Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1120 (12.3.1922)
- Date
- 1922-03-12
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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seife TtT Wien, Sonntag WIENER MORÖENZEITüNd * - — ——^1- »i ■ » —— -- -— - - ' '- ' -- - ' ' -T'‘ — - -'-—' \‘- — vrT i c co d e m i, das in dem neuen, von GustavCharfö lind Alfred G e r a s c h geleiteten - „Theater am Zoo“ volle Häuser macht, nichts Böses oder Lasterhaftes. Im Gegenteil, Scampolo ist ein sechzehnjähriges Mädchen von einer selbst des ehrenhaftesten deutschen; Lustspiels würdigen Reinheit, Unberührtheit und Unerfahrenheit. Lira Doolitjle in Shaws „Pygmalion“,; deren Schicksal dem ihrigen einigermaßen gleicht; müßte vor Scampolos Engelhaftigkeit neidvoii erblassen. Doch das Publikum stürzt sich bekanntlich voll Wonne auf solchen Engelsbraten und begleitet, die Schicksale des italienischen Enfant terrible, das sich zwischen deh Gunstbezeugungan älterer und alter Herren geschickt zu einer echten, großen Liebe durchzuschlängeln weiß, mit hohem Entzücken. Zumal Else Eckersberg die dem Berliner Mundwerk wesensverwandte Schlagfertigkeit des Gassenmädchens der heiligen Stadt mit hervorragender Komik zur Geltung bringt und ihre nicht unbeträchtliche Schönheit durch die Lumpen des Proletarierkleids verführerisch schimmern läßt. So siegt die Idee des Stückes: Scampolo, .das die Tuchhändlet verwenden.....? Berlin. Dr. K. M.r ' Aiis den Theatern. Im Burgthdater werden ' morgen „D1 e- Räuber“ aufgeführt. Kein Kartenverkauf. Im Op er n t h e a t e r gehen heute „0i e Meist erst n g e r v o.n Nürnberg“ mit folgender -Besetzungin: Szene:/ Hans.Sachs — Herr Michael Bohnen als Gast; Walter Stolzing — Herr Hofer, Bogner — Herr Mayr, Kothuer — Herr Kren ft, Eva — Frau Kiurina, Magdalena — Frau Kittel, Dirigent Herr Schalk. — Morgen wird „Di e Z a u b e r- .i 1 ö t e\ mit Herrn Fritz K r a u s vom, Nationaltheater in München als Tamino, gegeben. — Der Vorverkauf, der Stammsitze für die Vorstellung am.Mittr; woch („Travlata“) findet nur heute Sonntag von' 9 bis J/21 Uhr an der Stammsitzkasse der Staatstheater, Bräunerstiraße 14, statt. . Im der V o I k s o p e r gastiert in der heutigen Auf-, führung von „La T r a v i a t a“ Herr, Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest .als Germont. Beginn V.ß Uhr. — Dienstag geht „Madame'Butterfly“, mit Fräulein Ada Poliakowa von der Großen Oper in Petersburgs!^ Cho-cho-san, in Szene, während Mittwoch. Herr Jean Athanasiu als Rigole 11 o gastiert. GROSSER KONZERTKflUSSflftt, 29.MäRZ fl. KONZERT des prachtvollen russischen Baritons Mitwirkend: Klavlerulrtuosin BETTYFISCHER Wenige Karten bei Gutmann« im Konzertbaus, bei der »Wiener Mnrgenzeltung“ und in den Kartenbureaus 8116 i Worte an den Leser an die Spitze stellte. Sind nicht Gedanken, sondern Gefühle, Stimmungen, -kurz das Erlebnis; in der Lyrik zu suchen, wenn man den Dichter richtig; verstehen will, so stellte sich Marlitz ganz in den Dienst! der Welt des Dichters und ließ sie zu wahrem- Leben i: wieder erstehen. Marlitz handhabt alle Gattungen der l Dichtkunst, seine Sprechkunst ist jeder Art angemessen, . der pathetische Bergpsalm Dfchmels wirkt bei ihm ebenso wie der preußische,- allerdings, dem Wiener Geschmack,; weniger geläufige Ton Fontanes oder die sentimentah; satirische Note Christian Morgensterns und die hyper- : moderne Nüance Klabunds. Die Veranstalter des Abends haben den Besuchern zu einem künstlerischen Genuß; verhelfen. . p.! Vergleichende Bildbetrachtunc. So nennt'Professor Dr. Heinz J. T o' m as e t h einen Kurs von sechs, am Donherstag den 16. d.M. und den folgenden Donnerstagen, ■ Vaß'Uhr, im Kleinen Saale der Urania stattfindenden Vor- ■ trägen mit Lichtbildern, in welchem er nach Erörterung; der Grundlagen des Barockstils die Hauptwerke der großen; holländischen und ,spanischen Maler des XVII. Jahrhunderts einander gegehüberstellen wird. > Die Koloratursängerin/ Marta Blank, Schülerin der t Frau Schaffenberg-Prüver> wurde nach erfolgreichem Probe- ■- singen am die Wiener Volksoper engagiert Zweites Konzert David Jaroslawsky (29. d. M. im Großen. Konzerthaussaal). Dieses Konzert begegnet derart großem Interesse, daß nur noch eine geringe Anzahl von Karten erhältlich ist. (Sifehe Inserat.) Der russische Künstler ist bekanntlich der größte lebende jüdische Opernsänger. - Dr. Alfred Nossig spricht morgen; 7 Uhr abends, Ini Kleinen Konzerthaussaal über das vieiumstrfttene Thema: Boise Ire w4-s m u s-u n d J u d e n t um. Das geistige Wien, die führenden Politiker und das diplomatische Korps werden dem Vortrag beiwohnen. (Siehe Inserat.) ' . Im „D e uts.ch.eh Volk s t h e a. t e r geht morgen „G 1 a u b e u n d Heimat“' in . Szene. Die Erstaufführung des' dreiaktigen Lustspiels „M a m a“ von Louis Verneuil, in der deutschen Uebersetzung von Rudolf Lothar, wurde für Freitag, 7 Uhr angesetzt. Spielleiter Dr. Heinz Schulbauer. . In den Ka.mmerspielen wird Montag um yj Uhr Wedekinds „Schloß Wetterstein“ gespielt. Im Wiener $ t a d 11 h e a t e r wird Mittwoch den 15. d. M. die Komödie „E r kann nicht b e-.;. fehle n“ von Wilhelm Speyer zum ersten Male gegeben. Die Hauptrollen werden, dargestellt von den Damen J o s e f f y, S t o r ni, R i c h t e r und ' den Herren Ä! i h o f f, F u c h s, K .a i n z. Inszeniert, wird die Neuheit von Dr. T. Egon Stelzer. Im ] o h a n n - S t r ä ü‘ß.-T h e a t% r; gelahgf Freitag „Das So U h t a g s k 1 n Operette in drei Akten von Hugo Wittmann und Julius Baue.r, Musik von $arl Millöcker, zur Erstaufführung. , .. , In der R o iand-.Bö.hne bringt die .Neue Wiener, Bühue heute und morgen .abends die Eiriaktef „Simulation“, „Der Wüstling“ und „Die Hochzeitsreise“,* ab Dienstag allabendlich „Die Schiffbrüchigen“ zur Aufführung. .; - ‘Im K o m Ö d i e n h a u s findet Montag den 13. d. M< ein; Ensembiegastspiel des Raimund-Theaters * statt. Zur . Aufführung gelangt statt der Komödie „Die Raschhoffs“ das Franz Grillparzersche Trauerspiel' „Des Meeres und der Liebe Wellen“. , ' ’’’ -Im Lustspieltheat er bringt die F/ e i e > ü di s c h e V o 1 k s b ü h n e morgene c k e 1 d e r Schm ied“ zur Darstellung. — Die* erste K iid e rvor Stellung des Ensembles der Freien jüdischen Volksbühne, veranstaltet von der Sozialen. Hilf s- Gemeinschaft A n i 11 a M ii Iler, findet Mittwoch, 3 Uhr nachmittags, statt. Es gelangen kleine lustige Szenen und ein altes Purimspiel zur Aufführung. Außerdem werden Frau W p i n t r a u b - G r a f und Herr Isaak Deutsch jüdische Kinderlieder zum Vortrag bringen. ■ Ein Kartenverkauf zu dieser Vorstellung findet nicht statt. Freie jüdische Völksbühne Gastspiel im Lastspieltheater */.S UJir abends; Vom Glück Vergessen.1 Drama in einem Akt rob Pinslet. — Schwestern. Schauspiel in einem Akt von Pcrez.' Im Winter. Drama in 1 Akt von Schalom Asch. Filmschau. Paul B ä ra tow (Ben Zwi), der den Lesern der „Wiener Morgenzeitung“ durch sein Wirken an der F r e i e il j Ü d I s c h e h V ö l k*s b ü h n e bekannt ist, debütiert diese Woche als Filmdarsteller in einem interessanten Sujet - „B r e n n.e n d e. s . Lau d“, vpm Regisseur-,HainS Ottö.L ö w e li s 't e i n, dem'Bearbeiter von' „H er zog von R ei chit a dt", in Szene gesetzt und findet in . Mafia Mark h o f f : eine ebenbürtige ‘ Partnerin. ,ln Kürze, erscheint.in. Wien dis Iffilmoper.ette „M! ß Venus“ von C 2 e r n y und 0 k o n k o w s k i, Musik von Hans - A i I b ö ti t -und -Tilmar S p r i n g f e 1 d. Ada . Sve.d i n;- ein.,neuer;Filmstar, spielt die weibliche Haüpt-; rofle.. Ihr. assistieren Charles Willy Kay ser und Hans '■ Waßma:n<'hf:. Eine neue Filmgesellschaft; P r an a f f 1 m G. m. b. H., wird sich , mi.t - einer „Symphonie des Graueös“, betitelt „N o s f;e.r a t u“ (Regie u r n a u), einführen. : Die D e (? e fi l.mee's'eil s c h a f f, Berlin, bej reitet ein. fühfaktigeü Drama „S o m m e r n a c h t st e u e f“, nach eihef Legende -aus dem 'Mittelalter von Erwin B ä,i o o, Hauptrolle Fritz K o r. t n e r> vor. Max U n d a. spielt die Hauptrollen in „Der P a s s ä g i e r Nri‘7“ , tihd die „Perlende t L a d y“.; Dies die "beiden ersteh - Produktionen des Lätidanlm " 1921/22. Eine Reihe interessanter Verfilmungen hat der „I n d u s t r’i e f i 1 m“ aufzuweisen: L e h r f i 1 m e für „Elementar-- und Fortbiidungsschüleii/ Universitäten, Berufs- und Sportverbände,; Spo r,t f i I m e aus allen Sportgebieten, „Ballspiele“, „Wässersport“, „Vom Fohlen zum Derby“, S t ä d t e f i tm e, -Ansichten der Städte, ihre »kulturelle und industrielle Entwicklung, landwjrt- '& c h a f 11 i c h e F i 1 m e, i n d u‘s t r i e 11 e F i 1 m e, Lokomotivenbau, Stapellauf, Einrichtung einer Wasserkraftstation. '' R. P.-T. - r Briefkasten der Filmschau. Täglicher Leser II. Dib Anschrift ist „Stuart-Webbs- Filrrt“, München M. Ein Film Stoff wird nicht honoriert; nur ein d r e h f e-r t i g e s S u j e t. Gerichtssaal. HST Das Thea’tsf (*1 geheizt! 4280- > Festvorstellung (Thäätre pard) im Burgthdater^ Als Eröffnung der künstlerischen Veranstaltungen für die Kriegsopferwoche findet Donnerstag den 16. d. M. die Premiere des" Schauspieles „Das Dampfbo'öf Tenacity“ von Charles Vildrup im Bürgtheater als Festvorstellung (Theätre pare) statt. Erhöhte Preise, Fest*? toile.tte. , Mirra Sokolskaja, die bekannte jüdische Liedep*. Sängerin, wird am 16. d. M. im Mittleren Konzerthaussaal voraussichtlich zum letzten Male vor ihrer Amerika-Reise, konzertieren. Für diesen jüdischen Liederabend gibt sich» besonderes Interesse kund, da dlberdies der bekannte» jüdische Satiriker Beda (Dr. Fritz^Löhner) und Professor L a f i t e ihre Mitwirkung zugesagt haben. Restliche Karten für diesen letzten jüdischen Abend der Saison sind erhältlich in der „Wiener Morgenzeitung“, II., Taborstraße 1/3, im Konzerthaus und im Theaterkartenbureau ATdä, II., Taborstraße 5. Vorlesung Robert Marlitz. Es ist etwas Eigenartiges' um die Sprechkunst, wenn sie alles Effektvolle —. es .arte? nur zu oft in Affektation aus — meidet und nur dem: Dichter dienen will. Die erste Art mag für den rasch, vorüberhuschenden Moment die dankbarere sein, die zweite hinterläßt dauernde Eindrücke. Robert Marlitz, der bekannte Künstler vom Raimund-Theater, ist ein Meister der zweiten Art. Darauf konnte man schon aus der Zusammenstellung seines Programms, das er kürzlich vor einem zahlreichen Publikum im Kleinen Saale desKonzert» hauses zum Vortrage brachte, schließen. Er trug Dichtungen yon Dehmel, Fontane, Christian Morgenstern und Klabund vor. Es hatte seinen guten Sinn, daß er Dehmels einleitende Pferdehändler und Antisemit. Ueber die Manieren und Gesinnungen gewisser Leute; gab eine Verhandlung Auskunft, welche am 9. d. M. beim | Bezirksgericht Margareten stattfand. Der Wiener Pferde-; Züchter und Wiftschäftsbesitzer Josef Hans Berti, ' Mitglied des Niederösterreichischen Bauernbundes, hatte : sich gegen eine rEhrenbeleidutigsklage zu verantworten,; welche der^durch -'Dr. Simon H o 1 d e fl g r ä b e r vertretene Privatkläger Erwin Steirnberg gegen ihn ■ angestrengt hatte. Der Beschuldigte-hatte nach einer am 24. November staftgefündenen Zivilverhandlung, in welcher j konstatiert wurde,daß er Herrn Sternberg zwei Pferde auf Grund } einer schriftlicheh Garantlerklärung für gesunö verkauft hatte ) von denen, es sich bald herausstellte, daß das eine mit I Mondblindheit untf das zweite mit schweren Gebrechen \ an den Füßen behaftet war, den Kläger im ' Gerichtssaal \ mit „Sau j u d“ tituliert und diese Aeußeruiig dem Kläger i gegenüber wi e der holt. Bei der-ähi^& d. M. durchgeführten Straf Verhandlung j wurde nach längerer Ausführung dep Vertreters des Prlvatj anklägers der Beschuldigte. Josef H-an s'Bertl unter; Würd igung des Er 8 chwerungsumstaudes ider Wiederholung der Beleidigung zu!zwel Tagen Arr e sts verurteilt. In seinem Schlußwort betonte der Vertreter des j PrivatanklägefSi daßselbst einem Mitglied' des nieder- ,12.März 1923, .. Nr. 1120 österreichischen Bauernbundes nicht das Recht zugestandea' werden darf, einem Menschen wegen seiner Zugehörigkeit zum jüdischen Vol k e durch eine ihn und seine Nation gleich schwer treffende Beleidigung in den Augeö der Mitwelt herabzuwürdigen. Ini vorliegenden Fälle wurde nicht nur der Mensch; sondern auch der vollbewußte Jude Erwin Sternberg umso empfindlicher gekränkt, als diese Beleidigung dazu angetan war, den Privatkläger lä den Augen der anwesenden Angestellten lind der sonstigen Zeugen herabzuwürdlgeh und verächtlich zu machen. Der Vertreter des Privatanklägers legte ganz besonderen Wert auf Verhängung einer Freiheitsstrafe, die bei solchen schweren Beleidigungen in < Gesetze vollständig» begründet ist. _' ' ' ' Schachchronik.; Mitteilungen der Schachsektion Hakoah. j S i m u 11 a n p a r t i e Nr. 22 v o m 21. F e b r ti a r 1922; Weiß: Dr. Emariuel Lasker, schwarz: Dr. Bogleevlc. 1. c2—c4 2. S gl~f3 3. e2~e3 4. d2-d4 5. Sbl~c3 6. Lfl~d3 7. 0-0 8. b2-b3s) ö. e3Xd4 10. Lei—b2 11. T fl—el c7-c5 8 b8—c6 y7-e6 d7-do 5g8»iSl) Lf8-e7 0-0 c5Xd4 b7-fb6 : Lc8~a6«) S c6-a5 12. S f3-e5 13. 'Sc3—b5! 14. Tel-83») 15. b3Xc4 T6. c'4X’b5 17. T 83—g3 18. T al—cl 19. Lb2-c3 20. d4Xe5 21 TclXc3 22. T g3X£7!•) T a8—c8 Le7-b4 d5Xc4 La6Xb5 h7-h6 K g8—US L bS—d6 Ld6Xe5 T c8Xc35) S‘f6-e4‘ D d8—d4 8 Stellung nach dem 22. Zuge von Weiß: /fm 23. T c3—c2 24. Ddl-g4f 25. D g4Xe4 26. L d3Xe4 . 27. f2-f3 28. T c2—C77) 29. Tc7Xa7 30. a2—a4 31. a4—a5 32; b5-^b6!<D 33. b6—b7 34. Ta7Xa5 35. L e4—c6 36. Ta5-b5 ab c d K h8Xg7 K g7—118 ' Dd4Xe4 T f8—d8' T d8-d4 Kh8-g7 S ao—c4 8 c4Xe5 b6Xa5 T d4—b4 y e5—dt (7-15 S d7-b8 Tb4-c4 . e 37. L c6—e8 38. Lc8-h5 39. T b5—b2 40. Kgl-f2 41. L h5—f7 42. f3—f4 43. Kf2-e3 44. Ke3—d4 45. Tb2-b5 ... 46. T.b5-b2 ,47. K d4r~,e3 '. 48. Ke3-f3 49. T b2—e2 i8) K g7—f8 k f8—e7 K e7—d7 Kd7-c7 Tc4—c6; S b8—-a6 Kc7-b8 Sa6—c5 ,Sc5-d7 Tcbr-dß/h L d7'-b^ IX S b6-rd5' auf gegeben. Glossen ztii Partie Dr. Lasker—Dr. Bogicevic, 0 Nun ist mit Zugsumstellung die Normalstellung in! Damengambit errichtet worden. *) Ein starker Zug, 4er die Isolierung des d-BauerS verhindert und dem Lei neue Linien öffnet» *) Besser scheint in dieser Stellung L b7 zu sein. 4) Lasker hat bereits die sich durch die ungünstig^ Entwicklung seitens Schwarz’ ergebende Schwäche ausgenützt und die überlegene Stellung erlangt. R) Schwarz versucht noch durch diese Opferkombinatioa die Partie zu retten, aber vergebens, denn Laskerbatte alles vorausgesehen. 0) Ein echter Lasker-Zug; auf K hXg7 folgt D g4'l' beliebig und DXS e4 und gewinnt auf S e4XT c3, würde Tg7—h7f nebst D dl—d2.folgen; auf D g5 gewinnt DXS c3 und auf D d4 erfolgt der elegante Schluß T h8f nebst Matt •in zwei Zügen, alle anderen Verteidigungen sind ebenfalls unzureichend, , i) Nun fällt doch die reife Frucht in der Form von rückständigen schwachen Bauern. *) Der Vormarsch, des b-B.auern bereitet dem. Schwarzen unüberwindliche Schwierigkeiten. B) Die Drohung LXe6 und der weitere Verlust des Bauern f5 ist nicht zu parieren. Eine von Dr. Lasker elegant gespielte Partie. Sein Gegner, ein „starker Hauptturnierspieler, wurde von einem; bekannten Jungmeister beraten. Bemerkenswert ist noch* daß fast, alle bekannten starken Schachspieler, soweit diese ■ nicht selbst mitspielten, kräftig gegen Dr. Lasker konsultieriten, was den schönen Eifolg des langjährigen Welt-; meisters noch bedeutende^ erscheinen läßt, i Anmerkungen von Adolf Göttlich. Schach ünä Sport. j - Zu diesem Thema äußerte sich Dr. Lasker anläßj lieh seiner Simultanproduktiön bei der Hakoah in sowohl i für Schachals auch für Spörtkreiäe gleich interessanter.! Weise. Der Schachspieler, meinte Dr. Lasker, findet -ini* ' Sport ein wichtiges Hilfsmittel, denn oft ist in schweren, i Wettkämpfen die körperliche Disposition - von5 ausschlag- - gebender Bedeutung. Andererseits hat auch das Schack I dem Sportler so manches zu bieten. Dies erhellt wohl aus! dem Beispiel der praktischen Amerikaner: Der berühmte. Athletlc Club of New York hat eine 150 Mitglieder zählende. Schachsektion. Ein gesunder Geist erfordert einen gesunden Körper, - ist eine alte Wahrheit. Eine rein geistige Tätigkeit hat allzu Kommerzu. Diskonto-Bank Aktienkapital: 30 Millionen tschedu Kronen - Warenexoörtabteiluna - Möbelabteilung Filiale Wien, I., Wipplingerstr. 24-26 Telephone: 12*3-58,18-2-96,17-4«W, 13-300,12-3-67 Telagrammadresie: Kommerzdlskotit Wechselstuben i li., llltenbrunnoasse 2, gegoriilber Alanabad, Teleohon 48*4-48,49-3-86;!.. Kärntnerrinc IS. Telephon 88-55.11-6-38