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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-23 · Heft 1160 (23.4.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1160 (23.4.1922)
Date
1922-04-23
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Wien, Sonntag Gynt« a/ngezogen (Anachronismen seien uns verziehen) : und rechtzeitig trifft das Angebinde in Weimar ein, dem (Olympier ein großes Ergötzen. So ungefähr hätte Werfels Dichtung entstehen können, uncl auch attf den Titel » Spiegel me nsoh« samt dem großartigen Untertitel »Magische Trilogie« konnte die gedachte genialisch ungebundene Kumpanei wohl verfallen. An zahlreichen Stellen mutet das umfangreiche Opus, das Werfel wieder einmal aus sich hi>n4usgeschleudert hat — begeisterte Zeitgenossen haben' es als größte Dichtung der Gegenwart begrüßt — tatsächlich wie eine erquickliche »FausU-Parodie am. Einige Stichproben: Mephisto-Spiegelmensch schläfert nicht Gretchens Mama auf Nimmerwiedererwachen ein, um Faust-Thamal ein Schäferstündchen zu sichern, Sondern Faust-Thamal's Vater, um einen Einbruch in den häuslichen Kassensc'hrank zu sichern. — In jener bewußten Gartenszene zwischen Faust-Thamai und!Gretchen-Ampheh hat Mephisto-Spiegelmensch laut [Regieanweisung mimisch dem Publikum den Liebesakt . abzuspiegeln, der sich tiefer rückwärts begibt/ Ist das - nicht ein geistreich-ulkiger KneipSpaß? — Gretchen- A mph eh wird natürlich gravid, wa<s Fatrst-Thaittal höchst zuwider ist. Aber die Verstoßene 'bringt ihr Kind nicht um, sondern zieht es einsam auf, und siehe dales Ist gar arg er Mich belastet... Es ist nicht unsere Schuld, daß wir die (pompöse »magische Trilogie« Werfels wie eine amüsante, launige •Parodie ab tun müssen. Es ist seine Schuld, daß er, ohn e Selbstzucht zu ü'ben, zyklopische, tief philosophisch dünkende Werke von seiner Klugheit und seinem Kunstverstand schaffen läßt, großangelegte >Dichfuingeu<f die doch nur Literatenarbeiten sind. Und es'ist die Schuld seiner fieberhaft bemühten Ausposauner. die er übrigens im »Spiegelmansch« mit Selbstverleugnung hernimmt, tes ist die Schuld der Kommentatoren, verzückten Ausdeuter, Verhimmlet, des Prager Dichtertitanen, daß man rar Herstellung des Gleichgewichts deutlicher werden muß und strenger, als es ansonsten angebracht wäre. Ansonsten nämlich — wenn der Lärm um Werfel weniger widerlich und geschäftig losgitnge -- müßte man einzelne Stationen aus dem Passionsweg dieses »Fauste herausholen, um an ihnen zu zeigen, welche große Begabung wieder in Betriebsamkeit, Ueberhebung, Uebergescheitheit unterzugehen droht. Zwei Stellen des Buches sind echt und erschütternd: Die Begegnung Thamals mit dem Vater und die dramatisch kraftvoll geführte Gericihtsszen-e, da Thamal seine Opfer als Zeugen vernimmt und sich selbst richtet. Aber angesichts der Irreführung der öffentlichen Meinung über Wesen und Bedeutung dieses »abgrundtiefen Gedichts eines Dreißigjährigen« scheint es mis im Interesse der Kunst und im Interesse des Autors nötig, mit Nachdruck festzu stellen: Daß Werfel die »Troennnen« des Euripides in deutscher Sprache nachschuf, war löblich. Johann Wolfgang Goethes »Faust« emzudiebten, dazu noch in Goetheschen Versen, war «echt überflüssig. * - Die Aufführung im Burgtheater ist eine Sensation, Itrotzdem die auf Karl Kraus gemünzte Stelle gestrichen wurde. Die Trilogie, durch vernünftige Weglassungen stark reduziert (nur d«ic Kürzung der wertvollen Szenen im Vaterhaus finden wir bedauerlich), wurde nämlich berückend schön und bunt eingekleidet. Herrn Hert e r i c h, dem wir die rühmlichen Inszenierungen von »TroerinnerK,' »Libussa«, »Braut von Messina« verdanken, ist gemeinsam mit dem Architekten Harry |T ä n b e r Außerordentliches gelungen.. Phantastischer Orient, magische Lichter, berückend gemischte Farben, eigenartige, aber in ihrer Besonderheit stilvolle Kostüthe, Formen. Ornamente — in solchem Zaubergarten läßt iman sich auch »Literatur« gefallen. Die eindruckvollste Leistung, bestes Burgtheater, der Vater Karl Zeskas. »Selten hörten wir so väterlich-warme Rede, gewiß zürn ersten Male bei diesem Künstler, der sich verheißend von .eher neuen Seite zeigte. Hrr A s 1 a n als Thamal, kipdißch-trotzig, späterhin leidenschaftlich-ruhmsüchtig, in den letzten Szenen von großem Format. (Aslan hat dem IBurgtheater viel zu verdanken.) Herr S c h m ö 1 e gibt die Mephisto-Rolle des Spiegelmenschen, der ganz besonders skrupellos »goethelt«. Man darf von einer außerordentlichen Leistung sprechen. Jede Bewegung Spiegelbild seines Herrn und Schöpfers Thamal unddoch überlegene, herrschende, führende, verführende Geste. Humorvoll spitzig, daun nach der Loslösung zum eigenherrlichen Dasein. Nur das erwähnte Mienenspiel in der iGartemszene merkwürdig mager. Und die Deutlichkeit der Sprache läßt zu wünschen übrig. Voll Verdienst die Herren Siebert, Meierhofer und Philipp Zeska, während sich Frau P in k ö s d y in der Rolle des orientalischen Gretchens nicht recht entfalten ‘konnte. Buntbewegte Bilder, eine originale, sehr lebendige Begleitmusik von Dr. Wilhelm Groß, eine rassigschöne, nur andeutungsweise bekleidete Teufelin (Frau Lola Ehre als Gast), über die Bühne tänzelnd, von Weihrauch und lüsterner Männlichkeit umwirbelt..., kurz, ein großes Spektakulum, ein Zugstück ä la »Josephs-Legende« im Operntheater. * Der angesagte Premderenskandal blieb ans. Wir Rauben, daß auch'die ein wenig verdächtige Ansage (hätte au'sbleiben können. Franz Werfel, der anwesfend war, wurde stürmisch gefeiert und mußte immer wieder für den Beifall danken, der durch lautes Zischen nur noch an gefeuert wurde. Otto Abelea. Englische Musik. Die Engländer, welche seit Hänidlehs Zeiten feen irwueikialischen Bedarf diuirch Eimiitlfor aius Defuttecihfemfd deckten, sind heute waikutaistatrk genug, um ihre ikünstlerischiem Erzeugnisse nadh dem vetlärmten Festland m exiportieren. Adlriiam C. Bon 11, eim KatpeillimeiiSter von übemragenider Länge und sntsebmlichen Dirigen«emfäLigikeiten, gialb an i/v/cä Orchesteiraban-den einen kurzen Uefbe-rblick ’i-Vber diais TmidLaKsühe Sdhaffea von Juiiug-Engliand. Er 'iregann mi't der zweiten .Symiplh'Otniie des repräsentativen englir-i'cfmen Kounipoivisten Edward E 1 g a r, die umis gelegen,til iich . ihrer letzten Wiener Ar.ffü'rnutng vor etwa einem Jahrzehnt weit lebemdiigetr und fi i scher err>ch «einen war. Wie raisdb alliiert rr/ch 'unsetre zeil.gcnossiisahc Miujsiiik! Lm «nsibem» Sauz WTfiNER 23. April 1922? mrm DOROTHEU VEBSTEIGfiRUNCäSAMT . Wien, I., Dorotheergasse 11 Tel. 8488. 9528, 9162, 2916 VersieigerungseSnteHung vom 24. April bis Inklusive 7. Mal 1922 HhOMaran der Versteigerungen, wo nichts O BIBsd* anderesvennerkt, nachmittagsuin ** wiai. TagHch Gebranclisgegen- .stände im Ludwigstorft- und Rößler-Saal,milmstellbarePos-t* sendungen Im Kolowrat-Säal, Pretiosen im Franz-Saal. Mo 24., Mi 26.. Fr. 28.IV. «, Mi3.V. im Hoch-Saal, Sa 6.V. Im Dechau-Saal Antiquitäten, Gemälde, Aquarelle, Miniaturen, kunstgewerbl, Arbeiten, Perser-, und Smyrna-Teppiche, Stilmobiliar. Mo 24., Dl 25. u. Mi 26. IV. Spezialauktion in der Kiinstabteilung.Ing.Reitzner.l.Kunstauktions-Saal. Di 25. IV. u. 2. V., Fr. 28.1V. u. 5. V. Möbel, Kassen, Oefen, Luster, Bilder, HaushaltungsgegensUiude im Glashof. Dl 25. IV. u. 2. V., AH 26. IV. u. 3. V. Fr. 28. IV. u. 6. V. Briefmarken i.Versteigerungs- Saal der Briefmarken-Abteilung VI., Mariahilferstraße 73. pi 25. bis 29. IV. halb 3 Uhr: Schöne Möbel, Klaviere, Harmonium, Kassen, Perser- und Inländer-Teppiche, Gemälde, Miniaturen, Orientsamnihing, Kunstgewerbe bei J. Fischer, V. , Strobachgasse 8. Mi 26., Do 27. u. Fr. 28. IV. Juwelen- und Silber-Spezial- Auktion, Brillanten-n. Perleoschmuck, Alt - Wiener Silber, Siiberu.Chinasilber,Präzisionsuhren im Karl-Saal. Mi 26. IV. u. 3. V. Photographische Apparate, Ferngläser, Uhren, Schreibmaschinen lm Ludwlgstorfi-Saal. Mi 26. IV. Elektro-Material im Kolowrat-Saal. Mi 26., Do 27. IV. «. 4. V„ Fr. 28. IV. u. g. V.. Sa 6. V. Bücher und Musikalien lm Eritiiger-Säal. Do 27. IV. Schönes Mobiliar, Klaviere,. Perscrieppiche, Gemälde, Kunstgewerbe im Franz- Josef-Saal.. Fr 28. IV. u. 5. V. Waflen, Geweihe, Sport-Ausrüstung, Sattelzeug, Pelze im Ludwigs* torfl-Saal. Di 2. V.: Silbergegenstände lm Franz-Saal. Ml 3. V.: Juwelen-, Brillanten- und Perlenschmück lin Franz-Saal. Do 4., Fr. 5. V.: Spezlal- Auktion: Prunktina Stil- Mobiliar, Teppiche, Vorhänge, Gemälde, Miniaturen, Kunstgewerbe, Antiquitäten,Keramik, ferner arabisches Interieur und orientalische Waffen aus dem Besitze des Erzh. Otto im Franz-Saali Fr 5. bis Mi 10. V.: Spezial- Auktion der Künstabteilung: Oelgemälde, Aquarelle, Alinitituren, Graphik, Keramik, Glas, Textilien, Skulpturen, Waffen, Münzen im Kunst-Auktiqns- Saal. Ab anfangs Mal täglich im Vergnügungs-Park, ehemals „Venedig ln Wien“, von halb 7 bis halb 9 Uhr abends: Juwelen, Silber, Antiquitäten, Perserand Inländcrteppiche. Gemälde, Aquarelle, Miniaturen, schöne Damen- und Bettwäsche, kunstgewerbliche Arbeiten,Textilienund Ziergegenstände. Schaustellung täglich ab 4 Uhr nachm, bis Schluß des Vergnügungs-Parkes. Zwefgaiistalt Baden, J Karlsplatz 6: Do 27. IV. und Di 2. V.: Möbel, Teppiche, Gemälde, Kleider, Wäsche, Zier- und Gebrauchsgegenstände. So 30. IV. und 7. V., halb 10 Uhrvorm.: Brillanten-, Perlen- und. sonstiger Schmuck, Silber, Gemälde, Miniaturen, Porzellan Kunstgewerbe, ferner Mo 24. IV., Di 25.!V., Mi 3. V., Do 4. V.. dreiviertel 3 Uhr: 67. und 68. Auktion bei Daniel, Baden, Erzh. Rainer- Ring 3. Juwelen- und Silber Spezialauktion Alte u. neue Silberu. Goldschmiedektinst, Brillanten- und Perlenschmuck, Uhren, Alt-Wiener Silber, Gebrauchsgegenstände aus Silber und Chinasilber 22 Schaustellung heute Sonntag von 10 bis 1 Uhr, Montag den 24. u. Dienstag den 25. April von 10 bis 5 Uhr im Karl-Saal (Lift). Versteigerung: Von Mittwoch den 26. bis Freitag den 28. April ab 3 Uhr nachm, im Karl-Saal (Lift). nn ab 1 Ul Regel mehrere vorhergehende Nachmittage bis halb 6 Uhr nachm., mindest«!» jedoch am Auktionstage bis zur Auktion. 'gilbt cs - niorfi fcrafibvioßlte Steiigestumgen und im La-nghebtö trauert Wütende Jugend, diaani ater wind den’ Pullissdhllaig immer stadkemdicir <uinid im Fiiin>ale geht dem iniuisika'li schien EinfailÜ diais Löbenislidht aitus. —- Vom ■diecr siebentem liigem Sniite »Die PlfitMeten« •vfoui Gmisibarv H o -l s t höerte mjatn vietr Sätze, die kmaipp gölma.Hen und mrit H'iaiiw faiirugeworfen sind. »Mars, detr Bninger des Krieges«, »Meirfciiff, der gefliigel«te Bote«, »'Siäibumn, der Bringer des Alters« und »Jupiter, dier Bringer di©r Fröhliidhlkieiit« siiinid diuirolkwegs froilue Gasell'etn, diiie dltiräh allerlei rastmumeaitak Scherze die guite Ltaonie waidhlhiailfieni. Weit unfneundl&her gebärdet sich Attfttold Bax in seiner sytmiphomiisohön Didhituntg »'Nwemfeenme/böl«* Eine gew.iissenfhiajfte Adbeüt, dtie gleidh fanbilios in der Brfimdtung wie kn I aftidlseha'fts/bii'tid wkkt. •— Der iinteressanbeäte von dien jrfngen Engländerin sdhleinit mir Artiuir BUß au seim. Seine StätUoe liegt im Kolorit, wobei eine gatniz besonders Begaibuing für dias KstrifcaibuiriLstiische tohd ■ eane 'bewni'ßf übertirieibene solistiisrfbe Befliandfl-lmg dier inisttimmenite edkemmbar ist. Dies zeigt siioh niamentll'iioh m geimietn »Conrvarseitiion©* für versohiöd'ene Soiloiinistr>iGme.nte, im dienen er volll Hiumor. seillbsit dien »Afbfalhrt-Penrotn des Westbiafonfhiofs« Sri Tönen eknzüifiainigetn suitiht. GescfMdkitie Sabztedliniik verbindet sidh mit witzigen Einfälilen, dier Kjoffnipjmiist sehredkt auich vor Niggertämzeu iim-d In d'er »Sburmmuisiilr« m Shslkestp-eaireis »Stimm« wr wüstestem Klengorgien iitpid echtestem Tofn.ui'wafbdh'ia niiidht zurück und, übedbiietet in dier Häufung des ScMaig'w.cinkies Straniß, Mial'-Iler und Berfiiaz. Seim VeinsitänidniiiS für die BehandÜtung der Simigstiimme zeigt sidh niiiclbc mir in dier prcifolem&tiisichen Orclhiasternhaipsodie mit Soprätn- und Tenionsiolo, sondiern aiudh in seinem exzen.lnisehen »HcxenlHed« üind in Gesängen miiit obligater Klarinette, die Annie .Thtirsfiel-d in einem Kairnmenfeanizörf; \1artrn1g. Die Sängerin beisitzt ein« gamz vonzügiiidhle, verfeinerte GesairigTlkiultur, due ans einer klekrem Stimme diu-reih starke Geiistigkeit und schürfe Poinibieruing die sdhömsten Wirkungen auiasichöpft. Mitunter üb.ersipiibzit sich ihr Vortrag, streift diais Kaibiairett, grenzt ans Kairilfeatani'Sti'Sdhie «und so ist siiie die redlite Mittlerin für Artur Brtiß’ niiidht iimmsr wolil- Mingendic, al'cer stefs geistvolle ».Kunst«. Der ’hleibcTii.k Gewinn dier engliiödhen Kon»ze.rte war die Belciairmtschaft mit dien* engliiisidhe/n MsdirLgalveireiinigiumg :>Tihe En.g!‘i«fn •singems«. Irl der vdkalen Musik waren die Engländer seit jeher seltbsitändiigei als in der Omohesteirrmiisik, hier hialbeäi sie im der Kannucnkiun.jt d^r Madirisajaik wie in.den aoözifii&ch englSsclhiem »Affiftfhjems« frühzeitig Ühfr Bestes gs* setaffen. Von dieser größten onigitisdhein Vergangenheit gaben die drei Dannen und diiie dineä Herren dier Vereintignang Kiunidte, all® sie säiah mitl einer gewissen FeienlielhiLeik: tim einen THistiü gnuipjpi arten und mit entrücktem AiugeniawfsidMiag; der an- Raiffßelis »CaieoÜlie« genralhlnltc, ihre aÖifcein Gesämige enstiimnitani. -In d'er Mkicihiuirug von' eckaHo» tester dhiythim'iiscditr Gebiuiadienlhidt «and «vdlße'r Frew äueit des Vertnages lag ein giamz waumdierbarer Reizi (pmachrtiioilÜ wiar die divniamiiisdhe Absitufiuinig! des KlHainge», dde Stimmen sitnid friisdh unid gösdhimeiidiig, umid mur dar Sqp.ran sipaininfte mitunitör «den Bogeii seiner Stäimtne allzu stnaff, wa»s aiber den stünmw setei^JBeifajäll nicht feeraibatimmte. , ijiine Iknaipipe Revue über diais enigti«ähle Liekl von 16. Jaihrhnmdiecrt bis in dik Gegewwiasrt gfalb dteti BaintöttiÄsit Dawsoii ■ F d* e e <r. Die Auiswalhil den LSedter .war gut, weniiger gümstig geatailitöte Ädh ds« Vortifag: Das Material ist dürftig, die Haine jedetfi Kultur bar. Auch der Liederabend des Lonidioniea Barlftons Ingo Simon vermoidhlte keinem tSomidief-i lidh'ön Resipekt. vor engtli-sicher .Saimgasilaumist aiu^ kommen. E l&ssen . ' Dr. Erwin F e Ilb e q, , Oesterröichisches. , Wir erhalten von der Direktion des Raimund-TheaterJ folgendes Schreiben: Der alte Zopf in Oesterreich gebärt wiederum einig® Auswüchse; so ist durch die von mir geplante, Benützung des Akademietheaters ein lebhafter Kompensationskonflikt ausgebrochen, ob der Magistrat in diesem, ebenso-wie dio Bundestheater direkt dem Ministerium unterstehendem Gebäude berechtigt ist, aus dem Umstande, daß ein Privat-, theaterdirekter dort spielt, Kommissionen zu entsenden, und kommissionelle Besichtigungen (sogenannte .Rundgänge) vorzunehmen. Da die Leitung des Akademietheaters diesen Eingriff des Magistrats abgelehnt hat,, hat nun die Abteilung 53 des Magistrats (Vorstand Dr. Klaus) die Vorstellung, mit der die Kammerspiele des Raimund-Theaters eröffne^ werden, verboten. I c h vv erd e aber trotz deiit s p i e 1 e n, da ich diesen Kompetenzkonflikt, der auf allen Gebieten des Theaters unendliche Schwierigkeiten bereitet, durch einen gewaltsamen Eingriff am ehesten zu beseitigen hoffe. Die Unrichtigkeit des Standpunktes des Magistrats erhellt daraus, daß im Akademietheater seit drei Jahren ununterbrochen Vorstellungen stattfinden, daß die Wanderbühne und die Schule der Akademie, ebenso wie auch zahlreiche Dilettantenvereine stets ungehindert Vorstellungen gegeben haben und es nicht ersichtlich ist, woraus plötzlich die Notwendigkeit erwächst, dieses modern gebaute Theater, rein aus der Erwägitng heraus, daß das Raimund-Theater dort Vorstellungen gibt, besonders behördlich zu begutachten. Die Direktion wird diese Fragen im Rekurswege zu erwirken versuchen. * Wir beglückwünschen Herrn Direktor Dr. B e e r *ft seinem Entschluß, sich über die Schikanen derBureaukratle einfach hinwegzusetzen. Anders kann man ja mit dieser Landplage, die, wenn irgendwelche Kommissionsgebühren winken, den gesamten Staatsorganismus stillzulegen imstande ist, überhaupt nicht fertig werden. Freie H eute l7 Uhr abends: jüdische VolksbGhne Gastspiel in derRoland-ISQUae 4289 SdtmKplcl ln 4 Akten von II. Leiwik Aus den Theatern. Im Burgtheater .geht morgen „Di® Tragödie des Eumenes* in Szene. ImOperntheater wird morgen »Margarete* (Faust) gegeben. In der V o 1 k s o p e r geht heute „C arme n“, mit Fräulein Rantzau in der Titelrolle und in den weiteren Hauptrollen mit Frau Gerö und den Herren Rittersheim und Hagen, in Szene. Dirigent Herr de Sterblich. Beginn 7 Uhr. — Dienstag gelangt „Die G Ö t te rd ä m ift e r ü n g“ mit Frau Kammersängerin Melanie Kurt als Brünhilde und Herrn Kammersänger Heinrich Hensel vom Stadttheater in Hamburg als Siegfried, zur Aufführung, lm Deutschen Volkstheater wurde für heute, ferner für Dienstag Schönherrs Komödie *Vivat acadeffii.a 1“ angesetzt. Morgen wird *Der Pfarrer von Kifchfeld* mit Fräulein Vally Brenneis als Annerl gespielt. v ' In der Neuen Wien er B ühne ' hat Gisela W e r b e z i r k »ihr Gastspiel bis Ende April verlängert Zur Aufführung gejängt täglich das Lustspiel , »Im D a tiTd n coup dtt. Im R a i nt u n d - T h e a t e r wird allabendlich um 7 Uhr „Hedda Gabler“ und nur Freitag „Liebesgeschichten und He Ir a t s s a c li e n“ gegeben. , hu Akademietheater werden heute, Va8 Uhr, die Kammerspieie des Raimund-Theaters mit einer Aufführung von Kaisers „Kanzlist Kr e h Le r“ eröffnet Im Komödienhaus geht jeden Abend, 7 Uhr, „Die Parlaments k a t h i“ mit Hansi Niese und Otto Glaser in Szene. — Heute, Vs3 Uhr nachmittags» wird „Familie Hannemaun“ gegeben. In der Jüdische Bühne,. H., Taborstraße 12» gelangt heute „SchirHaschiri ni“, Operette in vier Akten von Schorr, zur Aufführung. Morgen wird Toma-. schewökis Operette in drei Akten „j a u k a 1 e“, mit Frau Kaniewska in der Hauptrolle, gegeben. In der Urania wird das Q o 11 e s m a n n- Quartett am Dienstag den 25. April, xJß Uhr, im Großen Saale je ein Streichquartett voii Borodin und Smeiana und ein Terzett von Dworak zur Ausführung bringeü (^Slawischer Abend“). Direktor Weingartner — Verwaltungsrat. Herr Direktor Felix Weingartner, welcher nach wie vor auf Grund seines mehrjährigen Vertrages in der Direktion der Volksoper verbleibt, tritt seinen Urlaub nach Südamerika an. Bei der Freitag stattgehabten Verwaltungsratsitzuue wurde Herr Direktor Weingartner ein-

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