Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1150 (12.4.1922)
- Date
- 1922-04-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 _Wien, Mittwoch_ WIENER MORGflNZEITUNG 12. April 1922 Nf. t!50 ■ Mn M liehen Beziehungen äller Staaten mit Sowjetrußlandl Für die Herstellung der proletarischen Einheitsfront in'jedem: Lande und in der Internationale 1" In dem; Aufruf heißt es dann weiter: „Am’ d 0. April tritt in Rom d er Internationale G e w e r k s c h alt s k o ngreß zusammen, der dem Machtaufgebot der imperialistischen Regierungen, die in Genua Zusammenkommen, die Forderungen des darbenden - arbeitenden Volkes entgegenstellen 'vird. Indem wir die Parole der Berliner Konferenz befolgen, treten wir gleichzeitig ein für unsere stärkste Kraft, für die Kampffähigkeit der Gewerkschaften, konzentrieren wir unsere Aktion auf den wundesten Punkt unseres Wirtschaftslebens, auf den Kampf gegen die s t e i g e n d e- A r b e i tslos i g k e i t.“ _ Die amerikanische Vierzehn-Msllionen- Kampagne. Ein Glückwunschschreiben Hardings. Der Leiter der Kampagne zur Aufbringung eines Hilfsfonds von 14 Millionen Dollar für die jüdischen Kriegs-, opfer, David A. B r o w n, erstattete an den Präsidenten der amerikanischen Republik Harding den Bericht über den. erfolgreichen J^pschluß der Sammlung uud. machte ihm auch Mitteilung, daß der Betrag von 14 Millionen Dollar ' um drei Millionen überschritten wurde. Präsident Harding antwortete mit einem warm gehaltenen Glückwunsch-- , schreiben, in welchem er , seiner großen Freude Ausdruck . gibt, daß die amerikanischen Juden wieder einmal ihrem bekannten Wohltätigkeitssinn Ehre gemacht haben, -undersucht, jedem einzelnen, der an dem Zustandekommen dieses herrlichen Werkes teiliiahtn und dazu beitrug, daß das Ergebnis selbst die kühnsten Erwartungen überstieg, die a tt.f-r i c h i i g s t e n G it.c k \y ü n ,s che zu ,übermitteln.- ' - _ . * Das Netteste ist... ..Das-Neues je ist nämlich die r/äkoholzentraie. So|wird siekosend genannt, ' denn, den, ' gesamte Titel„Landeszenfrale Wien zur Bekämpfung des Alkoholismus“ ist fiir den gemütlichen Verkehr denn doch zü schwierig. Uud gemütlich soll der Verkehr sich gestalten, das ist klar erkennbar,, fliegen der neuen Einrichtung doch heute schon alle Herzen entgegen, sogar, die Bierherzen. In ganz besonderer Begeisterung erglüht jedoch der geistige Arbeiter. Da der Herr Professor seit Jahr und Tag das traditionelle Glas Bier zum Abendessen nichtmehr erschwingen bann, erbittert ihn die Vorstellung bis ■zur Weißglut,- daß Wien im letzten Jahre 210 Milliarden ~<ijfootiBiih ^LWg-,KerKÄ>tz1 —- Mri^ünken hat. Da er weder ln den 2 Millionen Hektoliter Vier noch .tn den 1 •/* Millionen Hektoliter Wein, ja nicht einmal in den 37.000 Litern Schnaps unseres Konsums schwinMnenkamt, schwimmt er wenigstens . iu- Entrüstung; Es ist das einzige- Stimulans, das ihm gänzlich iravenvässert zuteil wird, und man: wird jetzt erst erkennen, wie vorteilhaft es für uus ist, daß , wir mit dem Beamtenabbau gewartet haben. Denn unter diesen Umständen wird es ein Leichtes; sein4<'die 200.000 Stimmen auizubringeu, die zur Volksbefragungnotwendig sind. Jeder Staatsbeamte ist ein überzeugter Anhänger der Abstinenz, ein wütender 'Hasser ‘des.1 Alkohols, denn er kann nicht einmal' hohe Festtage durch einen kleinen „Schwammer“ heiligen. Daßmau auf diese Weise begeisterte Kätnpen L gegen den Dämon Alkohol herangebildet hat» ist -klar. -Von edlem, Feuer durebglüht, schwört der Wiener . Mittelständler diei •geistigen tifetränke systematisch' und in (der richtige^ Reihenfolge ab. Wien hat 200 Milliarden Kronen durch die Gurgel gejagt und die mittelstähdische Gurgel, ist .trocken: geblieben wie die Wüste Gobi. Das muß gerächt werden; Wenn nicht anders, so durch eine Volksbefragung. Ehe Alkoholzentrale und ihre Helfer; sind edlenr Eifers-,voll., So sehr, daß sie nicht hören, t wie es zwar noch in der Ferne, >bcr dennoch deutlich klingt: Nie sollst du mich befragen... Kater M u r r; * Ambulatorien für Geschlechtskranke, ln V/titi bestehen 20 Abendambulatorien zur unentgeltlichen Behandlung von mittellosen Geschlechtskranken sowie von KrankenkassenhijtgHedern, welche namens der Landesregierung Wien vom städtischen Gesundheitsamte verwaltet werden; . dieselben stellen derzeit eines der Haup.itfirittel dar, um der Weiterverbreitung der für die Allgemeinheit sowie für unsere Nachkommenschaft so gefährlichen Geschlechtskrankheiten begegnen zu können. Leider sind viele dieser Behandlungsstellen derzeit noch ungenügend besucht, twas nicht auf den. Mangel au Kranken, sondern nur auf den Umstand zuriiekzuführen ist, daß der Standort dieser Behandlungsslellen dem Publikum nicht genügend bekannt ist. Es existieren nachstehende Ambulatorien': I., Fleischmarkt 20, II., Große Mohrehgasse 9 (Spital der Barmherzigen Brüder), UL, Böerhavegasse S (Krankenanstalt Rudolfsstiftung), IV., Wieduer Hauptstraße 40 (Krankenhaus Wieden), VI., Sandwirtgassc 5* (Franz-Joscf-Ambulatorium), VIII., Schmiedgasse 5, IX., Alserstraße 4 ^Allgemeines , Krankenhaus, Klinik Professor Finger), IX., Alsersträße 4 -{Allgemeines Krankenhaus, Klinik Professor Riehl), IX., Alsersträße 4 (Allgemeines Krankenhaus, Abteilung Professor Ehrmann), IX., Lacklerergasse 5 (Akademischer Verein für Sexualhygiene), X, Geilertplatz 2 bis 3, XI., Drischützgasse 4, xll., Schwenkgasse (ehemaliges Kriegsspita! Meidling), XIII., Heinrich-Collinstraße 30 (Rainer-Spital), XIV., Huglgasse 3 (Elisabeth- Spital), XVI., Thaliastraße 44 (Stephanie-Spital), XVI., Montleartstraße 38 (Wilhelminih-Spiiafl), XVII., Haslingergasse 34, XVHI., Währingergürtel 97 (Spital der Israelitischen Kultusgcmeinde), XX., Dresdnerstraße 46. Ordinationsstunde von 6 Ws 7 Uhr nachmittags. Für Frauen : Montag. Mittwoch und Freitag, für Männer: Dienstag, Donnerstag und Samstag. /. . Jüdische Vertreter in der internationalen Utüon fiir Kinderhilfe. Die Exekutive der jüdischen Welthilfsfconferenz erhielt von der internationalen Union für KinderhiHc eir.c Einladung zur Entsendung eines Delegierte«* z*e der in den nächsten -Tagc-fc r.t<'üti«idcnden Konferenz in Genf, an der auch die jüdische Mitarbeit bei den Kinderküchen ist der Ukraine behandelt werden' wird! Die jüdische Weln'hilfskonferenz bevollmächtigte ihren 'Genfer Vertreter, -Mt*. Ab e s an, rirr Teilnahme äai. dieser Konfefeftz. (J. C. B.) Ein hebräisches* Bueh fit>cr Jesus. Der bekannte jüdische Gelehrte Dr. Josef K 1 a u g n e r veröffentlicht soeben ein - .hebräisches Büch unter dem Titel „Jeschu Hädözri^ vDas Buch wird das erste hebräisch .ge- 8 c h rieb eye wissenschaftliche Buch über Jesu sein. Es erscheint in T e I - A w i -w, im Verlage S t y b e 1. * Personaluachficht.. Freitag den- 14. und Samstag den 15. April entfallen die Empfänge beim Bundesminister für. Verkehrswesen Dr. R o-d-l-e'r.• “ - * Todesfall.. Gestern früh Verschied plötzlich Herr Josef Fischer in Firma Brüder Fischer» Das Leichenbegängnis findet heute um/?12 (Ihr mittags am Zentralfriedhof (1. Tor) statt. Eine Geschichte der russischen Pogrome in hebräischer.’ Sprache. Die Redaktion -der Sammelbände' für jüdische' Geschichte': uM Folklore s-Reschumothc teilt mit, 'daß der in -^orb^rdtüng - -befindliche dritte Band -die Geschichte -der'Juden, ^besonders der ‘‘ukrainischen, im Kriege und' nach dem Kriege euthältea - wird.' Im; Nathei^ der Redaktion richtet -A. D r u j a n o w an -die Leser die 'Aufforderung, ihm jede Art v6n Mitteilungen über die Geschichte der Juden während derletzten fahre zukommen zu lassen. Die Adresse ist: Tcl-Awiw, P. O. B.—149. (J...C. B.) * Keine Samstagruhe in Lettland. Die lettische Konstituante hat in dritter Lesung die Gesetzesvorlage über die Regelung der Arbeitszeit, den Antrag de? jüdischen Deputierten, daß den jüdischen Kaufleuten, die ihre Geschäfte am Samstag geschlossen halten, gestattet werde, dieselben am 'S 0 n n t a g zu öffnen, a b g e l c h it t. * Zionistische Massenversammlung in Rom. Anläßlich der Anwesenheit Dr; Weitzmauns fand im Collegio Romano, dem größten Saale Roms, unter Vorsitz des;; 1 Deputierten Di Gesaro ei»".zionistisches Massenmeeting; i statt, an^.dem auch -.zahlreiche Deputierte uud Senatoren ’ > teilnähmen, Dr. Wejtzmann hielt eine lange, von stürm}-'; :*schem Applaus-begleitete Rede. Die Versammlung hatte feinen alle Erwartungen übertreffendeu Erfolg. (J.C. B.) .* Vermißt wird Jakob Gärt i n; 20 Jahre alt, xuletzt in Saarbrücken* seif März 1921 verschollen. Zweckdienliche Nachrichten erbittet Esther Gartin, II., Herminengasse 8, bei A. Laske. : ■ * Günstige Aussichten für Kunstmarmorerzecigung in Palästina. Xaut Ailftmiu.% .der Palestine Zionist Sxecu* tive in Jerusalem haben Unternehmungen, die sich mit der Erzeugung von künstlichem - Marmor befassen, gegenwärtig-;giihstige -Aussichten in ' Palästina, da der nicht geringe. ■ Bedarf -ch) diesem Material ‘ bisher durch Iuipprt aus, - verschiedenen Ländern gedeckt werden muß. Auf diesem Gebiete Mlge -Personen, die bereit wären ^Md ^M.'.Möglichkeit diäWL.in Palästina. eine solche Am i er Wi e n, T, 'B'äi^ar'n m a r k t!. 24, : Telephon ' ,63-1 *27 in l/erbiudung Mzen. ■ t ■ •;; ■* $arastagrube derF jüdischen Staatsbeamten in Litauen. Auf Grund' der jüngst angenpmmenen litauischen Gesetzesind, die j,.ü d-i« c lier S t a.a t sbeam.ten Litauens' von der Ausübung" ihrer Amtstätigkeit’ ain Samstag befreit. Demzufolge werden; die jüdischen Staatsbeamten zwei Tage in der Woche feiern, wofür ihr Sommferurlaub entsprechend gekürztwerden soll. (J. G. B.) - f A Brand in der . jüdischen^^ Synagoge ln Kairo. Tn'der großen ‘ Synagoge; von Kairo Jst* ein Feuer ausgebroehen, . dem ein Teil des Gebäudes zum .Oip.fe-1* fiel. . ■. * Begräbnisse am hetitigen Tage. A lter Fr Fe dh 0 f: 9 Uhr Schinger Charlotte, 9 Uhr-45 Min. Hoffmann ■ Melitta, 10 Uhr 10 Min. Grüner Elisabeth, 10 Uhr 30-Min. End Malvine; H Uhr 15 Mini Tuschak Siegniund, 12 Uhr Fischer Jbäef, 12 Uhr 30 Min. Flieg Laura. — Neuer - F r i e d.ii o f : 9 Uhf Klein Hans, 9 Uhr 30 Min. Schwarz Adolf, 10 Uhr: Revesz'losef, 10 Uhr 30 Min. Bardas Siegfried, M Uhr Ginattä Berta; 11 Uhr 30 Min. läger Ludwig, 12 Uhr Popper. Arnold, 12 Uhr 30 Min. Heller Julie.; Ai)ie neuen Postgebühren im Verkehr mit der Tschecho-Slowakei. Die in der Vorwoche vom Haupt- . aüsschusse beschlossenen, ab 1. Mai wirksamen neuen; Postgebühren für den Weltpostverker .werden, wie wir erfahren, im.’Verkehr mit der Tscheclio-Slowaket nicht zur vollen Auswirkung gelangen... Auf Grund eines zwischenstaatlichen Uebereinkdmmens, dessen Grundsätze in der Konferenz von. Portorose beschlossen wurden, wird das Porto für Briefe im Verkehr zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei von K 20 auf 60 . (übriges Weltpostgebiet K 75), für Postkarten von K 12 auf 36 (übriges Weltpostgebiet K 45) erhöht werden. Die übrigen Gebühren erfahren gegenüber den Weltpostsätzeir keine Aenderung. Ein eingeschriebener Brief wird im Verkehr - mit der Tschecho-SIowakei auf K 120 zu stehen kommen. * Die Sommerpreise im Salzkammergut. Aus Bad Aussee wird berichtet: Nach einer Meldung der Kurkom* Mission von Bad Aussee ist in der, heurigen Saison raü einein Zimmerpreise pro Tag und Bett mit ungefähr K 1000 zu rechnen. Die Saisontaxe beträgt K 2000 die Tagestaxe K 100, die Wochentaxe K 500 für .Kindei und Dienstpersonen ist die Hälfte . dieser. Taxen zu enti richten. Aus Unterach am Attersee wird gemeldet! . in feiner Versammlung der Vermieter vön, Sömmerwohhunged wurde besclilossen für ein Zimmer mit zwei Betten für dis Saison K 40.000, hei ' besserer Einrichtung auch mein! zu bezahlen.'Für zwei Zimmer, ein Kabinett, eine Rüche und fünf Betten wurde ein Saisonpreis von K 180.006 für augemessen befunden. Der Saisonpreis für fünf i.Zimmeir zwei Küchen und sieben Betten stellt sielt auf. K 380.000 Die Verpflegung kostet in den 'Gasthöfen' per Person urtt K Tag 4000. v * Gewerbeschein für Marfctfahrer. Das B.-G.-Bh vom .12.. April veröffentlicht eine Verordnung des Bundes«* ministers. für Handel und Gewerbe über die Gewerbe* scheine: der Marktfahrer. Demnach ist der Gewerbeschein für das. Gewerbe der Marktfahrer mit einem das Aussehen des Gewerbeinhabers getreu wiedergebenden Licht bilde und mit einer amtlichen Bescheinigung darüber zu versehen, daß derjenige, auf dessen Namen der Gewerbeschein; ausgestellt; tatsächlich die durch das Lichtbild dargestellte' Person ist.. Bei Ausübung des Gewerbes ist dei . Gewerbeschein; stets mitzuführen' und auf Verlangen dei . behördlichen Organe vörzuzeigen. Gewerbescheine; ehe zui . Zeit des Eintrittes der Wirksamkeit dieser Verordnung . schon, äusgeferiigt sind, müssen vom 1. Juni 1922 an ge* niäß den obigen Vorschriften aüsgestattet sein. Ihre Ausstellung obliegt der für die Ausfertigung des Gewerbescheines zuständigen Gewerbebehörde. ' * Gentlemeneiobrecher' im Kaivfertel, Ein paar jungü Leute, elegant in Kleidung und Auftreten, pflegten vot einigeii: Wochen' in Begleitung schick gekleideter junget Damfeii in den frühen Abendstunden bei einem Hause aid dem- Rudolfsplatz im Automobil vorzufahren. Sie brachtet elegante Koffer und Reisekörbe mit, begaben sich jedesmal auf .kurze Zeit ins Haus und kamen dann wiedermit dei Koffern; und Körben zurück, stiegen in das Auto, in den die Däjmeh warteten und fuhren weg. Jeder, der die Szene mitangesehen, hätte gemeint, daß eine Gesellschaft junge! Schieber zur Bahn fahre. In Wirklichkeit wären es Einbrecher, die auf diese, trotz allen Aufsehens u n v e rd ä c h'ifc i g e A r t ein in dem betreffenden-Flaüse befinde liches' Konfektionsgeschäft''' heimsuchten uud plürideriem Nunmehr hat ihnen, die. Pölizeidas Handwerk, gelegt und die vornehme Platte entlarvt. Der Haupttäter -Ist der in dem » geschädigten Geschäft einmal angestellt gewesene 25jährige Heinrich. Meith, zü Brünn geboren, Linke AVien-f zeile-84 wohnhaft.; Er "hätte zi?/,ei 'Komplizen, FJanz und Knapp:' Der letztere ist flüchtig. Die Beute bestand so* weit: festgestellt ist " in etwa " 20 .Stück > Klot^ 5 bis 6 Stück Ghiffoo und sonstigen Konfekticmswaren in Werte von mehr als acht M i 11 i o n e n K r 0 n e in Durch; Vermittlung des - Provisions.agehtea Benne T r;o;mm e r, zu Czemowitz geboren, Lerchenfelderstraße .25 wohnhaft, wurde sie dem Inhaber der Firma 'Ferner <£ Haber,;dem Kaufmann.'. Israel Terne^ L, ,§chulteäga8se^4^«m ebte hälbe, Million-, Kronen, verkaulti 'Ast "dem 'Verkauf häbdn Sich, aie Bch^dsteFtdeS' Mdtftdie'.-25jährige Olga Mei th : und ', seipe öe* liebte, die- 23jährige Schneiderin Leopoldini D u s ak, beteiligt Meith und Flanz wurden den Landesgerichte eingellefert. Die Ausforschung dei . Otto. Knapp .-.isf eingeleitet. Benno Trommer wordewegei - Dieb^tahlsteilnehmung, Israel Terner wegen bedenklicher Ankaufes, der Staatsanwaltschaft angezeigt Auch Olga Meith uud Leopoldine Dusek wurden wegen Diebstahls-* teilnehmuug dem Landesgericht tibergeben. Olga Meith hätte die Beteiligung geleugnet, bei ihrer Durchsuchung fand mau im Aermelaufschjag XK 60.000 und. kostbare Juwelen versteckt Ein großer Teil der Beute wurde zü-i ‘ stanöe gebracht und der geschädigten Firma ausgefolgt, Von dem Erlös lebten die drei Gauner wie Dandies. Sie kamen immer in Musikcafes, speisten in vornehmen Gast« häusern und ließen sich nichts abgehem x * .Ein Ereignis beispielloser Billigkeit. In dei Teppiclischwennne des Teppichhauses Rep p e r, Wien I., Tucklauben 7, gelangen bis auf weiteres folgende Teppiche, Decken, Vorhänge usw. zum Verkauf: Frottier«1 Vorleger für, Badezimmer und Waschtisch» schöne Farben, äußerst praktisch, K 6800 per Stüok, Künstlervorhänge K 8700, Flanelldecken K 3750, Tüll-Stores K 7900, Tüll- Doppel bettdecken K 15.800, Kamelhaardecken K 14.500. echte Madrasvorhänge K. 15.900, Plüschüberwürfe K 19.800 Bettvorleger K 3750, Speisezimmerteppiche I< 19.500 bis 37.000, Strapazlaüfteppiche K 950 bis 1450 per Meter, eng* liehe; Pltischreisedecken K 26.500, Spitzen Vorhänge K 13M1 . SeidenclotH-Steppdecken.K 24.500.!! 2.' Für Peßach verwenden Sie als Kaffeezusatz n u l dife (ältbewährten und verläßlich koscheren Erzeugnisse dei Firma .Heinrich Fratick Söhne, Kosice. Francks Kaffee- Surrogat wird unter strenger Kontrolle Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabb. Simon Schreiber aus Erlau erzeugt Verlangen Sie „Franck-Kaffee-Ziisa.tz*, .welcher in Friedensqualität überall erhältlich ist. , .... Demissionsdrohung der niederösterreichischen Spitalsarzte. Eine -Versammlung der Krankeuhausleiter und Primarärzte Niederösterreichs hat beschlossen, zur Durchsetzung ihrer Gehaltstorderungen zunächst die Vehvaltungstätigkeit einzustellen. Bei weiterer ablehnender Haltung der Landesregierung werdens ä m t H che S p i t a 1 särzte von Niederösterreich ihre. Stellen nieder-: ■legen und. di e Orte ihrer b i s h e r i-g e n A r bei t s s t eilen verlassen. ' ' / * Eine seuchenfreie Woche. In der Woche, vom 26. März bis 1. April wurde im Volksgesundhcitsamt iin Bundesministerium für soziale Verwaltung weder 'eine Meldung, übm; eine neue Blattern- oder Cholera- ■ noch Flecktypliusericraulcung erstattet. * Amundsen verunglückt. Gestern abends wurde gemeldet, daß" der. Polarforscher A m u n d s e n in einem Flugzeug,, vou New. York uach Seattle aufgebrochen sei, um dort seine neue Polarexpedition vorzubereiten. Heute wird aus C l e v e 1 a h d1 ifl Ohio gemeldet, daß der Monoplan Amundsens bei Miela in Pennsylvanien a bg eis t ü r z; t ist. Einer der Passagiere wurde verwindet. * Neun Millionen Lite gerankt. In Catania erbracheii Unbekannte, den .StahJsChrank; der Bank von Sizilien und'raubten neun Millionen Lire., ♦.Das dänische Hilfswerk. Der Bürgermeister hat gesterndie in Wien weilenden . Mitglieder des dänischen Hilfskomitees im Rathaus empfangen und ihnen den herzlichsten Dank der Bevölkerung für die großzügige Hilfsaktion ausgesprochen. Die Gäste erhielten ein Album der Sjaclt Wien. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Z i 0 n i s t i s c h .e B e z i .r k s s e k t i o n W i,e* d e n - M a r g.a r e t e 11. Die Sitzungen finden von riüif ab im Sitzungssaal des Margaretner Tempels, Siebeübniriiiängasse la, statt. — Ehemalige Mitglied et d e'ä■■ J ii d i s c h - A k a d c m .i s c U e n T e c h ü i k c r- V e r h a u d e s W„i e n, welche bereits in Praxis stehen, werden höfliebst efsuchtT in eiöer Avichißgeh Ängelegetjhäif ihre1 Adressen bekanntzugeben an deu füdisch-Akäaemlsch’e'n Teciinikefv’erbanid, Wien, HI., Reisnerstraße^ 23. --- J’ü d i 8che T 0y.n b e e - H a ll e, Wien, XX-, Dehisgasse, 33. Samstag den 15. d. M., 7 Uhr abends. 1. Doktot Isaak Ro b i.n s o h 11: Pflaiizeukinder und Menscheflkih4er, Eine naturwissenschaftliche Betrachtung (mit Lichtbildern). 2. Mitteilung über den in Gründung begriffenen Verein! yHatewa“ zur Verbreitung natunvisseuschaftlichei Kenntnisse unter den Jdden. . „Ur a n i a. Heute, */s3 Uhr (Großer Saal) Die Passion — Vg3 Uhr (Kleiner Saal) Schülervortrag: Das heilige Land, Die Salzgewinnung im Meere und im Salzkammergut. — 5 Uhr (Großer Saal) Wild-Afrika. — %6 Uhr (Kleine* Saal) Dr: Ferdinand BoFula: Deutsche Sittenbilder aus dein 17. und 18.; Jahrhundert, I. — '/.6 ühr (Kurscaal) Dozwit Dir..‘Hermann Tertsch: Bilder vom' Bergbau, II. '—.%6Um (KlubsaaO Professor Dr. Oswald Rossi; Psychoanalyse, Vf — j/38 Uhr (Großer Saal) Unser Alpenvolk und sein« Lieder. — 7a8 Uhr (Kleiner Saal) Prlvatdozent Dr. Heinricl Glück: Die Stellung Wiens ln der neueren Kunst. - [l3$ Uhr (Klubsaal) Dozent Dr. Emil Frischeis : PhysiölogU . uiicl Hygiene der Singstimme, Hl. — :/a8 Uhr (Klubsaal, I Kompositionsabend Friedrich August ThomeL 9144