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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-12 · Heft 1150 (12.4.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1150 (12.4.1922)
Date
1922-04-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite Wien, Mittwoch Protest ge g e n d i e T c i ln ah m e J a p a n s and Rumäniens an dem Subkomitee, da Japan ,(rassischen Boden und Rumänien Beßarabien gewaltsam besetzt halten. B r a t i a n u erwiderte, daß Beßarabien durch 'den Willen der Bevölkerung rumänisch sei.. Der japanische Delegierte antwortete in no c h fechärferer Weise, indem er erklärte, Japan werde an der Kommission teilnehmen und b r a u c h e dazu niemandes Zusti mm uhg, am .wenigsten Rußlands. Die Verhandlung wurde sodann mit der Mitteilung abgebrochen, daß um 4 Uhr nach-* mittags das Subkomitee zusammentrete. Die russische Frage. / Genua, 11. April. Die Subkommissson der ersten Kommission ist heute nachmittags um 4 Uhr zusammengetreten. Zum Präsidenten wurde der italienische Minister des Aeußern Sch an zer gewählt. Die Subkommission prüfte sodann die Art, «wie am feesten; Idie Erörterung der Fragen der Absätze 1, 2 und 3 ber Beschlüsse von Cannes vorzunehmen sei.. Der (englische Ministerpräsident schlug unter Zustimmung per Subkommission vor, daß, was die russische Frage anlange, der Bericht zugrunde gelegt ‘werde, ider von den Experten der einberufenden Länder in tondon verfaßt worden ist, jedoch mit der Einschränkung, daß der Bericht die betreffenden Regierungen nicht bind e, Dieser Bericht würde unmittelbar darauf verteilt. Die russischen Delegierten verlangten zwecks. Prüfung des Berichtes eine Vertagung bis (D o n n e r s t a g vormittags. Die Subkommission ‘stimmte dem zu. Da aber die Punkte 1 bis 3 der Resolution von Genua miteinander untrennbar verbunden sind, wurde auf Antrag B a r t h ous (Frankreich) und mit Zustimmung Tsc h i t sche r i n s (Rußland) beschlossen, bis Donnerstag auch die Beratung der übrigen Fragen zu vertagen, nämlich die Ider Wiederherstellung des Friedens und des gegenseitigen Vertrauens. Sitzung der Finatizkommission. Genua, 11. April. Die Finanzkommission ist heute am 4 Uhr nachmittags unter dem Vorsitze Sir Robert feornes zusammengetreten. Die Hauptfrage bildete tauch hier die Einsetzung eines Subkomitees. England schlug ' so wie vprmittags vor, daß die einladenden Staaten sowie Deutschland und* Rußland je einen, die Söbrigen Staaten vier Vertreter entsenden. Diesmal beantragte aber Frankreich, daß die einladenden Staaten b einen Vertreter, die übrigen zusammen aber sechs Allen sollen. Dagegen protestierten die Russen und teathenau für Deutschland. England bestand auf seinem (Vorschläge und fragte, ob die Franzosen bereit seien, (ihren Antrag zurückzunehmen. Die Italiener erklärten laich für den englischen Antrag. Dieser wurde infolgedessen auch angenommen, nachdem die Franzosen erklärt hatten, sich zu fügen. Daher wurde so wie vormittags vorgegangen und als Vertreter der übrigen ^Staaten gewählt: Vertreter Dänemarks, Finnlands, der1 ft*schecho-Slowakei und Hollands. Oesterreich. lAftidttsaudienz Dr. Mareks In Prag. ,/ Prag, ii. April Heute vormittags famxü in fchna die Uebenreidiuiing dies Beglaufoigimgsschirei* bens des dstorreicih^'sch'en Gesandten Dr. M a r e k an dem Präsidenten deir Repaiiblik statt. Im AudSenaii erwartetem Präsident Masaryik, dler stelUrveirretendfe MAristenpr äsidervt Udrzal urid Kamler .„mal den Gesandten, der eeim Begbaiulbigvangsj&chreiben üi/enreiohte iwnid eiee Anfspradhe fcddt. Der Präsident erwidierte m dtöuüsdhieir :he: »Idh begrüße Sie ailis erstem Gesiarnrilten. oind ifloe Ihnen zogteidh für Ilhire freimdisch'aft'H.c'he lüibewalturag während der Vertireang. Imsbesoodieire erwähne idh dankend dies Ver4 t a g s von ‘Lama. Warm iidh dkisen Vemhnaig bemvorhebe, so gjtaraJbe ich, ttmser Programm gegenchaftliche und finanzielle Be 2 ieiioge.a. der Verkehr imsemor Staatsfbürger sslt so .lebhaft mmid imrtim, dtaß wir sdim 2105 diesen -p-raikjtisdbern Grüinsden diie freuimdis’obaftljidhste Gegan- (fee/irigkerät anusüben müssen. Wir waren im Kriege jGegmer dar «rtheilvoE'on H-afebnurgor Dynastie und Ihres gesamten Regimes; aber wir sind jetzt schon jgetuug- (bemuhigt, um dm, richtigen Uv t e rs clr i t 6 fcwitsjcfneiR der Dynastie und; ihrem Regime und _ dem festerrdduiis-dieti Volke maxihön m körnnern Unsere Republik ist iwud blieLbit Ihrer Reiufblrlk in jeder Beteiethturg ein loyaler und f ir e u <n< di 1 i c h e r |N a e h io -z r.« Die Salzburger Wahlen. Salzburg, ti. April. Nach dem uiummehV vor* gentd'eai endgültigen Wahlresfuitart entfielen bei den iLaJri'dltagswaihlen em 9. d. M. eküsdhjließli'ch der Restfetirnim«nimianfd'äte auf diie chrisriiohmaticmialta Wahlgemeknscihaft 16, auf dhe So.Äial'deimdkrnrte.n 10, c«uf (idfe Großdeutschen 2 Mannte. Ungarn. Das Bombeifsattejitat. _T' Budapest, 11. April. (Tel.-Komip.) Im Laufe 0er vwgamg’crwin Nacht sind der Anwalt der Erwa- .Rfacßdiea Ungarn und ein gewisser Kar] Eöt«öä wiener NPORGENZEtttnsrö . fz;Ami Nr.um' ---------... .4 ■ ■ --—.: -- Aufruf! •Wieder feiert da« Jüdische Volk sein utnailtes Freiiheitisfeisf zur E rinn errang an witnderf>a<re Erlösung au« Imaidertjähriger Knechtschaft, Tn zjyei Jahrtausenden des Exils hat Geschl'scM auf Goscihiechit das Peßach-Fest feierlich begangen tiihd in den finstersten' Tagen der Judenverfolgungen des. Mittelalters und der blutigen Dagfonve der letztem Jahre mit immer neuer Inbrunst amtt Seder- Abetid seiner Zionsliebe omd seim-eir Zionissehnkjcht Ausdruck verliehen: »Im kommenden' Jahre «1 Jerusalem!«, Diese Worte aber, die noch vor vmnigon Jahrzehnten frommer Wirniscdi utnd heiße Hbffnting , wä'föh, beginnen im unserer Zeit Wirklichkeit ztt werden. Große Teile des jüdischem Volkes bereiten sich zur Rückkehr in die alite Heimat vor, wo die ’ härte, aiUföpferftde Arbeit seiner Pioniere aus Sdhutt und Verwüstung blühendes, jüdische« Leben er-, wecktkhat, " Diese Pioniere tmsete'C h a 1 ü z I m — zu Hunderten ziehen sie allmonatlich, allem Schwierigkeiten zum Trotz, mach Palästina, Jünglinge umd Männer, Mädchen und Frauen, Bemittelte und Unbemittelte. Sie kommen aus allen Ländern, wo Juden wohnen? viele aus Gegenden, wo erst unlängst blutige Pogrome blühende jüdische Gemeinden zerstört und Hunderttauisonde vom jüdischen Leibon vernichtet haben. Fast alle führt sie .d«r Weg über Wien, wo sie für die kurze Zeit, ihres Aufenthalts in unseren Heimen Unterkunft und sanitäre Fürsorge finden. Wir verzeichnen es. mit Genugtuung, daß die jüdische Bevölkerung Wiens es als eine Ehrenpflicht ansieht, durch freiwillige Spenden dem »Fürsorgefonds für jüdische Palästina-Emigranten« Mittel zuiztiführeu, die Unterkunft und sanitäre Fürsorge, in Einizelfällen auch Beköstigung und Reisezuschuß erforderlich machen. Wir appellieren'an alle jüdischen Kreise Wiens, , dieser Ehrenipfli-cht in besonderer Weise eingedenk 1 zu seim in dem Augenblick, wo das P e ß a c h- Fest in der Seele jedes Juden die Erinnerung an die einstitge''Befreiung, auis der Knechtschaft und 1 die Hoffnung auf1 ein blühendes jüdi-sohes Pakästin-L : neu erweckt. ■Palästina-Amt Wien, I., Bauernmarkt 24. N. B. SpendeaK für . den »Fürsorgefotnds für jüdische Palästina-Emigranten« sind unter dieser Bezeichnung zu richten an die Redaktion der »Wiener Morgemzeitiuiag«, II., Taiborstraße 1—3, die Allgemeine Depositenbank, Filiale Tabonstraße 7, oder an, das PalästinarAtnt, Wien I., Bouemmarkt 24. Der Ausweis erfolgt ..in*’ der »Wiener Morgenzeitung«. verhaftet worden, dfe beide itn Vendacfht stehen, an dem Bombemafcteffitjat im EJssabetibvstäcliter KlfUib mit, schuldig zu eean. Eötvös wsir bereits vor ei’nageu1 Monaten vierdädhjtig', das Bom'benatrtemfiat gegen die WohmMig dies G^oBiin/dlutstriellen Lederer in Wien snsgefü'hrt zu halben. Die UnittOTsnchung gegen den Verein der Erwachendem. Magyaren und' eimige ■seineT Führer ward eifrig* fortge'set|Zit und soiM tereiirs zfiar Veneitltung eines inemeirliidhen Attamtoits geführt bafböni M-iimsfier dies Iranern Graf IGeibeilsfeeng erklärte heute, ‘üeuieirfidh, daß die Angelegenheit in k&nzcisteir Zeit vollstänidig geklärt sain wendte. Die uogansdieü Juden pfiffen nicht itn Ausland Gelder sammeln. Aus Budapest wird uns berichtet: Die verschiedenen Sammelaktionen itn Ausland, welche in jüngster Zeit von jüdischen Organisationen unternommen wurden. Haben nicht nur finanziell mit einem Mißerfolg geendet, sondern, in einer für die Hqrthy- Regierung unliebsamen. Weise die Aufmerksamkeit des Auslandes auf die Vorgänge ift Ungarn gelenkt. Die Emissäre, sowohl der jÜdisbhen als auch der Arbeiterorganisationen, kamen ■ auf'ihren Sammelreisen In die peinlichste Verlegenheit, Wenn . sie zur Rechenschaft gezogen wurde» wegen ihrer Haltung gegenüber dem reaktionären Regime in Ungarn. Diese Erfahrungen mußte übrigens die ungarische Regierung auch in der allerjüngsten Zeit machen, denn ein Appell der ungarländisdien Journalisten wurde in den ungarischen Zeitungen dieser Gebiete njat"einer scharfen Kritik des Mosrdregimes in Ungarn beantwortet. Das sind die Gründe; welche die ungarische Regierung zur Herausgabe einer Verordnung veranlagte, duirch welche iti Erinnerung gebracht wird, daß Sammelaktionen im Ausland nur mit besonderer Bewilligung, der zu diesem Zwecke geschaffenen interministeriellen. Kommission gestattet sind. Es wird mit .allem Nachdruck betont, daß in der letzten Zeit gegen diese Verordnung Sammlungen im Ausland veranstaltet wurden,'daß die Regierung in Zukunft solchen Aktionen, auch wenn sie Im Wege der in Budapest beglaubigten ausländischen Missionen in Szene gesetzt werden, die größte Aufmerksamkeit widmen und die Zuwiderhandelnden aufs strengste bestrafen wird. Rumänien. Die Juden fordern eine Virilstimme im Senat. Bukarest, 10. Aipiril. (J. C. B.) Mit Rücksacht dSamaaj'f, daß sämttldhie Kanfessfanem datirdi iihlre Bischöfe iim Semiart. vertreten stad, fcindtert atuieh die rumä'niiß'C'he Juden heit einen VjniilibftetnRitz int SenaiL Als Kandidiat für dfiese Steiße käme eitnor der dmei Oberrafobiner T>r Nicmi rower, Zi re 1 s on ojdter G las ne t in Betecht. Ddie tnrmänß&dhte Rcgiertanig «dB geneigt seäns, idte« FdrdsramZ' ßtaitbiugehea.. . , Polen. Die Staatsbürgerschaft der laden in Wilna. I Warschau, 9. April. (Tel. der „Wiener Mofgenzeifting*.) In der letzte» Sejmsitzung, die über die Uebernahme de^ Regierungsverwaltung im W i 1 n a e r Gebiet verhandelte] wies Abgeordneter Grünbaum auf den Artikel 2 des Ge4 setzesprojektes hin, der die Bestimmungen der Erlangung der politischen Staatsbürgerschaft auf das Wilnaer Gebiel ausdehnt, und stellte fest, daß er die jüdischen Interessen verletze. Auf diese Weise werden auch?m Wilnaer Gebietjj ähnlich wie in ganz Polen, Kategorien von „Fremde n*j die in der Tat keine fremde Staatsbürgerschaft besitzen, geschaffen und Tausenden von Jude« dis Erlangung derpolnischen Staatsbürgerschaft unmöglich , gemacht.. Diese Personen können, obgleich sie seit vielen Jahren in Polen wohnen, auf /Grund der Bestimmungen der polnischen Staatsbürgerschaft pichf Bürger Polens werden, weil sie!u Gemeindebilchetß von Ortschaften, die außerhalb Iler Gre ä&tfa Polens liegen, eingetragen sind. Abgeordneter Grünbauni beantragte eine Resolution, wonach es im Interc* i de( polnischen Staatlichkeit liege, dieser Frage ein beif derc s Augenmerk, zuzuwenden. Hierauf richtete G r Q a s die Aufmerksamkeit des Sejm auf dte . ArtiVf! bis 5 des Gesetzesprojekts, in denen flieki genau betont wird, ob alle Einschränkungen^.; "de^ jüdischen Bevölkerung au3 derzeit der russischen feare« aufgehoben werden. Besonders begrüßenswert findet Redneii den Artikel 6, der ein RegierungsproJekt bezüglich ftaij Regulierung der n a t i 0 n a 1 e n M i 0 d e r li e 11 e t» Itf Aussicht stelle, and wünscht, daß dieser Artikel tatsSchlseb realisiert werde. Die Wilnaer Angelegenheit könne mrjv dann günstig erledigt werden, wenn die Frage der nationalen Minderheiten in ganz Pole«,.,dftel günstigen Erledigung zugeführt werde» wird. Alle Klubs und selbst die S o z i a! d e m 0 k t & t eä sprachen sich g e g e n die von Grüubaum vorgeschlägene Resolution aus. Pater Lutoslawski erklärte, daß ei für die Verwirklichung des Selbsverwaltungsrechtes.d&j nationalen, Minderheiten eintrete. Jedoch darf rocht di^ Selbstverwaltung der nationalen Minderheiten Pole« tfesi Charakter eines nationalen Staates rauben. Er wollej daß sich die nationalen Minderheiten in Polen 'gbf fühlen, ohne die Rechte der Polen als „Hausherren ich Lande“ zu vermindern. Bezüglich der Regelung de^ Sfaatsblirgerschaftsfrage in ganz Polen stdljf Abgeordneter. Grünbaum fest, daß er durch seine Resolution die Regierung auScrcIeris wollte, die Frage der Staatsbürgerschaft im ganzen Reiche endlich einmal zu regeln. Es liege im Interesse des - ür* daß im Wilnaer Gebiet, welches noch ein strittigem 'As h sei, keine Frage von „Fremden* geschaffen Es gebe in ganz Polen bereits mehrere Hu« ö " tausende von j u d e n, die sich mit 1k», ' * Staatsbür ge r s c h a f t ausWeisen köanb Militär jedoch werden diese Personen getiomraea - entstehen ähnliche Verhältnisse wie seinen. : Rumänien. Es liege im Interesse des Staates, Völkerbund nicht gezwungen werde, sich mit Kategorie von staatslosen Bürgern zu beschäftigen. < wundert sich, daß gerade die Abgeordneten des Gebietes die Wichtigkeit dieser* Frage verkenneu. In der darauf folgenden Abstimmung win^v ritj Resolution Grünbaums abgelehnt. ‘ Die Wahlkreiseinteilung und die frides?} Warschau, 9. April. (Tel. der *Wr. Mor :tztg4^ Abgeordneter Grünbaum bespricht in einem länger^ Artikel im „Neuen Hajut* die Art und Weise,!c Wahlkreisgeometrle ira polnischen 5t;]^ staadegekomraen ist. Sonach hat der Scjmreieretn ordneter Grzedzielski das ganze Zahlenma...iial zwei Gruppen, in die Polen und anderen NatioEaHtütc^ eingeteilt. Die Wahlkreise worden derart teilt, daß die Polen die möglichst größte kazs.\i\ von Mandaten, mehr noch als Urnen zahldumäSi.^ zukommt, die Nichtpolen dagegen die a< kleine Anzahl erhalten. Es wurden daher vor &<lem polnische Wahlkreise, in denen auf je 62.000 nwc'ni’Jt ein Mandat entfällt, geschaffen. In diese Gruppt ^cfeca.'ii vor -allem die Wahlkreise im Kongreßpolen umd: "Vr.:;] gallzien, mit Ausnahme der Städte War sc ü .t.« des 'Bezirkes Lodz, wo .die Zahl der Juden %iy4 Deutschen zusammen mehr als die Zahl der pi^lscdych Stimmen ausmacht Diese drei Wahlbezirke allein mehr als ein Drittel der Gesamtzahl aller Mastis. .% allen diesen Bezirken werden trotzdem nur Polen v*\väb'ä werden können. Sodann folgen gemischte Wahlk:vise"it>i Kongreßpolen, West- und Ostgalizien und den West-? gebieten. In diesen ist die Anzahl der Bewohner, auf ein Mandat entfällt, viel größer wie in den andere« rri« polnischen Wahlkreisen. Jedoch wurden diese Beziike der^ art zugeschnitten, daß in ihnea zumindest e i n po<ui«c^es Mandat sichergestellt werden soll. In diesen gemi$chicn Wahlkreisen ist die Wahl von Vertretern der Nationalitäten, das heißt der U k r a i n e r in OsteM^A und Wolhynien, der Weißrussen in den und der Deutschen in Pommern und Schle ziemlich sicher, die Lage der Juden ist jedoch sehr denn nur in einigen Wahlbezirken ist ihre tatsä Einwohnerzahl höher als der Wahlkoeffigient. Es hi fc.' . " daß sowohl die Subkomrntssion als auch die Mehrheit dev Wahlkommission, die über die Wahlkreise im Sejm verhandelte, einzig und allein den Zweck verfolgte, die Anzahl der jüdischen Abgeordneten zu vermindern. Mat» hat dies, wie es scheint, ohne großen Widerstand der kleinen Parteien zuwege gebracht. Diese Wahlgeometrie zwingt nun die Juden nicht nur zur Schaffung einer e i flheiiiichen jüdischen Front aondanisack

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