Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1126 (18.3.1922)
- Date
- 1922-03-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Teils 2 'Wien, Samstag' Wiener MORtraNZErnwcr 18: März 1921 Nf. 1120 Platz greifen. Ein Blick in die letzte Statistik der Frequenz an der Wiener Universität belehrt darüber, daß die überwiegende Mehrheit v ihrer ausländischen Hörer aus Polen und der Ukraine stammt, und es ist kein Geheimnis,* daß es sich hier meistens um jüdische Studenten handelt, um Studenten, die bis zum Kriegsende österreichische Staatsbürger waren und ihre Studien hier vielfach schon vor Kriegsausbruch begonnen haben. Die Schließung der Lemberger Hochschule, die Auflassung der deutschen Hochschulen in der Bukowina hat viele von diesen Studenten genötigt, ihre Studien in Wien fortzuset?en. Ein vom Jüdischen Hochschulausschuß der Universitätsbehörde überreichtes Memorandum weist darauf hin, daß die Mehrheit dieser Studenten, deren Heimat jahrelang Kriegsschauplatz war, ln bitterster Not lebt und nur infolge der nunmehr eingestellten Unterstützung durch verschiedene ausländische Wohltätigkeitsinstitutionen in der Lage war, sich bisher über Wasser zu halten. Es ist leicht einzuseheri, daß diese, die aus Ländern stammen, deren Valuta nicht viel höher ist als die österreichische, nicht imstande sind, Inskriptionstaxen bis zu K 120.000, welche sich noch durchdie Notwendigkeit der Teilnahme an ‘ verschiedenen Kursen, durch Laboratorien- und Prüfungstaxen erhöhen, zu entrichten, und daß die Durchführung dieser Verordnung für diese zahlreiche Kategorie geradezu eine Katastrophe bedeuten würde. Das' Ersuchen, den aus dem Osten .stammenden mittellosen Studierenden in Würdigung der besonderen Verhältnisse bezüglich der Kollegiengelder , eine Gleichstellung mit den Inländern zu gewähren, erscheint vollauf gerechtfertigt Allerdings ist in Erledigung .eines vom Jüdischen Hochschulausschuß im Unterrichtsministerium überreichten Memorandums den Professorenkollegien die Möglichkeit gegeben worden, bedürftigen Studenten unter Berücksichtigung ihrer Verhältnisse und der Valuta ihres Heimatlandes Begünstigungen zu gewähren, doch war die Erledigung dieser Gesuche in vielen Fällen nicht geeignet,, würdige' und bedürftige Studenten ihrer Sorge zu entheben. Die Frage der ausländischen Studenten an den Wiener Hochschulen ist sicherlich keine jüdische Frage, Aber es ist Tatsache, daß es meistens jüdische Studenten sind, weiche durch die Erhöhung der Ausländertaxen in der schwersten Weise getroffen werden. Die jüdischen Organisationen des Auslandes und die jüdischen Kreise Wiens haben bewiesen, wiesehrihnen die Interessen der Wiener geistigen Arbeiter am Herzen liegen, und die österreichischen Behörden haben die Pflicht, das ihrige zu tun, um berechtigte Wünsche der ausländischen Studenten zu berücksichtigen und die Empfänger von ein paar armseligen polnischen Mark nicht als Valutakönige*;zu behandeln. Diese Frage kann nicht allein mit dem Rechenstift des Finanzorgans erledigt werden, sie bedarf der Einsicht und des Wohlwollens. Man kann sich nicht in .einem Atem auf die alten Kulturaufgaben Wiens berufen und. gleichzeitig armen Studenten aus dem Osten, welche hier ihre Ausbildung erfahren wollen und bestimmt sind, die Brücken zwischen Oesterreich und dem Ausland zu verbreitern un^ zu festigen, den Boden unter den Füßen entziehen. Oesterreich. Das Kreditverwendungsg’esertz. Im Finanz- und Budgetausschuß referierte gestern Abgeordneter Dr. M a t a j a über das Kreditverwendungsgesetz. Nachdem mehrere Redner, auch Finanzminister Dr. G ü r 11 e r, gesprochen wurde das Gesetz nach den Vorschlägen des Berichterstatters angenommen./ Die Frage des Beamtenabbaues. In. der gestrigen Pressekonferenz teilte Regiefrungsrat Karamel mit, d^ß von seiten der Re-, gierung seit dem seinem Inhalt noch bereits allgemein bekannten, im Dezember vorigen Jahres im , National rat eingebrachfe>n Beamten abbauentwurf, der seinerzeit den Gegenstand öffentlicher Erörterung bildete, keine neue Vorlage über diese. Frage ausgearbeitet wurde. Dagegen wurde Seitens der Ersparungskommlssion, die Frage der Venwaltungsrefortn und des Beamtenabbaues betreffend* der Regierung ein . umfangreicher Entwurf übermittelt, der gegenwärtig die Grundlage von Beratungen einer Ministeria!- kom-missioin bildet. Abgewiesetie Optanten aiis dem burgenländischen Abstimmungsgebiet. Wir or»!reiten vom Komitee der Oedon'burger Juden hi Wien dtie folgernde Zuschrift: , -Viele Juden anus d-om Oedemlxurger Abstim-, jmingsigeibiet, die der Aufforderung des »üed-enbuirger Hehnatdiienstös« vom 22. Jänner 1922 Folge ^eienstet. und auf Grund der vom 'Herrn Bundesbanziler Schober am 3. Dezember 1921 schriftficn verbrieften Garantie, won/ach sie aJlflte bereits ipso facto im Besitz der österreichischen Staat).ibüingersdhiaft sind, recht zeiiri g optiert halben, wurden mittels, der für die ehemaligen Bürger dter Niachfodgesifcaiaten 'bereitstehenden Bteinlketite a Wimtine abgewieem, indem sich dm* Ministerium awdh dm Oedenbiargonn gegenüber auf dlie Wdbersdhe Ausliegung der ka««e stützte Lädhedrl&dherweise wurden die Oed-emlnirger Juden, d<ie auf Grutnd dies Artikels 64 dos T r i an on er V ertrage« optierten, vom Miniistei ium trat er Beruifurng auf Artikel 80 äes Saint-Genn aiiter Vertrages angewiesen. Diese himmHisekimienidie Ungerechtigkeit verursachte in der Wietne-r Qed'e.nlburgetr Kolonie mit Rocht eine. sehr arlbitbertie Stiimnvuintg unid bevor wir uni» zum Kciddktivreiktuirs an dem V erwaililiuinig'sgeridhrsibof, riet ijxähbive sogar zu weiteren Schrieen entschlossen haben, habe ich heute bei den Refcr reuten irn Bundesimini'steirmmi für Inneres vöi^esprochen tfnd der Verwundtemting A» idirurik verliehen, daß: im e-nft waberten MinisiteHum noch ' immer - «cöite Wübersehe Auslegung Geltung hat.und /man’ üibor dce. ud«s feverl'M gegebepe Gairrniliie d'!?s Herrn Buinideslkaairzlers, dier eben jebzit aiudh Minister für Inneres tat, eanfaioh caur Talgesordiniunig , übergehen will,. . Die Referenten haben ums ensuvcht, vordlerhaimi acht bis •zehn. T age ei ne' znnvarbonidie Halibunge inzjuniehmen», weifi ,tnen l!a,ut Jhirar Information stürud- ■liiidh noue Iin'strt:(kti'cn-en -des Herrn Bundeisikainiztlers gewäntiigj^ Sollte'mam. ums täunchen,' >so werden wir 'die',nötigen Sdhirititie nur Wahrung unserer Rechte unternehmen! ' •Wien, den i6.- März 1922. ■. .' ■■■ . v. - - Naidh. unseren, bei der ziotmstisicheln 'Plairbel- ' teitung. eingehoßten- Iniformaticnon sind von dfieser die nötigen Schritte zur Wcf.raumg dier Rechte der Jüdischen Optanten bereits unTtcnncmmen wandten., Instruktionen an die durch die Wciber-Erlänse uim ähir Recht gebiadbten Oipta'niten werden m kürzester Zeit st folgen. Die Naturkräfte des Herrn Kunschak. Herr- Kunschak, der seit seiner Verdrängung aus der Parteileitung etwas In den Hintergrund geraten ist, sucht sich nun wieder zur Geltung zu bringen und erfreute die Rudolfsheimer Christenheit durch eine kreuzfldele Auslassung über die Lebensfähigkeit Oesterreichs. Die dankbaren Zuhörer kamen, wie ein gewissenhafter Versammlungsbericht der „Residenzkorrespondenz“ schildert, aus dem Lachen gar nicht heraus, als Herr Kunschak zum Beweis der österreichischen Lebensfähigkeit auf die im Lande befindlichen Naturkräf t e hinwies und in diesem Zusammenhänge nicht nur von den Wasserkräften sprach, deren Entdeckung er als sein Verdienst in Anspruch nahm, sondern auch auf die erfreuliche Tatsache hinwies, daß er kein — Eunuch im Harem der jüdischen Kapitalisten, sondern lieber Hausknecht der christlichen Hausherren sei. Die anwesenden christlichen Hausfrauen schmunzelten errötend und dachten vergnügt: „Der Kunschak ist#ein Viechsker! 1“ Tausend dankbare Bücke aus schönen Augen belehrten den Redner, daß sein Appell, die in Oesterreich vorhandenen Naturkräfte nicht länger unausgenützt zu lassen, auf fruchtbaren Boden gefallen sei, und begeistert konnte er seine Rede mit der‘Verhdtßuhg schließen: „Vielleicht erleben wir noch" die Möglichkeit eines Durchdringens der Erkenntnis, die Dr. Lueger einmal in die Worte kleidete: C h r! s t 11 c h so z 1 a 1 muß Trumpf sein!“ (Stürmischer Beifall.) Tschecho-Slowakel. , Die Frage der Kriegsanleihe. Prag, 17. März. Der Verband für den Schutz tschechischer und slowakischer Kriegsanleihebesitzer hat das Präsidium beauftragt, Richtlinien ’ für die Lösung der Kriegsanleihefrage, napientlich hinsichtlich der Anerkennung Und Verzinsung der; * Kriegsanleihe,' auszuarbeiten und sie dem Abgeordnetenliause vorzulegen. Der Konflikt mit den Metallarbeitern. Preßburg, 17. März. Die paritätische Kommission für, Preßburg hat .in dem Konflikt zwischen cem Verbände der tschecho-slowakischen Industriellen und dem Verbände der Met a 11 a r b e i t e r wegen der Verlängerung des Kollektivverfrages für Preßburg beschlossen, daß. die in Betracht kommenden Organi-, sationen über die strittigen Punkte Verhandlungen einleiten sollen, die bis zum 20. d. M. mittags zu beenden seien. Wenn keine Einigung erzielt werde, würde *Iie paritätische Kommission am 20. d. M. über die strittigen Punkte eine Entscheidung treffen. Ungarn. Der Revers der Horthy-Kandidaten. Budapest, 16. M änz. (Boriidh-t d«eir »W^-ncr Mo-rgeruzeitumg«.) . Die soge!maTi.n*tie Ein heiitspartei der . Bsth' sn-R egieruing,. die &i«qh dter M-iinißteTipräs'iidieiil für die Wialiiien zuu latmtmomge-> sah weißt h/alt., umfaßt so -se1:ir beierogeme E.lemsn.te, daß H b.r tlh y atiid P* e;it(h len bereiitis ihou'te die Befürcll'Coig - halben, daß, . wsnin diie-sc K^tnididisiten als gewählte, Aibgeordti-et« imis Pa./«Z!me.nt ei'h!z.ish'vn. sie leidlrt ihrem Ein*(!iuß . itinid ibrem Djkitat enrischlüpfen könnten. Jeder ’Kanidii'dait dw MehtfCieit mußte «ich datier ehren wörtil»iich vanpflicihition, da« Partqiipaxpgmrm'rp Bedhlsn« für. sidi bimdemd zju eir-, äöh-ten und - ganz be-vand-ers i-n der IC ö n i g s f r a g\ den Homtihy-Stand’putn'kt eimiziuiriehmcn. . Da B-etblen miit ip-al'iti.ik'tchen Ehren wnrtetn im s-eiwem Lande, scfiom die 'böuesitien Erfahrungen minine-en mußte utnd ganiz besomdters Hotrtby dem Landlf.ricden nridht sehr braut, wird nun van .den, Kand-idatcin mich dem' Prinwip »Verba vohmt, sariDta mianenit«. (Wctrbe vor fliegen. das Gesdhuicibone ble-i'bt) ein «clhrfft 1 ich e r Revers vorlaingt. ehe er als offizcellicr Kiaindildcit prolklcimiert wird. Dieser Re vonleuutet sehr feierlich wie folgt* »Tch Unteirfert'g’ter ails Mitglied der Partei ed-üäre. daß idh das Panteipinoginaimm kenne, dasselbe getreu einlnafl'tien und auch diun>c/ a«mdte*re aitnihaften la^-scin werde. Gia/niz ibetaond ■ v; betone idh, daß ich tneu blieübon werde der geg< wertigen Vorfaissuinigsordniunig, ferner deim ohirisitHidi^ agrairisehen Godarlken sowie dem in dier Königsfrage von d«er Partei eingenommenen und in den« Gesetzet-eairtiike ln 1 vom Jalhre 1920, 17 vom Jahind 1920 tamd 47 vom Jahre 1921 festgelegtcn Stand!-» ipuaiflot.c Die •m(a*gy»nirnsch-ahtrisitilii,chn.a»biomiaille Moral! hfil« d'ort natürlich nicht dtaß eine aiuff'aill'.end große An# zahl \,on Kandidaten, dfie dienen Rervteins 'bereits untCTSOhrieibon, noch wer»!,ge Wachen vorher m den lautesten legi'biimsbiischen Schireiienu g eihört«eas. Die Opposition will sich an die Kultur- ' Völker wenden. Budapest, 16. März. (Boriohlt der »Wiiierpcfl Morgon/zeitung«-) Die apposntiiicnoMe RechtLschutizliga lkommt aMimähliCh auir Ueiberaeuigung, dlaiß si*a •bei dom ‘toeuitigen System geganüber dem Terror! der Reg-iwuiriigsorgan« zn.nr O'rnimaidhit verurteile ü-lt. In der Liga W'imd jobzt an dar Prokk'm atiort an d i e u n g ar i'sc b e N at j on gearbeitet, i-ni welcher der Stjamidpur/xt vertircitien wenden ©olU, daß’! d’ie WahCnoc h ts vero ndmunig ■ umd dommiatch dbe W-ahl sellbsrt ungesetzlich sei. Im dar gasitonn aibgeftQilt on<en. D »ndktionssiitzuing der Liga wurde üibandiiea ibesdhlosisen., für den - m.dhtr n’is WaLrsOheinßijdte-rt Fall, daß die cipposiltionelüien K-amtdlJdeifcem, wie du« bii her geschehen, aüidh weilt er hin in if'irer Agiitaticmis* anbeit durch terroristische Akte 'behindert würden,, siidh mit eipem gemeinsamen' Appell «»n: die K,.u 11 uf v ö l"k e r der Welt zu wenden, und deren Aufmerksamkeit auf die Ungesetzjixlhkeiit der W'«hlreci:.l:inverardnun,g, auf dem’ durch diese , Verordnitmg bagamgamen Recht sr a u b sowie *?.iuf den 'beisipielilioean Wahlterror dier Regierung z>u lenken... Polen. Kritische Lage der jüdischen Schulen^ Warschau, 15. März. (J. G. B.) Die Lage de« jüdischen' Schaden im Polen wird täghcih kritischer. Die Zentrale dieser Scbuilorga-ntLsation l'uid säm,t,l.:idhe Verbreiter dier jüdischem Presi&e zu einer Kctnfcr&niz eon und balt t-ie, ihren lobzten Vorsuich ziur Rettorug dieesr Sohuilien diurdh eiimen zündenudem Apipolil am, die jüdliischc Bevölkerung z>u unterstützen. Solltet auch' diieser e-rfolgdos vedkcHsn, dair.n hleilbt mk&’jta mehr übrig, ais ailile Schulen aü «cbliießem. Legalisierung der hebräischen Kulturorganisation Tarbuth. Warschau, 16. März. (Tel. der »Wiener Mct> genzeitting«.) Die hebräische Kukurorganisation . »Tarbüth«^' dier die Verbreitung der hebräischeh Kultur durch Gründung von Schulen, Kindergärten, Mittelschulen, Vo-lksuniversitäten zum Ziele hat, wurde durch das Innenministerium legalisiert. Im . Sinne der Statuten ist die Tätigkeit der »Tajbuth« anf: g a n z Polen ausgedehnt und die Begründung von Fd 1 i a I e n in allen Ortschaften zulässig. Die Orgamisatian, an deren SpiUcAbgeordneter T h on stakt, wird gegenwärtig an eine Organisierung der hebräischen Institutionen heftmtrewn!. Rumänien. Dr, Adolf Stern in Bukarest gewählt. Aus Bukarest wird uns berichtet: Das Ergebnis der hiesigen Wahlen für die rumänische Kammer hat ungewöhnliches Aufsoheoi erregt, weil : der auf ,der liberalen Liste kandidierte Judenvortruter Eli B e, r *k ovics gegen den Präsidenten des /Verbandes der eingehorentn Juden, Adolf S t e r h, der von dar Bauernpartei an begünstigte® Stelle in die Liste genommen wurde, unterlegen i.^fa, Adolf Stern hat sein Mandat auch nur daduircty erlangt, daß da« hervorragende Mitglied der Bauernpartei Dr. Lüipu, der an vier Stellen gewählt wurde, auf sein Bukarest er Mandat zugunsten Adolf Sterns verzieh t cf e. Dieses .jüdische Buikarcsier Mandat ist auch aus dem Grunde von besonderer Bedeutung, weil dies der erste. Fall ist, daß Buka* r e s t einen Juden ins Parlament entsendet, dazu noch einen mit jüdischnationalem Programm, wie Adolf Stern dies ,in einer Unterreduing mit dem Redakteur der »Lup'ta« ausdrücklich hervorhelbt. Abgeordneter Stern sagte unter anderem: . »Ich freue mich hauptsächlich aus dem Grunde, weil ich auf der Liste derjenigen Partei ins Parlament gelange, ^welche das Judentum als eine völlig g1 c i c h b e r e.c 'h t i g t e Nation anerkennt und von den Juden nicht die Verleugnung ihres Volkstums und ihrer Rasse fordert.« Auf die Frage^ wie sich Stern seine Tätigkeit im Parlament denkt, antwortete er: »Ich werde in der Kammer die rumänische Juden schaff vertreten, und zwar nicht im Schoße der Bauernpartei, da wir mit der Bauernpartei bloß ein Wahlbündnis abgeschlossen 'haben. Das bisherige Freundschaftsverhältnis werden wir Natürlich auch in der Kammer aufrechterhalten, da die Bauernpartei die einzige emstzunehmendö demokratische politische Organisation im Lande ist. Vor allem werde ich für die verfassungsmäßige Sicherstellung der Gleichberechtigung der Juden mit der größten Energie kämpfen. Ich werde die unveränderte Aufnahme dos betreffenden Artikels det