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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-18 · Heft 1155 (18.4.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1155 (18.4.1922)
Date
1922-04-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Htvnro WtevTHenstag WIENER .MORGENZEITtrNQ 18. April 1922 Seite \ ISporiSslali der Wiener Morsenieitiing Fußballer-Ostern. Rundspiel auf dem neuen Hakoah-Platz. Die Eröffnungsfeierlichkeiten blieben aus, da der Hakoah-Platz noch nicht fertiggestellt ist Trotzdem waren fast alle Würdenträger des heimischen Fußballsports bei |den Spielen des ersten Tages anwesend. Ein Uebelstand soll hier nicht unerwähnt bleiben. Die Hakoah ■reiche Sitze für die Funktionäre des Niederöste*, i und Oesterreichischen Fußball-Verbandes reserviert. Troizjdem fand so manches Verbändsmitglied keinen Sitzplatz, ■worüber es laut seinen Unmut zum Ausdruck brachte. Es Ist klar, daß kein Verein sämtlichen Vorstandsmitgliedern und allen Angehörigen der einzelnen Unterausschüsse Sitzplätze anweisen kann. Eine diesbezügliche Weisung des Fußbari-Verbandes an seine Mitglieder wäre entschieden am Platze. / Am Ostermontag waren der Schweizer Gesandte Exzellenz Burgchardt samt Sohn und Tochter und der Minister für Heerwesen Exzellenz Wächter bei den Spielen anwesend. Beide Gästemannschaften überraschtem durch gutes Können. Die beste Leistung von den Gästen boten die Schweizer am ersten Tag gegen F. A. C Sie scheinen sich aber zuviel zugemutet zu haben, da sie innerhalb des Zeitraums von sechs Tagen vier Spiele austrugen. Am vergangenen Freitag unterlaßen sie gegen die Moravska Slavia in Brünn mit 1:4 Toren, Die Schweizer beklagten sich über die mehr als derbe Spielweise der Tschechen, weiters über den elenden Platz und den nicht ganz einwandfreien Schiedsrichter- Sonntag und Montag spielten die Züricher in Wien und morgen Mittwoch treten Äe gegen Sparta in Prag an. Der Sportklub Blue Star, der sich als sehr faire und sympathische Mannschaft erwies, wurde vom PubllHim sehr herzlich aufgenommen. Der 8. K. Cechie-Karolinenthal spielte typische tschechische Schule, nach der die Parole, zuerst der Mann und dann der Ball, gilt. Von den beiden Wiener Vereinen lief die Hakoah erst am zweiten Tag zu einer beachtenswerten Form auf. Die Floridsdorfer versagten an beiden Tagen, Nachstehend die Berichte': Hakoah—-Cechie 2:1 (1 :0). Hakoah-Platz. 20.000 Zuschauer. Schiedsrichter Reichsfeld. Hakoah: Halpern; Scheuer, Lewitus; Grtznfeld, Guttmann, Molnar; Neufeld, Häusler, Gansl, Grünwald, Ratz. . ' Cechie-Karolinenthal: Petrin a; Bartalc, Johatm Paulin j Kuqera, Emil Paulin, Jablonskyj, tasek,. Severin, Schieslj Vlcek, Placek. Nach der grandiosen Leistung gegen Rapid hatte man von der Hakoah mehr erwartet, “ Vorgestern war der jüdische Verein aber $o gereicht in Stimmung, Vor der Pause glaubten die Hakoahner;\es müsse von selber gehen unp. jede Anstrengung sei nur unnütze Kraftvergeudung* Als sie dann nach Seitenwechsel sich anschickten, den Kampf ernster aufzunehmen, warteten die Tschechen mit zahlreichen versteckten Derbheiten' auf, für die der Unparteiische kein Verständnis zu haben schien. Eine andere Mannschaft hätte vielleicht mit gleicher-Münze zurijekgezahlt, die Hakoah handelte aber geradaentgegengesetzt. Mehrere ihrer Spieler maehten passive Resistenz und hetzen die Ereignisse ihren Lauf nehmen. ^Insbesondere Guttmann Schien nicht einmal interessierter'Zusehsr zu sein. M reklamierte einige Schiedsrichter und als die Einsprachen nichts ^fruchteten, tat er nicht mehr mit. Obwohl auch die Stürmer jedem Zusammenstoß’ mit .den’Qästen geffießentlich auswieben, kann man das Vorgehen Guttmanos nicht billigen. Soviel Kameradschaftsgeist muß jeder, Spieler aufbringen, daß man seine Mitspieler nicht im Stiche läßt. Es ist nur begreiflich, daß die lustlos spielende Mannschaft zu keiner besonderen Form auflaufen kopvte. Die wenigen gut angelegten und rasch vorgetragenen Angriffe genügten aber voUkommeu» um den neugebackenen Hausherren den Sieg efuzutragen. Ihr bester ^Männschaftsteil war diesmal das Verteidigungstrio, obwohl Halpern das einzige Tor der Getier verschuldete. Die gesamte Deckung war sehr schwach. Im Angriff befriedigte nur Gansl, <jler trotz des derben Spieles der Gegner, das ihm auch eine Kopfwunde eintrug, das Gästetor öft in Gefahr brachtet; Von Ceehie-KaroHnenthal kaifr die Mr, daß die Mannschaft seit der Einreihung, in die erste Klasse fair geworden sei. Die Hakoah hatte anläßlich ihres letzten Spieles gegen D, F. C. in Prag Gelegenheit, Cechie gegen Hagibor kämpfen zu sehen. Die Hakoahner geben nun zu, daß sich die Tschechen seit damals gebessert haben. Was aber an . Derbheiten übrig geblieben ist, genügt, zumindest für ein y internationales Treffen, vollkommen. Herr Reichsfeld hat j für- Fouls kein Gefühl, wodurch Cechie-Karolinenthal sich ruhig austoben konnte. Der Hakoah-EIf und ihren Anhängern stellt die Tatsache, daß das Spiel vollkommen ruhig verlieb ein gutes Zeugnis ausi ®t)!e , im Sparta-Stil spielenden Tschecheh kombinierten zeitweise recht gut, jitur happerte es mit dem Schußvermögen ganz bedenklich, ■In der Deckung war der Mittelläufer Emil Paulin der Beste aber auch der Gröbste. Das Verteidigungstrio entsprach den gestellten Anforderungen vollkommen. Die Tschechen haben anfangs mehr vom Spiel- Im Verlauf des Kampfes tritt Molnar auf zehn Minuten ab- Nach seiner Rückkehr .folgt einer der Qäste ebenfalls auf zahn Minuten seinem Beispiel Halpern muß einigemal rettend »inizreifen, was ihm n*ich ständig gelingt, Bis zur Pause hält das leichte Uebergewicht der Gäste an. Nach Seitenwechsel greift die Hakoah an, doch vergeben die Stürmer, die absolut nicht disponiert sind, zahlreiche Lhancen. ln derl8.Minute gibt Scheuer aus großer Entfernung einen Schuß auf^ gegnerische Tor. Johann Paulin will den Ball dem Tormann lassen. Letzterer ist aber gänzlich unvorbereitet, so daß das Leder den Weg ins Netz findet. Die Hakoah unternimmt jetzt vehemente Angriffe, die zahlreichen'Schüsse von Neufeld, Guttmann und Gansl verfehlen aber meist das Ziel. In der 28.' Minute verwandelt, Gansl eine Flanke Neufelds.,mit dem Kopf. Die Tschechen versuchen in der Folge, das Resultat günstiger zu gestalten. Zwei Minuten vor Schluß gelingt es Lasek, den einzigen Treffer fffr Cechie-Karolinenthal zu erzielen. Eckenverhältnis 4:3 fü. Cechie. » " Blue Star—F. A. C. 3 :1 (2:1). Hakoah-Platz, 20.000 Zuschauer, Schiedsrichter Grünbaum. B 1 u e S t a r: Kempf; Rosenberger, Seiler; Wäschle, Gerber, Berthek; Denk, Luscher, Tisi, Küpper, Kunz. F. A. C.: Hofer; Szihak, Amon; Reiter, Bernhauer, Kraus; Seidl, Wostrak, Iszda,.Kadliz, Paradeiser. Die Floridsdorfer gaben nur einen minderwertigen Gegner ab. Vor allem^versagte der Angriff gänzlich. Durch die Kaltstellung des Mittelstürmers Iszda konnte*! sich die Stürmer nie zu einer einheitlichen Aktion aufraffen. Von Seidl sah man hie und da schnelle Läufe, sonst aber wurde von den Stürmern nur Minderwertiges geboten. Die Deckung der Wiener war langsam und konnte demgemäß mit den überaus flinken gegnerischen Stürmern nicht fertig werden. Der beste Mannschaftsteil war dasVerteidigqngstrio, das den energischen Sturmläufen der Gegner lange Zeit energischen Widerstand entgegensetz^. Die Schweizer überraschten durch eine frische und ungekünstelte Spielwelse. Wohl mangelt ihnen noch die feine Ballbehandlung und die Präzision des Zuspiels, Ihr eminenter Zug auf das gegnerische Tor und ihre bedeutende Schnelligkeit ließen sie aber ein entscheidendes Uebergewicht über die Wiener gewinnen. Im Angriff zeichneten sich insbesondere Liischer und Kunz aus. Die Deckung war etwas schwächer, die Hintermannschaft gefiel restlos. Rosenberger, der wuchtige rechte Verteidiger, wurde fast immer allein mit dem gegnerischen Angriff fertig. Gleich nach Spielbeginn erzielt Sejdl mit scharfem Schuß das erste Tor. Die Gäste lassen sich nicht entmutigen und statten dei$ gegnerischen Goal so manchen Besuch ab- Nach einem . groben, Fehler Czihaks erringt LUscher in der 21. Minute für die Gäste den Ausgleich, fünf Minuten später ist Kunz für die Schweizer zum zweiten Male erfolgreich. Obwohl Blue Star mehr im Angriff ist, können die Gäste das Resultat nicht günstiger gestalten. In der Folge fallen die Wiener dem Tempo zum Opfer. In der 37< Minute schießt dann Küpper das dritte Tor. Mit diesem Resultat geben sich beide Parteien zufrieden. Eckenverhältnis 5:4 für F. A. C, Cechie—F. A. c. 2:2 <1:0). Die Tschechen vergaben den sicheren §ieg dadurch, daß ihr sonst überaus tüchtiger Verteidiger johann Paulin in der letzten Minute des Spieles einen* groben Fehler beging, so. daß Paradeiser einen billigen Treffer erzielen konnte, Die Tschechen spielten bedeutend fairer als am Vortag. Wieder zeigten sie gute Zusammenarbeit, doch konnte man neuerlich den gänzlichen Mangel anSchußkraft konstatieren.- Im Angriff überragte Vlcek. seine Partner um ein Beträchtliches. Emil Paulin. war nicht nur der beste Mann der Deckung, sondern auch das^ Rückgr^ > seiner Mannschaft. Seine Leistung wurde nur durch das derbe Spiel beeinträchtigt. In der Verteidigung bewies sein Bruder kein gleichmäßiges Können. Glänzende Abwehraktionen wechselten mit groben Schnitzern. Durch sein y leichtsinniges Spiet gelangten die Gegner, wie eingangs! erwähnt, ■ auch hum Ausgleich. Der Tormann rettete einige Male in gutem Stjle. Die Floridsdorfer spielten woHi etwas besser als am Vortage, doch könnten sie auch diesmal nicht befriedigen. T Wiener AtMetiksporf Club itiiiiHiiniiiiiiiiiiiiHiiiiiiiitiimiiiiiiiiHimiiiiiiiHimulmiiUKiHiHimimmiHiimmi INTERNATIONALES BOXTURNIER Heute, Dienstag, 7 Uhr abends, Sophiensaal, UI., Märxergasse 17 Die schwedischen Sieger abermals im Ring E N TSC HE l DU NOS KÄMPFE: Oesterberg—Nemetz (W. A. C.), Inhauser <W.8.C.)—Ktigler (Wacker) Krlstenson—BuceR (W.S. C.), Bannert (Irqn) Barta (FN Burger (Ii Sedlaczek (W.S.C.)-Ejn WUtkowltz (W. A. C.)» N (W.A.C.)—Wawrlnowsky (W.S.C).Roß (Herkules. Graz) MlrkoVrbanclc(WjV.C.)&lart(iiAckerlund-ÖÖ8taJohan8on Ilsen—Anderschttz (W S C),Sacbsl Preise von K500bis 40Q0 o|ne jeden Zuschlag Vorverltaulsstcllcn: Wiener Atkletlkaport Club, I., Tiegel» easse 3, Wr. Sportclub, XVII., Rtttzergasse 8. C. Filnthaus, Cnte Netihau, VH-, WestbahnstraCe 61t, die Sportwarenliiiuser Rver Fit,!., Rotenturmstrafic 1, Lazar, 1X„!(o|ingasse 13, AtühUiauser. I.{ Kkrntiszrstr^ße 2«, Pohl,i.,. liärntnerstraßc Stadion, 11., Fianzenübruckenstraße 24, Vindobona, I., Klrntnentraße 19 und Sbphlensa.i1, UU, Mantergasse 17. Yb42 Der Angriff Mr unbeholfen, Seidl bemühte sich d!e längste Zeit am Mittelstürmerposten, ohne aber Ersprieß-1 liebes leisten zu können. Die Deckung verrichtete gute Abwehrarbeit. In der Verteidigung war der Ersatztorwächter Schuh der beste. Obwohl die Tschechen vor der Pause gegen den Wind spielen, sind sie mehr im Angriff als die Gegner: Die Stürmer der Floridsdorfer, die durch die Abwesenheit Iszdas empfindlich geschwächt sind, spielen vollkommen zerfahren. Severin erzielt für die Tschechen das erste Tori Weitere Erfolge bleiben ihnen trotz der Ueberlegenheft versagt. Nach Seitenwechsel ist das Spiel offener. Seidl stellt den Ausgleich her, doch können sich die FLorids-’ dorfgr nicht lange „ des Erfolges freuen, d« Vlcek den Gästen wieder die Führung einbringt. In der letzten Minute des Spieles erzieh, dann Paradeiser das ausgleichbringende Tor. y . Hakoah-—Blue Star 1 rO (0 : 0). HakozÄi-Platz. 16.000 Zuschauer. Schiedsrichter Schmidt. ' ] Hakoah: Halpern; Scheuer, Trümmer; Kohn, Glitt-; mann, Pollak; Neufeld, Häusler, Gansl, Grünwald, Katz. | Blue Star: Kämpf; Rosenberger, Seiler; Wäschle^ Bertel, Brunner; Denk, Lischer, Tisi, Gerber, Kunz. | Die .Hakoah war gegen den Vortag nicht wieder erkennen. Sie führte im Felde zeitweise ein prächtig Kombinationsspiel vor, doch happerte es mit dem Schi vermögen ganz bedenklich. Die Hausherren waren währe des ganzen Treffens stark überlegen und dieses Ueber-| gewicht konnte man zeitweise als erdrückend bezeichnen^ Trotzdem dauerte es sehr lange, bis es ihnen gelang, das einzige Tor zu erzielen. Die Schweizer begegneten dem! überlegenen Können der Wiener dadurch, daß sie alte! Kräfte in die Verteidigung zurückzogen, so daß sich attchj' die Stürme^ im eigenen Strafraum herumtunanelten. Ifll diesem Wald von Beinen verstanden es die Hakoahmps nichi,' eine Bresche zu legen. Von den Gästen sah maoj diesmal keine einzige vernünftig angelegte Angriffsaktioa.j Die gegnerische Deckung, die der weitaus beste Maiyischaftsteil der Sieger war, ließ die Schweizer Stürmers keinen Augenblick zur Geltung kommen. Trptz Berück-; sichtlgung des schlechten Schußvermögens der Hakoahneij kann doch festgestellt werden, daß der Tormann Kämpf eine ganz "'■ausgezeichnete Leistung bot. Einen würdigen Partner hatte er in seinem rechten Verteidiger Rosen-; berger, der mit. ungeheurer Energie den Vorstößen der Wiener begegnete. Von der Deckung und vom Angriff sah man herzlich wenig, ihre Hauptaufgabe schien darin zix bestehen, d$m GegneT den Erfolg unmöglich zu machen^1 Die Hahoah batte; wie“ schön gesagt, ihre Schteßstiebelj zu Hause vergessen. Die rechte Angriffsseite arbeitete im Felde ausgezeichnet, der linke Flügel hingegen fiel durch, die Eigensinnigkeit Grünwalds etwas ab. ln großer; Form befand sieb die Deckung, die den Ball ununterbrochen! nach vorne brachte. In der Verteidigung, die keine schweren; Aufgaben zu lösen hatte, bot wieder Scheuer eine aus-, gezeichnete Leistung. Sofort nach Spielbeginn setzt sich die Hakoah vät dem gegnerischen Tor fest Schüsse von Gansl und Häusler verfehlen ihr Ziel. Kämpf rettet einige Male in hervor-! ragender Weise. Nach dem vierten Eckstoß scheint deri Hakoah endlich ein Erfolg zu blühen, d-a der Tormann sekt Gehäuse verlassen hat. Seiler, der linke Back der Gflste^ rettet aber auf der Torlinie. Nun muß auch Halpern da» erstemal eingreifen, dabei wehrt er einen Schuß von Uscherj sicher ab. Die Hakoah hat alles vom Spiel, kann aber keine» einzigen Treffer buchen. Bis zur Pause war das Eckenverhältnis 5;Qfür Hakoah. Nach Seitenwechsel wird das Uebergewicht de?* Wiener womöglich noch größer. Einmal vergibt Grünwald eine, sehr günstige Chance, dann fängt wieder Kämpf eine» Kopfbai! Gansls. Ein von Neffeld wuchtig getretener Frrf» Stoß wird ebenfalls von Kämpf abgewehrt Bei den Gästen siebt man nur den Tormann Kämpf und den Verteidige^ -Rosenberger. Alle übrigen Spieler bemühen sich vergeblich*1 in den Besitz des Balles zn gelangen. In der $9. Minute’ gelingt es Gan$l, das einzige Tor des Spieles zu erzielen* r^n wechseln Hähsler und Neufeld die Plätze, was den Angriff um den Zusammenhalt bringt. Neufeld will durch Kraft das erreichen, was bisher durch geregeltes Zusammen* Spiel nicht gelungen ist. Außer einem sehr scharfen Schuß, der an die Torstähge geht, kann auch er nichts erzielen. Gesamteckenverhältnis l|4: Ö für Hakoah. In Hütteldorf. Rapid—HI, Be«. Turnverein 4:3 (3:2). Rapld-Platz. 8000 Zuschauer. Schiedsrichter Rosa. Rapid: Fauler; Dittrich, Steyskal; Neubauer, Brandstädter, Nietseh; Wondrak/ Uridil, Kuthan, Schlosser, Wessely. III. Bezirk: Neuhaus; Harrer, Szabo; Nagy, Kleber, Steinit?; Telkes, Horvath, Palcsek, Kovasznai, Schwarz. Man sah dem Auftreten dieser ungarischen Mannschaft ziemlich skeptisch entgegen, doch bald wurde es klar, daß in diesem Klub recht gutes Material steckt. Die Stürmer kultivieren eia flache# Kombinationsspiel und zeigen auch technische Feinheiten. Speziell Horvath’ besitzt ansehnliches Können und bereiteten seine Schüsse dem,Rapid-Anhang bange Minuten. Ausgezeichnet arbeitete auch der Mittelhalfi Kleber, der es verstand, ftnmer wieder sfeinen Sturm nacli vorne zu werfen. Die Akquisition der Mannschaft ist aber der Torwächter Neuhaus, der eine prachtvolle Leistung bot. Wir haben derzeit ir. Wien keinen Zerberus, der ihpi gleichzustellen wäre. Bei Rapid debütierte Schlosser als l Stürmer und vci ri?t als Lhikswerbinder recht gute Anlaaen.

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