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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-07 · Heft 1145 (7.4.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1145 (7.4.1922)
Date
1922-04-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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r$eRe L Wie«, Frettäg* trAprir^- wrrm Uung bei den Christlichsozialen.) Ebenso bin ich der iLJeberzeugung, daß die Sozialdemokraten durch die heutige dringliche Anfrage, soweit sie sich auf den Gottesdienst im tStepharisdora bezieht, der Sache, der sie dienen wollen, nämlich der Republik, nicht genützt, sondern geschadet Laben. Es wäre um unsere Republik schlecht bestellt, wenn ies nicht jedem, sei er Mitglied der Regierung oder ein anderer, völlig freistünde, bei einer Gedächtnisfeier, einem Requiem, in die Kirche zu gehen und dort für die, Seelenruhe des Dahingeschiedenen zu beten. . >, Abgeordneter S c h i e g 1: Die Kirche wird mißbraucht! Das sind Verdrehungen! Abgeordneter Renner: Es fällt uns nicht ein, Irgendjemanden deshalb nahezutreten, well er Gefühle kler persönlichen Anhänglichkeit und Ergebenheit ick Herzen „ trägt. Wir müssen aber schon zwischen einem Privatmann und seinen ptfvaten Gefühlen und dem öffentlichen Amte unterscheiden. Der Bundeskanzler muß wissen, daß er bei jeder Handlung, die ihn mit einer demonstrierenden Schar in Zusamm&hang bringt, nicht anders (handeln könne als nach den Gesetzen der Republik, auf die er den Eid geleistet hat Es beeinträchtigt das gesetzliche und ^moralische Dasein dieser ^Republik, wenn ihr ■oberster Beamter in solche Verbindungen gerät, die [zumindest zweideutig erscheinen müssen. Das oberste Staatsamt ist nicht wie ein Kleid, das man wechseln kann. Dieses Kleid upd das Amt,, das es ausdrückt, verpflichten. Die Republik« hat tatsächlich durch dieses vielleicht unbedachte odpr naive Verhalten des Bundeskanzlers Schadengelitten. * Damit war diese Angelegenheit erledigt Abg. Heini erstattete schließlich Bericht über das Kreditabkommen mit der Tschecho-SlowakeL Abg. Dr. Z e i d 1 e r langweilte das Haus mit einer halbstündigen Rede, die nur von den Stenographen und einigen seiner engsten Parteifreunde angehört werden mußte. Alle anderen Abgeordneten verließen fluchtartig den Saal. Finanzminister Dr. G ü r t le r frotzelte dann noch den Protessor Zeidler, der vergessen zu haben scheine, daß wir den Krieg verloren haben und uns solche Kredite verschaffen müssen, für die wir unsere Pfänder freimachen "können. Die Deutschen in der Tschecho-SIowakei hätten gewiß kein Interesse daran, wenn sich unser Verhältnis zur Tschecho-Slowakei verschlechtere. Was die Befürchtungen Dr. Zeidlers «wegen des eventuellen Verlustes des Gebäudes des Ministeriums" des Innern betreffe, so seien wir durch die Bauordnung davor geschützt, daß das Gebäude' seinen historischen Charakter verliere, andererseits sei ihm von einer Absicht der tschechischen Regierung, das Gebäude von Wien wegzubringen, nichts bekannt Das Uebereinkommen wurde hierauf mit den Stimmen der Sozialdemokraten und Christlichsoziälea angenommen; Nächste Sitzung: Heute 12 Uhr mittags. Brief aus. Lemberg. Die Tätigkeit des „Rozwoj“. — Die letzte Volkszählung; — Jahreskonferenz der Nationallondskommissäre. / Die PiTGipagandaaktion des- »Rozvvoj:«; die in •verhältnismäßig kurzer Zeit ihren Weg aus Polens Hauptstadt bis in die entlegensten Ortschaften des ehemaligen Ostgaiizian gefunden hat, nimmt von Tag zu Tag an Intensität, au. Sie wird vom Klerus und von d en national demokratischen Organisationen geschürt und von den maßgebenden Kreisen der politischen Gesellschaft gefördert- Da wird m Plakaten, Flugschriften und Zeitungen, von der Kanzel und in öffentlichen Versammlungen täglich : und stündlich der vollständige Boykott der jüdischen Kaufleute, Handwerker, wie such der in freien Berufen tätigen Juden als heiligste Pflicht jedes guten polnischen Bürgers gepredigt, den Kindern in. der Schule vom Lehrer ans Herz gelegt, Bleistifte und (Hefte ja nicht beim jüdischen Händler einzukaufeck Keine Gelegenheit wird verabsäumt, diajs Feuer anzufachen. Das scheint jedoch den »Rozwoj«-Leute© nicht zu genügen. In den letzten Wochen kann man .bereits kein Staabsamt betreten, ohne auf Flugzettel des »Rozwoj« zu stoßen, Man findet sie beim BriefschaUter kn Postamt, fcei der Eisenbahukasise, in der Univcrsitätskanzlei, im Steueramt, ja selbst In den Räumen'1 der Staatsanwaltschaft. Ueberall fühlt man die1 taribekanirtte (Hand, die den, Zettel in einer unbewachte« Minute entsprechend nmbringt: »Wörun du Christ, und IPo 1 e bist, dann kaufe nicht bei Juden, den größten ‘Feinden des .polnischen Volkes und Staates!«' Die offiziellen jüdischen Führer stehen dieser gefährlichen Propaganda so ziemlich 'resigniert gegenüber. Sie hoffen noch immer auf bessere (Zeiten. Das kleine Häuflein der jüdischnationaletfi Sejm-Deputierten 'führt einen schweren, vielleicht sogar hoffnungslosen Kampf gegen die zynische »Vergewaltigung seitens einer brutalen Majorität, (die kernen Gesetzentwurf passieren läßt, ohne der (jüdischen Bevölkerung in dieser oder jenen »Hinsicht empfindlichen Schaden, zuzufügetn. * ■Nachdem bereite im Laufe der 'letzten- Woche jdte statistischen Ergeomsse dor Volkszählung du« [verschiedenen Ortschaften bekannt geworden’ sind, nach denen sich das Gros dar jüdischen Bevölkerung trotz des besonders th den kleinen Städtchen ausgeübten Druckes mutig zur jüdischen Nationalität bekannt hat, liegt nunmehr fluch das Resultat der Volkszählung in Lemberg, vor. Die ■Bovolkeruiigsziffer der Stadt ist seit igiq von 195.796 auf 219.467 gestiegen, darunter befinden sich .112.578 Röhmfechrkatho lisch© (51.3%), 267627 Griechisch-katholische (12.1%), ' 76.890 Juden (35%), andere Bekenntnisse 3.372 (1.6%). Die jüdische Bevölkerung hat sich seit dem Jahre 1910, in welchem «sie 56.751 Seelen betrug, um 6% des GesamtVerhältnisses vermehrt. Diese Tatsache dürfte zum großen Teile auf den lobhafte« Zuzug von Jud,en ans den durch die Kriegsereignisse zerstörten Ortschaften an der ehemaligen russischen Grenze zurütikzuführen. sein. Die amtliche Statistik übergeht die in den Formularien auisgefüllte. Rubrik der Nationalität, veröffentlicht dagegen «die die Muttersprache 'betreffenden Ziffern, . - * *- Nadi dieser Auf stell tmghabhn sich' 140.032 Personen (63.8%) zur potaisdhen, 19.432 (8.9%) zur ukrainischen, 56.933 . (25.9^) zuf jüdischen und 1544 (1.4$) zu anderen ''Sprachen bekannt, wobei : die nicht unbeträchtliche■■Anzahl von Juden, welche Hebräisch, als Muttersprache angegeben haben, tun-. beTÜcksidhtigt ‘blieb; Da es zweifellos ist; daß sich alle Juden, die Jüdisch oder Hebräisch als Muttersprache angegeben haben, auch zur jüdischen Nationalität bekennen, so kaud festgestellt werden, daß/ sich in dieser Hinsicht auch iy Lemberg, wo jia dis Assimilation sich, am stärksten geltend machte, ein Wandel zurii Besseren vollzogen hat, wenn es auch manchen Juden,an-Mut mangelte, die Konsequenzen aus den Erlebnissen der letzten Jahre zu ziehen. / \ Am 19. .und So. v. ,M. tagte in Lemberg die dritte Jahreskonferenz Fer der Lemberger Zentrale unterstehendem N at io n a 1 fon d-sko,m ra i ss ä r e. Au^er den Mitgliedern der Zentrale waren 64 Delegierte aus 46 Ortschaften erschienen; die Lemberger Ortsikommission war durah 7 Delegierte vertreten. Unter den Ehrengästen befänden sidh die Mitglieder des hiesigen Rabbinats, Oberralbfoper B r a u d e," die Rabbiner Dr. 6 u,t t m an nv und Ziff, ein Vertreter, der Kultusgemeiinde, der B’hei- BVith-Loge, der zionisti-schen Landesexekutive, des zionistischen Landeskomitees, der Misrachi-Orgatiisation ts. a. — Begrüßungskundgebungen kamen von dor Zentrale des J. N. F. im Haag, von Rabbiner Dr. Freund u. s. . . .. . * .7 Der Vorsitzende der- Zentrale, Dr. B. Haitisner, würdigte in(seiner Eröffnungsansprache das zwanzigjährige Jubiläum, des . Keren Kafemetjh TJ Israel, wies, auf die großen Aufgaben hin, die der Nationalfonds jetzt .zu erfüllen hat und widmete dem um die N.-F.-Arbeit .im, Lande hoch verdienten, vor kurzem verstorben eh Dr, Gersoh Z i p per einen warmen Nachruf» worauf er. auch dVryerstoribe'nep Dr. Abraham Kork! s und I'sak Jäw r ow.er ge- -daohte.. - Im Namen xler, . Zentrale enstpütete Herr, w.afmen Nachruf» worauf er . au ch der Vörstoirbe^eu keit des Bureaus,. woräuf He-rr 'Bo d e k. das .Statistische Referat über die Fortschritte, der Arbeit, in, den einzelnen Ortschaften 'Wre'.ä^ii''TdaS'-Iö(Äi'tü%en|t per 1922 vortegte. Die in" jeder Hinsicht mustergültige Tätigkeit der Kommissionen -im ZloczoW, Stanislaw und^ Ozortköw - fänd - bbÄondere Anerkennung. Es folgte das Referat des Herrn 'Med. Dr. Lauterste in über den;i Ausbau der Aktion - behufs Gründung der laindsmarraschaftlichen Kolonie »Kfair Stand«. Die 'bezüglichen Anträge de® Referenten wurden einstimmig angeaiommen. Ueber alle diese Punkte der Tagesordnung entwioltelte sich eine längere Diskussion, worauf über Antrag des Pormanenzausschusses der Zentrale das V e r t r a u e. n svotüm au'Sgeprochen wurde. Das Referat des Herrn Dr. Leser über die Schaffung eines Orgaftisätionisstatuts wurde der Zentrale zur endgültigen Beschlußfassung, im NEinvernehmen mit den Kommissienen zugewiesenu g $ n Europas, z u Rußland. Es «st natu lieh, daß Oesterreich m dieser Angelegen nicht »ruitiativ vorzugehein, sondern dlais Ergebnis/ der 'Verhöndiungen der Großmächte mit Rußland mr Kerwutini® zu nehmen halben wird. Es wäre fü«< Europa und für üntz vön größter Wiichtigkert, wenick dbese Angelegenheit mr -Zufriedienbeiit aNer‘geregelt würde. , •' A' An der Spitze dös 'adilgemeiimen wrrtzschafWshjer^ Programms stehlt däe Währungsfriage.- So es ist, d)aß die ‘defimitwe Fixierung dies ■ Geldwertes in den vwn Kjrie^e betroffernen Staaten gegenwärtig modb nidhit durchgeführt weridiert kahin^ so wäre doch! schon ein, Z u sä m m e nw i r k e'n d er N o t e rw banken zur Beseitigung der alliziii großen Schwa-Wü küngen der Währungen von größter Bedeutung, Es‘handelt ich ferner um diie Gründung enmes irateav natiomalen FiniatiRikotnt&ont'kiimis miit so MMomerq ' Pfund Sten'ing Kapital. D!e hkUdelspo'liitt'iischen' -BsschHüsse von ^P or t ö* rose sind bisher nicht reitifiizient, und-diie Genmofett: Konfereniz wird über ihren meritoniischem Tmih.ailte, über die Beseitigung dier Eänfuhinverbiote Kilarheid! zu 'bringen haben. Die Beziehungen Qestenreioh^ zu . So w je t r u ß lan d und der Sowjet ü k ta i n e wurden durch, dfets Abkommen vert^ 7. Dezember 1921 geregefllt, <Jas ant 14. Februar N Kraft getreten ist. Die Vertretungen Oesterreichs und Sowjetrußlands in Moskau und Wien wwrdßa^ in bevollmächtigte Verkeilungen lumgewamdelt Der Minntster berührte sodtamn Me Ergebmisstf;* der GVa ier P a ßkonf er enz,, die er als Er* leid: fiel fugen aiuffeßt. ,An die Rede des Mwpösifjers ^dhUoß . sidß -eentz Debalte, worauf der B ü’n de skan'zl er Mit«» teilungen über di©. Zuiaammiensetzuing der öster«^ reicKisdien .Deiegation in Geraua* machte. Doktoii Schober wird' an der _ ■^Edröffniungs'sdibztmg - teilnehmeck und sodann ntadh Wien Wüdkkehren, während diej Minister Grü n.betger, R od"! er uod: H en n eti während der Konfpre-ckz anwesend sein werden. Es ist vorgesoreit, daß Öesrenreidh in ,aU!*Äi drei Sek-j trrjmein der Konfereniz vertreten ist, nämlich in den Verkehrs- Hsmddis- und finiamzipolät-jschen Sekti.jn'v Die österreichische Ddc^raticn wird beulte 'abends aibreisen: Sonntag vormittags wird die Be^ gegnung fewisicehn Dr. Schoberund dem itaiienL sehen Minister des Aeußern Sch an ze r’stat^finden^ Glej-ch2eätig mit ' der östenreiahfischen De!egä«t:• reist amich der Wiener itak-ieniäc-h'r Ge^sodlte Ors in i Baron 1 nach Geniwai. .• Landtag yon Niederösterreich. A Der niederösterreichische Landtag 'beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Üebetv nähme vyn - Garantien durch das Land an-läßliüh der Gründung der, .NiederösferreichisLihen Elektri-! zftätexyürtschÄts^A. G., ferner mit der 'Kapitals* ' erhohüng der gemeinfwirtschaftlidhen Anstalt iW mit der Regefübg dMDfÄM-^uind Ruhe«» bezöge dCr Qetneirtdeärzte sowie der Altersversorgung; der, Hlanidiarbeirtslehrerinnejt. Die bezüglichem Anträge wurden angenommen. Der seberzeitige 'Landfcagsibeschluß, von1 den beweglichen Ktnouuterne-hmungen 50 Prozent Lmstbarkeitssteuer ekizuheben, vrird zuguinsten einer nur zoproLentigen Lustbark e ibsstouer reassumiert. Nächste Siitzmg; Mittwoch den 19. April. Oesterreich. Oesterreich und Genua« Exposä des Außenministers Hennet. Im Ami$>sphuß für Aeußereis des NMlaniallriates bat gositerin Hennet ser.tn E^pcts6 etrstsaittet. Er beschäftigte sich atiSführilidh' mit der Konfereniz von Genua. Zu Beginn seiner Rode teilte cur mit, daß Müh einem Telegnafntn aus Paris die .Voriiage wegen B e wi 11 igung d es Kredit s sn . Oesterreich auch im Auissdhuß ‘..für .Aeußeres angenommen Murrde./und, nunmehir vor diaa pilonuira dieis inanzQsiscjh'ön . Räirlaments gelanigit. Die Eröffmurig der Geniuesetr Konfetbruz {ist auf den 10. dj M;‘■feistgesotizt. Wie die Regierungen aü'lor europäischen Staaten, wuudie auch Oesterreich zur Teilniahime emgeladen. Wir geben mit nicht a I i "z u großem /H Öffnungen wach Genua. Wenn aber nur ein Sdhiritt durch die Konfereuz zur Lös-unig dier großen Soh-wterigkeiten gemaöbt wind, so, halt die Konferenz den.'Niach weis‘ ihrer Baredh'ti- .guimg erbracht. Diese Worte Lloyd Georges, gelten auch für tun©. - Unitieir dten Fragen, di© :dtie Komfereraz 'besicfhäftigen werden, ^sit zntiädhisit die .Sidhemung des Friedens Soviel ‘ dox Bundiearegionuing bekannt geworden ist, besteht däe Ajhsicht, in Gemma zu einer a-1 lg© m e in en Frieden©resolut i o n au gelangen, derzufolge sich däe eflm^äischen Staaten venpfl'ioliljen, -eioanid'pr ltidkit änizmgteäfen. Ein voller Schutiz ist diaimit natüdiah ebemoowenig erreicht wie durch die Bestimimuingen des Völkerbundipaktes. Aber jode neue Bintrknig wind von denen, die den Frieden wünschen,' nur l^grüßt. Ein ‘zweiter Ftuirikt dsit dii© Regelung dar, Boiziehiun- Tschecho-Slowakei. Riiualmordhetze in der Slowakei. Aus B r a t isla v a wind dem »Lidowe NO-' viny« gemeldet; Wir berichteten bereits kurz vort dery Verschwinden eines jungen Mädchens in den Gemeinde Beluga. Diesen Umstand benützte« einige gewissenlose Individuen, um mit dem Ri* t u,al mordmirch e n gegen die jüdische Bevölkerung der .Gemeinde und der umliegenden Dorfen m hetzen. Diese Hetze 1 Hieb auch nicht ganz ohmO Erfolg, denn die unwissende Bevölkerung wurde initner unruhiger und in mehreren ^Dörfern sptelteri sich auch vor den Wohnhäusern der Juden bedauerliche Szcaen ab, so daß die Gehdaipmerie. gezwungen war, energisch aufzubretwn. Diie Ordmtflnig sst wi^ethergoptedlt,. die Gendarm er!© führt eine strenge Üintersuohung und Hält Nach* Forschungen nach dem Verbleib des Mädchens. Die obwaltenden Umstände lassen darauf schließen, daß das Mädchen Selbstmord begangen habe. . , Ungarn. Die Juden sind schuld! Buda{. e&t, 5. April. (Bericht der »Wr. .Morgen« zeiJtUng«.) Immer wehr, zeigt es sich, daß alfle red'- tbsistehemdcu Kreise, dfi© äflr dem politiisoiiiew Attentat im EHsaibotlhistädter Küitiib der •.op^3irtnö«| nellen Politiker ein Interesse hdtotein, kraturpfbaft alles aufbiefen, ’ um auch diesmal diie Schuldigem fre! aus eben t u 1 a s s e m. Die Polilzei. wird, weuifl sie ihre Unibensiucfhnmg überhati-pit efwst nimimt, durch höhere Rtkiflüssc und ganz Ijesondeua durch dii© christlikhmiatiiplniaile Pfeafse in. dliersern Vof-i 'haben gestört iimd sichüliiießHOh aiuch verhindert. Halb«« amtliche Mitteilungen' beisiagm , bereite, daß di« Unitersiuicf iiun-g ain einem toten Puinikit aiageliangt seikl Die antiisemitisobe Presse, geführt von denn off-w ziösen Regierumtgöblatt »A Nap«, wagt eg sogar,' zu behaupten, döß, »wie alfle Bombenwürfe, atuch! dlteses Bomjbeniaittonit^t slcherilßclh) >v. 0 n j ü d i s c h e n

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