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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-08 · Heft 1116 (8.3.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1116 (8.3.1922)
Date
1922-03-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4- Wien, Mut wo eit Wiiiis'Üi'i ivi0.t<ux^is\£/^.l T ü iS Ä umniiiiir^r-rir'- 8. März! 02Ä Nr. 1118 * Das neue Preßgesetz. Anläßlich der Verhandlung t lies neuen Preßgesetzentwurfes im Nationalrat veranstaltet die Organisation der Wiener Presse heute um ■'^4. Uhr nachmittags im Saale der Handels- und Gewerbekammeri Stuöeuring 8/10, eine außerordentliche Vollversammlung. Den Bericht über den ueuen Gesetzentwurf wird Doktor Edmund W e n g r a f erstatten. , . * Wetterbericht.!m Westen Oesterreichs war es dpn ganzen Tag heiter, morgens kühl, tagsüber warirt (über i 5Ü). Im Osten war es morgens stärker, bewölkt, nachmittags heiterte es sich auf. Die Temperatur erreichte aber nur ungefähr 10°. Niederschläge sind nirgends gefallen; Vorhersage: Westwetter anhaltend, westliche ' Luftströmung, mild,, zeitweise stärkere Bewölkung, vielleicht' auch geringer Regen; . ... * Der Streik im Wiener Buchhandel. Die streikenden Buchhandlungsangestellten hatten gestern im Ottakringer Arbeiterheim eine Massenversammlung, in der Obmann Scholz einen, kürzen Bericht über die Streiklage .erstattete. Er teilte mit, daß 36 Firmen vom Streik . verschont sind, von denen 19 die Forderungen bewilligt haben, die übrigen Betriebe werden vom Unternehmer aufrechterhalten. Mit dem heutigen Tage erfährt der Streik eine Verschärfung, da die Buchhandlungen, die .sich mit dem Vertrieb ' von Zeitungen befassen, und ‘Musikalienhandlungen mit Vertrieb von Bühnenwerken gleichfalls in den Streik oinbezogen werden. * Neue Tabaksorten. Im Laufe dieser Woche.gelangt In Wien und später auch in der Provinz ein feingeschnittener. Rauchtabak unter der Bezeichnung „Algerischer Rauchtabak“ zur Ausgabe, jmd zwar per Päckchen mit 50 Gramm zum Preise .von K 380. Außerdem1 gelangen auch ausländische Zigaretten, und zwar „Federal“; „ManamaV „Incore“, „Koniander® und „Prince Hiro-Hilo“, zum Preise von K 35 .per Stück zur Ausgabe. * Vorsicht bei Fleisch- und Wurstgenuß] Da in der letzten Zeit Fälle vom Wurstvergiftungserscheinungen vorgekommen sind, macht, die Marktamtsdirektiom darauf aufmerksam, daß bei Eintritt der wärmeren Witterung bei Fleisch- und Wurstwaren das Augenmerk auf die Genußfähigkeit gelenkt werden muß. In erster ■Linie ist auf Vliedeichtverderbliehen Weich- und Streichwürste (Mettwürste usw.) zu achten. Das Publikum wird aüigefordert, bei.,: abnormalen •Geruchs- und Ge- .schmackswahrnehmungen (zum Beispiel säuerlicher •Geruch oder ■ Geschmack usw.) oder Verfärbuugen und schmierigen Belegen die Fleisch-, 'beziehungsweise Wurstsorteu vor. dem Genuß der Marktamts- . oder .Veterinäramtäbteilung des betreffenden Bezirkes zur Feststellung der Genußfähigkeit vorzulegen. ' ' : :.l * Fünf Personen in der Oder ertrunken., Alts j M ä h r i s c h - O s t r a u wird gemeldet: Zwischen Marieniberg und Hostialkowitz besorgt , ein Fährmatih die. Ueberfahrt über die Oder. Der Fährmann benützt, einen kleinen Kahn, der nur einige Personn - aufzunehmen vermag. Montag warteten zwei Männer, und .ein Dienstmädchen mit den vier Kindern des Marienberger .Fleischhauers Ko ziel auf die. Ueberfahrt. Trotz Verbotes nahm der Fährmann alle sieben Personen in den Kahn, so daß derselbe, einschließlich der Person des .Fährmannes mit acht Personen mehr ais überlastet war. J-n der Mitte des Flusses erhielt der Kahn von einem treibenden Fis block eiinen Stoß, kappte um und alle acht Personen stürzten in die eisigen Fluten. Die drei Männer konnten sich durch Schwimmen retten, (las Dienstmädchen mit den. vier Kindern ertrank.. Die Leiche des Mädchens, konnte später . geborgen., werden, die Leichen der Binder, konnten noch milcht auifgefüuden: werden-. Gegen.den Fährmann wurde das Strafverfahren, cingeleitet. ”;' ‘ » Ein Zopfabschneider. Gestern abends schnitt ein mittelgroßer Mann, ' glattrasiert, dunkel gekleidet/ äm Mittersteig der zwölfjährigen Marie Berger, Ramperstorffergasse 25 wohnhaft, mit einer Schere den Zopf ab und flüchtete. Heute früh wurde der Zopf im Hause Siebehbrunengasse 20 gefunden. ' * Raubmord an einer Lehrerin im Burgenlande. Erst jetkL trifft'von dem Latidesgendarnieriekommaiido für das Burgenland, Abteilung Oberwarth 4, vom Posten in Neu-Hodisz die Meldung von einem Raubmord ein, der schon am 187 Februar nachmittags . in der Gegend Hei Oberwarth verübt worden ist. Am Nachmittag des 18. Februar wurde nämlich die in Rumpersdorf' im Bezirke Oberwarth angestellte Lehrerin Josefa Holzmann, nach Schandorf zuständig, auf dem Felde zwischen den Ortschaften Zuberbach und Dürnbach durch Schläge mit einem spitzen Gegenstand gegen das Hinterhaupt ermordet. Der Täter Schleppte die Leiche vom Wege auf ein Feld und beraubte sie dort. Er nahm ihr ein Paar Schuhe und eine •Handtasche, in der sich ein Kuvert mit K 60.000 befand. Ein Paar Ohrgehänge aus Gold, eine Uhr samt Silberkette, üeß er der Töten* Der Mörder ist flüchtig. , ' . ' /;•»/ : Vereine, Vorträge und Versammlungen. , Jüdischer Eltern verein für den fX. Bezirk. Morgen,1 Iß Uhr, Vortrag Aron Sch.wer.tf i u g e x. Thema: „Ein" kritischer Augenblick in der. jüdischen Geschichte.“ Lokal: Restaurant, IX., Seegasse 7. -r. Jüdisch e T o ynb e e - H a 11 e, XX., Denisgasse 33: Heute, 7 Uur abends, Vortrag Professor Dr. J. Bronn er, Kustos des Jüdischen Museums: „Purim im Lichtbilde djer Geschichte.“ — Jüdisch - akademis eher Juristenverein schafft eine. Rechtsfortbildungs-: Suppe zwecks regelmäßiger Besprechung neuerschienener esetze. Erste Versammlung heute, 8 Uhr abends, Vereinslokal, Taborstraße. 1/3. Vox, Schützverband der S c h w erhör i g e n, II., Gredlerstraße 2. Der bekannte Musikhistoriker Dr. Leo Fischnpr beabsichtigt — genügende Beteiligung vorausgesetzt — Vorträge, über Beethoven Üa<J seine Symphonien abzuhalten. Schwerhörige Interessenten für diese sowie überhaupt für musikalische Vorträge werden gebeten, ihre Namen und Adressen obigem Verein bekanntzugeberi. ' Ottakringer Volksheim (XVI. Koflerpark 7). %7 bis 8 Uhr: Sprach- und Vortragskunst. 7 bis 8 Uhr: Expressionistische Strömungen in der abendländischen Kunst. Ausgewählte Kapitel zur Menschenkenntnis. Das Zeitalter ,des Hellenismus. Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts. . Formen der Instrumentalmusik. 7 bis 9 Uhr: Ibsens Dramen. Einführung in die Elektrizität. Zoologisches Praktikum. Deutsche Grammatik. Französisch 1IL Italienische Konversation. 8 bis 9 Uhr: Philosophische Besprechungen: Shakespeares „Hamlet“. Harmonielehre. Organische Chemie. L ö.o -p. o 1 ds tädterVolksheim (II., Zirkiisfisse 48). 7 bis 8 Uhr: Einführung in die Aesthetik. ürgerkunde. Skandinavische Dichtung. Das Pflanzenreich. Allgemeine’ Lehre von den Krankheiten. Russisch für Anfänger mit Vorkenntnissen. Latein. 8 Ibis 9 Uhr: Die Philosophie des Altertums. Einführung5 in die Musikgeschichte. Lehre von den geometrischen Körpern. Geschichte der Naturwissenschaften. Italienisch für Anfänger »md Vorgeschrittene. Russisch II. Urania. Heute, V*3 Uhr (Großer Saal) SchulerxssixzLZ.:. Eine .. Fahrt in unser Burgenland, Das Wüten Mitteilungen aus dem Publikum. Rosa Frankel Markus Schächter I!. ■ - II. empfehlen sich als Verlobte März 1922 Kitt Erna Toder Jakob Alster Jaslo Sanok empfehlen sich als Verlobte Im März 1922 \ 6113 Zur Verlobung L meines lieben Freundes Herrn Heinrich Knlsbacher mit Fräulein Netty Stcrnlieb-’Acllersberg gratuliere ich herzlichst 6112 Abraham Spindel IteSeiiste fefele iisiMi IIsM». IS., »iU«. 15 VereininanB jöl Irer an Ser latüSEimii 1 WelUiaadel 'UeTj Sonntag den 12. März 1. J. findet in beiden großen Sophiensälen, HL, Marxerg. 17, ein streng geschlossener statt. 8118 VorverkaUfskärferi: In <ten Vereinslokalen der beiden Vereine und äitl Schalter der „Wiener Morgenzeiturig". Die Eine sagt’s weiter, So geht in der Runde Die güte Erfahrung Vop Munde zu Munde Nehmet das Beste Zuin Bückcn'und Braten •Sollen Euch immer Die Speisen geraten: Nehmt KUNEROL! tre HerrrTOberrabbiners 8. B. EhrenJeld, Mattersdorf, daher i Bestellungen auf Kunerol HSÖ werden bereits gegengenommen. ent- 960 Echte Jigerwische ä Aibert MaSzwer, Wien, I., Kohlmessergasse8 ■Kau fschukAh m.fx ,¥ i S'.' ■m unerroSdtit an Paßform und Kaltbarkelt 700 Wiener intern. Messe Hofburg, Stand 4456 eines Wildbaches , in Tirol. — 5 Uhr (Großer Saal) Shackletons ^Südpolexpedition. — V-6 Uhr (Kleiner Saal) Zweiter Beethbyen-Kammermusikzyklus. — Uhr (kurssaal) Professor /Dr. . Gustav Maier: Der mittelalterliche Roman, IV. — *46 Uhr (Klubsäal) Professor Dr. Oswald Rossi: Psychoanalyse, I. — Ve^ Uhr'(Großer Saal) zum ersten »Male Urania-Film Wild-Afrika. — 1lß Uhr (Kleiner Saal) Universitätsdozent Dr. Oskar Ewald: Laotse, Buddha, ' Christus. — M Uhr (Kurssaal) Die modernsten Probleme der Technik, L Ingenieur Bernhard Schiller: Der Taylorismus. — 1li8 Uhr (Klubsaal) Opernsängerin Rosa Hamburger: Liederabend. Am Klavier D^ Adolf Günzburg. Ernährung. Fenchel iind Artischocken auf den Wiener Märkten. 'Sinken der Eierpreise. Erfreulicherweise bessern sich die Zufuhren auf den .Grünwarenmärkten . .von Tag zu Tag und bewirken ein leichtes Nachgeben: der Preise. Bemerkenswert ist, daß gestern auf , dem Kaschmarkt nach langer Zeit wieder Artischocken ^gekommen sind, die zum Detailpreis von K 340 per Kilogramm lebhaften Absatz fanden. Außerdem ist auch ein bisher in Wien. weniger bekanntes Kraut, F i n o c c-h i, -wie äs ’ in Italien im Volksmuiid heißt, zu deutsch Fenchel, eingetroffen; ln Italien werden die jungen süßen Wurzeltriebe l dieses Fenchelkrautes nach Art von Karfiol mit Bröseln oder nach Art eines Salats mit Oel zubereitet und. genossen. Das Kilogramm stellte sich auf dem Naschmarkt auf K 265. Infolge der besseren Beschickung sind auch die Preise für Kohl, Kohlrabi und Spinat zurückg^gangep.. Letzterer kostete auf dem Naschmarkt geputzt im Großhandel K 400, ungeputzt K 300 per Kilogranini. Auch die1 Preise für Zwiebeln mußten ermäßigt werden, da größere Mengen von schönen jungen ägyptischen Zwiebeln angekommen» sind. Man rechnet mit weiteren Preisrückgängen./da» große Sendungen unterwegs sind. Aus demselben Grunde mußte gestern, auch italienischer Karfiol unter den Gestehungskosten abgegeben werden. Zitronen, die gleichfalls in großen Quantitäten vorrätig sind, wurden im Detail zu K 40 bis K 52 per Stück verkauft. Mit dem Eintritt besseren Wetters hat auch die Eierproduktion eine wesentliche Steigerung erfahren. Gestern waren auf dem Naschmarkt Eier aus Steiermark in bedeutenderen .Mengen eingetroffen, so daß die Preise heruntergesetzt werden mußten. Mau bekam schöne frische Eier zum Stückpreis von K 165, doch ist auch bei diesen! Artikel mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen. In der Großmarkthälle herrschte etwas lebhafterer Verkehr. Im Engrosverkehr ermäßigten sich Fleischschweine« um, K 40, Fettschweine um K 90 per Kilogramm, dagegejn haben Kälber um K 40 per Kilogramm ira Preise angezoge«. Alle, übrigen Sorten »blieben sowohl im Großhandel als auch im Kleinhandel im Preise unverändert. Gestern standen über 100.000 Kilogramm Schweinefleisch und gegen 70.000» Kilogramm Rindfleisch zur Verfügung. Außerdem sind voja auswärts sechs Waggons mit verschiedenen Fleisch« gattüngen angekommen.; -/ Stafa. Die am Montag den 6. d. M. stattgehabte Ef» Öffnung der „Schwemme“ im Zentralpalast (Verkauf teil« weise beschädigter Waren zu Spottpreisen) hatte einen gewaltigen Zuspruch. Es sind Vorkehrungen getroffen, damit sieh der. Verkehr trotz des andauernden Zuspruches vollkommen klaglos abwickelt. Außerordentlichen Interesses erfreuen’ sich die Haus- und Küchpngerätschaften, die nur einen1 Bruchteil der heute marktgängigen Preise kostet», sowie die Bürstenwaren, die verschiedenen billigen Seifen*- sorteti, die Kinderschuhe von K 900 auf« vv ä-.r t s, die H e r'r e n - H a 1 b I a c k s c h u h e ä K 15.000, die Steifkappen ä K 30, Stehumlegkragen zu K 150 sowie die vielen übrigen nicht namentlich angeführten Artikel. G an z b esonders wird noch auf den im 1. Stock eröf.fneten RestenverkauJ aufmerksam g e m a c h t, d e r s ehr vorteilhafte Einkäufe ermöglicht .>. Bühne und Kunst. Der „Reigen“. Für die gestrige .Neuaufführung des „Reigen“ iü den Kammerspielen waren von den Behörden ganz außer** ordentliche Maßnahmen getroffen worden. Der „Deutsch* völkische Schutz- und Trutzbund“ hatte die ganz ein« deutigen Artikel der „Reichspost“ und der . „Deutsch* österreichischen Tageszeitung“ befolgt und eine „Aktion* angekündigt. Auf Ersuchen der Direktion der . Kammerspiele stellte die Polizei 60 Wachleute in Dienst, die in den Züschauerraum. verteilt wurden. Die Organisation der Krawallmacher veröffentlichte darauf einen Aufruf, wonach es „völlig sinnlos“ sei, y,wenn unsere opferbereiten Gev sinnungsgenossen mit den von ihren Vorgesetzten verpflichteten und in Ausübung ihres Dienstes einschreitenden Polizeimannschaften in einen- Kampf eintreten wollten“. In dem Aufruf wird darauf hingewiesen, daß die Abwehr gegen Ausschreitungen auf dem Gebiete des Theaterwesens auf anderem Boden und mit anderen Mitteln geführt werden müsse. Auch das Theater hatte sich vorbeitet. Ein gesterft affichierter Anschlag der Direktön verfügt, daß sämtliche Darsteller, die im „Reigen“ beschäftigt sind, sich spätestens eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung jn. ihreh Garderoben einzufinden haben. Diese Maßregel sollte etwaige Versuche, Schauspielern den Eintritt zur Bühne zu verwehren, verhindern. Die Vorstellung ist in vollster Ruhe verlaufen. Da§ Theater war schon eine Viertelstunde vor Beginn ausverkauft. Das große Wacheatifg'ebot ^ir merkwürdiges Symbol der Zehsurfreihefi! — hatte keinen Grund zum Einschreiten und beschränkte sich darauf, die Straßenpassanten und die aus dem Theater strömenden Leute an» Stehenbleiben zu hindern und keinerlei Ansammlungen zu dulden. ,_ Das Stimmphänomen Michael Georgevic* Prita nach Amerika^ Ein Milliardenanbot ausgeschlagen. Der Wiener Heldentenor Michael Georgevis» P r i t a, welcher mit seinem Fünfeinhalb-Oktaven-Stimmr umfang — Vom Kontra-Es, um zwei Halbtöne tiefer als der Bassist F i s c h e r im siebzehnten Jahrhundert bis zum a in der dritten Lage, um einen Ton höher als die berühmte P a 11 i —. am 17. Jänner 1922 in der Wiener phonetischen Gesellschaft vom Präsidenten Universitätsprofessor Dr. R e t h i als ein in der Welt einzig dastehendes Stimniphänomen vorgesteilt würde, fährt heute nach Amerika. Wie uns mitgeteilt wird, erhielt Herr Prita fabelhafte Anbote, ja sogar ein Anbot von einer Milliarde Kronen für ein halbjähriges Engagement in Amerika. Herr Prita lehnte . aber alle diese Anbote ab und fährt, als ein gutgestellter Gutsbesitzer, mit seiner Frau auf eigene Rechnung hinüber. Er will diesmal seine ganze Stimme hauptsächlich in Dienst der N a n s e n- Aktion zur Hilfeleistung der hungernden Völker in Rußland stellen und außerdem auch für die Wiener Armen beitragen. Er wird in Amerika in seinen Konzerten selbst« verfaßte Drei-, Vier- und Fünf-Oktaven-Lieder, in denen er . seine ganze Kunst zeigen kann, vortragen und nach seiner Rückkehr auch in Wien ein großes Wohltätigkeitskonzert veranstalten. ■ . ,/ ,_ Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r geht morgen „T hea t er* in Szüne. ' ' . * Im Opernt lieat er gelangt heute „Notre Dame* mit den Damen Gutheil, Anday und den Herren Wiedemann, Mayr, Maikl, Gallos und Stehmann zur Aufführung. Dirigend Herr Schalk. Anfang 7 Uhr. — Morgen wird zu besonderen Preisen „Cavalleria rusticana“ mit den Damen Pirchhbf, Bauer-Pilecka, Anday und den Herren Fritz Krauß vom Nationaltheäter in München als Gast und Krenn gegeben. Hierauf folgt „Der Bajazzo“ mit Frau Schumann und den Herren Piccaver, Schipper, Gallos, Krenn und Madin. Dirigent Herr Tittel. Anfang 7 Uhr. Im R a i m u n d - T h e a t e r findet Freitag den 10. d. M. die Uraufführung des letzten Werkes von Franz Werfel „B o c k s g e s a n g“ mitden Herren Hans M a r r, Ludwig Andersen, Carl F o r e s.t, Ludwig Stärk, Robert M a r Ti t z, Hermann W a il und den Damen Eugenie May, Lilly K a r o 1 y und Rosa Fässer statt Der Dichter h,at die Tantiemen der ersten Vorstellung der österreichischen Künstlerhilfe für die Hungernden in Rußland gewidmet. Im Deutschen Volkstheater ist für heute, ferner für Freitag den 10. und Sonntag den 12. d. Ml, 7 Uhr, Louis V e r n e u i 1 s „Karussel“, für morgen, 7 Uhr, Hermann Bahrs „Wienerinnen“ und für Samstag den 11. djLMu 7 Uhr, Henry Bernsteins „Baccarat“ angesetzt, ' t

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