Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1160 (23.4.1922)
- Date
- 1922-04-23
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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kl. 1169 Wien, Sonntag WIENER MORGENZEITtmCf Der Rücktritt Castiglionis. Ns gißt PaBlalstnj'vtdljuibi'anen amth auf . dien Röfoq £iiflianizieil1eir Dyntaistiieai,, irnid wenn sie auph W Gegensatz au den PaliWtroyol'uOcmsui auf dien ykMöoMt»sc1^eP Höfen un'bilfuitig veudiaiufep, so trage« sie do'dh das näm'lfcJhe Getpiräge. „ Xihip siohjonstes ist He>öynMliO,Wg, der in. Mex HsW'!ÄOry!t vorbereitete Schi'ag, . 'ijime Beweg? MÄvÄk. die hw mit diew -ZieÜie .zrmaaimini'enfailil'ön, das bei a^ileir Emipönuing-der Vielen gegen den.- "Ein-;vj^sWß »Qte tioi; qm© )e m* y rn!§ps!s Hnid -ches ^igegriffqnien'? frie iplliegt sich, mtaärthßt: in dem Vorsiiacib a/imudrüdceti, die Taiös&che der Geffejpfclii’dtilkeit gegenüber zni ^eistireitein. NightA gM (Sbpr 4$® Prestige -- MyZes m!h6 ziu ajileinerst gerettet wendeit! Ä's db man mit Wprtp>n Ver- ©dhwßirungen MUsokLcWcL MAchMmit DemeiMds die 'harte Wiiipkiirihlfyeit ins Nichts .ziutrüclk werfen könnte. Die Ereisrnii'sse, dlie zm diam RüdkltoHt des allgewaltigem Fräsiidieniten der Deipoisiitenlbiaiiiik GäimiHio C a s t i g 1' i on i geführt halben, hatten jenen tyipÄsphem Verlauf ge>n>ommAi? wie. eir 'bei PGssLre^oiliutioniein dlie Regel ist. Der Präsident, weilte gerade in Nizza, als die Malkontenten dir ei Tage tyor der P'Uipdhführpnig dar ipfczteri ' ^WjtzkchKVtznMW- WMdie /ÜctLe-n der O-^HÄÄhDylk-" apf ^ffepeip kMsÄvhe EtzgälWW Wid'd^n!E>urs auf 4500 ihMiau'khrie'ben. E>8. wair,' ein Ltroh- Lyu«r, d'ay chr vor den Augen der GeKWWefsKkD a>ugeHndet woxdvn vÄr;' wie die Aktien gestiegen waren, gingen sie äiuiqh ..aüifiick, «»nid der Uimeiugew^iih..t.e kiomnite e$ nicht begreifen, 'daß; eipe GnoHibhr.Ik «>Q cf.nwächtig oA-yr gi'eioligül^if 2-usKh, ^yie jthcg AntejlsohPine &$* Migsn Windstößen s4ws wiWuMch 'M^hÄisnen 8önspwetts>r.Z preisgegübem waren. - Geih^mn»« war emsl injgeona&en gelüftet; äils die erst?pn Gerüchte über den M a jl 6 r i t ä t s k -a m p f Hm die Depositenbank aiuftaimdh'ten, Geriiahte, die tzihGtsobald energisch MM ent Zapf wurden. ' . l-Es herrschte also,, wenn man Mm dalmailigen ÜDeimcniti gilKmbep wolllfe, eitel Liebe und "i^imgfkeit iTwis-chem Pr§si*4ent ' und ^kHsMertM. " AMW. «nch spli'te HÄ« es meht glaube? Die gÄtzÄU und gesicihäftiichie Wi3-hn&fiihem»%h!keit HprnchM El dlie Efinigikeit, vciraiuisgesetzt, daß solöhe -Wa.hrscheiniliehkeit nnd soBdi-e Erwägiuaigen den Ehrgeiz ' ÜEmipörer sap zügeln vomiog^.4,' Cainfko Castighoni hiattc die,/Är,"chmt AemMbt,,.wU sis ist, zu siper, E.9Kb>S'kch, ck'ß Mer Äas gxöhtc Mtliesnkapital vHrfugA, un>d 6'pre es gelang, einen von m hch-snp-Hi«tz,VHs, wie d'se Alpine Montanigeselilsd-Jaft, FeBte.h' und .Gtiiiliaaiime tmd lüeykaim -> Jo^g.ftihel, . Feiste reipräsentiieren., was es in Öesterreidi gäbt, - yZM ij^u vergesiseti' der losen' NeiugrüWunZ'diidie, 'Wie Wß ^HSU'vsHhs'NÄ^ntststknmd Fteirlseih^ RdWen? Bi>e^ba>U'g6SH'lisÄ>4ft., Uome HÄismdiNlüir.k bUir , und {rlippMiÖ . Film, dier grodmäch-iigen liriiitiatime ■ * Mid bYnbeitsiknaft Caistigliorüs’ v-ieles, wenn - n.iiciht 4illes, Kiu verdanken haltem, Daibei dairf nilelht übersehen -werden, d>aß der Aufstieg der Deiposätpnibainik. nsisdi erfolgt war. Wer denkt moslr. houte am ibre An* fämge, erinnert sirili diniran,. dlaii sie vor cteiu Kriege, qi/he. kleine Bsniik tvar p-r-, dis.ehcnicuMge, 1^6^" Ibaaik, kllLp -gef) FfeusicHhanidiek iti p,t, Mairx fiinaniziienie, ^daß sie wahrend des Kirieges datrcb die P'iiereipisoe, wenn auich sicihiuildflos, einen Riß erful’-ir? Das war aill-es .iv^gesÄesi, als ihr Castsglttani 'den StPimtpel aeinas von j^el'ehwtcn Vorfahren ««• RMbinern und A-enzieörAA MhelpSHP uin-d ^hDf§s-n.d'S.fl' Geiistss, mh idrSdlrte wd?Ptr jenen Stützipiimiikt' verpeibaiffte,' "‘ühite 'dM M? GroQhank l?eütg!uta|*c updemkbar j&t,. '^ Gewiß, Gastiglionjs Deposit^mbanik hätte zuerst ehe Kjcm‘sequ5n.zen aus der Gel d e n t w p r t u n g gezpjgän ‘ und dijes teer ' Gestion angepaßt, was inännigfadi| Gefahren m sich barg npd von manchen Uebeln begleitet war. Aber zu dieser Anpassung gehörte auch der Anisichjliuß m dl@s yalmt^istairike Auslaintd'S'kaipital: Dean Beispiel der Depos.itenibaink, die sich auf italienisches Kajpit/^fl Htützzfe, die Be>hrniche Uaioqiba>nk für sich gewatnai upd schließlich durch die Alpine Mpntaingesen§qhaft Anlehnung au S t inn e s fand, folgten Kreditatnstatjt, Niederösterreichisohe Eskomptegeseilschaft, der Wiener Bank verein und zahllose.' mittlere uind kleinere Baefeen, die %m Erkenntiniis gekpmtnen .waren, daß sje wuf dann ihre Position hehauipten und ihren volkswirtsohaftlkhem Aufgaben' gerecht zu, werden vermögen, wenn sie die eine Zeitlang so verpönt gewesene »Ueberfremdtung« -nicht verschmähen. Heute ist die Situaticin die, daß sich apf der In? flation, die die Eigentmlichlkieit hat, die sich aus Ihr ergebenden Gewinne aufzuzeihrem, der Bestand und die Rentabilität einer Bank nicht aufbauetn läßt. Ohne einen Iudus.fcriekqnzenu, auf len. f-idh eine Bank stützt und der sie mit seip&r Arbeit und seinen» Erträgnissen nährt, gibt es heute und kann es ^uich irr Zukunft keine Greßbaitk gebeij», ohne einen solchen Konzern müßte schließlich das Iipteresse dys Äuslandslkiapitals an einer Bank edahrüen und dieses sich alsbald von der Betätigung in Oesterreich zjuTÜdkiziehen'. . Das war aber das Charakteristische für die Depositenbank, daß ihr Iindnetrie'konzern aus lauter industriellen Unternehmungen 'bestand, die dem ehemaligen. Präsiden,tLiu Casti.glicni gehören und die er zu ihr hinübergeführt hat. Es fragt sich nun, ob mit der Resignation C a s t i g 1 i o in i s von der Präsidenten würde die für die Bank wertvollste Verbindung nicht verloren gehen wird. Da? offizielle Cdmmuiniq'iiie, das der Oeffen-tlichkeit den Rücktritt C;gstigli<äni§ bek^nntgibt, versichert allerdings, daß »auch nach dem Ausscheiden des um das Institut so außerordentlieSh verdienstvollen Herrn Camillo Castigliatii ein rege? geschäftliches Verhältnis mit der Allgemeinen Peipositembank bestehen bleiben« wird. Aber es hieße auf die Kraft von Oammuhiques so viel bauen wie auf die Wahrheit von Dementis, wenn man sich der Zweifel entschlagen wollte, ob diese Geaehä'fte', die für die Bank unter allen Umständet) wertvoll bleiben müssen, es auch immer für den Inidtistrietlen Caistigl'iona* sein werden«.; Welche Gewähr besteht dafür, daß er sich für die Fiäanzierulng seiner Industrien nicht eine ihm WM UmtztMdßK) Mrtvyller ^rselyiin&nde Bank.ver*^ ktzWüü? suehW, bcchaifW wird? Daß er 3^p,gpo Stüc’k AWM■ behielt und'seinen Vertrauehs-manjn' in den Verwaltugsral der Bank «nfsendot? 300.0*30 Afetien gegenüber den i.iop.ooo Stück, welche die nunmehr zur Herrschaft : über die D.epositenb?4qk;igeh|ingte. yeue HWppe besitzt, bedeuten doch allzu Mnig,. UM.CS'vtiglloPi an die jetzige Bankverbindung dauernd zu fesseln. Dazu kommen die wohl nicht zu .iliiifeifcschatize.nde'ö psychologischen Motive., Castigljoni war im Flugzeug von Nizza, herbeigeeilt, als er ypn der Palastrevolution erfuhr. Er verfügte damals noch über einen Besitz von i.090.000 Aktien und der Kampf uin die Beherrschung der Bank war unter solchen Umständen nicht aussichtslos gewesen. Und trotzdem verstand' er sich dazu, 650.000 Aktien der neuen Gruppe abzutreten, damit die neuen Männer ihre Herrschaft antrete«' können. Er bat das Feld'kapupflios geräumt Md es hat wohl den' Anschein, als oh nach dem, analogen Aufstieg und Falle eines fman-* zlyllen Gestirn«' der NachlkHegszeit,'. das d'clnn in einer anderen BM.k ^ufiuebt fand, nun mit Ca- - stiglioni der^-zweiie Stern ‘aljererster Größe gefallen warf Aber de diese kampflose RäuwU'ng müßte den «euen ^ländern zu denken geben. Sie werden nicht nur viel zu denken, sondern auch au leisten haben, wenh si$ sifch und 'die Bank vor eini&in Wiedersehen he! Fhilixpi bewchrrep wqll'e?; . A, j HTT ptünmlg in , den Verwaltitqgsrat 'der Vcilksaper^Bgiriebs A.-rp. köQphert,; Nener Direktor des hmsbruekef §tadttheatei>a Wie aus Innsbruck gemeldet wird, hat der Gemeinde rat die Vergebung des Stadttheaters für die Spielzei J922r23 an Direktor Pr. S G h 1 i fiß in a 11 n - B r a n d aus Eberswalde bei Berlin beschlössen. Der neue Direkto hat bisher das Deutsche Theater in Olmütz geleitet." Ego«! FriedellrVorlesung. Mittwoch den 26. April 7 Vbr» liest Egon Friedell Tm Repräsentatioiissaal’ de Kiiuatlerhauses „Russische Geschichten und Satiren“ zu .DWW, , 0«§terrgichisGhea Kanstl«rhilfe für . dii Hungernden in Rußland; Karten aus Gefälligkeit (aucl heute Sonntag) bei bsnyi, Kärntnerstraße 44. ' Ij« Staatsopeni-Orchester wird behufs Besetzuni mehrerer Stellen für folgende Instrumente, und zwa Streicher r I. und II. Violine, Violon, Violoncelli, Kontrabässe Bläser: Holzbläser I. Stimmen, Trompete und posaune (I. ein Konkurrenzspiel abgehalteu, zu welchem sich nur” nach weislich bestqualifiziferte Bewerber bis längstens 151 Ma in der Direktionskanzlei der Staatsoper schriftlich an melden wollen. Symphonieorcheslerkonzert zugunsten xdes Volksheims. Sonntag den 30. April, 4 Uhr nachmittags» findet iyi Großen Konzerthaussaal zugunsten der Volkshochschulen des Vereins Volksheim ein Örchesterkonzert mit folgendem Programm statt: 1. Schubert: Rosamünde- Ouvertilre; 2. Beethoven : VW. Symphonie; 3. Mozart: Arie des Sarastro („Hauberflüte)“; 4. Hal^vy: Qavatine aus „Die Jüdin“ (Emmerich Weil, Volksuper)j 5. Vleuxtempsi: Polonaise für Violine und Orchester (Konzertmeister Bplz); 6. Johann Strauß: Pledermaust,Öuvertüre. Austührende s De? Syrnphonieorchester. Dirigent F. SchulIfof. Karten von K 100 bis 509 in den Volksheimen, im Volksbitdungshaus, V« Sföbergasse, Im Volksbildungsverein, L Snieeelgasse 19 «um äh der Konzerthauskassä. Gerichtssaal. 1 Landfriecleflstmtch. Qßgen die. seltene Anklage wegen Landfriedehsbruches hatten sich gestern beim Lpdesgericht U vor dem Einzelrichter landesgerichtsrat Dr, Birke der Fabrikant J ,a c que s S c!r.a f f r a n e k, seine Brüder Siegfried und. Rudolf sowlfi secli? Betriebsräte der Firma, Nikolaus K r a a g, Ernst Hübel, Karl $ e pi.e k’a, Heinrich S c h ni i d t, Josef K r.g u p n e r und . Ignaz 25 e i I e rK zu verantworten, Der Strafantrag, Vertreten yon Staatsanwalt Dr. (ocham, schildert kurz die 'Vorgänge, die zur Anklage geführt haben. Am 6. Februar 0. J. kam es »u Floridsdorf vor den Fiat-Werken zu erregten Auftritten, facques Scliaffranek war mit seinen zwei Brüdern, den Betriebsräten und etwa hundert Arbeitern erschienen und verlangte die Zurückgabe von Arbeitsmaterial, das von den Fiat- Werken wegen Lieferungsdifferenzen beschlagnahmt worden war. Als ihnen der Eintritt in das Haus verwehrt wurde, sollen Schaffranek und seine Brüder den Portier zur Seite gedrängt und durch das Tor über die Treppe zu der Direktionskanzlei emporgestürmt sein. Generaldirektor Herbst der Firt-Werke hatte sich in seinem Bureau elngesehlossen und telephonisch die Polizei versländ'gt, woraui Regierungsraf N e u w i r t h mit Krimiinlbeamten anrückte, und seiner besänftigenden Einwirkung gelang es, Schaffranek und seine Begleiter zum Abzug zu bewegen. _23. April 1922_ Teste jff Das beschlagnahmte Material wurde noch an selbem1 Tage der Firma zurück gestellt. Der Angeklagte Jaques Schaffranek bestritt die Absicht der Gewaltanwendung. »Den Zug der Arbeiter habe ich nicht veranlaßt. Ich war damals 99 Millionen! schuldig, meine Betriebsmittel reichten nicht zur Lohn* Auszahlung hin, und da? reizte die Arbeiter furchtbar auf» Ich konnte mich doch nicht vom Castigliöuf- Konzern!y den Konkurs treiben lassen. Das verpfändete Material war mein Eigentum?, Es wqr meine Pflicht, die Herren zur Vernunft zu bringen, üfbrlgens hatte ich das Material bereits bezahlt.? ( Nach durchgeführtem Verfahren wurde Jaque$ S. p h a f f r a n e k zu v i e r M o n 2| t e n, Siegfried und! Rudolf Schaffranek zu je zwei Monaten strengen Arrests! verurteilt, welche Strafe bedingt ausgesprochen wurdet Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Die Wollersdorf er Affäre, Ende vorigen Jahres wurde gegen den Obersten de$ Ruhestandes Alois Rahel, Leiter des Muniliöäsdepols in Wollersdorf, sowie gegen die dort eingeteilten Zeugs- Verwalter Max Walter, öberofrizlal Johann N e s c h i t z und Oberoffizial Franz Gr af wegen pes Verdachtes dienstlicher Verfehlungen das * gerichtliche Verfahren' eingeleitet. Gleichzeitig wurden die Genannten vom ßienstft enthoben. Mit Beschluß des Kreisgerichtes ^i$ner?Nems Stadt von? 1- Februar d, V WUtde diese| V^faHr^ eingestellt, die Enthebung der Beschuldigten vom Dienste ist daher vom Bundesmihisterium für Heereswesen aufgehoben worden. CONTINENTALE ißlllU Wien, i., Mer« * ° BANK a«rm*M»eä-7 iiiimiiiiiiiiiiiimmimmitimumiiiisiii Tel. Nr. 20-4-86. 20-5-91, 20-6.46, 22-5-78 g JeSegiramsa - Adresse s GqntSne^talbank *33 m Wechselstube, ES.,T3bors«ir. »Gy. Tel. 49»4»23 S b Bank und Wechaeihaus WlppHngepstraße ». " I. WipullngffelralBe 1. Telephon 14-3-^6, 12*5-09 n BtiBaa«onHaaBB8BBH«aBaBBBBBaHaHHBEaaBaoBi Volkswirt. Gestempelte Krone * r- .0687 Centimes« Auszahlung Wien .0675 Centimes, Besserung der Mark. In Zürich notierte : die österreichische Krone -.0575 (-.0675 am 21. April) die österr. gest Krone . . -.0687 (—.0687 am 21. April) , die tschechische Krone. . 10.05 (10.15 am 21. April) die Mark ....... 1.93 (1.83 am 21. April) Agram ,..».»»» 2.- ( 173 am 21. April) Bukarest —.— ' (—r.fam 21. April) Bwd4pest ^.57 (-.65 W 31. April) Warschau. -.14 (-.14 am 21. April) Die Wiener Gaswerke und die Ostrauer Kohle. Die Ostra'uer »Morgemaeitung« setzt in einen! ausführlichen Artikel atiseinander, da# «afolge dem hohem Preiise dem Ostraucr Export'kohl'e und. dem damiederliegendem Kohl en*be w jrt schaf tung die Wiener Gaswerike zum Kohlenbezug atis anderen D ä<n d e r n gedrängt werden, un<$ stellt unte-r Anderem fegt: »Die Wiener Gaswerke; gingen vor ungefähr drei Jafliren mit der tschecho* slowallcischem Regierung einen Vertrag aui Lief©* ryng yen Ostrauer Gask°'hle ein, det sich zuniqhst auf Iso© Tonnen täglich, demnach mk Aussohluß. der Z-LMlind Feiertage auf rund 30.000 Tonnen rngpatlii erstreclcte, Da die Gaswerke mH diesem Quantum aber. ihr- Auskommen nicht fanden, kan? im; Jahre 1920 ein weiterer Vertrag dahin zustande, daß die österreichische Regierung vom dem ihr aus Obers,chle&ien zustehenden Kohlenkön«tkigcai't 300 Tonnen pberschlesischer Köldc t%Ud»" 9a die Käsiohau-Odeuberger Eisenbahn albgäb, wofür um 300, Tonnep tSgUeh mehr Gaykohle aus dem Ostran* :• M.wWs KßviLf an' die/Mmor §4Ldt!sch©a GaswNke^, MWiisM:. Tonnen Kohle ab# Folleh sollten. Mit diesem Kohlenquanriim iRidtm die Wiener Qaswerike (Hr ^us'kommen bis zum Novemfe Hs;«>riffm~J|lwrest an welchem Tage seitens der tsphechö^slowmki^chen Regierung d*e Lieferung der obigen Zoo Tonnen (der sogenanntes. Retortonkohle) eihne jede Angabe von Gründen eingestellt wurde. Die Wienfcr städtischen Gaswerk© kamen dadurch in eine umso peinlidheir% Situatioinv als nicht einmal die Lieferung der 1200 Tagestonineö. regehnWZ vor §?ch ging und in den sechs M'Onatetti, die seit dem r. Wvembsr w st riehen sind, bloß zwei Drittel der fCpih'lenbezüge, nämlich statt TSo.ooq Tonnen nnr 120,000 Tonnen erhielten, demnach um 60.000 Tonnen unter liefert wurden, Zu dieser Unterlieferung kommt .noch der monatliche Ausfall der Retortenjoohle vom 7S°P Tonnen, demnach in den verstrichenen sechs Monaten von zusammen» 45.000 Tonnen, sq daß die Gesam turnt erlief erring der Wiener städtUohen Gaswerke im letzten Halbja*htr, bereits das Quantum von 105.000 Tonnen heträgL ’ Die Geldfrage ist im vorlieigemdein Falle von vornherein ausgeschaltet. Die Wiener städtischen Gaswerke sind bekanntlich ein Privattuntennehmem, das jederzeit in dyr Lage ist, gesteigerte Gestehungskosten auf dep Konsum aibzunvälz&n und tatsächlich kostet heute ein Ku.hi'krneter Leuchtgas mit Huck» sicht auf den Valutau*uerschied in Wien bereits 120 österreichische Kronen. Die B©?rh'.'u >g der K-olh len rech nun gen erfolgt seit Jahren vier zehn tägig pünktlich durch die Länder bank, eia Fatkturenrest