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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-02 · Heft 1140 (2.4.1922) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1140 (2.4.1922)
Date
1922-04-02
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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vrrr^v.r?~m"mr—-“TTT'a 2. Anrlt P22 -;-J- Sette S xüraiöhe.em die 0 e s 4 e h u u g s ik o s t e n 'der Industrie, sieht sie s»:* *c>h in ihrer Ko.-jkm'nronizfä''/ig- •Icefr 'gegenüber der disul «chen hemM^sM^t. vn>d.s>.>. fefn sie %■ dem ung*ei'cjh<din Kritntpfe beer:'*ehen wrT, muß sie für sidb 'tesselibe RecN in Aninpruidh n-ehimcn, das der Svtiaiit ti'bt, und aal eine Verrntoderutig der Gesteil'.arg’&kcrneu drängeoi. 'Gelingt »für das mi-cht ckier in nur unzflmei^i'en'dem Maße,’■ "to venHeiren die Arbeit'©rmiaisyen ihren Erwerb, die nuin an d>M Strv.t mit Fenderuimgen herantr^n, denen Erfüllung-’ ’’<):« St®a>tsfi»nteßjaen belastet iirod auf die Kreme' drucken muß. Die . valaUni^chen En*ergien der IGrcduv können niatünLtah.■ dierm Pnink triikl-erm, es fragt söcih niL'u;, wie lange srd rei-ü' isn. um die Rn: « d?r Arbeiu-iiEgik«eit nicht wirtet m eine aolci'ie der K'none'vhiisKibfai^en'zu lassen. ‘ ' * . v;-; Vorläii^ig' aiterfdwigi1 bewert genrde die b e i t s 1 o $ e n k r! se. ‘ daß die. osterr-e'ic1, linchc '•Jvi'cnie sVh in einem Znstrnd befindet, bei dem irbh dwC efa.hr ein es'-Sttujuier’ ün den AbgjA,j:d eühi tticilei: m-oht die Rede , sein kehni. VV-'r send nüf einmai -— d!er Prozeß hat nn ütrTicG . längere Z&X gedatiert * — die VV e 11 w i r tscha ft skr i s e ihi’neirijeiziogep werden;tr*.d, Wern mrn ven dam tieteh 5i:i:cd der W8f. cfcmg abieht, . nisrnd wir hinsochtlödh der PtwMctrinsrrid. Alb ntiz*ve*;*“ä!»'ir:»'®!y d»»n Ländern mit ■ .hdntor VaOuta » n'kh -geworden. Wir haben niunimeiHr ’üryter der Em.tWertung der ' d^t&chen" nirh; ’meC-ir wie frö'ber le'döMfa’i guf. Stzin Gebiete de© Haudef- ‘ mit fremdem Z hörr/gsthittelm zu ielden —- di>. Ermaßvprnj der deu^bcheutyMrusn 5<3‘ Prozent :pi»c<!vt.:für de Douiircbrn deii1 Antfk» rjf unserer Vä*1«terfWä^de. prt t nre»“ r lr/ iheinid d»??für aber' sehen wir unrate Äjhgrt^- itiftrkte' immer.' mehr eingeengt, und 'Wav;dö£-'^'b<4’ ' denk I i-ch ste ist, deutsch ee K o n'k u r r e.n :2i beginnt sogajr 2iuf . uri-eretn Tfi.!rn.drrr»rdkt . in erfolgreichen Weitubewenb mir m^ener hc'?rni*rcf eft Pro* dfi'jVtion zu treten. Spange die ö' tetreiiicrrro’ «e Krise ledöglieh ein \rt'i!utrnrcb!«rrn wrr.^n'.ten wir die' Sache der Sanieruri"1 rrif d>'e H?fnbareit^cft, den guK'era WnV-n der Mach e ntedieu — eine Ein-' flu-ßnahhie darauf w?.»-' rjur in be'tD,'trärr item Maße möglich. . Utftao' siphwidriger war es, d'ie Entente vt>n der Zilstenjrnengehön^keit des gemm-tien Krrnftfexes dter y trctte’euib'räinci'-cih '■ WtrtsdVfiisi-’ und Vaiitfcfragein au iiiber/eugen Je‘>zt steht tm;r rjojii die deutsche Prod-^tiosp,' der drie Durrp'ngipirärnie der ’ sa^iliechdetJ Vafrita zugute krimmt, »merschüttert da. Sowchi die T ämier mit gu>er, wie ■ aujoh dio jeaiigeti' mit entwertieter VaTuta haihen däruhtei, wenn-such im rer ^'''edenem Grade, zu leiden. Da* msjeht eine’z;veckimp.ß?ge: Wirtschifts- und Hähd'elspr/iit.ir< * in -Ms Naf*e nti -etnenr' urrbwe^haren Xbt- > wendighei‘, u»nd gerade, f^rirum läßt die eben jetnx TUisam jh'entrßtt/nue Konferenz i n . G e n u a einige *Hoffrirn-g aurf kmikrete Ergebnisse zu. dl-e° eine Entfipianriti.ng dar mitielcrurcipai chem SitucVinu hjerbeiführieh dürften. -r—11. ßSrscn'Konrrnlcsl9r.s«escb8't und WecftseBsffube HAG6D & Co» Wien, t., Kcfccxstau'ercrESfe 11 ttrtört'* tirr ^JT^r”r.; ■ --- y vtv ' . ./ . , \! - , ' Begutachtung des •. k&nYtigen Zolltarifs, Da das Elnanznifnfsterium im Hinblick auf' die Bedingungen für die Gewährung der Aus’.andskredite, und die Notwendigkeit des baldigen Abschlusses von Abkommen zur Er’.e'chterung des heimischen Außenhandels die Arbeiten des new,en Zo!ltarifentwurfes besonders beschleunigt und die Vorlage des Tarifs noch vor Ostern in Auss’cht * nahm, sprach eine Deputation der handelspolitischen Arbeitsgemeinschaft (Handelskammern, Hauptverband der Industrie, ' gewerb , liehe Organisationen, Gremium der Kaufmannschaft) unter Führung des Kammerrates General direkter Weiß e ns,i t e I n beim Finanzminister Dr. Gürtler, vor, die auf die Gefahren und Mängel einer derart forcierten Behandlung des Zolltarifs hin wies. Mryi müsse in den strittigen Punkten dem1 Interessenten Gelegenheit geben, die Vorlage eingehendzuprüfen und tunlichst zu einem E'nVerständnis zu gelangen, wenn auch der Umfang der zu leistenden Arbeit im Verhältnis zu dem früheren großen Zol'geb'et und der früher ungleich größeren Zahl von Erzeugungsbranchen bedeutend eingeschränkt sei, lasse sich doch in der zur Verfügung stehenden kürzen 'Zelt eine verläßliche Ä-beit n’cht leisten. Nach eingehender Beratung dieser Gründe, der Einwendungen und .Wünsche des. Ministerium,, willigte sch’ießllch der Finanzminister in eiiie, kurze Verlängerung der Begutachtungstrist unter der Bedingung ein, daß d s Arbeiten von den wirtschaftlichen Körperschaften mit unverändertem Hochdruck fortgeführt werden. Die Arbeitsgemeinschaft wird nunmehr mit erhöhten-Bemühungen die Arbeiten, betreffend den Zolltarif, beschleunigen; s'e nimmt ferner in Aussicht. h’nVchtlich der Prinzipien der künftigen Handels- und Zollpolitik qoeh vor Ostern eine Aussprache auf breitester Grundlage zu veranlassen. Wiener Holz- und Kohlenverhau'?sgese!Iscliart. Gesellschafter: Gemeinde Wien und Großeinkaufsgesellschaft für Konsumvereine.. Wien. I., Werdertorgasse 6. Freier Verkauf von K o h Ile uni Holz auf sämtlichen, ehemaligen Lagerplätzen der Gemeinde Wieil—Städtischer Kohlenverkauf und dei ehemaligen Plätzen der uroßeinkaüf^gesel’sc'nft für Konsum/ereins : 'Wien. N.. Nordbahnhof. IV. Kohlenhof;!!.,- VorgartenstraßeN., Engerthr sträße nosef-Chr'stgaoieh; \IR, ‘ Erdbergerlände (Masse.ugliterbahnhor); 111., Kardinal-Magl-Platz; III., Asnangbahnhof (Rennweg Nr. 2); XL, Schwechat; X.,'Gurirunstraße, Ostbahnhof; X., Ue’s^ngergasse; X., Qiellenstraße (gegenüber Nr. 217); V.,'Margarelfengürtel ^gegenüber Eins’edlergasse); X I.. AUmannsdorf (OswaldgasseV, XIII., Faumgarten (Zehetnergasse); XU!., Heutschordenstrahe; XV., Westbahnhof Masgasse 2); XVI.,' Myrtlgasse 23; XV!., Paitaufgasse; XVII,, Nessalgasie; XVIL, Wattgacse.; XVII., Beringgasse; XVII., Fraüenfeldernlatz; IX., Alichelbeuern; XIX., Grinzingerstraße ltO; XIX., Grlnzingsra'lee; XX., Treustraße; XX., Stromstraße, Nordwestha’hnhof II; XX., Gaste'gcrgasse, Nordwehtbahnhof II; XXI.y 'Pilzgasse. — Brennholz Prima-Qualität, trocken, Scheiter, ab Platz K 23 rer 1. kg, franko Haus IC 34 rer 1 kg, franko Keller K 35.50 per 1 kg. — B r e n n h.o I z, geschnitten, gehackt, hart oder weich und gemischt ab Platz K 31.53 per 1 kg, franko Haus K 37 per l kg, franko Keller X 39.50 per 1 kg. Sackweise Lieferung in plombierten Säcken, franko Ke’ler oder Wohnung K 43 per l kg. Braunkohle ab Platz K 42,73 per 1 kg. B r u c h e r K o b 1, e Prima-Qualität ab Platz IC 56.33 .per l kg. Oberschlesische Steinkohle ab Nordbahnhof und Vorgartenstraße K 49.47 per 1 kg. ah Nordwestbahn, Rutsche 3, K 49.72 per 1 kg. ab Qstbahnhof, Westbahnhof. Ottakrutg. M’chelbeuern. Nordwesthahiihuf, Baumgarten oder Asoangbahnliof K 53.73 per I kg, ab Erdberg, A3 mavergasse, Ihrnals, Grinzing, Nea&flgasse, Beringgasse K 56.23 per 1 kg. Brauno 'd'eu S t e i n h o h I e, iubrenweise, franko Keller, mit den ortsüblichen' Zuschlägen laut.Tarif der Wiener Lästenfuhrwerker. Pr e u ßi sc he 8 te f n k o h 1 e in plombierten Säcken zu 53 kg, Zuste’lung franko Keller von drei Säcken aufwärts K 53.81 per 1 kg. Braunkohle JC 52.04 per 1 kg. B r u c her Kohle Prima-Qualität IC'65.64 per I kg. Der fuhrenweise Bezug unddie s a c k w eis e Belieferung für Haushaltungen von Holz und Kohle nur durch das Beste 1ibureau, Wien, I., Werdertorgasse 6, Telephon Nr. 18.471, j 15.525, 15.542, 12.423, 15 537. Kohle, Stein- und B r a u n k o h I e n jg r i e ß für Industrien separate Oller.ern ■ Eie Spielwarenbrairche. Aus Anlaß der Wiener Frühjahrsmesse wurde festgestellL daß sich eine wachsende . Zahl von Firmen-mit der Herstellung von Spielwaren, und zwar teilweise als Nebenarlikei, beschäftigte Die steigende 1 Konjunktur für den Absatz vyn Spielwaren veranlaßt nun die'Kammer, diesem Industriezweig ein. erhöhtes Interesse zuzuwenden. Die Kammer richtet daher an alle Firmen, die an der Erzeugung oder denr Vertrieb von Spielwaren Interesse besitzen, die Aufforderung, ihre Adresse der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie, Wien, I., Stubenring 8, bekanntzugeben, damit, dip Firmen zu e'ner demnächst Stattfindendeh Besprechung über jene Maßnahmen elnge'aden werden können, welche einerseits zur Erleichterung der Erzeugung: Von Spielwaren, andererseits zur Förderung des Absatzes solcher zu ergreifen wären. Allgemeine österreichische Boilen-Credit-Änstalt. Der Verwältutigsrat hat Herrn Emanuel janssen, Brüssel, als Mitglied kooptiert -Herr janssen ist öffentlicher 1 Gesellschafter des Welthauses Solvay 4c Cie., Brüssel, welches , mit der Boden^Credlt-Anstalt seit vielen fahren in enger’Verbindung steht, Herr lanssen ist auch .leitender Verwaitüngsrät derdurch die Firma Solvay gegründeten Bank-Aktiengesellschaft Mutuelle Mobilere <L immob liörtz in. Brüssel, welche an verschiedenen der Boden-Credlt- Aistalt nahestehenden Unternehmungen Interesse genommen hat. Die Grazer Frühjahrsmesse. Aus Graz wird uns vom gestrigen Datum gemeldet: Heute vormittags wurde die Grazer Frühjahrs-Modenschau in den Redoutensälen er* öfhet. Die Modenschau w?rd bis nächsten Spnntag dauern# Zu ihrer Besichtigung sind bereits zahlreiche Interessenten von auswärts eingetroffen, insbesondere aus Jugoslawien. Banknofeutfmlatif 282 Milliarden. Laut Ausweis der Oesterreichisch-ungarischeq Bank war der Stand des Bank- Notenumlaufes am 23. y. M. um 132 Milliarden höher und belief sich auf 282 Milliarden Kronen. Börse für landwirtscliaftliclisi Produkte. (Eigenbericht, der «Wiener Morgenzeitung-.) D:s feste Wellmarkttendenz hat• sicli h.e ut e zumTett auf de« hiesigen Platz übertragen. Wohl waren die Forderungen für fast alle Zerealien infolge der bekannte« Regierungsverfügung, welche den Mehlpreis wesentlich! erhöht, höher gehalten, doch wären diese nur vereinzelt dürchzusetzen und der Umsatz blieb trotz sehr starke# Frequenz und günstiger Kaufnachfrage bescheiden. Eirowesentliche Belebung zeigte der.G e r s t e h a n d e 1. Za ts'ehech. K 2.33 bis, 2.35 Marchegg Und zui jiigosl. K 13 ex Schlepp Wien konnten ziemlich bedeutende, Mengen für Rechnung Deutschlands verschlossen werden. Weizen hat eine neuerliche V/ertsteigerung erfahren upd erziel «a gestern K 385 an Dorndort und K 403 und 402.50 as Wie«. Üeberseeische Offerten waren genügend im Markte, doch bieten diese noch immer keine BezugshtögHchkeitv R.o gg e n ist gesucht in der Preislage von K 34H . II af erzeigte geringen ihländsyerkshr. Die Forderunge« stellten sich aut etwa K 235 ab Öberösterreichische« Stationen, iin Tränsithandel auf K 310 Wien. M a i s liegt lustlos, obwohl greifbar nur allerbescheidenste. Mengen ztit Verfügung stehen. Rumänischer KJeinmais erzielte K'310 wagengelegt. In Bohnen ist eine Absatzstockung gingetreten,, da Deutschland infolge des Wertrückganges der Mark riich'.s kaufen kann., Linsen und E r b s e n begegne« nach, wie vor günstiger Nachfrage. In Reis zeigt sich empfindlicher Mangel an greifbaren Waren. Die Hamburger Forderungen stellen« ch Burma U neue Ernte waggoq* frei Hamburg auf 14 Schilling 6 Pence. Die Kartoffel*« zu'uhren sind günstig. Der Artikel erzielt je nach Herkunft der. Ware K 113—13). Andauernd fest liegt das M e h 1* geschält, trotzdem Tschechien' nicht im. Markte ist. Füfdie'österreichische Provinz wurden größere Käufe getätigt in ungarischem Nuller zu ungar. K7I. Jugoslawisches glatte* Mehl erzielte jugosL K 24 ab Spielfeld, ungarische»; Provinz«uller K 535 und Mehl heimischer Erzeugung, K 560h : bis 570 Wien. Die Zufuhren in Rauhfutter erweisen sich | gegenwärtig als entsprechend.; Die Forderungen für ober*; österreichisches Heu stellen -sich auf K 175 ab Stationen,! für burgenländisches auf K 135 bis 143 Wien. Ungarisches j S t r o h wurde zu unveränderten Preisen umgesetzt Nach .! Mitteilungen verschiedener landwirtschaftlicher Besuchet des heutigen Wochenmarktes findet der Saatenstand trott! des anhaltend kalten Wetters eine günstige Beurteilung, 3, Fortsetzung. x Der Min. : Von Leopold Konroert. »In den Gasthäusern«, meinte Wolf.’ schlau. >witnmelt’s heute von. laute* .Gelegenheiten’, es wird hald ke:n Platz mehr dort sein«. . , ’ »Was dü nicht sagst!« rief Kobi verwundert aus.. : »Und heute* tn aller Frühe, min', hat noch' nicht in' .Schul’ geklopft, habe ich schon drei oder vier ’vorbeifahren sehen,« fuhr Wolf fort» ohne'sich durch’ die veritejlte Miene der Verwunderung stören zu Iasrenl »Werden etwas Vorhaben,« meinte Kobi ganz. ■ frooken »Und du, leider Gottes, hast gar iaidhts vor « brach e? endlich mit gewaltigem 'Aerger aus Fe.bb. Wolf, »da: mag' ich reden, bis mir, der Hals zersnrigt,, du rührst dich von dem Flecke nicht weg, als hätte d'ch .einer mit Wachs angeklebt. Die ganze Welt kommt, geht, auf die Beschau: wer ab&r nicht geht, das bist du. Warum nimmst du dir ke?ne Gelegenheit, ziehst dich schön an, sagst zum Kutscher: Führ mich ^ahin oder dorthin? Ich wN mir eintz heschauen?«- ' . : ..»Wohin soll ich denn, fahren?« fragte JCöbi' jinschu!dig. \' , .- Jetzt wurde Rebb Wolf ganz zornig. Mit': einer Stimme, wie man sie in dem stillen Hause der »Mins« selten hörten rief er: ' »Stell dich nur, als wenn> du nicht drei zählen könntest. Ich weiß ja doch, daß du es kennst! Meinst du, de n Vater weiß nicht; daß du ihn verstehst? Willst du mich etwas lehren? Da mußt du früh äufs-telien, mein- Jüflgeüpben.« »Auf 'die Beschau soll ich gehen, soviel verstehe ich davon,« meinte Köbi gelassen. »Und.Warum gehst du nicht?« rief Wolf eifrig, »warum machst du dich nicht auf und davon? Die, ganze: Welt rührt sich; wer nur Rufe hat und Augen, geht heute, und s'eht sich etwas ln, ob es ihm paßt. Wie lange willst du dich denn hosinttn?« Auf d’ese feurige Ansprache seines Vaters war Kobi doch nicht gefaßt; e'-nen Augenblick schien es sogar, als sei er ga>nz erschrocken.. Doch faßte er sich bald, und mit halbironischem Lächeln meinte, er: »Besinnen? Ich habe mich schon lange besonnen « »Also doch,« rief hastige Wolf,-»da siehst du, Perl! Gott der: Lebendige weiß, ön wein 6r sein Herz gehängthat.« / - i »Des ist a.ueh ganz, wahr, Vater,« rief Kobi mit Ernst..: »Me'h Herz — das » habe i^h schon .langeangehängtmich Iwuhdert’s nur,, daß du es noch nicht be-, merk.t hast.« »An wen? An wen?« schrie beiriahs Wolf und brat” einen Schritt näher auf den Söhn. »Wirst du es g’eich’ sagen’? - Ich ijhäb* mir das5 lange -schon gedacht.. jetzt muß es heraus!« "'* -1"- ' Perl srg:e ke‘n Wort; sprachlos lauschend bückte sie auf den Sohn., Wer vermöchte’'es zu. deuten,, oder Die Devisenkurse« > Zürich, 1. April. (Devisenkurse. — Mjtgeteilt veder. Schweizerischen Kreditanstalt.)! Berlin .1.75 (1.69), Holland 194.75 (194.75), New York 515.- (515.-), London 22.55 (22.52), Paris 46.52 (46.52), Mailand 26.52 (26.42), Brüssel 43.25 (43.40), Kopenhagen 108.53 (109.—), Stockholm 134.— (134.—), Chrlstiania 91.12 (91.50), Madrid 79.85 (79.75), Buenos Aires 185.- (185.-). Prag 9.75 (9.63), Budapest —.63 (—.59), Agram 1.55' (,j.58), Bukarest —Warschau —.13 (—.13), Wie»;; Geld — .0P , (—.06'/,). VVlenWare (—.—), Oesterr. gest. I Kronen Gyld —.07 (—.07), .Oesterr, gest. Kronen Wäre .-r»— (—.—-), Amsterdam, 1. April. (Devisenkurse.) London 11.55% (11.57'/*), Berlin -.93% (-.88). Parti 23.92'/* (23.90), Schweiz 51.32'/, (51.40),Wien-.03% (-.03%), r Kopenhagen 55.84 (55.95), Stockholm 68.80 (68.90), Chrlstiania 46.90 (47.-), New York 264.50 (254.-), Brüssel ,22.25 (22.27'/*), Madrid (41.05), .Italien (13.42'/,X Budapest —(—.-7).; Berlin, l. April. (Devisenkurse.) (. : Wien altes (-.-). Wien abgestempelt 3L) r (4.18), Prag 555.30 (581.40), Budapest 34.75 (35.96).; t Berlin, l. April. (Kurse der Devisenzentrale.) j : Noten: Dollar 285.30(301.70), Pfund 130050 (1331.-1 I Italienische 1555.75 (1525.25), Polnische 7.62'/, (7.52),; T^chec’.io-slowakische 557.25 (574.25). Alte Österreichisch» Oesterr. gestempelte 3.90 (4.02'/,).; Mädchen, wie einen Sackj Wol'e anzusehen komme, den man für mich schon hergerichtet hat, zu oberst die feine, unten, aber versteckt und verdeckt die schmutzige U'hd sch'echte? Obenauf ein gü'd'g .Glänze!’ und un.eu und inwendig alles voll Staub und Ekel? Was möchtest du da von deinem Sohne halten? Wie oft hast du mit selbst erzählt. d?r Vater hätte dich^ohne Beschau ge«i . hemmen, auf dein lieb Gesicht hin? Lebt ihr darum' . dicht glücklich? Hat e'ns zu klagCn über das andere?< - »f. Jetzt erst staunte Perl gewaltig; solche tiefe WeisN» Heit hatte sre noe.h^nie vernommen, seitdem sie da» Jüngel ihr iK'nd nannte. YVie ein goldener Strom floß si^ aus seinem Müjnde: sie hätte horchen und Isuschev ( riiö^en stundenurd 'tagelang, so bezaubernd,' sö um- .. r* T ./11 « . «. ' \jf ,, •' . : my^c.i aiunucnuru so uc^au uci iiu, so um« iÄternftaa ^«<0« d-» w^. Wo«, einen* schwereren Kampf kämpfte, oh d:e Neugierde des': Weibes oder dafc schmerzliche CefüM, daß ihr Kind mit einem Geheimnis in der Birust so länge Zeit in döm Bere?ch iihres: Atems lebei^ konnte;?; - Kobi sah d:e Eltern gegainscitig rait elhem Bi’cke att, aus dem ’der .»Min«'.Herrusblicktej dann; .nachdem er ’ sifeh sittsam gevvei'det ah des eitlen Eifer, .an’ der anderen läuschea'dex Erwaftuyg. rre nte ergehe"tpisch:. ’ ' . >An jwen. ich. mein Herz.ygehängfc habe? An wen anders als an Vater und Mutter?« '»-.... ■ Es ist un'’eschre:blich, welche Wirkung d‘ese ge- .schickte Wetidung Kohls - auf die.: Elternbatte: Gleich einem heftigen W'.ndstpß hatte, senden ganzen Himmel, so dicht er, mit Gewölk ünizegen' schien, befreit; Blau und k'ar brat er wieder h?rvor. Alt -sollst du werden, mpiy Hnge',« rie.f xPerl mit/ Tranen in den Augen- »Ist das aber recht, seine Eltern sq zu föp.pe.n?« :’ r . - . \ •'; »Und ich sage dir, was ich immer sag’. Er ist zu I still,« meinte Wolf mit e:nem unentschiedenen Lächeln, und um nicht waffenloser zu er'ch.e’nen, a1s er wirklich war, entfernte er sich lieber eiligst aus dem Hause, Als der Vater fort war, frng'e Per! den Schn: »Jetzt hast du recht gehabt, me‘n lieh Kind! Frag’ dich aber se'her, ob dein Vater n'cht auth recht hat? Warum machst du ihm nicht die Freude und gehst auf irgend^’ne Beschau?« »Mutter,« sagte Kobi nun mit wahrem Er^st, »kann es dir recht sein, wann ich, sei es was es will für ein ,alje diese Weisheit her halte? Wen man ihn hö^te. so 'HartesJa nicht anders, als hörte sie dep ersten Landes-, rabbiner von der We't sprechen! ,; »Ob wir glücklich lebend ich' und dein Vater?« rief sie in eiper Art Bewetterung. »Jedem Jüdenkind gt*: sagt’, was ich und der Vater für. ein Leben führen, es ibrhucht sich’s keine Fürstin besser zu wünschen. . * Und weißt du. Kdbij tpe:n Sohn, das alles ist ohna Beschau geschehen! Dein Vater hat nicht gewußt: hab* •ic)i,.sechs Schnüpftücher in meinem Vermögen oder.gar; Ikeins? Dein Va^er hat mich gesehen und ich ihn. alle» ohne Beschau l Und wie' ich aN einem Sabbat^benä votv meiner hrndertimdzehn^hrlgeri Urbabe' Mi'ke" ge^ Wrlwe'h> bin,' de du rieht" mehr gekannt hast und» dis a.WcC;ken . s.UrA mach ke'nen T arm, was Krauchen die Leute. ztt 'wisse*', was zwischen m:r vorgehf und dir? Ich will ja nur; daß du mir sagst, ob du mich will,.-1?' — Und siehst du, Kobi, mem Sohn, ich haV ihn gewollt und Wir-sind» Gott im siebenten HimtreJ sei dafür ge’obt und ge* prieme*’, fer'.lg mit e'n-ndo-r geworden, äl’es dhne Be* schau! , Wie hat s:ch ab?r das heutru^ge al’es veräedert! Pcrht b^st du, mein Jüngcl, geh’ du nur auf keine Beschau!« (Fortsetzung tolgt) *

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