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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-15 · Heft 1153 (15.4.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1153 (15.4.1922)
Date
1922-04-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wr7TT57 Wfen7 ' ... . . i i i fM—aeBäatattabafet -WIENEI? SJ^GEWZKmrWO fs7bE wKfli&aMiit!£ä䣣ta * Keine Reifeprüfungen in Polen am Samstag. In •Erledigung einer Anfrage des jüdischen Sejmdeputierten (F a rb stein verfügte der (polnische Kultusminister tfc..o ip. u e.z a n s (k i, daß die diesjährigen schriftlichen ^rüfunge® der jüdischen Abifcu-mtdn, die für einen jSamßtag an beraumt waren, auf einen. Wochentagver- ’fecho'ben werden sollen. (J. C. B.) * Für Peßach verwenden Sie als Kaffeezusatz nur die altbewährten und verläßlich koscheren Erzeugnisse „der Firma Heinrich Franck Söhne, Kosice. Francks Kaffee- Surrogat wird unter strenger Kontrolle Seiner Ehrwttrden des Herrn Oberrabb. Simon Schreiber aus Erlau erzeugt. JVerlaogen Sie „Franck-Kaffee-Zusatz“, welcher in Friedens- Qualität überall erhältlich ist. * Nach Amerika (Nord- und Südamerika) fährf man am raschesten und bequemsten über Bremen. Auskünfte erteilt Norddeutscher Lloyd, I., Kärntnerring 13 (Grand Hotel), IV., Wiednergürtel 10. (Siehe heutiges Inserat) * Wenn man nur einmal einen Versuch mit ß e r- 6 o n-Gummiabsätzen gemacht hat, wird man sie fürderhin Vermissen, Es handelt sich beim Tragen von Bers ön- •Gummiabsätzen nicht nur allein um den ruhigen, sicheren •Gang, sondern auch um die wesentliche Ersparnis an Kosten für Schuhreparatur, weil „Berson“ viel haltbarer Und billiger als Leder sind. Vereine, Vorträge und Versammlungen. - Hebräischer K1 u bj H., . Taborstraße 1, Mezzanin. Heute, 7,Uhr, anläßlich der Feiertage Mitgliedeizusammenkunft mit anschließender Safrutith. Nachher. Ausschuß. — Hag w ur a h, Schachsektion, II., Zirkusgasse 33. Heilte, */37 Uhr, l Schachturnier, Kampf um die Vereins- .meisterschaft. Die Spieler haben zwecks Losung präzise p Uhr zu erscheinen. Einschreibungen -dortselbst. Schriftliche Schachmitteilungen sind zu richten an Isaak Teich, lli, Zirktisgässe 32/9. — He b r ü ischer Studenten- V e r b andTar.buth, Cafö Klinik, IX., Lazarettgasse. .Bonntag, 7 Uhr, Vortrag Dr. Cb- Tartakowef -Zwei fahre nach der Prager Konferenz*. Gäste willkommen. — zionistische [ugendgruppe XX (Kuitur- Isektion), XXi, Karl Meißlstraße 5, ladet sämtliche' jugendliche des XX. Bezirks zu der heute üip 3 Uhr nachmittags jrtattfindenden Vorlesung des Samuel Schwager (Verein für jüdisph-dramatische Kunst) von Schalom Alejchems Werken ein; Mitgliederaufnahme Sonntag, Montag und 'Mittwoch von ^8 Uhr abends. Jüdische und hebräische Zeitungen liegdh täglich auf. — S e p h a r d i s c h-a Kadern i- , js c her V e reinEsperanza. Heute, 8 Uhr abends, gi Verelnslokal,. II., Növaragasse 27, Vortrag .des Herrn r. G e l b e r über „Das Judentum im 19. und 20. .Jahrhundert“. Gäste willkommen. — Zionistische Organisation, B e z i r k s s e k t i ö. n , B rig i tL ena u, Heute, {JS7 Uhr abends, in der Jüdischen aoynbee-Halle, XX., Denisgasse 33, ordentliche Geherair Versammlung. Tagesordnung: Referent Oberbaurat Stricker, •Berichte, Neuwahlen, Eventuelles. — Verein Erez I s r a e I, II., Zirkusgässe 33. Heute, 4 Uhr nachmittags, 1 imVerelnslbkäl hebräischer Vortrag J. Her zb erg. Anschließend Diskussion. Gäste willkommen. 7 Uhr Schachturnier des Sportklubs Hagwurah im Vereinslokal. — Landes verban d Wien der KriegsinVa- I i-d e n, Ortsgruppe IX. Mittwoch den 19. April, abends •6- Uhr in Keils Saal, IX., Nußdorferstraße 73, IV. ordentliche Generalversammlung mit wichtiger Tagesordnung. Urania. Heute, %3 Uhr (Großer Saa) Die Passion. 5 Uhr (Großer Saal) Shackletons Südpolexpedition. — 5:JJhr (Kurssaal) Regierungsrat Ingenieur Josfef Lö w y : Magnetismus und Elektromagnetismus, L -- '^6 Uhr (Klub- '-iSW' '.'Gniv>Lektor Dozent Marius F a b e r: Rednern jfcchule, VII. — Va8 Uhr (Großer Saal) Wild-Afrika. — Uhr (Kleiner Saal) Dr. Gertrud Herzo g: Die 'platonische Liebe, r- V88 Uhr (Kurssaal) Dr. Heinrich Keil er: VÖats,/;heryöset Kind und seine Erziehung, -1L — 7*8 Uhr (Klubsaal) Prof. Dr. Oswald R o s s i : Zur Psychologie „des Aberglaubens.; , Ernährung. -7^- : Der Marktbericht. Im Vordergründe des Interesses standen gestern die Asche. Es machte sich Mangel an Qualitätsware , geltend. Die angebotenen Karpfen waren zumeist klein und gingen infolgedessen nur schleppend ab, wozu allerdings auch die hohen Preise beitrugen. Inländische Karpfen notierten in der Großmarkthatte K 1600 bis 1950, ausländische /K 1900 bis K ,2100 per Kilogramm. Ein Waidhpfnef Händler, der fr lebende Karpfen in einem Faß in die Großmärkthalle gebracht hatte, hatte den. Mut, für diese Ware einen Kilogrammpreis von K 2^00 im Großen zu fordern. Der diensthabende Inspektor des Marktamts Großmarkthalle b e s c h l a g n a h m t e sofort die Ware und ließ sie stückweise zu K 1800, das Kilogramm unter lebhaftem Andrang verkaufen. Auf dem Naschmarkt^ notierten kleine Karpfen bis zu 50 dkg K 1600 bis 1650 ' per Kilogramm, größere bis zu 80 dkg K 1800 bis 1950 per Kilogramm; Groß war die Nachfrage nach den billigeren Seefischen zu S< 900. bis 1400 per Kilogramm. Auf dem Wildpre.tmarkt standen Hasen zum Stückpreis von K 260,0 bis 3200 (ohne Fell) zur Verfügung, sowie Rehe und Hirsche, die im ganzen zum Kilogrammpreis von K 1000 verkauft wurden. Die'Fleischpreise blieben im Detailverkauf unverändert, dagegen erhöhten sie sich im Großhandel für einzelne Sorten. Es verteuerten sich Kälber um K 100, Speck um K 120, Schweinefleisch und Kitze um je K 150, Lämmer um K 250, Ziegen bester Qualität bis um K 300 per Kilogramm, in der Großmarkthalle herrschte sehr lebhafter Verkehr. Geringer war die Nachfrage auf dem Naschmarkt. Kartoffeln wären aus Nieder- und Oberösterreich ln ausreichenden Mengen angekommen, auch sonst wären, alle Gemüsearten gut vertreten. Südfrüchte sind gleichfalls reichlich auf dem Markt zu sehen, An EJern herrschte ziemliche Knappheit, doch blieben die Preise unverändert ,K 150 bis 180 per Stück. Bühne und Kunst, Nene Wiener Bühne.; #1tn Damencou p"ö* von Maurice H e ti h e q ui n 'und George Mitchell. Es wird einem zwar ein bißchen viel theatralische und allgemeine Harmlosigkeit zugemutet, aber man unterhält sich doch ganz gut. Allmählich gelangt mhn zur Ueberzeugung, daß die Franzosen insgesamt ein bißchen schwerhörig sein müssen, denn halbe Szenen werden „beiseite* gesprochen, ohne daß der Partner einen .laut vernimmt, neugierige Hausdrachen treten unbeachtet ins Zimmer, kriechen hinter einen Wandschirm und belauschen, ihrerseits eifrig fluchend, Gespräche, ohne daß den Belauschten auch nur eile leiseste Ahnung von der Anwesenheit des Horchers kommt. Sonst ist hoch zu bemerken, daß sich die wunderbarsten Zufälle ergeben, daß Briefe laut sprechend zu Papier gebracht werden, wobei die, selbstverständlich betrogene Gattin unbemerkt hinter de» Sessel steht und toitliesi, daß eiotr eff ende 2Ss Freie jüdische Volksbühne Heule, Samstag den IS. April, *f38 Uhr abends Letztes Gastspiel im Lustspieltheater GAN UW IM (ihm Drama In drei Akten v. Bimko Mopgen, Sonntag den 19ZZ, 7 Uhr abends l( Zum 1. Male: SCHMATiS Praterstraße 25 Schauspiel In vier Akten von ». Leiwlk Mitwirkende: Paul Baratof«<B«n-Zwl)), Rfllna Deutsch, Markus Kersch* kowltz, Adolf Jabfonskl, Heinrich Mayer, Simon Methan,. Michael Preis, Jona RelBmann, Benzion Slgall, Ahraham Strisower, Morris Tarlowskl, Lea WelntraubrOraf, Rachel WelBberg 4280 Kartentonrerkairf an der Tageskasse der Roland-Bühne. — Telephon 49-1-29 Briefe immer an die falsche Adresse gelängen und daß die Personen nach Bedarf kommen und gehen wie im Wartesaal eines Bahnhofes, ohne daß man sich die Mühe nimmt, ihr Erscheinen und Verschwinden zu begründen» Die »Fabel* — wenn das ist leicht erzählt. Die mütter hat beschlossen, zehnjährige Tochter jährigen Kavalier . zur Frau Wort nicht zu groß ist — böseste aller Schwieger*? ihre entzückende acht* dem - flotten vierzig?* zu geben* weil sie erwartet, daß er sich, wie es ihr eigener Mann getan, ihrer Tyrannei fügen wird. Als sie am Hochzeitstag; durch ein belauschte? Gespräch erfährt, daß er ihr Joch nur bisher getragen, nun aber „den Drachen steigen lassen“ will, beschließt sie, sich zu rächen, und benützt die ebenfalls erlauschte Kenntnis seines ersten Liebesabenteuers, um dem Neuvermählten einzureden, sie wäre die verschleierte „ Unbekannte aus dem Damencoupö gewissen, die ..Gewitterangst in seine Arme geführt, und Polette sei, seine Tochter. Dadurch getraut sich der Ehemann nicht, sein Weibchen zu berühren, woraus sich natürlich die heitersten und pikantesten Szenen ergeben. Ueberflüssig, zu sagen, daß sich zuletzt die wahre Unbekannte aus dem Damencoup^ meldet und alles sich in rosenrotestem Wohlgefallen auflöst — Gespielt wurde das anmutige Stückchen flott und vergnügt, Frau W e i> bezirk war köstlich in ihrer scharf charakterisierenden, derb zupackenden Art und rief eine ihrer Glanzleistungen, die Frau Dulska, in angenehmste Erinnerung. Fräulein P a u 1 y trug bemerkenswerte Toiletten, sah reizend aus und spielte erfreulich. Auch Frau L a u f e r~ b ö c k, die Herren V a 11 b e r g und L o r r i c hatten wohlverdienten Anteil am Erfolg des Abends» Die Uebersetzung ist in jener Sprache gehalten, die wir überein*. gekommen sind, als deutsch zu betrachten/ wenn sie eine Uebertragung aus dem Französischen darstellt. Der Diener sagte: „Sehr wohl!*, die Anrede heißt: »Mein Herr!* Schließlich ist das ja alles deutsch — sehr wohl. K. M. mit Gisela Werbezirk als Gast. Jeden Sonn- und Feiertag nachmittags 3 Uhr, „Gebildete Menschen“. Im Deutschen Volkstheater gelang! morgen und Montag nachmittags »Jugend*, morgen und Dienstag abends „Das B 1 u m e n b o o t“, Montag,JMH# ■woch und Samstag „V i v a t acad em'i ä“, Doniferstag „D e r P a p i e r r e i f e n* und Freitag. „Fau s t* zui ■Aufführung. . , . In den K a m m e rts p i e 1 e n wird in der kommenden Woche allabendlich um 7 Uhr ^R e i g e n“, uifli^XQ Uhr ./»D i e vierte W.a ri d“ aufgeführt. — Als NachmjtMä- /vorstellungen gehen morgen, ‘/23 Uhr, „Die unber üHf# P t a it“, Montag, 3 Uhr, „A m T e e 11 s C h* in Szene» O In der V o 1 k s o p e r gelangt heute »P a r s I f a Vf /unter musikalischer Leitung von Direktor Weingartner mit jfierrn Kammersänger Heinrich Hensel vom Stadttheater in Hamburg als Gast in der Titelrolle und Frau Kammersängerin Elsa Bland als Gast als Kundry zur Aufführung, Den Gurnemanz singt zum ersten Male Herf* Baumanri ■Beginn Vsö Uhr. — Morgen wird „B o h ö m e“ gespielt , : Die Erstaufführung 'des vieraktigen Schauspiels »Sch m/a t e s* von H. Leiwik, mit welcher die „Freie jüdische Volksbühne“ ihre Spielzeit in de* Roland-Bühne eröffnet, beginnt Sonntag den 16. April um •7 Uhr abends. Zuspätkommende Anden erst nach Akfe- .schluß Einlaß. Die Novität bleibt die folgenden Tage /täglich auf dem Spielplan. , ■.. ■ Im Raimund-Theater beginnt die heute /stattfindende Erstaufführung des Schauspieles „Die röte Robe“, mit Tilla Durieux und Fritz Kampers als Gästen; pünktlich um 7 Uhr. Die Sonntag -und Mittwoch nach'? mittags stattflndende Kindervorstellung des ,Märchens „Die Fahrt ins Wunderland“'beginnt um 3 Uhr, In der kommenden Woche wird allabendlich „Die rote Robe“ gespielt. Nur Donnerstag gelangt „Liebesgeschichten «nd Heirats s ä c h e nV Samstag zum ersten Maie „H e d d a G a.b 1 e r“ zur Aufführung: ~ Die Jüdische Bühne wird heute im HoteI Stephanie, Bf., Taborstraße 12, wieder eröffnet Des Direktion Podzamcze ist es gelungen, ein erstklassiges Künstlerensemble zusammenzustellen. Heute, morgen und ■Montag wird „J a n k a 1 e“ mit Frau Kaniewska in der Hauptrolle gegeben. Im Wiener Stadttheater findet heute dÜri Erstaufführung der Komödie „Mohnblume“ von La^ dislaus Bus-Fekete statt. Es ist dies die Uraufführung desf Stückes in deutscher Sprache, das unter dem Titel „Bussa*j virag“ in Budapest einen Saisonerfolg hatte. Die Haupf^' rollen werden dargestellt von den Damen Hirth, Josefs Pucher und den Herren Höfbauer, Fuchs, Kneidinger, Kra Mafias und Glöckner. In der Titelrolle gastiert Valets M a r t e n s.”Die von Josef Jarno inszenierte Vorstefiun; beginnt um 7 Uhr. In der R e n k i s s a n c e - B ü h n e beginnt hetrtrf .abends Heinrich Eisenbach in dem dreiaktigen Lust4 spiel „Doktor S t i e g 1 i t z“ sein Gastspiel Beginns präzise 7. Uhr. . Im-io sei Städter Theater setzt heute} Leopoldine K o n s t a n t i n Ihr Gastspiel in der französw sehen Komödie „Die Schule der Koko.tteuH fort Dieses Zugstück verbleibt auch die nächsten Woche« auf dem Spielplan. 1 ■ Im L u s ts pf e 11 h e a t er findet heute die erste “Vorstellung unter der Direktion Paul Olmühl statt Ztu Aufführung gelangt „Graf Ton i“, Operette von RudoH Oesterreicher, Musik von Edmund Eysler, mit M i zzi .Z w e r e n z, Oskar Sachs und P a u 1 O l m ff ikl in den Hauptrollen. Beginn 1}S8 Uhr. Tagung des Bühnenvereins. Die Theaterschulen. — Ehrenabende. — Betriebs? •''täte. ,. In der gestrigen Schlußsitzung der .Generalversammr lung des Bühnenvereins wurde unter anderem eine Reihe von Anträgen der'Lokalverbände St. Pölten und Klagenfurt behandelt. Der wichtigste dieser Anträge verlangt die s t a a 11 i c h e Pr üfung der Zögt! nge privater Theaterschulen, beziehungsweise die Einsetzung einer e igenen Prü f u n.gs s t eile. Präsident: Stärk teilte mit, daß seitens der Akademie für Musik und darstellende Kunst an die Leitung des Bühnenvereins die Einladung erging, zur Prüfung einen Vertreter mit Einspruchsrecht zu entsenden. Die Prüfung soll den Zweck Haben, den Zuzug ungeeigneter Personen zum Theater hintanzuhalten und dem Unfug, der in manchen Privattheaterschulen dadutch getrieben wird, daß sie jeden, der sich meldet, annehmen, ein Ende zu machen. Ein zweiter. Antrag verlangt die Regelung der Bhrenaben d e f ü r S c h a u s piele r b e i den P r o v i nztheatern. Es wurde beschlossen, nur solche Ehrenabende zu gestatten, bei denen 50"/«, der Bruttoeinnahmen dem Darsteller zugewendet werden. Von mehreren Lokalverbänden wurde über die K o nk ur r en.z der Dllettantenvors t e 11 u u gen geklagt, durch die namentlich schlechter gestellte kleinere Provinzbühnen arg geschädigt wurden. Mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Frage, ob eine Verfehlung eines Mitgliedes einen Ehtlassungsgrund darstelle, nur be! gründlicher Kenntnis der Gesetzgebung zu beantworten ist, legt die Generalversammlung den Betriebsräten nahe, bei Entlassung e n von Mitf g 1 i e d e r n n i c h t m 1 trz u w i r k e n. Die moralische und finanzielle Verantwortung für derartige Maßnahmen sei de» Unternehmungen zu überlassen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Aus den Theatern. Wo e h e n s p i e I p la n des'Burgtheaters/ -Sonntag, 7 Uhr, „Caesar und Cleopatra“. —- Montag, 2 Uhr (außer dem Jahres- und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Das Konzert“. 7 Uhr „Was ihr wollt“.—Dienstag, 7 Uhr, „Coriolanus“. — Mittwoch, 7 Uhr, „Der Kaufmann von Venedig“. -- Donnerstag, 7 Uhr, „Jaäkobs Traum“. — Freitag, 7 Uhr, »Die Fahrt ins Blaue, — Samstag, 7 Uhr, zum ersten Male „Spiegelmensch“. Wochen spielplan der Staatsoper. Sonntag, J/«6 Uhr, „Parsival“. — Montagj V«6 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und eingeschränktem Stammsitzabonnement) „Parsifal“. — Dienstag, 7 Uhr, „Feuersnot“. „Josephslegende“. —. Mittwoch, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement) „Rigoletto“. — Donnerstag, 6 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement) „Tannhäuser'. (Tammäuser Herr Kammersänger Heinrich K n o 11 e von München als Gast). Freitag, 7 Uhr, „Die Frau ohne Schatten“. (Kaiserin — Fräulein Elisabeth R e t h b e r g vom Operntheater in Dresden als Gast.) — Samstag, 7 Uhr, „Werther“. ImRedoutensaal der Hofburg gelangt Montag „Figaros Hochzeit“. — Mittwoch. „De r Barbier von Sevilla“ zur Aufführung. Wochenspielplan der Neuen W i euer w B ü h n Qr TäÄlicb, abends 7 Uhr, J m D a m e n c o u p d“. Festvorstellung der Freien jüdischen Die: feierliche Eröffnung der Spielzeit dieses Ensembles in der R o land-Bühne findet Mi11 woch d e h ,19. A p t i 1 (h i c h.t, wie ursprünglich gemeldet, Donnerstag den 20. April) vor geladenen Gästen statt Die Freie jüdische Volksbühne ersucht alle ihre Freunde, die irrtUm*, lieh für den 20. April geladen wurden, dies zur Kenntnis zu nehmen. Zur Aufführung gelangt Leiwiks Schauspiel „Sc h m a t e s“. - Marie Jerltza ist von Amerika nach sechraonatllcheß Abwesenheit zurückgekehrt und tritt kommende Wocbd wieder an der Staatsoper auf. 0 Reinhardtsche „Freilichtspiele* in Wien, Wie wh erfahren, beabsichtigt Max Reinhardt, der gegen? wärtig in Wien weilt und die abschließenden Verhandlungen wegen des Redoutensaals pflegt, im kommendes Sommer „F r e i 1 i c h t s p i e 1 e* großen Stils zu vete anstalten, die auf dem L a x e n b u r g er T nr n J c,jm ■pT atz stattfinden sollen. Gerichtssaal. Die Wohnungsnot Der Kaufmann Jakob Schneider hatte, weil tsj le i n e passende Wohnung iflr seine aus sechs Personen gestehende Familie nicht finden konnte, z w e i räumlich voneinander getrennte Wohnungen in demselben Hanse gemietet, von denen eine aus Zimmer und Küche bestehende Wohnung im ersten Stock, die andere, aus Zimmer, Kabinett und Küche bestehend, im vierten Stocke lag. Das Wohnungsamt sah dies als nicht angemeldete Doppelwohngag an und förderte die im ersten Stock gelegene Wohnung an. In der dagegen an den Verwaltungsgerichtshof eingebrachten Beschwerde wurde bei der gestrigen Verhandlung geltend gemacht, der Zufall, daß die beiden Wohnungen, die zusammen für den Beschwerdeführer, seine Frau und viel erwachsenen Töchter kaum ausreichen, räumlich von einander getrennt sind, mache sie nicht zu einer anzeigepflichtigen ^Doppelwohnung*. Man könne sechs erwachsenen Personen nicht zumuten, in Zimmer, Kabinett und Küche zu wohnen. Dazu kommt'' noch, daß der Beschwerdeführer lungenkrank» sei und daher, um seine Familie nicht zu ge« ■f ähr den, in einem abgesonderten Raum schlafen müssen Der Vertreter des Mietamtes erwiderte, es gebe derzeit in Wien 30.000 Personen, die überhaupt k*e ine Wohnung haben, ganz abgesehen von jenen ■ Fällen, in denen Personen in unglaublicher Weise zusammengepfercht wohnen. So seien dem Wohnungsamte Fälle genug bekommt, daßtneun Personen ln einem K a b i n e 11 wohnen. Gegenüber den 30.000 Obdachlosen und den derart zusammengedrängt Wohnenden sej Beschwerdeführer noch immer gut daran. Der Verwaltungs- : gerjehtshof (Vorsitzender Senatspräsident Dr. J e nn y) wies die Beschwerde als unbegründet ab, weil es im Ermessen der Behörde liege, ob die Wohnung für das W^ohnbedUrfnis des Beschwerdeführers genügt, wenn auch zugegeben werden müsse, daß eine gewisse Härte darin liegt, wenn sechs Personen in Zimmer, Kabinett und KUch« wohnen müssen.

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