Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1164 (27.4.1922)
- Date
- 1922-04-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. 1164 V/lVN, P0ANMNZ wmmn MügGENZEnws 27, April 1932 Seite"!? * Speditionen und Kommissionen, internationale Transporte aller Art, Verzollungen, Einlagerungen, Streifungen sowie alle speditionsgeschäftlichen Tränsfiktionen besorgen Sie am besten durch die bekannte, kulante Speditions- und Könimissionsfiriha „Ma a w i'r i m“ Transport A.-G., Zentrale Wien,.!,, Bauernmarkt 24 (Telephon Nr. 62-3-40). Das Unternehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und den Erfordernissen der Neuzeit in jeder Hinsicht augepaßt. Die ^Maawifim“, welche sich schon iiber ganz Europa ausgedehnt hat, nahm bereits Fühlung mit Rußland, so daß demnächst auch , nach dieser Relation Speditionen zur Aufnahme gelangen werden. Das Unternehmen gewährt auf Wunsch W a r e n b e v o rs c Iru s s u n g e n! Für den Orient und Balkan unterhält das Unternehmen seit Jahren einen bestfunktionierenden Spezialverkehr. - ' Das Wirtschaftsgeld vergeudet jede Hausfrau, wenn sie sich nicht einen Helson-Foijtäii-Wasphäpparat beschafft Sie spart dadurch ad Zeit, Geld und Kräften und schont dabei die kostbare Wäsche. P r obe w äs.c h 'e n Ohrte Kaufzwang täglich bei H e l s o n, VI.; Chwallagasse 2, von .4 bis 6 Uhr nachmittags und im,8 te 11 ca d u r-e.au g't'öger, L, \V e t ü b u r g g.a svs e 15,. y o n 10 b i s l2 U h r vormittags. Vereine, Vorträge und Versammlungen. ■ | il d 1-8 c h e T f 8 eih g e § e 11 s c hak t L a n d-\ «rtr ä 6 e. Heute, abends 8 Uhr, Zusammenkunft im Cafe. Gartenbau (Souterrain). Diskussionsabend, Vorttagsthema Vorbehalten. Gäste willkommen. — H.ebrä 1 sc h er Klub, Taborstraße I, Mezzanin. 8 Uhr abends: Kurs über jüdisches Recht (Bäbä Mezia) unter Leitung des Herrn ' Dr. N. G oldste! n. ~ Ä.-H.-V erb and d e r j iidis-chen Leseu u d R e d e h a-l I Zusammenkunft heute, 8 Uhr abends, Cafe Stadtpark, Urania. Heute, 5 Uhr (Großer Saal) Wild-; Afrika^ — */,6 Uhr . (Kleiner Saal) - Landesschulinspektor Dozent Dr. "Robert Bauer: Berufsberatung,. I. — V;6 Uhr (Kurssaal) Oberrechnungsrat Robert J3,a 11 e r : Einführung in die photographische Praxis,-1. Uhr (.Großer Saal): Ing. Fritz W.i 11 for t : Land und Leute, Sitten und Gebräuche in Turkestan. — *1$ Uhr (Kleiner Saal) Regierungsrat Ingenieur Josef Lövy: Die, elektrischen Lichterscheinutigeii in Gasen und. ihre praktische Anwendung, II. — 7*8 Uhr (Kurssaal) Dr. Rudolf Wagner: Die Vegetation des Hochgebirges,Ä’!.;:. — 1jß Uhr (Klubsaal) Dichter der Neuzeit, XIL Vortragsuieisterin Elise K a r a ü : Max Dauthendey» -- Vertrauliche Privatmeldutig t , tloyd George L Pöincare in Genua sind sich Uber die russisch-deutsche Politik -nicht im klaren, hingegen ist die Wiener Bevölkerung eineo.einstimmigen Ansicht, daß nur die Vorteile darin liege«, ihre Frühjahrsbekleiduag, wie Anzüge, Raglans, Ueberzieher und Gummimäntel, im altrenommierten Kleiderhäus „z u m E i s e nba h n e r“, . K., Altbanplatz 5 (gegenüber Franz-Josefs- Bahnhof), zu kaufen. . >, ■ \ Schachchronik. furnier aus dem internationalen Schachmeister-Turnier 1922. Weiß: Opocensky. Schwatz-: Aljechin. il. e'4 c5 - 14. Le2 .. '■^e6 - ■w; ' '■'!:»/! X': 3, 64 CXd4 16. sh ' De?- - ' 8^64 Sfö . ’t7.’ Sg3 . D><b2 ' ' s; Df3 8c6 1 '18.; Sh5. . - DXa3 6. C3 c5 19. 82 Le6; V 7. 8dXe6 dXc -20; SXf4 eXU - N| '& 'L g5 ' - Le7 21. Wi ' fG! 9. tXfö . LXfö 22. 8Xk TX16 : io: Sd2 oo .. 23.;e5 /: ■ Tgöf ' u. ^T ä dl b5! ' 24. K h2" De7 * 12. 84? Da5 '25.' DX'f4 L g4f 13. 23 Lg5 - aufgegeben Schachmeister-Turnier in Pistyan. 15. Runde. Das interessanteste Spiel der 15. Runde war die Partie A1 j e c h i n—8 o g o 1 j u b o w, die nach langem Kampf mit R e.m i s endete. Aljechin behält weiter die Führung, Spielnmim gewann gegen Tartakower und erreichte damit -Bogoljubow. Weiter siegte Rdti gegen Seiesnew, Grünfeld gegen Wolf, .Prokesch gegen Marko. Ueberrascliend wirkte der Sieg Przepiorka—Iolmer. Treybal remlsierte gegen Hromatka. Euwe gegen Baller. Die Partie Lämisch—Opocensky wurde unentschieden abgebrochen. Stand folgender: AJjechiii 117», Bogoljubow und Spieliriaan II, Sämisch 8, Wolf 8, Joh.aer 7% ebenso Treybal und RLti, Grünfeld und Tartakower 7, Selesnew, Euwe 67a, Baller 6, Marko 5%, Przepiörka und Hr’omatka 5, Tarrasch, Prokesch' 47s, Opoczensky 37,.! Ernähraiig. - Der Marktbericht. Kritische Situation au? dem Fißischmarkt. — , Weitere Stockung im Absatz. Die unerquickliche Lage auf dein Fleischmarkt hat «ich" gestern nicht erleichtert. Die. Zufuhren sind nach wie vor gering. Mit der Bahia sind im ganzen drei Waggons, die hauptsächlich Schweinefleisch und Kälber enthielten, «ingelangt, und zwar einer aus. Niederösterreich, einer aus Ungarn und einer aus Jugoslawien. RindfleischzufuHren fehlten gänzlich; Die Teuerung hat iiii Großhandel weitere Fortschritte gemacht, ini Detailhandel blieben die Preise für alle Gattungen unverändert auf der horrenden Höhe des Vortages.. bis auf Schweinefleisch, das sich weiter um K 300 per Kilogramm im Preise erhöht hat, so daß im Detailverkauf in der Großmarkthalle . ein Kilogramm Schweinefleisch K 270Q bis 3600 kostete. Die Folge dieser unerschwinglichen Preishinaufsetzungen war ein fast-v-o 11st;än d l g e s 8 to c:k e n de s A b s a t z e s. Man konnte nicht nur in der Großmarktdalle, wo sich die Preise etwas billiger stellen als in den Bezirken, sondern auch in allen Geschäften beobachten, daß die Nachfrage bedeutend nachgelassen hat und daß die Käufer mit passiver Resistenz aut die Preiserhöhungen antworten. Im Großhandel verteuerten sich gestern weiter Rindfleisch bis um K 400, Bratenfleisch bis um K 600. Kalbfleisch, um K 400, Schweinefleisch um K 400, Kälber um K 200, Fettschweine um K 200, Fleischschweine um K 150, Ziegen um K 300, Speck um K 200 per Kilogramm.' Gestern nachmittags fand im Ministerium für Volksernährung unter Vorsitz des Ministers eins Beratung aller' für die Fleischversorgung des Landes in Betracht > kommenden Faktoren statt, um eine Erleichterung der Situation zu schaffen. Auf den Grüiiyvarenmärkten .waren , die' Zufuhren' im allgemeinen günstig ausgefallen; Nur Spitiat war in geringeren Mengen vertreten .als an den worausgegangeneh Tagen, weshalb sich die Preise um K 50 per Kilogramm erhöhten. Stengelspinat kostete. auf dem .Nascfimarkt im Großhandel (K 300 bis 400, Blätterspinat K 400 bis 500 per Kilogramm.-' An Kartoffeln standen* 80.000 Kilogramm aus Niederösterreich und 15.000 Kilogramm: aus Kärnten zur Verfügung. Eier waren wohl aus: Niederösterreich und Steiermark angekommen, doch. erwiesensich ’ die Vorräte als zu gering. Die Preise blieben unverändert.' Aul dem Naschmarkt sind 2025 Kisten Orangen eingetroffen. Fleischyerfcapf am Sonntag. Bürgermeister Reumann hat als Landeshauptmann' ein« Verordnung, erlassen, wonach mitRücksicht auf den Stäatsfeiertag am Montag der Flefechverkauf Sonntag den 30. April von 7 bis 9 Uhr vormittags gestattet ist i Kindermilchkarteit. Von Dienstag den 2. Mai an fallen alle mit den Kindermiichkarten zusammenhängenden Amtshandlungen, die bisher yoii den Brotkommissionpn besorgt wurden, in den Wirkungskreis der Konskriptionsaratsabteilungen der magistratischen Bezirksämter. Es haben sich datier die Parteien in allen die Kindermiichkarten betreffenden Angelegenheiten. an diese Amtsstellen zu wenden. f re i e jüdische Volksbtt h ne Gasfspiei Im der RoIaneMßüljjje -4280 V,8t)hröbends: Sk "BP[85^711 ScSiansp?«! In 4 Akten Hitflllcdervorsialifl. 8 von «. LeiiVfk Sonnleg den 30. April 1922« 3 Uhr nachm.; Pl-HSKI-FEIER' anläßlidi des SO. Geburlslages Da^ld Plnr.Jtis, — Ein!«lteade Worte. ESslk SchefSal (U. Akt). - Wom ffiSPck uarceaftew*•— Zum j y* . 1. Male: AbSßaP5 (^n tTbllscäjür Akt): Kartenvofrcrkau! an der Tageskasse der Rolaud-Bühue. Bühne und Kunst. jüdische Volksmusik. An jüdischen Musikern von Namen und Bedeutung hat es in der Gegenwart keinen Mangel, aber es gibt nur \venige unter ihnen, die den Zusammenhang mit ihrem Volkstum-ud .der jüdischen KunÄttradition pflegen und sich offen, zu ihrem Judentum bekennen. Einer dieser wenigen . ist . dej* . bekannte Wiener Pianist».Professor .jr.ulius W o 1 f.so h n, der .es 1 seit einiger. 2eit auf: sich genommen . hat,. die jüdische Volksmusik in populärwissenschaftlichcr Weise zu propagieren. und in,, verschiedenen Städten Vorträge über dieses: Thema gehalten hat, die ’allenthalbisn — aucli in nichtjüdischen Kreisen — dem größten Interesse begegneten. Professor Wolfsohn -, ist muri daran''- gegangen,'eine Anzahl Von Perlen jüdischer Volksmusik in. der::Pormvv-oh jKonzdrt- : stücken zu bearbeitenj -welc-he^unter’-dCm--Titel »Para- , , Phrasen über ■ alitjüdisdie Volksweisen«-: in der Universal-Edition erschienen .sind. WoJfeohn hat es in letzter Zeit unternommen reine Vortragstouxneeüber die Juden in der Musik zu,.halten und, die von Wagner, Pfitzner und deren Nachläufern aufgestelke Behauptung, zu widerlegen, daß die Juden in der Musik kein schaffendes Element darstellen. Diese Vorträge haben eine derartige Aufnahme -gefunden; daß man von verschiedenem Seiten an Professor Wolfsohn mit der Aufforderung heräntrat, sie im Drtiökersclioinet) zu lassen, und es ist interessant, daß ein solches Angebot Professor Wolfsohn von esperantischer Seite zugekoimhen ist. Der Wert der Verbreitung von Kenntnissen über die 'jüdische Mtusik und ihr Wesen kar^r vom nationalen Standpunkt nicht hoch genug eihgeschätzt werden.. Es , wäre nunmehr wünschenswert, daß die jüdisch-musücaliBche Forschung entsprechend angelegt und zentralisiert werde, aber damit . scheint es noch gute Wege, zuhaben-. Es warein glücklicher Gedanke, in Wien eine »Gesellschaft zur Erforschung und.- Förderung jüdischer Musik* m gründen, aber bisher hat man von einer wirklichen Aktivität dieser Vereinigung, an deren Spitze mancher foame von Klang figuriert, nichts gehört. Die jüdische Musik zu erforschen und zu propagieren ist eine Aufgabe, die ein Einzelner nicht bewältigen kann, er mag | auch so wertvolle Pion-nierarbeit leisten wie Wolf-, sohn. ■ . ' ' ■ Bemerkenswert ist däs Verständnis, wekfeßs Ei n- : stein, selbst ein freisinniger Musiker, diesenfSBestr.eben; entgegeubringt und wie gut. er den nationalen "Wert- dieser Tätigkeit einschätzt. Er äußet?fc sich Jn einem ■ Schreiben an Wolfs.ohn mit Bezug auf dessen früher genannte Konzertparaphrasen folgendermaßen: . ,; >Waü wir heute au der jüdischen Nation erleben, hätte vor kurzem n'iemand für möglich gehalten.' Während bisher, die geistig hochstehenden Juden wegen Mangels an Resouianz «ich bewußt oder unbewußt von )dejjüdischen Gesamtheit abwandten, steht .unsere Nation plötzlich lebensfrisch vor uns da, und jeder verliert das Gefühl der Vereinsamung, das so viele zu einem Verhalten geführt hat, das dem oberflächlichen Blick al? Charakterlosigkeit erscheint. Ihr Streben verdient' den Dank aller Juden.« Aus den Theatern. Im Bü f g th e ater geht morgen „D as Schiff Tenac ,i t y* in Szene. > Inj Op erntheater wird morgen „Rh ei ng o I d“ mit Fräulein Marie O 1 s z e w s k a vom Hamburger Stadttheater als Friclca aufgeführt •' Volksoper. In der Volksoper geht heute im Rahmen der Wagner-Festspielaufführungen Jan j« h äuser* in Szene. Es gastieren Frau Kammersängerin Elsa Bland als Elisabeth, Herr Kammersänger Rudolf Ritter als Tannhäuser und Herr Kammersänger Wiliv Buers als Wolfram. In den weiteren Partien wirken mit die Damen Schimon und Bojko sowie die Herren Kaplan, Krögler, Lazer, Beer und Bara. Dirigent Herr Dr. Weirich. Beginn 7 Uhr. Im D e,ti tschen Vollcstheater gelangt’ morgen die angekündigte Neuinszenierung von „Hamlet* zur Darstellung. -- Für Sonntag, 7-3 Uhr nachmittags, würde zu volkstümlichen Preisen ofane : Vonuerkgebühr Blumenlhal-Kadelburgs Schwank „im weißen R ö ß 1* augesetzt.' ' In den Kämmers pl e l.en des Deutschen .Vollcstheaters gelangt morgen Louis Verneuils Lustspiel „F räuleln M a'-m a", für die deutsche Bühne bearbeitet von .Rudolf: Lothar, um 10 -Uhr als; Nachtvorstellung mit. den Damen . Woiwode und - Kreim und den‘Herren Kutschera, Sima, . Ziegler und Lackner zur ersten Aufführung. Spielleiter Dr. Heinz Schulbaur. —- Sonntag, 783 Uhr nachmittags, wird Gerhard Hauptmanns Drama „Einsame M e u s c h e n“ gespielt. . ■ .:1m Raimund-Thea t,e r wird morgen „L! e.b es-* ge.se hichten und H e i r a t s s a c he n" gespielt. . ' . ’ v", ’ f Burgtheatermitglieder für die Altpensionisteit, Die Direktion des Burgtheaters bittet uns zu veröffentlichen: Im ‘ Namen der' Burgtheatenuitgliedefi die in Holland gastierten, erschienen heute Frau B i e i b t r e u und Herr Georg Reimers bei der Direktion und überreichten dem Direktor als Ertrag einer Wohltätigkeitsakadem!e> die in Holland stattgefunden hat, einen Betrag von d r e I Millionen Kr.onen als Widmung für die Altpehsionisten des ’ Burgtheaters. Frau Bieibtfeu übergab überdies einen Befrag' von K 600.000, der durch eine Wöhftätigkeitsveransialtung des Direktors Mod e s vbm Stadttheater in St. Gallen gleichfalls für die Altpensionisteit des Bürgtlieaters erzielt wurde. Direktor Dr. Wild? .,g a n s dankte den Erschienenen wärmstens im Namen der. Direktion und fügte hinzu, daß er über diesen Akt hochherziger Kollegialität äet Vorgesetzten Behörde Bericht erstatten werde. . ' SymphonieorchesterfcoßZGft zugunsten des Volks« heims. Sonntag den 30. April/4 Uhr nachmittags, findet im Großen Konzerthaussaal ein Orchesterkonzert zugunsten des Vereins Volksheim statt. Ausführende: Das Symphonie- Orchester (Dirigent Fritz Schulhof), Konzertmeister Balz, Emmerich \yeil!(Volkspper). Programm: Schubert: Ouvertüre z.ü „Rosanmnde“. Beethoven: Achte Symphonie F-Dur. Mozart: Arie des Sarastro aus der Oper „Die Zauberfiöfe“. Hälevy:1 Cavatine aus der Oper „Die Jüdin“. Vieuxtemp's : Ballade und Polonaise für Violine mit Orchester; Johann Strauß : Ouvertüre zu „Die Fledermaus“. Karten von K 50 bis 500 in den Volksheimen, im Volksbilduugshaus Stöber? gassei im Vollcsbildüngsverein Spiegelgasse 19 und an der Konzerthausbasse.;v Gerichtssaal. Örel Kilo Eisen geschluckt , / v.. In einem Tragsessel sitzt Karl K o s t e.t z .k a,* .ein 2S]ahriger Maun, bleich und hohlwangig, vor den Schöffe»* Sein linkes Auge. deckt eine ~ schwarze -Binde. Er. hat in der. Untersuchungshaft L öff.f el und Me n a g e s eh a l e a zertrümmert und die Brocken geschluckt; um sich . umztibringen. Drei Kilo Eisen hat er sich so. einverieibt . .tind mau wird viel zu tun, haben, wird ihn, wahrscheinlich'.. auch; operieren müssen*.. um die Fremdkörper . eötierne^ Er hat - sich auch die. Klinge eines Räslefapparates einschmuggeld ' lassen und - steh , -äM 'Hals abzusfchneiden versucht, ist aber, ' schon Wteud, noCh gerettet worden. Mit dem 25jährigen Heinrich WNvrzek hat' er am 9. Marz in der Börsegasse das Konfektionsgeschäft des Awner IC-u ae r zu erbreche'» bdgonnen.,.; , . Wawrzek und Kostezka sind alte, erfahrene Massen-* einßrecher. Erst im Jänner sind‘ sie nach dreijähriger Kefkerhaft entlassen worden. Wawrzek hat den'Einbruch niit-peinficher Genauigkeit vorbereitet. Tagszuvor schraubte er 'aus der. Tür des Geschäftes, in das sie einbrechen wollten, die Dose-Schlösser heraus, feilte sie zu, damit mm sje^mit einem Sperrhaken öffnen könne, und setzte sio wieder ein. Der Senat, den Oberlandesgerichtsrat Dr.Kubesch leitete, verurteilte Wawrzek zu viereinhal;.b„ Ko s tezka zu d r e i fe i n h a 1 b Jahren schwer^! Kerkers. - . Der verkaufte Marquistitel. Der Verkauf eines Adelstitels in Form einer Heirat beschäftigte gestern das Zivillandesgericht,. vor .welchem der 70jährige Marquis Eduard M affe als. Kläger aut Zahlung restlicher IC 40.000 gegen seine Gattin Rosa MarquiseMaffe auf trat, die er im Jänner 1921 als 69jähriger Mann in Budapest geheiratet hatte, und zwar auf Grund einer Zeitungsannonce, laut welcher die jetzige Geklagte eine Namensheirat mit einem Aristokraten einzugehen wünschte. In dem in. Wien errichteten Notariatsakt wurde zwischen ihm und seiner nunmehrigen Gattin, geborenen Rosa R osenbaum, vereinbart, daß sie ihrem- Gatterl lö 50.000, später noch K 40.000 zuzuwenden habe. Die1 K-50.000 wurden bezahlt, die K 40.000 stehen noch aus.— V o r sitzen d e r: Steht es dem Herrn Marquis wirklich' dafür, wegen K 40.000 diesen Prozeß zu führen? — K-la ge Vertreter: Wenn die Frau Marquise in die Trennung der Ehe willigt, wird nicht nur die Klage zurückgezogen, sie erhält überdies altes zurück« was sie ausgegeben hat-Geklagte: Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll, um den Herr»' Marquis nicht zu beleidigen, aber ich muß es sagen: Die Betrogene bin ich. -Klager e r t r e t er: Sie waren früher Frau Rosa Rosenbaum und sind jetzt Marquise Maffe. Und Sie weigern sich, 40.000 Kronen zu bezahlen. — Geklagte: Ich bitte, ich lege dem Herrn Marquis den Titel der Marquise zu Füßen. — V o rsitz e n d e r (zur Geklagten): Hatten Sie bei Abschluß dieser Ehe das vor Augen, was das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch als den Zweck der Ehe bezeichnet? — G e-; klagte: Ich muß sagen, daß es - mir um eine- Wohnung zu tun wa r, die bekanntlich in Wien nicht zu erlangen war. Und der Herr Marquis hatte eine Wohnung. — Geklagtenvertreter: Wenn es Ihnen auch Verlanget in alten Ksffeehfiusern, Bn denen ihrverkehH die Wiener Honeuzeituna