Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1164 (27.4.1922)
- Date
- 1922-04-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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WIENER MORGENZEITTTNO 27.Apri!1922 ffr. f!M »•T -_t —-n— - ---- - -- — —-— — - ———— -> - >-> ■“■ Ungarische Wahlbilder. (Vot) loserem Budapes Seite 2 Men, Donnerstag ■; Der ZollSirieg. Ein Expose des Sekttonschefs Dr. Schüller. Genna. 26. AipdfL An <fer heulte vtawmttags ahgekiLÜtenen Sitzung' der w irüsdhiTi ftbc h en Sübktwnmtiissioin, der Oesterreich' nicht auge'hört, haben über Eintfaidni’Tiig die oste-rreachischen Delegiertet? ■ Btundieskaftizler Schöbe r tund Buiodesfimähzaninister Dt. Gürtler sowie die Sachverständigen tei'lgen'ommen. Andh Umgarnn war z*ur Sitzwtng eingeLaiden worden. Die Delegierten 'beainlraghen die Em^et zung feines Komitees zmn Studium der Herstelhimg engerer wirtschaftlich er Beziehungen zwischen den N a c h f o! g e s t a a t e n. Staatssekretär S z i: o v s k i wies in Begründung •dies Antrages darauf hin, daß dar Abschluß von Handelsverträgen zwisohen ableai auf der Konfeiresuz \!<en.-retenen Staaten, iubesondere zwischen den [Nachfolgestaaten, ein dringendes Bedürfn i 5 für die Wied-erh«?stelümg de-r wiTtecbsifitlichem jVorbähnissc darstellc Hierauf gab Sektionisdhef Schüller Mgamdte Erklärung über den Standipunikt der ost-erTeichi/scihen Regierung ab: Die iramdHssipcflftisehen Verhältnisse Etnrapeas sind gegenwärtig dadrmcih dharrktetrisäert, daß die Staaten ek; ander m dien Zollen ddfferenizieren und Ein iirüd Ausfulirver.bcte aufcimeinder amvesniden. Einen •soicirien Zustaaid der Dkkriwinationen und 1 Verbote hat mau in der V-orrkTpegissipriMh« eils Z o : 1 k r i e g beffierchuct. Die europäischen Staaten stellen also mitckisindetr gegenwärtig t.atsädhlich am ZotKSarieg. Gemäß den Grundlinien der Konifere niz vom Genua wäre es eine tcntseTeT Hauptaufgaben, y diesem w i r t s c ba. f 11 i c h e n Kriegszustand ein Ende zu bereiten oder ihn d&ch so sehr zu mildem, aus es möglich ist. Der gegenwärtige Zustand der Dirkrimkuatnoneri und Verbote macht einen geregelten rGtennatiojna'len Verikehr «öimögiHcihtNiieairatnd weiß, ob er eine jWare, die er erzeugt cd er mit der er Handel tr eibt, Kv*ird ein- oder atssf ähren kötsn-en und welche Zölle er dafür zu zahlen halben wird Hiedurch wenden, die P t o in k 11 on und der Hände«! ungeheuer geschädigt. Indem jeder Staat dem anderen S'- Schadenzufügt, wand ihm vom allen anderen Sci“©d*eu zirgc-fügtj und da« Ergebnis ist füir jeden Staat viel mehr Schade» als Nützen. Weiter erklärte Sektioitsdhef Schüllar: Worauf ich die Aufmerksamkeit der Hernst, gestützt auf Ermahnungen und Beobachtungen, nachdrüddichst lenken will, ist der folgende Umstand: Die Asupasisung der Inlandspreise an den sinkenden Geldwert findet in progressiv, steigendem .Tempo statt. Wähirand des Krieges und in der Zeitperiode nach dem Kriege brauchte es Jahre zu dieser Anpassung, dann Monate um<5 jetzt mir mehr Wochen oder Tage, ja in vielen Fällen eilen die Preise dem sinkenden Geldwert voraus. Das ist es, was sich jetzt bei uns vollzieht. Wie es sich sdhon an anderen Staaten vollzogen hat und in einzelnen Ländern, lwo die Anpassung der Inlandspreise an den Geldwert noch kein so rascher ist, wird es (unzweifelhaft - [bald ebenso sein wie bei uns. Auch darf man nicht atußer Adht lassen, daß der sinkende Geldwert nicht nur die Wirkung einer Exportprämie hat, sondern im übrigen die Wirtschaftskraft, die Produktion und die Konkurrenzfähigkeit eines [Staates sehr verringert. Nut so ist es zu erklären, daß gerade die Staaten, deren Geldwert gesunken ist, keine Exportprämien haben umd ihre Ausfuhr j»ur einen Teil ihrer Vorkriegsausfuhr bildet. Wenn die Herren, die aus valuta-rischen Gründen glauben, auf die Einfuhrverbote nicht verzichten zu können, die angeführten Momente würdigen, so werden sie 'doch vielleicht zu der Erkenntnis kommen, daß es keine ernste Gefahr für die Wirtschaft ihrer Staaten bedeuten könnte, dieses System der mittelalterlichen Verbote fallen su lassen, umsomehr, als die Vorschläge der Konferenz von Portorose und die hier gemachten Vorschläge mehr als ausreichend Gelegenheit geben, die notwendigen fAusnahmep zu machen. Es würde nur darauf atikofnmen, im Prinzip diese normale Grundlage für die handelspolitischen Beziehungen zu? gewinnen, das heißt, die Handelsverbote zu beseitigen und. die Meistbegünstigung wiederherzustellen. Wir sind überzeugt, daß die so zahlreichen europäischen Staaten ihre Wirtschaft nur auf der Grundlage des freien Verkehrs wieder aufbauen können. Am Schlüsse der Sitzung stellte das Komitee verschiedene Zusatzanträge zum Londoner Expertenprojekt für die morgen abzuführende Debatte, zusammen. Bethlen über seine Tätigkeit in Genua. Budapest, 26. April, (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) In der heute mittags abgehaltenen Pressekonferenz erklärte Ministerpräsident Graf Bethlen, er habe seinen Aufenthalt in Genua auch dazu benützt, um mit den leitenden Regierungsmännem der Nachbarstaaten Fühlung zu nehmen. Er habe sowohl mit dem rumänischen wie mit dem tschecho-slowakischen Ministerpräsidenten sowie auch mit dem österreichischen Bundeskanzler Besprechungen gepflogen, als deren Ergebnis er mitteilen könne, daß Ungarn sofort nach Abschluß der Genueser Konferenz die Handelsvertragsverhandlungen mit Rumänien aufnehm'en werde. Vorläufig sei der Abschluß eines Kompensationsvertrages geplant. Im Laufe des Sommers, beziehungsweise des Herbstes werden die auf Abschluß eines Handelsvertrages abzielender; Verhandlungen einsetzen. Was die Verhan dlun<zea mit dem tschecho- MiinhslÄftoiräMdecBt Greif B etlhl ist ajus Gönua zurück-gekehrt, auch das Verbot wm politischen Vejrsamm hangen anüäÄl'idh des A/M eben» König fCaris äst aufgehoben umd die Wahlagitation ist hn ganzen Lande mi/t magyarisohom Fouor in Fluß genaden. Es iist. für dee opposiitfoneilfieti Kaindödaitea nioh-t gamz ohmy^ Bedeutung, diaß vier Minister die ersten, waren, die an den WMitenrnr. der je tat in allen Wahlbezirken die Wälder in Sdbrecke<n hält, glaiu'ben müssen. Io Jänosba z a, wo Ku^tmsministsr Vass mit dlrd Minrjater- Uoldegeai er'SCfeieTieö war «rtnd eine Wahlrede hielt, .glaubten die anwesenden Agitatoren, dien.Exzöl'lonzen keinen' bessemern Beweis ihrer Dierfl&tfertigkeit zu liefern, als indem sie emem 2wiischeoirufer bliurtigschaiiigea: und dadurch eine-‘Sobdie allgemeine Balgerei tlnd Schießerei prov’otz.ier'ten, daß die mindsiterie'lvlie KaimdidSaiteiurede j-edenfailte den Erfolg1 hatte, diaß ein oppositioneller Redner als Opfer fiel und mehrere andiene sdhwer ventetizt wurden. Die Regierung Mat sdidh auf solche Weise einiger opfposätdioirteller Stimum-en w ßriktuiwgsvol! entledigt. Nidhft ü b-eraU wind gleich geprügelt toid der Revolvctf i«i Akfikxn gesetizt. Mau versiuebt mmäcihist, 'besonders die jüdischen Wähler durch süßliidhe Versprechen zu fangen, und dia Ikamu man seine Manien W-umidier edefbem. Der Wahldiktator Gömbös teert sem G-la® anri . die Ekianütigkeit «zwischen Bürgern und Arbeitern tmid /den .Bürgern wnterei'nander ohne Utersahied der Komfessiion. Ohme Zöttem lügt er diesen W-unsoh umd fündbtet mkibt, daß flbm die Erimmrsrumg an all die grafiieriha fte-n Morde cm den Kcpf• geschleudert wende, die Gömbös im dien letzten drei Jaötireo von Siofdk M>» Boidpipest ver«clTuild'et lbs»L In CzegletJ ensdheint StepÖiiain Ha 11 er als Kandöd'atS d*es cbrisdidhesi Blr^dks. Und mit dem BmiLsi'hcm überzm^tett Chimsten v^edkündet er seinen ve«Su»h?.tcn. Wählern die Lehre: »Dr» Chdstenttun? bedmfcet uidbt Haß^ Unftendirü dkumg, bedientet oedht Stodk tsrnd Knüttel, semdern Liebe* Efariichikeit und An-säfeand. Den ehnlldb arbeitesntdan MentFcten ‘ müssen wir jedermann gegenüber schützen, sei er mm Katholik, Caliviiraer, DlMersmer oder Jmde. Wjr müssen jene niedenbreicf'ieai, die unmeni?chfelie .Arbeit, venniditeav« Das war^t, ohne Erröten umd o/bne Stocken derselbe gewesene Unter* richttsmanl-sitiar Stenbon HaiÜIer au sagen, der aHs , Schöpfer des Numerus clausus d*a» ewnzige Meht wir dem. Wesen, sondern antch dem Namen nn«Ä? '«udenfeilnddehe Gssei^z in Ungarn? ersonmen, geschaffen -Hwd mit Strenge diwrehgeführt bat. Ei kt derselbe Stcpf-Bit? Hailfer, der mi Pair’iaimteTit' und in Vorsaimmlumgsrsden. den Pogrom wiederholt veTberriiiChte <und den Ozegledenn, denen er jotzt mit ennem Seitenblick aiuf die jüd‘is>chsn Wähler das Ghirii^einitiuim der Lie'be predigt, bei*?»pielgebend war für die Vertue i'buflg ' der Cz-egledier iüdkehen KlenViikv’iufloiite vom Marktplatz und der jüdischen Maidktf^rer aiuf den Märkten. In Gzegled wiwde unter Berufu/nii? a»uf HailUer aodh jener famose GemeiirHderaitsbecJchkiß gefaßt, wopadh Juden nur einmal ln der W-oChe diais stä-dtkehe Bad benützen dürfen. In Szegedin, wo, wie seinerzeit berichtet, Graf Bödblen bei den dorti-gen Jbd&n mit seinen Vernudhien, sie für den R cgi eruin gr/kand'ldiattcn, den ehemaligen Minister des Acußern und Afmnstemrä-c'-denten Grafen Paw1 T e 1 e k i, zu gewinnen, a-bgebliihzt ist, bn»t dieser Graf Tetoki m einem ganz neuartigen Kortevchfang gegriffen. Er erschien b BeUeitumg eines engltsch'en nind eines amerikanisclhen J onrna In*«t e n und ließ diese in seiner WählervensamTnlnng anftreten. Diese beiden, au« frefiheitlicihen Staaten stammenden Toii'nirailiis.ten ^.n/ben sich zu der sonderbaren Arbeit heirgegeben, die liberalen Wähler vc^ Szegedim d-arvon zu überzeugen, d'aß es ifr wohlverstandemetc Interesse sei, i>re Stimme für den Grafen Parrl Teleki, der «als Gelehnter wiederholt den Nach weiß lieferte, daß der Antisemitismus in Ungarn em berechtigter Selbstschutz sei, zu geben. Es ist kaum an zmnehmen, daß dieses Vorgehen dieser sonderbaren Engländer und Amerikaner die Zustimmung ihrer Landsleute zu dieser Tätigkeit, als Eideshelfer für einen der verbi&sen- 81 0 w a kl s c h e n Ministerpräsidenten betrifft, so könne er mitteilen, daß nach Abschluß der Genueser Konferenz der ganze Komplex jener Fragen, die bereits in Marienbad und in Prag angeschnitten worden sind, neuerdings einer Besprechung unterzogen werden soll, Es handle sich hiebei nicht bloß um den Abschluß von Handels- und Verkehrsabkommen, sondern auch um die Präge der nationalen Minderheiten. Was Oesterreich betrifft, so sei ln Genua die Vereinbarung zustande gekommen, daß, da sowohl die Finanzwie auch die Handelssachverßtähdigen beider Staaten zugegen sind, diese Referenten die seinerzeit unterbrochenen Verhandlungen unverzüglich aufnehme» sollen. Mit Rücksicht darauf, daß sowohl der ungarische wie auch der österreichische Minister des Aeußera ehd^falis io Geoi'ia ttr Korrespondenten.) ste?n Erzreaktionär« und Fehde der Demokratie zu dienen, finden wird. Handelsminister H e g y e s h a! m i bst sich Ste ina m s n gerAals Mandatsgebiet ausgesucht Auah er wandte rien zirnächst an di<M Juden, Allerdings haben die Juden von Steimamlnger nicht die Nackensteife bewiesen wie die Szegedher Juden. Die Großjutlen von Steinämangor waren die Führen der Gegenrevolution, wofür sie allerdings später auch den Dank des neuen Kurses in der Form von Re<i<uisitionen, Erpressungen in der Höhe von vielen Millionen, und dergleichen erhielten. Mehrere Juden in Steinainxanger konnten, als die Pogrome in den Umgebung tobten, ihr nacktes Leben nur daduirdhl retten,'daß sie sich ruhig am hei lichten Tage aus- ,plündem ließen und dadurch fast an den'Bettelstab gelangten. Diese Haltung der Juden vom Steihamanger wird allerdings damit erklärt, daß ihr Rabbiner jener Josef Horowitz ist, der im Herbst 1919, als in der nädhstea Nadbte* schaft vk>n Steinamanger, in C z e 11 d ö m 61 k und Ja nosh a z a, blutige Judenpogrome stattfandeL umd in Janoshaza allein elf Judeo gemordeti und die Häuser der Jiuden ausgeplündert wurden» im der »Neuen Freien Presse« in feierlichster Weise die Lüge verbreitete, daß es m Ungar« keinen, weißen Terror gebe und im ganzen Lands Ruhe und Ordnung herrschon. Allerdings haben ihn kaum eine Woche spätst! dieselben Weißternoristea, deren Existenz er in der »Netten Freien Presse« ai Abrede stellte,, Lüge» gestraft, indem sie ihn unter der Anschuldigung, gegen die National arm ee gehetzt zu haben, i» di« berüchtigte Folterkasetme von Steinamanger brachten trnd dort so gründlich mißhandelten, daß 'er wcköhenlang nach seiner Befreiung in einem Sawatorium Heilung suchen mußte. Auch diesen ehr* würdigem Oberrabbiner vom Stein am afigerbeehrte Handel« mini ster Hegyeshalmi mit seinem hohen Besuch und Seine Ethrwürden mochte in Erinnerung an sein« eigenen Erfahrunge* den Herr© . Hapdelsminister darauf aufmerksam gemacht haben< daß er seine Gemeindemitglieder mir dann veranlassen' könnte, für ihn zu stimme©, wen*» «r durcts Tal e n beweise, daß die Rechtsordumaig in Uogaj^s wiederhergestellt werde. Haqdel«minister Hegyeshalmi hat natürlich genau so alles zugesagt wie seine anderen Ministerkollegen. Aber für alle Fälle beeilte er sich, die jüdischen Wähler dadurch unter Ternär zu stellen, daß er ihnen noch rasch vor sein« Anktmft alle in ihren Händen befmd'lidhen staatlichen Lizenzen entzog undjetzt jedem besonders eine günstige Erledigung, der gegen diesen Raub eiugöbrachten Beschwerden in Aussicht stellte. Wie wir Minister Hegyeshalmi kennen, wird «ich die Untersuchung dieser Fälle bis nach der Wahl hinausziehen und daenn für die Beschwerdeführer ungünstig erledigt werden. I»n den meisten Wählerversammlungen ope* rieran die oppositionellen Kandidaten und Agitatoren gegen die Regierung mit dem Hinweis darauf, daß diese Regiertiflg gar «nicht gewillt sei, den Erwachenden ungarischen Mördern das Handwerk zuJ legen, denn sie getraut sich gar nicht, die bekannten Attentäter des Bombenanschlages dingfest zu machen. In dieser traurigen Affäre kur* siert jetzt, eine vom »Pesti Naplo« veröffentlichte Anekdote. Ein Polizeiberichterstatter wandte sich an einen Polizeioberbeamteu mit der Bitte, sich über die Ergebnislosigkeit der Erhebungen in der Bombenaffäre zu äußern. Der Polizeiobörbeamtc antwortete: Ich äußere mich in dieser Angelegenheit nicht. Aber wenn Sie wünschen, erzähle ich’ rinnen einen Witz. Bitte Platz zu nehmen. Moritz Kohu wird im Kaffeehaus aufmerksam gemacht» daß seine Frau ihn mjt einem stadtbekanntem berück- , tigten Krakeeler betrüge. Moritz Kobn rennt nach Hause, läutet an, worauf der Krakeeler sich im Kleiderkasten verbirgt. »Pu hast mich betrogen, Schlange!« ruft ' KobtJ. »Ausgesdhlossen,« weist Frau Koirn die Beschuldigung zurück. Kobn geht n*un auf die Suche nach dem Verführer. Er schaut unter das Bett: »Nicht da«, geht ins Badezimmer: »Auch da ist er nicht«, zieht eine Tisch lade heraus: »Hier Ist er auch nicht«, endlich tritt er auf den Kleider schrank zu, öffnet die Türe und erblickt den baumstarken Krakeeler: »Auch da ist er nichtI« und schlägt die Türe zu. — Tableau! weilen, sollen die Sachverständigen in Anwesenheit der beiden Minister die gegensätzlichen Standpunkte einander näherbringen. Sollten jedoch einige Differenzen bestehen bleiben, was vorauszusehen s$i — denn schwierige Fragen seien Gegenstand der Beratungen —• so werden die Verhandlungen nach Abschluß der Genueser Konferenz entweder in Wien oder in Budapest unter Mitwirkung der beiderseitigen Regierungschefs vervollständigt werden. Ein Vermittlungsversuch der Neutralen« Genua, 26. April. (Intel.) Heute nachmittags fand eine Zusammenkunft der neutralen Mächte statt, die an die Konferenz mit dem Vorschlag herantreten wollen, ihre Dienste zur Anbahnung einer VerständUaing in der russischen Fräse zu benütze».