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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-20 · Heft 1128 (20.3.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1128 (20.3.1922)
Date
1922-03-20
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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jir.1128 Wien. Montag _WIENER MOBGENZEITÜNO_70. AMra 1023_ Seite 3 jj | ~| Spb rtülati der ÖHm eFlicräiniiltyisSI” ] Ep<BW>SqBHBBWPqP<MWMBPqp<MWWBBP<g>CBaHBaMD<g<»MB^»qWP><BMBW»(PqHre Der Cupwettbewerb. Rapid scheidet aus dem Wettbewerb. — Bemerkenswert leichte Stege von Hakoah und Amateure. *— Sportklub und Admira gewinnen erst im Nachspiel. -— Gutes Abschneiden der drittklassigen Vereine. Die gestrigen Cupspiele, die sich eines ausgezeichneten Besuches erfreuten, brachten gewaltige Ueberraschungen. Ebenso wie im Vorjahre mußte Rapid gleich in der ersten Runde eine Niederlage in den Kauf nehmen, wodurch die Hütteldorfer aus der Konkurrenz Ausscheiden* Während im Vorjahre die Amateure ihre Bezwinger waren' gelang es diesmal einem zweitklassigen Verein, den niederösterreichischen Meister vom Cupwettbewerb auscuschalten. Von sämtlichen Mannscharten bewiesen Hakoah und Amateure die beste Form, da ihre Siege in imponierenden» Stil errungen wurden. Ais Ueberraschung kann die Niederlage des S. G. Ostmark gegen Admira gewertet werden Ebenso unerwartet kamen die knappen Siege von Sportklub und Rudolfshügel. W. A. C. und Donaustadt bereiteten ihren Anhängern arge Enttäuschungen. Nachstehend die Berichte: Hakoafi^-Hertha 3:0(1: 0). Zeitweise große Ueberlegenhelt der Sieger. — Ein Tor fällt aus einem Elfmeterstoß. — Neuhold (Hertha) ausgeschlossen. F. A. C. - Platz, 7000 Zuschauer. Schiedsrichter Relchsfeld. ' Hakoah: Halpern; Scheuer, Trümmer; Grünfeld,Guttmaon, Kolm; Häusler, Neufeld, Gansl, Grünwald, Katz. Hertha: Hloschek; Schneider, Malosik; Unger, Kantner, Xistopad; Richter, Schmledck, Tyrnier, Silvester, Neuhod. Die Hakoah trat mit einer sehr starken Mannschaft an, doch waren einzelne Spieler noch immer verletzt. So . humpelte der Mittelstürmer Gansl fast während des ganzen Treffens über das Feld und auch Häusler und Katz lebten sich sichtlich Schonung auf. Die Hertha-Elf wies einige einschneidende Veränderungen auf. Vor allem waren an Stelle der fm letzten Spiel tätigen Verteidiger Neuhold und Schefzik die Spieler Malosik und Schneider im Hintertreffen zu sehen, ln der Deckung nahm Unger den verweisten Flügelposten ein. Im Angriff waren Sindelar durch Schmiedek und Picha durch Neuhold ersetzt. Die zahlreichen Ersatzleute der Hertha bewirkten, daß die Favoritner ihren Gegnern wieder nur in den seltensten Fällen gefährlich werden konnten. Wohl drückt die Tordifferenz 3 : 0 einen KI issenunterschied aus, doch war die Ueberlcgenheit der Sieger noch weit größer als man auf Grund des Resultats annehmen könnte. Die Hakoahner soielten nach der Pause zeitweise in einem Stiel, der an die besten Vorbilder erinnerte. Vor der Pause konnten sie sich eigentlich nicht recht zusammenfinden. Die Schuld daran trugen zum Hauptteil die Stürmer Katz, Gansl und Neufeld, die auf eigene Faust arbeiteten und deren Zuspiel sehr ungenau war. Nur ürünwald bemühte sich, Ruhe in den Angriff zu bringen, doch gingen seine Partner nur in den seltensten Fällen auf .seine Absichten ein. in diesem wilden Spiel konnte oder wollte Guttmann nicht mithalten, so daß den blitzschnellen Vorstößen der Hakoah der nötige Rückhalt fehlte, ln dieser Zeit War nur die Hintermannschaft voll und ganz auf dem Posten. Als es nach Seitenwechsel Guttmann gelang, die Initiative bei allen Angriffen an sich zu reißen und seine widerspenstigen Vorderleute . ur Zusammenarbeit zu zwingen, beherrschen die Hakoahner vollkommen das Feld. In der zweiten Halbzeit gaben sie eine wahre Mustervorführung vollendeter Fußballkunst zum Besten. Dabei sah man insbesondere von der Deckung und von Häusler, und ürünwald prachtvolle KombinationszUge. Hätte Hertha nicht so massiv auf den Mann gespielt, so daß die Hakoahner auf das Heil ihrer geraden Gl’eder bedacht hatten sein müssen, dann wären die Favoritner kaum ohne ein Debakel davoiigekommen. im gestrigen Spiel waren die Hakoahner in jeder Beziehung glatt überlegen. Als besonders hervorstechendes Moment darf die Tatsache hervorgehoben werden, daß Guttmann auf dem besten Wege ist, seine Mannschalt von der Kick- und Rush-Methode Bbzubringen und ihr das moderne flache Kombinationsspiel Sufzuzwingen. Der beste Mann der Sieger und aut dem Felde überhaupt war der kleine Verbindungsstlirnier Ürünwald. Seine Ballführung, sein Täuschen des Gegners, seine Durchsclilags- und Schußkraft waren sehenswert. In den Körperbewegungen erinnert er stark an Flschera. ln Ürünwald scheint der österreichischen Auswahlmannschaft ein neuer Stern zu erstehen. Nicht zu ihrer sonstigen Form liefen Katz uud Gansl aut, die noch unter ihren alten Verletzungen zu leiden hatten. Neufeld steht in der rechten Verbindung auf falschem Posten, da ihm für diese Aufgaben die Ruhe und die Uebersicht feh en. Immerhin kamen seine Durchschlagskraft und sein Arbeitseifer der Hakoah sehr zum Nutzen. Häusler unternahm einige gelungene und fineßreiche Täuschungsmanöver, denen die Gegner meist aufsaßen. In der Deckung lief Guttmann wieder erst nach der pause zu seiner vollen Form auf. in dieser Zeit demonstrierte er zweckentsprechendes und auf Zentimeter genaues Spiel. Er bewies d'ssmal, daß er neben allen anderen Fähigkeiten auch ein vorzüglicher Kopfspieler ist. Es scheint nicht zuviel gesagt, wenn wir behaupten, daß Wien seit dem Abgang von Braunsteiner keinen derart hervorragenden Techniker a dam Mittelläuferposten hatte, als es Guttmann ist. Kohn und Grünfeld schlossen sich ihrem Führer würdig an. Zusehends besser wird die Hintermannschaft der Sieger, in der Halpern eine hervorragende Leistung bot. Die Hertha konnte diesmal nur wenig gefallen, was rum Teil auf die eingestei.teil Ersatzleute zurückzuführen sein dürfte. Die Verteidigung, die sonst. der Stolz der Favoritner ist, genügte nicht einmal geringen Ansprüchen. Hätte Hloschek nicht einen glänzenden Tag gehabt, dann wäre die Niederlage, trotz des geringen Ernstes der gegnerischen Stürmer, viel empfindlicher ausgelallen. Die Deckung, in der sich Kantner und Llstopad besonders austeichneten, war der beste Mannschattsteil. l:u Angriff wollte es nie klappen, da die Innenstürmer viel zu langsam und ungenau spielten. Beide Fltlgeistürmer waren schnell und energisch, sie bekundeten aber nur wenig taktisches Verständnis. Im gestrigen Spiel vermißte man überdies bei den Fivoritnern den ihnen seinerzeit angehafteten Kampfgeist. Sie warfen die Flinte bald ins Korn und suchten zu unschönen Derbheiten ihre Zuflucht, was auch ihrem Stürmer Neuhold 12 Minuten vor Spielende den Ausschluß eintrug. Da zu dieser Zeit das Resultat bereits 3:0 lautete, war die numerische Schwächung für den Ausgang des Treffens von keiner entscheidenden Bedeutung. Das Spiel bewegt sich vorerst im Mftteitreffen und es dauert einige Zeit, bis die Hakoah zum ersten Ma! vor das gegnerische Tor gelangt. Ein Eckstoß, der abgewehrt wird, ist die ganze Ausbeute d'eses Angriffes. Hertha unternimmt sofort einen Gegenstoß, * bei dem Schmiedek den Ball übers Tor lenkt. Die Favoritner gewinnen auf kurze Zeit das Uebergewicht, ohne aber dabei ernstlich gefährlich zu werden. Einen paschen Durchbruch schließt Häusler mit einem scharfen Schuß ab. der nur knapp sein Ziel verfehlt. Nun hat d e Hakoah die Initiative an sich gerissen, wobei Neufeld und Gansl in aussichtsreichen Positionen nicht ins Tor treffen.. In der 16. Minute unternimmt Katz einen raschen Flügel' uf; er gibt den Ball schußgerecht zu Neufeld, der scharf in die Ecke schießt. Hakoah führt 1:0. Bald darauf gellt Neu'iold seinem Gegner auf und davon, doch landet er mit dem Bali im Out. Das Spiel ist nun rasch und wechselvoll. Der Hertha-Torwächter wehrt einen.Schuß von Gansl und einen Kopfstoß von Grünwald ab. Bei dem Gegenangriff dreht Halpern einen aus 25 Meter Entfernung von Kantner getretenen Bail zur Ecke. In der Folge erzwingen die Favoritner zwei weitere Eckstöße, die aber ebenso wie der erste erfolglos verlaufen. Die nächsten Ereignisse sind je ein Corner für beide Parte en, die keine Aenderung des Resultats bringen. Nun ergibt sich eine gefähliche Situation vor dem Hakoah-Tor, doch trifft Schmiedel nicht ins unbewachte Gehäuse. In den letzten Minuten warten Neufeld, Guttmann und Häusler mit einigen Prachtschüssen auf, die knapp über die Laue streichen. Nach Seitenwechsel haben sich die Hakoahner unter der Anleitung von Guttmann und Grünwald endlich gefunden. Zwei technisch vollendet durchgeführte Vorstöße des letzteren Spielers werden noch abgewehrt, dann erreicht aber die Hertha ihr Schicksal, da Gansl in der fünften Minute unhaltbar einschießt. Hertha erzwingt noch einen Eckstoß, dann ist es aber mit ihrem Offensivgeist zu Ende. Nach einem von der Hertha abgewehrten Eckstoß unternimmt Gansl einen nur ihm möglichen Durchbruch, doch verfehlt der Bail knapp sein Ziel, In der 14. Minute wird Grünwald von seinen Partnern freigespielt. Man glaubt, den Ball schon im Netz zu sehen, da wird aber der sympathische Hakoahner im letzten Moment von seinem Gegner zu Fall gebracht. Guttmann verwandelt den diktierten Elfmeterstoß glatt. Die Hertha beginnt nun einige Male sehr derb zu spielen, was die Hakoahner veranlaßt, jeder körperlichen Berührung mit dem Gegner aus dem Wege zu gehen. Trotzdem beherrschen die Hakoahner vollkommen,das Feld, wobei ihre Gegner einen recht unbeholfenen Eindruck machen. Hloschek muß seine ganze Kunst aufbieten, um das Tor reinzuhalten. Nach mehrmaliger Verwarnung wird Neuhold in der 33. Minute ausgeschlossen. Die fangandauernde Belagerung der Hakoah wird von einem raschen Durchbruch des linken Hertha-Flügels abgelöst, der zu einem ergebnislos verlaufenden Eckstoß führt. Wenige Minuten yör Schluß überspielt Gränwald vier Gegner und, obwohl ihm nur mehr der Tormann gegenübersteht, so daß ein Schuß wahr?- scheinlich seinen Zweck erfüllt hätte, will er auch am Tormann sein Können erproben. Es gelang ihm auch, letzteren zu überspielen, da er aber den Ball nur leicht ins leere Tor lenkt, kann ein rasch herbeieilender Verteidiger das Aergsie verhüten. Bald darauf ist das Spiel zu Ende. Amateure—Floridsdorf 4:0 (l : 0). Swatosch schießt drei Tore. Amateur-Platz. 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Schmiedt* Amateure: fokJ; lieikenwälder, Popovich; Fuchs, |enö Konrad, Geyer; Köck, Cutti, Kalman Konrad, Swatosch, Vccera. ' Floridsdorf: Hofer; Czihak, Hummenberger; Paradeiser, Kraus, Wostrak; Seidl, Iszda, Wolf, L.Deutsch, Amon. Die Amateure errangen einen eindrucksvollen Sieg, der durch die verfehlte Mannsch ftsaufstellung der Gegner begünstigt wurde. Anfangs hatte es absolut nicht den Anschein, als ob die Floridsdorfer eine Niederlage erleiden würden. Geyer konnte nämlich mit dem gegnerischen rechten Flügelnicht fertig werden, so daß das Heiligtum der Ober-St.-Veiter oft in große Gefahr kam. Erst als sich die Deckung der Sieger gefunden hatte, war die Angriffskraft der Floridsdorfer gebrochen. Die Amateure führten wieder ihr finessenreiches, schönes Kominatioiisspiel vor, bei dem aber der Endzweck, das Torschießen, außer acht gelassen wurde. Sehr gut war der gesamte Angriff, ob wohl Konrad 11 seine Höchstform noch nicht erreicht hat. , Die übrigen Mannschaftsteile befriedigten. Die Gäste hatten mehrere schwache Punkte in ihren Reihen, so daß die Mannschaft nie das Bild eines einheitlichen Ganzen bot. ln guter Form befanden sich Seidl und iszda. Die übrigen Spieler zeigten Durchnittskönnen. Anfangs sind die Floridsdorfer mehr fm Angriff, ohne aber Tore erzielen zu können. Langsam gewinnen die Amateure die Oberhand, doch können sic erst in der 39. Minute durch Swatosch den ersten Erfolg buchen. Bis zur Pause vergeben die Ober-St.-Veiter mehrere sichere Torchancen. Nach Seitenwechsel sind die Amateure auch weiterhin glatt überlegen. Swatosch erzielt in der 18. Minute das Z Tor. In der 27. Minute hat Czihak das Pech, einen von Köck geschossenen Bali selbst ins Tor zu lenken. Gleich darauf stellt Svatosch das Endresultat her. Red Star—Rapid 2:1 (1:1). ' Ein Sieg der Energie, Rapid-Pat2. 5009 Zuschauer. Schiedsrichter Bisenlus. Red Star: Zimmermann; Regnart, Mock; Lapka, Prokesch, Havelka: Männer, Hiermayer, Winkelmann, Hecht, Frisch. Kreis Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine Heute, '/a8 Uhr, in der Fre'en jüdischen Volksbühne (früher Lustspieltheater) DER FREMDE &3ET Restliche Karten an der Abendkasse TS9Q Rap'd: Panier; Beran II, Schlosser; Neubauer, Brand* stätter, Ni Ische; Lerch, Wessely, Kuthan, Wöndrak, Klär* Der Sportklub Rapid, der am vergangenen Sonntag gegen Admira einen imposanten Sieg errungen hat, mußte gestern durch den zweitklassigen Sportklub Red Star eine ganz unerwartete, aber nicht unverdiente Niederlage In den Kauf nehmen. Rapid unterschätzte anfangs seine Gegner« als letztere dann einen -Vorsprung erlangten, konnte der niederösterreichische Meister trotz verzweifelter An* strenguugen der Niederlage nicht mehr entgehen. Rapid trat in ungewohnter Mannschaftsaufstellung, die sich nicht bewährte, an. Beide Flügelstürmer versagten. Der beste Mann der Hütteldorfer war Neubauer, die übrige* Spieler hingegen konnten nicht sonderlich gefallen. Di« Sieger kämpften mit größer Aufopferung uud da ihnen di« Gegner keineswegs imponierten, brachten sie die Hintermannschaft der Hütteldorfer oft in Verwirrung. Die letzte Viertelstunde gehörte wohl ganz den Erstklassigen, dqcli wehrten sich ihre Gegner ganz ausgezeichnet. Die beste» Spieler der Sieger waren die beiden Verteidiger und def Tormann. Außer ihnen gefielen noch Fröch, Männer und Lapka. Zur allgemeinen Ueberraschung unternehmen dis Zweitklassigen in respektlosester Weise sofort gefährliche Angriffe, wobei Panier einige Male rettend Eingreifen muß. Nach einem Eckstoß gelangt Red Star durch Prokesch i» der 16. Minute in die Führung. Gleich darauf stellt aber Wessely den Ausgleich her. Obwohl die Zweitklassige» dauernd das Uebergewicht haben, bleibt das Resultat big. zur Pause unverändert. Nach Seitenwechsel nehmen die Hütteldorfer den Ktzmpf energischer auf, ohne aber ihre Gegner unterkriege» zu könne». Bei einem plötzlichen Gegenangriff von Red Star wird Recht im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht,. Der Elfmeterstoß trägt den Zweitklassige» den Sieg ein# Der 8. C. Rapid hat nun alles vom Spiel und es scheint ihm auch der Ausgleich zu winken, als der Schiedsrichter' gegen die Zweitklassigen einen Elfmeterstoß diktiert. Neubauer vermag aber diese Chance nicht auszunützen, so daß Red Star den Platz als Sieger verlassen kamt. Admira—Ostmark 4:3 (3:3) (2:2). Im Nachspiel gewonnen, W. A. C.-Platz. 3003 Zuschauer. Schiedsrichter Retschury. Admira: Wieser; Neidlinger, Czihak II; Schierl, Koch* Firllnger') Siegl, Ott,'Klima, Engelhard, Fiala, Ostmark: Zinkl; Hiltl, Bichler; Fürst, Biber, Lacken* bauer; Tscherwitz, Hofbauer II, Hofbauer l, Schneider, Reiterz Beide Vereine führten ein flottes Spiel vor, bei dem die ambitionierte Admira die Oberhand behielt. Als die Floridsdorfer mit mehreren Ersatzleuten .gegen die komplette Ostmark das Spielfeld betraten, glaubte man an de» sicheren Sieg der Brigittenauer. Nach mehreren gefährlichen, jedoch vergebliche» Vorstößen seitens der Brüder Hofbauer wird in der 12. Minute wegen eines von Czihak verschuldeten Hands ein Elfmeterstoß diktiert, den Hofbauer 11 zum ersten Treffer verwandelt. Der Kampf wogt nun hin und her, bis Hofbauer 1 nach einein Zuspiel Hotbauers U mit dem zweiten Treffer aufwarten kann. Bald darauf muß der Centerhalf Koch wegen einer Verletzung ausscheiden; er hat nach seinem Erscheinen die Genugtuung, daß während seiner Abwesenheit zwei Treffer durch Siegel und .Schierl entstanden sind. Nach der Pause wechseln Koch und Ott die Plätze und schon in der dritten Minute kann Admira ihren dritte» Treffer durch Koch buchen. Bei dem Stande 3:2 für Admira setzt Ostmark zum Endspurt ein. Anläßlich eines Eckstoßes stellt Hofbauer li neuerlich den Ausgleich her. Da die normale Spielzeit mit 3:3 endete, mußte zu einem Nachspiele geschritten werden, aus welchem die Admira in der 16. Minute durch einen Treffer als glückliche Siegerin hervorging. Reserven 1:0 für Admira. W. A. F.—Cricket 4:1 (3:1). Ein leichter Sieg. W. A. F.-Platz. 1500 Zuschauer. Schiedsrichter Kapper!» W. A. F.: Jaucik; Amesberger, Gold; Heinz, Achatzfc Fiala; Klein, liorejs, Flschera. Pappstein, Kafka. C f i c k e t e r: Kreizer; Wodicka, Tandler; Zappe* Ludwig, Fried Rieh.; Breh, Kazda, Fried Art., Kainz, Roubinek. Der W. A. F. trat mit seiner stärksten Mannschaft an, doch konnte er trotz der Mitwirkung Fischeras nicht, ganz befriedige», janeik bekam wenig zu halten, der er-’ zielte Treffer fällt aber ihm zur Last. Amesberger und Gold liefen erst nach Halbzeit zu ihrer sonstigen Form auf. In dir Deckung war Fiala der Beste. Dem wieder heimgekehrten Achatzy fehlt ein rationelles Training. Der Angriff der Roten war zu sehr auf Fischera zugespitzt* dieser war stets von drei Gegnern liebevoll bewacht, zeigte aber trotz alledem seine schon so ott gerühmte» Dribbelkilnste. Sein erzieltes Tor war ein Kabinettstück feinster Art, ihm zunächst wäre Pappstein zu erwähnen, der von seiner Schwechater Form nicht mehr weit'entfernt ist. Hore’s war gestern nicht bei Laune. Klein ist sehr talentiert, stellt aber als Flügelmann aut verfehltem Posten. Die Cricketer erwiesen sich anfangs den Hütteidorfern völ.ig ebenbürtig, fielen aber später vollkommen um. Kreuzer hielt, was zu halten war. Von den Backs war Tandler der weitaus verläßlichere. Ludwig und. Fried U befriedigten restlos. Der Angriff kombinierte zeitweise sehr schön, er ko.iftte sich aber infolge Mangels an Schnelligkeit nicht ganz durchsetzen. Fried I wäre hier lobend zu erwähnen. Nach einem Mißverständnis zwischen Janeik und Gold kann Kazda in der zehnten Minute tür Cricket erstmalig einsenden. Der VV. A. F. nlm t die Sache trot» dieses Erfolges nicht sehr ernst und muß sich mit aller Kraft der scharf aut den Mann gehenden Blau-Schwarze» erwehren. Einen Angriff des VV. A. F. nützt Horejs im Tor stehend nicht aus. \V. A. F. kommt langsam aut und Fiala schickt seinen Vordermann Kafka Ins. Treffen; letzterer flankt und Fischera übernimmt volley, doch der Ball geht knapp daneben. Nach einer blitzschnellen Kombination Kafka-Pappstein-FDchera und nach einer geschickten Körperwendung des letzteren erzielt „Ra“ mit Prachtschuß den Ausgleich (23. Minute). Di« Cricketer fallen sichtlich ab. Die VV. A. F.-Verteidigef drängen bis an die Mittellinie vor. Eine schön getreten« Ecke Kleins köpft Pappsteia (34. Minute) ein. Eine weitere Ecke für den VV. A. r., diesmal von Kafka getreten, wird von Horejs mit der Brust ins Tor befördert (37. Minute), letzt erst kommt wieder Lebbn in die Cricketer, doch zeigt der Pfiff des Schiedsrichters den Schluß der ersten Halbzeit an. Nach Wiederbeginn erz’elt der VV. A. F. schon in def dritten Minute seinen Erfolg. „Ra* hat nach zweimaliger Wiederholung einen Freistoß unhaltbar eingesendet. Di« Cricketer kommen letzt stark auf. doch kann Gold alles

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