Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-03-13 · Heft 1121 (13.3.1922) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1121 (13.3.1922)
Date
1922-03-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980201--10527-2996886
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

13. M5rz 192? Nr. mt Wlon, Montag ' T-T'V t ■ Seite 31 -4 KX>< KD< ><£> *cv< portblatt der Wiener Horgenzettuns '88 <J*> QD 8 KB>( >CE>< ><D GOWVO OEM KH>< Die Meisterschaft. Sämtliche Favorits siegreich! — Sportklub, Hakoah und Rapid nehmen die ersten Plätze ein. — Ein Rekordsieg von Rapid. — Große Zuschauermengen. Klärung in der zweiten Klasse. — W. A. C. mit einem Punkt Vorsprung an der Spitze. Gestern kam Im allgemeinen c’ie Papierform wieder «b Limen, da die Favorits in allen Spielen die Punkte nach Hause brachten. Rapid schickte Admira mit einer gehörigen Packung heim. Auch die Hakoah konnte einen überraschend sicheren Sieg erringen. Der Sportklub hingegen mußte in der letzten Viertelstunde hart arbeiten, um zu verhindern, daß sein Gegner das Spiel ausgleicht. W, A. F. und Amateure erfochten recht knappe Siege. Auf dem Platze des ersteren Vereins gab es wieder einmal kleine Skandalszenen gegen den Unparteiischen, so daß das Spiel auf eine Viertelstunde unterbrochen wurde. Nachstehend die Berichte: Hakoah—Hertha 2:0 (2:0). Hervorragende Leistung der Hakoah-Deckting. — Bin überaus schnelles Spiel. F. A. C - Platz, 15.000 Zuschauer, Schiedsrichter Komar. Hakoah: Halpern; Scheuer, Trümmer; Kohn, Guttmann, Poßak; Häusler, Neufeid, Gansl, Grünwald, Stutzky. Hertha: Loschek; Neuhoid, Nowak; Milousik, Kantoer, Ustopad; Richter, Schiodelar, Tbimler, Sylvester, Picha. Die Hakoah erfocht gestern einen, verdienten und eindrucksvollen Sieg, obwohl die Hertha zeitweise gleichviel vom Spiele hatte und in den letzten zehn Minuten sogar weit mehr im Angriff war. Die Sieger hatten eine gänzlich veränderte Mannschaft auf dem Felde, da nur die Verteidigung die erbgesessenen Spieler aufwies, ln der Deckung gab es zwei neue Leute. Der Ex-M, T. K.-Mann Guttmann war an Stelle Grünfelds auf dem Mittelläuferposlen tätig und Poliak hatte da? Erbe von Molnar abgetreten. •Auch im Angriff waren Einschneidende Umgruppierungen vorgenommen worden, Der noch immer verletzte Häusler hatte mit Neufeld den Platz getauscht und Katz' war durch Slutzky ersetzt worden. Die Hertha hatte ebenfalls live -komplette Mannschaft nicht zur Stelle, da Ostrlcek und Soli! fehlten. Obwohl die eingestellten Ersatzleute Loschek, Neuhold und Slutzky die Leistungen der Abwesenden nicht erreichten, stand das Spiel zeitweise auf ganz bedeutender Höhe, Die zahlreichen, sich sehr diszipliniert verhaltenden Zuseher bekamen einen Kampf im wahrsten Sinne, des Wortes zu sehen. Unheimlich schne i wogte das Spiel von Tor zu Tor, wobei der Schiedsrichter einige Male energisch eingreifen mußte, damit das Treffen keine derbe Note bekommt. Herr Komar war seiner Aufgabe vollkommen gewachsen und seiner zielbewußten Leitung war es zu danken, daß die Begegnung der beide# Vereine ein vollkommen klagloses Ende nahm. Die Hakoahner waren ihren Gegnern in technischer •Beziehung weit überlegen, Auch im Zusammenspiel hatten erstere den Vergleich nicht zu scheuen. Da die Hakoah überdies schneller und durchschiägskräftiger war, so? kann man den Sieg als verdient bezeichnen, , - Zur allgemeinen Ueberraschung hatte sich der Schwerpunkt der siegreichen Mannschaft n?ch rückwärts verschoben. Bisher stand und fiel die Hakoah mit ihrem Angriff. Bot letzterer eine etwas schlechtere Leistung, dann war es meist um die ganze Mannschaft geschehen. Gestern aber liefen die Läufer der Hakoah zu einer derart respektablen Form auf, daß der Angriff zum Teil seiner verantwortungsvollen Arbeit enthoben war. Die Verbesserung der Deckung war auf die Einstellung der beiden neuen Spieler Quttmann und Poliak zurückzuführen. Der Debütant Gattmann spielte vor der Pause nicht schlecht, doeh vermochte er sich nicht besonders aus?uzelchnen. Nach Seitenwechsel lieferte er ein Spiel, wie. wir es in Wien nur selten gesehen haben, Guttmann ist das, was man einen Angriffshalf nennt, Sein Spiel nützt in erster Linie den eigenen Stürmern. Sein taktisches Verständnis , sein Zuviel und sein Steilungsvermögen stempeln Ihn zu'einem Läufer von Klasse, Technisch wurde er von Poliak womöglich noch übertroffeo. Dieser Spieler, der sich seinen Platz in der ersten Mannschaft schwer erkämpft hat, zeigte vor der Pause Kabinettstücke von gediegener Ballbehandlung und Abwehrarbeit. Nach Halbzeit wurde er verletzt und konnte dann nicht mehr recht mit Der dritte Läufer Kohn profitierte ebenfalls vom guten Spiele seiner Nebenleute:. Er lieferte nach der Pause eines seiner besten Spiele, Eine ganz bedeutende Form Verbesserung wies äuch Scheuer auf. Er war wieder der Fels, an dem die austürmende Brandung zerschellte, Trümmer ist eia nützlicher Spieler, .da er schnell ist und rasch nach dem Ball startete. Seine Leistung wird aber durch unnützes Posieren gedrückt, Halpern kam erst ziemlich spät in Form. Anfangs war er unsicher, in den letzten zehn Minuten, als schwere Angriffe sein Tor bedrohten, bewies er wieder sein großes Können. Um den Angriff war es diesmal schlechter bestellt. Vor allem konnten beide Flügelstürmer nicht befriedigen. Per noch immer verletzte Häusler wich jeder Berlilming mit dem Gegner ängstlich aus. Da er außerdem nur wenig Bälle erhielt, kam er nur selten richtig ins Gefecht. Der zweite Flügelstürmer Slutzky hatte vöm Anfang an Pech, BP daß er bald das Selbstvertrauen verlor. Er ist bestimmt ein weit besserer Fußballer, als man auf Grund seiner gestrigen Leistung annehmen könnte. Das lunnentrio spielte bis zur Verletzung Ganslß ausgezeichnet. Als Gansl um Mitte der ersten Spielzeit einen derben Tritt erhielt, wodurch er außer Gefecht gesetzt wurde, erfuhr der Angriff »ine neuerliche Schwächung. Die sich in -glänzender Form befindenden Stürmer Grünwald und Neufeld verstanden es aber, mit Hilfe ihres Mittelläufers die Stürmerreihe In Schwung zu halten. Wenn der Angriff in der allen Aufstellung zur früheren Form aufzulaufen vermag, dann erscheint die Hakoah, mit Rück-, sicht auf die bedeutende Verstärkung der Deckung, dazu berufen, heuer Großes zu leisten. Die Hertha spielte im gestrigen Spiele fm allgemeinen eine gute Rolle, Sie war hart, energisch, gut ausgeglchen und kombinationstüchtig. Ihre Niederlage war darauf zurückzuführen, daß die Favoritner dem Gegner technisch stark unterlegen waren. Außerdem hielte« einige Leute das Tempo nicht durch, wie Kantner und Nowak. Mehrere Spieler waren auch zu ia-ngsam, so hatten zum Beispiel Thimlcr und Malousik ein Lauftraining dringend nötig. Trotz des gestrigen Mißerfolges ist mit der Hertha in der Meisterschaft noch immer zu rechnen. Auch bei den Fävorilnern war die Deckung, ln der Lislopad eine Spitzenleistung bot, der beste Mannschaftsteil, Die beiden Verteidiger waren nicht schlecht, doch machte sich das Fehlen von Solil empfindlich fühlbar. Loschek trug an den beiden Toren kein Verschulden. Der Angriff hatte in Thimler einen sehr verständigen,.. aber etwas langsamen Dirigenten. Die Verbindungsstürmer kombinierten zu wenig raumgreifend. Richter konnte sich nicht wie sonst zur Geltung bringen. Picha ist ein Spieler, der nur links stoßen kann. Einbeinige Spieler können niemals Größen werden. Die Hertha unternimmt die ersten Angriffe, die aber nicht über die gegnerische Verteidigung hinausführen. Nun kommen die Hakoahner in Schwung. Neufeld überspielt mehrere Gegner und gibt den Ball schußgerecht an den freistehenden Grünwald, der das in ihn gesetzte Vertraien rechtfertigt. Dadurch gelangt die Hakoah in der 6. Minute in die Führung. Das Spiel wird unheimlich schnell. Einmal hat Neufeld eine günstige Schußgelegenheit, die er aber nicht ausnützt. Das Uebergewlcht der Hakoah hält ungefähr bis zur 15. Minute an, dann übernehmen wieder die Favoritner das Kommando. An Scheuer finden sie aber ihren Meister. In der 23. Minute trägt die Hakoah wieder einen Angriff blitzschnell nach vorne. Gansl wird im Strafraum in aussichtsreichster Position zu Fall gebracht, was den Schiedsrichter veranlaßt, einen ElfmeterstoS zu diktieren. Neufeld übernimmt die.Ausführung des Strafstoßes. Erjagt den Ball mit Wucht dem gegnerischen Tormann in die Hände, der aber das Leder nicht fangen, sondern nur Zurückschlagen kann. Rasch ist Neufeld wieder zur Stelle und lenkt den Ball endgültig ins Netz. Hakoah führt 2:0, Bald 'darauf wird Gansl verletzt und kann nicht mehr mit. Die Hakoah bleibt aber trotzdem weit mehr im Angriff. Zwei Freistöße, .von Guttmann und Neufeld ausgeführt, verfehlen nur knapp das Ziel. Beide Male streift das Leder die Torstange, Knapp vor der Pause gelangt dann Picha von Hertha in aussichtsreicher Stellung in den Besitz des Balles, doch der Spieler vermag die Situation nicht auszunützen. Nach Seitenwechsel hat die Hakoah wieder mehr vom Spiel. Nun wird Poliak verletzt,, so daß die Kampfkraft der Mannschaft neuerlich eine Schwächung erfährt. Jetzt gewinnt Hertha die Oberhand, die schnellen Angriffe der Hokoah sind aber bedeutend gefährlich. Einmal vergibt Slutzky, obwohl er fast im gegnerischen Tor steht, ln den* letzten zehn Minuten drängt die Hertha stark, doch hatte man den Eindruck, daß das gegnerische Tor nie ernstlich ip Gefahr kam. Knapp vor Schluß wäre es Gansl fast gelungen, ein gleiches Tor mit dem Kopfe, als im Spiele gegen Vienna, zu erzielen. Der Ball ging aber ins Aut. Bald darauf beendete die Schiedsrichterpfeife diesen interessanten Kampf. Sportklub—Vienna 2:1 (2:0). Bin Eigentor der Sieger. Lehrersportplatz, 8000 Zuschauer, Schiedsrichter Schmidt, Sportklub: Edi; Beer, Teufel; Plank, Lowak, Zank!; Wunsch, Hergeth, Karl, Hans, G'_ebisch. Vienna: Pendl; Blum, Trink!; Eckel, Bulla, Heinlein, Kargl, Kuzel. Der Sportklub konnte durch einen verdienten, wenn auch hart erkämpften Sieg die Führung In der Meisterschaft auch weiterhin behaupten. Die Dornbacher haben bereits wieder ihre Herbstform erreicht, lassen aber noch einen, Mangel an Ausdauer erkennen, der ihnen gegen stärkere Gegner leicht verhängnisvoll werden könnte. Gestern vermochten sie durch 60 Minuten hindurch ihre Gegner verblüffend leicht zu halten, waren aber dann vollständig „fertig“ und hatten große Mühe, sich ihrer besser trainierten Gegner zu erwehren, die es nur dem Mangel an einigermaßen schußfähigeu Stürmern zuzuschreiben, hatten, daß sie in diesem Zeitraum nicht zu einem allerdings unverdienten Ausgleich kamen, Bei Sportklub gefiel vor allem das lnnenlrio, Hergeth, Karl und Hans Kannhäuser; in der Hintermannschaft waren Plank und Bedr die besten; etwas, schwächer erschien uns Teufel. Edi 'im Tor hielt einige schwierige Bälle, er trug aber an dem einzigen Treffer, der Gegner die Hauptschuld. Bei Vienna befriedigte wieder nur die Hintermannschaft, während der Angriff, trotz Einstellung Heinleins, nichts Besonderes leistete, Per Heimkehrer Heinlein war zwar nicht schlechter, aber auch nicht besser als die übrigen Döblinger Angriffshelden. Wirklich gut spielten dagegen Blum und besonders Weber, der der beste Mann auf dem Felde überhaupt war. Sportklub unternimmt heftige Angriffe und schnürt den Gegner bald völlig ein, kann aber . erst nach einer halben Stunde durch Hans nach einem Strafstoß und gleich darauf durch Hergeth zwei Treffer erzielen. Nach der Pause ist das Bild anfangs das gleiche, langsam fällt aber i Sportklub zurück und Vienna kommt nun mächtig auf. Dank der Schußunfähigkeit des Döblinger Angriffs können aber die Dornbacher ihr Tor reinhalten und nur ein Eigentor Edis verhütt den Gegnern zu einem billigen Treffer, Die letzten Minuten bringen wieder das Vienna- Tor in Gefahr, ohne daß am Resultat etwa? geändert wird. Rapid—Admira 10:2 (4:1.) Der Rapid-Angriff in großer Form. Rapid-PIatz, 18.000 Zuschauer. Schiedsrichter Seemann. Rapid: Pauler; Nietsche, Schlosser; Neubauer, Brandstätter, Klär; Wondral^ Uridil,„Kuthan, Bauer, Wessely. Admira: Wieser; Vozi, Hamerlink; Häckl, Koch, Führlinger; Wohlmuth, Schierl, Klima, Weigl, Skolaut.' Rapid konnte im gestrigen Meisterschaftsspiele wieder zu voller Form auflaufen und so die deprimierten Florid*- dorler Gäste mit einer Rekordpackung heimschicken, insbesondere der S urm konte nach langer Zeit wieder einmal gefallen. Jeder einzelne Mann spielte zweckmäßig und vergaß auch nicht auf das Schießen. Rigo überbot1 sich selbst an BravourstUckchen, Bauer war, besonders nach Halbzeit, in vorzügliche^ Form, während der „Tank* der gefährlichste Mann im Angriff war. Wondrak und besonders Wessely zeigten Rinke Läufe und ließen es an Initiative nicht fehlen, ln der Deckung wär Neubauer der Beste. Er dürfte auf dem Posten des Seftenhalfs bald auch den Besten in diesem Fache nur mehr wenig nachMehen. Brandstätte,r und Klär befriedigten restlos. N i e t s c h, der nach langer Zelt wieder als Verteidiger antrat, bot keine besondere Leistung. Auch Schlosser 'hatte wenig Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Pauler. im Tore der Grünen, hätte wohl die beiden Tore der Gegner, verhüten können, sonst spielte er tadellos. Bei den Unterlegenen konnte im Sturm nur Klima gefallen Woh.lmuth besitzt in seinen unvermuteten Torschüssen eine gefährliche Waffe. Immerhin dürfte ihn aber gestern das Glück etwas unterstützt haben, ln der Deckung der FJpridsdorfer bot Koch eine annehmbare Leistung. Sein« Nebenleute fielen vollkommen' um. Die Admira hatte das Pech, ihren vorzüglichen Verteidiger Vozi, der am Anfang des Spieles verletzt wurde, entbehren zu müssen. So verlor die Verteidigung ihren letzten Halt. Wieser war gut, nur wehrt er zu riskant ab. Der Spielverlauf sah Immer die Hausherren im Vorteil. Trotzdem war das Treffen stets flott und interessant. Die Tora erzielte# für Rapid: Kuthan (3L Bacher (3), Urldü (2), Wessely und Neubauer (Elfmeter). Für Admira war beide Male wohlmuth erfolgreich. Amateure—Ostmark 1:0 (0:0)« Die Pause ist die entscheidende Wendung. Ostmark-Platz, 10.000 Zuschauer. Schiedsrichter Preßler. Amateure: Jokl; Neumaier, Heikenwälder; Fuchs Helmreich, Geyer; Köck, Swatosch, Konrad, Hansl, Cutti. Ostmark: Zink!; Hiitl, Biqhler; Fürst, Biber, Lacken* bauCr; Pertzel, Hofbauer 1, Schneider, Hofbauer ll# Rybuiczek. Nach einer Serie von fünf hintereinander verlorenen Meisterschaftsspielen gelang es den Amateuren endlich wieder zu zwei Siegespunkten zu kommen, die sie hart genug erkämpfen mußten. Erst in der zweiten Hältte setzten sich ihre Klasse und ihr technisches Uebergewicbt durch. Vor der Pause hatte Ostmark mindestens die gleichen Gewinnchancen. Bei den Brigittenauern brillierte ihr Tormann Zinkt» der seinen Verein vor einer größeren Niederlage bewahrte, und der Centerhalf Biber, ein zäher, robuster Kämpfer, der seinen Widersacher unausgesetzt auf den Fersen war. Schneider ist ebenso schlecht geblieben, wie er es bei cler Vienna war. Recht'brav hielt sich Hiitl in, der Verteidigung. Bei den Siegern gab es wieder ein feines Kombinationsspiel zu. sehen, dem auch oft durch scharfe Schüsse der erfolgverheißende Abschluß gegeben wurde. Der beste Mahn der Violetten war wieder Geyer, ihr schlechtester der Ersatzmann Helmreich. Ostmark beginnt mit scharfen Angriffen. Langsam kommen die Amateure auf. ln der 13. Minute spielt sich Schneider durch, schießt aber darüber. Eine schöne Kombination Cutti-Konrad endet mit einem scharfen Schüsse# den Zinkl meisterte, ln der 18. Minute übersieht der Schiedsrichter ein Hands Helkenwälders. Biber wird verletzt und muß für einige Minuten ausscheiden. Er kommt aber bald wieder zurück. Ostmark ist jetzt wieder etwa* überlegen, hauptsächlich dank der guten Arbeit Bibers, Das Spiel Ist in der Folge ganz offen, Ein Drehschuß Konrads aus günstiger Distanz wird von Zinkl abgewehrt Umgekehrt bringt Neumaier einen Durchbruch Schneider? im letzten Moment zum Stehen. Nachdem noch [okl ein grimmiges Geschoß Hofbauers abgefangen hat, geht es in die Pause, Nach der Pause haben die Amateure das Heft In der Hand und drängen tast unausgesetzt. Ein feiner Schachzug Konrad-Köck-Hansi wird von Zinkl im letzten Moment durch Hin werfen durchkreuzt, in der 25. Minute fällt di« Entscheidung. Swatosch übernimmt einen Ball Konrads und feuert ihn unhaltbar unter die Latte. Bei sichtlicher üeber- Jegenheit der Amateure nimmt der Kampf seinen Fortgang, doch wird an dem Resultat nichts mehr geändert. Gegen Schluß erholt sich Ostmark ein klein wen g und schafft hoch einige brenzliche Situationen vor dem Amateur-Goal, doch durch die Zaghaftigkeit der Brigittenauef Stürmer entsteht für sie kein Erfolg. W. A. F.—Rudolfshügel 1 :0 (0 : 0). Gute Torwäcbterleistungen. W. A. F. - Platz, 3000 Zuschauer, Schiedsrichter Sternfeld. W. A. F.: Jancsik; Amesberger, Gold; Heinz, Ray# Fiala; Klein, Janl, Horeys,.Pappstein, Kafka. . Rudolfshügel: Brazda; Wagner, Kiesling; Kohnst# Kramer, Prohaska; Beck, Okrouhly, Morawetz, Kölbl, Lani. W. A. F. trat mit Ersatz für Fischera und Achatzi an. Ersterer war durch den talentierten Junior lani vertreten, während Ray als Mittelläufer den Anforderungen nicht genügte. Heinz, der wieder einen seiner guten Tag« hatte, mußte öfters in der Mitte aushelfen. Fiala bot eins gediegene Leistung. Seine Schüsse aus dem Hinterhalt brachten Brazda in arge Verlegenheit. Von den Verteidigern war Gold der bessere, Dieser Spieler, überragte, was Ball*; Sicherheit, Placierung und Stoßkraft anbelangt, alles im Felde. Amesberger lief erst nach Halbzeit zu seinersonstigen Form auf, Jancsik war anfangs unsicher, hielt aber später aller, was auf sein Heiligtum geflogen kam. Dis Stürmerreihe, die in Kiew und Horeys ihre Hauptstützen hatte, kombinierte sehr brav, Der Junior Jan* fand sich überraschend gut mit -seinen Nebenleuten zusammen. Pappstein und Kafka fielen etwas ab. Rudolfshügel trat ebenfalls mit Ersatz für Winkler afl. Die Mannschaft, die schon ln der Herbstsaison 80 manchen schwachen Punkt aafzuweisen «hatte, konnte gestern, bis auf Brazda, der in hervorragender Form war, absolut nicht befriedigen. Wagner und Kiesling waren unsicher* letzterer war übrigens unnötig derb. Kramer bot eine ausgeglichen« Leistung und war seinem Gegenüber überlegen. Prohaska tat in seinem Uebereifer des Unerlaubten zu viel. Pi« Stürmerreihe, in der einige neue Leute tätig waren, könnt« .infolge ihres planlosen Systems einerseits und der hervorragenden Arbeit' Golds andererseits zu keinem zählbare» Erfolg kommen. Dar alte Beck wäre noch als einziger Lichtpunkt dieses Quintetts zu erwähnen, Leider mußt« das. Spiel auf zehn Minuten unterbrochen werden. Da der nominierte Aut-Richter nicht erschien, mußte ein solcher dem Zuschäuerraum entnommen werden. Dieser Herr provozierte das Publikum, welches nach dem erz elten Erfolge der .Hütteldorfer ins Spielfeld strömte und Schiedsrichter Stern* feld bedrohte; Herr Sternfeld flüchtete auf die TribUn? und konnte dank des gut funktionierenden Ordnerdienstes und polizeilichen Schutzes unbehelligt das Spiel zu Ende leiten. Nur schwer waren die Radaubrüder zum Abzug zu bewegen. i Der junge Jani eröffnet das Spiel mit «inem Angriff# der In den Händen Brazda» endet. Rudolfshügel erwidert und Jsncsik bekommt leichtere Arbeit. Im weiteren Spielverlauf machte sich eine leichte Ueberlegenheit der Jiütteldorfer bemerkbar, doch.die wenigen Schüsse werden eine leichte Beute Brazdas. Nach Seitenwechsel nimmt Rudolfshügel öfters z« Derbheiten seine Zuflucht, Schiedsrichter Sternfeld bestraft ein Foul Prohaskas, was im Rudolfshügel-Anhang Unwillen auslöst. In der 15. Minute bricht Klein am Flüge, durch, seine Flanke" übernimmt Horevs. der scharteinsendet,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.