Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1120 (12.3.1922)
- Date
- 1922-03-12
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1120 Wien, Sonntag wannen bald einen eulen Ruf, wozu nicht wenig ihre beiden jüdischen Mitglieder Otto Wahle und Karl Ruberl beitrugen. Wahle ist noch heute eine Kapazität Im Schwimmsport, er bekleidet derzeit in Amerika den Ehrentrainerposten bei den berühmtesten Schwimmern der Vereinigten Staaten. Auch sonst gehören die von unseren Gegnern als wasserscheu bezeichneten Juden zu den tüchtigsten Schwimmern. Wir verweisen nur auf. die Namen Simon Orlik und Fritz Kohn. i Im Radfahren haben sich die Juden in Wien zur Zeit, als dieser Sport in Blüte stand, besonders ausgezeichnet. Der Weltruf besitzende Maxine Lurion war Jude. Max Läufer, Richard Heller und Friedrich Porges gehörten ebenfalls unserem Volke, an. Das Entstehen der' Leichtathletik hat Wien zum Großteil, den Juden zu verdanken. Heuer werden es gerade 25 fahre, daß Jüdische Sportleute des Sportklubs Hungaria da? .erste leichtathletische Meeting veranstalteten und dadurch den Grundstein zur. Leichtathletik legten. Der erste Wiener Läufer, der Im Auslande einen Preis errang, war ein sephardischer Jude namens Albala. Ebenso war «fer erste Wiener Läufer, der die Meisterschaft von Ungarn gewann, ein Jude namens F. Graf. Der Jude l. Sohr war der erste Wiener, der ein Diskuswerfen gewann. Wolksgenossen wie Eugen Spiegler, der lange Zelt der beste Geher von Oesterreich war, Siegfried Großmann, Heinrich JCraus und Paul Fried gewannen zahlreiche Preise. , . . •■Im Autosport, der allerdings nicht zu den Volkssporten zählt, sind viele Namen zu finden, die dem Judentum alle Ehre machen. Neben Jellinek, dessen / genialer Unternehmungsgeist die berühmten Mercedes-Wage» erstehen ließ, finden wir andere Juden, die sich wieder am Volant als, erste ihres Faches zeigten. , Zu dem schon vor Jahrzehnten gegründeten Rufe Wiens als Stadt der stärksten Männer haben die Juden ebenfalls viel beigetragen. Insbesondere zwei von ihnen errängen viele Erfolge, sie stellten sogar Weltrekorde auf. Michael Mayer hatte im einarmigen Stemme»- auf der ganzen Welt keine Konkurrenz zu fürchten, Berthöld Tandler war einer der stärksten Männer der Erde und es gelang ihm oft, Meisterschaften zu gewinnen. . - Die kurze Aufzählung, die kelnferi Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, beweist, daß die Juden bedeutenden Anteil an dem Aufschwung des Sports In Wien hatten, ln anderen Ländern konnten die Juden selbst bei den olympischen Spielen den Lorbe.erzweig erringen. Wir wollen nur den Ungarn Guttmänn anführen, der im Jahre 1896 in Athen zwei Schwimmkonkurrenzen gewann.! Der Jude betreibt den Sport mit Lust und Liebe. Er bringt ihm viel Verständnis entgegen, er trainiert eifrig; ist khmpfeSmutig, geistesgegenwärtig, stets nüchtern und diszipliniert. T)urch ihr ruhiges Und bescheidenes Auftreten haben es die ersten jüdischen Sporlieute verstanden, die Sympathien aller wirklichen Sportleute zu erwerben. . . A. Moreno. Fußball. Jüdischer Sportveband. In der letzten Vorstandssitzung wurden folgende Anmeldungen von Veranstaltungen zur Kenntnis genommen: 15. März: Kadimah,. Redoute. 26. März: Hagibor, Fest. Ferner werden die Vereine auf folgende Termine aufmerksam gemacht: 16.! März: Hakoah, Blau-Weiß-Redoute. 20. März: Kreisleitung, Festvorstellung in der Freien jüdischen Volksbühne. 14. bis 18. Juni: Kreisleitung, Jüdisches Turn- und Sportfest. Die.dem |ücJiscIrei^pörtyei|baod;,angc-hö.renden Vereine tverden ättfgetofdert, Listen mit derigenäuefi Namep und-. Adressen jhrcr Mitglieder ehestens an den Spörtverbänd (I., Wiesingerstraße 11) zu senden. Ebenso sind auch allmonatlich die Veränderungen, im Mitgliederstand änzuzeigen. _ Ein Ausländergesetz.; G ö e t h e: Grau, teurer Freund, ist ulle Theorie und grün des Lebens Baum, Der Vorstand des Niederöstetrfeichischen Fußballverbandes hat vor längerer Zelt einen Beschluß gefaßt, dessen Auslegung uns nicht richtig erscheint. Der damals angenommene Antrag lautet : In einer Mannschaft dürfen flicht mehr als zwei Ausländer an einem Meisterschaftsspiel Teilnehmern Wenn man sich an den Wortlaut, dieses Beschlusses halten würde, dann wären wahrscheinlich Sämtliche erstklassigen Vereine ihrer meisten Spieler in der wichtigsten lokalen Konkurrenz beraubt. Unter Ausländern verstehen . nämlich d e staatlichen Behörden jene Personen, die kein österreichisches Staatsbürgerrecht besitzen. Der Niederösterreichische Fußball-Verband hat sich nun eine andere Auslegung zurechtgelegt, die sagt: Als Ausländer ist derjenige Spieler zu bezeichnen, dessr.i Stammverband (erster Verband, bei dem der Spieler gemeldet war) nicht der österreichische, sondern ein anderer voh der Fifa anerkannter Staatsverband ist. Demnach können zum Beispiel bei der Hakoah Neufeld, Guttmänn und Molnar yicht gleichzeitig in einem Meisterschaftsspiel Mitwirken, sondern einer von den dreien ist gezwungen, zu pausieren. Nun erfährt diese, Bestimmung eine Einschränkung, die dahingeht, daß Spieler, die dem altösterreiohischen Verband angehörten, nicht als Ausländer angesehen werden. In diese Kategorie fällt zum Beispiel Hansl (Afoateure), der noch zur Zeit des Bestandes der österreichischen Monarchie nach Wien übersiedelte. Der Niederösterreichische Fußball-Verband macht aber eine Weitere Konzession, die zumindest als unlogisfch bezeichnet werden darf. Er zählt nämlich zum Beispiel den Amateur-Verteidiger Neumayer, der nach Wien kam, als der tschechoslowakische Verband bereits vollkommen selbständig und von der Fifa anerkannt war, ebenfalls zu den Altösterreichern. Nach dieser Auslegung gelten bei uns Angehörige des polnischen, tschecho-slowakischen und jugoslawischen Verbandes nicht als Fremde. Diese Spitzfindigkeit erscheint nicht am Platze. Wenn man die Zugehörigkeit zu einem Lande vom Stammverband abhängig macht, dann muß man sich von der staatlichen Selbständigkeit der Gebiete, von denen der Spieler stammt, leiten lassen, wobei es ganz gleichgültig ist, ob das Gebiet einmal zu Oesterreich gehörle oder nicht. Es ist direkt komisch, daß die Bürger der Folgestaaten ' bis zu ihrem Lebensende ats österreichische Spieler bezeichnet werden. Der Niederösterreichische Fußbafl-Verband wird noch mit der Entente in Differenzen kommen. Zur Illustration der Haltlosigkeit der Auslegung des Beschlusses soll folgendes Beispiel angeführt werden: Molnar ist in Wien geboren und übersiedelte, als er sechs Jahre alt war, nach Budapest. Es ist nun klär, daß er in der Zeit seines Wiener Aufenthaltes beim österreichischen Verband nicht als Spieler gemeldet war. Seine sportliche Tätigkeit, begann er in Budapest, wb er selbstverständlich beim M. L. Sz. gemeldet wurde. Nach Kriegsende kehrte er nach Wien zurück und nun erlebt er die unangenehme Ueberraschung, daß er, obwohl in Wien geboren, als Aus-* länder gilt. Wir wären neugierig, xob zum Beispiel der holländische Fußballverband eine ähnliche Bestimmung treffen würde, wonach zum Beispiel einer seiner Söhne. _WIENER MORGENZEITUNG HeuteHasmonea MaskenRedoute diirii In Kad. manns SaallQkolitSten' ■■■■■ n J (neben lustspleltheaicr) ■ ■ der sich bei Grashoppers-ZUrlch betätigte,' nach seiner v Rückkehr an der Meisterschaft nicht teilnehmen dürfte. A Dieser Beschluß Ist umso unangebrachter, als wir in außergewöhnlichen Verhältnissen leben. Die jungen Leute/ denen das Fortkommen im eigenen Lande nicht möglich ist, sind oft gezwungen, in der Fremde ihrem .Lebensunterhalt qaehzugehen. Einem Teil von ihnen soll nun die; sportliche Betätigung unterbunden sein. Laut Verbandst Satzungen haben wir ausschließlich Amateurspieler und alle festgelegten Bestimmungen müssen dieser Tatsache Rechnung.trage». Es geht einfach nicht an, Amateuren die Spielbewiliigung einzuschränken,; wobei der Verband von dem Grundsatz ausgeht, daß er es mit Sportabenteurer» zu tun hat. Es geht weiters nicht an, daß der Fußball- Verband den Begriff Ausländer nach seinem Gutdünken ummodelt. Der Beschluß enthält eine krasse Ungerechtigkeit und es wird Aufgabe des österreichischen Staatsverbandes sein, diese einschränkende Bestimmung aufzuheben. f. b. Die ungarische Profi-Affäre. Aeußerungeti Dtv Fodors. Dr. Fodor, der Direktor des M. T. K.,. veröffentlicht nachstehende Zeilen im Münchner „Fußball“: „Wir hatten in den letzten Tagen einen großen Kampf im. Ungarischen Fußballverbänd auszufeehten. Anlaß zu diesem Kampfe gab eine Serie der Enthüllungen, die..in einer Budapester Sportzeitung erschienen und die größten und geachtetsten ungarischen führenden Vereine des Professlonalismus beschuldigten. Die Motive dieses Enthüllungsfeldzuges waren kaum beachtenswert, dehn e‘ne politische Tendenz lauerte im Hintergrund, die die heutigen Machtverliältnisse im Verbände sprengen wollte > und dep gaifzen Verband einer > rein politischen Machtgruppe auszuliefern beabsichtigte - und in dieser Absicht in ihren Mitte'» keineswegs wählerisch war. Sie benützte hiezu die wegen Professionalismus verurteilten. Spieler des Kispesti A. C. die aus Rache und von dem Wunsche beseelt, alles mit sich zu reißen, die unglaublichsten Verleumdungen Uber den M. T. K.„ F. T. C., U. T. E.. UL, Bezirk. T. V., B. T. C. usw. verbreiteten und die Verachtung aller ehrlich, denkenden. Sportleute auslösten. Die nächste Folge war, daß man dem Verband einen Regierungskommissär auf den Hais hetzen wollte unter dem Vorwände,, daß der Ungarische Fußball-Verband, obwohl er unlängst mit seinem Urteil ln -der Kispest'-Angelegenheit .doch bekundet hatte,daß er fest .entschlossen ist, die Auswüchse des Scheinamateurismus zu, bekämpfen, sich statuteriwidrig betätige, indem er unter seinen Mitgliedern Vereine‘dulde, ‘ die schön längst von dem Wege des Amateurismus -abgewichen-seien.- Obwohl sich der Verband darüber klar war, welche Tendenzen hier zur Geltung kommen wollten, sah er Sich doch veranläßt, die Frage des Amateurismus auf; die-Tagesordnung einer Plenarsitzung zusetzen: Dort wurde durch den Zusammenstoß der .verschiedenen Meinungen der; klare .Standpunkt der Vereine herauskristallisiert und das Problem des Amateurismus auf eine Weile — ob scjdecH oder, .gut, ist, Ansichtssache — gelöst. ' ' Zvvei.^yerschiedene Meinungen standen;sc|troff einander! ' gegehüberH Die ' eine, die besonders' durch den Vertreterdes M. A. C/ betont wurde, war dte Rückkehr zum ideale» ÄmatCurlsmus, eirisStandphnkt, /ÖÖr siehr^ächtungswert Ist; aber auf völliger Unkenntnis der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse beruht t die andere zieht die realen Lebensverhältnisse in Erwägung und paßt ihnen den Begriff des Amateür'smus. an. Diesen Standpunkt habe ich im Verbände vertreten; ich, kann ruhig behaupten, daß er die Zustimmung beinahe, aller Anwesenden erhielt.“ Aus den Äußerungen ist ersichtlich, daß die Verhältnisse ln Ungarn die gleichen sind wie in den übrigen Ländern. ' - ' „ DJe süddeutsche Meisterschaft. Nachstehende Zusammenstellung, die wir dem Münchner „F u ß bä l 1" entnehmen, ermöglicht eine genaue Uebersicht über die Schlußkämpfe in Silddeutschland. Die Ab teil u n g ss leg e r. Mordbayern: 8p. Vg. Fürth, : , r ■ mit 3:2 und 2:1 gegen I. F, C. Nürnberg. Südbayern : F. C. W a c k e r, mit 3:1 und 5:2 gegen 1860 München. Württemberg i S p o r t f r e u n d e - $ i u 11. g a r t, mit 1:0 und 3:2 gegen Stuttgarter Kickers. , .Südwesten: Karlsruher F. V., i" mit 2:2 und 3:2 gegen Phönix-Karlsruhe. Odenwald: V. f. R.-Mannheim, mit 5:0 und 1:1 gegdn 08 Lindenhof. t Pfalz: P h ö n i x-L u d w i g s h a I e n, mit 0:1 und 4:2 und 3:2 gegen 1903 Ludwigshafen. Nordrtiain: G e r m'a n i a-F r ä n k f u r t, mit 2:2 und 0:0 Und 4:i gegen Eintracht- Frankfurt. Südmain: V. f. L. Neu-Isenburg, mit 3:0 und 4:1 gegen Union-Niederrad.1 Rheinhessen :'Sp. V. Wiesbad, e n, mit 0:2 und 4 :1 und 2 : 1 gegen Alemannia- Worms. Saar: Borussia-Neunkirchen, mit 2:1 Und 0:0 gegen Saar 05. ' ■ D I e B e z I r k $ s i e g e r: Württemberg-Südwesten: Sportfreunde- Stuttgart, « mit 1:0 und 1:1 .gegen Karlsruher F. V. Saar-Rheinhessen: Borussia-Neunkirchen, mit 3:1 und 3:0 gegen Sp. V. Wiesbaden. Odenwald-Pfalz: N o c h n i c0h t e r m i 11 e 11. Entscheidung fällt heute. Erstes Spiel zwischen PhÖniX**LüdWigshafen und V. f. R.-Mannheim 0:0. Nordbayern-Südbayern: Noch nicht ermittelt. 8p. Vg.. Fürth und Wacker-Mllnchen treffen sich heute und am 19. d, M. in Fürth und München. Nordmäin-Südmain: Noch nichtermlttelt, Germania-Frankfurt und Isenburg treffen sich heute und am 19. d. M. Spielvereinigung Fürth—-Wacker (München). Schaffer oder Leiderer - Die erste Begegnung dieser beiden hervorragenden süddeutschen Mannschaften, die heute in München stattfindet, erweckt auch bei uns großes Interesse. Zum heutigen Spiel schreibt eine süddeutsche Sportzeitung; 12..März 1922 Seite 13 „Heute werden wir zwei Probleme gegeneinander« prallen sehen: das Problem zweier Mitteistürmerl Schaffer und S e f d e r e r 1 Schaffers Nimbus ist ungeheuer j er hat zeitweise den ganzen deutschen Fußballhimmel verdunkelt, Seiderer gilt als einer der besten d eu t sc hon Mittelstürmer! Meiner Ansicht nach mit vollem Recht 1 Schaffer ist einer der raffiniertesten und elegantesten Techniker, die wir besitzen! Aber . . . etwas zu bequem 1 Das verstimmt hie und da! 8 e l. d e r e r ist ebenfalls ein ganz gefährlicher Taktiker, der mit . allen Wassern gewaschen ist. Seiderer schafft dazu wie eilt Löwe und holt sich die Bälle aus allen Windrichtungen höchstpersönlich! Cesky Lev (Pilsen)—Hägfbor (Prag) 2:1. Hagibor war von vornherein durch den fremden», etwas, schmalen Platz sowie durch den Umstand, das ersta, Spiel der Saison gegen einen spielstarken Gegner aus», tragen zu müssen, stark gehandikapt. Hagibor hatte in der ersten Halbzeit infolge kräftigen Rückenwiudes eine klein» ’ Ueberlegenheit und viele Chancen, die mangels Energia vor dem gegnerischen Tore nicht ausgenützt. wurden. In ' ejer zweiten Halbzeit, gegen Wind spielend, konnte er sicht der vielen feindlichen Angriffe nicht mehr erwöhren, umsomehr als die Hintermannschaft ausgepumpt schien, Int allgemeinen wäre zu bemerken, daß die ganze Mannschaft unter d?m vollkommenen Trainingsmangel litt, Insbesondere» das Läufen und die Ausdauer ließen viel zu wünschen übrig, was beides durch ernste Trainingsarbeit bald zu beheben wäre. Auch die Ballbehandlung wär ziem lieht schwach. Wohryzek war der einzige, der anständige Paßbälle zustande brachte: Von ausgezeichnetem Sportgeist zeugte die aufopfernde Arbeit Neuwirths. Reserve gegen. Vilctoria-Vrsovice 2:2. Bei diesem Spiele bewährten sictx. die neuen Spieler, aus dem Dörost, besonders Justitz. Makkabi (Proßnitz)—Ölotnouc 2:1« Makkabi (Proßnitz) eröffnete seine diesjährige Früh« Jahrssaison mit einem Spiel gegen den erstklassigen S, C«. Oloinouc. Beiden Mannschaften war dje train'nglose Winter-, pause'deutlich anzumerken. Bei Makkabi glümsten Klein alst Back» und Bratter im Tor, bei 8. C, Ölotnouc gefiel der Tormann. Die Treffer erzielte Bauer (2), das Ehrentor füfdie Gäste resultierte aus einem Elfmeter. N Makkabi (Mährisch - Östrau)—Makkabi (Teschen) 4:1. Das Spiel, das in Teschen stattfand, zeigte eine groß® Ueberlegenheit der Ostrauer. Die besten Leute im Felda waren, Goldberger, Julelc, Hornung .und .der Centerhall Mebzer. Die Tore für Ostrau erzielten Hirschberger (2),' Jabron I und Isi Hornung. Für Teschen skorte Borger. Der Abbau des Hasses. Eine Schwalbe macht noch keinen, Sommer. Die englische Zeitung „Westininster Gazette“ schreibt; „Deutschland verwendet seit dem Kriege viel Geld unch Zeit auf sportliche Betätigung und es ist von Herzen zu hoffen, daß man es Einladen wird, e i n e Man n- , sc hä ft zu den Olympischen Spielen ‘i ft* Iah re 1924 nach Paris zu entsenden. Der ' Schreiber dieses glaubt, daß,wenn Länder gelernt haben* ihre Energie in Interesse für Sport umzusetzen, dieses «viel dazu beitragfen kann, freundschaftliche Gefühle zwischen den Völkern zu fördern. Er begrüßt daher aus ganzem ^Merzenl^ .das -Interesse, das die Deutschen, der Athletik wjdmen.“ §■ Jüdischer Sportverband. Morgen, %8 Uhr abend?*. Delegiertensitzung im Klübheim der Hakoähj I., Wiesinger- , Straße 11. '■ .... , . .. Die III. Hasmonea-Maskei-Redbute fmdef heute' irif Kadrmanns Lokalitäten (neben dem Lustspieltheater) statt. Ein Teil des Reinertrages fließt unbemittelten jüdischen Studenten zu. Restliche Karten ä K 400|slnd“an der Abend-, ■■ Kasse erhältlich. Der J. A. C. trägt heute um 3 Uhr ein Freundschaftsspiel gegen W. B. C. auf dem, Reichsbund-Platz in Neu- ‘ waldegg (Endstation 43er-LinIe) aus. Die Rüservfe spielt um 12 Uhr auf dem Ottakringer-Platz. Nach dem Spie! der ersten Mannschaft wird ein gemeinsamer Ausflug unter- : npmrtien. Kreis Oesterreich der jüdischen Turnund1 Sportvereine. Der Kartenvorverkauf für die am 20. d. M. statt— , findende Festvorstellung in der Freien jüdischen Volksbühne hat bereits begonnen. Zur Aufführung gelangt „Der : Fremde“ von Gordin. Karten sind bei sämtlichen Kreis-; vereinen erhältlich, . - Erfolgreiche Torschützen, Orth (M. T. K.) ist der erfolgreichste Torschütze von Bu apest, da er bis jetzt, ' 17 Treffer, buchen konnte. Ihm zunächst folgt Molnar' (M. T. K.) mit 16'Toren. An dritter Stelle steht der Mittel- Stürmer von F. T. C., pataki, mit 12 Toren. :• Der V. A. C.-Budapest steht in der Meisterschaft an achter. Stelle., Von 12 Spielen gewann er zwei, .sechs blieben Unentschieden und vier gingen verloren.‘Er buchtedemgemäß bisher 10 Punkte. Sein. Torverhältnis be-,, trägt 9:14. .; ' Der Sportklub Union (Berlin) spielt zu Ostern in Teplltz gegen den Teplitzer Fußballklub. Der russische Meister Merkur aus Petersburg sojl im Mai in Berlin spielen. Merkur wurde im'Jahre 1903 von... Deutschen gegründet. » Horndahl, der seinerzeit, ln Wien in der* schwedi-, 1 sehen Auswahlniannschaft Linksverbindungsstürmer spielte und jetzt in Hamburg ansässig ist, war am letzten Sonntag im Treffen Süddeuischland—Norddeutschland (7:0) als Linienrichter tätig.- Der »Sport-Sonntag“ (Hamburg) schreibt über de», 7 : O-Sieg der Süddeutschen: Weder der Wiener Meister noch eine andere Wiener Mannschaft oder die führende» ungarischen Klubs haben einen ähnlichen bestechende» Fußball demonstriert, wie in der letzten halben Stunde die Süddeutschen. Der deutsche Meister, der I. F. C. Nürnberg* wird tun Ostermontag in Zürich gegen die Yoüng Fellows spielen. Das zweite Spiel am Ostermontag ist noch nicht , vergeben. Der F. G. .St* Gallen war nicht in der Lage, die Nürnberger zu empfange», da er bereits Spiele mit de» Stuttgarter Kickers und dem L F. C. Pforzheim, abge* schlossen hat. Die Widerstandskraft des menschlichen Körpers ist ungeheuer. Der derzeitige Europa-Meister im Federgewichtboxeti, der Franzose Eugene Criqui, ist im Kriege so schwer verwundet worden, tdaß kein Mensch etwas für sein Lebe» gab. Auch der Mittelstürmer der Prager Sparta, Pilat, erlitt im Felde solche Verletzungen, daß er monatelang mit dem Tode rang. Heute merkt man ihm nichts davon atu Dem ausgezeichneten Sprinter Waffenschmidt ist im Felde ein Tank in die Brust gefahren, er lag lange aufgegeben im Mannheimer Krankenhaus, genas, lief 1919 in der ersten 4X100-m-Staffcl des Sportklubs Charlottenburg und beim letzten Potsdam—Berlin als Schlußmann der siegenden S. C. C.-SlaüeL