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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-25 · Heft 1133 (25.3.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1133 (25.3.1922)
Date
1922-03-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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%eTfe"5 Wien, sarfistäef W'llI l'T Eft* LT. März 1922 ffr.Vi.3J Italien und Genua. F. Wien, 25. Märe. Des* tvdue italtorniigche Asußeftminuiiater Schanker hart im der Kammor seine Pnogratmimirec!« gefiailfoen. W etnu rmm ran den üblichem sehen IWnK’ftuigen aibs-taht, die im d‘or Red« einen weitem Ramm ekißehmeiV so i<->t das Wcsenttltahe-in den Erk'lärunigen Schämens über <tas Veafoiltnis ftalienis zu* kleiner. Entente* und speziell au Jugoslawien! ru suchen. Pie fiaszisr.iLdbein Exzesse ran Fiume, durch welche* der Weg d*er Anbahnung eines kor- Sekten Verhältonistsos zu Jugoslawien jäh unteir brachem wurde mrad «dlite mit auf das Koniflo von Schsr.r.Äc-rs Vcrgänger dteMa Torrstta ru buchen tzrmd, cesser nationaiUstdisdhe Pouitik den Faszi$inu> indEreiet begünstigen mußte, hahüi Itnlcen ernete. •Veriegenheitem bereitet, welche in ailden 'huihiger“ denkenden Kreisern totCuaft bedauert we-ritton, und die Eule öTurigen des Aufienimdmistera, welcher die »Nut* wciwl^keirt der D'usrchfü'hinang des Vertrages von Rapavio. der di*? Uu*2»blhäng*ig»keiit Fiumes enthält, mH aliler Deutlichkeit unitearsöricfa’, wenden wühl geeignet «im, die Eräediiigumg der Isimgen Affärein günsiägem Sinne au jjirälfudiietren-. Italien ist an dieser Frage unnisonieihir tnitemesisremb, als von -dem ‘Verhält/ms zu Jugoslawien auch jenes zur kleinen Entente bedingt fct und man gemadie m 'dieser Hin* sicht vieles gutzuanachem halt. Die umgas<chtC'kren IJöbcrrascbuugsmauävw delilia Tcmneiütas, sein Lieh* äugeta mit Ungarn und sein Auftreten gegen Oester® reich, das bei dem YetrhamdSiungen von Venedig 'übemann? deitfili-cn wurde, heit im Prag und Belgrad den denikibar ungünstigstem Eindaudc gemacht' und die Wirkung diieeer Balitiik ist audh im Rom nicht unbemerkt gebl toben. Auis den Erfklänungen Schamtzens' geht dia» Bestreben hervor, dne Extratouren dielila Tcmrettas vergessen zu machen und sich wieder auf gm.cn Fuß Lur Jöleimen Entente au sftelilem, deren Zusammen bang" dfumdh die letztem Ereignisse, niur gefestigt Worden ist. Des Versuch, die Grenrairagen aukzupolton und düs Verträge im einemfür Umgarn günstigen Sinne zu revidiierer, der im Venedig unterßorrumen worden ist, holt dtie kleine Entente ent* ädiieden am die Seite Framlkireidhis gedrängt, und die Je taten Besipred! uungen vom Belgrad tund Rneßhurg sowie die Verhandhungern Benesrih’ in Paris sibeheu deutlich unter dem Z-eitdben dier fnamizösischen 'Orientierung. Itakern mußte .stob schon vor ge raumer Zent vom der IMiuisöcm, eine wintechtaif tische iVornlachtsteftki/ng in M ittelenurop-a zu erlangen, ver- Blbscbiediem.. Es tot jedoch eine Lelbensfnaige für das Land, das sm R^Htoffem amm und auf einen regen &locmojm»3chen W edhi e! veirk ehr miitt dem' Nachlbar* ländern angewiesen ist — im Gegensatz zu Frankreich, wo die wirtec^'&fMdchem G'riuvdiliaigein gätiiz&h andere sind — zwnimdeßt gute Beziehungen zu Minieil- und Osteuropa zu pflegen; t»nd'dtliöse- Sdlimßuehtt hat au»? dem letztem Mi/ndsterreden deutlich demvorgLklrm^en. Auch sonst ist das Verhältimß au Fmankfeich teaz aller korrekten Beziehungem vom wafarer Hemzüdukeit weit genug entfernt. Die eigenen Iotemesisem 'düktrieren dem Lande ein« Point 1k, dve mat der Frank* cPeicbs moht im Eimiklemg bleilbem komm, und wafirend smon im Paria biutore Betrachtungen darüber hören kaum, daß es Schaume in Washington gelungen Ißt, Fnanikreipbs Streben’ nach dier Varmaich.cotelItung Lm Mittelmeer (ahimijsu/legen und das mamitimt Gleichgewicht für Italii-em zu emreidhem, erkemmt man Sn Itoliem mit wachsender Klarheit, daß di:c wijiteohaftlrdhe Niedenba-ltumg Deutsici’-diarndis anticih Italien tauf? schwerste trifft — eine Einsicht, <Me Exrpremier Mvhi, einer der schärfstem Krkilker des Vertrages von Versailles, jüngst mit der größtem Deutl'kl’fodt aiam Aus»dsruck gertvracht hat. Es fee ad o wrf iliverötondenes Eigenimtercsise, wenn dlie Regf'emumg Italiens alles dazu tut, o»m die K-cmfeircntz vom Genua zu sichern, der morn im Rom rnüt der größten Erwairttsng entgegen», «ieh-t um»d von' wefelhier man einen Ausgleich in dem wirt&dhaftüiichen Fragen Empopas erfnofft, der «utdh Itzsiliien. wo die aiWgemcime Krise und Anbeits*lo«igfkeiit im Wachsen ist, freund1- Üchere Aussichtsn eröffnen kömmt«. Die Wdiche SteWung m der Frage der Samlk- Tonern sowie des gamizen Systems von Vensöiilles bat euch die erste Brüche zwischen Sozi'iailis-tan und KathuVikon geschlagen, dem beiden stärkstem’ Pa»rteeiem im der Kammer. Dass Vertan gern mach eroven lAnmänerung macht siiclb ta suzialiat-s ehern ’ Kreisen «die m eimior-pmiitiveh Politik übergehen möchten;-seit Jüngerem geltend» und da der von Moskau Jmsjpi- Biierte Radikal! ii rmus zurüdkigedrängt ist und bei dem kaitholrisdhem »Pcpolari«- die limfke Rtchtumig die iObetrf'iamd gewonnen bot, mag dias eben im Cremotha geschlossene Ldks'hfokomimiem zwischen 'beiden Gmuipipen beinahe als erstes Anizeichen einer »pdl'iitil* Bdhem Orientierung geltem, die ein <pd'iib!rches Ereignis erster Ordnung bildern würde. Es ist miicht au verkennern, daß diie Pcipoleni, welche einte wiirlk- 3iohe Volksipartei sind, die be^ ’Öhrer kaiihdltischem Temderuz in vielen Hinsichtern sozial! , recht ttnÜd*- »teht, mit dem SoznaiHstem tn^ndiön Berühmumig3* pumkt hatten: Zunächst ihre Gegmersa’uaft gegen den Flieden von VemseiMes-, gegen dtie Großagrarier und gegen wirtschaftliche Reohitfon, Ühire Fond«- rüng nach einer Völlkerven nhmung um»d dem Aurbau «ier Gewerkschaften, aber auch die GegTreinsohaft gegen den Fa®zfe,n)UB, der im letzter Zeit auefi die DPOpoliaci mit seievem Attackeni bedenkt, und so geeignet sein komme, len Pakt zwiis-cHem beiden Pa«rteäeii zustoiadc zu bringen, welcher nAchit nur nach (Von unserem Londoner Berichterstatter.) London, so. März. Im Unterhaus rechtete am 1Ö. d. M,■ Viicoticit Ciurzoji am den Mimiisiter* .piäsi'demtem die Anfrage, ob di« Regierung die Ab* sieht halbe, in Palästina ein Midiolvailheim für die Juden zu etnridhHem, wemin ja, ob die Regierung, bevor si« einen solchem Entschluß faßte, auch du. Kosten eines sc-üchen Uintermdhimenis «berück» siichtigt^ habe. V-iscciumrt Guinzon wollte fernen wissen, welche Kosten eime solche Poliöük gegemwärtig dom Lande venumsaoht umd oh diese Pdibife unter Eon Umatamdien ihnt dom $pa»rsaimikietiib.|ptranizip verteiinibadiichsei. (Niaimems der Regierung enkJairite dier Koltcmiioilmxm»ster Churchill, daß der erst« Teifl der Fragen zuBtimmemtd -b«amrt womtjet werden komme, da dfe Regie-ruing tatsächlich emfas'oblosj.cai sei-, in Psilästma ein jüdisches Nationalheim zu errichten. Die Pafiütiik der Regierung wtvrde. wie dam Hause ibd-aammt' ist, in dem Briefe niedargalegit, den B a 1 f o u. r« im N-crveurber 101.7 2m. Lord Rotbsdhiilid getniditeit haivte. . Die Gründe für dfie EmitsKfitlhießung m einer so’-dben Pcilt'ik köranem durch Frage und An« woirt nacht erschöpfend emgegebem wordteui. Be* züglich der Kosten verweist der Minister auf dias dem Hause vorgelegte Budget. Im O b e r <h a u s -befaßte sich Land Raglan im einer Interpeltaui-on am dee Regierung mät dem Plan dies Ingenieurs Ruth enberg zum Ausbau der Wasserkräfte in Palästina, B<r fragte» oEr der Plan vom der Regierung •bereit» sanifk-üiomient sei, ob «r die Zustimmung dq* Gnumdbesi't'zer erhalltem hebe und oh die Regierung dlie Aufühmumg des Pli^nies foanßroli!ii.ere. Im Hamen der Regierung aaitwöntetc der Duke o f S u t h e r* 1 a n d, daß Ruth anher grobe Projekt (über das diie »Wieuer Morgen?eltung* de« Öfteren eimgebentd berldiftet hat) sm diae best«, das vnm jüdiiscfior Seit« bisher vorgetagt wordeneeh. Seim Ham huzwedc« vor aUiem die Bewässerung des ganzen Jordantales. Die Regierung liehe afls V«orau«sßet,zumg für die Erteilung der Koneession vom Hemm Rwthonbeirg •die Bildung einer GeseiJscheft mc'tt eifircm gewiissen Minimialkaipitail vanlarngt. AKle ReguHerujugem und eom»stigern Arbeitsipläne sind an düe Zust.irn.mumg der palsstiimetvasjchein Regkmumg unter Mitwirkung der Zionistischen Organisation (Jewäsh.Ageiicjr), wie dies im Pafläsitina-MamdQit vorgesehen sei, gebunden.. ln der Konaestsion heißt c^. awsdrückiich, daß dis Geßeillisehöft m>it keimen a^teu großen Prnfliten ambaiten dürfe. Diie Regienumg höit die Mdg'ö.-hikici't, alle Preise für die Benützung der elektri» oh-en Kraft zu kcm'tffol'>ierem. Das gantze Untornehnicn wird rniiter sftre«igi£«.er Kontrolle und Aufsicht der pdä- # stmeuptfichan Regierung, s'ehern. Die em gliche Re* giemng diabe audh gair keime finamiziell« Veranewor* tumg bozüglficb de-. Edoäges "diieser Pl&ne iibcrnommiem>. Zu bememketi «ei, daß dier gatnze P'an sowohl vorn dei Regienumg Palästinas, atfts aauob von. ICx'jK'Ttem im Kalen ialmiimlist er ium geprüft mrwl ebenso die Recbke der Gruintdc-igemtümer Jer Län- ... 1 111 im I 1 iinTnniiuriniwimtiwmiini im—im »iiiwimi derden in d^teeem Gegenden gsrchükirt wundetk Allerdings halbe morn dne direkte Zu»: immung de« L&nideref«be»it®er nicht eimgeholt. Für joden F^IS wäre . featzuisiieJleti, daß sow^jy dfie Regierung ein auch d-ie Verwailbumg und dae E in wob ncrscäiaft Palästinas min der Ducchifübnuing d^escb Plane«, der vom, tngemei-n großem Nut een hr das Land sein wird, zufrieden semkömwe. Es liege im Iinioeresoc der Bssätror der Lsrndterdion«, die Durch« fühöiimg dHo «s Plmmes nicht ru stören, obewisowenig wie scimemzeiit beim Bau von - Eisenibaihrwlmioti. Die Regiemumg werde auefh auf keimen FM eine Störung zuilia&sen, weil der Rutf.^enbergsche Pkm seIhr viel Gute« für ganz Palästina bringen wird» Auf die Anfrage Ix>nd Raglans, ob man d*M Läfndctre'.I^et&itzeim ge itiaibtiem wind, vor einem Tri« 'bumcll zu emrlieinert, oril-tlärtte der Duke of S h u t e r I a n d, daß er wegen dijoser Frage ent« «ptrechonde Inforinaitiitontem ein betonmüsse. Bezüglich den- Besiöbäftigtiing von Artbei-tenn bd diesen Projekten enfklärte er, daß dort eibemso jüdiisdhe wie auch afaibische Arbeiter bestehäftilgt wenden saliton. Aufgabe der Regtomung wimd os »ei-o, dtie Onclktung aiuifirecth-t au erbaßtem. umd die Gebäude gegen ov<entuclk Lcborfäile au bescbü'tizem. Diesbezüglich silcitd int der Abmachung spsrislito Vorsorgen ge* Proifen wondsn. Angebliche vnstimmlgKÄten zwischen Herbert Samuel und der englischen Regierung. London, 21. März (j, C. B.) Im ZueamnemJhcmg rillt dem Dementi über dlie Vorsethiliimuierumg .juta Gosumdl'.-ijöit) «Lusfand S.iT Herbert S a m u e 1 % veirzetohmet die »Pall Mali Gazette« das Ge* rüdhK, daß das ttorfbleibem S>ir Hedbort Soirmwals 8ra nahem Osit»an wa»limschei*n/l»iicih von Itaanzer DOmor seist wind. »DaLI^ Stotseh« erfäiknt, <ftaß nvisdhem Heribert Satmuel und Mr. OhiuirChj.'lM emsfl-kibc Differenzen im bezug stuf di« ipnlä9timen*siisdhe Genid»a»rmerte aufgeti:«nicht seien. Sir Herbert Samru-el -bdl'Jaiutpteit, er ha-be keime Fonds au seiner Verfügung, und dfie SdViajffumig der Gondteimvarie sei suiÄscfMeßlirch 01.ur* dhilUts Wenk gewesen. Mt. Ohunoh»i|tl dagegen steh« auf dem Svannifpunikit, daß dtie Geiudiainrner?* nur Palä* ntiina a-ngehe untd der ReichsRrf'.ato antßerstamidie sei, dntose Last zu tragen. Mehrere zdcm-Wdi Kfi/'nft wnliaufeme K a'himet-tistsi fc^nmgem Shiaibem sAdb angdbiUcfe mit dieser Frage beschäftigt. Verhandlungen zwischen Zionisten und Arabern* * Berlin, so. Mämz. (J. C. B.) Der Präaktom: der zion.istii clhen Welrtorgamisaitiiion Dt. Chafm W e i t s« man n dürfte von der Aiktioni^koim>i'teesi tzunig direkt mach London zu rückk ehren, um im neuer feil« Ver* hamidkmgein mit der airafniod-ien Delegation öiin»za> trefert. Ric.hr er Rosen blatt wird ihm riech London begleiten, um am dtie<sen V erhanvd'lungeu maimonts der amerikam^isdien Zi-anntstem teltaumdhaneBN Reise Lord Milners nach Palästina« London, sP Mira. fj. C. Ö.) Wie die «Ps>R MfiiW Ga>zette« meldet. H Lord Milmer neefit^ Palästina all »gereist. (Land MWnar führt« be-* km,mi! idh dii« U-ntensuchumg in Aegy»pt>öii t«ad auf Grnumd aeiimes Bpnicbtes sind im der britischem ItolltiOf betreff« Acgyip'tmv einscjimeidon« Aciuderungon vorgCTiommieii worden.) innen, ncmd&rn awcfh atußenpohitkeh bedeutienide Wir* kungen sudlösen könnte. Die Konferenz der baltischen G. — Vom 7Z. bis zum 17. d. M. tagte in Warschau die Konferenz der baltischen Staaten, an. der Fimrland, Estland, Lettland und Polen teilnahmen. Litauern nahm infolge der gescannten Beziehungen zu Polen an der Konferenz nicht . teil Es waren nur jene baltischem Staaten, die aus den ehemaligen Gebieten Rußlands hervorgegangen sind, vertreten, da unter den Teilnehmern einealte raltisehe Macht, Schweden, fehlte. Wenn man berücksichtigt, daß Polen ebenfalls keim baWschsr Staat ist, so kann diese Konferenz nur als eine Zusammenkunft der Stf'kzessionsstaateu des ehemaligen russischen Imperiums bezeichnet werden, und es handelt sich in der Tat lediglich um die geme’m'samen Interessen der auf den Trümmern des alten Rußland neu entstandenen Staaten. Vor allem ging es um die Regelung gewisser wirtschaftlicher Fragen, die mit der bevorstehenden Konferenz in G e n u a in engstem Zusammenhang stehen. Polen hart das lebhaftest» Interesse, die um die polnische Republik gelegenen Randstaaten an sich zu fenseln und sie auf keinen Fall in die Arme Deutschlands zu treiben, da begreiflicherweise diese Staaten für Deutsch'and eine ungemein 'wichtige Rolle als Durchgangsländer nach Rußland »pielen können. Es ist auch als sicher anzunehmen, daß Polen ln dieser Hinsicht ausschließlich als Exponent der gegenwärtigen französischen Politik gehandelt hat, die an der Schaffung verchiedener Ententen* und Allianzen unter ihrem Schutze da« lebhafteste Interesse hat. Frankreich will auf diese Webe seinen politischen Einfluß womöglich auf ganz Europa, hauptsächlich jedoch auf Osteuropa ausdehnen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Polen für diesen Dienst von Frankreich als Kompensation so manche wertvolle Konzession in der Wi’nacr und ostcalizkchen Frage erhalten wird, fn’fe es gelingt, den Widerstand Englands zu besiegen. Für jeden FaH war es eine kluge Idee des gegenwärtigen Außcnmiutyer* Skirmunt, die baltischen Staaten auf der Grundlage der gemeinsamen Interessen an Polen und somit an Frankreich zu binden Auf dies« Weise hat Polen die Rolle eimer Vermittlerin zwischen der großen und kleinen Entenw« einerseits und den Im Norden gelegenem Kleinstaaten andererseits übernommen. So wird Frankreich mit PW Polen® und der kleinen Entente In Genua über einen Block von Staaten mit über 80 Millionen Einwohnern verfugen und deren einheitliche» Vorgehen veranlassen können. Wer weiß, ob dann Frankreich nicht mit Hilf« dieses. Blocks d«f englischem Politik so manchen Streich wird spielen wo'icn. Für jeden Fall war « ein schwerer Fehler der englischen Staatsmänner, daß sie den Zusammenschluß der* kleinen Entente mit dem Block der baltischen Staaten unbeachtet pekssen und nicht m dieser Hinsicht initiativ eingegriffon haben. Po’ert seihst hat auf diese Weise in wirtschaftlicher Hinsicht eine bedeutende Sicherstdlung, seiner Inten* esseanphären sowohl in Mittel ak auch zum Teil in Osteuropa erzielt Polen wird auch in Genua mit stärkerem Nachdruck für die Belastung seiner Ostgrenze» eintreten, und mit Hilfe des neugeschaffenen Blocks seine Wirtschaft'ich en Interessen heim Wiederaufbau Rußlands sich erstellen können. Durch die Konventionen mit den beiden Stfatengruipren i*t e$ Po’«n nfk,glich geworden, seine außempolitfeche Lage —- Wilna umd 0«tgali2!en ausgenommen —* zu stabilisieren. So hat Minister Skirmunt ehre glückliche Lösung für cPe polnische Außenpolitik gefunden, indem er Polen die Rolle eines Vermittlers zwischen West-, Mittel* und Osteuropa zuwies, und das Programm dös polnischen Statuttchefs Piisudskl verwirk’icht, da« «in freundschaftliches Zusammenleben mit «Wen Randstaate» unter Berücksichtigung einer Art von Hegemoide- Stellung Polen« erstrebt. Ebenso hat . er ein gewisse! Gleichgewicht im Verhältnis zu Rußland erzielt. . Wenn auch Skirmunt in seiner Eröffnungrede au«» drück!ich die Gemeinsamkeit der großen Interessensphären, d'e Polen mit den baltischen Staaten verbinden, hervorgehoben, und besonders da» große Tmeress« dieser Staaten an dem Wiederaufbau Rußland# betont

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