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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-12 · Heft 1178 (12.5.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1178 (12.5.1922)
Date
1922-05-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Bette 4 Wien, Freitag Der bekannte sozialdemokratische Politiker und Umversitatsprofessor Dr. Ludo HurtmaniL verlangte von der Kultusgememde die Auslieferung der Leiche seines vor 50 Jahren auf denr alten jüdischen Währinger Friedhofe nach jüdischem Ritus begrabenen Vaters Moritz Hartman n. ' Die Stadtgemeinde Wien hat dem berühmten Philosophen ein Ehrengrab auf denr christlichen Friedhofe zuerkannt. Auf die Einwendung der Kultusgerneinde, daß sie der Entfernung einer jüdischen Leiche zweäs Beisetzung auf einem nichtjüdischen Friedhofe nicht zustimmen könne, hat Pros. Ludo H a r t m a n n erwidert, daß sein Vater sich tue als Jude gefühlt habe. Der Vorstand ha^ die Beweiskraft der Aussage nicht anerkannt und dahin entschieden, daß dent Gesuche nur dann stattgegeben werden könne, wenn der Beweis dafür erbracht sei, daß Moritz Hartnlann zu Lebzeiten aus dem Judenütme rechtlich ausgetreten sei. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Samstag den 13. d. findet um 7 Uhr abends im Hotel Continental eine große Volksversammlung, bei welcher der bekannte jüdische und hebräische Schriftsteller Moses Kle i nmann aus Odessa referieren wird, statt. Thema: 25 Jahre politischer Zionismus. Erscheinet in Massen! Kündigung der Kolleklivvertrüge in der Wiener Metallindustrie, Tie Vertretung der Metallindustrie Wiens, deren. Gros km Wiener Jndustriellenverband vereinigt ist, dem sich auch der Fachverband der Metallwarenerzeuger angeschlossen hat, beschloß die Kündigung der Kollektiöverträge mit der Arbeiterschaft und den Angestellte n und hat die Gewerkschaft davon bereits verständigt. . . - T er Lohndertrag mit der Arbeiterschaft der.Wiener Metallindustrie sieht jederzeit die Möglichkeit einet dreimonatigen Kündigung vor und wird nun am 10. August ablaufen. Die Verträge mit den Angestellten, die gekündigt wurden, .umfassen das Personal der Metällwären- und, Gnmmiindustrie. Diese Angestelltenverträge enthalten eine sechswöchige Kündigungsfrist und werden, da die Kündigung' per 15. d. ausgesprochen wurde, ihre Wirkscimkeit am 30. Juni vertieren. Da sich den Wiener Lohnverträgen viele Provinz- und Fachorganisationen augeschlossen haben, bleibt abzuwarten, ob nicht auch diese mit der Kündigung Vorgehen werden. Tie Metallindustrie Wiens repräsentiert, dem Umfang nach einen großen Teil der gesamten hiesigen Industrie und beschäftigt mehrere hunderttausend Personen. In industriellen Kreisen wird betont, daß der Beschluß, die Kollektivverträge zu kündigen, unter der Zwangslage der Verhältnisse gefaßt worden sei. Es bestehe die Absicht, mit der Gewerkschaft wegen der Vereinbarung kurzfristige Vertrage Fühlung zu nehmen. Eine.sittlich-religiöse* ZuLes-Vertteade. In ihrem Donnerstag-Abendblatt beklagt sich die „Neichspost" darüber, daß sich auch gute Christlichsoziale für., das Geld, das der monatliche Bezugspreis des Blattes ausmacht, lieber ein Viertel Wein kaufen. Ein Unbefangener nuch aber diese '„Geschmacksverirrung" durchaus Verzeihlich finden. Leun so schädlich der Alkohol auch ist — der geistige Genuß, den er bietet, ist sicher verführerischer alsder 'des christlich- - sozialen Kampforganes, und die Vergiftungsgefahr ist -bei einem Viertelliter Heurigen gewiß um vieles geringer als die einmonatige Voltsaufklärung im Geiste folgender/Notiz,, die wir in derselben Nummer finden und als ein bezeichnendes . Tokument „sittlich-religiöser Erhebung" herausgreisen: , Ein Beweis für die Unechtheit der „Geheimnisse der Weisen von Zion" ist bisher nicht erbracht worden; Behaupt tungen und Geschimpfe sind keine Beweist, wenn auch so viele oberflächliche Christen sich durch derartige Manober immer wieder ins Bockshorn Jagen 'lasten. Ob „echt" oder „unecht", ist übrigens nicht einmal das Wichtigste; Tatsache ist, daß das, was in dem Buche in der Form von dokumentarischen Programmen jüdischer „Weiser" vorgebracht wird, heute mit unheimlicher 'Genauigkeit verwirklicht erscheint. Auch die Entdeckungen - Jules Verrtes waren nicht „echt", aber seine Bücher, geben ein großartiges und wirksames Zeitbild. Daß es einem antisemitischen Blatte gleichgültig ist, ob eine Dokumentensammlung, die es für seine Zwecke weidlich ausschrotet, echt oder falsch ist, hat jeder Kenner der sittlichen und geistigen Höhe der Berufsaniisemiten immer gewußt. Neu ist nur der Zynismus, mit dem es hier offen 'eingestanden erscheint. Mögen, wie das Wiener. Kampforgan der streitbaren Kirche in der oben zitierten Notiz ganz richtig bemerkt, Behauptungen und Geschimpfe auch keine Beweise sein, so lassen sich, wie die Agitationserfolge der Antisemiten beweisen, oberflächliche Christen doch immer wieder ins Bockshorn jagen. Das hat schon Lueger erkannt, als er verkündete: „Nur ein Trottel oder ein Schuft kann Antisemit sein." Darum ist die Jules-Berneade der „Weisen von Zion" tatsächlich ein großartiges und wirksames Bild einer Zeit, in der sich immer wieder Antisemten von dem einen Schlage finden, die mit bewußten Fälschungen skrupellose Volksverhetzung treiben, und Antisemiten vom anderen Schlag, die diese Fälschungen für echt hatten, nicht, weil ihre Echtheit bewiesen ist, sondern weil die Beweise für ihre Unechtheit ihnen nicht genügen... * - Bayrische Sommerfrische«. Al's München schreibt man uns: Bayern ist heute der Sitz der unentwegtesten und leidenschaftlichsten Jndcnanfein-. düngen nild in keinem anderen dculcheir Staat ist der Jude so vielen bitteren .GeschmacklosiAkeilur aufgeliefert ipie in Wiener Morgenzeitnng Mitteilungen ims dem Publikum. , .. — II ■■ |~ 7 I '„.ul. '-I—, mütommvm Zion. Prater-Sprengel J.-N.-F.-Kommission Silz: Caf£ Berlin, 21., Wqlfgaug Schmälzlgasse Einladung zu dem am Sonntag: den 14. Mal 1022 im Caf£-Restaurant >Zur Praterfees, II., Hauptallee (zwischen 1,und2.Kaffeehaus) stattfindenden unter freundliches: Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte. Für zahlreiche Belustigungen wie fuxpost, Juxbazar, Schönheitskonkurrenz und Versteigerung 'sorgt das Komitee ,— Tanz» und Oartenmusik besorgt eine verstärkte Musikkapelw Oiste sind herzlich willkommen! Anfang 3 Uhr Entree 40t) Kronen Ende??? 0502 Das Festkomitee 9er; Reinertrag filmt dem Jüdischen Nationalfond« zu! Bayern. Wohl sind unter dem jetzigen Polizeipräsidenten gewisse Geschmacklosigkeiten, die unter Pöhner am der Tagesordnung waren, seltener geworden, und der bayrische Ministerpräsident hat in einer Landtägsrede erklärt, daß der Staat alle Mitbürger, zu schätzen ,habe, also auch die jüdischen, aber die judenfeiWiche Bewegung wird, mit unverminderter Energie fortgesetzt, und irgends stärker als im bayrischen Oberlandl ’’ ''V Vr%' Man wihl. keinen.In d e.n im M i eh b ach er Bezirk. Hakenkreuze 'empfangen dich am Steg in Egern, im lieblichen Dorfe Kreu1h■'bereichchct'M^Mtzüterioorftellungen mit Vorlesungen aus dem „Mießbacher Anzeiger" und im herzoglichen'Bad' ^r-d-sttS//ift'^wa^'heute die Tafel verschwunden, derzufölge. an „Juden nichts verabreicht" werde, aber der gastfreundliche Geist dieser' Verlautbarung lebt noch heute! ' ' T; ' ' Die Bevölkerung, an sich gntmfitig und einfach, schöpft heute ihr ganzes politisches Wissen äuS dem „Mießbacher Anzeiger". Vom Lehrer bis zum jüngsten Dorfbuben sicht man den Inden innerlich'als degradierten Menschen an, dessen Geld man wohl nehmen könne, der aber bester *nicht gekommen wäre.. In Berchtesgaden, wo eine Ortsgruppe der nationalsozialistischen Helden sitzt, am ganzen Chiemsee ist es um kein Haar bester. Jüdisches Geld stinkt'nicht, aber sein Besitzer wird von der Bevölkerung mit den Unholden »identifi-- ziert, die nach den Weissagungen des „Beobachters" und des „Mießbachers" einst Deutschland mit Haut und Haar auffrefsen wollen. Für, den >> Judender noch ein Gefühl für Ehre.und Würde in sich, trägt, ist die Folgerung ebenso natürlich, wie zwingend, er wird anderwärts Sommerfrischen suchen als in Bayern. -Er^verMmt auch aus wirtschaftlichen Gründen nichts-,, denn M diesem Jahre wird das bayrische Oberland, feine Preise, auf-.der . Basis >,valutastarker Gäste" kalkulieren, und der ,,Mießbacher Anzeiger" tvird zwar nach wie vor: auf. die Hcrbräer sein Misthaserl ausgieß^n.aber er wird schmunzelnd zuschen, wenn die „Breißen" und Juden, in einer Weise geschröpft werden, die er sonst nur „jüdisch" nennen würde. Hans Guggenheimer. Das erste Schulkino. - Fast so alt wie der Film selbst ist die Idee, ihn in den 'Dienst der Wissenschaft und des Unterrichtes zu stellen. Neuartig aber ist das Projekt, das einige Wiener Lehrer seit einiger Zeit verfolgen und vor kurzem auch mit /einer - meist im Scunmelwege aufgebrachten Summe von zwei - Millionen -Kronen.in^.die -Wixtttchkeit.nmgesetzt hcch.eih- Der Turnsaal in . der Knaben-Bürgerschule, 9^ Bez., Lqzarettgasse 27, die .auch von zahlreichen jüdischen. Schülern besucht Wird, wurde in ein Kino umgewandelt, das einen großen Ernemann-Projektwnsapparat, sowie. 3S0 Sitzplätze ausweist. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Sitze innerhalb,., weniger Minuten Weggeräurnt und der Baum wieder als, Turnsaal verwendet werden kann. Für die Schüler dieser Schule, wie auch für die Schulen, der Umgebung finden nun regelmäßige Vorführungen der Fstmaufnahmen aus: der/ Mhsjk, r Chemie, Botanik usw.. statt, wobei das Programm dem jeweiligen Stand des Unterrichtes angepaßt wird. -v— Vor kurzem hat die feierliche' Eröffnung des Schulkinos, daS,rHt sturen Wien, sondern in ganz Mitteleuropa das erste seiner Art ist, im Beisein des Bundespräsidenten Dr. H aini sch sowie der Minister Dr. Pauer und Dr. Grünberg stattgesunden. Die Schulbehörden waren bezeichnenderweise bei diesem Anlaß nicht vertreten. ' Zukunft ' Die wertgedehnte Barackenstadt des ehemalgen Kriegsspitals Baumgarten. Schwer auffindbar, an der äußersten, Ecke, stehen fünf von einem gemeinsamen Zaun Umhegte Baracken, in denen man noch heute versucht, schwere Wunden, die der Krieg geschlagen, zu heilen. Es ist das Reich des Vereines „Zukunft". Siebzig Flüchtlinge und Kriegswaisenkinder aus dem Osten und 176 Lehrlinge, gleichfalls meist elternlose Jungen aus -Ostgalizien, befinden sich dort. Die Knaben und Mädchen, die singend und lachend vor ihrer Baracke sitzen oder zwischen den selbstaugelegten Gemüsegärten und Kartoffelfeldern umherspringen, sehen aber keineswegs wie Elendskiuder ans. Die großen Schlafsäle und Aufenthattsräunie sind an diesem sonnigen Frühlingstage selbstverständlich leer, nur im Krankenzimmer liegt ein Knabe. Der Arzt, der eben Visite macht, gibt uns beruhigende Auskunft nndMrt uns in sein Ordinationszimmer, wo die wohleingerichtete ^Hausapotheke aussälli.^ In der. geräumigen Küche mit den ßwei großen Herden und drei Kesseln wird uns erst so ganz klar, unt welch, großen Wohlfahrtsbetrieb es sich hier handelt. Für. 300 Menschen wird gekocht! Es ist arbeitsfreier Tag, '' darum treffen wir'vor ' den , Lehrlingsbaracken viele halbwüchsige^ stramme AuMen. 12. Mai 1922 , Nr. 1178 Schon die Verschiedenheit der Kleidung und der Frisur beweist, daß hier der junge Mensch, so weit■ sich dies mit guter Cr-' - ziehung und mit der Hausordnung vereinen läßt, seinen Neigungen nachgehen, seine eigene Jugend erleben darf. In einem . Lchrliugsschlafsaal ist jedes Bett mit einer schön ausgestatteten Stiftungstafel geschmückt. Diese Institution der Stiftungsbetten wird aber nicht mehr gepflegt. An ihre Stelle ist die „Vormundschaft"-getreten. Juden, die Verständnis für die Produktivierung ihres Volkes, Gefühl für verlassene Jugend haben, wählen sich einen Lehrjungen als besonderen Schützling und bestreiten f:;r ihn während der Dauer des Restes seiner Lehrzeit die monatlichen Unterhaltskosten von 25.000 K. oder tragen mindestens allmonatlich 10.000 K. hierzu bei.. Mancher jüdischer Philanthrop fände, hier noch fruchtbringende Betätigung.; Nun führte mich mein Cicerone, Herr Oskar Goldf ch tit t e b, der die eigentliche Seele dev Baumgartner Schöpfung ist, in eine riesige Barackenhalle, die mehrere Berge zerrissener Schuhe.auswieS. Diese stammen aus jüdischen Waise n haus er nv un d an de r en Fürsorgeanstalten, welche sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, in Baumgarten die Schuhe ihrer Schützlinge zum Negiepreis heilen zu lassen. Die Schusterwerkstätte, die zuerst nnr den Insassen der fünf Baracken dienen, sollte, zählt gegenwärtig zwölf Arbeiter: Meister, Gehilfen.und Lehrjungen. Unter letzteren befinden sich drei taubstümme Knaben. 'Die & ex tilk uit stw er! stätt e, die mehrere Mädchen beschäftigt, weist, trotzdem sie sich erst im Aufbau befindet, bereits manch prachtvolles' Erzeugnis moderner Tapisserie auf. Herrliche Teppiche und Gobelins nehmen unser Auge gefangen. In der Tischlerwerkstätte gibt es Wohl auch einen Meister, aber da sie vorläufig nur den Bedürfnissen der Anstalt dient, genügen als Arbeiter die Tischlerlehrjungen, die, sich in ihrer freien Zeit freiwillig zur Verfügung stellen. Im Festsaal sehen, wir Erzengnisse dieses uneigennützigen Fleißes: die primitiven, von den Tapezierern weich gepolsterten Bänke, die primitive kleine Bühne, deren Außennnd Innendekoration ein Werk der Schriftenmaler, Lithographen und Anstreicher unter den Lehrlingen ist. Am kommen-, den Sonntag werben hierals Abschluß der groß angelegten „Zöglingsfeier" „Ä.Doktor" ioon Schalom Weichem und „Die beiden Sekretäre" von Miner aufgeführt werden. Auf dem schonen Sportplatz des Heimes wird gegenwärtig für diesess Fe^.'WißiHLaüfÄr, Sprittgen, Fußballspiel usw. geübt. Der Fußball! Von t>en 170 Burschen sind nicht weniger als 132 ausübende Miiglieder der,beiden Sportvereine'der Anstalt.' ' — Doch wer erhält dies alles, wird man sich verwundert frage^jvezr^dWM NW bedenkt, daß, die Gemeinde, trotz aller Gesuche,^^ kemerlm ' .Trwäßigüng gewährt und daher die Straßenbahnfahrten allein monatlich mehrere Hunderttauscnde von Kronen verschlingen. Es besteht der Plan, durch Errichtung von verschiedene» Werkstätten die - Anstatt zu befähigen, sich 'selbst zu erhalten. Doch dieses- Ziel kann ohne Kapital nicht erreicht werden und für die Zeit bis zur Erreichung dieses Zieles muß ntit einem ungeheuerlichen Mönatsdefizit gerechnet werden. Für die Tischlerei und siir die Textilkunstwerkstätte soll sich jetzt eine G; m. 'b. H; mit einem Grundkapital von zehn Millionen bilden. Wer hochherzig genüg ist, für einen solchen Zweck, ohne- Aussicht aus Gewinn,- inaterielle Opfer bringen zu wollen, der möge sich meldend . 'Es ist' die Wßte Sorg des Vereinsvorstandes, daß er-' den Schlossern, Mechanikern uüd all den anderen im Wachstum; begriffenen, fchtvev arbettenden Jungen, die wohl ein ausgiebiges Wertdmahl im Heim erhalten, zur Arbeit in die Stadt außer Brot nur ein so kleine Geldsumme für den Mittag mit- ' zugeben verwag, daß sie sich.nahezu nichts dafür kaufen können. Nirgends wären SpeÄdW sö tböhlaügebrächt wie hier. Daß es sich hier um eine einzigartige/ wervölle, jüdische Institution handelt, das tvollen die Zöglinge -selbst zeigen, indem sie alle Juden Wiens zu ihrem grüßest Fest laden, das Sonntag den . 14. b., halb 3 Uhr. nachmittags, 13. Bez., Linzerstraße 299, Baracke 27, stattfindet: Sie wollen zeigen, daß hier nicht nur für ihre, der Zöglinge Zukunft gesorgt, sondern auch mitgebau^ wird an der Zukunft des gesamten jüdischen Volkes. Sonntag den 14. d. um halb 3 Uhr nachmittags der» anstaltet der Verein „Zukunft" im Heime, 13. Bez., Linzerstratze 299, Baracke 27, 'eine Zöglingsfeier, zu der alle Freunde und Gönner des Vereins seitens des Vorstandes höflichst eingeladen sind. Programm: 1. Halb 3 bis viertel 6 Uhr: - Fußballmatch unserer Sportvereine S. C. Baumgarten Hakoähgegen I. A. C. Baumgarten und verschiedene leichtathletischst Veranstaltungen. 2. Halb 6 Uhr: Festrede, Herr Rabbin' Dr. Feuchtwang. 3.-6 bis 8 Uhr: Theatervorstellung; a) , Doktor" von Schalom Aleichem; b) „Die beiden Sekretär ' von Bittner. Jüdische Kriegsflüchtlinge aus Galizien, welche in ihre Heimai zurliMehren wollen, mögen sich mik Personaldoßumenlen und Pliotographien (je zwei Stück pro Perlon) am 12., 15., 16.. 17., 18. und 19: d. in der Zeit zwischen 9 und 11 Uhr vormittags im Bureau des zwnttttchen Landeskomitees, U., Taborstraße 20 a. Zimmer 8 (Delegatton des Zlidlschen Nationalrates für Ollgalizien). melden.. * Beerdigung Bernhard Wetzlers. Die Beerdigung des verstorbenen Präsidenten der Anglo-Oejterreichischon Dank, Herrn Bernbar- Metzler, findet henke um 11 Uhr von der Zeremonienhalle des Israelitischen Friedhofes (Zentralfrtedhof. I. Tor) aus statt. Im Sinne des Verblichenen und auf Wunsch seiner Familie wird außer dem Rabbiner niemand eine Grabrede halten. * Jüdlsehes Realgymnasi«m. Anmeldungen für bie erste Klasse werden bis Ende Mai-täglich.' (außer Samstag und ‘ Sonnlagj zwischen 12 und 1 Uhr in der Direütionskänzlei, Wien. I. DrMMe 4. 4, Stoär eMegMN Leaornmen.

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