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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-11 · Heft 1149 (11.4.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1149 (11.4.1922)
Date
1922-04-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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< Wien, Dienstag 1.149 mögliches Mittel zi# Deckung der Reparatlönslasten und zur Stabilisierung der. Wechselkurse eine z u Here Anleihe genannt Nur eine solche Anleihe würde auch Barzahlungen für das Jahr 1922 ermöglichen. Der Sachverständigenkommission müßten Ein •neutraler und ein deutscher V e r t re t ei angehören. Zum Schlüsse wird; darauf hingewiesen, daß alle weiteren Punkte demnächst i n besondere'n Verhandlungen zu erörtern sein werden. Einstein aas Jjjarls abgereist. Paris, io. ‘April. (Telegramm der »-^'ietier MorgenzeiitUing«.) ü?tae&s©0r' Einstein ist heute •Jrith' VQö Paris aibgereist. Vor seiner Abreise hat er *3U ,Pressevertretern seine volle Befriedigung sowohl l'öber seinem Pariser Aufenthalt als auch über, die fwissönschaftlichetn Ergebnisse der Distosion ausbedrückt. Ein Pogromversuch in Smolensk, Warschau, 10. April. (Tel. der »Wiener Morgen- EQltong*.) Wie »Naier H.a j n t* meldet, versuchten einige Antisemiten am ÄZ. März d. J. in S in o 1 e n s k, Anläßlich der Beschlagnahme der Kostbarkeiten in den Kirchen zugunsten der hungrigen Pogromopfer, einen P o- ,'grot» m veranstalten«. Zwei luden wurden in den t) ni ep r g e worf e n. Per Pogrom wurde von gewesenen Mitgliedern des Bundes des russischen Volkes ayd von Offizieren der W r a ji g e 1 »■ Armee organisiert. Laut Mitteilungen der bo\1schewikischen Presse ist es Infolge, des Eingreifens der Roten Armee zu keinem Blutvergießen gekommen. * Der russische Tod. Charkow, 9. April (Funkspruch.) Aus j e.k a t ejf j n o s 1 a iw wird gemeldet: Im JekaterinoslaWer greise ist der Hunger 4 m Zunehmen begriffen, auch epidemische Krankheiten breiten sich aus. In einem Dorfe verfielen zwei Personen, Hie Menschen getötet u n d verzehrt hatten, der Lynchjustiz der Bauern. Aus.Cherson werden neup Fälle von Kannibalismus gemeldet. ■ •' - e . VlI Messe Nlschnij Nowgorod lebt wieder auf. Moskau, 9. April. (Funkspruch,) Der Oberste Volkswirtschaftsrat hat beschlossen,. eine bleibende Kommission für die Messe von N i s c h n i f N o wgorod zu.bilden. Es ist beabsichtigt, auf dieser Messe den P r i v a t h a n d e I in weitestem Maße zuzulassen. Die Reichsbank wird die Messe durch Gewährung von Krediten unterstützen. Geldüberweisungen an das Ausland werden von der Reichsbank ausschließlich in fremder Valuta übernommen. Bundesstaat Kaukasus. Moskau, y. April. (Fuimkapruch.) Die •buflgari- $chen /Republiken halben einen Buaidesrat gebildet,'' {pü' deren Fräsidemteß N^ari m'aio'yi. um4.-M.i-a sji i k o w gewählt wprde« sind; Bulgarien geht gegen Wränget vor. Moskau, 9. April. (Eurnksprubc.) Die bulgarische Regierung bat von .den Abteilungen Wra*ngels die Bezahlung der für ihren Umtetifoak erforderlichen Summen und die sofortige Durchführung der völligen Ent waffcn ng gefordert. Sie wird ferne^ Schritte Unternehmern-, um von der Sowjetregierutng die Aminestie-für die Wrangel-Soldaten sowie Erleichterungen ihrer Hei m k ehr zu erlangen. Laut iEmt&cbließüing der bulgarischen Regierung stehen den Abteilungen Wrangels die Rechte von Soldaten nicht zu, und Rius-sm dürfen in Bulgarien keine [Waffen tragen. Airmrmr Tagesbericht Bemerkungen zur Trauerrede des Grafen Apponyi an den Gräbern der Opfer des Bombenattentats in Budapest. ../Seite 3% -'Mifcfol — sagte Graf A ip fp o it y i —' fert haebergebrachit, d-ie mich lehnt, dbß Üdh Jedfen M'einsdicin als' m einten N achtelten anreuteime. Die Opfer selbst wiimden dber 'von' jenen z/u/m Grabe befördert, dite isldh paiivifI«egie£Ptie Verfroter dar. Rdiiigion der Nacbstehlliebc gerferen-, «ter selbst, vön katßiiahiS'chen Priestern darüber bdeüirt ."wÄdie-n, dta.ß man den Juden Msisen müsse. Wals ist dtas fü£ eine Gesdilscihiaft fragte Graf Ap^onyi -•-* .iwi der wir .nicht wWSÄ»,-ob sie niidht mit «ErdMsLhsdflb&mien erfüllt öst, deren' Mitglieder nicht’ davor zurüofe&chrecken, Menschen zu mpttden, ck'e anderer Gesinnuing sind)? ■ . Wirkönnen,/ dem Heum Grafen eine vdilkomtmon rmisreRÄendie Antwort erteilen1; P'ais ii&i eine Gesefedhiaft, ' G? - woa atnifösemitiisdher -Gssümiiuing durchseucht ist, ‘ ';•■■■. *. , : : Was ist das -kür sün Stzstzch -ri' fragte,:(3Wrf Apfpomyi weiter in seiner Rede —'in weöciietn die Sitten * diuincüi deai Geist des Haissets Aetröhlt sind, daß selbst der Massenmord mÖgfl'felb i&t? Adh Gott, ÄDS Ist einfadh M Sfcaiaitvin. wdltähtem' dtie höchsten SiHaatswürdieinjfcträgör aJÜes' Möglödhe, j;a selbst das UmmogilciliisdhieSneirtde fiuin, -rum bestialische Mörder vrn-n dÄn Ergireiifen zu- ^fhützien ri/ndasicSh nfidbtn 'imteriaissem., um 'Sie wtedtetr kr Freiheit m sefczelni, fal*lts -sie dumch dHe UinivcaiisMiitiigikc It der EMi-zea bei der Mordbat ergriffest wenden- Wairen. Der (pohitaische Word — nueänte Graf ferner — ist eigentüiilcli im' der ufngair>isdien GeschidTfae etwas Umbefeiaffitmtes. - - Ja, um HinimelswiBeo, gdipreii <fi< Üetizt’em'ipaiar Jahre, gaar nicht zur Ge^ebntdhte Umgaro? Oder bat Graf Apjppmyi widditfa .amch zuf’ Zeit,:, als ei' im Ausltatid lebte, nichts ,vo!n dien zabtteea poikißdien, Mordiaten gehört, Hu nebwdche - die »Erwacbemsdien Dingarn« so vi-e^in- Jwddn mim ewigem Scfhfflasf verholfen hatten; ,, . '/’ - / ■ / -- - Der .Sfast, — sagte Graf Ajpponyi r— der nicht , der primitivsten. Pflicht genügt, für die Sicherheit aller zu sorgen, ist keim Staat/ > Das stimmte Es genügt micht, daß ein »Staat« nur für; «die Sicherheit mordeudßr »Erwachender Umgarn« in brnpielltoser Art sorgt. Das ist etwas zu wenig. - .■"■"'i'-' -. ' - '!■"i ‘ ■ /.I '■ - .. -’ '■ , ■ ■ ■ . Man könne bbfür^htet ’ Graf Apponyi — nicht wissen, wer im seinem solchen Stoote, bei geänderten Verhältmissen morgen auf die Liste der zu Opfernden getaingern kämm. Diese Befürchtung ist in der Tat nicht unbegründet. Graf Appomyi, der selbst persönlich wirklich memailis dem »Erwachenden Ungarn« seine: Sympathien ..zum Ausdruck gebracht hat -r im Gegenteil, er mißbilligte, wenn auch höflich, deren patriotische Taten — dachte wohl bei seiner Waxnuttig an die vielen hoch- und höchstgeboremen ungarischen Aristokratcm, die sich eine solche Reserve nicht auferlegt halben. Dieses Bomben atzten tat — versicherte Graf Apponyl -—schreit nicht mitisr zum Himmel, soml audi zur Staatisäriwaltsdiaft. . j Na, der liebe Gott, . das darf maar wohl ®tu( «ehrwsa, hat arnch "vM den vielen »mdividudlem^ Aktionen in Ungarn, denen Jude» zum Opfer fielen^ KehmtmiSi auch wem» die Mordtat ohne Explosiotj geschah. Als ob dip bta-LtssrnwalHcbaft etwa» diavöd hört? Und wenn sie schon' sich -nicht die Ohren zu-! hält, ob nicht auch ihr cf er Mund zügeha Item wi!#s —- 'das ist eine andere Frage. ■‘ ' i ' ’ .... .. 'Was wir fordem, erklärte Graf Appo-nyi ist niclirt' Rache, sondern die Wiederherstelluhg d.edzu Tode getroffenen Rechtsordiumg im Ungarn. - Der Herr Graf, irrtda. Die Rechteorcirmmg ins Umgarn befand sich auch vor diesem Bom-benaUeiH tat in keinem anderen Zustand als ’n ach h e r. Da*1 muß jjeder ehrlicheJtsde zugebem. Amit Jüdische Lehrlinge aus der Ukraine* Es ist das Schicksal der meisten , Rcgenerations-* bestrebuogeu des jüdischen Volkes, daß sie vielfach nur als Werke der Wohltätigkeit gelten. Ein Wohltätigkeitsgedanke dieser Art war es auch, der vor zweiundachtzig Jähreh zur Gründung des Vereines äär Förde niög des Han d w er k $ uv t e t d e n ' i n-! ä n d i s e h e n Israelit ein führte. Die Kinder <ter andere«, der armen Juden, sollten nicht wie ihre Väfer Hausierer oder sonstige luftmenschen werden, ln der längen Zelt seines Bestandes , bis zum Krieg hat der. Verein viel Wertvolles geleistet, nur gegenwärtig ist sein« ' Tätigkeit Infolge der Geldentwertung völlig unzulänglich«' Nur infolge der Geldentwertung? Eine leitende Idee ist oft wertvoller als die größten materiellen Mittel. Die Verbreitung des Handwerks unter den Juden kann heute nicht mehr als das JStrebeu einzelner Wohltäter fiir einzelne Arme oder für. bestimmte'Kreise der jüdischen Bevölkerung aufgefaßt werden. Nur als Tal breiter Volksschichten vermag sie zu .umfassenden wertvollen Resultaten zu führen und einen mächtigen Grundstein zum inneren Aufbau unseres Volksganzen zu. bilden. Solche Ideen sind es, von denen das „H11 f?- fcomitee für ukrainische jüdische Pogromopfer“ geleitet ist, das seine Schützlinge indem alten Lehrlingsheim eingemietet hat. Obgleich es noch kein volles Jahr besteht, hat dieses.- Komitee bereits mehr als 10,000.(K)0 polnische Mark und bedeutende Naturalspenden nach Kowno, Kowe! und Umgebung sowie nach Lemberg gesendet und dadurch in den bezeichnetes Gegenden zur Errichtung tmd Erhaltung vou Emigranteuheiraen, Waisenhäusern, Küchen- und Teehallen, Tagesheimstätten Werkstätten usw. wesentlich beigetragen. Mit Recht, wird doch nichts von dieser wertvollen Tätigkeit vom Komitee selbst so Hoch eingeschätzt wie seine Lehrlingsfürsorge. Zu Hunderten finden sich heute in der polnische» Ukraine aus dem Waisenhaus entlassene 14jährige Kinder,: um deren Schicksal sich niemand kümmert Einmal , des Tages nehmen sie in einer öffentlichen Küche Nahrung zu sich, täglich müssen sie sich irgendwo ein Nachtlagerer* betteln, was freilich nicht immer gelingt, während des Tages lungern sie in den Gassen herum und spähen nach kleinem Gelegenheitsverdienst aus. Sie müssen allmählich’ in Unbildung versinken und moralisch verkommen. Welch wertvolles Menschenmaterial hier bestimm# erscheint, zugrunde zu gehen oder zur Keimzelle der1 Degeneration ihrer Nachkommenreihe zu werden, erkennt man, wenn man die Pogromwaisen'beobachtet, die s^cb als Lehrlinge in W i e n befinden. Keiner der vierzehn jungen hatte den Wunsch, sich dem Handel zuzuwenden. Kinder, welche die Bitterkeit widerwillig gebotener Almosen kennen gelernt haben, sind JflC. MAYER ““Är Großer Oster-Verkauf V-AAK" -- - — — tu reduzierten Preisen! - - - - - nm ».»fllo Nr. 24 11.^ Große Sperlgasse 29 Musik. La eia'om fewt sidiwanmetrdisidh'ki' .Aattafk'öl dier Msuen Zeitschrift für Muisilos. ’ruiim'nDt Rdbert Sch nm am n für dien 60jährigen B<r a h bra s Patrtei utn-d sppiichlfc von . den »wuntdtorlfczair'eiii' B3i«dk»cm im däe, .Geisterwölte,;<die, der j-utnige; 'Ttonidiidh\ter miotch erscMießem weari'e. ■ Dör,Sofern, 'der mor«didiauit'S»chem Ißbriiie, <fer ‘ sich: schon: ftiihzeitiig mdt dmtisdvor GiünMMolL in dbä Gei-st dfer Bnlbd vewseiriikte' tirid riirhi gl^jirJbiy.p.irtiig 11m -dies täglifecfotem' Bmates willliöu Im •Gaistbof »Zm-r sdhÖnen AmisicWt« Tänize rimd Mansche Luf-Aplelisn miußie, (hat diiese y effeünidi^ünig .Jbaid , erfüllet. Sahoto BraÜMis' erste Soriaifcris tumd Gesänge hörige» dien, seltenen Schate dier Oirigimailität,- tanid -imt der' Sohaffumg seines »D-ewitscben " Reqrniii6ms«, jdlais anif- «eiittier smisiaim-en Hohe M-cÄshüs Reqiuiei» .«md Biadvs H-Möli-Mes^e mialiesitelHlt, watr siedln Rang «inityr Mi großen d'arntsdhen. Meistern ibegirüntd-et. Deufbs'dh ist dia/s' Schaiffe» dlksses letzrttem Kdassdlkeiti^, 'd'er keime epigoniönlbaftein Züge am. siitdh hat, in d^r . fedhiliidhibens^^/ehrijiicfhiem Empfdriciritig*, in öor fchmM-sn TCliairheit, in* d<er, teditnischien Gi'ünidHiiidhlkieiiit wie in diar Vorltebe für dtais Volkesnvtiid Kiindierliedi. Tirobz synkopierter Rhyth men, verÄitiötkelter Stimmen tim.d n'ouiairtigKjr haivtinonfecber FüdTm.winigcmi, dlüe iira GtiunrlC vielfach auf dlae Stuidlioum cUl'teavdienltisidliicir tilnid itHedetlänidfscihiör Meister Z'UiriiokgdJtein, (bki-bt .stets die große ■ m'etodfisehe LMe; gie wathnit. Fwat s»üf offlk® Göbiicten d'pr Toi*oilcuin|st hat - Braihinfs Beidieantenidus geschaffen tsflid trotz soilnios , riesigen Lcbem&werkies hat. or kaümpiiri mtadomtertigos Opuis aurück- . geliaisisdn. - Der fkahnatiiischen! fCtsiTst bliieb er in weiser Solihr-iberkcimtinii s zeültkbenis fonnc, «uun-so wohl or fühlte or sidh iw lyriisidhiati Tondiiidlnten: Wiic im Lride, dfevS die Sdh»ber't-Schiumiiaitim|5<o,hic .Ri-diiitiünig weiiteifühtet, so gffctt er audi in dem Kltetvier-, Koimimer- : wnid Omdhiesterwedken m diefn' lyrischem Stüclken sei» Bestes. 'Neben zartesten MSdIiodieib(liü!ht,engilblt es da gelegemtiliicihlamt, ipditebndle Sjpässe, die wie für dem Kürisitfier -so aiufdh für dten Mentsdhem Brahms ‘lceninizeidhrnemdr smd. Ndnduivd. südldisuitsches >Vsseal -feiaiben' übriges durch die ’nwilidie Wiener Luft, die ihti gleidh Beeühövten a«if seiirrein Weiten Stparioirgähgen Mh^chrtieichelte. tzh««'-"srfyckÄWM Avü^sKM erfaihiren. .JÜesr 1» Wi^k, waSÜ' sÄrie Miuefflc Wärmer und liefoeiniswürdKger, auf . Wteiter Boden eautiatamd'ön srineWialteer, dfe/dof Mats-Ik AMilbevts ‘wwemidlt smd, tttnd tneiiie F<be>WlOdhM verbarid . dis» strengem Meister, mit’ dem wieneriscÜWsiHsn al'iter Tondichter, raiit/ dem Wal'zericöniig- Jothiantu Straiuß. femaihms war in W ie» . heiiinisicfd gexvordlem, so versteht man autih die sius dhrfürdwtlgw'- Andis^ht und warmer HeTOpcihlkeit getnischite Triinuahme, . mit der Brahms* 25. Todfestag itt Wien beginge« wurde, Das Brahms-Fe&t der Kjoaizertd irektten Bitgo Heller gibt in großen Umrissen eine Uebersisht über da® sym.pliön-iische und kani mermuisiknlische Schaffen des Meisters. Seine Kammermusik fand 'beim R os d-Quartett die fesrifcthiste Wced'orgribe. Mit seiner s'trengen Feleriidrkeit wüßte Rose in jane Riegiiome.11 zu entführen-, Brahms mit. dem Geiste BeelhtoiveiHs Zwiesipradie (pflegt, im A-mo!l-()uartett, 'rMs Brahms seinem; Freunde Theodor Billroth -gc* , widmet hat, freute mtfld Lieh &cfoi*bentecheir Melodik. . Nöbein« d«sm Rw,d-Qt«airtteht rnnd - Dwrektbor Erafnia Schalk, der als Leiter eines Symphoniekcmzerts nur treuer Dioner des-'Meisters seiin wöll'te, war dem ungarischen Tondichter Emst von D o h n a n y i ein weiter Wirkungskreis cingeräumt Als Dirigent der , ersten Syniiphonie wußte er den Mwialrigen Konfliktestöff des ersten Sartzes nicht kräftig genug zt^' bändigen, viel näher liegt ihm die ungezwungen^ Melodik der Mittelsäitze. Wie als Dirigent, so verstand er sich auch als 'Pianist im der F-Moll-Somatcl viel, besser Auf den anmutigen Plauderten und aiufl da« Schwärmm der Moindnatcht als auf einergisdhesj kraftvolles Zug-reifen und strengere Selbstdisziplin^ I11 seinem Züge'ins Frede und Ungebundene, - inj seiner ■sorglosen! Liebenswürdigkeit, i-tn seineij jünglingshaften Beweglichkeit sind die Vorzüge und Mängel des 'immer'wiedier iinftereseaniteh Künistilcns; gegeben^ Alles Rhapsodische läßt m ihm verwandt^ Saften 'erklingen tarid die Wiedergfabe von Bfahmsl G-Moll-Rhaipsiodie glich einer gen fallen. InipüöfVt&a-! ticya. — Ein Fest im Brahms-Fest 'bereitete Ridhaid Mayr mit seinem wunderbarem. Vertrag der »Vier ernsten Gesänge«. Wie Mozart in seinem Requiem, stimmt hief* Brahms angesichts des nahenden Todes einen erschütternden Sohwamengesang am. ) . Auch die P h i 1h a t m o n i k e -r feierten ihrert Brahms. Mehr der Net der Gedenkfeier gehorchend als dem. Triebe des'Herzens, 'schwang- W c i iu g a r t n e r den DirigenteniSta-b, und so hörte man! wohl mit allem philharmemisdicm Klarngzaiuiber did Brahtns’sche Botschaft, allein es fohlte der Glaube, der Weingartner weit mehr zu Liszt und Bcrliosrf hiftztebt. Zwischen' der 'tragischen Ouvertüre und der tragisch eil C-M'oil l-Sy m<phonie spielte Professor] Karl Fd.esch das Bmhni's’sdhe Violin'knnzort. dai dritte unsterbliche Konzert •neben denen vom Bcet-j hovem ivnd Mendelshlin, das man euni&tmals ak *-Kod zext gegen, die Violine« und als. »dreisätzigeo Saitenkrampf« gehöhnt hatte. Professor Flesch hal bei früherer Gelegenheit das Konzert mit mänriüclj kräftigerem Ton und lebens-vßllc^geispami'tei* Pbr.a^

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