Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1145 (7.4.1922)
- Date
- 1922-04-07
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wfeü, Frefts*» WttatBR omr /.April 1Ü22' Nr. 1145 Tagesbericht Die Demonstration der Monarchisten* f' Gttttetfni vormittags fand! wi 6-e-r Steplmskirdie, das hogeküwiigte Requiem des Kardinals Di*. P i f f 1 für Aen vei-iteM-bene« Exkaiser Kart ©tait. Der Dom war lange w Beginn bereits bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, so daß viele Huskfertc vor dem wdt geöffneten Tore ÄöfsteHung uelimem mußten.. Die Mitglieder •der Froatkämpf earvcs.eöaärigusig mdi anderer Kot'po^atkjoen ■waren in Umi f onm erscfcüeoen. Man sali fest aße derzeit in Wien befindlichen Mifcgleder der IVIstokffatie, Rnndeskanzler Schober und Vizekanzler Breis ky, dfe Btm-destjismster General'moj"o,r Wächter, Dt. Radler umd Pr. Gürtler, den Minister h. D. Baron Btirian, viele höhe Staatsbeamte,: Präsidenten des Natioaalafcs Dr. -W ei skir c hoc r.. mit den Mitgliedern der Owristlichsozaalea iparlameatarischen Vcrekiigtmg, viele Generale, darunter die Generaäöberisten, Atz trnd Georgi, FddTnar schall K ö v e ß, General der Infanterie #A>it i iczrborg mit einer grvße-n Zahl' von Offizieren, ferner des Präsidenten des Verbsaridles der Bornfsgagisten, Nationalrat Major K-o Ha r z, zahl-, 1 räche Studenten der katholischen Vereidungen ' irr . Farben. Auf dem Cht>r •wohnten die früheren; Erzherzoginnen Maria. Annanzfefta dd Mario Valerie in; Gesellschaft des früheren Erzherzogs Hubert dem,Requiem bei. Die Kirche wies, tiefen Tiraiterschmnck auf. Djer; ‘Chor. war. schwarz drapiert, im.- Mittelschiff erhob sich, ein göoßhr, \un' Kerzen fiaaiilderter Katafaülc. Die Herren ‘ trugen Ar-nrÖwr, viele .Damm waren, in Trauer ' Wischieneo. "" . ] Die Kirche war tso üb-erfüHt, daß Me Tore gesperrt werden mcSfcemü Erst aüs 'Tausende von Teilnehmern, am Requiem durch die- Seitentore die lÄroLe verfesseri - Latten, «ronuten neue Schären Drmiaß finden.;» Nach Schkrß der Ferer begann sich langsam idSe- Kirche zu Heeren. Die Teilnehmer des. Requiems Strom- 'ten aos dem Haupttor auf (|em Stepham^xdatz. Hier' lliatte- Polizei, unterstützt -von Ordnern der .werschje-; jdeneai moaarchistjsohe(n Iforporatkmen, für die ' Auf-, yedrteriiahiofng der Oxdnurng gesorgt. Infolge des Ap-. . tkangs zum StephanspSatz mußte der Wagenverkejpr «ferch Seitengassen geleitet werden. ' ° i ^fehnere tausend Personen formierten s&h z-u einem " Jnl geschlossenen Zuge tend 'röafrmco den Weg zum Gräbe-r. Plötzlich hörte itnajf aus der Menge Hoch r tt f ,e"a ü f di e H ab-s-i %<urgcr und auf Kaiser Otto. Die Herren ent« * blößten das Haupt und es ertönten die Klänge - der. : .ZVo.sihy.tnoe, die. Es Anwesenden matsahge». Na.ch Wrsngvng. der erstsw Sdroipike-wurdisp Tücherlitmf (Hüte geschwenkt «ttnd Hochrufe auf die Monarchie - und «Las Haus Habsirorg ausgebratiht. Die Kundgebungen dauerten fast eine Viertelstunde. I Die Geschäftsleute, hatten in, 'der Sorge, daß'. es »zu Zusammenstößen. kommen könnte, zum Teil, die- Rollbaften 1 hewmtergeiassen und ' ihre lÄksle gesperrt. Die ’PöSzea, ld£e vor. ..dem Tore .der. Stephan^trche zur AufrdofvtsrhalÄWg ‘ der DordurMg ein Spalier gebildet * »hstte/beMdfänkte darauf, -Äe Demoystranten Luf- - ' hrMrd^;-'.Äch 'hr Kühe zu zerMeueÄ.' Diestz'AMor- * kfertmg. wurde-, jedoch - öidh't beachtet - fmd -die Masse -.»zog über den: Graben-a/b.- Die Tore der Hof bürg waren inzwischen geschlossen worden undso 'marschierten die iDeirwjnstsanten weiter zum Parlament. ... Vor d^n Parlament sÄgcfe!nAt, besetzte die Menge die Rampe, worauf , sich eine Abordnung; zuni. Präsidenten Dr. We? ski-f c-h> . (tic.r begab und fInn die Bitte üherbraebte,.er möge die Fahnen vor dem Gebäude : auf H a 1 b m as t hfeseii lassen. Drssern Verlangen, konnte Präsident Dr. Weis-;iircbner mit Rücksicht auf dfic".Hääftihg:der. Basfemeßts-' Parteien naturgemäß ritchfc.'^entsprechen, '' - > I^wischesi waren "-sin der Rückfront'"des iParlaaa&afcs. ms - Automobilen Wach everstärkungen einge-t jfcioffejf. Die Wache eilte dbreh das Haus auf-dte R^mpe jnpd .drängte die-hier befindliche Menge von di^e^. . .herab. Atrf der Fahrbahn trat sodann berittene Polizei .m Aktion tmd suchte die Menge abzudräpgec. Dabei ^3 za lebhaften Szenen, <fc viele der Teßnehm-er rder Wache rar widerwifiig Fc%e leisteten.. t - Tkite,r die Menge mischten sich hier auch bereits Mh, Sozialdeimdaraten, die die sich immer wieder eräoeueruder» KundgebiMgen der Monarchisten mit Pfeifen, IJohlen, Pfuirufen, mit Rufen: Z-Hoch <Hc Rep ttbl'ak lc Nieder mit den Dynalsriesdiwärmeun! < bc- Igletleteii. Mehrere Male wurde der Versuch gemacht, die starken Wachcabsperrtrogen, weüohe füf den Rhnipenaufgang imd für den .Platz um den Minetvabrnsiueti vorgekehrt waren, zu durchbrechen. E-ridfich konnte <fie Menge gegen den Schotteirring und dfe - Stadion Mse afcgedrängt werden. / > v Ein großer Teil der Demonstranten sammelte .sfff?h 4i> den Alleen ’ so daß spater Wache in die~ A]Jeen cm«? irStt. die Manifestewten trennte und einen Teil gegen die ^Universität Mn, den zweite« Teil gegen die ^Beälaria Jabdrängte. Die . gegen die Univemität' hin ‘ ziehetideA Demonstranten -bogen beim Burgtheater er« Eä wollten ’in die B-apikgasse -kommen, wo das Gebäude der i ungarischäi Gesandtschaft,!; 'das Trau er.f ah in c n; .trägt, sich befindet. BMMrt^ Wache zog einen Riegel, verhinderte den Einmarsch und Wache zu Fuß zerstreute die Menge, Zahlreiche Giuppen von Demonstranten verblieben '%) der weiteren Umgebung des Burgtheafers und des iParlameuts und ’ eine größere Menge sammelte ■ $idh wieder in der Henrenga^se- und versuchte von dieser Seite in die 'Bankgassc zu gelangen, was jedoch - durch eineti starken Wachekordon ebenfalls verhrndeaf wtorde. Um die Mittagsstunde waren die Kundgebungen' httendet. Zwölf Personen wurden verhaftet. .; Mitteilungen aus dem Publikum. Streng rituell! 321 Hotel - Restaurant Barschak Vorzügliche polnische Fische^ Ungarischer Spezialwein NVL *\Vp Wien, II., Br. Schlffgasse 3, Tel. 40-i -39 Leopoldsgasse Nr.31 653 IIICIIIm^M€HSN WCIIlnDBw.w:' samtl-icbc Mitglieder-der Faniilie des Verblichenen sowie Gefolge hciwolmteai. Unter den. Bl-umenspendeu .befamd sich'- «such ein ,v-o.jii König vo.n S.pa-. dien gewidmeter Kranz;. . Das Testament. . .Budapest,, 6. Aipin-i. Gnaf Jiufiiituis Ajai'-dT.-a-s&yetMänte -eLwem der' »'Kfogiyar Onszaig«, cüaß siicöii in ‘seinem. -Besitze sin Testament befäinide,. das - Kömg.iK a ri i-him Ln-Iäßlfoh seiner -jüugst-e» - 'Abwesenheit/ 'mi»; U-yMsvn üihetrsgebeai! .tebe. Ei-ri e:\yeiities Tiesiainieift, wahnächeinilialn glieicfei in-hislts, sei.eeinös Wfe'sieaas im Beäiiifzc.die Eiiz-liienzcgs M'-ax. Ich kbnkt §edbcb, sagte G-naif Araanassy, ,-diäs * iüi .mcimeim ^b’efiiÄicilre Deäfeaiiaent erst', öffnen,- bis". KÄ d-iö AuMeÄ^-ichc. N*aidhjr»ichst brhailteta Jfeibe, ,da’ß.,ök:h,.'iln'Fiu-riicli^il' -mehlt ein. späifcer gejma-chtcs:' Testament b’cfkrd'et - ( . ■' Einstein in Paris.; Kus - P a ir i -s' wird gemel-fot':' Im. Cölikge' -de- Fdaauc^ waide gesitöfn- -«baiahimiittags dfnfs KoI'Ioqü.i'anr' ülfer -die- Ems.ue'jin-5-di'e T'hetoäiks* foritgesetat.- :'Es ist ■fyeaefeföeinfcwept, 'daßder Vefsiarnumki-iig eine Tieifoe 'der bädcatOTidsteö,. Mitglä^dter <Ber. Akaidemie dar’ .WÄMWÄfetir -beiwölMb;, -.ot^teidj ' 'Eiuisitehi, wie R-eiWe 'AveoM-^WLe-r •. ^ainzösfedhief’ -Gcfeihlrifcer. .Dar Memtuinigssfusfiaitilsät' fülirte dßlzu,: dsaßbescmi!d»er!s ,diie E-itiwänidie. die GllWeAuM« " 'gegön-' -die Eidsfein-söbe Eehre eaWseot hait-fo, ' w i d e f lle gjt; wärd’eai. Es vwiifd:' feefcot,- dlsß -die "giaihfze;' Düsiloassi oji-, e-MsVV-en. .•tc&utog'.gWiontme-nhst?;;...,'.däe’ dieir T-becnde Ernisteims dar cbarir-s>güai-stijig.. -ist.; Im- VerlaKüfe des /Abendis. war Eittstsi» G^st” :"ck:|r .frasrmqsi schien- .s»siy>> r3-;cmisc-h-e« Gesell^ci^äft; \ . Ritben Braimns 60. Geburtstag. AusHi berr-<MtetA-m ’ ysr- •gängeiiert;.pOT{ip.^g^;;.ieiejri^:‘^r .hebräische- Schrift-■- 'nr-e'nG getx>feqri: Seit dtzm Mhre,,h 880 ,'w'idmcfo sieb Bräini« L-u-sschließhch der sehriftstelie-ri'schen Tä-tigkeit'hrÄd' verfaßte. seither., omige -Tsus-ssd- 'Abhamd- I'Mgen, .'biogmphiäöhe- Skiz-zen'-umd größere'.pÄ-iÄsChe;.'i^nd .. Ei-n.' großer'^'Tsil des Institut Fran^ais, gewählt, Poatremoli wurde in Nizz: geboreh ünd wiirde scliöüoim Jahre 1B90 mit dem ^Grand Prix ■ de Rome“ für .Architektur ausgezeichnet. Br Ist Lehrer;a« der Hochschule für schöne Künste,, von ihm stammt/ eine Serie von Zeichnungen der seheuwürdigsteö PajU^te.und Monumente von Paris, die von der Kritik; lobend" besprochen wurde. Pontremoli ist Mitglied des j u 41s che n - Gemeindeausschusses, dessen Präsident bekanntlich Baron Edniond.de Rothschild ist. .; *. Die Mutter Lord Allenbys an die Kolonie Rischon. Aus j e;r u s a l,e m wird uns berichtet: Uie-greise Muttef des .Generäls Lord Ällen.bys bereitete .vor kurzem! den Kolonisten ' von Rischon je Zion eine außerordentliche Fredde. Die 91jährige Dame übersandte der Kolonie dis von.; einem der ersten englischen Künstler arigefertigte Porträt;ihres Sohnes. In einem Begleitschreiben gibt. Lad$ Allenbys ihrem Dank und ihrer Freude über den besold ders' herzlichen Empfang Ausdruck, den Lord Alfenby b-eri seiuer Reise durch Palästina in Rischon gefunden hatö Dein... Andenken an diesen Empfang, cieit der General ui .eipeni;* Briefe an seine Mutter als eine -seiner schönsteli Lebensinnertnigen schilderte, sei ltuii das Geschenk der Miiftef gewidmet. G . *> V- *#Iägenhöfer gestorben, In Saferthofeh ' in Steierl markist am Mittwoch der ehemalige Reichrätsäbgeordnetc und steiermärkische Landesrat. Franz H a g e: n li o f e r inii Altervyon, 67 fahren gestorben. Hagenhöfer gehörte dw christfichspziaieh Partei an. Bekannt,geworden ist er durch den „vejn. ihm kömuiändiertem Sturm 4er steirisqhen Bauern! auf die Grazer Universität, als die dortigeil deutsbhnatiönalen:^Studenten ■ wieder einmal' diekatholischen Verbindungen verholzen wollten. *;Reise Mözkihs und Ingetiieur Tomkins uach Kanada. ' Leo M o z k i n ". tmd Ingenieur." Wladimir T o, m,-k i n werden sich nach den Peßachfeiertagen zu einer Pr.opägändatoutnee nach Kanada begeben. Herr Mozkin reist :inT Sachen des Ke re-n Hajessod und Ingenieur Tpihkim im Aufträge der Exekutive' der jüdischen w e 1W Ui i;Lf..$ k 011 f e r e>H z. (J. C. B.) . .* i Masfeir-Andacht am Peßaclifest. Zur Vermeidung. Setz grpjßeU ' Andranges in den Gemeindetempelu zur Haskärali wird yoim Vorstande der israelischen. Kultusgemeinde Wien —'-wie alljährlich -— auch am diesjährigen Peßacltfestj Donnerstag 4en 20. April 1922 uni 9/i9 Uhr früh - im Saä(e des' HqfeltPost, I., Ffeischmärkt 24, anläßlich der‘Maski^ Andacht Äih feierlicher Gottesdienst; veian^talteL *'Desr Eintritt,i$t frei. Karten werden nicht ausgegeben., ‘ -f : *; Öäs Ergebnis der Vöikszählüng in Lemberg, Vom Lembprger statistischen- Amt wurde das Ergebnis . ddr letzten-Volkszählung verlautbart. Nach dieser befanden' sich am:30'rSeptpmbör 1921 TriLeriiberg 21 9.767 Ein,woftne.ir, dies militärische' Garnison ist in dieser Zahl nicht-,iubegrifieqip’er Konfession nach zählt Lemberg 112.578 römischk^tl|oljsche (30*3%). 26.627 griechisch-katholische (12*1%), Einwohner und 76.890 Juden (35%)- Der Umgangsspräche' nach haben, sich 140.032 zur polnischen (63*8%)^ 19.432 zur ukrainischen (S’9%), und 56.933 zur] ü d is:c.!h.e n ,(25'9'Vo) Sprache bekannt. Zu bemerken ist, daß in der; offiziellen Statistik die jüdische Umgangssprache angeführt wurde,. was „bei Öen früheren Volkszählungäü nicht^der Fall war, ..., .,.-v; ■ Wetterbericht, in den NordälpVii ist das Wetter vorwiegend heiter. Am, Ostrande der Alpen und -in Kärntän fiel^nv ivormittägs Niederschläge. Das Häupftief liat -'-spine Lage fjüb'er. der; 'Ostsee. -beibelialten^' V'o-;r a-'u-s-^s a;g e;: Veränderlich. .'^Ditz,SyriaKöxe'»^in"'PL.tersbNrK'.xespex'rtrl'-Metz in Riga eingeläugten zuverkä8Ägeu;Me1dungcü., vvurden;; in PLterSburg''üb6'r-Ver^laLSung'''der>'8owje.ti7ehörde'äiie -LynäMgerr und' Bethäusei", mir-Ausuainpe. def; 'einzigen - LtMschen-gfoßM-MaHtze^.D p.e rVt;;;; '; BWsMsr. - Mr> 3^d."M Tst-Medek..ein -Zug mit zi'r'ka/.W^'EKjtzdötg^AVMhh'.^ EfhpjttngsällfcnE^lt;ip. MMmafk'.gehießeüA Solleh> abgeigangen. .Söimtäg deii' 9;>'ci. -M. trifit Medhfefii- Sonderzug aus D%äi^mafk' pin, \de.r. jene Kindel die den "Winter.; bei dänische^ Pflegedterü verbfingeh konnten, .zufückbringt-!; ' ■-..Freie .-Aerztestelle. Für die ErziehnngSänstält der Stajit AVien in Eggenburg gelangt die Stelle eines . vtzr- 1 c 11 ,;W der fassen. AV e r k e.,iznT “^ufgafie . hjaielitei .Die A-usg’a^e Scljriffetr Bräliiitis diirfitc1 dreißig .Bände, ü-m- Zum Tode des Exkaiset-s Karl. Das Leichenbegängnis. . Ftißcbal, 6. April1. (H-asva-s.) Da1» Lefohenbegängdes Exkaisers K-a-rl hat unter -ste-rlketr Betcili-!gtmg der Bevölkerung’ der Stadt tmd Uthgebung «tattgöfunden. In der Pfarrkirche war ein prmdsioüesches Maif&oleurn err leiht et werden. Der Bischof »«S -'tz- »'>h Ae?' '&=>>' * Das Neueste, ist . . . Das Neueste ist nämlich das Bom*bendeppt. Es: gehört sozusagen zum guten Ton. In jeder besseren Familie,- die dcutschvolkisch, habs-, . burgisch und sonst noch «nach verschiedenen fashionablcn Richtungen üreu-deutsch empfindet, muß eine kleine - Niederlage- '■ jener •ritedlicheii' Klfefeigkeiten vorhatiden' sein, mit dene^ - man der icpübltkänisch gesinnten Mitwelt des Lehen, tvvn-m nicht verschönern, so doch atW \yechslungsfeichv gestalten.-kann. Die Seele des friedlichen Bürgers erschauert hi$ -in ihre seelischen Zehennagel bei der Lektüre des Berichtes-. Eine Phiole.,—das Wort ruft seeligfe^Erirmerungen an. die erste Bckanntsdiaft-mit Faust wäcli. Man hat sich'darunter ebensowenig'ypfsteUen können \vje unter den; kosmischen, Därlegüngen des Mephistophele^. Heute hat matt an Bildung gpwphneu und weiß, daß eine Phiole :eirt besseres GlasTÖlirchen ist. Darin l>eMidet sich Reizgas; Das Wort, ist * nicht.ohne -Rejz.- A'ber es verblaßt .und' vefschwitidet . hinter, dem vfiebH'dleii;*;Klange-- und der holden Vorstellung, die sagt: - Stjnikbom'he! Die Stinkbombe; ist die ( rptterliche Waffe, unserer Zeitond der ireist^en Hel-deti, - die sie. heyplkptn,.. Aber äueb - für dpa gernd-neii .Mpu rrijst.' vor^espr^ Ihm'bl|iit" dje StÄ-rnlteule. §!e ruit ebsn- 'so traute. Gedanken wach, tyie ihre Na-chharjn, die .Pech- .. fadkel" und 'wilder Scbihejr.z' erifüiit'. das..;; Gemüt des Wiener - Zeitungslesers bei der Erinnerung, daß Lrnz die JS'i'pfpbuing des ' Stink-Nötung vorbehalteh wörcleti war^ Märum» so .fragen wir voll Earbikef-üng,' wäruin bat ma© den; Schießplatz -von -Lirnz - gewählt? Wäre der. Stadtipark oder der Schwarzembeirg-Park. -niebt ebenso iijylfisch gelegen, gewesen.? Haben wir '-nicht läüch eine •tüchtige Polizei, die genau riecht, wann sie nichts riechen soll, und Takt-mit ^Strenge richtig zu verbinden, weiß? Gibt es bei. uns nicht ' feine Nasen genug, die. uftani-1 hoirlich auf Stinkbomben-Kundschait. aus sind , und Reizga'S-Morgcnlüft wittern? Man hat an unserer Gemütlichkeit gezweif-cif und die Sturmkeuien nach' Llnis verpflanzt. Die Stinkbomben erblühten hold in Oberösterreich —Womit haben wir das verdient? Kater Murr: * Albert Pontremoli, einer der bedeutendsten Architekten von Paris, wurde dieser Tage, wie aus Paris berichtet wird, zum Mitglied der französischen Akademie Auskünfte. erteilt werden. .. v *,.Ausweisung für rekonvaleszente Kinder. Die Aufnahme, und. ärztliche Untersuchung für diese Aktion der Sozialen H.ilfsgcnteinsciiaff.AMittä'.MülIe^ findet 'förtläuiehd an '-'jedem Dienstag um.’3. Uhr nachmittags im Hause der AusSpeisung, II., Untere Augartenstraße. 35, statt. Gegsn- Wärtigrist die Untersuchung anläßlich der jüdischen .Feiertage'. I?is 25. d< M. unterbrochen. Es Wird wiederholt he.» tdift; .daß nur voii Spitälern,' Schul- und Armenärzten ^ugeiviesene jüdische Kinder Berücksichtigung finden könnehn * * Rekonvaleszentenheim Philanfchropia. Herr OberJ rabbiner Dr. C h a j fe s hat dem Rekonvaleszenten- und Ecljolungsheim Philanthropia für arme jüdische Frauen uyd Kinder in Wien, XIIl.» Lainzerstraße 172, den Betrag von K 200:000 gespendet, wofür der Gesamtvorstand Seiner Ehnvitrden im Natnen vieler rekonvaleszenter grauen und Kinddr deninnigsten Dank ausdrückt. Bei der kürzlich staltgefmicleneu Generalyersammlung wurden die Vor^ pfäsipehti npen .r.x.'!. s^ c h. zum Schriftführer, und . Frau NirräM^ o'b ei.zur KontroIIorin ge^ählt. — Per. Vorstand :'ZM ndsehlöstzen, de» vollen. Fnedeiisbetrieb äufzünehmdöl uw'-igelangen.- somit ' sofort und inden Söfnniei’monäten .zahlreiche Plätze im J5. r, h. p,-l u n. g!s h e i m an arme jjüdfecjie, Frauen und sqhnipöichtige K in der und ah "Frauendes M i t t .e 1 s t ä n ,d e s " zur. Vergebung. Aufnaiibisänsucheii sind-' hei der Heimverwältung, Wien; -XIII.j Laihzkpsraßa 172, ehestens -nur- “ schri'ttlich einzubringeü; Guf’e t rituelle Kost, schöne. -Lage* ärztliche - Ueberwachungi Bad,;• T-elephon; .;.. .; \ ^Keren Kajemeth l’Jisrael. Heute, 5 Uhr nach« mittags', findet eine ' Besprechung,/der Vertreter ajfer zipiijstischeh * Mittelschulverbfndntigen ijh Büreatv II., Taborstraße 59, statt. . - -" ■■" - * Bäderfrequenz. Nach einem- Bericht des Wiener Städtbauamtes wurden , die' städtischen Sommerbäder im Vorjahre von insgesamt 1,180.296 Personen besucht. { " Riesendieb8tahi auf der Batuu Gestern wurden einer Danie aus Wien auf der Fahrt im Südbahnzug vbh Bruck an der Mur nach Gloggnitz eine . schwarzseidene, silhprdurchwebte Brokathaudtaschc mit silbernem Büge! gestohlen. Sie enthielt 2220 Lire, eine Schnür aus 107 Perlen,.einen Platinring mit gi'oßer Perle,, umgeben von kleinen BriHanten, und ein Schildpatt-Zigarettenetui, zusammen im Werte von 1:5 M U 1 i 0 n.c u K f ö.n'e tu: ■?y * .Eine neue jüdische Monatsschrift in Amerika, ln New York beglprit" eiile., ufeuc... jüdische .Mouätsscliriff „Gcjdapk. und Tat“ unter, der Redäk'tipii. .. voii" Leön C n:a * a t» o Wie z zu erscheinen, die vornehmlich den Fragen der Emigration. Kolonisation, Hilfswerk, Industrialisierung, und landwirtschaftliche Umschichtung, ferner den jüdischen" Kultur«- und Wirtschäftsproblemen gewidmet sfetn -wird. feder Nummer soll ein Heft des ’ „Archiv des jüdischen Sozialismus'* beigeschlossen werden, das die wichtigsten Daten und Dokumente, des jüdischen ümj. ifitordrrr schönen Kütisle, cinvv der fünf Akadenuca nsitionalcp, Soziaüsrmts enthalten wird.