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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-12 · Heft 1150 (12.4.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1150 (12.4.1922)
Date
1922-04-12
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wien, Mlttvoc»' WESssraik * 12. April 1922 Seite 3 |tttf Koalition mit den anderen nationalen Minderheiten/ Erst bet der dritten Lesung im Sejm haben auch die Mängel dieser Waütgeömetrie dte;Sozialdemokraten eingesehen und Sie Schaffung von größeren Wahlkreisen verlangt, da die Wo dtzt Kommission vorgeschlagene Einteilung äuch gegen üie Interessen dfer A r b e i t e r s e h a f t gerichtet ist Es. Sei jetzt die Pflicht der Mischen Parteien, eine e i njicittiehe Front zu schaffen. Palästina. D3e ägyptischen Freimaurer an die Araber Jerusalem, io. April. (J. C. B.) Die ägyptischen Freimaurer richteten an die paiästinansis'che Bcvölkerun'g' einen Aufm-!, im welchem sie zur Wahrung; flor R ü he ‘und Ordnung -aiuf ge fordert wird. Die Jti de'n, Iheißt es im Anifruf, die in ihr Heim fcurucklcehiren, sind Brüder der A r anb e r. Der fAü'fnif ist von zwei ’ arÄscheil Großmeistern . dgs Orden^ Unterzeichnet. , Die Nutzbarmachung der Wasserkräfte. London, io. AD. .(Tel. der 2-Wien er Morgen-' fcefttragc.) Im Oberhaus richtete Lord Raglan. an Äs Regierung' die Frage, ob das Ruthen'berg-Projekt ssur Nützbarmachiüng der palästinensischen Wasserkräfte von einem Uninteressierten Fachmann, gründlich geprüft wtrrde, ferner, ob die durch dieses Projekt betroffenen Grundbesitzer und Pächter die Möglichkeit bähen «werden, ihre Angelegenheit vor einem -unparteiischen- Geridhit Luszutragen, uiid schließlich, oh; Vor- Zorge getroffen wurde, daß die religiösen Anlagen, der; .Christin und Mohammehaner, die Durch- - die Durch- - ^fuhrüpg des Püthenberg- Projekts in Mitleidenschaft; .gezogen, werden konnten, aus diesem Projekt ausi! geschaltet Werden. Auf diese Frage antwortete t namens 8er Regierung der Herzog von, S‘ut>he rlandf: »Das; Stüthehfberg-Projdkt wurde bisher kemer Prüfung unter-. zogsy. tl^ber das in Betracht kommende Gebiet bestehen, bereits in großem Maßstab; angelegte Karten. Als Herr Ruthenberg seinen Platt zum ersten. Maie der- Palästina-Regierung vorlegte, schloß er ihm die uqt-; wendigen' Detailpläne und eine Uh zahl von geograph!- techen nhd meteorologischen Daten bei. Die Prüfung oer Vorteile des Hanes muß also auf diesen Daten begründet adln. Die einfache Prüfung der Landstreckc «würde -hiezu sehr wenig oder gar nichts beitragen. Das ganze Projekt wurde von den in Betracht kommenden •Sektionen der Palästina-Verwaltung sowie vonden. ■ technischen Konsulenten des Staatssekretariats für die ' Kolonien mit der größten. Sorgfalt geprüft und es wird allgemein zugegeben, daß das Projekt vom technischen iässlchtspuuM durchaus gesund ist.' Was die ' zweite Frage betrifft, so wurde in dem .Konzessionsentwurf feistgelegt; daß üheraM dort, wo für den Ausjbau des Projekts die Erwerbung von Boden erforderlich eriehcinit, ntir unter Beobachtung des En tet gutin g*sh-es e tze s enteignet werden darf*. Dieses Gesetzverfügt* wo die Parteien .zu . keiner Einigung, gelangen Hsriyhts.. ^eingesetzten .. $fe & i eD s.g.?^!ch^/W!;)Wt-- . Scheidung zu übertragen. . Die Schiedsrichter sind der ivom Distriktsgouverneur aufzustellonden Schiedsrichterliste zu entnehmen- Den Parteien steht gegen eine solche Eilteqheldung die Berufung ac^das Oberste Gericht wn Palästina ml Hinsichtlich der drittenFrage seihe-; irtteVkbn, daß, soweit festgestel'lt* wurde, keine Religiöse. Anlage -von der Durchführung . des Projekts 'berührt:; fward. Alle Pläne sind , übrigens im Sinne der .Kön-- «essionsbestimmungen vor ihrer Ausführung dem Oberkommissär: von Palästina vorzulegen, so daß altes vor-' •gesörgt werden wird, um eme Beeinträchtigung religiöser. Besitze zu vermeiden. •Entschädigung an die Kolonie ChCdera. Jerusalem* tö. April., (J. C. B.) Die jüdische Kbl'Oinie G h e d'e r-a enhieit von.' der Regierung ßpöo Pfutttd Sterling als Entschädigung für die während der-atra,bischen Üebcrfälle im Mai 1921 -.erlittenen Veitete, > : Die Unruhen. .■Wie vojr einigen Tagen gemeldet wurde, kam «fcs m Palästina m Kämpfen, zwischan Arabern, denen ST7 Alemsichenle'b'etti zum Opfer fielen. Nach einer Meldung des J. C. B. handelte es sieh hiebei «am feinen Katnipf.zwiischem zwei aräbiseben Dör- 6crn in der Nähe vom H e fc m o tu«. Man befürchtet, Haß gewisse Elemente in Hebron, welche^ die Beseitigung eines ihnen unerwünschten Polizeiofflzifers anstrebea, die durch den erwähnten. Zwischenfall hervorgenutfesne Stimtming" awsnützeo könnten,, um während der' Feientaige Unruhen au stiften. : Rundschau. Die wirtschaftliche Tätigkeit in der Brandeis-Gruppe. New York, 9. April; (J. G. B.) Das Organ der ÄUieriikianische.n zionistischen Organisation ■ »3ST o tv 'Pa-le -stim e* veröffentlicht den Wortlaut eines vorn Richter Mack* einem führenden Mitglied der ■•Brandei,s-Grti(ppe, nach iPeilästma gesandten Telegrsmm'S'3, inwelchem erklärt wird, daß das vtön der 'Birathdeis-Gruippci geschaffene »Palestine Devqloppment 'Cpmicil« bereit sei, jede Bewegung zur Fönde- 'nüng -der-'Wofel-fahrt Palästinas zu unterstützen, es 'Jedoch ablchtte, sich mit irgendeiner Partei in. Palä-, ■Mn'L-Äu idonttifizierm. Frau .F cls, gleichfalls cirr •Mitglied der Gruppe (welche fast ihr ganzes Vermögen für Paläiti'na^ZVecke gewidmet; hä^t), mbercsiäiere sM'.''Ls5Md«y> ■für die kidtrüreM 'Tätigkeit .der Vereinigung der Mdiäbhsh ^lönsstsnsöMs 'fat# Kästinas B h e B1 p j a min und sei, chrtschlossen, •unter der , jüdischen. Jugend;, A m e t i k.a s in gleichem Shnnte m wirikeif. -Dafe »iPalestihfe'. Deve? lpppment Councii« Nehme seihst keinen Anteil än der Arbeit der Bnc Bin jamin, da, es alle seine Kräfte auisschlicßlich w i r t s c h a f t H c b c ki Ufeitcmeh-: mitogen in PÄsstMs. widmen wolle, es '«« Jedoch mit dieser Tätigkeit.einverstanden., Die türkischen Nationalisten und , Palästina. , Paris, to. April, (j. C, B.) Tn einer TJhuterredung mit dem Vertreter des J. C. B. erklärte der Bevollmächtigt« der ’ Amgüra-RcgierDng in Paris, Ferid Bey, in bezug auf die Errichtung eines jüdischen Naitionalheimets in Palästhi®: »Wir <beanspruciheii keine . anderen G’eibiete als diejenigen, welche viom türkischen Volke bewohnt sind. Wir erheben demnach keineP..;Aösptt-ch'‘antf Serien, noch auf Palästina. Die türkischen NätkmäBsten wollen sich, viel mehr der naitionaien Bewegung und der . Regetaeraitiion des jüdischen) Volkesnicht widersetzen.« Auf eine FVage des J. C. B.-Vertreters, ob das Angoita-Abkomm en nicht etwas enthalte, was «die Arbeit in Palästina behindern könnte, und ob die türkische Regieriang die Beschlüsse der-, Großmächte, betreffend den jüdischen Wiederaufbau in Pafiäftina natifirieren werde, atntvvorfce't'e Ferid Bey, die Türkei werde ihre Unterschrift hiezu n•!ch t ver we i g c rn. Diö jüdischen Pogromopfer und die Konferenz von Genua. Moskau, 10.-April. (J. C. B.) Ajub An^aß^ der; 'Ecpffmüiiig der Koinfetreflnz von Gentuia liätbefn dffie Jüdi- •adieffi.. ttopanim^iÄtwsciliiein, Sektktodn ji^wMk und ..Mjgeökfoim «cröföe *^e Gosel&hlaft ziutr Fördiötiuinig des jüdusdieu« JlmDdW-.ejikß. umid Aokeinbiaiuiejs »Ort« eithters Auftuif an »Ile durch Pogrpm-e gesdbäd'ighew Zudem gferichicet, ganiaue Mi#eiii1u(wgen übor die G^pfer und* die . maitöüiei.'len. V^mlitasfce •dtießieir Pogrome vonztolegettit, «damit .die ruß'riÄe De>legLÄ«m. -hi Gewm da- Konferesnlz entK-ps'echeyidL Rcdhiniungew (pirä&wtteve uiM«' aaigemesseinte Fnt'sdiädBg'inntgeni . ibcanl^prfudiein köhtie. (Gült diese«? Aufef istudi-für 'die Opfer «der vSwvjet'pt^'Vonic?) Ein Pogrom in Kiew. Kiscliencw, to. AprÄ. (J. C. B.) Einier MfeSkämng des '»Jadk< aius Charkow zaifoilge ^elte . «sich am IO. F'dbtiuar in Kiew aim P«ÄcA ein JmfenxcGrom;afc, bei,\yeldhfecn s i eb en. .Jud eir ge tÖt et *imd> ■\iier verwundet wniindfeai. Dem Pogrran imditeh' die: « R«ät«efn ’MhliiärizÖgiliiinge , eita ■ ■ Eintdjc.' Die Obhmkokwc-r ^ReZÄMLhg' eiW?' - ekmwitdi Kificw.' ' '; ' : ■ Die jüdische Volkspartei in Lettland. Riga, 10. April. (Tel. der '»Wiener Morgenzeitungs.) Hier fand eine Konferenz der jüdischen Volkspartei Lettlands stabt, auf welcher unter anderem beschlossen wurde, das Projekt, der n a Irin n a.fl e n A 1110 n 0 m i e, welches . von der Kommission des Natio-ualrates ausgearbeitet wurde, nicht zu.:umt-6rfertigen, 4a• im genannten Projekt der religiöse Charakter der jüdische-« Gemeinden allzu stark 'betont wird. Die Konferenz protestierte gegen die genannte Kommission,, welche ihre Vollmachten überschritten und! statt die Organisierung von Wahlen zu einem allgemein jüdischen Kongreß in Lettland durchzuführen, sich mit! der Ausarbeitung vom Projekten, welche nicht in ihre Kompetenz fallen, beschäftigt hat. Die Konferenz faßte den Beschluß, mit allen Parteien, die auf Grundlage einer »jiddisdh^tischen«. Kulturarbeit stehen, ein .engere^ Einvernehmen 211 pflegen, um di-e- Gründung einer Kulturliga zu verwirklichen und einen Aufruf an alle demokratischen und voTkssozialistflS'cheit Elemente, die die Hegemonie der jüdischen Volkssprache anerkennen, zu erlassen und sic zur Organisierung, aller Volkskräfte aufzuforden, , - Tagesbericht Salman Gurland gestorben. Am 2. April ist in Wilna Salman G ü r l a n d, eine der bekanntesten Persönlichkeiten Wilnas, gestorben. Der Verstorbene, ela orthodoxer Jude, gehörte zu den reichsten und angesehensten Juden des ehemaligen Rußland. In seiner Jugend zählte er zu den ersten Mitgliedern des Achad-Haajnistischefl Ordens „B’nei Moseheh* und schloß sich später den Cliowewe Zion an. In der Cliowewe - Zion - Bewegung spielte der Verstorbene eine bedeutende Rolle und übernahm nach dem Tode des bekannten hebräischen Schriftstellers Samuel Josef F ü n die Leitung ihrer Wilnaer Organisation. In dieser Zeit wurde er vom damaligen Generalgouvemeur K 0 c h a 11 o w verfolgt. Bei der Begründung der zionistischen Weltorganisation schloß sich Gurland der Herzischen Bewegung an und war einer der Mitbegründer des Misrachi. Die von ihm begründete Vereinigung der Misirachi in Wilna „Schaare Zion“ bildete lange Zeit ein , Zentrum der misrachistischen Tätigkeit. Von 1880 bis . 1892 gehörte er, der Wilnaer Stadtduma an und entfaltete dort eine ersprießliche Tätigkeit zugunsten der jüdischen Bevölkerung. Während des Krieges und der späteren Okkupation Wilnas durch die Deutschen hatte Gurland viel zu leidfeil und mehrere Male drohte ihm zufolge seiner Interventionen in jüdischen Angelegenheiten der Töcl: dufch Erschießen. Trotzdem ließ sich Gurland nicht! absehrecken und wirkte weiter aut verschiedenen Gebieten der sozialen Fürsorge. Seine letzten Jahre verbrachte et in großem Elend,’ in der Hoffnung, zu seinem Sohne, dem Schriftsteller Dr. Aron Gu r 1 an d, nach- Palästina gehen zu können, Gurland stafjb im 75. Lebensjahr. _____ , •; Eine Hetzrede Orels. Die Korrespondenz Herzog meldet: Ira Kouzerthaussaal. fand gestern eine Trauerkundgebung der Österreichischen Legitimisten für Exkaiser Karl statt, der zahlreiche ehemalige Aristokraten beiwohnten. Die Kundgebung WUrde durch eine Ansprache des Fürsten Johann Liechtenstein eingeleitet, worauf der antisemitische Schaumschläger Ö r e! in seinem Nachruf für den Exkaiser diesem mit. Christus und Horthy mit Pilatus verglich und die 8, c d u l d a a d e m Tö d e des E x fca i s er s A ha s ver-J u das in die Schube zu söhjeben suchte,; Diese Ausführungen verstimmten bei dem größten Teil des Auditoriums. Die Partei der schwarz-gelben Lfegitimlsten stellt ausdrücklich fest:! daß. sie mit den Ausführungen Orels nicht Ubereinstimmt und seine Ausfälle perhorresziert. ■ , ln den gestrigen Abendstunden wurde In “den ein«*' seinen Stadtbezirken eine mönarchistische Flugschrift massenhaft verbreitet und plakatiert. In dem Aufrufe heißt es unter anderem: „Ein Mord ist geschehen! Auf, Oestefreicher! Rafft Euch endlich — in letzter Stunde ./- zu einer Tat auf! Ein Ruf durchbrause gflmz Oesterreich, daß die feigen Schurken und ehrlosen Mörder zitternd eN ' schauern: Es lebe Oesterreich! Es lebe unser Kaiserhausf Es lebe Kaiser Otto 1“ dieser Aufruf wurde an alle hiesigen ausländischen Gesandtschaften, an sämtliche Parlamentarier und ah zahlreiche Körperschaften versendet. / Bau von 500 Wohnungen* Das Arbeitsprogramm der Gemeinde Wien. Gestern vormittags fand unter dem Vorsitz des Gemeinderates Hof bauer eine Sitzung der Kommission ' für die Verwendung der Wohnbausteuer' sfcatL Ämtsführender $ta<krat Si eg eF beantragte, daß did vorliegenden, vom^Stadtbauamt verfaßten Baupläne ge-, •nebrnigt werden mögen. Nach diesen Plänen sollen in dfer- Längen fei dgasse um den veranschlagten Betrag von; einer Milliarde Kronen 205 Wohnungen fertig-, gestellt werden und die öffentliche Offentverhaudlttn^ über die Vergebung dex Arbeiten bereits am; 13. .A|rtii' abgehalten werden, so daß «itäeh1 Ostern zu batteh;be^ gönnen werden kann. In Ottakrhng (Ertenketstmße—- Thaliästfaße—Ottakringemtraße) '.soll um 'don Betrag von 375 Millionen Kronen ein Wohitliaus miti .48 W o h nuDgc 11 . erstellt ' werden und -auf -der*' ■ , Schmelz solleji anschließend an die bereits fertiggestejitd Kieinhausanlage der Gemeinde urm .den Betrag, .von! 70p. .Millionen ,rKrcw»en yytfoipvh&ysizf ’nüt-;.zu^ainatett‘ - 90 W oh hüNgen-errichtet Werden. Die,'§DkHW^ss> Offertverirandlung für diose Bauten findet atit ip.' A^’rU Statt. Außerdem sollen die steck en geblieben cn Baute rV in der Wehlistraße ü-nd Sohwegferstraße fertiggestell« worden. Die Anlage in der WeMistaße umfaßt 134 W o h n u n g e n, för deren Hetetdtog ,cin Betrag van 480. Millionen Kronen..erforderlich sein wird, 1««,. .dcP Schweglerstraße werden. in dem, steck«eiigeMiebe|ieit Bau 40 W p hixu nge«n erstellt. Das Kostenerfordfemi« stellt sich auf 140 Millionen Kronen. I51 den letzt«i genannten, Kosten für die Fertigstellung der beiden Bteckengebliebeneh Bauten ist auch def Aokäüf diesei( uhvölfötidetcn Gebäude" enthalten. . Bezüglich -;<dW WehMstraßc ist die Enteignung bereits durchgefühTtl und rechtskräftig geworden. Die Anträge würden von der Kommission cwrstimraig angenommen' und gleichfalls gestcm vormittags noph ira Stadt senatf beraten «und .dort ebenfalls einhellig beschlossen.' Es dürfte also schon in der nächsten Woche bei diesen Gememde.bauten die Arbeit aufgetiommeo werden können^ __, Ritüalmorditiärchett in Monastir. Aus Monastir sind Meldungen über eine« Versuch, durch Auffrischung des Ritualmordmärchens antisemitische Ausschreitungen zu provozieren, eingelaufen. Das allerdings bald aufgeklärte Verschwinde^ eines Christenmädchens wurde von einem antisemitischen Agitator benützt, um gegen die Juden angesichts der bevorstehenden Peßachtage Stimmung zu machen- Eine Gruppe bulgarischer Christen ißt dem Agitator? der, nebenbei gesagt, auf diese Weise die jüdische Konkurrenz loswerden wollte, aufgesessen und schickt< sich an, die Judengasse zu stürmen. Die serbisches Behörden schritten jedoch sofort mit aller Energie ein verhafteten die Rädelsführer und stellten die l£uh* wieder her. Bald danach erschien auch das angeblich von Juden entführte Mädchen, das sich bei einei Freundin aufgehalten hatte. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. __ Arbeiterdemonstrationen am 20. April. Auf Grund der Beschlüsse der Berliner Sozialisten* Konferenz erläßt der Par tcivorstand der Östery reichischen Sozialdemokratie eineu Aufruf an die Arbeiter-« Schaft, nach A r b e i t s s c h 1 u ß am 20. April Massenkundgebungen zu veranstalten: „Gegeträte kapi« talistischeu Anschläge auf den Achtstundentag! Gegen di* lohndrückende, die Arbeitslosigkeit vergrößernde Repa' ratiouspolitik der kapitalistischen Mächte! Für die einheib liehe Aktion des Proletariats gegen die kapitalistisch* Offensive! Für die russische Revolution i Für das hungernd! Rußland 1 Für die Aufnahme der politischen und Wirtschaft] Regenmäntel Herren« u. Damenwäsche Texinun<9 Sirickwaren alles arstlclassio und billigst im Warenbm Schlffmann Wien,!!., Taborstraße Talephsm 47»t»79 Rn gros 1074 Ei» dela«

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