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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-15 · Heft 1153 (15.4.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1153 (15.4.1922)
Date
1922-04-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 * W?eft, Samstag - Volkswirt. £eldinflatiott und Kapitalsverwässerung. Von Dr* Heinrich Schreiber. 4 Mau wäre versucht, beide Begriffe für synonym zu halten; doch decken sie sich nicht ganz. Sie streben auseinander und werden auch nicht in gleichem Sinne ge- . braucht. Freilich fühlen sich beide gleich feucht und klebrig!;»tu Unter Inflation versteht man gemeinhin eine Üeberfiofamg mit Geldzeichen, unter Verwässerung’ dagegen eine seichte Verfälschung des Kapitals, Insbesondere bei Aktien. Mau spricht also von Geldinflatjon und Kapitalsvenv«jssening. Eines birgt nicht das andere, fwohl aber hat im Wesen die Geldinflation die Neigung zur Kapitalsverwässerung, ohne sie jedoch unbedingt nach «sich ziehen zu müssen. Es sind gesonderte Kreise, die sich aber unter Umständen berühren und sich scheiden können. Am sinnfälligsten wird man dieser Symptome und Er- ■ Ächeinungen auf dem Effektenmärkte gewahr. Die Geldinflafioiv die angeschwollene Geldwelle hat auch die Teuerungswelle angeschwemmt; sie hat die Kurse der Wertpapiere — wie den Preis aller Waren — in die Höhe gewirbelt und jene Bewegung ausgelöst, die man als Katastrophenhausse bezeichnen mußte. Sie hatte Bestand und konnte sich austoben, solange die Geldinflation allein 'vorwaltete; sie war erklärlich und gerechtfertigt, um der pon der Inflation verschuldeten Geldentwertung ein Paroli 211 bieten, ihr beizukommen, sie auszuwetzea und unschädlich zu machen. - i Sie muß aber versagen und versiegen, wenn sich zur Inflation des Geldes auch die Verwässerung des Kapitals gesellt, Geldwert und Sachwert von der gleichen Strömung erfaßt werden. Die Gefahr hiefür besteht und steigert sich mit der die Inflation begleitender Nebenerscheinung der Kapitalsvermehrung. Die Teuerung, die an der Geldinflation unablöslich wuchert, zieht auch das Kapital in ihren Bann und nötigt den Unternehmungen und sohin auch ihren Assoziationsgebiiden, vorzugsweise des Aktiengesellschaften, neue Kapitalsschöpfung 'auf, die sich In schnellaufenden Kapitalsvermehrungen tonnmeln. Kapitalsvermehrung an sich ist natürlich, noch lange keine Kapitalsverwässerung. Wenn die Kapitals Verunehrung das Kapital w i r k l I c h erhöht und in dem Shr angemessenen Umfange mehrt, darf und kann von einer Verwässerung nicht die Rede, sein. Verwässerung ist sie «rst dann, wenn die Kapitalsvermehrung das Kapital und j Vermögen nie h t m e h r t, sondern dazu dient, das | Vermögen "bestenfalls zu erhalte^ oder schlimmereufalls den Grad der Teilhaber sc h.a.ft zu iiberschratiben, mithin «icht das Kapital, sondern bloß d! e K a p i t a 1 s an t e i 1 e zu vermehren. Der erstere Fall, das Vermögen zu erhalten, mag ein wirtschaftlich durchaus löbliches Beginnen sein, aber eine Kapitals?- Vermehrung ist es nicht, vielleicht aber auch keine Käpitälsverwässenmg. Unbedingt jedoch ist es der zweite Fall, iweil er sich zu einer solchen Vermehrung der Anteile auswirkt, welche den alten Stock zersplittert, Ihm . seine ^Festigkeit raubt oder, um im Bilde des Wortes zu bleiben, den guten alten Wein wässert und ihn um Stärke1 und Uroma bringt. Der Wein wird wohl nicht weniger, aber er 3 »?ird schlechter. I Das kann freilich auch ohne Geldinflation geschehen j And ist auch häufig ohne sie geschehen. Allein die Geld- § Inflation ist ein tückischer Infektionskeim, der, wie eine I /finanzwirtschaftliche Leukämie, Blut zu Wasser verwandelt J «ad verderblich wirkt, wenn sich Geldinflation I mit Aktie «Inflation mengt. Man muß also acht | WIENER MÖRGENZEmWG | Genua 1 wird entscheiden Ü . ob der Wiederaufbau Europas beginnen kann. . §§ ‘Im Rate der Völker wird auch 1 die Stimme der Republik Oesterreich gehört S werden, deren Wirtschaft an den Folgen des Krieges S wohl am meisten gelitten hat. Wir stehen an der Sg Schwelle schwerer Ereignisse und müssen mithelfen H bei der Wiederaufrichtung, stärker denn je. Nur durch M den Wohlstand des Staates ist der Wohlstand W des Volkes gesichert. Deshalb beachte man die M ItllllllllllilSllllilllllllllllllllllllllilllllllllillKllllllilülilliillllllllinillüllillllliillll S welche dreimonatig kündbar und eskomptefähig sind, S dabei den weiteren Vorteil bieten, daß die Zinsen auf sg 7*4 Prozent erhöht werden, wenn der Käufer dieser Schatzscheine sein Papier «ein Jahr lang in seinem Besitze behält. Ejj Ankauf und Auskunft über die Rentabilität und Sicherheit bei dem S Postsparkessenamt, bei den Banken, Sparkassen und Kredites Instituten in den jeweiligen Geschäftszeiten. IS. April IM *vrT,r1^'... M. »g sas Bei dem Umstande, daß, diese Zahlungsmittel in verschiedenen Währungen eingeflossen sind und eine. Amfertigung von Schuldverschreibungen in alle« diesen Währungen ans technischen Gründen untunlich erscheint. Wurde vom Bundesministerium für Finanzen gemäß §!, Abs.la, des Gesetzes über Kreditoperationen für die Ausfertigung der .Obligationen, die auf, ausländische Währung lauten sollen,, einheitlich die Schweizer Währung bestimmt Die mit Obligationen in dieser Währung, nicht bedeckten Beträge werden naebNWahl dds Einlieferers entweder bar zum Kurse des Einlieferungstages vergütet öder, soweit es möglich ist,, unter Barausgleichung mit auf Kronen lautenden Obligationen bedeckt oder aber in natura zurückgestellt. Die Bundesschuldverschreibungen, sowohl die aüf Schweizer Franken wie auch die auf Kronen laufenden, tragen, das Datpm vom 30. April 1922 und sind von diesem Tage , an verzinslich. Die vom Einlieferungstage bis 30. April aufgelaufenen 5°/« Zinsen werden in die Abrechnung einbezogen. \ Die Ausfoigung der Schuldverschreibungen geschieht durch .die Oesterreichisch-ungarische Bank! spätestens ittt Monat Mai. Die Absatzkrise im Ostrauer Kohlenrevier. Hiiiiiiiiiiiiiiiiiii haben und sie sorgsam auseinderhaiten, jede koutagiöse Berührung verhütend. Schon daraus aber erhellt, daß beide Begriffe nicht in einen Topf geworfen, nicht auf eine Linie gestellt werden dürfen. Im Trubel der Kapitalserhöhungen wird freilich hierauf nicht immer Bedacht genommen; es fehlen auch zumeist sofort die Behelfe, um Spreu vom Weizen zu sondern, so daß mit der fortschreitenden -Vernichtung des Geldwertes, welche die Inflation auf dem Kerbholz hat, auch die Kapitalserhöhungen von des Gedankens Blässe angekränkelt werden. Sie ziehen •nicht mehr so wie im ersten Blütenflor. Die Stimmung ist matt und müde geworden, die Spekulation will nicht recht mit Mag auch hie und da Im feurigen Funtfenregen eine blendende Raketär aufsteigen, die den Kurs eines Papiers mit einem Knalleffekt in die Höhe schleudert, so bleibt doch immer wieder nach jeder solchen Kapitalsbewegung ein brenzlicher Geruch des Zweifels zurück, der sich •schwer auf die Sinne des Marktes legt und’ nicht zum wenigsten an seiner Stagnation die Mitschuld trägt Die Wirtschaftskommission. Genua, 14. ApriL (Tschecho-slow. Preßbur.) Das allgemeine wirtschaftliche Subkomitee der Wirtschaftskommission wird den ganzen Komplex der Fragen behandeln, die mit -dem internationalen Handel, den Zolltarifen und den Einand Ausfuhrbeschränkungen im Zusammenhang stehen. Das wirtschaftlich-juridische Subkomitee wird die -Fragen' des gewerblichen Eigentumsrechtes und andere Rechtsfragen behandeln. ln das Subkomitee der Verkehrskommission wurden außer den alliierten Mächten, Deutschland und Rußland auch Oesterreich, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und Lettland gewählt. Dieses Unterkomitee wird morgen tagen. Ausgabe von Bundesschuldverschreibungen für eingelieferte Valuten. Auf Grund des Valutenanmeldungsgesetzes wie auch des Gesetzes über Kreditoperationeir vom 21. Dezember 1921 wurden dem Bunde ausländische Zahlungsmittel gegen Ausfoigung von auf ausländische Währung öder auf Kronen lautenden Schuldverschreibungen züf Verfügung gestellt. Mährisch-Ostrati, 14. April. (Tel, der „Wiener Morgenzeifung“.) Die Bergbauindustrie des hiesigen Bergbaureviers'. sieht sich' zu weiteren Drosselung e n,veranlaßt. Die Bestrebungen der Gewerkschaften, betreffend die Aufhebung der Kohlensteuer, um der katastrophalen Krise Einhalt zu gebieten, waren bisher erfolglos. Bezeichnend für die furchtbare Absatzstockung an Kohle Ist der Umstand» daß nicht nur mehr Klein- und Staubkohle, sondern auch Grobkohle kaum mehr einer Nachfrage begegnet, so .daß täglich, trotz der in der letzten Zeit vielfach ausgefallenen Fördertage, große Mengen Grobkohle auf Lager gestürzt werden müssen. Es wird befürchtet, daß; nach Ostern die Aufträge noch spärlicher einlattfen werden und der Eintritt der warmen Jahreszeit den Absatz an-'Grobkohle noch weiter drosseln wird. Angesichts dieses'Umstandes; häben die Bergbauuntfernehmüngen sich gezwungen gesehen, eine viertägige Feiertagspause in der Förderung eintrefen zii lassen, so «daß von Freitag bis Dienstag« ad? allen Schächter die Arbeit ruht. Eine derart lange Förderpause; ist seit Jahren noch nicht zu verzeichnen gewesen. Wiener Lombard- und Esconipte-Bank. Die Zentrale der ^Wiener Lombard- und Escompte-Bank übersiedelt während , der Ostertage in ihr neues Bankgebäude, lr Schöttengasse 10, in welchem Dienstag den 18. April, der Betrieb aufgenommen wird. Im Hause, I.,,WippHngerr straße j31, wird nur die Wechselstube als solche im Betrieb verbleibe«. Aus der Werkstatt der Börse. Das Leben und Treiben an der Börse (das Innere, die Kulisse, die Agenten, Sensale usw.) wird Dozent Dr. jur. et rer. pol. Rudolf G.rani'chstaedten-Czer va am Mittwoch "den 19. April,; 1/s8 Uhr,, im Kleinen Saale der Urania schildern und anschließend die volkswirtschaftliche Bedeutung der Börse erörtern. L. . > Inventurpreise für Metalle. Auf Grund von Ver-* haiidlüngen mit den Steueradministrationen hat der Fachausschuß der Metallhändler Inventurpreise für die „Bilanz 1921 aufgestellt. Dieselben sind im Sekretariat des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, IV., Schwarzenbergplatz 16, erhältlich. Pie Tätigkeit der Stellenvermittlungsabteiluug des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft. Die Stellenvermittlung hat im Kalenderjahr 1921 1680 Angestellten, 1037 Arbeitern und 338 Lehrlingen, insgesamt also 3055 Dienstnehmern, gegenüber 2125 im Jahre 1920 Arbeitsposteu verschafft Die Zuweisung der Posten Ist sowohl für Dienstnehmer als auch Dienstgeber unentgeltlich und lediglich nach sachlichen Gesichtspunkten erfolg^ % Geiinnunasgenoiien! SS5 die Wiener Morgenzeitung M.FortKlzrmz.- Der Min. Von Leopold Kompert. ,-y’; Zum Schlüsse erhob Kobi noch einmal das Glas, jtend indem er die. vorgeschriebene Segensformel darüber - f9t>rach, nippte er davon und verbeugte sich dann noch-; pials gegen ..den Randar, . dem er mit einem: »Zur 1 fKraft« dankte. Ais Kobi hierauf nach Mirl blickte,, fand er ihr liebes Antlitz von Freude strahlend; er, hatte jalso^ »gute gebenscht? * Nachdem. Mirl wieder abgeräumt hatte, meinte ,der .'flandar, der sich wÄt und breit in seinem Lehnstuhl streckte, indem er mühsam das Gähnen unterdrückte: »Was machen wir jetzt bis zum Schlafengehen? ^Kannst du einen ,Franzefuß'; spielen, Jütigel? Du verstehst dich ja auf aKes.« , ’’ Ko-bi besann sich einen Augenblick, ob er auf diese •^kitzlige Frage mit Ja oder Nein antworten solle; aber ebenso rasch sagte er darauf: »Wenn man mich gerade benötigt, lass* ich mich, «ach zu einem ,Franzefuß’ gebrauchen.« »Gut, Jüngel,« meinte der Randar, .der sich zusechtsetzte,. »wir wollen sehen, was du kaitfist.« : Mirl brachte Karten und Kreide. Der Randar erjgriff das »Pasche Karten, blätterte sie mit kunstgeübter tfland durch und »gäbe dann aus; : auf Kobi. waren ‘merkwürdigerweise lauter schlechte Blätter gefallen,/ Ehe das Spiel'nun begann, griff der Randar (in seine Hosentasche und legte einen silbemen Zwanziger neben sich, Kobi griff ebenfalls nach Geld, brachte aber -nur einen kupfernen »Scheinkreuzer« heraus, den er ^gleichfalls in bescheidener Ferne aüL den Tisch fallen: fließ. ... , ’ »Was soll das?« rief der Randar mit dem ganzen $I>ngestüm seiner derben Natur, »meinst du; ich bin ein;Schnorrer, daß ich mit dir um einen Kreuzer spielen fwerde? Du'spielst mit Jcscl Süß, Jüngcli Vcstohst du das?c . ';.>Und ich spiel um nicht höher,« sagte Kobi ent* iseliieden. »Das können Sie tun, Rebb Josel, ich tu's nicht.« »Ich spiel aber nicht um einen lumpigen Kreuzer,« twehrie der Randar zornig. »Zwingt Sie den« «öcr* Jpsd?« Mintc Kobi Der Randar murmelte etwas zwischen den Zähneu, .was Kobi entging, dann ergriff, er die Kartenblätter und ,‘sagte in einem ruhigeren Tone: »Fang an, Jüngel. Ich will dir zu Gefallen deinen Kreuzer wie, einen Zwanziger ansehen. Spiel'aus!« ' . Kobi verstand sich vom väterlichen Hause au's vortrcfflich auf dieses in den Gassen des Ghettos besöndens beliebte Spiel, er konnte jetzt den Meister zeigen! - Ohrfehin waren ihm »schlechte« Karten zugefallen .. . : wie leicht könnte er daseine /Geschicklichkeit, ja seinen Verstand glänzen lassen! Wenn er aber gewann, beleidigte er damit nicht seinen Gastherrn? Gebot .es nicht schon die Artigkeit/daß er de» Randar gewinnen ließ? Wer aber stand-ihm dafür, daß der Randar mitseinen scharfen Augen ihn nicht Durchblicken würde,, Heuchelei, Gefallsucht und dergleichen' dahinter sehen könnte? k Dennoch entschloß sich Kobi für das letztere; er wollte; den Randar gewinnen lässen: Von zweien, die miteinahi •der spielen, kam er innetlich zum Schluß, will jeder’ge- ' wirinen und freut sich/ selbst wenn ihm nur/ein ’kupferner Kreuzer zufällt. Sollte der Ratidar anders geartet sein? . - \ Kobi wandtenuodie Kriegslist an, daß er sich trotz; der schlechten Karten anfangs als Meister des Spieles . bewies; bald darauf lies er die Flügel hängen, machte auffällige Fehler und zog sich eine Niederlage zu, die er wphl vermeiden konnte. Als er beim' Umblättern der : - Karten zufällig «ach Mirl sah, bemerkte er einen Zug . sorgenvollen Traurigkeit auf ihrem Antlitz; ummerklich, aber nur ihm verständlich, glaubte er. sie ihm zu- .winkend gesehen haben. Was wollte’sie? Um Gottes willen I Hatte er irgendeinen .Fehler begangen, vo>r dem sie ihn warnte? WelchenEr sah schärfer nach ihr hin; ' die Traurigkeit war noch nicht verschwunden, sie winkte 'ihm aufs neue! Nun wußtet er es deutlich und klar.’ BSeim zweiten Spjel beschenkte ihn das Geschick mit besseren Karten; allem Anschein nach konnte er nun so leicht gewinnen; wie man die Hand umdreht; dennoch beschloß er’ bei der einmal angenomtiienen Kriegslist zu verharren, nämlich sich selbst zu schlagen, Der Randar sollte nicht, meinen; sein Herz klammere sich an einen Zwanziger. .Diesmal beging er noch auffälligere Fehler; der Randar war auch kein Kind im Spiele und benützte jede Blöße Kobis mit geübtem Scharfblick. Wieder sab Kobi nach geendigtem Spiele nach M:rhvAi/;'/'-icht. Jener Zug der Traurigkeit laf noch immer darauf/es kam ihm sogar vor, ais ob sie ihol mitleidig anblickte. .. Sie winkte hiebt mehr. Leben-, diger. Gött! Was hatte-er begangen?-Er war sich doch - köines Fehlers^ bewußt! Verwirrt, mit Schwindel' iüi Kopfe, clünkel vor den ■Altgen/ begann er das drittd 'Spiel.;"-'1 K°bi spielte Wieder schlecht; mitten darin sah, er zil Mirl’Hinan; nun bemerkte er gar Tränen in' ihren Äugett/ :Zugleichfühlte er,> wie Wt?rden». Tische: sein rechter ' Fuß leise, fastzu leise berührt war. Er sah noch ei-ni nialnäch ihr hin; tiefes; Erröten zog blitzschnell über - das holde Gesicht, um gleich .darauf dem "trauriger« Zuge.'wieder. Raum zu .gönnen. Nun trat TodessdhWöiß auf Kobis 3tirne, das Blut ’geranh ihm in döa Ä'dem*/ 'Was.wollte. sie?: Wovor warnte sie ihn! Etwa,' däß <e* .den .Vater gewinnen ließ? Konnte das ein sölches-Ver-, -gehen im ihren Augen sein?. Zum ersten Male im/Leber» - ratlos/:bemächtigte - sich. seiner ein verzweifeltes Gefühl, imnifer düsterer zog es vor seinen Augen, auf.: Nacdit -umjH gäh ‘ihn. aus der nur Mifls* holde Schönheit wie' ein Stern-glanzte.Aber ohne es zu wollen, hatte er währetiil dieses Zustaaides einige Meisterwürfe geta»;'ersüstutifl bemerkte er, daß das Spiel zu seinem Gunsten sich unw gestaltet-hatte, -y }. v' Als er jetzt, wieder 'nach Mirl sah,,>war jener Ztig verschwunden, ein. miidfreudiges Lächeln strahlte über ihr ganzes Weisen. Meinte sie es 'So'? jubelte'es stür- . ödsch inder angstbefreiten Brust Kobis. Nun sohte sie mit ihn?-zufrieden sein, der Randa-r inne werden,, d’äß; e* einen wirklichen Meister «vor sich hatte. Kobi fühlte sich! neugestarkt. . >;; In den darauffolgenden Spielen zeigte sich dis iljwiei Kriegs weise- Kobis in ihrer ganzen Macht und Bedeutung; mit eleu besten• Karten konnte der Randal nicht; gegen ihn aitfkömmen.' Zwanziger auf Zwanzigei lagerten' sich zur Seite Kobis hin, wie Siegcsbeüte’ aus ' blutiger Schlacht davo-ngetragen, aber Kobi hütete sich sehr/ durch irgendeine freudige Miene die Rcgünge» ' seines' Inneren zu verraten. Sein Leitstern blieb .Mirh Angesicht, es leuchtete noch immer der lächelnde. ZuZ darüber; mit jedem neuen Siege verschönerte cs sich, und, kein Wunder wäre . es gewesen, wenn Kobi i» banger Verwirrung in neue Fehler gefallen wäre. (Fortsetzung folgt.) . 5348232353532348232353904848485353482323235323234853484823235348

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