Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-03-25 · Heft 1133 (25.3.1922) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1133 (25.3.1922)
Date
1922-03-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980213--10653-2997024
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

T\ir. 1133 Wien, 'Samstag fdie berülfomten Tana*:-Da® Tamizdiuio aois dem lämid- Höhen Fest, die Caictootucba (im deren Kostüm umd Pose Famm-i NI81 er gemailt 'ist), dian Vonstoaidtmädell. MiairLa Ley zeigt«, d'aß 'enne modienne Tänizierah aiuidh die »hoihe Schmie« dies BiaiMietiUs >su beh-emrscbcvi weiß. Sie ihiait die Fußisipiit'ienitechin.ilk. 'bis Z(Utr hÖdiisteih Voll!,' endumg atisgeibilidet, sdhwe’fote geiräui chkxs wde emt weiße Wolike .duirdh den Ramim, hiahm, von iihreim Pairtnreir Hma Rädabuind,gewämdit umd .. afeniuti-g umtersäützt, ad«, jene iunmiä<tü»r»liichien SteMiurngsSn :eiw, die dfie TmzÖcnmisit ■ \TOin aTimino - diawulmiail. aflis -Gipfel des ä.-tduetischem Komments betratclhtfcete, fltog wie ei« Gimmm>baili]' aiuf umd efb umd sämigmilt iCTJi'em ziietJichein Beimiem diais Hohelied der ' Fmäueaifsdhömiheit.;Äm besäen gefielen die Tänze, dpe Gelegenheit ziutr Emttfeil'bumg modern er Ohamalktarlkümiste boten», namienit' iäidh diiie .lustige vKteiteeWhaLe«,' dfre Meura Ley. iin belillMiondör Petrüdke nach ©imem Menuett von Sdhiüihert 'tianizt'e. Der Jiulbel umd BdfalÜ nannsicihi'e wa-efti jeder Nummer auf umd dias Pufofltilkiuim hatte m Schlüsse des Konzerts £iSr die Augen noch lange eicht genug. ': . K.;M. Aus den Theatern. e fi e n s p i e 1 p 1 a n d e r Staa tsoper: Montag, 7 Uhr, „Wiener Walzer“, „Die Puppenfee", „sonne und Erde“. Im Redoutensaal, 7*8 Uhr, „Der Barbier von Sevilla“. (Bartolo — Herr Leo Schützendort von der Staatsr «per in Berlin als Gast.) — Dienstag, 6 Uhr, „Lohengrin“. (Elsa — Frau Liane Martiny vom Staatstheater in Leipzig, Ortrud — Frau Maria Olszewska vom Stadttheater' in Hamburg als Gäste.) — Mittwoch, 7 Uhr, „Die tote Stadl". (Paul — Herr Adolf Lußmann von der Wiener Volksoper als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr, „Feuersnot", „Josfephslegende“. Im Redoutensaal, 7*8 Uhr, „Der Barbier von Sevilla". — Freitag, 7 Uhr, „Der Troubadour“. (Leonore — Frau Liane Martiny vom Stadttheater in Leipzig, Azucena — Frau Maria Olszewska vom Stadttheater in Hamburg, Manrico — Herr Alexander Kirchner von der Staatsoper in Berlin als Gäste.) — Samstag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf.) „Die verkaufte Braut". Wo ch en s p 1 e 1 plan des Burgtheaters. Sonntag, 7*2 Uhr (außer dem lahres- und Stanimsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Hamlet" (Erster Totengräber , — Herr Hugo Tlilmig als Gast.) 7 Uhr (zu besonderen Preisen) „Libussa". — Montag, -7*7 Uhr (bei aufgehobenem lahres- und Stammsltzabonnemeut, kein Kartenverkauf) „Die Räuber“. —Dienstag, 7 Uhr „Unterwegs“. — Mittwoch, 7 Uhr „Theater“. — Donnerstag, 7 Uhr, „Das Schiff Tenacity“. — Freitag, 7*7 Uhr, ^Die Räuber“. — Samstag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement, zu erhöhten Preisen) ^Geschäft ist Geschäft“. . Wochenspielplan der Volk so p e r. Sonntag, 7*3 Uhr, „Die verkaufte Braut". (Kein Kartenverkauf.) 7-8 Uhr, „Rigoletto“. (Rigo-etto — Herr Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest als Gast.) — Montag, b/46 Uhr, „Siegfried“. (Siegfried — Herr Hubert Leuerals Gast.) (Kein Kartenverkauf.) — Dienstag, 7 Uhr, „Carmen". (Kein Kartenverkauf.)' — Mittwoch, 7«8 Uhr. „Cavalleria rusticana“. (Alfio—Herr Jean Athanasiu als Gast.) Hierauf „Der Bajazzo“. (Canlo — Herr Hubert Leuer, Tonis Herr [ean Athenasiu als Gäste.) — Donnerstag, 7^8 Uhr, „Die Boheme“. (Rudolf — Herr Richard Kubla als Gast.) . Freitag, . 7*6 Uhr, „Siegfried“. (Siegfried — Herr Hubert als Gast.) (Kein KartenverkauL) ^- Samstag, 7 Uhr, ' "„Carmen“. (Carmen — Frau Kammersängerin Elsa Blanc, Jösfe — Herr.Richard Kubla, Escämillo — Herr Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest als Gäste.) Im Burgtheater sind die Proben zu pranz Werfels „Spiegelmensch“ in Anwesenheit de? Autors Ly vollem Gange. Das Werk dürfte noch vor Osler« zur .Erstaufführung gelangen. Dann kommt „K a i n“ von Anton ' Wildgans an die Reihe. Zu S t h n i:t z 1 e r s 60. Geburtstag wird „D e r j u n g e M e d a r d u s“ siebenmal cn suite, gegeben. Zu diesem. Zwecke wird dieses Werk, ebenso wie. Goethes „G ö t z von B e r 1 i c h i n g e n“ auf der Drehbühne neuinszeniert, —' Direktor W i I d g ä n s erklärt die Meldung eines Mittagblattes, er wolle seine Direktorstelle im Burgtheater mit der gleichen Stelle Im Grazer Theater vertauschen, für vollständig aus der JLuft gegriffen. Im Opern theater gelangt heute „Derfliegende Holländer“, mit Gertruds Kappel vom Landestheater in Hannover als Gast, zur Aufführung. Dirigent Herr Doktor Strauß. — Morgen wird „Die Feuerst! o t“ und Josefslegehde“ gegeben. — Am Montag gelänge« die' Ballette „Wiener Walzer", „Puppenfee“, „Sonne uhd Erde“ zur Aufführung. Dirigent Herr Lehnert Anfang 7 Uhr. ltn liedoutensaal der Hofburg wird heute und Montag „Der Barbier von Sevilla“, morgen „Figaros Ho ch zeit“ gespielt. . . In der V o 1 k s o p.e r geht heute „A Y d a“, mit Frau Pfiffer-Lax in der Titelrolle, ln Szene. Als Amonasro gastiert Herr Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest. Beginn 1 Uhr. Im Deutschen Vo 1-k s t h enter wird gegenwärtig Karl Schönherrs fünfaktlge Komödie „V i v a t a c a d e m i a“ vorbereitet. Die Uraufführung dieses jüngsten Werkes des österreichischen Dichters ist für Samstag den 1. April angesetzt. Spielleiter Dr. Heinz Sch ulbau r. — Morgen, Dienstag und Donnerstag gelangt „M a m a", Mittwoch und Freitag „D i e Opf er uug“ zur Darstellung. In den K a m m erspielen wird morgen, 7*3 Uhr nachmittags, »Die ü n b e r ü h r t e Frau“, an* allen Abenden der Woche „R e i g e n“ aufgeiührt, und zwar morgen und Samstag den 1. April in beiden Vorstellungen, während an allen übrigen Tagen als zweite Abendvorstellungen (um 10 Uhr) „Das F r ä u 1 e i n a u s gutem Hause" zur Aufführung gelangt. In der Neuen Wiener Bühne findet die heutige Aufführung von Strindbergs „V a t e r" mit Hans Raabe ln der Titelrolle nicht als Nachtvorstellung, sondern als Nachmittagsvorstellung um 3 Uhr statt. — Die kommende Woche geht täglich das 'erfolgreiche Lustspiel «General Geldschein“ in Szene. litt Raimund-Theater findet morgen vormittags 11 Uhr eine Ferdihand-Raimund-Matinee statt. ~ Nachmittags 3 Uhr gelangt „Der Geizige“ zur Aufführung und abends wird Csokors Schauspiel „Die rote S tra ß e“ wiederholt. — Leopold Kramer eröffnet Dienstag und Mittwoch sein. Gastspiel in dem Lustspiel von Schmidtbonn, „Die Schaus p i e 1 er". Donnerstag den 30. d.M.gastiert K r a m e r und Adolf We i ss e in den drei Einaktern von Felix Salten „D e r G r a f" — „De'r Ernst des Lebens“ — „Lebensgefährten“. Diese drei Stücke gelangen Freitag uad Samstag zur Wiederholung. InderRenaissanceböfine geht heute und die folgenden Tage, 7 Uhr, „Der Werwol f" in Szene, Mittwoch wird zum erstenmal „Der Mann, dernicht Neinsagen kan n“, Lustspiel von Felix Dörttann, aufgeführt und an den folgenden Tagen wiederholt. WIENER MORGENZSITÜNG Dorotheum (Versteigerungsamt) Wien, I., Dör.otheergasse ,17 22, 327. Kunstauktion Alte und moderne Gemälde, Miniaturen, Zeichnungen, Graphik, Kunstgewerbe, Kunstmobiiiar. Schaustellung noch heute und morgen, Sonntag . von 10 bis 1 Uhr: Versteigerung von.Montag den 27.März bis Freitag den 31. März 1922, ab 3 Uhr. 32Z. fCunsfayfttion Sammlung um litoir SnnstgeieliFten Italienische Kunst des XIV.bis XVIII. Jahrhunderts. Hochwertige Skulpturendarunter Arbeiten des Jacopo della Qüercia; Bartolömeo Buon, Domenico dl Paris, Pyrgoteles, Alessandro Vittoria, Antonio Gal. Älte GemklÄe, darunter solche von Francois Clouet, EHsabeta Sirani, Lorenzo Garblerl, Sebastian0 Ricci, Alessandro Longhl, Molenaer, Pierre Mignard etc. Kunstgewerbe der Antike, der Renaissance und des Barock. Versteuerung Samstag, 8. April, ab 3 Uhr nachmittags. Reich illustrierter Katalog zti K 3000 über Verlangen. AnRerordenüleha JUWELEN- UND SILBER-AUKTION am« FrOfiJahremssn Alte und neue Silber- und .Goldschmiedekunst, Brillant- und Perlenschmuck, Boutons, Ringe, Armbänder, Broschen, Bfjoux, verschiedene Uhren, außerdem Alt-Wiener Silber, sowie Gebrauchsgegenstände aus Silber und Chinasilber wie Tafelgeräte, Kaffee-, Tee- und Riuchservices, Serviertassen, Kannen, Jardinieren, Girandolen, Leuchter, Tafelaufsätze, Dosen, vollständige Besteckkässetten, einzelne Bestecke ti. s.w. Schaustellung: Morgen, Sonntag, von 10—1 Uhr, Montag den 27. bis Mittwoch den 29. März von 10—7,6 Uhr im Karl-Saal, I. Stock. Werstelnemno von Donnerstag den 30. Märe bis Samstag den t. April und Montag den 3. April, ab 3 Uhr nachm. Im Karl-Saal, I. Stock; Filmschau. Berliner Filme. Von Dr. Konra<| Marli. Die zweitgrößte Industrie Deutschlands, wie sich die Fiimleute gern nennen hören, ist auf nichts so stolz, als auf das unleugbare Interesse des Auslands an ihren Schöpfungen. Ausland bedeutet hier eingestandenermaßen : Amerika. Man verschweigt vielleicht, daß bei dieser Wertschätzung nicht allein; künstlerische Erwägungen im Spiele sind. Der deutsche Film ist billig, wie die deutsche Mark. Selbst.die phantastischen Kosten großer Ausstattungsfilme zähileai nicht,. wenn mam die Möglichkeitsieht, in STehntausendeh 'von' >'inovies< Dollar dafür zu ernten. Deshalb gibt es vdn der allmächtigen >Efa«~u*iid >Ufa« bis zum kleinsten Outsider, der im einem Winkelatelier mit ergattertem*-Kapital sein Kolportagedrama dreht, keinen Unternehnier, der nicht in seine Kalkulation die große. Hoffmidg auf Jdrühen< einstellte. Man hat erst allmählich einsohen gelernt, daß diese Blütenträume nicht reifen können. Die große- Menge in den belagerten- Bureaus der amerikanischen Einkäufer, hört nur zu oft das unerbittliche: >Not for out market«.. Das deutsche Gesellschaftsstudk, wie überhaupt alles, was den deutschen Ursprungsort deutlich verrät, ist vorderhand von der Verwertung noch ausgeschlossen. Nur Kostümfilme, wie s-Dubarry^, »Anna Boleytt«, »Lady Hamilton^ oder der expressionistische »Caligark ha'ben Zustimmung gefunden. Ihnen reiht sich jetzt der .neue Lutbit-scli-FHm 'an. der bezeichnenderweise seine amerikanische Uraufführung vor der deutschen gefunden hat. . j »Das Weib des. Pharaoc ist die neueste Leistung des jungen Ernst Lubibsch, den man Tn allen Belangen den Max Reinhardt des Films nennen höhnte. Gleich seinem Vorbild ist er schon davon ab gekommen, in der Disiziplmierungskuiust der. Massen allem sein Heil zu suchen. Wenngleich er noch immer Vergnügen daran findet, gelegentlich Tausende von Komparsen über die Bildffäohe strömen zu lassen. Aber wertvoller scheint was er für den inneren Rhythmus des bewegten Bildes getan hat, den harmonischen Ausgleich zwischen Ruhe und Bewegung und für die straffe Einordnung des Bildmäßigen in den dramatischen.. Hauptzweck. Bei den Berliner Aufführungen hört man eine, von-Künneke komponierte Begleitmusik.. Sie läßt, indem sie das technische Problem der Bildbegleitung' einwandfrei bewältigt, erkennen, daß dem gut geordneten Film an und für sich eine geheimnisvolle, innere Gesetzmäßigkeit innewohnt, die durch Musik verdeutlicht und zürn Bewußtsein gehoben werden kann. Die. Amerikaner sagen, daß auch dieser Film ihren Ansprüchen nicht genügt, weil die H an dl ungsf orbschritte nach alter Manier zum großen Teil »n den Bildtiteln stecken und sich nicht aus den Bildern selbst ergeben. Auch dieser Vorwurf mag in der opernhaften Technik begründet sein, die das tafeschltehe Geschehen gerne durch kurze Meldungen und Rezitative festste’lt, die Gefühle aber statt in Arien eben in Bildern, sich , auswirken läßt. Keinen Anstoß dürften die. valutastarken Auftraggeber aber an der kinomäßig naiven, wenngleich mit berter Präzision, gebauten und durchaus nicht langweiligen Handlung genommen haben. Norbert Falk, ein Mächtiger im Ulltstem-Hause, hat sie. gezimmert, zuweilen mit starker Berücksichtigung, der »Diehstbotentheorici (Filme sind nicht nur für Gebildete, sondern für Tausende von Dienstboten usw.-): Ihr Kenn ist die Liebe des in seiner Pracht und Große einsamen Pharaonen zu einer Griechensklavin, die'er. zür Köivgiu erhebt.-um derentwillen er sein. Reich in Krieg verwicke’t und selbst den Thron verliert. Jamnings ist dieser Pharao, ein starres, steifnackiges Götzenbild, das sich im Ung’ück rührend vermenschlicht. Dag'ny Servaes erfüllt den Zweck ihrer Rolle, schön und griechisch anzusehen. Pharaonin 13t sie wohl nur nach der Dienstbotentheörie. Ausschlaggebend aber sind die' Phantasmagorim, die Lubitsch mit seinen Architekten aus den Gestaden des Woltensdorfer Sees hervorgezaubert hat. Himmel- 25. März 1922 Seite 9 ■■T'.'. ---- - —— — —- ->- — - ragende Bauten, Schlachten im Wüstensand, fackek durch glühte Nachtstücke, Prunksäle und Kerker, Aethi«; öpier- und Aegypterzüge, kurz das ganze Bilderbuch' * dieser glücklichen Kunstgattung, d'ie das Vorrecht hat, 7 ihre* Mittel aus dem Vollem schöpfen zu können; weil . dem Vergnügen einer unerhörten Zahl voaj; Menschen dient. < ." Die Ausnützung des Tiefstandes der Mark zur Ver*< , bliliguing der ausländisch en Filmiversorgung geht zuh; weilen auch in der Form vor sich; daß. fremde Regisseure i äüf deutschem Boden ihre Produkte her st eilen.':. Ein f Beispiel dafür sind »Die Gezeichneten*,' na:cli dem Win an von Aage Madelung, deren Erfolg viel von sich v reden machte. Der Skandinavier Dreyer hat ihn mit einer; ArizaM russischer Schauspieler, deren es derzeit niobt! wenige in Deutschland gibt, aufgenpmmeji. Die litera-, fische Vorlage,, jene nordisahe Einfühlung in’ ein’a^tzw bascheffmäßig gesehones Russen- und Judentum, hat ■ sich wohl aus Zensurgründen manche Streichung1 ge-i fällen lassen müssen. So unterblieb die krasse Haupt« bejasttmg der Pogromleute, die im Bilde allerdings .fjichili vifiederzugefoende »Schaffung« eimes Ritualmordfalles< Afi ihre Stelle tritt ein hübscher Bildtitel. Der Zar hat eiti Freiheitsmanifest erlassen. »Wenn die Russen Unw Lüge veranstalten-, dann wissen, die Juden, was das zt( bedeuten hat.« Das Ganze ist ein fesselndes, in den Auf-, fufiTsszenen ergreifendes Filmwerk mit gut gesehenem! Milieu. Wäre nicht der kitschige Russe Gaidarow,- eine Filmschönheit übelster Sorte, mit einer Rolle be^ dacht, man könnte , es uneingeschränkt loben. Bemerkenswerte Auslandsbetätigung liegt auch ins Fälle des »Fri’deri"rus Rex« vor. Zu diesem Film, der gleichzeitig in vier Theatern läuft, wandert jedermann, dem ein gut preußisches Herz im Busen schlägt. Man spendet demonstrativen Beifall, wenn Fritzens Grenadiere in unvergeßlichem Stechschritt über die Lejnwaind marschieren. Exzedemten, die eines schonen Sonntags auszogen, um auf dem Kurfürstendamm eine kleine Judenhetzte au vratistalten, entblößten vor dem gifiandenbekränzten Kino ehrfürchtig ihr Haupt. Es ist' das größte Geschäft des Jahres. Der Mann jedoch, der dieses dem deutschen Volke gab, heißt — Arsen vonj öslrepy. _ ■ Schachchronik. Mitteilungen der Schachsektion Hakoah. Partie aus der Meisterschaft (29. Jänner d. J.). Deutscher Schachvercin—Hakoah. Weiß: Richard Schwarz. Schwarz: Ing. Gerbec. 1; e2-e4 e7—e5 12. Ddl—62 h7-h5 L Sgl—f3 Sb8—c6 13. Sf3—L4‘) 0—0—0 3. Lfl~c4 Lf8—c5 14. 0—o*) 67—65«) 4. 62-63-) .67-66-) 15. e4Xd5 Sf6Xd5 >5. Sbl—c3 Sg8-f6 16i Tal-elO g7-g5») 6. Sc3—e2 Sc6-a5 17. Sh4—f5 h5-h4») 7; Lc4-b3 Sa5Xb3 18. Sg3-e4 ' Kc8—b8 8. a2Xb3 Lc8—g4 19. Se4Xg5 Td8—gS 9. Se2-g3 c7—c6 20. SgXfT - Sd5-f4 10. Lei—e3 Lc5Xe3*) 21. Kgl—hlw) h4-h3 tl. f2Xe3 Dd8—b6 ... .. Stellung nach dem 21. Zuge von schwärz; mm. iJi MV 1 W * vM a b c d e f g h 221 g2—g3 Lg4Xf5 26. e3—e4 Ld5—e6 23. Sf7Xh8 Lf5—e6 27. Dd2—c3 Le6—g4 24. g3Xf4 e5Xf4 28. Dc3-e5f Kb8—a8 25. TflXM Le6—dof“) 29. Tf4Xg4! aufgegeben. k Glossen zur Partie Schwarz—Ing. Gerbec. /T 7 Weiß wählt eine solide Eröffnung, wo es vorläufig keine Opfermöglichkelten gibt, was schwerlich nach dem Geschmack seines Gegners gewesen sein dürfte, der als vor keinem Opfer. zurückschreckender, verwegener Angriffspieler bekannt ist. 8) Hier scheint sofort Sg8—f6 stärker, um unter Umständen den d-Bauern gleich zweimal vörzustoßen.. 8) Macht dem Weißen die f-Linie frei; deshalb wäre Sdi7 vorzuziehen gewesen. *) Verhindert das weitere Vorgehen des h-Bauern auf mechanischem Wege und droht zugleich Sf5. •■■T 8) Weiß fürchtet den kommenden Angriff nicht, *) Hiedurch gelangt später der Sg3 auf das wichtig« Feld e4. .; Da der a-Turm derzeit auf der offenen ' ä-Reihe f nichts ausrichteh kann, deckt er lieber mit diesem den aa-?v Jferiffenen e-Bauero. ®) Zu gewaltsam gespielt, wodurch zu den vorhanj 9|nen Schwächen sich noch neue gesellen; hur dadurch " Verliert Schwarz. Besser wäre doch noch Td.7 gewesen. -Xt ") Treibt nur die gegnerischen Figuren auf bessere Plätze, ohne selbst Angriff zu erlangen. AV ») Nun steht Weiß nicht nur sicher, sondern hat auch köch starken Angriff erlangt; es droht außer SXT.hS auch -:!5ke5 und TXfA u) Auf Tg2 folgt nicht Tf2 wegen L<J5 l sondern Te2 ühd der Angriff ist abgeschlagen; hier hat Weiß allerdings feinen Turm mehr, womit die Partie erledigt ist. Ing. Gerbec ist ein feiner Kombinationsspieler, aber manchmal, so wie hier, spielt er zu gewaltsam auf Gewinn, opfert unkorrekt und kommt dadurch in Verluststellung. Herr Schwarz hat diese Schwäche seines Gegners vortrefflich ausgenützt. Anmerkungen von Hermann Weiß. . Meisterschaft. D. S. V.—D 0 n a u s t a d t: 14:0 -}- 1H. Ar beiter-Schach klub—-Süd - O stt 1 15:0. Nicht weniger als sieben Spieler von Süd-Ost waren!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.