Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1128 (20.3.1922)
- Date
- 1922-03-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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(Vien, Montag' Seife y WIENER MORGENZEITUNCf 20. M3rz 1922 Nr. 1128 fückständen über 5'/* Mülonen abgenommen. Außerdem . wurden alte ausländischen Valuten zurückbehalten. — Hoffentlich wird auch mitgeteilt werden, ob sich der Verdacht gegen die 120 Leute bestätigt hat * Wiener Monarchisten demonstrieren vor der englischen Gesandtschaft. Eine Anzahl von Monarchisten, die in den Organisationen der Frontkämpfer und der Schutz- und Trutzbiinde organisiert sind, demonstrierten gestern vor der englischen Gesandtschatt für das notleidende Exkaiserpaar. Die Monarchisten überreichten einem Legationssekretär der Gesandtschaft zwei an den König und die Königin von England ge* richtete Gesuche, in der sie das englische Königspaar bitten, zugunsten der Internierten von Madeira ein Machtwort zu sprechen. * Brahms-Feier des Volksbttdtthgsatntes. Anläßlich des 25. Todestages des Tondichters Johannes Brahms ' veranstaltet das Volksbildungsamt für die Wiener Bürger-, Mittel- und Hochschüler am Mittw.och den 22. d.' M. um 3 Uhr nachmittags im Großen Musikvereinsaale eine Brahms-Feier. Karten für diese Veranstaltung werden tür die Studenten und Schüler bei' den betreffenden Rektoraten, beziehungsweise Schuldirektionen ausgegeben. * Keren Hajessod In Prag. Aus Prag wird uns berichtet: Hier fand vor einigen Tagen im Festsaale des jüdischen Rathauses eine große Versammlung statt, welche den Beginn der Keren-Hajessod-Kämpagne bildete. Nach einer gehaltvollen Rede des Universitätsprofessors Egmont Münzer über den Wiederaufbau Palästinas sprach Dr. H a n t k e, Berlin, über die gegenwärtige Lage in Erez Israel. Nach dieser Vorbereitung steht zu erwarten, daß auch die Nichtzionisten sich in aktiver Weise an der Keren-Hajessod-Arbeit beteiligen werden. * Die Synagogen des Londoner Ostens für den Keren Hajessod. Aus London wird uns berichtet: Vorige Woche fand hier eine Beratung sämtlicher Synagogen von East London statt, welche von 25 selbständigen Synagogen beschickt wurde. Die Konferenz befaßte sich mit den Palästina-Fragen, dem Keren Hajessod und dem Maasser und faßte schließlich den Beschluß, es seien sämtliche Mitglieder, dieser. Synagogen v e rpflichtet, den M a a s s e r auf sich zu nehmen und den Keren Hajessod sowohl persönlich als auch durch die Synagogenvorstände in weitestgehendem Maße zu fördern. Ferner wurde beschlossen, sämtliche Spenden in den Synagogen während der ersten zwei Tage des kommenden Peßachfestes dem Keren Hnjessod zu widmen. Die Konferenz sprach sich für die Kooperation mit dem Exekutivkomitee des Keren Hajessod für East London aus und besprach verschienene Aktionen, die gleich nach den Peßachfeiertagen zugunsten des Wiederaufbaufonds für Palästina durchgeführt werden sollen. * Rentenansprüche deutscher Kriegsteilnehmer. Die Deutsche Kriegerfürsorge, amtliche Fürsorgestelle, ersucht uns um Bekanntgabe folgender Mitteilung: Nach dem Reichsverordnungsgesetz vom 12. Mai 1920 endet die . Frist für die Anmeldungen auf Renten- und Hinterbliebenenversorgung und dergleichen mit 31. d. M. Diejenigen deutschen Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen, die noch Ansprüche zu steilen haben, werden deshalb aufgefordert, diese Ansprüche bis zum obigen Tage bei der Deutschen Kriegerfürsorge Wien, Graben 12, geltend zu machen. * Keren Hajessod in der Türkei. Aus Konstantinopel meldet J. C. B.: Hier fand im Hause des Chacham Baschi eine Versammlung prominenter türkischer Juden der aschkenasischen und sephardischen Gemeinde behufs Organisierung der Keren-Hajessod-Arbeit in der Türkei statt Nach einer Ansprache Dr. Calebs, der auf den allgemeinjüdischen „Charakter des Keren Hajessod hinwies, wurde ein Komitee zur Leitung der, Aktion für die Aufbringung von 200.000 türkischen Pfund gewählt, dem nebst den Zionisten auch acht andere prominente Konstantinopler luden angehören. Bisher sammelte eine zionistische Gruppe unter sich den Betrag von 6000 türkischen Pfund. * Ein Schutzmittel gegen die Jewsek. Aus Minsk wird gemeldet: Aus Angst vor Verfolgungen durch die jüdische Sektion der kommunistischen Partei haben die jüdischen konfessionellen Lehrer (Melamdim) ihre Schulen nach den bekannten kommunistischen Führern, besonders Lenin und Swerdlow, benannt. Auf diese Weise sollen die Chedarim der von der Jewsek betriebenen Sperre der konfessionellen Schulen entgehen. (J. C. B.) * Die jüdischen Heimkehrer in Litauen. Im Zusammenhang mit der Obdachlosigkeit der aus Rußland nach Litauen heimkehrenden jüdischen Flüchtlinge hat das Kownoer Rabbinat die Unterbringung dieser Heimkehrer in den größeren Synagogen und sonstigen Bethäiisern angeordnet. * Jüdischer Frauenbund, IX., Liechtensteinstraße Nr. 11/13. Spendenausweis der InlandaktionfilrKlnderund Greise vom 22. Februar bis 17. März 1922. Frau Großrabbiner Sarah Friedmann, IX, K 1000. Frau Rahel Günsberg, 11 (4 Monatsbeiträge) K 800. #rau Rela Billig, U (Halbjahresbeitrag) K 1200. Herr Roth durch Herr Luzki K 500. Frau Malwine Horn, IV, K 2000. Frau Regina Engelberg, II (Jahresbeitrag) K 1000. Frau Julie Mayer, IX (Jahresbeitrag) K 1000. Herr M. Schenker-Gottesmann (Monatsbeitrag) K 500. Anonym (Monatsbeitrag) K 500. Kunerolwerke (2 Monatsbeiträge) K 400. Herr Artur Holzer, VII, K 1000. Herr Dr. Zeler, IX, K 500. Herr F. Türkl, II, K 500. Herr Salamon Margulies, LX, K 500. Frau Marie Groß (Jahresbeitrag) K 2000. Herr Moritz Wahdner, VUI (Jahresbeitrag) K 1000. Frau Zimchany-tBuchman (2 Monatsbeiträge) K 400. Frau Laura Birnbaum XIX (Jahresbeitrag) K 500. Frau Berta Weisinger, IX, K 1000. Unbekannte Dame (im Festsaale der Hofburg) K 1000. Diverse K 4312. Früherer Ausweis K 305.265, zusammen K 326.877.. Spenden unter K 400 können wir gegenwärtig nicht ausweisen. Lebensmittelspenden: Frau Jetty Fleischer, V1IL Frau Selma Seifert, IX. Garderobespenden: Frau Jetty Fleischer, VIIL * Ein Attentatsversuch gegen das japanische Königspaar. Die Pariser Blätter berichten aus Washington unter dem 18. d. M: Eine Depesche aus Tokio meldet: Gestern nachmittags wurde beim Hauptportal des kaiserlichen Palastes ein Mann durch die vorzeitige Explosion einer Bombe, die er unter seinen Kleidern verborgen gehalten hatte, getötet Die von der Polizei eingeleitete Untersuchung ergab, daß der Mann, dessen Identität bisher nicht festgestellt ist, die Absicht hatte, die Bombe in das Schloß zu werfen. Bei dem Toten fand man einen Brief, der heftige Angriffe gegen die Mitglieder der Regierung enthält. Auch haben in der letzten Zeit hervorragende Persönlichkeiten Drohbriefe erhalten. Steuerfragekasten. Abschreibung. Sie müssen ein eigenes Erneuerungskonto anlegen, auf dem Sie nur jene Rücklagen buchen dürfen, die für die Erneuerung des bis 31. Dezember 1920 angeschafften Inventars bestimmt sind. Diese Rücklagen müssen auf dem Erneuerungskonto als selbständige Mitteilungen aus dem Publikum. Möbelfabrik J. Spira Fe'ne ' °» W». U. WMlWM 1—Z Wohnungseinrichtungen. (Ecks Kar! Schweighofergasse) I Echte Jägerwäsche C»J j Albert Matzner, Wien, I., KohlmessergasseS En fjroa stets lagernd En detail JOSE17 ECKHAUS; Wien, II., Sohmelzgasee 4, Tel. 41-7-43 Parfümerie.Herzen und Seifen ta- und ausländische Markenwaren Haben-Post ausgewiesen sein. Wenn Sie Ersatzanschaffungen machen, muß aus, den Büchern einwandfrei nachweisbar sein, daß die Anschaffungen aus diesem Konto gemacht wurden und daß es sich nur um Ersatzanschaffungen und nicht um Neuanschaffungen handelt. Unter diesen Voraussetzungen, ist zunächst die Hälfte der Rücklage einkommensteuerfrei und wenn die Kosten der wirklichen Anschaffungen diese Hälfte übersteigen, der ganze hiefür gemachte Aufwand. — Robert L, Die Entnahmen für den eigenen Haushalt bilden weder bei der Einkommensteuer, hoch bei der Erwerbsteuer eine steuerfreie Ausgabe. Sie können nur, da es sich um einen Kleinhandelsbetrieb handelt, der nicht mehr als fünf Hilfspersonen beschäftigt, und Sie Ihre ganze Arbeitskraft dem Betrieb widmen, einen entsprechenden Gehalt für sich in Ausgabe stellen, der Ihren Reingewinn für die Erwerbsteuerbemessung mindert. — Exekution. Die Steuerbehörde hat das Recht, von Ihnen den Offenbarungseid zu verlangen, wenn die Sicherstellungsexekution nicht genügend Deckung ergeben hat. Die Eidesleistung kann durch Haft erzwungen werden. — Kaufmann. Nach welchem System die Bücher geführt werden, ist gleichgültig. Es. muß nur der Geschäftsgang und der Gewinn daraus entnehmbar' sein und sie müssen so geführt sein, daß sie keine Zweifel in ihre Richtigkeit erwecken. Natürlich ist es am besten, nach einem der eingeführten Systeme zu arbeiten. — Landstraße. Das neue Gesetz über die Verlängerung der Vorauszahlungsfrist für die Vermögensabgabe ist noch nicht erledigt Es wird die Frist vielleicht noch über den 15. d. M. hinaus verlängert werden. — A. W., XVill. Ueberstundenlohn ist fürsorgeabgebepflichtig, wenn auch nicht einkommensteuerpflichtig. Auch von dem Lebensmittelzuschuß, der für den Arbeiter selbst gezahlt wird, ist die Fürsorgeabgabe zu entrichten. Falls Sie dies noch nicht getan, wird es gut sein, freiwillig nachzuzahlen, da Ihnen sonst schwere Strafen drohen. Briefkasten der Redaktion. Markus Menczer. Die Ziehung des N. F. wurde verschoben. Näheres erfahren Sie im Wiener N. F.-Bureau. — M. Südfeld. Ihre Fragen gehen zu weit, um schriftlich beantwortet werden zu können. Wir sind bereit, dies mündlich zu tun? — »Das Trauerlied*. Die Arbeit ist leider weder nach Form noch nach Aufbau druckreif. — Sam. Perl. Ersekköty. Die gewünschte Adresse, können, wir ihnen nicht geben. Schreiben Sie. nach Wien, I., Seilerstätte 15. — Flüchtling. Unseres Erachtens tun Sie besser, jeden Schritt zu unterlassen. Von heute dep 19. bis inkl. 23. März WIENER NEUE. PUPPENSPIELE zugunsten des Deutschstem Jugendhllfswerkes Augarten Un FLOTTEN-KINO Mariahllterstraßej Am 19. März um V,11 Uhr vorm., um %i Uhr und '/,5 Uhr nachm. An den anderen Tagen nur nachmittags >/,Z und V*5 Uhr. 7505 Karten an der Kinokasse (auch . Im Vorverkauf). Frei e_ü d I s c he V o 1 R s b (Ihne Gastspiel Im Lustapleltheater •' 4280 Wuhr.tMd„ Per Fremde Sc;:roo'^ir Der Hausarzt. " Redigiert von Dr. Sanel Beer. Das hysterische Uebel.' Als medizinischer Begriff sollte das Wort Hysterie heute nicht mehr gebraucht werden, seitdem das Publikum das Wort aufgenommen und ihm "einen ganz anderen Inhalt gegeben hat. Es bedeutet im allgemeinen keine Krankheitsbenennung mehr, sondern eine Bezeichnung für unangenehme menschliche Charaktereigenschaften. Man nennt einen Menschen, beziehungsweise ein weibliches We^eo hysterisch und will sie damit als absonderlich, unausstehlich kennzeichnen: Wissenschaftlich ist; aber Hysterie fine Krankheit, wenn aiäch bis heute über das Wesen derselben nöch wenig Klarheit herrscht. Denn so alt al«s die medizinische Wissenschaft, so alt ist der, Streit über die Frage dar Hysterie. Durch das Altertum und das ganze Mittelalter zieht sich die Diskussion hin. Es gibt keine moderne Anschauung über das Wesen der Krankheit, die nicht schon firüher aufgetaucht und wieder verschwunden wäre. ' , Der Bedeutung des griechischen Wortes Hysterie entsprechend, das das Sehnen der nach Befriedigung verlangenden Gebärmutter bezeichnet, fanden die Alten die Wurzel des Leidem in unbefriedigter Liebessehnsu-cht Später wurde Hysterie mit fallender Sucht verwechselt, da der Anblick eines in hysterischen Krämipfen auf der Strafe sich windenden Menschen furchtbar ist und an. Gottes Walten mahnte, weshalb das Leiden die heilige Krankheit genannt wurde. Der berühmte Gahnus hielt eine Flüssigkeit für die Ursache der auftretenden Krämpfe und beschuldigte das zurückgehaltene Menstrualblut als Erreger der Hysterie. Später war es der böse Dunst, der giftige Hauch. Diese neue Lehre wurde mit dem Geschlechtsleben der Frau in Beziehung gebracht, indem die ungestillte Liebe^sthnsucht die verdorbene Samenflüssigkeit anhäuh, die einen pestilenzartigen Geruch in der Gebärmutter arminimt und das Gehirn der Frau verwirrt. Schon seit alternier fiel es auf, daß die Hysterie die Frauen befalle und die Männer verschone. Diese Krankheit war aber schon damals _ als Ausfallserscheinung des unbefriedigten Ge-, sohlechts’ebens aufgefaßt. Man möchte über diesen Unsinn lachen, doch braucht man nur die modernen Lehren über Hysterie zu kennen, um ähnliche Anschauungen, wenn auch in verändeter Form, wiederzufinden« I/m Mittelalter galt die Hysterische als Zauberin, die vom Teufel besessen war und dem Scheiterhaufen verfiel. Damals entdeckte man die später so berühmt gewordenen hysterischen Zeichen, Stigmata. Mit solch einem Brandmal war man dem Tode geweiht. Erst Sydenhams Anschauungen (16S1) bedeuten eine neue Etappe in der G|schichte der Hysterie. Ersetzte sie der Hypochondrie gleich und bezeichnet« sie als Mutterkran;kheit der Frau und Neurasthenie des Mannes. Dar' große Erklärer der Hysterie wurde Charcot, der berühmte Kliniker der Sa'l'petirie-re in Paris. Für ihn waren die Stigmata, die Merkmale, das wichtigste. Jeder, der diese aufweist, ist hysterisch, .wenn auch keine Erscheinungen, wie Lähmungen, Unempfindlichkeit, Krämpfe u. dg!., zutage tr.aten Jeder Augenblick kann die Hysterie auslpsen, wenn der Anlaß kommt. Nach die*er Lehre ist das Leiden eine selbständige, vererbbare Krankheit. Auch diese Theorie steht auf sehwachin Füßen und wurde der Ausgangspunkt für viele Irrtümer, weil sie an einem kganz einseitigen Krankenmaterial arbeitete. Die Schüler Charcots'verleugneten die Lehre ihres Mejs-ters und bezeichnen den als hysterisch, dem man hysterische Merkmale ein- und atareden kann. Für diese Erklärer ist der Mangel der Widerstandskraft gegen ' ärztliche Ueberredung der Kern der Krankheit. Der jüngste Autor Professor Sigmund Freud in Wien ging auf längst * vergessene Wege zurück. Nach seiner Abnahme entsteht Hysterie durch irgendein Trauma, irgendeine seelische Verletzung. Irgendein Vorgang auf sexuellem Gebiet, ein längst vergessenes Abenteuer, da« im Untcrbewußtsem schlummert, kurs ein Ereignis wirkt gewissermaßen als seelischer Fremdkörper und verursacht hysterische Beschwerden. Die hysterischen Krämpfe, Lähmungen, Reiz Häkelt, alle di« verschiedenartigen Symptome sind nur die vehemente Aeußerung der ungestillten, unbefriedigten Geschlechtsempfindung. Das Wesen der. Hysterie ist also unbefriedigter Liebeshunger. Alle hysterischen Symptome sind psychischer, seelischer Natur. An den Nerven und am Gehirn ist nichts Krankes Das ist der Unterschied gegenüber den organischen Leiden. Die Hysterie ist ein Ermüdung*- und Erschöpft, ngszeichen, wenn man von allen. theoretischen Deutungen absieht. Sie ist ein Zeichen der Schwäche und darum dem schwachen Geschlecht eigentümlich. Ernährungsstörung bei Brustkindern. Im allgemeinen hält man die Ernährung der Kinder mit Muttermilch für das Beste. Wie kommt es nu<n, daß sich trotzdem Störungen bei Brustkindern ein stellen? Der erste Gedanke ist wohl der, daß Krankheiten der M-utter das Kind in Mitleiden-.-ohaft ziehen- Die Mutier glauben in erster Linie an schlechte Milch. Bisher ist aber eine Erkrankung eines Kindes durch sogenannte^ schlechte Brüstmüch picht erwie-en. . , Es müssen also andere Ursachen sein, Unter diesen spielt eine Indisposition der Mutter eine wichtige Rolle, wenigstens im Volksmund. Man versteht darunter Diätfehler, Verstopfung, Migräne. Blutarmut, Aerger, Auftreten der Menstruation. Info’ge die.-er Indisposition ist die Mutter oder die Amme nicht imstande, das Kind so gleichmäßig und sicher zu nähren. Das Kind trinkt hastig, zu wenig oder zu viel. Die Qualität der Milch dürfte kaum durch die geschilderten Zustände geändert werden.’ Es gehen doch bekanntlich selbst Krankheitserreger nicht durch die Milch von der Mutter auf das Kind über, ausgenommen, cs läge eine Eiterung in der Brustdrüse vor. Meist handelt es sich darum, daß die Quantität der Milch nicht den Bedürfnis, en des Kindes entspricht oder das Kind ist m’ndcnvertig und von der Geburt aus konstitutionell geschädigt. Die Unterernährung ist eine Folge der geringen, Sekretion der Brust oder der geringen Saugkraft des Kindes. Die geringe Sekretir ty verschuldet die Mutter, weil sie die Brust durch da» Kind nicht genügend entleeren läßt, zy häufig aijlegt und beide Brüste statt einer auf einmal verabreicht. Durch entsprechende Verteilung der Mahlzeiten und Beeinflussung der Frau gelingt es, die Unterernährung zu beheben. Viel häufiger ist die Uoberem Ehrung durch zu häufiges Anlegen. Speien, Erbrechen, Krämpfe, unruhiger Schlaf, Gewichtsabnahme sind die Folge. Speien allein ist bei sonst gutem Allgemeinbefinden nicht krankhaft. Es ist ein Akt der Selbsthilfe und soll ein» Warnung sein. Ebenso steht es mit der Entleerung. Sonst gesunde Kinder haben häufige Stühle. oder sind verstopft Finden sich diese Symptome bei Gewichtszunahme und gutem Schlaf, so>ll man nichts dnregen .tun. Wenn e*n Kind trotz guter Technik der Ernährung nicht zunimmt, so hat man wahrscheinlich mit einen», nervösen Kinde zu tun. Da hilft Weder Milchnoch Ammenwcohsel. Die Beigabe von Kuhmilch wirtet oft Wunder. AerztHcher Fra<?ekasten. Hornung, St Gallen, i. Die Ueberbeine müssen» wenn sic unangenehm werden, operativ behandelt oder zerdrückt werden. 2. Anfrage bezüglich des. Buche» ist unklar. Bitte um Wiederholung. — Haar Es dürfte sich um ein subjektives unangenehmes Gefühl im Ohre h an de* n. Harmlos. Elektrisieren wcrtlbs. — Wirth. Kaliseifengeist wird mit warmem Wasser am Kopf* verrieben, zehn Minuten der Schaum belassen und dinn abgewaschen. Früh Finrelben mit iAigen, Salizyl« Spiritus. — Einsam 1 Sie müssen den-Willen aufbringen, von dieser Unart zu lassen. Bleiben Sie, wenn Sie erwacht sind, des Morgens nicht im Bette liegen. Kein Federbett benützen! Sich nie allein in einem Zimmer aufhalten, um jede Gelegenheit zu vermeiden 1 Wasserdichte Regenmäntel 1SL Richard SorerL> “SSw "