Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1140 (2.4.1922)
- Date
- 1922-04-02
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite >0 Wien, Sonntag WIENER M0ECEtT"EITüfr<3 L /pslt'MS Nr.'fTUf \m~ —t v 111,1 IIIM 1 i"1" * *—1 *— " .■"*■■■■'11 ui '■ .. ...i i- - ■" '■ ii ■ ™ ■ .. >»»»»,» ,« . i—.i.,i.i. ." «'* ...— ■— ■tsBE*1» Sportblatt der Wiener Morgenzeitune Sportprogramm für heute. Fußball. Hakcah-F. A. C (M.) F. A. G-Platz, 4-Uhr. Sportklub—Rapid (M.) Hohe Warte, 4 Uhr. Wacker—Vieuaa (M.) Hohe Warte, 2 Uhr. Ostmark—Hertha (M.) Ostmark-Platz, 4 Uhr. . . Amateure—-Rudolfshügel (M.) Amateur-Platz, 4Uhrv Blue Siar-W. A. C. (M.) W. A. C.-Platz, 4 Uhr. ' Kadiroah—-Athen (M.) Krieauer-Platz, 2 Uhr. :j Hasmonea—Prater Sportklub (M.) Donaufelder-Platz,' 2 Uhr. ' Bechawer—-Hazair (M.) Gersthofer-Platz, 2 Uhr. f. A. C.—Wiener Viktoria (M.) Sportfreunde-Platz, 2 Uhr. ' J. F. C—Industrie (M.) Donaufelder-Platz, 4 Uhr« > Bar Kochba—White Star (M.) Transvaal-Platz, 1 .Uhr. Ari—Aspern (M.) Krieauef-Platz, 4 Uhr.. ' ' Leichtathletik. Praterlauf, W. A. Q-Platz, II Uhr. Fußball. Wochenrückschatt. Die Deutschböhmen.und wir. Ein Herr K. S. rechnet im „Allgemeinen Sportblatt“, das in Reichen** berg erscheint, mit Wien ab. Er schreibt unter anderem; daß Deutschböhmen im allgemeinen Und Prag im besonderen die Zielscheiben der Wiener Gehässigkeiten sind:' Er bedauert dies, da die Boshaften und die Leklegelten demselben Volke angehören. In’ seinen weiteren Ausführungen wird keineswegs abgestritten, daß sich zahlreiche Wiener Spieler in Deutschböhmen befinden, er behauptet aber, daß es in Wien nicht besser sei, wo sich Plattko,; Payer und Nemes betätigten. Rapid, Amateure und Hakoah handeln eben nicht anders als die deutschböhmischen' Vereine. . f . - . . .. .... Was die Hakoah anbetrifft, will ich Sie, geschätzter HerrK.S., mit Ihren eigenen Waffen schlagen. Sie schreiben nämlich: ~ . . .. . „Sie haben in Ihren Mauern einen Klub, der heißt Slovan. Ich werde Ihnen nicht sagen brauchen, daß dies ein tschechischer Verein ist Nun. fällt es bei unseren Landsleuten niemandem ein, diesen Klub zu beleidigen, wenn er aus dem Lande der Konnationalen einen oder den anderen Spieler zur Verstärkung heranzieht. Im Gegenteil; man sieht darin nur eine Stärkung der Position.“ ‘ , . . . Nun, das gleiche Recht, das Sie den Tschechen zubilligen, werden Sie doch den Juden nicht versagen wollen. Ich werde Ihnen wohl nicht Mitteilen müssen, daß Nemesein Jude ist, demgemäß könnte die Hakoah also nichts anderes getan haben als Slovan. Die Hakoah und mit ihr die anderen Wiener Vereine, dis sich schließlich aus Deutschland Verstärkungen holenkönnten, wollen aber von Ihrem Zugeständnis kdfueu Verbrauch machen. Vielleicht ist der eine oder der ändere: Spieler gezogen worden. Ich kann das natürlich nicht bei •jedem' Uebertritt untersuchen. Die Tatsache steht aber fest, daß die Spielerkaperei in Wien nicht zum System geworden ist. Und diesen Vorwurf, daß sich Ihre Ligavereine nur in den seltensten Fällen bemühen, Eigenbau .heran-, zubüden, können wir Ihnen nicht ersparen. Gewiß sind: in Wien auch verschiedene Un'gehörigkeiten vorgekommen. Der Oe. JP. V., der Schatzverband, der V. A. S.,‘; der jüdische sportverband -und die paritätische Kommission bemühen sich aber gewissenhaft, Wandel zu schaffen. Von den Deutschböhmen hört man nur inhaltsleere' Phrasen, die darin auskiingen: Wir wären froh, wenn der letzte Ausländer die Grenze überschritten hätte.. Wenn Sie genügenden Einfluß haben, Herr K. S* dann bemühen Sie sich, die Ligavereine von ihren zur* Methode gewordenen Kapereien abzubekommen und Eigenbau, zu züchten. In der Mitte Ihres Landes haben Sie einen Verein, er heißt Hagibor-Prag, von dem Sie lernen können, wie man Eigenbau schafft. Wenn die Deutschböhmen mit ihrem ' System brechen und unsere Klubs nicht zu befürchten brauchen, daß bei ihnen bei Nacht und Nebel eingcbrochen wird, dann werden Sie Wien nicht mehr als boshaft und die /Deutschböhmen als angeflegelt finden' können. : Eine unnatürliche Verbindung. Die, »Arbeiter-Sportzeitung* vom 21. März schreibt unter obigem Titel, daß der Vertreter der Grazer Hakoah Im Steirischen Fußball-Verband bei wichtigen Fragen aut der Seite dpr;. Deutschnationalen zu finden ist und gegen die Arbeiter- Sportler stimmt Diese Handlungsweise wird als umso bezeichnender qualifiziert, als der V. A. S. der Grazer.' Hakoah den Einfluß auf die Verbandsgeschäfte sicherte,’ die Deutschnationalen hingegen - die Hakoah aus dem. "Verband e.trainieren wollten. Der jüdische Sportverband hat sich mit der Grazer' Hakoah ins Einvernehmen gesetzt, um Klarheit in - die Angelegenheit zu bringen. Ohne der Untersuchung vorzugreifen, will ich meinen prinzipiellen Standpunkt präzisieren. Niemand wird verkennen wollen, daß der V. A. 8. sich in Graz der Hakoah sehr warm angenommen hat. Die steirischen Hakoahner werden den Arbeitersportlern auch für die Einhaltung ihres Programms, das die Gleichheit aller beinhaltet, stets Dank wissen. Diese Dankbarkeit würde aber sicherlich zu weit führen, wenn die Arbeiter-- Sportler blinde Gefolgschaft erwarten würden. Dis Grazer. Hakoah hat die Interessen der bewußten jüdischen lügend, v.u vertreten, wobei sie die Weisungen des jüdischen . Sportverbandes befolgt Die jüdischen Sportler wollen Frieden mit allen Verbänden, Vereinen und Gruppen halten,: demgemäß dürfen sie sich auch in kein Lager abdrängen,, fassen. Bei den Entscheidungen, die der jüdische Sport-, verband zu treffen hat, darf er sich nur vom Rechtsstandounkt leiten lassen. Disziplinlosigkeit. Der Spieler Künstler von Makkabi-Brünn war zum Repräsentativspiel .des jüdischen Verbandes seinerzeit nicht erschienen lind wurde* deshalb disqualifiziert. Sowohl Makkabi-Brünn als auch' der bestrafte Spieler hielten sich nicht an das Spielverbot, denn Künstler wirkte im Treffen gegen Zidenice mit. Der jüdische Verband verlängerte die. Sperre über dbn disziplinlosen Spieler bis zum 2. d. M. und verhängte außerdem über den Makkabi-Brünn eine Geldstrafe von Ischech. K 50. Wer nun gedacht hatte, daß der BrUnner Verein kuriert sei, hatte sich gewaltig getäuscht, denn Künstler spielte wieder und diesmal gegen den Brünncr 'Sportklub. Laut offiziellen Nachrichten des jüdischen Vsr- •b?!?deu wurdti die Disqualifikation Künstlers bis 13. d. M, verlängert und sein, Verein mit fschech. K 203 in . Strafe genommen. Der jüdische Verband gab auch dem Makkabi- Brünn zu wissen, daß er im Fal‘e einer neuerlichen Ueberschreitung des - Verbotes auf längere Zeit gesperrt wird. Die Langmut der obersten jüdischen Snortbehörde Inder Tschechoslowakei ist uns unverständlich. . . GolivertfflLtBde der Riese n. Sang- und klanglos Ist ein Herr, der sich den Anschein des grimmigsten Gegners der.Hakoah und des national jüdischen. Sports gegeben hat, von der sportlichen Btldfläche* verschwunden. Ing. Leo Görlitz,-der seinerzeitige Herausgeber des „Sport-Tägblatt“, der beim Verkauf der Zeitung an die Steyrermühl eine etwas ungeklärte Stellung im neuen | Unternehmen einnahm, ist aus dem Blatte geschieden. Als journalistischer Laie war er bei der Führung des Blattes auf die Ratschläge seiner Mitarbeiter angewiesen, wobei er mit einer merkwürdigen Sicherheit immer die unaufrichtigsten mit den verantwortungsvollsten Posten betraute. Er ließ sich so auch von einem spätergekommenen Mitarbeiter ins Fahrwasser des Antisemitismus drängen, obwohl er pich, mit Rücksicht auf seine Zugehörigkeit zum Judentum, dadurch lächerlich machte.- Der Initiative; des Herrn Ing. Görlitz war es zuzuschreiben, daß der sei neri zeitige Pogromärtikel „Hakoah - Publikum“ erschien. Das Werkzeug war Herr Felix Schmal .der .ernten konnte, wo er gesät hatte. Die Schwäche des Ing. Görlitz brachte es mit sich, daß Intrigen in Hülle und Fiille; gespounen wurden, denen er letzten Endes selbst -zura Opfer gefallen ist. Ing. Görlitz ist wohl aus dem Unternehmen ge-, schieden, der Geist aber, den er unbewußt selbst' zum i guten Teil geschaffen hat, herrscht am Fleischmarkt weiter. . . y Fritz Baar. Brünner Brief* v Makkabi stegt über den Brünner Sportklub 3:1. ■Leider haben wir von unserem ständigen Mitarbeiter Herrn Rado keinen Bericht erhalten, weshalb wir nach- stehende Zeilen dem „Allgemeinen* Sportblatt*, Reichenberg, entnehmen: „Ein sr 2;‘eMes Kapitel in der.Brünner Sportgeschichte-- wenn man so sagen darf — bilden seit vorigem lahre die Spiele 8. s: .(.—Makkabi, die ihres pikanten, nationalen Beigeschmacks wegep .'sowie* der in. diesen Kämpfen von* . beiden Teilen iramer^ezeigten Höchst- und Bestleistungen sich des größten Zuspruchs und Interesses des Publikums , erfreuen. Auch, Sonntag gab’s am Makkab'-PJatz' wieder einmal so ein Schäuspielchen zu sehen, das mit peinlicher Genauigkeit' den Verlauf seiner Vorgänger wiedergab, das heißt in bereits etwas, sagenwir, abgeklärterer Form. Das Publikum verlor itäpilich diesmal selbst In der größten Aufregung nicht die Fassung, Ehrenbeleidigungsklagen und Ohrfeigenszenen gab’s Gott sei Dank nicht. Die Entladung der die Gemüter beherrschenden Spannung beschränkte “sich bloß*auf Explosionen akustischer Ait, die in brausenden Akkorden übers Feld brandete^, bald dem Schiedsrichter, bald diesem oder Jenem Spieler Lob oder Unheil yer,kündepd. Das sonntägige Spiel brachte den zahlreich erschienenen Zuschauern eine gänzlich unerwartete Ueberraschung, indem es Makkabi gelang, ■für die letzten durch den B»* $. K. erlittenen, zwei Nieder-! lägen Revanche zu nehmeü und mit 3:1 Toren einen glück- Hchen, vielbejubelten Sieg zu feiern. Die- Mannschaft ließ einen deutlichen Systemwechsel erkennen. Von den) einseitigen längen Ballhalien, Herumdribbeln; ■ Primadomienstückep und; dergleichen war nichts mehr zti sehen. An Stelle dessen trat ein blitzschnelles, präzises; engmaschiges Kombinationsspiel, durch das sich die langsame B. 8. K.-Mannschaft überrumpeln,Heß und als dessen Opfer, sie, trotzdem sie mindestens zwei Drittel der Spielzeit im Angriff war, geschlagen vom-Platze gehen mußte. Makkabi hat auch endlich die lange angekündigte Bombenmannschaft zusammengebracht und hat durch die Wiedereinstellung Borgers, sowie durch Neueinstellung eines linken Flügels und eines Mittelläufers seine Schlagkraft ganz bedeutend erhöht. Besonders der Mittelläufer Nyul ist eine ganz vorzügliche Kraft und besitzt alle Vorzüge. Nadlers ohnedessen , schlechte Spietereigenschafteo. Einen ..ausgezeichneten^ Tag hatte die Verteidigung Makkabis; besonders der ehemalige M. T. K.-Internatibnale Feldmann, der in; den früheren Spielen ' wenig „Internationales“ gezeigt Hat, war In glänzender. Form. Leider beeinträchtigen sowohl er als auch sein Nachbar Fischer seine Leistung durch rohes Spiel. Die erste Halbzeit zeigt, offenes, faires Spiel; B. 5 S. K. läßt,: ungezählte Chancen unausgenützt, dagegen ist ,Makkabi .zweimal; erfolgreich.^ Nach Halbzeit starke Uebeflegenheif des Sportklubs, der aus einem Elfer wegen - eines Fqüls Feldmanns ein Tor aufholt, aber wenige Minuten später'. ein drittes Tor Makkabis in Kauf nehmen ■ mußN Gegen Schluß des Spieles werden Feldmann (Makkabi) und Gottlieb (B. 8. K.), ausgeschlossen und Fischer (Makkabi) verläßt verletzt das Spielfeld. Das Spiel leitete Herr» Kahn (jüd. Sch. V.). Er ließ sich in. seinem Amte durch die erregte Anteilnahme des. Publikums nicht beirren und brachte das , Spiel sicher unter Dach und Fach. Auslandsrundsctiau, - Z ü f a 11 o d e r A b s i c h t Bei den letzten beiden Spielen zwischen Young Boys (Bern) und Old Boys1 (ßfasel) gab es schwere Verletzungen. Im ersten Treffen erlitten zMi Spieler des letzteren Vereines Beinbrüche. Bei der. zweiten Begegnung erhielt der Basler Pollitz einen derartigen Tritt; daß er für längere Zeit spielunfähig ist. Pollitz konnte deshalb auch im letzten Länderspiel Deutsch-, lahd—Schweiz nicht Mitwirken. Die .Mannschaft von Old Boys war über den neuerlichen Unfall eines ihrer Besten derart empört, daß sie spontan das Feld verließ. flie franz ö s i steh e Armee m a n n schaft erzielte gegen die Englands* bei der allerdings der Internationale' Leutnant Hegan wegen Knöchelbruch .ausscheiden mußte, ein 1:1-Resultat, 'verfor dann aber gegen diebelgische Armee nitte 2:5. PI atzs c h w f e r i g k e i t e n gibt es nicht nur auf dem Kontinent, sondern auch In England. ,So hört, man denn, daß anläßlich des Cup-Wiederholungsspieles zwischen Tottenham Hotspurs und Cardiff City in London nach, Schließung der Platztore um\l/93 -Uhr etwa 30.000 bis 35.000 (1!) Menschen, ohne Einlaß zu finden, wieder umkehren müßten. : ' In d er Ts c h e c h o - S! o wa k e i hat man nun endlich das wichtige zeitgemäße Mittel gefunden,, mit dem man Spieler am sichersten zum Uebertritt in andere* Vereine ködern kann. Nicht mehr Stellung, Handgeld, Abendessen usw. sind die Zugmittel, welche der 8. C. Pr e rau anwandte, um zwei der besten Spieler der. in letzter Zeit so erfolgreichen Ünion-Zizko v zu kapern, sondern man m stete glänzend eingerichtete Wohnungen für sie oder machte sie gar zu Besitzern solcher. Ein dritter Union-Zizkov-Spieler, den die „geschäftstücMizev* Preran-Ji' a-ach „einjteteden0 h&itati, war ehrlich genug,-seinem Verein den Brief eines der führenden Herren des/S. C. Prerau zu übergeben, wodurch die unsaubere. Sache ans Licht der Oeffentlldikeit'kani.. Wörtlich hatte Rrerau unter anderem an des betreffenden Spieler« den Repräsentativen Dvoracek, geschrieben: .„Ich habe für Sie eine Wohnung samt Einrichtung ..gemietet, ich habe jedoch außerdem noch eine Einrichtung, die Ihre w’rd, sobald Sie hieherkommenl“ .. Deutschlands Internationale. In des deutschen Ländermannschaft wirkten fo'gende,Spieler mitl Kipp (Stuttgart) I9mal, Wegele (Phönix-Karlsruhe) lömal, Ugi (V. t.: B.-Leipzig) und Jäger (Altona)! lömal, Wernes (Holstein-KiEl) 13mal, , Breunig und Förderer (Karlsruhes F. V). Umal, Bürger (T. V. Augsburg), Hempel (Sportfreuride-Leipzig) und Röpnak (Viktoria-Berlin) lOrpai, Worpiizki’ (Viktoria-Berlin) und Möller (Holstein-Kiel) 9mäi, Hunder (Viktoria-Berlin) 8mal,. Hollstein (Karl sr uh er4 F. V.) 7ina!, Tewes (,Viktoria-Berlin) 5mal, Mohns (N. N. W.« BerJin),. Stuhlfaut und Riegel (I. F. C. Nürnberg) 4mal, Söiderer ,■' (Sp. Vg. Fürth); Schneider (Bayern-München^ Wolter (Vörwärts-Berlin) und Wunderlich (Helvetia-Bockenheim) 3maL Zahlreiche Spieler waren zwei- oder einmal i» der deutschen Auswahlmannschaft tätig. . Das* jüdisch e« StehI e d sr \ chte« fc o ü e.g I u m der Tscheche-Slowakei hat 74 Mltgie^er, Diese ßpöntbehörde ist in nachstehende' 4 Gaue eingeteilt \ Böhmerf (Sitz in Brünn) 35 Mitglieder; Südmähren (Brünn) 10 Mitglieder;/ Westslowakei (Rreßburg) 9 Mitglieder} Westmähren-Schlesien (Mähr.-Ostrau) 20 Mitglieder. _ Makkabi-Znainr stellte an den jüdischen Fußball«" verband -der Tscheche-Slowakei das Ansuchen, eines, a'riderskohtessioneileu Spieler in seine Mannschäft einsteilen-zii dürfen. N Die Budapester Meisterschaft.. Der Stand,der Meisterschaft ist folgender : "M. T. K. (16 Spiele 28 Punktes F. T.„C. (16, *27), U. T. E. (18, 21),. Törekves (16, 18), V. A. C. (15, 16), Hl. Bezirk (16, 16», M. ,A. C. (16, 14), Kispesti (16, 13). Vasa.sYlö, .11), VII. Bezirk (16, 10), B. T. G (1*6, 9); T; T. C. (16, 9). . ] . Ein SechserrundspieHn Berlin.Der„Rasen- Sport“ ngeidet, daß am I. April, das wäre also „bereits, am gestrigen Tage, im Berliner Sportpalast ein Sechserründspie!’ ausgetragen wurde. Zu diesem Turnier, daß unreinen p/etUv vollen Goldpokai geht, haben alle Landesverbände M^nn«. schäften genannt. Die-Spieldauer beträgt 2X15 Minuten« Die Voirunde hat folgende Gegner zusammengebrachti Mitteldeutschland—Berlin, Süddeutschland—Westdeutsch-«' land; Norddeutschland~Südo3tdeutschlaüd. Die Balten sind: spielfrei. Süddeutschland soll mit folgender Mahnschafi aiitreten: Lohrmarin; Wellhöfer, Müller, Seiderer, Träg. Schaffer. Diese Aufstellung kann aus dem Grunde nichrrichtig . sein, weil Träg mit dem I. F. C Nürnberg ifl Spanien weilt. Die Spieleinteilung wurde wie folgt getroffen!- Vorrunde 8 bis VJ'O Uhr, Zwischenrunde 10^ bis II Uhr, Endrunde 11 bis VJ2 Uhr. . ' Das^„H am b u rgerFrem den b I a t.t* schreibt" daß sichraus den zurzeit in Deutschland weilenden- Atis^ landerp ein besserer Angriff züsammensteilen ließe, als delder deutschen Nationalelf. Es nominiert den Ausländeristurm, wie' folgt: Wieser (Oesterrejch), Bekir (Türkei), *; Schaffer (Ungarn), Horndahl (Schweden), Townly (Ertglarid). Frank r e i c h s F ü ß b a Iler lassen sich ’ durch internationale .Niederlagen picht entmutigen. Der 2 : 0-Schlag durch Prags Vertreter reizte den Gallia-Kluh zum. Abschluß einer Reise nach der tschechischen; Haupt«./ stadt. Red Star Uteb, Paris* Meister, hat, sich .eine fast noch schwerere- Aufgabe gestellt. ‘ Seine Elf fährt nach Spanien oder Portugal, der Racing Club entsendet, seine Besteh nach Schweden und endlich reisen die. wackeres Elf der Pariser Olympique nach Nordafrika.. , D i e A u f s t e ll u n g ei n e r ü n g a ris ch e n B eru f s.s p i eierab t e i 1 u n g wurde der Genera!« Versammlung des Ungarischen Fußball-Verbandes vos einem,iVerfiieter des M. A. C. unterbreitet. Der Vorschlag; wird damit/begründet, daß das verkappte Berüfsspielertüm 'nur auf'diese Weise bekämpft yerden könne, wenn der Ämateurverban I selbst; teen Aufbau eines Berufsspleler-Ver« bandes in die Hand pehme. /Der Ungarische Fußballveri bandsprach sich aber ganz entschieden dagegen aus, da , diese : Organisation den Ruindes Amateurfußballsports . bedeuten würde und kein Ämateurverband die Pflicht habe» für die Ausgestaltung des Berufsspielertums Sorge z<t tragen. Karten für Min d e r b e m l,t t e 11 e. Del deutschböhmische Fußball-Verband hat beschlossen, daß die Ligavereine Plätze für Minderbemittelte schaffen müssen.., Diese Karten dürfen höchstens tschech. K 4 (564 österreicliiäche Kronen) kosten. , t ,U e b e r d e n M a k k a b i-P r o ß n 11 z wurda vpnTQau Südostendes Deutschen Fußball-?Verbandes der Tschechoslowakei' der.Boykott verhängt. . . H e r t h a -B e.r 1 i n spielt am 9. April in Prag) gegen A) C. Sparta. :■. pe r T e p li Lz e r F. c. 1903 erhielt für den' 2. April die Autfordetung, in' Budapest gegen M. T. K. zti spielen, doch haben die Teplitzer für den . 1. und 2. Aorü zwei Spiele in Pilsen abgeschlossen, am Samstag geöen S. C. Plzen und. Sonntag gegen Viktoria-Pilsen. ■'/' Ein H err Kraus aus Brüx schreibt im „Alige* meinen Sportblatt“, Reichenberg: „Die Wiener Wandervögel kehren allmählich wieder nach Wien zurück. Wir weine* ihnen-/keine Tränen nach, denn außer Faulenzen habe»! unserp Spieler von ihnen nichts gelernt. Aber auch sitz weinen nicht, denn an der Grenze steht schon der Dr. Abelei und gegen ein ,Pater peccavi* / erteilt er. ihnen dii Absolution.“ ■ Auch eine* T r a i n 1 n g s m e t h o d e. Whlesen im. Münchner „Fußball“: „Bark hat mir das Geheim« nfs des Erfolges vom Klub und den. bäurischen Vereines, überhaupt' mitgeteilt. Ich früg nach 'Training.' —Statinen ■ — Na, ich will es Ihnen sagen: Wir tanzen?? Wirtän'zei’ Schuhplattler, die'Woche zweimal:.' fa,.;richtig,1 das kann stimmen. Schäu daher, im Schuhplattler liegt doch rein jede' Bewegung des Fußballspiels, und es merkt kein Mensel* > daß das, Training sein könnte.“ Herr Kg., der das ge«- sc'r cbfen hat, muß wirklich sehr naiv 1 sein.. (Die Re«, daktion.), *• bas Verh ä I t'rii s zu E n g 1 ,a n d ist bei den skandinavischen Fußballverbändcn noch immer un^e«' klärt Während Schweden nach den letzten Verhandluhgei,. d'em englischen Amateurbegriff entgegenkommen will, ha!;. Dänemark erklärt, nicht gegen eine aus Amateuren un( Berufsspielern bestehende England-Eif anzutreten. Norwegen hat ein Länderspiel mit Frankreich 1» Christiania abgeschlossen. Der L F. C. Nürnberg wurde anläßlich sehie« Spanien-Reise in Paris von der deutschen Kolonie auf doo herzlichste empfangen.