Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1160 (23.4.1922)
- Date
- 1922-04-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ffr.tlW Wien, Sonntag WffiKERTaORGBW2EITUW(T 23:‘Apn rmr sairff - Akad. Landesverband: A. H. Verband der JQd. Leseand; Redehalle 4400; Hitachudth: Ah. Zion d. M. Dawid: d. Scharfstein: 8. Leibei 518, Div. 1719;;d. M. Dawid 1173 G Pollaczek aal. d. Eintreffens Dr. Tartakowers 1000. Div. 400; Zion., Bankbeamte d. Dr. Hugo Erber : Smlg.:im .Bank- und Wechselhaus der Allg. Depositenbank, d.Lazar, Helwing: iH^mann'Nebenzahl, Moritz Pinches, Michalup. Bein-a 1000; Allenz: Ges. & N. K.; Eugen, V. 5000,;ges. & 8. Bügeleisen : Martha;Schlesinger 1000; Altlengbach : Alfred. Heller! 1000; Innsbruck: Saul Heber 1500; Klosterneuburg d. Dr.: Hugo Erber: Berta Berger geb. Erber (Budapest) aijl. Geburt eines Sphnes- 3O0W; Linz, (Ausw.-7): Lmlg. Britz Pisinger 8000, Nachtrag zur B. B. Sammlung der Brau H.! Morgenstern:A. Ungen 50Ö0; Pisfcaty gratuliert Ing. Mautner- 1 Freund 1000, N. N. a. Barber sta|t einep Kranzes 2000; Marie-JiellerrGarten.: Zion. Ortsgruppe a. Mariie^iHeiler 20Ö0, a. M: Heller, Fritz u. Mar. Pisinger 1000, ,a. ^äb. ,‘ U. Rud. Pisinger 1ÖÖ0, a. Hilde u. Dr. Morgenstern 1000, , L Dr. Richter Taussig, Spitz ä 1000, a. big. Abeils^ Piskaty, Soun, Sand A 500;. Pernhbfeh: .‘jing.. chein. Raphael.Jfaphzel t an!, lalirzeit seiner sei. Großmutter 1000'; Stöckeraa:, äöOO,; - Zeltweg (Steiermark); G. Imber 2000. /Sammlungen der „Wiener ffißtgPMij zeitung“. ■• Piir B i 11 e u m H i 1 f e Isaak G o 1 d;s t ein (a;d Notiz 5- März) . (bisher-K 19.200 iind 50 Dinar). : ' ■' Gl.Katz K 5000, Brüder .Klein, Mödling, K 10.W, (L Diener XX K 2Ö0. ' ' ' . . v v i >/- Jü.d i s che Kinderfreunde 1 , v; ' •v..., :,,., - (bisher K.08.000). ■ -;•J, . Spende am Sederabend im Hause bei Frau L'eohore Imolensky:-Fräu Brod K 1000,'Herr Querini K 1V00> Familie ’^ntoIensk^'K -K00. . . ■ Für1 ä s t i n a- E ni;i g.r a ii t’e n t. , (büstier K 131.305, tschecii. K 85 und 85 Lire)..; Robert Antaf 'K 5000. '' _ /.. f 5 ’ < FürPogromwaisen ' ^bisher. K 162.492.70,. 5 Schweizer. Franken and tschpch. '• - ' K 400, Jakob Griffel) Petroleumiridustrielier, Stariislau (err - haltenes Scliicdsspruchhonorar) K 3500. ‘ Schachchronik. Mitteilungen der Schachsektion Hakoah. Partie -aus dem internationalen Schachturnier ' Pystiäu. •' y;WeiB<: Dr. Tarräscih Schwarz: Aljechin. v.• ■ m t, d?~d4 - •2. Sfä '' ' 3. c4 ',L do1) - 5. dXe6s) ‘•0. cXb5 ‘) , 8rSc3" f- SfÖ' cb; c5 b5y fXeö dÖ LdG 00 < S. Lc2 . }%b7 " " •!l^Lb2* De74) 12. . 00 : 13. Dc2 14. fTel 15. fScl2' 16. Sdl6) 17. LXS is; dSfl J9.Ii3,/ ... iib,: Kill 21/Sh2 22. Lei aT<*8 ' e5 c4 ■■ '' dSe5 '; fSg4 SXL7) Dg5! 8)‘ Sh6 ®) Sf5 c!4! r°) d3 ") ' Ltdlyng nach -M'm.22. Zuge vou Schwarz. . :i '§0$\ 'Mi :;%Ü £3. Dc4f Kh8 J 33. Kgl . d2");• 24^Lb2 . Sg3f . 34. Tfl SXTfl : 25. Kgl “) Ld5 35. SX« Lc6«)! . 26. Da419) Sc2f 36. Khl LX3h - 27. Khl Tf7u) 37.,gXh3. Tf3; ‘ 28. Da6 ho . ' V. 38. Sc3.‘9);h4 , /' ‘ 29. b6 ,s) Sg3f .; 39. -L{b,«>) DXf6 . ■« 3K Kgi - aXb6 - I 40; SXc4 TXh3 f : ’ •31, DXb6 Se2 f 1 ’ Weiß gibt auf. =l)’ 32. Khl Sg3 flc) ■!. - Glossen zur Partie Dr. Tarrasch—Aljechin. ' *)■ Vorzuziehen war e3; das frühzeitige Vorgehen dßis d-Baueru bringt ihn iu-Gefahr und nötigt zum Abtausch. . -) BIumehfeld-Gäinbit.. i : ‘ > 5);Damit öffnet-Weiß dem-Schwarzen die;Turmlinie, dchrres war doch leicht vorauszusehen, daß Schwarz nicht mit dem d-, sondern mit dem ,f-Bauern wieder nehmen -wird j besser war schon ira vierten Zuge'sicherlich b2—b3. ,; f) Die Annahme -dieses Bauernopfers ist geradezu schlecht, denn1 dadurch erlangt Schwarz ein sehr starkes Bauernzeutrum. Es ist erstaunlich, daß Dr. Tarrasch; der {seine großen Erfolge hauptsächlich durch feines Positionsspiel erzielte; liier von seinen so oft gepredigten richtigen Schachprinzipien abweicht, wodurch er sofort iii eine gedrückte Stellung gerät. Man beachte, daß Schwarz; auch idcht den geringsten Versuch macht, den geopferten Bauer zurückzugewinnen, sondern sich, mit Recht, auf die'Ausnützung seines SteHungsvorteiles verlegt. j °) Schwarz steht bereits überlegen , und droht bereits seine einzige Schwäche, den rückständigen e-Bauern, durch Vorstoß loszuwerden. 6) Auf h2—h3 wäre g7—g5 sehr stark, zum Beispiel (16) f2-f7, g5Xf4, (17) c3Xf4, (18) 5e5-g6, (19) g3-g3, d5— d4 droht nicht nur Figurengewimi, sondern würde den jfechwarzen Angriff sofort unwiderstehlich machen, deshalb Ifütjit sich.Weiß vo)-. jeden» schwächenden Köniss-Bauernzug:, ^) Weiß muß täuschen, denn es droht Dh4 und auf? g2—g3 Dg4 nebst Dh6. 6) Hier steht die Dame ausgezeichnet, sieht nur zum Angriff, sondern auch zur Verteidigung (g7). °) Da der Springer auf g4 nicht belassen werden i kann,.entschließt sich Weiß doch, ihn. zu vertreiben; freilich : ist damit eine Schwächung des Königsflügels verbunden.; I0) Um den Datiiea-fLäufer b7 wirksamer, zu machen; > der Bauer d4 darf; nicht geschlagen werden, sonst; folgt c5Xd4 nebst e4-re3! n) Zwingt Weiß Schach zu geben, weil c4 beinahe das einzige, der weißen Dame, zur Verfügung stehende; Feld ist, äiifdas sie piiöösöfdrtigfen Nachteil ziehen kann; Auf! :Dc3 würde Sg3f nebst Le5 die Qualität kosten und aiif .. b2 stünde die panie auch, sehr, schlecht. Weiß muß also I;Schach gaben, doch Schwarz konzediert nur ein halbes .Selbstmatt. Y i2) Weiß kann den ^Springer g3 nicht schlagen, Vyeil! .darauf DXg3 spfört gewinnt,; es droht nicht nur!Dh2 niatt,; scintfern aücli Dg3^Tel nebst matt.-Und Sh2~-fl verbietet: ' siclr wegen TfSX^fl t- ’ ’1 ls) Es gibt anscheinend keinen anderen Zug. Auf Del; f olgt;Se2 f mit pualitätsgewinii, da diespr. aber nach 'ein1. CpaariZügen' docht 'nicht zu vermeiden ist, war Del fdöch i yorzuzieheii, von wo sie vielleicht, über D2 doch dem be-;;'äröhten':" Königsflügel;zü' Hilfe ' kommen konnte: So' aber; begibt sich die weiße Dame über a4 und a6 nach dem .„fernen Osten" auf. Abenteuer, mit dem kärglichen Erfolg, daß sie Handlangerdienste verrichtet, bei dem Abtausch des geraubten b-Bäuern gegen den feindlichen a-Bauern. j Sö hat Dr. Tarrascli uie -gespielt. Kein Wunder daher, daß , er die Partie kläglich verspielt. -10 Schwarz gibt nichts mehr her. . . I5) Die jetzt mit der. weißen Dämenstellung verbundene; Drohung: Dh6f nebst Dg7 matt, war‘nie. aktuell. - ’; 1S) Da Weiß sich nicht rühren und nichts unternehmen kann, spielt Schwarz jetzt ydes die Katz* mit. der Maus. Ein Verfahren, daß Herrn Dr. Tarrasch nur zu gut; bekannt ist ^'Erzwingt, endlich Qualitätsgewinn.: , y; , tÄ) Gegen; das drohende Läuferonfer gibt es keine Parade mehr; auf Sfl— g3 folgt LeC/h3 nebst fi5—h4. ") Was soll Weiß machen? M) Verzweiflung!; 2!) Alit Recht aufgegeben. Auf 41. Kg2 folgt. DI3 nebst Thl matt, auf 41. KgF folgt' Lh2f mit Damengewinn und wenn Weiß 42. Kg2 gespielt, folgt D (nicht XDb6 sondern) Df6—f3*t 43. Kg2 gl, oder fl, Lh2—c7, nebst Tlilf matt.. .;>/ « ..! Daß Dr. Tarrasch!u letzterer Zeit nicht mehr die früheren Erfolge erzielt;, dürfte weniger auf sein zunehmendes Alter, als darauf zurückzuführen sein, daß er nicht nur --seiner .früheren^ positionell korrekten Spielweise untreu geworden zu sein scheint, sondern sich auch von den Tricks 'der mödernen-Schule'zu sehr bluffen läßt./ Anmerkungen von Hermann Weiß. (Wir behalten uns. vor,, im Laufe der Woche etliche Partien aus dem Pystianer-Turnier zu bringen.) Internationales tFurnier in Pystian.v Die elfte Runde sieht Bögoljuböw mit Sf/3 Zählern wieder an der Spitze; ihm folgen: Spielmann 7%, Aljechiu 6Va (1), Sämisch 6% Johner 6, Euwe, »Vs» Wolf 5, Marco 5,. Tartakower 4% (1), Reti 4% (1), Selesnieff 4% ' Treybal. 4% Grffnfeld 3% (1), Prqkesch 3V- (t)> Tarrasch 3Vs, Opöceiisky 3 (1)/ Przepiorka $ Hromadka 2 (2). Das B-Turnier ist bereits entschieden. Die . Preise wurden wie folgt verteilt: 1. Steiner (lCKO tschech. K), 2. Walter (800), 3. Brach (600), 4. Dr. Ballog (5Q0),'5. Pokorriy (400), 6. Rasovsky (300), 7. Zagedrocky (150).. . Zuschriften sind zu richten an die Schachsektion des Sportklub Haköah, Schriftleitung A. Gottlieb. :. i . Ausgabe von Kondensmilch; In der Zeit; voai! .23. April bis zum 6. Mai werden an die Kinder vontl 'vollendeten ersten bis zum vollendeten zweiten Lebens-; jäffre, sofern nicht. die vorhandene Frischmilch für deren] 'Versorgung ausreicht, je drei Dosen und vom vollendetem zweiten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahreje eine 'Dose gezuckerte Kondensmilch ausgegeben.. Der Preis der! die Milchkarten zur Ausgabe gelangenden Milch beträgt für die Mindestbemittelten und für-die mit der;Zu$atzkarte für. Arbeitslose beteiiten Arbeitslosen K 300,;füt die übrigen Bezugsberechtigten K 600 per .Dose, Literatur. •;,.Der internationale Jude“. Ein Weltproblem. (Hämmern* 'Verlag, Leipzig 1922.) .; . , Der berüchtigte Leipziger äpezialverfag für anil- ^semitische Verhetzung, in dem die schmutzigsten Erzeugnisse der deutschen antisemitischen Schande erschienen -sind, hat nunmehr seiner Bücherreihe die Schrift Henry •Fl o r d s in-deutscher Uebersetzung angeschlossen, welche lim wesentlichen eine Sammlung der von' Ford in" seinem •Blatte' „Dearborn independent“ bis Oktober 1920 veröffent- ’ifcliteii antisemitischen Aufsätze 'enthält; Der(Kenner neuäntisemitischer Geschichtsklitterung und ' ihrer ' MetHbden/ Wrd enttäuscht sein, wenn er von den Bekenntnissen der, girren Seele des bekannten' amerikanischen Automobiikqhigs irgendeine originelle.Note erwartet hat.; Iferrn Aord.' gebührtallordings das,,Verdienst",den An'tisemitismus'deutsch-; .fitprarischer Prägung «ach Amerika verpflanzt zu habend;ab,er in seinen ,Methoden^ bleibt: er ein .-zurückgebliebener. (Sphüler seiner europäischen ^Meister“. Der Großteil dieser .Schrift ist eine Paraphrase der Protokolle'der'»Weise» vdu-Zipn“ und gilt der Bemühung)* zu ' beweisen, daß defl 'Meg; die 'Revolution und'namentlich der Bolschewismus 'däs Werk der langjährigen jüdischen \Veftyer$chw§riiog •sind. Der Weltkrieg ist nach Ford durchaus jüdisches ^Produkt, so wie die Revolution auch, nicht nur die der iBpischewiken, sondern auch die des »Juden“. Kerenski Itmd [schließlich auch die große .französische Revolution. , Sömijärt, :Herzl, Nördau, Louis BrandeiSi-ZangwilL die jüdische, /hölschewikische und antisemitische Presse, alles Mögliche wird herängezögen, iim die Behauptungen des närrische» -Mönomänen zu belegen. So wird bewiesen, daß Herzl de» ‘Krieg voräusgesehen hat, daß der-jetzige1 Sowjet nur eine Köpie des jüdischen Kahal ist, und die Balfour-Erklärungj gehört natürlich mit in. den weltumfassendem Verschwörungsplan von. Alljuda,, .das sich im englischem Imperium, einerseits und in den Sowjets andererseits. seine ,bejdeu stärksten Organe geschaffen hat; um auf diesem Wege schließlich den jüdischen Weltbeherrscher auf der* Thron zu heben. Öbschon Fords Hetze, die in Anierika eine Zeitlang gewisse Skandalwirkungen, ausgeübt hat, nunmehr völlig eingeschlafen zu sein scheint, ist die Schrift in einem Sinne kulturgeschichtlich nicht uninteressaut, insofern nämlich, als die ganze Art. dieser blödsihnig-naiven Gedafikengange beweist, wie sehr sie aus der deutschen Schule stammen, und so einen neuen Beleg dafür bietet, wo das .Zentrum zu suchen ist, aus dem sich das Gift diirch Tausende von offenen und geheime«. Kanälen , in Bewußtsein und Empfinden der Völker ergießt L »Neue Palästina-Geographie“: (E r ö z j*js ir a e 1, g e o* g r af i a s c hei e r ez '' j I s1 r a/c 1,. 19 b ä t es e f e r tic'lio n.i j i.mw' 1 a ä m„' . im, mapoth Vzijurim nieetli Dr. Sapucl. Klein, Verlag Menorah, Ernährung. Das teure Fleisch. .... Die Preiserhöhungen für Fleisch haben sich auch gestern festgesetzt, nachdem sie während der ganzen Woche bereits katastrophale Formen angenommen hatten. Von Freitag auf Samstag verteuerten sich in der Großmarkthalle . im Etigrqsverkauf Fleischschweine um K 50, Rindsbraten um K 20, Ziegen um K 100, Speck und Filz um K 100, Kalbfleisch um K 250 per Kilogramm. IntKlein- ,verkauf verteuerten sich Rindfleisch um K-100, Kalbfleisch um K 200,. Schweinefleisch, um K .300, Bauchfiiz um K 50 per Kilogramm. Gegenüber der Vorwoche waren Rindfleisch mm K 300 bis 400, Schweinefleisch um K 200 bis 300, Kalbfleisch um K 200, Filz um K 50 per Kilogramm teurer. Trotz der enorm eil Preissteigerung herrschte in der .Großmarkthalle sehr lebhafter Verkehr. Qualitätsware war in den ersten Vormittagsstunden bereits ausverkauft. ■Die Ankünfte bewegten sich in mäßigen Grenzen. Zugeführt waren bloß vier Waggons aus Ungarn und Jugoslawien, die vornehmlich Kälber - und Schweine enthielten. Bezeichnend für die Höhe der Preise ist, daß man gestern v in der Großmarkthalle unter den Augen der behördlichen! Organe für ein Kilogramm Schnitzelfleisch einen Preis bis K 3700 bezahlte. In der Groß in a r k t li a 11 e galten im Detailverkauf folgende Preise: Vorderes Rindfleisch kostete K 1200 bis 2500, hinteres .Rindfleisch K 1400 bis 2600» Bratenfleisch K 1600 bis 3000, Kalbfleisch K 1600 bis 2800, Schnitzel- •fieiscli bis K 3700, Schweinefleisch K 2400 bis 3200, Speck K 2600 bis 2800, Filz K 3000' bis 3050, Schmalz K 2400 bis .2600, Bauchfleisch . 2400 bis 3000. . \ Auf den Grün Warenmärkten war die Beschickung günstig ausgefallen. Kartoffeln standen in genügenden Mengen zur Verfügung. .In Spinat erfolgte bei flottem Absatz ein Preisrückgang für Blätterspinat im Großhandel um K 150 bis 250, für Stengelspinat um K 100 bis 160 per Kilogramm und grüne Erbsen zu.K 2500 per Kilogramm angebote». Aus Oberösterreich waren auf dem .Naschmarkt 8000 Stück Eier eingetroffen, die zu K 110 verkauft wurden. Die Mehlpreise. Der Abgabepreis für Verschteißmehl beträgt bis einscYießlich 26. April, K 690. Der Preis des Brutniehls wird von nun an auch zweimal wöchentlich errechnet werden. Mit Rücksicht auf die im Konsum mit 29. April eintretende vollständige Beseitigung des staatlichen Zuschusses beträgt der Abgabepreis für Brotmehl bis einschließlich 36. April K 580 per Kilogramm* ■ Nachdem uns J. 'Pf'e ß ungefähr vor Jahresfrist einen Erez-Israel-Baedeker lieferte, der. nebep allerhand Ihförmationsniaterial “ für Touristen viel geographische ‘Belehrung bietet, erschien soeben ein spezielles Lehrbuch.für die Geographie Erez Israels. Der Autor, der mehrere Jahre - EpalästinOnSlschen 8chulen des Hilfsverein?; .der deutschen Hden als Lehrer tätig war, ist bekanntlich ein gfediegeper Bachmann auf diesem Gebiet. Das beweist auch das vorliegende Buch., Nur ist das Neuartige daran, daß es zum •ersten Male iu ausführlicher Darstellung in populärer h e b r ä i s c h e r Sprache die Kenntnis der neuzeitlichen Geographie Erez Israels, ausgehend von der historische» Entwicklung, vermittelt. Das Buch ist mehrfach illustriert und mit einer neuen Karte versehen. Es wird sich für den hebräischen Schulgebrauch in höheren Klassen besonders eignen. Indessen bietet es auch eine belehrende ’Lektürfs (ijir Erwachsene. , , .. .... .'■ ' „Der Jude“. Eine Monatsschrift.' Herausgegeben;v.<s$ Dr. Martin Bober. ■ Das sechste Heft'' des VI; jahrgang’es ist .soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Däswirt- Schäftliche Interesse an Palästina. (Einige Zitate.) — David Köigcn. Im Wirbel der Geschichte, VI. Zusammenhänge..— Robert \V e i ß.. Zur. Schichtengliederung der israelitisch-jüdischen Gesellschaft. ~ SamuekR app.a pjorJ^t. A&s dem religiösen Leben der Ostjüdeh.'VL.3/C.'Auslösen ^Fortsetzung). — Harts K o h n. Henri Franck. — Fritz, Wrdecha! Kaufmann. Von uationaler Bereitschaft Intellektuellen. — Ludwig Strauß. In memoriain *Er,itz Mordechai Kaufmann. — Bemerkungen;: jFritz S t e r u b;e r g. Gegen den amerikanischen Zionismus. — Um schau: Helene Hanna Colt n. Zur Frage der FrÄuenarbeit. — Elias Auerbach. Rassenkunde. — Qsias N a sc h i t z. Die Einwanderung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika im Jahre 1920/21. Jüdischer Verlag G. ni. b. H>, Berlin NW., - Dorotheen- .-Straße 35. __ -;; Bühne und Kunst. v Franz Werfels „Späegelmensch“. ••'•(Erstaufiührung im Burgtheätcr. am• 22.- April 1922.> '/ In einer.richtigen Künstlerkneipc alten'Stils, etwä- 'd'cm ^Rotheii IgcKc. treffen sich einige berühmte 'Größen ••alten Sti»ls, etwa'Wieland, Heine, Kleist, -Eichendont, -Büchner, und besciilicßcn, der Exzellenz Goethe z-utit siebzigsten Geburtstag mit einem ncu-on- -.i'Fau’St': a.uizu*» .•warten. In feucht, fröhlichen - Sitzüsigcngedeiht das o.w .■heiternde \Verc wir-i iro!e2c.iini<'ii