Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1184 (18.5.1922)
- Date
- 1922-05-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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» 1184 Wien^ Donnerstag Wiener Mvrgenzeuung, 18. Mai-1922 Seite 7 seinen früheren Dienert begrüßte ihn eine aus Vertreter,, der Mischen Gemeinde, und der zioni st t s ch e n Organisation besiehende Deputation und überreichte ihm ein künstlerisches Geschenk sowie das Diplom, seiner Eintragung in das Goldene Buch des iüdischen^Nationalfonds, welches der Gefeierte mit warm.'n Dcwkesworlen in Empfang nahm. * Admiral Äudolf Monlecuccolt gestorben. In Baden bei. Wien ist vorgestern der ehemalige Marine- Kommandant Admiral Rudolf (Gras) Monteeuccoli gestorben. ' ' * Jüdische Prostlyten nach PalLstina- Eine Gruppe V0N.4S ProselytcN aus der Provinz K u b a n (Rußland), die ihren eigenen R a b b i n e r hat. ifl itt Datum eingetroffen, um sich Nach Palästina zu begeben. Sie haben all ihren Besitz veräußert und stellen Vorbereitungen für du Ansiedlung-in Palästina.-(2. <S. B.) * Für Geldfammlungen zugunsten des jüdischen Astttonaljon-s verurleM und freigesprocheri. Das W a r f ch a u e r Äppellativnsysrichl hat das Urteil der ersten Instanz-gegen, den Nationalfondssammler G e r l t tz. der für angeblich unbefugte Sammlung in einer Synagoge zu einem Monat Gefängnis oder 5 000 Mark verurteilt wurde, aufgehoben und den Angeklagten sreigesprochen. Sine jüdische Gemeinde in Avi. Die Kultusgemewde Rot ec in der S l o w a k e i. die einst zu den größten und angtzschendslen im Lande gehört hat. versendet an die israelitischen KultirSqemeinden der Tschecho-Slowakei einen Hilferuf. Die Gemeinde, deren Mitaliederzahl infolge der Plünderungen beim Umsturz, eine wettere Einbuße erlitt, kann nur mit größter Mühe die Ängestelllen und die Gemeind^armen erhallen und ihre altertümliche große Synagoge sowie chr'Schulgebäude find völlig baufällig und bedürfen dringrnd der R.-konstruktion. Die Gemeinde appelliert an die Brüdergemeinden im Lande, durch entsprechend.e Betirüge die Erhaltung ihrer alten Fnstistitionen zu ermöglichen. ..; ' * LebensmiitettoNerie Ser JnoaN-en. Die Generaldstektivn dex Siaatölviierie hat die Ziehung der Lose der Lebensmiitrilöllerie der Fnvalidenbtlft, die am 13. Mai hätte ftüttfinden sollen, aus den 1. Juni 1922 verschoben. * Freitag Keine Gemelrr-eratssitzurrg. Die für Freitag nachmittag anheraumt gewesene Gemeinüeralsfihung findet nicht fiait. ' * Exkaiserin Air«. Die Bot'chasierkonferenz hat sich dahin ausgesprochen, das; sie Keinen Einwand, gegen den Ausknlhatt der srüheren Kaiserin Zita in Spanien zu erhebe« habe. * Vom Joint in Polen. In den nächsten Tagen soll der europäische Genergldireklor der Wiederausbauabtellung - - des 8 o t n \ Distribution Committee.' Alexander Ländescu, seinen Posten verlassen und nach Amerika mr!lckkehren/,wo er sich seinem srüherkn Beruf als BinKier widmnn wird. An seine Stelle toll sein jetziger Vertreter in Polen, R ö b i n s o h n, gelangen, '. * Fatsche Adresse. Das Palästina-Äml. Wien. I.. Bauernmarkt 24. teilt mit. daß bei ihm ein Telegramm aus Bukarest mit der Unterschrift „S rstl a n g e r" eingegangen ist, aus dessen Inhalt hervorgeht, daß es nicht für das Palästina-Amt bestimmt ist. Es ist möglich, daß eine Adressenverwechslung vorliegt. Interessenten wollen sich mtt dem P a l ästina »Amt in Verbindung sehen (Telephon 63-1-27). * Wetterbericht. Der Wettercharakter ist in Mitteleuropd sehr unbeständig bei unveränderter Richtung des 'Druckgefälles. Von Südost nach Ncndwest bildet sich innerhalb des südwestlichen Stromfeldes sekundäre Zirkulation und gibt. Veranlassung zu begrenzten Niederschlägen. Ein solches Degengebiet, liegt nördlich von. den Sudeten. Auch innerhalb der ungesiöriien Südwesiströmürg Hot dir Bewölkung stärket zu genommen. Die Temperatur ist in Osteuropa beträchtlich gestiegen. (Warschau und Budapest 29 Grad.) Voraussage: Herrschendes Schönweiter anhaltend, aber zsüwei'e unterbrochen durch vorübergehende Störungen, föhnig. * vefterreichifcher Gaftgewerbetss* Gestern vormittags wurde in Klagenfuri die Tagung des Aeichsoerdandes der Gastoewerbcgenos'enjchäften Oesterreichs, abgehalten. Nachdem der Präsiden! des Verbandes Kommerzialrat M a y r (Linz) die Erschienenen beorüßt Halle, betonte Bürgermeister Wolfse g g e r die Wichligkeit des Fremdenverkehrs. Sekiivnsrai ßornin g e r versicherte die Tagung der vollsten Unterstützung ihrer Wünsche durch das Bundl-sminisierium für Verkehrswesen. Der Präsident des Zeniralverbandes österreichischer Hoteliers Suckfü 1 l (Baden).legte dar» daß die gegenwärtige Tendenz der Gesetzgebung zu einem Niederbruch des Fremdenverkehrs und des Gastgewerbes führen müsse. Nach Erstattung des Tätigkeits- und Kassenberichtes folgten Referate, deren Forderungen, in Entschließungen zusammengefaßi, einstimmig zur Annahme gelangten. Die Entschließung betreffend die Antiaikoholbewegung wendet sich gegen ein Volksbegehren und betont, daß ein vollkommenes Alkvholverdot aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht in Erwägung, gezogen werden könne. Sie verlangt eine teilweise Neuregelung des öffentlichen Verkehres mit Alkohol. Die Befugnis zur Verabreichung von. Alkohol 'sei vom Befähigungsnachweis abhängig zu machen, und für dis Bekämpfung der Alkvhvlausschreitungrn eine Erweiterung des Häusrechtes der Gastwirte und ein besserer Schutz gegen Hausfriedensbruch zu gewährleisten. * Die LusnyhmsArüsmrgen in Sie Mitterschnlsn. Der Stadtschulrat . hat an die Drrekiionen .aller Mittelschulen einen Erlaß oerichtet, der sich mit' den Aufnahmsprüfungen rn die erste Klasse be'.oMict. Ter neue Lehrplan, der seit dem Schuljahr 3910/21 an den Volksschulen in -Geltung steht. weicht m seinem Lehrziele von dem früheren Lehrplan rrzebl'ch ab. Was insbewndere die deutsche Unterrichtssprache betrifft, legt der Wort- und Satzanalyse weder ' bei der schmiirchennochbei der mundlrchen Prüiung vorzunehmen ist. * AegWische Medizin. Der deutschen „Medizinischen Wo-, chenschrift" entnehmen wir: Dr. Caroline R a n s o m W i lliam's hat in der Bibliothek des New Z)ark Hrstorical Society euren medizinischen Papyrus entdeckt, der nach Untersuchirng durch den bekannten Aeghptologen Professor Breadsted. den in Berlin und Leipzig (Papyrus Ebers)'befindlichen, sowie dem Hearst Papyrus in Kalifornien an Bedeutunggleichkounnt. Der etwa 1600 vor Christi geschriebene Papyrus umfaßt 500 Zeilen und beschreibt 47 Krankheitsfälle. Sehr genau wird immer das befallene Organ bezeichnet, meist handelt es sich um Erkrankungen des Kopfes; darunter wohl der erste Bericht über-eine. Erkrankung der- Stirnhöhle^ Wn eine Reihe von Stichvkrletzungen, zum Teil penetrierender Natur. Selbst die schwersten, mit ausgedehnten Knochenverletzungen einherittVlSonhon **.i*£*j. ^vr> ^i . . .**cr>x . *H Die „Z'öglingSseier" in Baumgarteni Einer der ersten schönen Frühlingstage hat alle, die zielbewußter Fürsorgearbeit, insbesondere der Produktivierung» unseres Volkes, ernstes Interesse entgegenbringen, nach Baumgarten gelockt. Schöne, wohlgelungene Sportvorführnngen der Zöglinge, unter denen sich auch zwei taubstumme Lehrlinge befanden, eine Führung purch die Anstaltsräume und -Werkstätten, eine wohlgclunoeue Theatervorstellung der jungenLeute, die allenthalben herrschende Disziplin zeugten von der stillen und erfolgreichen Arbeit des Vereines „Zukunft". Im Speisesaal, wo nur. Gäste eingelassen wurden, begrüßte der Vizepräsident Herr G o l d s ch m i e d diese aufs herzlichste, Und zeigte an der Hand statistischer Daten, welch schiveren, materiellen Kampf der Verein zu-bestehen habe. Ihm antwortete Herr. Rabbiner Dr. Feuchtwang in einer flammenden, geistreichen Rcdi. Da-er nicht an dem- -Judentums zweifle,.könne er nicht glauben, daß die Juden diese wichtige Institution fallen lassen werden. . ,< -s gehenden Äov'sverlchungen gelten nicht'' als unbedingt tödlich. Der unbekannte ^Kollege beschreibt genau, ^wie man den Verband anlegen soll, ’v'v v | n it w'w i%f wi' vvm wmv - UUIl i i wird, um einen alten Mann zu verjüngen; der Erfolg wird wohl nicht' viel tökto grwM lM M tzex hMe erzielte. * Das jüdische Fürsorgewesen in Berlin. Die Berliner jüdische Gemeinde hat den Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde Posens, Dr.-Freimanm nach Berlin berufen. Dr: Freimann soll in Berlin neben anderen rabbinischen Funktionen vor allen Dingen die Oberaufsicht über die gesamten rituellen Einrichtungen der-Gemeinde innehäben, ferner die Errichtung von Hospüälern, Waisenhäusern, den Ausbau des Krankenhauses oer Gemeinde',- die Ansvehnung anderer Institutionen überwachen, da sich, die Notwendigkeit, ergibt, eine besonders äutoritaiwe PersönttchkeitVE der Oberaufsicht zu'betrauen. - ' * Die Not unter den jüdischen. Studenten. Der Jüdische Hochschulausschuß in 'Wicrc (0. Bez., Zimmermannplatz 8) hat int eigenen Verlag eine kleine Broschüre herausgegeben,, di? eine Samnrlung der in der Wiener Presse erschienenen Schilderungen des Elends der Wiener, insbesondere aber der )üdischen Studentenschaft enthält. Die gesammelten Aufsätze, von denen zwei unserem Blatte entnommen sind und deitett ein Bericht der „American-Relief Administration" über die Mensa academica judaiea vom Juli 1921 beigegeben ist, gestatten einen guten Einblick in die schwierige Lage der in Wien studierenden stidischen Stüdentenschaft. Das Schriftchen wird hoffentlich dem Zwecke beitragen, die jüdische Oeffentlichkeit in Oesterreich und im - Auslände auf die Not der jüdischen Studentenschaft aufrnerksam zu machen, und ihd die materielle Förderung;u gewinnen, deren sie in ihrem schweren Daseinskampfs beoarf. * Die 30. Jahresversammlung der amerikanisch-jüdischen historischen Gesellschaft. Die. amerikgmsch-jüdische historische Gesellschaft hielt chre 30. Jahresversammlung ab. Unter' den in der Versammlung gelesenen Abhandlungen sind als besonders interessant, dre folgenden hervorruheben: „Notizen über §akob B a^s.im s o n, den größten^ jüdischen Siedler in New/ ork"; „Die Juden als amerikanische Elsenbahnfinänziers, mit besonderer Berücksichtigung Jakob.H. Schiffs"; „Die Mischen Kaufleute in Louisiana üüd Westfloridas" und „Englische Jllivois-Expedition in den Jahren. 1764 bis 1765". (J. 'C. B.) * Konferenz der zionistisch-akademischen Korporationen in Ostgalizien. Aus Lemberg schreibt.man uns: Seit vorgestern tagt hier die Konferenz der zonistisch-akademisch'en Organisa-. tionen für Ostgälizien, an der 50 Delegierte aus fast sämtlichen Städten teilnehmen. Im Nästten der Einberufer eröffnete die Konferenz Herr Mann mit^einer hebräischen Ansprache,, in der er auf die Notwendigkeit "eiries Zusammenschlusses aller zionistischen akademischen Organisationen hinwies. Dr. Leon, Reich begrüßte die Konferenz 'im Namen' der ' zionistischen Exekutive und appellierte an die Delegierten, sich in den Dienst der zionistischen Bewegung zu stellen. Die Beratungen werden durchwegs in hebräischer und jüdischer Sprache geführt. * Die Betriebsdirektion der Südbahn teilt mit, daß ab 20. Mai 1922 beim D-Zug 1109 (Wien-Südbahnhof—Tarvis Wien-Südbahnhof—Meran) die Ausgabe von Platzkarten für ab Wien-Südbahnhof Reisende , wieder eingeführt wird. Die im Vorverkauf beim Oesterreichischn Verkehrsbureau, Wien, 1. Bez., Kärninerring 11, nicht verkauften Sitzplätze gelangen bei den'Zugskassen in Wten-Südbahnhof eine Stunde vor Abgang des Zuges zur Ausgabe. * jüdische Fachkurse in Warschau. In Warschau wurden vor einigen Tagen von der Gesellschaft „Ort" Fachkurse zur Heranbildung von Instruktoren für jüdische Handwer'kerschulen eröffnet. Dre Kurse umfassen drei Abteilungen (Schneiderei, Tischlerei urrd eine graphrsch-technische Abteilung). Außer den fachmännischen Fragen werden auch den Zöglingen allgemeine Kenntnisie beigebracht. * Der Eidschwur det Roten Armee. Die Moskauer „Pr a w da" vom' 3. Mai veröffentlichte den Text der Eidesleiftung der^Roten Armee. Der Schwur lautet: 1. Als Sohn des arbeitenden Volkes und Staatsbürgers der Sowjetrepublik übernehme, ich das Amt des Wehrmannes in der Armee der Arbeiter und der Bauern. 2. Ich verpflichte mich vor den werktätigen Klassen Rußlands unv der ganzen Welt, dieses Amt in Ehre auszuüben, das Kriegsw'esen gewissenhaft zu studieren, das Heeresgut Nnt äußerster.Sorgfalt vor Schaden und Plünderung zu bewahren. 3. Ich verpflichte mich, streng alle Befehle oer von der Arbeiter- und Bauernregierung ernannten Vorgesetzten auszusühren. 4. Ich werde mich von allen Handlungen enthalten, die die Würde eines Staatsbürgers der Sowjetrepublik verletzen könnten, meine Kameraden vor Begehung solcher Handlungen zurückhaltcn und all meine Gedankelt und Taten dent großen Ziele der Befreiung aller Werktätigen widmen. 6. Auf den ersten Ruf der Arbeiter- und Bauernreglerung werde ich bereit sein, die Sowjetregierung vor allen Ge- ''ähren und. Anschlägen zu verteidigen; im Kampfe für die rusjiche Sowjetrepublik, für bell Sozialismus und für die Verbrüderung der Völker werde .ich selbst mein Leben nicht schonen. 6. Sollte ich dieses feierliche Gelübde böswillig verletzen, dann sollen mich die allgemeine Verachtung und das strenge revolutionäre Gesetz bestrafelk. — Die Sowjetpresse berichtet, von dem ungeheuren Enthusiasmus, mit dem dieses Gelübde gegenwärtig von den Truppen der Roten Armee, abgelegt wird. Kopfe, ausgedehnte Verletzungen der rechten Geüchtshälste und- Kautabschürfungen auf. Aus dem Ladentische stand e.ne Kondensinilchdose.die bei ihrer Untersuchung Reste von gestoßenem Pf.'sfsr zeigte: dann lag auf dem Tische ein Teil eines Ziegelsieines. von dem die Kopfwunde der Frau unverkennbar herrübrt. Nack der Sachlage muß Frau. Kahenecker kurz zuvor im Laden überfallen worden sein. Eine Durchsuchung der Bestände ergab, daß nichlS fehlt; es ist also ein Raub nicht ausadsührt worden. Dagegen wurde sestäesiellt, daß die Fron mn ihren Nachbarn in Fehde lebt, so däß die Wahrscheinlichkeit eines Racheaktes gegeben erscheint. Die Fiav, die ins Rochusspital überfijhrs wurde, war noch nicht vernehmungsfähig. . * Speditionen und KvmWonen, inlernalionale Xranspoxroller Art, Verzollungen, Einlagerungen» Streifungen sowie alle speditionsgeschästtichen Transaktionen besorgen Sie cm besten durch die bekannte kulante Spedittons- und Kommissionssirmä „M a a y> i r t m", Transport A. G.. Zentrale Wien, l.. Bauernmarkt 24 Melephon ' Nr. 62-8-40). Das Unlernehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und den Ersordernissen der. Neuzeit in jeder Kinsicht ongepaht. Die „Maawirim", welche sich schon über ganz Europaausgedehnt, hat. nahm bereits Fühlung mit Rußland, so daß demnächst auch. nach dieser Relation Speditionen zur Aufnahme gelangen werdend Das Unternehmen gewährt auf Wunsch Warenbevorschussungen! Für den Orient und Balkan unterhält das Unternehmen seit Fahren einen bestsunktionierenden^ Spezialverkehr. , Woja. Nur noch heule gelangen an die Milglieder im! Lokale, IX., Borggasse 7, Kerren- und Damenschuhe in erstklassiger Ausiührung zur Ausgabe. Verkaufszeit ausschließlich von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Vereine, Bortrage und Versammlungen. I ü d i s ch e V o l k s b i b l i o t h e k „Z i o n". die Schkalim zum Verkaufe übernommen haben, werden ersucht/ im Laufe dieser Woche von 3 bis 8 Uhr die verkauften Blocks abzuliefern. — Vereinigung j ü d i s ch e r Ä k ademiker. Leute, 5 Uhr nachmittags, int Mensalokale, Wien, If., Im Word 13, Kurs. Gegenstand : Fasajo, Kap. 5. Vortragenöer: Herr Rabbiner Wundermann. — I ü d i s ch e Tischgesellschaft ßan d st r a s; e. Heute» 8 Uhr abends, Vortrag Prof. Hrtur Freud über „Konfession,. Religion und Politik" im Souterrain des Cafe Garienbau. Gäste willkommen. * Einem Schwindler zum Opfer gefallen. Den; in Wien weilenden Pälästinenser Jsäak Hoffmann, 2. Bez., Rembrcmtstraße .19,-. wurde vorgestern vormittags - ein englischer Scheck auf fünf Pfund der Belfast Bankmg Comp, limited von einem Individuum entwendet, das sich dem in Wien nnbekannlen 5;offmann angeboren hatte,.um ihm. beim Wechseln behilflich zu fein. Der Gauner, ist glatt rasiert, ».'ngefähr^ 50 Jahre alt, geht ohne Hüt und ist seinem' Aussehen nach ein IM. * Mn. Aeberfall in-Äietzing. Fm Kaufe Nchsgasse»i7, einer Seitengasse der Petzziygersträtze, hät die 43jäbrige Anlopicl Kob e n e ck e r einen Gassenladen inne» itt dem sie ein Möd'eortckelgeschüst betrecht. Sie ist meistens allein im Laden. Als heute früh um'etwa ^9 Uhr ihr Bruder, der Siadtamisgehilfe Karl Hohenecker; in dasMschaft/ tAß fand er zu seinem Entsetzen seine Schwester bewußtlos und mit medrsachen Wunden auf^en Boden Uegend auf. Er schlug Lärm; Nachbarn eitlen hei bei, und man leislote der Bewulziostnversl^ Kitsti Sie'konnte sich vvlläufig nicht .»rholen und nies eine anscheinend üon einem' . ScklaLS mit Mm jllmMn WeMsgL jm^Nrttitde Wunde m Jl Urania. Leute Donnerstag. 5 Uhr (Großer Saa!): Wild-Afrika. Vg6 Uhr (Kleiner Saal).: Landesschulinspektor Dozent Dr. Robert Kauer: Berufsberatung. IV. 7,6 Uhr (Kurssaal) : Oberrechnungsrat Robert Ballet: Einführung in die photographische Praxis. IV. 7,8 Uhr (Großer Saal): Dr. Fosef Bergauer: Klassiker des Volksstückes. 7-8 Uhr (Kleiner Saal): Vorlesung Karl Jäger- Ernstes und Heiteres. 7*8 Uhr (Kursfaal): Dr. Rudolf Wagner: Die Vegetation drs Hochgebirges. Vl. 7s8 Uhr: (Klubsaal):. Dr. Fosef Norbert Dörr: Die Zentralanftalt tür Meteorologie und Geodynamik. 7,8 Uhr (Lehrsaal II): Prof. Dr. Franz Zaribnicky: Die Gefahren <des Rohmilchg-nusses und die Methoden ihrer Bekämpfung. Ernährung. Der Marktbericht. ÄZerteres Äeigen der Fleisch- und Fettpreise» Die sprunghaften Erhöhungen auf dem vorgestrigen' Borstenviehmarkle m St. Marx für lebende Schweinr hotten gestern bereits weitere Preiserhöhungen im Großhandel und im. Detailverkauf in der Großmarkthalle zur Folge. Feltschweine erhöhten sich um 200 K. pro Kilogramm im Großhandel, aber auch andere Fletschsorten wurden, da jegliche Zufuhr ausgebliebön war, weiter im Preise in die Höhe gesetzt. So verteuerten sich auch im Großhandel Rindfleisch um^.100 K., Kalbslrisch und Kälber um den gleichen Betrag pro Kilogramm. Im Detailverkauf wurden die Preise für Schmalz gleich bis zu,500 beim Kilogramm teuerer, Schweineflieisch wurde um 200 K., Filz um 200 K., Speck um 10V K. höher bewertet. Die übrigen Detattpreise blieben unverändert, doch fürchtet' man mit Rücksicht aus die herrschende Knappheit auch ein Uebergreifen der Preiserhöhungen aut die andern Fleischgattungen. Die Nachfrage ist infolge dieser sprunghaften Erhöhungen nach den teueren Waren sehr gering. Sehr stark wird das amenkanische Gesrierfleisch begehrt, das unter ISbhaften Anstellungen abgegeben wird. ‘ Fn der Groß Markthalle kosteten gestern im Detailverkauf pro Kilogramm: Iungschweinernes 3600 bis 4200 K^ Speck 3960 bis 4000 K., Filz 4200 bis 4400 K. Auf dem Naschmarkt Gemüse aller Art reichlich vertreten. Der Verkehr ist jedoch wegen der hohen Preise flau. Eine Preisherabsetzung erfuhr bloß Neusiedler Salat, der sich bis auf 1600 K. pro Nägel (30 Siück) „ermäßigte". Frische Eierzufuhren fehlten, doch konnte mi den Resten der Vortage das Auslangen gesunden werden. W. J. W^. irr Liquidation. Generaldirektor Herst det Rohö (Texttlabteilung) veranstaltet für d>e Mitglieder des W. F. W. in den nächsten Monaten wöchentl ch zwei Verkaufsiade (jeden Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr und von -2 bis 6 Uhr 1., Nibklungengaße 7. Hochparterre.) Die Mitglieder können g'gen Vorweisung des Mitgliedsbuches zu ermäßigten Preisen und Teilzahlungen erstehen: Herrenanzüge von 50.000 K. angesarigen, Raglans von 35.000 K. aügesangen, Kem d e n, weiß und farbig, von 8000 K. angesangen. D a m e n k l e i d e r von 25.000 K. angefangen, Seidenkleider von 55.000 K. angesangen. Damenw ä s ch e, Tischzeug. Wischtücher. Strümpfe, Socken^ Handschuhe ujw. Die Mitglieder werden ersucht, nach getätigtem Emkaus unter allen Umjianden mit Herrn Generyldirekior Hertz in / ühlrmg zu treten, der bezüglich der Zahlungs- Modalitäten und Preisermäßigungen das Nötige veranlassen wird. Freie jüdische Volksbühne Gastspiel in der Roland-Bühne 4280 Heu_ V,8 Uhr abends: Jedem sein OottÄ'vWk"-?, Bühne und Kunst. Neues vom Deutschen VolkstheäLel:. Mizzi Günther am Deutschen Bolkstheate«. — Ferdinand Bonn zurückgekehrt. — Das Kirschner-Jubilaum. Wie bereits seit längerer Zeit verlautet; har sich die dekannte Operettendiva Frau Mizzi Günther entschlossen, auch in das Schauspielsach überzv gehen. Mizzi Günther hat ein Engageulent mit dem D. e n t s ch e n V o l k s t h e a 1 e r ab- . ia-izt*******