmuggelt werden. . Die Finanzbehörde ließ das Faß in einen versiegelten Waggon nach Budapest transvortiereen. In Debreczin wurde der versiegelte Waggon untersucht, es stellte sich aber heraus, daß die Silberladung mittlerwette verschwunden war. * Leiuenzwang für Hunde. Mit Rücksicht auf die bedenke liche'Zunahme der Hundswutfälle in Wien wird außer dem bestehenden Maulkorbzwang auch der obligatorische Leinenzwang angeordnet.. Zugleich werden die seit einem halben Jahre geltenden Erleichterugnen beim Hundsfange für Hunde, vre in Begleitung einer Aufsichtsperson auf der Straße angetroffen werden, aufgehoben. Die entgegen dieser Vorschriften, aus der'Gasse betretenen und-deshalb vom Wasenrneister 'eingefangenen Hunde können , nur Mz ausnahmsweise iü besonders berücksichtigungswerien Fällen, wenn keine veterinärpolizeilichen Bedenken dagegen sprechen, wieder ausgefolgt werden. : - 6 * Vorverkauf von Samstag- und SonntagSfHrkartenl Ab heute werden jeden Freitag und Samstag in Wien-Südbahnhof von. 8 "bis 12 Uhr und vön 14 bis 17 Uhr, in Meidling- Sudbahnhof von. 14 bis 17 Uhr einfache Fahrkarten und Rückfahrkarten für alle Südbahnstationen bis einschließlich Payerbäch-Reichenau und. Nebenlinien,: sowie durchgehende einfache'Fahrkarten für alle Stationen der Strecken Leobersdorf—Gutenstein—Hainfeld im Vorverkauf ausgegeben. Die Vorverkaufskarten gelten zur einmaligen Fahrt an einem.beliebigen 'SaMstag, Sonntag oder Feiertag, die Rückfahrkarten gelten zur Rückreise ün einem beliebigen Tage inerhalb der tarifmäßigen Gültigkeitsdauer. Diese Karten sind vor der Abreise beim Portier markieren zu lassen; Benutzer uüchtmarkierter Karten haben eine Nachzahlung von 1200 K,/ zu' entrichten.''- ' - -;;i ■■ . :i: Der Chauffeur als- Schreibmaschinendieb.. Ein ■ verwegener Einbruch wurde in der Nacht zum u6. d. im AUsichis-. kartengeschäfke'Karl Ledermann, 1. Bez., Fleischmarkt 20, verübt. Die Täter schnitten die Füllung der Tür aus und gelaugten in das Innere, stählen eme Royal-, eine Smith Brothers-, und eine Mercedes-Schreibmaschine, zusammen im Werte von zwei Millionen Kronen und zwei bis drei .phptographifchs Objektive. Der Täter wurde in der Person desChauffeurs Franz S t r o n n e.r ausgeforscht und einvernammen. Zunächst, wurde festgestellt, daß dme Schreibmaschine in die Wohnung des 31jährigen Spenglergehilfen Friedrich Kordik gebracht wördeir waren, uno daß zurzeit in der Wohnung die 29 jährige Marie S., geb. W., 13. Bez., Johnstraße 3, wohnhaft, mit dem Köxdik. der wiederholt bis zu fünß Jahrenschweren Kerkers abgestraft ist, ein Liebesverhältnis unterhält,. geweilt hat. Sie soll die Schreibmaschinen übernommen haben. Sie Und Kordik wuroen gleichfalls verhaftet. , * Neben der Leiche des Oheims. Der 46 jährige .Persichpi rungsagent Emanuel Deutsch, Stolzentalergasse- 11 .wohnhaft, wurde heute um halb 10 Uhr vormittags im Zimmer Nr. 43 des Hotels „HaVsburg" in der Adlergasse tot aufgefunden. Das Zimmer hatte sein Bruder, der Kaufmann. Jakob Deutsch, .für Bureauzwecke gemietet. Emanuel"Deutsch pflegte dort, wenn der Bruder, nicht in Wien war, zu übernachten. Gleichzeitig hatte, auch der Sohn des Jakob Deutsch, Rrbbinatskandrdat Adolf Deusch, gestern nachts'dort übernachtet. Er war spät nachts heimgekehrt, und hatte nicht Licht entzündet, um den Oheim nicht zu wecken. Daß dieser gestorben ist,! hatte er erst am Vormittag wahrgenommen. , j * Einbruch. Heute wurde die Auslage des Geschäftes der ' -Minna Weinstein, Nikolsdorferstraße 4, erbrochen. Gestohlen wurden gestreifter Gradl, gelbliches Inlett, Bettzeug und: Handtücher im Wrte von 1.5-Millionen. * Große nUterschleife in einem Betrieb. Am 13. d. er-', stattete die Firma „Danubia", Mineralöl-. und Chemische! Produkte-Vertriebsgesellschaft.m.- b. H., 1. Bez., Vorlaufstraße! Nr. 3, im Sicherheitsbureau die Anzeige, daß,in ihrer Fabrik-! in Vösettdorf seit-Monaten Diebstähle an verschiedenen Waren-' gattungen und Material verübt-werden. Unter anderem, hieß! es in der Anzeige, würden Abgänge an Paraffin en ber Höhe, von 6000 bis 6000 Kilogramm im Werte von 600 Kronen pro, Kilogramm festgestellt. Auf Grund der von der Polizeidirektion' ik» Einvernehmen. Mit dem Gendarmeriepostenkommando! Vösendorf eingeleiteten Erhebungen wurde als der Tat drin-' gend verdächtig am 19. d. der zurzeit krankheitshalber beur-.' 'laubte 30jährige Mägazinenr der Gesellschaft Franz Z elenka, 17. Bez., Romergasse 81 wohnhaft,'verhaftet. Bei seiner Einvernahme gestand, er, größere Mengen Paraffin und" Oel in Fässern der Fabrik entwendet ünd die Beute jeweils vssrkäust .zu -haben. - An hitte».- Unregelmäßigkeiten des Zelenkg war auch, her 25jährige' BetrieÜslerter.' der Fabrik'1 Robert! EberhartingeivDöblinger Hauptstraße 14 wohnhaft, be- - telligt. Die Feststellungen des Sicherheitsbureaus ergaben \ . ■ » ■ , . -■,Cf , ’.Vi’f; .- r ■' .IV - ' ■ > •V . _*■' \