Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1191 (25.5.1922)
- Date
- 1922-05-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnerstag v(,; ' ‘'“ ‘' \ 1 ' ‘ * » - , ' Wiener ^orgenzeitung 25. Mai 1922 Nr. 1191 * Die Mindestbezüge der HlkndlungSgehitien. Die pari- Mische Komission des Gremiums her Wiener Kaufmannschaft Hat die Verteuerung in der Zeit von Mitte April bis Mitte Mai mit 26 Prozent errechnet. Es erhöhen sich demnach die Aprilbezüge um 25 Prozent. Die Mindestbezüge für Angestellte im Monate Mai betragen demnach: Nach der Freisprechung, während der ersten sechs Monate der Praxis K. 21.250, für das zweite Halbjahr der Praxis K. 28.375, nach einjähriger Praxis K. 25.500, nach zweijähriger Praxis 'Ä. 28.688, nach dreijähriger Praxis K. 31.875, nach vierjähriger Praxis K. 35.063, nach einer längeren als fünfjährigen Praxis Ä. 38.250, für Angestellte (Anfänger) nach Absolvierung einer Zweijährigen 'Handelslehranstalt für die ersten drei Monate ihrer praktischen Betätigung K. 19.125. * Beendigung des Streiks der Hausbesorger. In einer Vertraucnsmännerversammlung der Hausbesorger wurde, einstimmig beschlossen, den Streik der Portiere uns Hausbesorger mit 1. Juni als beendet zu erklären. Der Hausbesorger verbleibt in jenen Häusern als Hauswart, in denen die Forderungen der Organisation, per Raum und Monat 50 K., für Geschäfte ■ 30 Prozent des jeweiligen Zinses und 25 Prozen't Remigungsgeld, bewilligt sind. * Die zweifache Ehe des Kriegsgefangenen. Auf Ersuchen der Oberstadthauptmannschaft Budapest wurde der 46jährige Schneidergehilfe Max Finkclfluch, zu Rajowic im Gouvernement Cholm geboren, wegen Bigamie hier verhaftet. Er war bei Kriegsausbruch eine Ehe mit einer gewissen Feige Mayer eingegangen. Mit ihr hatte er seit 1908 in gemeinschaftlichem Haushalte gelebt. Die Heirat wurde in Cholm geschlossen. Finkelftuch mutzte dann einrücken, kam in österreichische Kriegsgefangenschaft und ließ sich, als der Umsturz die Gefangenenlager öffnete, in Budavest nieder, wo er das .Schneiderhandwerk ausübte. Am 20. Juni 1920 'schloß er in Budapest eine zweite Elfe, obwohl seine erste Ehe fortbestand. Finkelfluch mußte im Oktober vorigen Jahres Wegen Verdachtes, sich an kommunistischen Umtrieben beteiligt zu haben,, aus Ungarn flüchten. Er kam nach Wien, wo er Zuflucht zu finden hoffte. Seither lebte er mit feiner zweiten Frau hier, und man härte von seiner ersten Ehe nichts gewußt wäre nicht der Fall eingetreten, daß sich der Russe nach kurzer Zeit mit seiner zweiten Frau entzweite. Sie kehrte nach Budapest zurück und erstattete dort gegen ihren Gatten die Anzeige wegen zweifacher Ehe, die murmehr seine Verhaftung her'beiführte. Finkelfluch wurde gestern denr Landesgerichtc eingcliefert.' * SpedMorrsn und Kommissionen, internationale Transporte aller Art, Verzollungen» Einlagerungen» Streifungen sowie, alle speditionsgefchäftlichen Transaktionen besorgen Sie am besten durch die bekannte kulante Speditions¬ und l Kommisfionsürma „M aawiri m". Transport A.-G., Zentrale Wien, l.. Bauernmarkt 24 (Telephon Nr. 62-3-40). Das Unternehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und den Erfordernissen der Neuzeit in jeder Linsicht ongepatzt. Die „Maawirim". welche sich schon über ganz Europa ousaedebnt hat. nahm bereits Fühlung mit Rußland, so daß demnächst auch nach, dieser Relation Speditionen zur Ausnahme gelanaen werden. Das Unternehmen gewährt auf Wunsch/Warenbevorfchussungen! Für den Orient und Balkan unterhält das Unternehmen seit Fahren einen befisunktionierenden Spezialoerkehr. — -- — —. — — — ■ Eine angenehme Ileberraschung erwartet Sie beim Besuche des Tuchhauses »zum Hirschen", II., Taborstrabe 17 b. _ Vereine, Vortrage und Versammlungerr. Z i o n i st i s ch e V e z i r k s s e k t i o n L e o p o t dv a d t. Sprenget rechts von der Taborstratze. Die jüdisch« nationalen Mandatare dieses Sprengels werden ersuckt. zu der Gründungsoersammlung. heute, 8 Uhr abends. II., Zirkusgasse 33. Au erscheinen. Zionisten, die aktiv an der Organisierung obigen Sprengels Mitarbeiten, sind herzlichsiMllkomiyen. — Jüdische Volksbib l i o t.h e k Zion. Leute, 11 Uhr vormittags,. Ausfckußsitzunp. — Z i o n i st i icke ZugendgruPPe XX. Leute. V-7 abends. XX., Karl Meißlflraße 5, Vorlesung aus der jüdischen Geschickte. — Bukowina er Zentral« verband in Wien, Sektion der Lande ls- Vertreter, Ko m m i f f i o n a r e u n 6 reif enden Kaufleut e. Freitag den 26. d., 8 Uhr abends, im CafS „Edison", I. Lai 13. t. Stock, Beratung betreffs. der bevorstehenden Gremialwghlen. — Sonntag. 28. -.. ebendort, 7 Uhr, Gesclligkeitsadend.Gäste willkommen. . — Sihpng des Z i o n i ft i s ch-a k a d e m i i ch e n Landesverbandes. Die heutige Stkung entfällt. Die nächste Sitzung wird im Wege der „Wiener Morgenzeitung" ' bekanntgeaeben. — S p r e n g e l links d e r T a b o r st r a ß e. Leute um V28 Uhr abends im Klubsaal des Restaurants Varschak, fl.. Große Schiffgäffe 3, Ausschußsitzung. — Aerztelektion des akademischen Vereins jüdischer Mediziner. Dringende Besprechung der Aerzte aus der Bukowina, die jetzt n 0 st r i f i z i e r e n wollen, Freitag den 27. d., um 4 Uhr nachmittags, im Vereinslokal. IX., Währingerftratze 15, . IV. Stock. Berichte: Dr. Getzter und Dr. Eckstein. Urania. Leute Donnerstag, '/-3 Uhr (Großer Saal): Unser Alpenvolk und seine Lieder. ^3 Uhr (Kleiner Saal): Bilder aus Lolland. 5 Uhr (Großer Saal): Wild-Afrika. 5 Uhr (Klemer Saal): Aus.der Wünderwelt der Elektrizität. J/a8 Ubr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener MUstk. */28 Uhr (Kleiner Saal): Lieder, Verse und etwas Prosa von Dr. Gertrud Lerzog und Dr. Richard Maux. Va8 Uhr (Kurssaal): Josef Adameh: Das schwerhörige Kind in der Schule. Vr8 Uhr (Klubsaat): Lans Neugebauer: - Goethes Faustdichtung. l. gleichen Maße einwirken werben. Gestern, betrugen die Zufuhren sieben Waggonladungen ' mit verschiedenen Fleffchgattüngett. aus dem Burgenland, Steiermark. Tirol, Jugoslawien und Ungarn. Die Nachfrage nach frischem Fleisch und Fett, war in der Großmürkthalle gering, dagegen bildeten -sich vor den Verkaufsständen, bei denen . Gefrierfleisch zu haben war, wieder lange Reihen von Angestellten. Heute bleibt die Großmarkthalle bis 12 Uhr Mittags geöffnet. Die Grünwarenmärkte wären reich beschickt, der Verkehr war sehr lebhaft. Infolge des günstigen Angebotes gingen die Preise für einzelne Artikel etwas zurück. Spinat minderer Qualität war „schon" mm 40 bis- 80 K. pro Kilogramm, zu haben, fand jedoch wenig Abnehmer. Glashanssalat gab um 100 K>, Neusiedler Salat um 200» K. per Nagel (30 Stück) im Preise nach. Auch Spargel ermäßigte sich um 200 K. .beim Kilogramm. Gesternwaren auf 'b<*m Waschmarki hiesige Gärtnergurkeu zu sehen. Ein Stück kostete 500 bis 800 K. Eier waren nur kna^v vertreten. DU Preis blieb gestern mit 150 bis 160 K. pro Stück unverändert. Ernährung. Der Marktbericht. Die hohen Fleifchprerse. Die Aufwärtsbewegung der Preise auf dem Fleifchmarkte Mächte auch gestern im Großhandel weitere Fortschritte. Im Großhandel verteuerten sich vorderes Rindfleisch um 100 K., hinteres um 300 K., Schweinefleisch um 600 K., Kälber um 300.K>, Fettschweine um 100 K. pro Kilogramm. Bratenfleisch hat sich im Großhandel seit Samstag um 600 K. pro Kilogramm verteuert!. Im Detailhandel übten diese Preissteigerungen im allgemeinen bisher keine Wirkung aus. Bloß Schweinefleisch had sich,um 100 K. pro Kilogramm gegen vorgestern .verteuert. Wenn die Zufuhren - weiter günstig sind und das Meter , warm bleibt, ist zu hoffen, daß die gestrigen Preissteigerungen im Großhandel auf den Detailverkauf nicht.M Freie jüdische Volksbflhne Gastspiel ln der Koland-StUtne 4280 H 8 Uhr e.u t e *7 i CHI 4 1 OH 'Ttcnfati Kotnödie in 3 Akten, r abends: a^löCll 111 AiloplCl l v. Schatom Alejchem Bühne mrd Kunst. Cornelius Kirschnsrs BiihnenjubilSum. (Deutsches Volkstheäter.) Aus Anlaß des 40jährigdn Bühnenjubiläums Cornelius K i r s ch n e r s, des vortrefflichen Altwiener Komikers, ging gestern am Deutschen Volkstheater, neu einstudiert, Nestroys „Einen Jux will er sich machen" in Szene. Herr Krön es, der den Christopherl darstellte, gedachte in einer launigen Strophe des Jubilars, der den Hausknecht Melchior gab. Er zerrte den Jubilar auf die Bühne und küßte ihn. Sonst unterblieben feierliche Kundgebungen der Kollegen" und des Direktors, obwohl Herr Direktor Bernau,' der sich ja schon wiederholt mit, Ansprachen an das Publikum gewendet hat, diesmal wohl Grund gehabt hätte, einen außerordentlichen Künstler durch eine Ansprache zu ehren. Wir nehmen an, daß Kirschner, ein Mann von vorbildlicher Schlichtheit und Bescheidenheit, sich solche Ehrung verbeten hat. Um so stürmischer waren die Kundgebungen des. Publikums, das nach dem letzten Fallen des 'eisernen Vorhanges das Theater nicht verließ und demonstrativen Beifall zollte. Kirschner erschien schließlich im Parterre und dankte mit bewegten Worten für die Ehrung. Wir kommen auf die Aufführung noch zurück. Direktor Bernaus Verteidigungsrede. (Die Anwürfe in der Generalversammlung des Vereines Deutsches Volkstheater. — MShrisch-Dstrau als Konkurrenz. — Der zukünftige Arbeitsplan.) ' In der Generalversammlung des Vereines Deutsches Volkstheater, die vorgestern stattfand, wurde von verschiedenen, Seiten, insbesondere von Hoftat Dr. Glossh, am Arbeitsplan und den Leistungen des Deutschen Volkstheaters scharfe Kritik geübt. Direktor Berngu begann seine Rechtfertigung mit der Feststellung, daß die Gagemum 1500, die Einnahmen .hingegen bloß um 500 Prozent gestiegen seien. Zur„ Deckung des Etats müssen „Sensationen" herangezogen-werden. „Das heutiges Publikum nimmt nicht, was ich ihm geben will, sondern muß das kriegen, was es selbst will.' Durch die Preiserhöhungen reduziert sich das Theaterpubliküm, was wieder einen häufigeren Repertoire Wechsel zur Folge hat. Früher war das Deutsche Volkstheater bei jedem Künstler ein Zauberwort, jetztrnacht das Theater in Mährisch-Oflrau mit feinen Gagen in tschechischen Kronen empfindliche Konkurrenz." ' ' - ' Direktor Bernau führt Argumente ins Treffen, die einleuchten, aber den argen Verfall. des Deutschen Volkstheaters doch nicht erklärlich' machen. Der früher so. tätige Mann ist durch, die. ewige Sorge um die Bekämpfung des Defizits scheinbar amtsmüde geworden und hat . in den letzten Monaten , die Zügel fallen lassen. So ist das Deutsche Volkstheater'— ganz abgesehen von der unglücklichen -Repertoirebildung — bedauerlich tief gesunken. Man sieht Aufführungen, ^ehlbesehungen» Darsteller, die früher nicht möglich -gewesen Waren. - Die- Führung des' Raimund-Theaters — es war allerdings die erste .Saison — zeigt, daß es auch am Deutschen Volkstheäter'anders sein könnte. Um . so fteudiger nimmt man den zukünftigen Arbeitsplan"zur Kenntnis. Es werden uns neben einem Grillparzer- ZykluI Raimund- und Nestroh-Aufführungen versprochen.l ferner „Richard der Zweite", Heinrich der Vierte", „Wallenstein" und,Maria Stuart". Das' Deutsche' Volkstheater verfügt noch immer über ausgezeichnete Künstler, und sein Ruf als Kunstbühne ersten Manges ist nach nicht erschüttert. Hoffen wir, daß die nächste Spielzeit den Direktor wieder arbeitsfteudig, die Schauspieler nicht verärgert- und — das PubliknmkunstverfläMger findet, Aus den Theatern.; - 6m B u r g t h e ä t e r. wird morgen „KyW ,jK a m l e l" seinen Anfang und wird Freikag den 2. Züni mit Tolstois Komödie „Er ist an a llem sch u ld" uttb der Uraufführung der Legende „B ä Ä e r .P.e.t r u s" desselben Dichiers sorigeieht. Der'KMnverkäüf'beglnnt deute. — 6n der' morgigen AuffüdrUng von Schillers „Räude r" spielen den Karl Moor — Kerr Oscar Beregi a. G., den alten Moor — Kerr Powolny, den Franz — Kerr.Onno,' die.Amalie — ^rau SanoTcr und den Spiegelberg — Lerr Ziegler. Direktor Alfred Bernau hat die neue, dreiakii'ge Komödie „De r G eliebte" von Siegfried L r e b i t f ch zur Aufführung in der nächsten Spielzeit angenommen. Die Freie j ü d i s ch e V ö l k s b ü h n e bringt morgen in der Roland-Bühne „Gott, Mensch und Teufel" zur Darstellung. Äm Wiener S t a d t t h e a t e r wird. Freikag noch ein Sirindberg-Abend „G e s p e n st e r s o n a t e" und. „M i t d. e in F e u e r spiele n'^ gegeben. Loses Jarno spielt in beiden Werken die Laupirvllen. — Die Erstaufführung des Lustspicis „Das kleine Schokoladenmädchen" vsn P. Gavault mit Valerie Martens a. G. m der Titelrolle findet Samstag den - 27. d. stflt.? Zn 'der R e n a i s s a n e e - B ü h n e findet heule die Erstaufführung von Kermany Bahrs dreiakt.igem Lustspiel „D a s P r i n z i p" statt. - Die Besetzung ist folgende : Dr. Esck — Rudolf Teubler, Gertrud —^ Else Schilling, Lans — Wolf Karsten, Luz — Lola Ilrban-Kneidinger, Peter Zrla — Alexander Zwo. Thomas Kreger — Karl Forest, Everoufch — Eugen Zensen» Lene — Maria Karsten, Suse — Grete Pauly. Gräfin Aggern Else Fröbl. Regie: Karl Forest. Beginn V28 Uhr. Das Stück gelangt morgen und die folgenden Tage zur Wiederholung. __ Traute Carlsen ln Wien. Wie wir erfahren, wird Traute C a r l s e n in der nächsten Zeit in Wien an den Kammerspielen ein längeres Gastspiel geben. Die Künstlerin wird die weibliche Hauptrolle im „Werwolf" kreieren, der bekanntlich vor kurzem in der Rennaissance-Bühne so großen Erfolg gehabt hat. Stahl-Nachbaur, der in den letzten Monaten in Deutschland tätig war, wird demnächst an der „Neuen Wiener Bühne" in einem Längeren Gastspiel austreten. Kruder als Publikum im Burgtheater. Anläßlich des, dreijährigen Bestandes , der- „Amerikanischen Kinderhilfsaktiön" wurde heute nachmittags im Burgtheater als- Sevaratvorstellung Raimunds „Der.Bauer als Millionär" äüfgeführt. Mit Ausnahme der Logen des ersten Ranges warensämtliche- Sitze in den Logen, im Parkett und aus 'den Galerien für die Kinder Wiens bestimmt. Sie waren aus allen 21 Bezirken herbeigeströmt und folgten mit leuchtenden Augen dem Spiele. In der Festloge wohnten der Vorstellung bei: Bundespräsident.- Dr. Hainisch mit Sektionschef D'r'.' Löwenthal, Vizekanzler Breiskh, Bundesminister für soziale Verwaltung Dr. Pauer, der Leiter des Volksgesundheitsamtes Sektionschef Dr. Hetth, der frühere Landeshauptmann..Sever, der Präsident -der. Bundestheaterverwaltung Dr. Vetter und der Direktor des Burgtheaters Dr. Wildgans, die das Haus zur Verfügung ge-, stellt haben, Vertreter der Gemeinde Wien und der amerikani-' schen Kolonie in Wien, dann der Direktor der Aktion Capi-- tain Richardson, Capitain Prentiß, M. Terry und die übrigen Herren der Mission. Im Verlaufe der Vorstellung hat die Fee Zufriedenheit im Rahmen ihrer Rolle einen von Frl. Hilde Wolf verfaßten Dank an die Amerikanische Hilfsaktion aus-., gesprochen. Kerzl-vikerakuk. Ftiedmann: Das Leben Th. Kerzls (broschiert 15 Mk., geb. 25 Mk.): Kerzl-Worie, . hsrausgegeben von Meilbllber (gebunden 25 Mk.). O^bon- Tk. Lerll (3 Mk.). Lerzfi und der MÄvstaat, von NordauAWurg lind 3. Zangwill (6 Mk.). L. Kellner: Th. Kerzls Lebensjahre (gebunden 25 Mk., Lalbledec 80 Mk.). Erhältlich in der/Buchhandlung R. Löwit (Dr. Präger), l.» Rvtenturmfiratze 22. Zm O p e r n t. h e a t e,r geht morgen „T o s c o" in. Szene. ' . Zn der Volk s o p'e r gastiert in. der beuffgen Aüft' führunq von „B 0 h e me" Kerr Anton Ludwig aus Aachen als Rudolf.! Pie Mimt singt Frau de -Debicka. die Wutette Frqu. Wagschal. Girigmft' Lerr. de Stermich. Beginn*/»8 Uhr. - . ,.cD.eu L.s.ch e n. ,Pw.l k § sh e.a t e.r nimmst das Gastspiel Alexander Moissis Donnerstag den 1. Zuml mit' Nlrscnenkaus Die Versteigerung der ostastatischen Sammlung aus dem ehemaligen Besitz des Prinzen Heinrich von Bourbon im Wiener Dorotheum. (331. Kunst au ktivn.) - Ende Mai findet in der Kunsiabteilung des Wiener Dorotheums eine Versteigerung ostastaiischer kunstgewerblicher Gegenstände statt, in deren Rahmen auch ein Teil der Sammlung aus dem ehemaligen Besitz des Prinzen Keinrich von Bourbon zum Verkauf gelangt. Die wertvollsten Stücke ofiofiatischsn Kunilqewerbes sind wohl in erster Linie alle jene Klemplastiken, die in der reichen Kollektion von Netskes, Sckwertstichbläitern und diversen Schwertbeschlägen in der mannigfaltigsten T.'chnik und verschiedenem Material ausgeführt erscheinen.. Lackarbeiten, zum Teist geschnittene Rottacke aus dem 18. Jahrhundert, Schreibfchaiullen und Medikamentenbüchfen (Znros) sowie Tabakbehäiter und Pfeifen futterale werden sicherlich infolge ihrer großen Seltenheit besonders dazu geeignet fein» das Interesse der Sammler auf sich zu lenken. Die überaus kostbaren Waffen, alte' japanische Kosschwerier (Tachi) und Kurzschwetter in hervorragend kostbarer Montierung. sSwie einige seltene Priesterschwerter sindfowohl kunstgewerblich als auch ethnographisch von hohem Interesse. Das Porzellan fetzt sich aus chinesischen, japanischen und südchinesischen» resp. siamesischen Arbeiten zusammen. Schließlich ser noch einer Anzahl von Rüstungen, Kostümen, Textilien sowie Kostümpuppen von überaus sorgfältiger Detailbehandluny sowie einiger kleiner Schiffs-, Tempel- und Pagodenmodelle Erwähnung getan, die zum Teck noch dem-18. Jahrhundert angehören, sowohl für . den Sammler ethnographischer als .auch kunstgewerblicher Objekte von Anziehungskraft fein dürsten. Die Schaustellung findet von Donnerstag den 25. bis Sonntag den 28. d.' im Lunstauktionssaale - statt. Gerichtssaal. Das Ssterreichische Postsparkaffenamt vor dem eitgllschen Schiedsgericht. London, 23. Mai. (Reuter.) Das gemischte englisch-österreichische Schiedsgericht hielt hier heute unter Vorsitz-Doktor- L'oders und im Beisein des österreichischen Mitgliedes Schey seine erste öffentliche Sitzung ab. Es befaßte sich mit einer prinzipiell bedeutsamen. Frage, der . Klage einer.. Glasgower Firma gegen das Wiener Postsparkassenymt wegen 45 Pfund Sterling, die vor dem Kriege dort eingelegt worden waren. In. Vertremwa des ..österreichischen Clearingamtes wandte sich Dr. Wels er-gegen die Klage,- indem er - den Standpunkt vertrat, das Postspärkässenamt sei dainals eine Einrichtung aller Nationalitäten Oesterreichs. gewesen, infolgedessen lkönne das 'heutige - österreichische Postspärkässenamt nicht zur Zahlung verhalten^ werden.' Das. Schiedsgerichts behielt sich die Entscheidung vor. , . -t. WollcÜeviot ,-5500 K Covercoat. . 8000 i( ^VfOllstoff «00 K