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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-13 · Heft 1151 (13.4.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1151 (13.4.1922)
Date
1922-04-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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.Sfc'jW Me«, vWWE' mimm'WömsmzETrvm’r!3.April WST Lokal die GaatwirtÄnizessiori. Er zahlt oaturlich kiitch eittie Eü-werbtsteucr. Br hat bei der Verhandlung dem Mietsenat eine vom etwa 40 Personen ge- IksrtlAte ErklLming- EgeleFt» M welcher düese' He- - ktLÜgsn» dsü'sie r e g e;! ,m ä JH ’g Gäste seines Ixifkajs Br fbat die .Vennebmamg dieser Zeugen,; nind ‘inech’anderer Zeugen yerlaingit, die er k& seinemMdjsgwudh namhaft gemacht hatte. Die Auibräge auf- VeimehinfiDng dieser Zeugenhat des. Mictseriiät als;»ud e r heb>1;icb« -sbg e w i ese«. und 'halt;■ sich Wit der Vernehnim'ag folgernder Personen begmigt: iDer die .Änfdirdeptwig in giehäßigster Weise heitrei-, ibefudeii *H a ut's*b e s i ch z e r A r*xm> u>sr d J e ui «ry ’hV eii,. dann der doch zweifellos jimter dem Einfluß [der 'Hausbesitzer anliegenden H'a.iusbesorge-; Ir 1 n 'Käirolitn e. G r ei d u>nd der von 'dm H-auiäbesif zern Igeftihrteni Zeugeri Josef Geier und Katharina teohn. Der. Haiusbesitzer-Ardn W eil,;der "dais lokal. für si-cb haben will, hat angegeben,' - daß Weiner dort Geschäfte machen. »soll« und atttr für seme Familie koicht. Seine.Gattin Jenny Weil 'hat daß der Betrieb seit -dem Sommer timg w . . »fast« (!). eingestellt ist ttnd hat die dkvrch dieamtlichen Erhebungen. als ütrwaihr ih-achgewiesene Beihapptong htnzuge-iügt, daß das Lokal »seit letzter (Zeit immer geschlossen war«. Hingegen hat'‘die: •H a itt is b e s o <r g e r i in* Kjairolinc G r ad auisgesagt,' daß das Lokal geöffnet ist, daß dort aber nJe gemocht wird. Josef G ei'eir war angeblich am 1 No* rvember Gast im -Lokal-, sonst sei aber kein Gast anwesend gewesen. (Zu weicher Stande dies war-, hat vier Senat zu fragen nicht für notwendig befunden;) Und obwohl der Zeuge Wertheimer angegeben 'hat, friaß er Jt ägdic lr in G e s e 11 so h'ä f t vom anderen jS tam m g äst e n die; ht ah 1z eit ein ein- , bim -m t, und' vrieWM' die' daa-gestellten ' übrigen 'zweifellos sehr - gehässigen Aussagen 1 ätreh üsitereisiafnder im Widdrs-pmch stehen, hat desr Senate alle übrigen von1 Weiner geführten Beweise als »ttner- Ihablich « _-aibge-\vie&enV Winrf llasseai die f&niülSe Be- Gründung der Emtscbeidluing' foigeii1: .' . . ^: »Auf- Grund dieser Ergebnisse des Beweis- '* Verfahrens ist der Senat s« der Anschauung gelängt, ' ' -daß ' ih dem LöSlcal tatsäMich 'seitlängerer Zeit -eine - - gewerbsmäßige Veraibreicliüing - von Speisen '• nicht: •ferfdlgte, daß im Geschaftslokal .somit kein' Gewerbe- - . ^betrieb a-usgeübt wurde.-- Selbst wen« e i az elire - iPersdn.en, di e gewi ss e rm aß en .(!);: ZU m; ilB.e.'kant.enfcreis des Einspruchswcrh'e.rs ,' lg e h or t ß n, r e g e l in ä ß i g ge g e.ai, Eti tge.l t - ’ pin.deni Lbkale.s.ipeisten, so kann.daraus^allein ichodh nicht auf die gewerbstnaßige Vem'brqlchüng von ' Speisen geschlossen werden.' Das Geschäftslokal war 'J [daher zut kritischen; Zeit;tatsächlich in seiner Eigen- fischäft als Gesdiäffcslökal äunbenützt«, weshalb die 1 i Anforderung im Grunde dös § 9, Abs. s, Punkt 2, ge-; rechtfertfgt ersdheint. Die' Anträge auf Vernehmung , - Weitere-Personen, die in diesem Lokal regelmäßig essen ■ . Isollen,, erschien nach dem;Ergebnis .des Bewcisver- - ■ 'fahrens unerheblich und war,daher abznweisen.c ' . Hiez-U: Muß ^zumächtzt bemertit .werden, daß m-ach, 9 Aufordenmigs- - VerbrdiiMng W n b-c n ü t z ft e fceschäft&rä'uime; nür als Eirsatzräume für. bisher z-u! Kanzleien und Geßchäftszwecken. benützte Wohinüingcn.' angefeedert, werdenkörnier- und daß die An- , foirderung schon ans diesem- Grunde vollständig, ge- ' isetzwidrig ist. Aber, ganz aibgesehen davon, müß tna-n - s.ageyr, daß die Rechtsprechung der als, demokratische Einrichtung gedachten - -Mietsenate durch solche Urteile geradezu kompromittiert wird. Was 'soll m-a-n zu einem Senat sagen, der es »unerheblich« findet, die Stammgäste eines Lokales als Zeugen zu .vcrnehmei], wenn es sich um die Frage handelt^ ob ein Lok;?! von Gästen besucht wird? Und was. soll . man m der 'Gesetzesverdreliungskuni&t eines' jjUiriistisch gebildeten Senatsvorsitzeaden. -sagen, .der'e? Izuwego bringt, vicnn einem in seiner Eigenschaft als 'Geschäftslokal »unben-ützten« LcÖcal > zu -sprechen, das auch ’dian-n »unbenutzt« ist, wenn ■ dort täglich iain;einzelne/Personen, die »gewissermaßen« zürn..Be>- kannten kreis -gehören, Speisen, verabreicht werden? iSW-ürdc derselbe Magistratsbeamtee — es ist.der Kommissär Dr. Just — nicht den Weiner - m -.einer empfindlichen Strafe verurteilen, wfem er o-h n e Kpnze-s s i o»n an »gewissermaßen ziiim.- Bekanntehkreis gehörige Personen^ itfoc-h . oben drein in 'einem öffentlichen. Gaissenlökail, gegen Entgelt Speiisen, heiraibreich'ettl: würde? Wird die Steuerbehörde izugestehen,' daß - bei. diesem Tattbestaipd kein. Gewreibebetrieb' vor liegt und sie daher suf die Erwerd- |steuerz?.h'lüng''verzichtet? Wenn m-an diesen Dotktpr H u s tv-nö-ch weiter gegen die Wiener 'Bevölkecung - |ösk'osen wi,rd“'. können', wir ja noch recht netto »Dinge c Leben 1 Därni werden folgerichtig einem Arzt die’0idiin-atiÖnsräu.me ajngefordert werden, v 'jw.ehb ihioi nur selten ein' Patient aiufsucht; auch - die - iWcnkstättc ,d es Schusters wird ihm zum Opfer falIon,..wenn: er nicht täglich Arbeit haben wird -Mw. Bei E echtsstreiten um ' wenige tausend .Knonein ist 'den' Patteiein der Recblszug durch drei Instanzen offen:. Wcum es sich-aber um E x i s t e 11 z f r sg e,n handelt, .wie bei Gesdiäftsauiforderange-n, en^oHet- 'det der;M ietseuat als einzige Itiistanz e Bt d g ü 111 g. :D)a-'muß man doch von «svMr«n SeüntzOsn etwas mehr GewfiSLiMlhiaßtiZkeit' umd vorn Vorsiitzeridten Enteis 'Sdlicthön: Sena-tos verlangen, -diaß etr ein Gesdtz kiu leisein und ih'm ättdh bei dien, BciaHlzotn Arilirtiuing bu 'vensicha.ffe.u versteh t:. Stiaidtmat Web-er, an dieissengntejn Weilen - litiomM-d zweifelt, swIÖte vnr hlilem dlaifür Sorge tragen, daß zu Viartsitzöiudlejn dte/r iMietsenlsit'e muir ä'lteire, ©rfailmonie Beiaawte bostöKl-t wenden, dernesn sofehe außenondieautlirch widhlrige Aufgaben mit Ru8n& LLÄvesTdmkut werden dürfen. Welidher RMiltcr wüirdie ss wagen, e-inie -Partei mit aillfen Ihren BeweiaalnttJräg'efi gam einfach abizuweifsan und sein Utrteül. «atorf d&e befangene Aiwsisaige des Amiaeigens lUtnd ■Ttoo. itom1 -Abhängiger Leute amfcaubaiuöni? Aber noch eines müssen wir festtislbeöilm. Der-:' söfibe Beamte, dlor. während dbr Vbredbdbuimgon »diais Gosdiäft »beidbaditete« utoid dfcsrt stngdblikihi n^e-mä'ls Gäste vbrfand-j ' hat bei *dter Rämmiüntg dies Gesdhäftsiliokaflis'. tniichlt mlur edhteiM'idie. ■WedtoMomtäte, sondern: aiucfii-em für mijtnd'esteints 50 Pensionen! ivpdbtereäbetes Essen, voag’eifiitlnd’ein'. Wie st »mimt diles, tnit; seinen. »Becubiaßbtmng'ettK ü’bereiini? Halt er - aiiich .seinen Vörgiesttzfei tvioto'.dSieeeiitt Umschsndi .eirBltattet:;.; Hertr W c S «? e<r ihiaifc - gegen;? Äs. EnÜlsphe-rchLiK des NfietÄmtes die Boschwer-de sru -den Verwa/ltangsgeriebibshof übenreiciitt^^ohd um auifsdiidbetidie Wifirküng für seine Beschwerde amgesnadbt. Wiewtdij sdeih mdh umsor-er. hnchonmÄtiicm sRtz maßgeidenidien FlAiktoren dtes Wlofnlniung’siattnities «döirüfoer. im Waren sind, daß <fie Besdhwende Erfolg halben anuß, weil hier eioi eMaitalnlbar, jedermaam offenEfiicbtfi kbier ’ iWhtstejtcfo varliiegt,. wbrdte seiloeir Boscörwendle bisher dlie alu5schä«.b^vd!e- Wiktong niidhit zuied<Jannt, W:as eben die später wieder eistiertte D-e®qgiiidnu»ng Wefnens zi«r FolgebaAte. Sollll «de Rechiösipredhliingder M-ietsenate nfcht zur Strafe der Wiener Bieyöäkeiding werden, so * wird Herr Stedtot WsHoitmter «eiisn Beam'tJen-, itM>eso‘ndere aibeir umt’er den, die Erhebungen pflegenden AantsoirgöSicn, grümdfcbe Mufsterung bjafiten müssen. Im TiteariM-egenifei FoMe erwanteu wiir von Nm, daß er M ssmism Warkum'gslkmeiis die nötige« Vtstfeehaningeln trifft damit etoe zabnlkÖpfigc Familie vor diefm größten- Efeinß bewahrt werdfe. - Ein eheliches Drama auf offener Straße* Gestern um die Mittagsstunde hat sich im IV. Bezirk auf offener Straße eine gräßliche Efietragödie abgespielt, der zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Die Passanten der Seisgasse, einer Nebengasse der Blechtumigasse, sahen um die Mittagsstunde zwei Damen auf dem Bürgersteig gehen, als sich ihnen plötzlich ein elegant gekleideter Herr näherte und nach kurzem Wortwechsel einen Revolver zog, auf eine der Damen zwei Schüsse abgab, die Kopf und Brust trafen, so daß die Frau sofort blutüberströmt zusammenstilrtzte. Dann legte der Mann auf die zweite Dame an, gab zum dritten Male Feuer, doch ging die Kugel fehl. Während Passanten zur Steile eilen wollte», lief der Mann gegen die Straßenmitte, setzte die Mordwaffe an die rechte Schläfe und gab zweimal Feuer. Die Rettungsgesellschaft wurde wohl berufen, konnte jedoch nur bei beiden den Eintritt des Todes feststellen. Vom Kommissariat fand sich eine polizeiliche Kommission auf dem Tatort ein und stellte fest, daß der Mörder und sein Opfer Ehegatten sind. Er ist der 40jährige Kaufmann Hugo Linden, l. Dominikanerbastei 16 wohnhaft, sie Ist seine Gattin, die 39jährige Private Toni Elisabeth Prokope Linden, IV., Seisgasse!S wohnhaft Kaufmann Linden stammt aus Stockholm nnd die Ehe des Paares hatte sich so unglücklich gestaltet, daß Frau Linden im Jänner die schwedische Hauptstadt verließ und nach Wien kam, wo sie bei der Gattin des Direktors der Erikson-Elektrizitätsgesellschaft A.-G. Waldemar Brunner gewohnt hat, Frau Linden stand mit ihrem Gatten im Ehescheidungsverfahren. Im März!. J. folgte ihr Linde« nach Wien, in der Absicht, eine Versöhnung mit seiner Frau herbeizuführen. Doch seine Versuche schlugen infolge der entschiedenen Haltung der Frau fehl und in dieser Stimmung dürfte Linden den Entschluß gefaßt haben, seiner Frau und seinem Leben ei« Ende zu bereiten, Polizeiliche Hausdurchsuchung bei der Oesterreichischen Staatspartei. Gestern nachmittags wurden in den Kanzleiräuhtea der Oesterreichischen Staatspartei Im Heüigenkreuzerhof und in der Wohnung des Parteiobmanns Kuno H o y n i g g polizeiliche Hausdurchsuchungen vorgenommen. Die Veranlassung dazu war die gestern erfolgte Verbreitung und Plakatierung monarchistischer Flugschriften mit hochverräterischer Tendenz. Die Hausdurchsuchungen verliefen ergebnislos. Präsident floyni gg wurde von I den Kriminalbeamten der Staatspolizei vorgeführt und nach seiner Einvernahme wieder entlassen. Attiateurboxkämpfe im Sophiensaal« Die Schweden In allen Kämpfen siegreich. Gestern abends fand im Sopftiensaal vor einem zahlreich erschienenen Publikum der erste Boxabend des vom Wiener Athletiksportklub veranstalteten Boxturniers statt Die schwedischen Boxer blieben in allen Konkurrenzen siegreich. Nachfolgend die Ergebnisse. Die erstgenannten blieben Sieger: Fliegergewicht: Oesterberg (Schweden)—innhauser (Sportklub), 'Nemetz (W. A. Ci)— Kugler (Wacker). Bantamgewicht: Kristensen (Schweden)—Barta (Fünf haus). Federgewicht: Peter Johanson (Schweden)—Burger (fron), Koritschoner (Irou)—Fachowall (Wacker). Leichtgewicht: Erlkson (Schweden)—Kobetkoff (W. A. C.), Reiß (fron)— Stark (Fünfhaus). Weltergewicht: Esner Johanson (Schweden)—Wittkowitz (W. A. G). Schönster Kampf des Abends Bittzel (Sportklub)—Bannert (Iron), Sedlaczek (Sportklub)—Oppeiitfayer (Iron). Oppelmayer disqualifiziert. Mittelgewicht: Sven NiJson (Schweden)—Wawrriofski (Sportklub), Letzterer gibt in der dritten Runde auf, Anderschitz (Sportklub)—Sachsel (W. A. G) Zusatzrunde. Kampfrichter Dr. Strauß. "V/.* Das Schicksal der jemenitischen Jude». Day traurige Los der jcmentti^dien Juden hat die jüdisch» Oeffeatlfchkeit wiederholt '-beschäftigt, und allgemein! *§£..;der Wunsch, dieses wertvolle Element des jüdische» Viölkes aus seiner bedrängten. Lage zu befreien und! ihm die Mögliohikeit zu bieten, in das Land der Vater -rr- Palästina—; zu übersiedeln, und. dort afe schätzbare Pioniere an dem Wiederaufbau des Landes werktätig niitztiairibeiten. Dieses begrüßenswerte Ziel hat sich rn Wien der Verein 2>Esrath Israel«' (II., Floßgasse 91) gesteckt, der sich bemüht, die orthodoxen Kreise in de* gatten Welt für diese Idee zu interessieren, um anf diese Wme nicht nur den verfolgten Brüdern in Jemen zt«f;Hilfe zu eilen, sondern damit auch am der Wieder» thauarbeit -in Palästina mitzuwirkea. Die von dem „Jcitt ausgegangene Idee hat, wie wir erfahren, besonders i» den Kreisen der. strenggläubigen Juden nidht ..aür. irt Wien großen Aaiklaug gefunden, und er, geht ' MN.' daran, eine großzügige Propaganda für die. E*r , fei^hung seiner Ziele in die Wege^ zu leiten. Zunächst ' söll’; diesem Zwecke eine ■ in Gründung begriffene ■Jrubd’isc-he-Mo nätssch rift dienen, -welcher . däs.1 nähere Programm bek-anirtgemacht werden soR ::Utz--ist dem Verein zu wünschen, daß es ihm gelinge, - MD diese seine Arbeit alle jüdischen Kreise ohne Untefr [ sipied -deir PartemChtung zu gewinnen, weil jedes - ehr^ ,UMe. Bemühen, das die Befreiung unterdrückter, Volks-:. , gejjossen und eine Fö-rdeung der Palästina-Arbeit zumij ' '^Zwecke bat, die weitestgehende Untefstützung ve.v^l ’ dient. ' ' 1 : ’.. > Personalnachricht. Heute entfällt wegen dienst-) ’licher Verhinderung bei Stadtrat Professor Tändler \dio Sprechstunde. "r.' * Arbeitslosigkeit in Amerika. H boVe r gibfi; bekäimt, daß die Arbeitslosigkeit in den Vereinigtfei»! Staaten in den letzten Monaten zugenommen habe und daß* die/amerikanische Wirtschaftstätigkeit auf ein Viertel ihres» Standes vor dem Kriöge gesunken sei. . / Sichtvermerk für Jugoslawien, lieber Ersucfadaj des .Jugoslawischen Generalkonsulats In Wien, I., Seifert stHtte 30, macht die Wiener Handelskammer aufmerksam» däß -Gesuche um Ausstellung und Vidierung von Reisej pässen nach dem Königreiche der Serben, Kroaten nnq Slowenen nicht an die hiesige jugoslawische Gesandtschaft sondern unmittelbar an das genannte, hiefür zuständigd .Generalkonsulat zu richten sind. Bei dieser Gelegenhehi wird'noch bemerkt, daß zur Erlangung von Sichtvermerken^ für; Geschäftsreisen nach Jugoslawien nach wie . vor Ms Befürwortung der Kammer erforderlich ist. ’ * Sterbefall. Sonntag früh starb in Prag nach! langem schweren Leiden der Advokat Dr. Theodor W e 11 $ c h, Vater des bekannten jüdischen Schriftstellers/ uniT Bibliothekars an der Prager Universitätsbibliothek; DLvFelix W c 11 s c h, Das Leichenbegängnis fand s«i Dienstag statt > Wetterbericht, ln Oesterreich herrschte /geafemi ffüh’; trübes regnerisches Wetter. Nachmittags ist diel .Bewölkung stellenweise aufgebrochen. Gleichzeittg ist es wähtjer geworden. Auch im übrigen Mitteleuropa nndi Süddeutschland regnet es. Vorhersage; vorläufig noch unsicheres, veränderliches Wetter* zeitweise noch! Regen, Temperatur wenig verändert. 'L;:* Zunahme der Arbeitslosigkeit in Wie», Natt deniMitteilungen der Arbeiterkammer bezogen Ende Mär? .4OT0 Arbeitslose die Unterstützung. Davon entfallen auf die Stadi Wien 23.951, auf Unz 5318, dte übrigen verteilen sich auf Wien-Umgebung, Wiener-Netn staot, St. Pölten, Salzburg, Graz mit je 2000 und aui Leoben, Klagenfurt, Innsbruck und Bregenz mit je 200 Wa 5<M Gegenüber dem Vormonat weisen nur die Zahlen für Wien eine wesentliche Erhöhung auf, während in alle» Übrigen Sprengeln eine Verminderung festgesteHt wurdej Dazu kommt noch die Zahl jener Arbeitslosen, die keine Unterstützung beziehen, eine Menge, die genau so groß? ist -wte die erste Kategorie. Die Gesamtzahl der Arbeite! löseh’beträgt Ende März ungefähr 82.000, von denen ungen fähr *37.000 auf die Stadt Wien entfallen. Seit Ende Mära ist 'außerdem eine neue Vermehrung d Ate’beitslosenin Wien zu konstatieren, v* Hochschwab-Zug. Seitens der Betriebsdirektioo de* Sfldbahn wird mitgeteilt, daß aus Anlaß des zii den Ostcrin feiertagen zu gewärtigenden stärkeren Touristenverkehres am - O stermontag den 17. April, der sogenannte Hochschwab-Zug Nr. 38, Bruck an der Mur ab 18 Uhr 40 Min Wien;Südbahnhof an 23 Uhr 15 Min. verkehren wird. * Verhaftung des Hochstaplers Ludwig Szeft ht Wien. Auf Ersuchen der Budapester Oberstadthauptmann^ söftÜt ist heute der angebliche Ingenieur Ludwig Ötfaj Szeli, im Jahre 1893 zu Oedenburg geboren, dahin zum ständig, geschieden, im Hotel Hammerand verhaftet worden» Nach-,:. einer telegraphischen Mitteilung der Budapests» Obefstadthauptniannschaft hat Szeli Interimsscheine voaj Aktien, die dem Konzern von ungarischen Banken aßgehörende Egisz-A.-G. gehöre«, gefälscht und an die Bank selbst verkauft. Er hat dadurch einen Schaden von «w» gefähr 3% Millionen Kronen verursacht. *}■;!:? Nach Amerika (Nord- und Südamerika) fährt rtum anLraschesten und bequemsten über Bremen. Auskünfte* erteilt Norddeutscher Lloyd, L, Kärntnerring 13 (Gräuel IV., Wiednergürtel 10. (Siehe heutiges Inserat.) / Vereine, Vorträge imd Versammluugec. *' Jugend verein A h a w a t h -Z i o n, II., Kleine Zufahrtsstraße 160. Heute, 3 Uhr, Versammlung de« Mädchengruppe. Erscheinen wichtig. 5 Uhr Zusantmenkunff de¥:^akademischen Gruppe. — Hagudalt- Nachmittag f ÜrK in,der des! Bezirks. Samstag, 15. April] im.JBläu-Weiß-Heim, IX., Währingerstraße 15 um 6 Uhr abends findet der angeküudete Hagadun-Nachmittag für jüdische KiMer des I. Bezirkes statt. 0 1 k s h e i m. Die Osterferien im Ottakrings Völksheim dauern von Freitag den 14. April bis Montag dev' 17. April, im Leopoldstädter Volksheiin von heute bis eit^chließlich Dienstag den 18. April. Ü r a n i a. Heute, */.3 Uhr (Großer Saal) Die Passionj —D Uhr (Großer Saal) Indien. — %6 Uhr (Kleiner Saat) Pröfessor Dr. Heinz J. Tomaseth: "Vergleichende Bildbetrachtung, V. — 7,6 Uhr (Kurssaal) •Professor Doktor JaHl» Heiß: Das Erdbild im Wandel der Zeiten, V.—i 7sGUhr (Klubsaal) — August Trojan: Die Abhängigkeit dsä^Traumes vom Schlafe, 11. — ll<ß Uhr (Großer Saal) Wfiö-Äfrika. - Uhr (Kleiner Saal) Professor Doktor D.' Wirtli: Die Krankheiten des Hundes. — 7-8 Uhr (KurssaalV . Dr. Rudolf Waguer: Die Vegetation des Hoc!»- jirges, L — %& Uhr (Klubsaal) Dichter der Neuzeit, X. örtragsmeisterin Elisa Karau: Ferdinand Avenarius. MC. MAYER •Imn« Kleider u. Gummimantel Fabrik:«. H»j dleckmsssie Nr. W Großer Oster-Verkauf Detailniederlagen Xu reduzierten Preisen! II., Taborstrafte 44 Uvf Qro&t Sporlffaaac S4

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