Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1164 (27.4.1922)
- Date
- 1922-04-27
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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\Hr* 110t Wien* DonyMag mmm um&mzBnvm 27, Äptff mz Seite 3: Jugoslawien. Reise des Königs nach Paris, Belgrad, .26. April. (Rrivait.) KönAg Alexen- 4 er Ibeaibsdrihrigt, Mch «einer RücWchr atus Hulksrhst. wo or gegenwtriäg weAt, M ich. F H F i ß Rumänien. Die Ergänzungswahlen. Bukarest, fi4. AWiSj.' 0. £,. R.) Wie vMWM, l5#fehioß dae MimäpisÄie Reg'ienun.g, bei dWr >bWOPs^benden E rgän z ung'S wa h 1 en 4®n natfoqö$en Minoritäten KoeimH Gegenöflan.diiida’ten etutgegen^ zttsttzjlM. Auf diese Weise bef^t die AoAyyng, dlp WyeZi e i ri j u d i s cftii e r K a n d i 4 s t in Ms Kanwn«r gewählt werden wind. Polen* Die erste Blläangskonferenz des Städte* verbandes/ Wan scibr-tziH mms ans? W.%?«HtzayAm M. wundeir/i Saple des hiiesiilgch HWcktzxatss «Öeersite Enziiehtung'silcoinferen'z des V eribiHH 4'S s 4er p o 1 ei i s c fo e o S t ä d t e, weAcfeem , alte. Städte ’Föl'ens angehören, eröffnet. Der Besdbftuß idär Eiinlbewfiing dieser fConferemiz wurde dem teiiafcen Kongreß dies Städteveriranwkis in Dosen gefaßt, aju’f welchem eirhe' Kutltu4dO(rn'niiss,5oin gewählt w'ütrdie, der hem eiimiziger .jtüdiisdher Vertreter angehört, nacihld'em der Köinigreß -diie Fo-rdenumig der Juden auf eigene Ventiretung m der Kommission abgeldint-bat. -Däintöilis göllaing es «dtynlk energischen (Protesten van jürlSsdher Seite, wenigsten s -das ei nie tzn Orreklten, -daß ails Gäste miiit beratend'tT S t i m m e die Voirs+ehier der lielbräisidhon Und ijödischen -Bilidwfilgsoriganisiait'iHDfli'en., ufruter airod'eren Abgeordineter- Dr. T ih on, Dr. M. Br a n d e s, Dr. M. B a lab an, Abgeordneter S c (hi i ,p ,p s r, eingeladen wuird'en.- In 'der 'Eröffntttngssibznng wwdie ein -Pefeerat geihiaiten,- welches' -stidh miit: der Frage des ' a*tägem'sm er? S c <fo 111 zw a n g* e » besdhäftigt, Jta .der "Debatte besprach Abgeiöirdmeter Dr; Thon kföe Frage des Sdhmfhve-seps der jüdischen M'imdteriheit .twud legte ein«'Resdlwtion vor, die Kornifereniz •möge der Regiemung ihre Meinung mm Aittsdirwek bringen,, daß der Besitsdh von Sdhiid^n-der 'n®itioniail'en . iMmdfwiheiUein mit der Spraicfhe dieser Mimorirtäteti als •Erfülßtu'n.g der Schai'lipfüdht mt - gelten halbe. [Außerdem sidbAuig Dr. Tihon vor, daß in diie geplante afenihnade BtildiuingsJk'amimisS'ion, wel'dhie atuis fünf Mitgliedern bestehen soll,' e i n jüdiisidher Vertreter wiüird^ vusn •^ibdhiteilbttdri ße$tendfairäiüf Einige Wiesen; - daiß: der 'AtLsdlmiük: »altinMiaste 'Min'derheiiteirt« nodh loGiirnen klaren Begriff biiiltdie, ’ woraiuf Dr. Thon seinte Fondienüng für dis »jüdischen Soteien miit ihielbräisc^er' oder jüd'Ktöher TJintenri'cJh'ts^ipraiche« fonronifliierte. Die NsNollntlicM wiunde - dier V BuTlidlitin(si3lkjcimimiias.k»n überwiesen, eine. Abstiimimiung darüber maifd rnicht statt. Sanierung der Finanzen. Wöirschäu, 25. April. (Tel.-Komp.) Das polnische Finanzmirilstemim gibt bekannt, daß bis zum >15. April auf. das N<?topfej 31 Milliarden Mark eingezahlt worden sind. Diese Summe stellt 45 Prozent de$ Voranschlags dar. Gleichzeitig ist jm "April ekie Vs tm i n der ung de r 3 t a a»t «s c h uh d ein bei der polnisehon Darlehenskasse in der Höhe Äiö ry Milliarden Mark eingefcreten. Palästina. Die englische Administration. Man schreibt uns auis Lo <n d cm; D ie arabische Propaganda hat ds seit längerer Zeit unternommen, die Schuld'an.den Unruhen in .Palästina und unter den Arabern,dem Zionismus aüfzuladem, Mi<j diese Darstel’liumg hat vielfach den Weg in die große europäische Presse gefunden. Interessant ist nun ein Antike!, welchen Lotrd Raglan in der be- Isannten Revue!n e teenth Cen tury« «alter dem, Titel »Leben und Charakter der Araber« veröffentlicht. Lord Raglan weist darauf hin, daß die Un<züfriedenlheit und die Unruhe der Araber eine Wirkung der englischen Administration seien. Er schreibt : »Die türkische Regierung war eine Regierung trotz aller ihrer Mängel. Jetzt hingegen gibt os keine Sicherheit; jeder einzelne ist ein 'Gesetz für siebt, der Starke,.versdhlingt den, Schwachen ünd. das Land ist. im .Zustand .der Verias$enh£itT Auch die Beduinen haben ihre Klagen. Während* des Krieges ergoß sich ein Strom von englischem Gold m ihre Taschen und. sie glaubten,' daß sie .darauf einen Anspruch haben. Jetzt, da der Strom versiegt äst, erheben die Beduinen ihre Klagen. In Transjordanien ist der englische Name geradezu verachtet.« Nach Lord Raglans Auffassung Sei nicht der Zionismus (hinter der arabischen Agitation zu suchen, sonder» die Opposition gegen’ Engl a n d. Die Juden und die (Zionisten seien nur das Aushängeschild, hinter welches sich die. arabische Unzufriedenheit stecke. Die Fleischversorgung Wiens. Beratungen im Pundesministerium für Volksemährung. Oestern . fanden im Bundesministerium für VolksernäMnx eingehende Beratungen über die gegenwärtige kritische Situation auf dem-Gebiete der Fleischvewgung Wiens statt. Bundesminifiter Dr; öt B p b e rg e r legte dar» daß die Regierung, als sie von einer bevorstehenden ungarischen Ausfuhrsperre erfahren hatte, sofort Mit allen ihr zugebote stehenden Mitteln auf die Aefrechterhaltung des freien Viehverkehrs aus Ungarn hinwirkte« Zu diesem Zwecke wurde, M. die erste oMzieUe Mchflcht einlangte, welche die Gerüchte bestätigte, ein Funktionär des Bundesministeriums für Volksernährung nach Budapest entsendet, dessen Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Bekanntlich hat überdies d?r Bugdeskanzler knapp vor seiner Abreise. nach Genua Gelegenheit genommen, bei seinem Zusammentreffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten im Gegenstand Fühlung -zu nehmen, wobei ihm E n t g ege n k 0 m m e n zugesicliert wurde. Mit Rücksicht auf den Ernst der Situation wird sich auch der morgige M i n I s t e r r a t in eingehender Weise mit Leser Angelegenheit befassen» Die Vertreter der Gemeinde Wien und der einzelnen teteressentengruppen verwiesen auf die Notwendigkeit raschester Ab hi I f e* da die ^eiehzeitige Verteuerung "von Fleiseh, Fett und Gemüse die Lebenshaltung der Bevölkerung' u n e r t r ä g lieh gestalte. > Im weiteren Verlauf der Aussprache wurden die Schwierigkeiten, die sich beim Transitverkehr aus R u m ä n i e n und aus j u g 0 3 j a w i e n zeigen, eingehend besprochen und die zur Abhilfe geeigneten Maßnahmen eingehend erörtert. Um eine möglichst rasche Erleichterung der Lage herbeizuführen, wurde auch in Aussicht genommen, mit den Vertretern der einzelnen ö ß t e rreich! sc hen Bundasläuder wegen eine? verstärkten Beschickung des Wiener Marktes aus heimischen Viehbeständen unverzüglich in Verbindung zus treten, Die Behörden werden der Frage der Angemessenheit, der Preise ihr besonderes Augenmerk zuwenden ug<j regelnd eingreifeij, soweit dich bei den gegebenen ■ wirtschaftlichen Verhältnissen möglich Ißt Die Regierung plant weiters, um 4er Bevölkerung den Bezug VON F \ e i s q li, zu billigeren Preisen zu ermöglichen, versuchsweise wiederum Gefrierfleisch zu he» schaffen; Bescheidene Mengen hievon werden jn den nächsten Tagen in der . Großmarkthalle zum Verkauf gelangen. per Preis* dieses Gefrierfleisches dürfte sich um K JbQO per- Kilogramm im Kleinen bewegen. Ungarn verlangt die Herabsetzung de# Weinzölle. Budapest, 26. April, (TeL-Komp.) Def^osterreichischA Gesandte Knobloqh sprach gestern im ungarischen Er— nährupgministerium vor, am die Aufhebung des jüngst von. der ungarischen Regierung erlassenen Viehau§fuhrverbpts durehzusetzen» Br wies auf die schweren Folgen für dis österreichische Brnährungsjage hin und richtete gleichzeitig an das Ministerium die Anfrage, ob die yngarischo Regierung den österreichischen Wünschen in dem binnen kurzem neu abzuschließenden Wirtschaftsverträge noch Rechnung tragen wolle. In der Antwort des Ministeriums heißt es, würde die Ausfuhr wieder gestatten, wem; Oesferreicli den ungarischen Forderungen nach W e 111 e i n f u h t Rechnung trage. Ungarn fordere die Einfuhr eines ge-' wissen Weinkontingents nach Oesterreich und die Herabsetzung der W e i n 2 ö i j e, Ungarn Die Besiedlung des Eitiek jesreel. . Jerusalem, sz. April. (]. Q. B.) Fünf Monate sind', verflossen, seit die große Arbeitergenossenschaft »G .4Vd Haawo4a« begonnen bat, den neugekaiufte» NiatiDsiiaüto'dMWenin Ejm Gbiapod (arabisdh: Nnris) zu bebauen. Seither «ind Über 5000 Fwhtbäume und 33^000 andere Bamm« gepflanzt worden.' Auch eine TabaOcpflamztrng wurde angelegt. Besät wurden 9000 Dunam mit Weizen, 300 Dunarn mit Gerste, 150 Dunam' mit Erbsen. 70 Dunam werde» als Gemüsegarte» bebWt. Ein großer Teil der zur SiedHsng gehörendem Flache wurde entsteiut. Die im Anfang su überwimdehdem Schwierigikeite» waren groß. Ein größte Ted der Arbeiter war landwirtschaftlich nicht vorgebildet, überdies 'Waren nur wenige Arbeitstiere swÄanden. Jetzt sind die größten Schwierigkeiten behoben Md dis Arbeit »immit nun ibre^ lMMiÄe^ EMwioUung. Eine neue Untersuchung? Kairo, 23. April. (J. C. B.) Einer Meldung der »Egyptiäm Gazette« zufolge ist der gewesene Vorsitzende der am crikanisc h en M anda ts k0 m missioa Dr. Charles Crame nadh Palästina abgereiist, um die gegenwärtig© politische Lage im Lande im Vergleich m der. vom Jahre 1919 zu untersuchen. Die Jemenitenhäuser in Risehon-le-Zion. Jerusalem, 23. April. (J. C. B.) In Risdhioin*- f Zkm wurden vor kiumzem diie neuerbawben dlrdl- .r.ehm Jcmenitenhäuisier eungeweühlt,- ..weldhe von der Bangimuppe der Koo^eiratiwie. für öffent/l'idhe. Bauarbeiten errichtet wurden. Nactli Bositeihtigtiuntg der Hausier übergab der Vertreter des Jüdiisdneaa : Naftioailf'Ointdis die Häu'SvriAc^lüsseÜ dtem Jemesaitenvonsteheir Abraham Tawiw. In seiner Damilarede sagte Tawiw iznter apd'orean: »Heute s-ksd drei-; zehn Jafliff« verflossen, seit wir tan&are, Häuser im Jemen verkauft halben. Wir hoffen, .4aß der Nationalfon ds ba&d die Mögliidhikeit haben wind, .unsere Siedilungen zu erweitern-,, „da. unsere F-rsude» scÄange noch viele unserer Kruder tamter W o(bm u;ngs not. Heiden, nicht 'vMistLndV som Rundschau. Araber xe§en Eranrosen. Der Aufstand In Syrien. London, 24. April. (J. C. B.) Enter Jerusalemer Meldung zufolge haben vier Bedturnenstämme aus Trane Jordanien den Marsch gegen die französischen Streit'kräfte angetreträ. Haifa, 23. April. (J. C. B ) Nach Be'kaantwerdeii der Verurteilung der mohammedanischen Führer brachen in H o m s Unruhen .aus, in deren Verlauf 4 Syrier getötet und 30 verwundet wurden. Hach bfshetr unbestätigten Nachrichten hätten sich die Franzosen nach längerem Kämpfen von Deir-es-Zor zurübkgeaogen, Jerusalem, 33. April. (J. C. B.) Die trans* fo r d a n i s c h e Regier u n g venständigte die britischen Behörden, daß sie außerstande wäre, die Ruhe in ihrem Lande aufrecht zu er-, halten, wenn die Unruhen in Syrien weiter fort*» dauern. Fremdenverfolgung ln Amerika. Washington, 23. April. (J. C. B.) Im ailyorlA hämischen- Senat wurde ein Gesetzespm|ekt eingeh brachit, daß Außer der Frsmdsnregiistriarung anacH eine von den Einwanderern zu errichtende K o p f4 Steuer von 24 Dollar versieht. Fermer verfangt! das Projekt-die Verschärfung der Natnsralii ßatfonsvojschrifteM- und ekie Erhöhung den Tmxeoq Internationales Gewerkschaftskongrefl; Rom, 26. AlpM- Dar ratesmiatÄMaäe Gewed^ scböftslcoingrieß begamin heute die Ddbatte öb«r dteo{ Bericht F i tn m eäs,, betreffend die Abff ü g, Mebrere. Rechner schttossen sich, dm Ausfüihimsregeri dos Berrebterstaitters am indem «ie den Krieg bnam^; msirktesr Mich die- Abrüstung fomdorten. Börädhi^ ensbaffcter., H imm eh epstudhrte dLe Vetrsaimimkan^ sich sm die Adbedter -der gamzew Wefiit «jnd’ssa Ä Fr au eh zu wendea», um -sie sum siuLeaisjte«!EÄmW gegen dem Krieg sufzufondernn. Hierauf sröffmets dieir Vctrsitmen'de dße DÄA äwiiisisdoai über die Orgamisialw ernctr IeitiieaM nationale der Frauenu Es wunde eanej Tagesordnung M^snosmnian, ia der dab Sedtondö Komitee (beauftnagt wird^ dLe Osganiisaitaiati dW weMivch«« Abbciter in allen. Läaud&m m föndfeaua, Ermordung eines irischen General&\ Washington, 26. April. (FuPksprnch.) Gesternt wurde in Dublin auf offener Straße in der Nähe desä Hauptquartiere Brigadier Adam so®, General ina( Heer des irischen Freistaates, von einem Anhänger dq 1 Valeras erschossen. Prügelei in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Berlin, 25. April. (Wolff.) Bei Beratung^ «not Magistratsvorlage über Erhöhung der Löhne der städtw sehen Arbeiter und Erhöhung der Werktarife icam esf ip der gest|?geji Sitzung der Stadtverodnetenversammlung zu einem großen Zusammenstoß. Stadtverordnete?:: Dr. K e i lA t (Unabhängiger) nannte den Oberbürger« meisten einen L ü m m ei, worauf die Rechte dde Epb» fernung des Dr. Keilet verlangte. Unabhängige und Kommunisten stürzten nunmehr zum Rednerpult vM vor dein sich eine regelrechte Schläge re! eni>i wickelte. Ein kommunistischer Stadtverordneter ergriff einen Stuhl und schlug mit ihm in die Masse der Ringenden. Nach einer Viertelstunde gelang es sohließ-i lieh dem Vorsitzenden, einigermaßen die Ruhe wieder* herzustellen. Stadtverordneter Dr. Keilet wurde zur Ordnung gerufen und schließlich die Ueberweisuhg der Vorlagen an den Ausschuß mit 101 gegen 89 Stimmen beschlossen. Eine Brandkatastrophe in Malaga. Malaga, 26. April. (Havas.) Eine mächtige Feuers* brühst ist heute nachts in einem Zollgebäude ausgebrochen, in dem sich die Zollverwaltung, das Schatzamt, das- Finanzamt, die Bureaus des Generairats und die Polizeidirektion sowie Wohnungen befinden. Das Feuer brach in den oberen Stockwerken aus, wo das subalterne Personal wohnt, und hat rasch auf die Treppen übergegriffen, so den einzigen Weg zerstörend, den die unglücklichen Familien zu ihrer Flucht hätten nehmen können. Man fand sie nur als verf kohlte Leichen. Das Löschmaterial war ungenügend und man befürchtet, daß das Feuer auf das Erch?. . geschoß übergreift, wo sich die Magazine der afrikanischen Armee befinden, in denen zahlreiche Explosivstoffe angesammelt sind. Das Gebäude bedeckt einen Viächenraum von 800 mfi. Das Feuer greift Immer mehr um sich. Regenmäntel K 14.990 «i0(. Stoffe, Herren, und DfimenwfcchQ, Leinen* und Strickwaran, alles erstklassig u. billigst bei Io Schiff mann Wien, H.,Taborstra8e48 Telephon 47-1-79 En gros 1074 En detaU