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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-23 · Heft 1131 (23.3.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1131 (23.3.1922)
Date
1922-03-23
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seitnr Men. 'Donnerstag wiin^“''TroiRDT5W!^mmQf‘ 23. Mfirz ,S2- >V. 1131 Oesterreich. Bethlen, der Tierbändiger. (Von unserem Bndapester Korrespondenten.) In einer der'vielen Reden, die Graf Bethlen in den letzten 'Tagen, hielt, erklärte er ganz unverblümt, daß er entschlossen seri, die Waihlan mit der Energie Ades ermordeten, Grafen Stephan Ti sz a duirehzuifübron. Und in der Tat weist alles darauf hin, daß Betfilem dieses' Versprechen ganz 'und gar einlösen wird, denn er übertrumpft in der Wahlmaohe selbst Stephan Tisza.. Bevor die Nationalversammlung ohne. Wahlgesetz. aufeinander ^getrieben, wuirde, hatte es den Anschein, daß Bethlen und ,mit ihm Hoirthy .noch «vor den Wahlen weggefegt werden 'müssen, weil, wie damals ein intimer Anhänger Bethiens in einer Rede «ich ausließ, alle Bestien losgehen werden, uni den*Christlidhetn Kurs zu. erwürgen.. Bethlen hat sich jedoch durch nichts einschüchtern lassen, er wußte ganz genau«, daß das Mandat ein so fetter Köder ist, daß . mit ihm auch heute noch in Ungarn jeder Schrei er ge wonmen und jedes Prinzip zum Kapitulieren gebracht werden, kann. Bethlen hat sdohi hoch vor Zus>tamdekom-mem des neuen Parlaments bereits eine VVahlkoalition geschaffen, die eine Vereinigung der mandatshungrigen Anwärter darstellt- und der Zahl nach schon heute so mächtig ist, daß Bethlen und seine Mitarbeiter ihre ganze Findigkeit aufwemden müs-sen, um du-rctf eine e n t s ip,r e c h e n d e W a h 1 *k r e i se i n te i hu ai’gjatl diesen Mandatshunger stillen zu können. Die SchwierigUceit liegt hiebei -nii«cht so sehr in der topographischen Abgrenzung und in der Notwendigkeit', Zwergbezirke zu schaffen, sondern mehr noch dariin, daß diese. Bezirke politisch und ethnographisch ®o gestaltet5 sein müssen, daß sie Jeder Gruppe der Koalition die^ ihr'zustehenden Mandate sichern. Bethlen muß nun das Kunststück zuwege bringen, Bezirke mit . ex tre m -ajitisern i t ischer Majoritä t, solche mit a g r a r - d e m ok r a t i sehe r, andere wieder mit liberaler Majorität und sogar solche mit sozialistischer Majorität heräuszuzirkeln, weil ihm sonst die Koalition leicht in die Brüche, gehen 'könnte. Audi einen Bezirk mit j ü d i s c'h e r Majorität muß Bethlen schaffen, denner ließ sich von. seinem Gesinnungsgenossen, dem bisherigen Kultuspräsidenten!Franz Szeke ly, dahin informieren; daß dieser als ‘Listenführer in einem gut abgerundeten Budapester Bezirk sicherlich der Regierungspartei eine Majorität’bringen würde. Das ist der einfache Grund für die unerhörte. Erscheinung, daß das Land mitten im .Wahlkampf .steht, .die politischen Gegensätze bereits hart aneinander geraten sind und das Wichtigste bei einer Wahl, die Wahlkreise i nteil tr ng noch immer nicht zustande gebracht und veröffentlicht werden konnte. - Bethlen wurde der Tierbändiger genannt. ‘ Es soheiht jedoch, daß es mit dem Bändigen noch seine guten Wege hat. Die Horthy-Bethien-Regierung häjte sidh zu. dieser Ralliienmg der einender widerstrebenden Richtungen niemals verstanden,, wenn sie nicht täglich-Beweise dafür erhalten hätte, daß die christlichnätionale Pogrompolitik dem Verfall mtgegengeiht und täglich mehrere ihrer Säulen verliert. Besonders tiefen Eindruck hat die Haltung zweier katholischer Kirchenfürsten in den letztem Tagen auf die Regierung machen müssen. ' Der eine ist der Bischof von Veszprim, Dr. Ferdinand R o 11>; der 1 wohl nicht zu; den vordersten Kämipfemn der Politik der »Erwachenden 'Ungarn« gehörte, aber dennoch all« Ausschreitungen ohne Widerspruch duldete. Heute sieht er bereits die Zeit gekommen, in seinem Fastcmhirtcnlhrief dje Politik des Hasses off-erutlieh und mit vollem Nachdruck zu verdammen und den Bankrott des christlichinatiomalen Kurses zu verkünden. Er schreibt u. a.; »Heute kommen die zu Ehren, die Unruhe schüren und Unfrieden stiften«. Ich aber sage euch, verdächtig sei; euch jeder, der den Haß verkündet, Kein wirkliches Christentum ist in dem, der den Haß predigt und gegen .seine Mitbürger atu«freizt. Er mag den Christenmamen im Munde führen, aber sein Herz ist bar der Seele Christi;« Auch das Veszpri-, mer Komi tat war in den letzten, zwei Jahren nicht von den Heimsuchungen der Detachements und der »Erwachenden« verschont. Noch größere Bedeutung kommt den Erklärungen des gefürchteten utnd berüchtigten Bischofs von Stuhlweißenburg, Dr. Ottokar Protoaska, zu. Dieser katholische Kirchenfürst, der sich schmeichele kann, dtie ganze Pogrombewegung. durch die blutrünstigsten Reden auf der Kanzel und in Versammlungen mit dem Kreuze in der Hand geschaffen, gezüchtet und gestärkt zu haben-, der sich stets dessen rühmte, daß da« ganze Heer der bewaffnetem Studenten, 'der unvorarotwörtlichen Elemente, den Detachements seinem ■ WLinke folge, der dazu mtöcti der gleißnerischtste Redner.ist, den. die katholische Kirche aufzuweisen .hat, dieser BiscLof Ottokar haß, seinen Wählerin, die ihm abermals das Mandat anboten, resigniert abgesagt.. 1b m ist es bange geworden um sein eigenes Heil. Die Geister der infolge seiner Hetz.pred«igteh und .Aufreizungsreden ermordeten, zugrundegerichteten, unschuldigen Jude« und Arbeiter haben ihm die Ruhe gestört. Und so sagt er «.einen Wählern:? »Das Feuer der Leidenschaften lodert jetzt in der Politik. Mag sein, daß sich di$-s nicht vermeidenläßt. Sicher aber ist, daß ein Bischof nicht für so lohe Zusammen stoße taugt, denn ein Bischof da rf kein P a r te i m an tt s e j n.« Das sagt Ottokar Prohaska. Es ist haarsträubend, ein solches Wort naoh zweijährigem verbrecherischen Tun mit solcher Ruhe ausgesprochen zu hören. Bischof Prohaska wird, wie er sagte, 'sich! in seine Klause zurückziehen, und wiü von der Politik nichts mehr wissen. Die leider größte und unerquicklichste Groteske bieten . die ungarischen Juden in diesem sebmöden Man«da«ts wähl erspiel. Politisch genommen gibt es. heute in Ungarn mit Ausnahme «einer ganz verschwindend, kleinen' Oppositionspartei, die sich um Ras s ay und Drozdy schart, «keine ausgesprochen ehrliche liberale Partei unter christlicher Führung. Das ungarische Volk mag ja in seiner Majorität liberalen Ideen zugängig sein. A'beö seine Führer wagen qs noch nicht, dieser Gesinnung Rechnung zu tragen, weil sie'Gefahr laufen würden, in den Zusammenbruch des christlichen Kurses hineingerissen zu werden. Jede Partei, mit Ausnahme der genanntem dient mittelbar oder unmittelbar dem christlichen -Kurs und die einzelne» Gruppen der Regierumgskoulition unterscheiden siichi bloß in der mehr oder minder robusten Form den DuiChführuing dieses Kurses. Der Wahlwitz Beth* lens besteht nun darin, daß er in seine Regierungsmehrheit auch liberal schillernde G r u «pp e n aufuKihrm hei denen auch Juden, soweit «iS nicht legtimistisch sind, Unterschlupf finden können. Auf diese Weise hat Bethlen den Hoftrat Franz Szeke ly eingefaingen.' In Budapest, wo heute der größte Teil der Juden Ungarns beisammen wohnt, ist jedoch dieser. Judenfang nicht glatt abgclaufenc Die neugewählte Repräsentanz der Bt> dapester KuiUusgemeinde «hat ihren bisherigen Pra- ■ sideoten Hofrat' F«ranz Szekely vollständig desavouiert. Der legitimistische Flügel unter Führung V a z s o* n y i s hat sich gegen die\VVaihl Szekelys zum Präsidenten ausgesprochen und! der Skandal wäre «noch weiter gediehen, wann man* sich nicht geeinigt hätte, die Präsidentenwahl bis zum Herbst zu verschieben. - Aber schon jetzt-hat die Repräsentanz dadurch# daß sie in den engeren Ausschuß nahezu lauter Gegner Szekelys wählte, der Regierung zu verstehen gegeben, daß die ungarischen Juden in' ihrer erdrückenden 'Mehrheit nicht geneigt seien, mit der Regierung und irgendeiner ihrer Parteien in Verhandlungen zu treten, bis nicht alle gegen die Juden Ungarns begangenen Verbrechen und Mißbräuche gesühnt umd eingestellt sind. Unter solchen Umständen dürfte Graf Bethlen auf die Mitarbeit Szekely« und seines kleinen Anhanges kaum mehr Gewicht legen. Da die Juden, obgleich ihnen diesmal sicherlich ebne gemeinsame Wahlplattform gegeben war. sich nicht zu einem einheitlichen, Vorgehen oder zumindest zur Erlassung eines Wahlmanifestes und von Richtlinien für die Wahlen haben aufraffen können, so sind sie verurteilt, ihre Stimmen antisemitischen K an d i d a t e n zu zu führen, die, wie die letzten zwei Jaibre gelehrt haben, «nach Zusammentritt des Parlaments sich wieder allesamt in der antisemitischen. Politik finden worden. Mh. Die Kredite. D«r Vertreter Fanglcmtdis ün dor Krefäli'tiatntgfebegeinffebt M«r. Youngh hat gestern oa-dh der Votiiieru-hg Idos Kredhtiverwein'dtuinigtigesetizes die Einwilligung zur Auszahlung des engiUbdban Krodlits erjteilt. Das Geld ist für Oesterreich zini itmagcmd in Ider Bank von Engitaimd angelegt und steht dOr oster- ■ reidhisicihen Regierung muimm-dbr zur Verfügung. In diertn Betriebt des frairuzösiii.icihon Kammer-- Elufssohiusses üb-etr d*i«e Kredite wird. die Stabil isiertitigder V a 1 u t a als Zweck -der Hilfs«alk!tii'oir* hezeiduniet. D«r Bericht erinnert danan, daß der Kredit vom 55 Millionten eine vorläufige Hilfe ©ei, die der ösitenreichiisohen Regiietrunig ertnögluidben solle, jene Reformen duirdhizufüihiretn, die i-m Program m de« Fi-narnizkami-tees des VöltkiePbuimd-es zur wiirtschaftlii«chen Wied'ariiufricHiluing Oesitetnreichs erwähnt «oren. Sobald diese Reformen dKiirdh(geführt wären, wer die das F i n -a m z 3c om i t e.e des -Völkerbund1 es bemüht sein, Oestenreioh .weitargdhienid-e Kredite flüssig zu -miachen, diie durch -die gesamten Aktiven OesterreichssichergesteHt würd/en und aus denten diei fvorläufige Kredit von 55 Milfliioniön zuirü-cilegeizahlt .werden solle. Als Garantie für den f-rainizösiscfhcn Kredit sodilteoi. die gleichen Sic h e r h e i t e n - dienen, -die für dien teeheeho-©!owaCd©dh©rii «utnid den cnglijschen Kredit vorgesehen seien. Wie die' Kjorresponideiniz Herzog aluis Prag mel'diet, hat d!i«e t«che.di«>slo'\vakiisdhe Regienung von dem Oesterreich -bewilligten KnedÖtvxxns«ähuß per lioo Mill-jom-eu «techechi'scher Knon-en bereits 56 MÜtonen •üscliedl’jisch'eT K«rom-eni bei der Zivroastantsikt» barloader östenreichE'schen Regierung z u r V e rf ü g u«n g g.e«t e1 i> t, während der Rost per 44 Millionen tedheoh-i-scher Kronen die. östeinreichi©dhe Regierung im Vennechnungswege erhält. Bekanntlich hiebt die östenreicbiischie Regierung bei dien Pensonentorifen auf den nach der Ttechiecho-Slowakei führenden Bun'dieSibahnen den auf die tschechie«che Strecke entfallenden Fajhmpreits in tschechischen Kronen ein. -!Au«s diesem Gur.h-aiben der tschechischen Regierung erhält d£e österreichische Regierung den erwähnten Rest «von. 44 Millionen tschechischer Kipcnein. Kein neuer amerikanischer Kredit. . Wien, 22. März. Da« Wolff-sche Bureaw hht 16. d-. M. eine anis Washington dfeitiertie Meldung (Veröffentlicht, die sdlbstve'reitän’d'lEch besendens ön «Oesterreich großes Aufsehen erregte. (Es hieß idlatriinv, der Senat halbe eine Reisohtftoon angenommen, , 'durch d*i-e Gestenreich zur Bekämpfung dies Not-' Standes eine, neue Anleihe von 50 M«\ll(!tiicinen Do!lat gewährt werden solle, die ebenso wie der .bereite gewährte I dbonismiittelkredit von 50 MtifllUonteu Doliliar ferst ki 25 Jahren zurüdozuiaahilen wäre. Dia tncitiz [wiederholter Versuche: eine . anderweiltige Bestätigung dieser Nachricht n-icht m er langen war, wur Iden auf direktem Wege von W-aishingtion Erkundigungen eingezogen, di« folgendes Bild ergeben«:- Im Seniat geliairugite dter «unter d«em Namen Joinit-Reiso'.utLon bekannte Antrag d'es Seniaitors L-odge, dter d5%.' Rüclöstdiltuing der aimenikiatn-Lscih-en Pf-amdmeiöhite aiu-l ‘die östenreiohiseben Aktiven betrifft, zur eänetiim-migen Annahme. Dieser Antrag «ruiimimt jetzt seinem Srerfaissianigisiniäßigen Weg und dürfte, wie au« den feingelaufenren Amtlichen Meldungen ensi«cht!liidh iist, bereits in wenigen' Tagen Gesetz sein. Damit kann idie Hanpitechwierigkeit für die Rückstellung dieser Pfandreclhlte für Oesterreich, soweit sie sich auf diie {Vereinigten Staaten ibazichen, als gedöst ibetraohteE. jwerclen. Die Verhandlungen zwischen Oesterreich und Ungarn unterbrochen. Wien, 22. März. Die Verhandlungen zwischen Oesterfelch und Ungarn über ein Warenaustauschabkommen, die gemäß den anläßlich der Wiener Anwesenheit des ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Bethlen getroßenen Verabredungen vor zwei Wochen in Wien begonnen wurden, sind gestern unterbrochen worden, um den ungarischen Unterhändlern Gelegenheit zu geben, io Budapest neue Instruktionen einzuholen. Der Voranschlag des Landes Niederösterreich. tro ’mied'örö sterre ic biiFchieu L-atnidteg ibegatnu' fefeSteun die Be-räitiimg über dm Voraimsahlliaig dfes Laudds von Nied-eröstcrreiich, die mit eiiniem Referat dos Abg. Prof. Bei rer ewige! ei«t«et wumde. Die .GenieraMtebatte war echomnach eiincir Sburtiide beendet und man konnte m dli«e S.peziailidteb-aiöte eingdhiem. D-er Vonanisdh'lag «idhfJi-eßt mit einem Abgang von 250 Millionen Kronen, «der entweder diu-r-eh eiine vorläufige Kredlfoqponaibiiom oder diuindh eine höhere Arieitbe dies Biumides gedeckt werden m«uß. Die gestmige D-eblatte verlief sebr «nu-hig. Alle Parjteien wairen ©eben vorher einig gewondien, für idem Voranschlag ziu stemmern. Das hitindiontie dli-e «Sazialdemokratem nicht, K-rLtiik am der b;i fmenigen ■Verwaltmmg zu übern urnid Amireguin-gem nicht nun für eitne \rodbesw«eru'ng, son«d«e>r.n für eime Vorw-alitwngsrefcmm übanhaiupit m getbem, mit d-eoetn sich die ,Ghri«t;li-cfiibsofziallen dturoh ihrem Wortführer S e g<u r isdhließliich vin(ve,rist«undem erklärten. Wichtig urar die Ankündigung d-e* Soziia/Memclkraten 0 f e nböc k, daß seine Partei ei.n Wohnbausteuergesetiz tür das Land Niedeösterreicb .demnächst ©i.nihrLn«gen v/ende. Abgeo-rdineitieir L'imdes- SaiaaaDtmaainGteih-ei^ C h r.i«s toQ-h (Siqzisaklicanrjktnat) erwartet eine A'bh Life ün dletr «51c h liechten Fimiaimzlage nur von dler girüntrlll’idhen. Aenidtepu«ng dies Steuersystem« urnd d«e«s Steuien?ipp«airzi!ieß. Disis Lamtd müsse, uim zu ge lutntdiew, pnodlif itiliv gesitütizt weindieu, uind zwar ver ail'lem durch d'en '• A iv s «b -a u , der W asscr-k räf te, vielüeroht atuch diumdh B’e t e i- 1 i g un g ü e s L an d e s an dem Dor otb e u m, immer aber unter der v-o!fl«-*l(en Wohmumg dter «cxziiail-en und wiirtJohKiftlich'en Tmttereisisen jener ’Perscmem-,/ diie als Angestellte mit d«em I.Linide verknüpft »:m«du Im d«er Speziofid-ohatte wurden diie Porten ,»I>ain«dies(verwaitiunig< uimd »öffemtili-che Si-cfie-rheit« angeuornmen um«d diie Sihzurug ihiemaiuf geocfrUosisen. Fort©etaumg heute voraniittia-gtä-. Salzburger Landtag. ßalzburg^ 22. März. Im Landtag erstattete Frau Afcgeordnttc Simmerle (Großdeutsch) den Bericht d«a Un-tfrsuchunesnirsschusses für d-w Schloß Kleaheim, dar hesngt, daß sämtliche Ahüuderune-he.’clvlüs^e des Landtages der Bundesrctierune voirselcgt worden waren. In einem dieser Auszüge waren jedoch c|*e Abänderungen nicht vollständig durchgeftihrt. Ein schuld bares Verhalten einee Mitgliedes der Landesregierung sei nicht erweisbar. Nach einer stellonweL-e sehr stürmischen D e b a 11 e, in der von sozialdemokratischer Seite an den Vorwürfen gegen die Regierung festgehalten wurde, wurde der Ausschuß bericht schließlich zur Kenntnis genommen. Ungarn. Der Wahlaufruf der Sozialdemokraten. Budapest, 22. März. (Ung. T.-K.-B.) Die sozialdemokratische Partei wendet sich in einem Aufruf an das arbei-tende Volk, in dem eine Begründung gegeben, weshalb die Partei aus ihrer bisherigen passiven Haltung heraustrete. An der Spitze der Forderungen der Parts! steht die nach einer gerechten Revision des Trianoner Frieden «'Vertrages. Der Aufruf beschäftigt sich weiter? mit den Forderungen innerpoli-tisc'her und sozialpolitischer Natur. Zur Behehunir der Tcuerutruer sei iedt

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